Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 9 (27.2.1936)
- Date
- 1936-02-27
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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27.Februar . 1936 C-V.-Zeitung Nr. 9 Der Nachwuchs der Wirtschaftsführer in USA Hinter den ehernen Gesehen der -Wirtschaft und Technik stehen die Menschen von Fleisch und Blut. . mit ihren Stimmungen und Hoffnungen, mit ihren -- Leidenschaften.' und Aengsten. ., Die „rationale Dailerunternehmung" der modernen Mirtschastscheint sich streng neutral.zu den nicht erreichen- '. baren Persönlichkeitswerten zu verhalten. Daß da4 »in Irrtum ist, hall man längst überall erkannt. "Tie sozialen Gesetze, die etwa den Aufstieg vom Ghettohändler zum Wirtschaftsführer ermöglicht haben, sind wiederholt objektiv erforscht worden. Werner S o m b a r t, Jakob L e st s ch i n s k q , Kurt Zi e l en z i g e r und andere haben in ihren bekannten Arbeiten über die Juden im Wirtschaftsleben auch die Nolle der jüdischen Unternehmerpersönlichkeit behandelt. Auch künftig wird man diesen Fragen durch eine objektive, überlegene Fragestellung nicht ausweichen dürfen. Zur Vorbereitung derartiger Untersuchungen kann vor. allem methodisch ein amerikanisches Werk dienen, das zwar schon 1932 erschienen ist. aus das jedoch erst in diesen Tagen die Wirtschaftswissenschaft bei uns eindringlich aufmerksam/macht. Wir geben darüber die objektive und viele neue Gesichtspunkte' bringende Würdigung von Professor , Wiedenfe l d (Leipzigs wieder, die dieser dem hier gemeinten amerikanischen Werk Taussig and Joslyn, American Business Leaders (A. Slud.v in social origins and social stratificalion): Ncw-2jork 1932 (Macmillan (So., XIV, 319 Leiten! im letzten Februar-Heft von Lchmvllers Jahrbuch (Jahrg. 30; Heft 1. 1936) widmet./ „Unter den maiurigfachen Zeichen, daß die . ' Vereinigten Staaten von Amerika mit ihrem Gemeinsä-aftsleben sehr dicht an die Problematik Europas herüngekommen sind, verdient besondere Beachtung die sehr auffällige Erscheinung, daß man sich um die Herkunft der heute führenden Alänner zu kümmern beginnt: und zwar nicht mehr nur. wie es Anfangszeiten entspricht, im Sinne einer mehr anekdotenhaften Behandlung einer kleinen Zahl von Einzelschicksalen, sondern, unter der Fragestellung einer allgemein bedeutsamen Alasseue.rscheinung und Schichtenbildung. Hierbei hängt es wohl weniger mit der Wertung der verschiedenen Schichten als mit dem bereitstehenden Material zusammen,' daß die erste, wirklich breit angelegte Untersuchung sich aus. literarisch hervorgetretene oder irgendwie akademisch gebildete Alänner stark konzentriert hat: Professor Stephan S. Bisher hat sich (im American Journal of Sociology. März I92->) , allein auf die Angaben von ,/VVho's who in America“ stützen können, und diese beziehen sich nun einmal ganz überwiegend auf Angehörige jener Schicht, lassen die Wirtschastswelt beinahe. . unberührt. Tie fast gleichzeitig erschienene Arbeit von P. Sorokin (im Journal ok Social' Forces, Mai 19251 wiederum beschäftigt sich nur mit den „Millionären und Multi-Millionären", greift also aus dem Wirtschaftsleben eine auch in Amerika viel zu dünne Schicht heraus, als daß sie für die Lsfenlegung und Deutung einer allgemeingültigen Entwicklung gelten könnte, lim so wertvoller ist die hier anznzeigende Untersuchung, die den Begriff eines „Führers der Wirtschaft" sehr breit nimmt und von den etwa 25 000 Menschen, die nach ihrer Schätzung in UTA unter diesen Begriff fallen, rund ein Viertel — etwas, mehr als 6000 — mit ihren . Fragebogen und den darauf eingegangenen Aut-, Worten wirklich erfaßt hat. Das Blickfeld der Untersuchung wird durch zwei Fragelinien abgegrenzt, die mehr noch als die Erhebüngstechnik von vornherein dem Ganzen das Gepräge einer Erfassung von Massenersckieinungen geben und der Verwertung der einzelnen Antworten das Z uällig-Einzelhaite . nehmen. Es soll festgestellt werden, ob bei dem wirtschaftlichen. Führertnm in USA etwa von kastenmäßigem Abschluß gesprochen werden kann oder gar muß, und zweitens, ob der Aufstieg zur Führerstellung mehr auf etwaige „Privilegien" der Umwelt des Amgestiegenen oder auf persönliche „Ueberlegenheit" zurückzuführen ist. Zu diesem Zweck ist nicht nur nach dein - Alter, und der jetzt innegehalteneu Stellung, sondern namentlich auch nach dem Alter, in welchem der Gefragte überhaupt ins'Wirtschaftsleben eingetreten und in welchem er in die jetzige Stellung gekommen ist, sowie nach dem hauptsächlichen Beruf des Vaters und des väterlichen Großvaters, nach der Art der Sehnl- und sonstigen Ausbildung, nach persönlichen Beziehungen, als Unterlage der Ausgangs- und der jetzigen Stellung, nach finanziellen Unter- - stützungen der Anfangszeit durch Erbschaften oder sonstige Zuwendungen gefragt worden. Eingehend wird begründet, warum gerade diese Verhältnisse und nicht noch andere, er-' fragt worden sind; die Beschränkung der Bedeutung, die hieraus sich ergibt, wird "klargelegt. , Natürlich spielen rein praktische Gründe stark mit — bet einer Privaten Erhebung darf nun einmal die Antwortwilligkeit der Befragten nicht allzu stark belastet' werden. Aber hätte es wirklich soviel ausgemacht, wenn wenigstens der mütterliche Großvater (neben dem väterlichen! auch noch erfragt worden wäre? Gewiß wird seine rein finanzielle Bedeutung und seine Rolle als-wertvolle „Beziehung" durch die entsprechen- . den Fragen mit erfaßt,' Als Träger der familienhaften Umwelt fällt er jedoch ans. und diese Lücke ist nicht befriedigend gerechtierligl. worden, Bei der großen Verehrung, mit der . in USA die Frau behandelt zu werden pilegt. . ist doch anzunehmen, daß gerade der Vater der Mutter aus die Entwicklung des Enkels mindestens den gleichen Einfluß wie der des Vaters auszuüben vermag; und auch die soziale Schichtung kann doch in der Tat, wie auch, die Darlegung selbst hervorhebi. nicht gut allein, von den Eltern des Vaters äbzgllest'it werden. Zur . Begründung 'des Unterlassens dieser . Frage wird nur gesagt, daß sie derartige 'Möglichkeiten der. lingenanigkeit(eonlnsioii) . in -firt) träges daß die "Antworten weitgehend wertlosgebiie.ben wären.-; ' ' Als soziale Rubrilen werden'für Vater amd .väterlichen Großvater, aliv als Herkimstsuinwelt erfragt: Ungelernter oder angelernter Arbeiter, gelernter 'Arbeiter. Büro- oder Rontorangestellter.. Farmer, höherer Angestellter (minor executive), leitender 'Angestellter (major executive). Eigner eines kleinen Unternehmens (mit weniger als Bi i)0a Dollars jährlicher Lohnsumine), Eigiler eines Großunternehmens, akademisch gebildeter Alaun (Professional). Die Stellung des „Wirtsehastsfi'chrers" lvird dagegen umschrieben als Vizepräsident. Schatzmeister, Direktionssekretär. leitender Direktor ('general Managers. Präsident, Vorsitzender des Verwaltnngsrats (chairman of board), Junivrvder Senivrpartner, Alleincigentümer. Tie Unternehmungsgrößen endlich, werden nach den Jahreslohnstimmen oder den Jahresroheiirnalnnen. für Banken nach der Stimme der - Aktivpostenbestimmt: besonders zu erwähnen, ist. daß die Gruppe der Rleiniten alle Unternehmnngen/vvn iveniger als 500 Ovo Dollars/ Jahresstimme'umfaßt.' daß also der Begriff des Wirlschaftssührers uiicht etiva an eine '.blindeststimme seines Unternehmens gebunden ift. Den Grundbegriff der.ganzen llntersuchnng, ebeii deii des Wirtichastssührers. einigermaßen klar zu nin'reißeu. war naturgemäß nicht leicht. Wäre das Wirtschaftsleben der USA in Wirklichkeit. so ausschlaggebend von-den Niesenunternehmungen und deii Großkonzernen gekeiinzeichnet..wie es in der deutschen Lesfentlichkeit vielfach angenommen ivird,.oder könnte man' einige wenige Wirtschaftszweige als beherrsckfend und als Standardzweige anfsühren, so hätte man sieh ivohl an irgendeine hvchgegrisfene 'Mindestjahressumme halten tönnen. Da jedoch auch drüben die' Alaniiigialtigleit, wenn'auch vielleicht nicht so stark wie in Deutschland, so doch imitier-noch viel zu stark ich. als daß inan sie vernachlässigen dürfte, so mußten die Verfasser in der Tat von jedem giiantitativen Maßstab absehen und gnalitative '.blerkiiiale ausslelleu. Für die Personen haben sie die Stellung als leitender Angestellter. Teilhaber oder Älleineigeiltümer als entscheidend genommen, den Begriff des leitenden 'Angestellten aber in der schon angeführten Weise noch genauer, wenngleich auch nur rechtlich-formal, umsehriebeu. Von den Uiiternehmiingeii. die ihre Leiter zu Wirtsckiaftsführern machen, wird verlangt, daß sie groß genug seien, in ihrer Wirtschaftsbetätignng (field) mehr als örtliche Bedeutung zu haben. So wenig scharf diese Begriffsbestimmung ich so viel sie für die Einreihung des Einzelsalles dem Gefühl überläßt — es ist den Verfassern zuzugeben, daß jede auch nur im geringsten schärfere Festlegung entscheidender Merkmale die Auswahl völlig in Willkür ge- ' stellt hätte. Für eine statistische.Erhellung allgemeiner, etwa amtlickier Natur, wobei die Einreihung maßgeblich vom Gefragten selbst vvrgenommen werden muß, eignet sich deshalb die hier gestellte Frage nicht. Die llngenauigkeit des Begriffs ist aber bei einer privaten Fragebogenerhebung erträglich, weil das Anssuchen der Befragten und die Beurteilung der Antworten letztlich doch für alle Einzelsälle bei denselben Alänner». eben den Verfassern, gelegen hat.Daß diese mit tveitestgehender Vorsicht ihres Amtes gewaltet haben,' geht ans der ausführlichen Darlegung ihres Vorgehens und ihrer Gründe hervor, die nicht weniger als 75 (von 270) Seiten des Textes umfaßt. . In der 'Auswertung der Ergebnisse zeigt sich dieselbe Vor- und Umsicht.. 'Nicht nur werden die Ziffern je für die. einzelnen Gruppen und in asten irgend möglick^n Rvmbinativnen gewürduzt: es werden auch andere Untersuchungen ans USA imd.-ans fremden Ländern znm Vergleich und zur Kontrolle herangezogen, wo esnur geht — die Erhebung des deutschen Untersuchungsansschnsses (veröfieiitlichi im He st l 17 der Beiträge zur Statistik Baherns, 1U3o) ist allerdings noch nicht berücksichtigt worden. Tie Verfasser bleiben vor allem der Grenzen steh bewußt, die ihren Folgerungen-aus der notwendigen Beschränkung der Fragestellung gezogen sind. Sv mag man hier und da ans der einen oder anderen Zisternreihe, im einzelnen etivas anderes herauslesen und namentlich noch vorsichtiger, als die Veriaver schon selbst es tun. die Bedeutung der Umwelterhebnng beurteilen. Auf eine vorgefaßte 'Meinung, die den Ziffern Gewalt antiil und den. -Bedenken /.nicht, genügenden Ouium gewährt, stößt man nirgends. Die Ergebnisse können alio volle Beachtung fordern. Sie lauten'in der einen Untersuchung-:-/ richtung, daraus hinaus, daß zwar die heutigen Führer der nordamerikanischen Wirtsck-ast znm - erheblich' größeren Teil schon Söhne von Geschästsmen'chen sind (darunter etwa 30 Prozent Söhne von Großunternehmern. gegen etwa 10 Prozent Söhne von Arbeitern), daß aber 'Arbeiterenkel und vollends die Sohne kleiner Geschäftsleute und die Söhne der akademisch gebildeten 'Mittelschicht noch immer den Hauptbestandteil der Fiihrerschicht abgeben; von einem kairenartigen Abschluß der wohlhabenden Schichten ist nichts zu^'püren. Und in der anderen Richtung ibrer Fragestellung glauben die Verfasser feftfieiien zu können, daß in wesent- . lich stärkerem Grade als von den persönlicl^n und materiellen Hilfen der Umivelt der 'Ausstieg zur heutigen Fährerstellnng von persönlicher Tüchtigkeit und guter Schulbilining getragen worden sei: dies gelte in besonders hohem Grade voii den Grvßtnnternehmunge'n, an deren Leitung ivedcc. die unmittelbaren ...Erben", noch überhaupt die Söhne der Wirt- . idjaftlidKit LMrichichk einen bemerkeiiswert hohen oder auch nur dem Soliickiteuausbaik der Vorgeiieratiou entsprechendeu Auteil ausweiseu. ' Daß auch im ^einzelnen die Ilntersuchuligeu der Verfasser zzu l>edeutsamen. sür .die .stentttiils- - des . iiordamerikauischeu , Wirtsäiaftsailfbalis ., .lvichtigeu Ergebnissen, genihrt hat, braudit ivolil nicht lie.ivuders dargelegt zu. iverden. -'All'r , " immer sich mit Fragen des dortigen . 'Bpirt ' sct)askslebens besaßt, wird an dyin Bliche nicht vvrnbergehen dürfen. ' . Sviveit die lvichtigen Bemerlnugen Proscssör Wiedenfelds zu dem amerikaiilschen Werk! Für künftige Untersilchungen. die vor allem an die ^Arbeiten von Lestschinikh (Das wirtsckltrstliche Schicksal des delitschen Jndentuins: Berlin 1932) anschließen müßten, ergibt sich vor allem methodisch (ülvr das 'Allswahlprinzip der Fragen) viel --Neues, wenn man das Problem der Rolle des Juden in der modernen Wirtschast tiefer erfassen will. , L, F. Das Verbot der Marknoteneinfuhr Tie Tagespreise veröffentlicht nachstehende Warnung an das Publikum: „Tie Einbriilguug und Eiiisciiduilg von Reichsmarkuvtell alis dein 'Ausland iiach'Deutfchlaud. ist . mit Wirkung vom 0. Dezember >'.»35 verboten worden. Mcichsinarliivteu. die von dentscheu Reisenden bei der Rückkehr voll einer 'Auslands, reise nach Tentsd,land eingebracht werden, nnterliegen ausnahmslos der Veschlagiiahme und Einziehimg. auch kann gegebenenfalls Bestrafnng erfolgen. Es lvird besonders darauf hingelviesen, daß sich die Ansnahmebesluninniig, »ach der Reisende Nlarkiiolen bis znm Betrage von 30 Mark im Reiseverkehr nach. Deiitschland einbringe» dürfen, nur ans a u s l a n d i f.ch e Reisende bezieht. In l i'i it di ich e R e i s e n d e d ü r f e >i u l s o in t e i:: e m F a l l 'M a r k n v t e n a u s dem A n s l ä n d n a ch Den t .s et, l a n d b r , n - gen. Es wird feriier daraus hingelviese», daß auch die Annahme von Plarliivten, die aus dein 'Ausland eiilgejaudt vder eingebracht worden sind, verboten ist. lieber die Bestiminlnigen nn einzelnen erteilen die Devisenstellen Aiisknnft, Bo» 'Marknvteneingängen ans dem Ausland .ist der zuständigen Deviseliftelle b i n n eir drei Tagen 'Mitteilung zu machen. Znwlderhandliilige.il werden streng gealmdet. Die Bestiinungen gelten nicht nur für Marlnoten, die zur Bezahlniig von 29 a r e n s o r d c r ii n g e n . Fraelstei! usw, Bienen sollen, sviiderii auch für solche 'Marknoten, die als G e sch e n k. als Nute r jt ii t» z.n. n gszahlnn g oder anS einem anderen Rechlsgrnnd ans dem Ausland eing'c'hen. Ten inländischen Personen, die solche Geschenlsendnngen, Uiiterstntzilngszahlnngen lind dgl. zu erivarten haben, wird deshalb in ihrem eigensten Interesse angeraten, die a u s I ä n d i s cl, e n G e l d ge her zu e r s u'eh cu. i ii r die Z a h l n n g k c in c M a r k » v t en ,z >> v e r w ende ». Für die deutschen Erpvrteiire. Spediteure nsiv. empfiehlt es sich, bei -Abschlüssen mit ausländischcii Firmen die Zahlung mit 'Marknolen unter. Hinweis auf das '.»Narluvteneiusilhrverbot aiisdriickliel, an'-ziisckiließen. um jede.nuliebiame Anseinanderietziiiig über die Zahlnngsweise von vornhernl nnsznschaltest. Insbesondere lvird jedes Vertragsangebvl. jede Aliftragsbestätigung und dgl. einen entsprechenden.Vermerk zu tragen haben." Oie DevUen-Freigrenze von 10 RM Bis z» IU 31'M je 'Monat ist es bekanntlich gestattet, ohne Genehinigung Zahlungen an das 'Ausland vorzuiiehttien. Diele Freigrenze iststreng an die Perion gebunden: deinn'neh darf znm Beispiel 'niemand' den lleberiveiiimgs'pielraiin.i. den eine andere Verton nicht aiisgenlitzt hat. aus sieh übertragen lassen, .um ihn selbst ansziumtzen. Dbwvhl der Sinn der geltenden Bestiniinniigkn keinen Zweifel znläßt-und obwohl lviederholi ans dieicn SachvErhali hingelviesen lvvrden -ist. koinrnen doch immer ivieder Falle der — ziim Teil irrtümlichen — Ucbertretiing vor. Dies hat dem Leiter d e r D e v i s e n st e l l e Frankfurt am ‘JJl.a i iv, wie wir der „Franlmrter Zeitung" entnehmen, Veranlassung gegeben, erneut die Rechtslage darznlegen. Er betont also, daß die Freigrenze nur für Zahlungen ans eigenen 'Mitteln dessen, der die Zabliüig leiste, gelte. Die Ver- - Wendung fremder Päiie fite Zahlungen im JKaf)- , men der Freigrenze sei also »iiznlässig: ebensowenig statthaft sei die Zahlung ans Grund des eigenen FPanemit. Vlitteln einer dritten Person (z. L. eine Ehcirau zahlt an ihren Sohn im Ausland mit Vlitteln ihres' 'Mannes), der die Freigrenze "bereits ansgenutzt hat. 29er also unliel'-- same strafrechllielie 29eilernngen vermeiden wolle. . hule »ich auch au-:- Gesälli'gkeil. derartige Zahlungen für andere;u leisten. In dem Aussatz „Die Neufassung der Transserbestimmung für' Auswanderer" von Rudoli Gräupner in Nr. H der E.-V.-Feitunä von, 20. Februar, muß es—im—deirnVk6sn7r „Steiierliitze Unk-edenklichkeitbescheinigluig" heißen: „Hierbei ist zu beaeliten. daß Schenkungen von Eltern an Rinder bis zum Betrage von 30 000 li JJl scheiikungssteiierirei find: bei höheren Schenlungen ist mir der. 30 0>»0 RM übersteigende Betrag zu versteuern. Schevkuiigen von Rindern an Eltern sind dagegen .nur bis 2ow) RM schenkungssti ner frei: hier ist jedoch bei höheren Zuwendungen der ganze geschenkte Betrag steuerpflichtig." Dr. Wilhelm Berliner In 29ien starb naeti. kurzem Rraiikeulagcr un 'Alter von mir 5 t Ja».reu Geiieraldirellor 29ilhelm' B e r.1 , n e rder in der Lcsterrelehlstlien 29frtschäft'»n'd darüber hinaus eine äiigesehene... Sleltiing.-hatte. Er war der Leiter der äueh w -Deiitsti'lagd .mild anderen Landern verirell'uen' L-ersieheriin-gSileiellidiaflen Pl,onir in Wien, - oi-e imter seiner Fuhrnng aus nielst seingroßen 'Antäiigen zu ' eiiieiü iiilernatioii-al belainiteii-2»erstcheruugskvnzern gewordeu ist. . Dr. 2st'rliiier ivar schon in jimgeu Jahren, kaum 13 alt. in die Gesellschaft' eingetreten und erreichte infolge seiner Rlngheit. Tüchtigkeit niid 'Arbeilskrast deren lu'chfie Spitze. 2R'iei!s ii» Jahre I'JI-t lvnrde er stellvertretender Direktor und jeihs Jahre später, nach Beendignng des Rrieges. lvnrde ihm die Leitung des lliiternehineiis übertragen. Er hat nidft nur ans dein Spezialgebiet des 2lerslli>ern,igs.- lvesefis mit Erfolg gearbeitet lind anet, neue 2lersieherlingsziveige eingeführt, sondern der österreieliischeit 29irtsehast darüber hinans wertvolle Dienste geleistet. Sv. geh orte er als Saet>verstäiidiger zu der -öslerreieliisehen Friedensdelegation in St. Gerinain, ferner, ioar--er .Mitglied des Gene-- ralrates der Le.sterre-id,-Ilngarisehen -'Bank'und später auelj der Lesterreichischen 'Nationalbank. Jüdisdfe Interessen ioaren ihn,, ebenfalls nid,t fremd, mit 'Aiismerkfainkeit hat er stets die Entwicklling der Arbeilen in Palästina verfolgt, nnd and) sonst dein österreiehisißen Jilden.tlllil mit Rat niid Tat zur Bersügnng gestanden, 91 n der Tranerseier in 29ieii iial)>i>en 'A-ertreler der2R»idesrcgieriiiig, des Vundeskanzleramtes. -des Innenministers, anderer staatlielierund loininnnaler 2st'hördeii der. Diplomatie und zahlreielier 2>ertreter der 29irtselia>t teil, . Für die Rnltns-- gemeinde" lvar das Gesniilipräsidsiml mit. dein 2lorstande erschienen, - Die Betriebsausgaben der Handelsvertreter Zur (v i ii f o in in e n st e u e r e r k l ä r n n g der Handelsvertreter lllerlins ist eine 'Venngnng des Prasid.eiile» des Landesiinlinzaintes 'Berlin vom L Februar von 'Bedelilniig. Sie besd>aftigt sid> mit der Ermittlung'des «stelvinus der »ich tb u d) i ii I, r n n g s p s t i ch t i g e n . feldständigen Handelsvertreter (Haiidlimg -.-agenten > und setzt, wie dein neuesten Helt des 29irtst»ast-sblattes der Industrie, und Hniidelsl,immer 'Berliu zii. ent iiehuien^ ist,, folgende 2ststriebsaiisgnbeiipa>isel)iatze a> 29enii sie a»i Lrl (2R'rliii'und 2R'rorle) reiien und die PrM'sfivnseimiahme» (Rolf'einliahine») lOtwo iliM.it nid,) üöetstieigeii: 35. bis -tO Prozent der Provisiviiseiimäliiiie». Dieser Satz ist n»dl aus svlelie Verdreler nnwendbiii-. die mit 'Nlnslerkosser reiseli. I>> 29enn sie auswärts (in einzelnen 'tzro- . viuzeii, Ländern oder im ganzen Dentuhen bleick), liielft aber im-'Anstand, reisen und die Prvvisionseiniialiinen <:>lol)einli.i!)inen) 1.5 0(»0 Reichsinnrl nist>t nliersleigen: :>:\ bis 5s Prozent der Provision-einnahmen. Diese Sätze gelteii ainl, dnnii, wenn der Handelsvertreter einen Seil seiner pii'fentnnlei, 'pro- Vision als sogenannten Speseuziisthuß eel,ä!t. In diesen Fällen ift der gleichfalls prozeiilnale also nael, dem Erfolg l'eineiiene - - Speie»zustlniß den Prvoiiivnseiniiahiiieii l,ii, pi;>,i est,ne„ und nach der Summe von beide,, die Hohe der 29'-- triebsausgabeu unter 'Anwendung der olstgen Sätze zu berechnen. Dagegen iiud die Pain'elpätze i> i ch t a ii w e» d b a rl>e, der Erstattung »der leilweiseii Erstatlung zisserumäßig heft i mmlex Unkosten oder bei Geivährung einer ziiiernn,astig festgesetzte» . 'Spesetieutsthädignng. F,e S.isie ..gelten n i cl) t stir Handelsvertreter, die. zur Riindeiiiiud ','tustragswerbuug vorwiegend Gastwirtschaften bcsudfen. Zn-beachten ist. daß,die Panschsäize k e i n e A „ - Wendling linden bei Hliudelsvertretern, die gemäß § liil Abs.. I Ziss. , -der :>leicl,sabgabeuvrdnnng zur steuerliche» 2'mlisiil,rung . verpilichtet sind, weil der Gelverbeertrag liwr Abzug des gewerbesteuerfreien 29-trages von I.'.w» :>B.»1, mehr als Oono R'M lwtragen l>al. Fne die Eemitlliiug des Gewinnes dieser Handelsvertreter ist vielmehr der 2f>id)<ilnchl,isi maßgebend. In die Betriebsausgabelipäiiichfatze sind die vrdniingsgemäß entr,st>teten tbewertn'' und Nmsal'.ileiiern niil eingeielstw'.in,...ei»/,st, di>- 2»'ifreige --zie 'Bernssschul'en' lind 'sonikiaen Berilssverbäiiden/ Den -tenerpilnhtigen liteibl es üiibeiiomnieii, im einzelneii Fall tatiächlist) entsiandi-ne l,öl,erc De- . triebsansgabei, sii'ernmäßig „ast,zuweiien. Dlk Finanzämter ioltei, von dein ihnen grnndsäljich zustel,enden . Rest,t. il,reriests im einzelnen Fall . den Rack,weis der täini111[11ij enlwinwmen -Jlu?« stnben zu verlangen, nur beim 2'orlii-gen hesoliderer Grunde lstebrauch mächeil, insbesondere, wenn das Finanzamt - if)rn„d zu der 'Aimalime liat. daß .der Paw/Hsal: die lalsäel)lul)en 2fetriebs. ansgaben übersteigt. 2'ei geringen Abweist,>.ingen der geltend gemachten oder -der im einzelnen Fall -vom Finanzamt verinilietei, 'Betrieb?,Hingaben von den Richls.ttzen ist uliu mm. Eeo-n^eEfsirabzuiehen. Türiket Betgitäii MeeaU Jetieil