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Central-Verein-Zeitung · 1936-02-13 · 7 (13.2.1936) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
7 (13.2.1936)
Date
1936-02-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Zwischen TVen-York mul Genf Die „Majestic“ auf der Rückreise Am 15. Januar 1036 hatte sich die englische jüdische Delegation unter Führung von . Sir Herbert Samuel auf der ..Majestic" eingeschifft. Am ä. Februar dieses Jahres traten Sir Herbert S a m u e l und Lord Bearsted an Bord des gleichen Schiffes die Rückreise nach England an. Das dritte Delegations- Mitglied, Simon Marks, wird in -stürze folgen. - .. - Ueber den äußeren Verlauf ihres Aufenthaltes in den Bereinigten Staaten haben wir berichtet.- Unmittelbar vor ihrer Abreise gaben Sir Herbert Samuel und Lord Bearstcd der Presse eine Erklärung über ihre, persönlichen Eindrücke ab. Sie äußerten, daß" die Delegation durchaus befriedigt sei. Mit Genugtuung have sie von der Stimmung der amerikanischen Juden und Nichtjuden Kenntnis genommen und freue sich über die auch von den Nichtjuden zugesagte Mitarbeit. Sir Herbert Samuel erklärte weiter, es sei zu einer vollständigen Uebereinstimmung mit den amerikanischen Juden in bezug auf Ziele und allgemeine Methoden des Planes gekommen, hunderttausend Juden ans Deutschland nach Palästina und in andere Länder zu überführen. Tie Aufgabe bestehe nunmehr darin, den Juden aus Deutschland durch konstruktive Maßnahmen statt durch Wohltätigkeit und Unterstützung zu Hilfe zu kommen. Im Hinblick auf die Rolle Palästinas in diesem großzügigen Auswanderungsplan legte er dar, welchen Nutzen auch Palästina von einem, neuen Zustrom jüdischer Einwanderer haben werde. Allerdings gab er zu. daß die arabische Bevölkerung, die seit . icher Unruhe wegen der jüdischen Einwanderung gezeigt habe, dies, wie er befürchte, auch weiterhin tun werde. Alls eine Frage des JTN-Bertreters, ob Anstrengungen gemacht werden würden, die Einwanderuugsbestimmimgcn nach Palästina großzügiger zu gestalten, erklärte Sir Herbert, daß für Pie Einwanderung die Aufi, a h m e f ä h i g k e i t Palästinas maßgebend sei. Lord Bearsted unterstrich diese Aeußerungen, indem er hinzufügte, daß weder Palästina noch die Juden Deutschlands irgendwelche Vorteile davon haben würden, wenn zugelasfcn werden würde, daß die Einwanderung nach Palästina die Aufnahmefähigkeit des Landes übersteigt. Weiterhin wurde bekanntgegeben, daß ein kleines Erekutiv-Komitee ernannt' werden soll, um die Details der in.Frage kommenden Pläne auszuarbeiten und daß dieses Komitee in Verbindung mit der Jewish Agency for Palestine und dein Joint Distribution Evmmittee stehen würde. Tic Eine-Million-Pfund- Kampagne soll außer in Großbritannien auch in Frankreich. Belgien und Holland eröffnet werden. Sir Herbert Samuel erklärte zum Schluß, daß die Kampagne für.den gesamten Fonds von drei Millionen Pfund sich über vier Jahre erstrecken würde. Die staatsmännisch abgewogene Erklärung läßt anuehmen. daß in Kürze konkretere Mitteilungen der Lefsentlichkeit übergeben werden. Dm die Nachfolge James G. Macdonalds Wie der Genfer JTA-Vertreter erfährt, hat Generalmajor Sir Neill Malcolm. der während der letzten Tagung des Völkerbundsrates als der aussichtsreichste Kandidat für die Uebernahme des nunmehr dem Völkerbund direkt Unterstellten Oberkommissariats fürÄustvandererfürsorge genannt wurde, bereits, mit dem Generalseketär des Völkerbundes. Ave-' nol, zwecks Uebernahme dieses Amtes Füh- F lung genonnnen. Von gut informierter Seite wird der ITA mitgeteilt, daß Sir Neill sich grundsätzlich hcreit erklärt habe, die Angelegenheiten der Auswanderer ans Deutschland zunächst bis zu der im Herbst stattfindenden Völkerbundsversammlung zu führen. Es wird angenommen, daß die offizielle Ernennung General Sir Neill Malcolms zum Völkerbundsoberkommissar für die Auswan- - derer aus Deutschland bereits in den. nächsten Tagen erfolgen wird. Der voraussichtliche neue Oberkommissar steht im 67. Lebensjahr. Er ist Vorsitzender des Royal. Institute of International Affairs. Als Offizier hat er eine glänzende , Laufbahn hinter sich.' Er genoß seine Ausbildung in Eton und Sandhurst und trat 1889 in die britische Armee ein. 1807 bis 1808 diente er an der Nordwestfrvnt in Indien und wurde für seine Leistungen durch eine Medaille ausgezeichnet. Im folgenden Jahre tat er in Uganda Dienst und erhielt den Tistinguished Service Order. I960 ymrde er in Südafrika schwer verwundet. In den Jahren 1003 und 1004 diente er in Britisch- Somaliland. Vom Anfang bis zum Ende des Weltkrieges leistete er Frontdienst, avancierte vom Oberstleutnant zum Generalmajor und würde im Marz 19D8^bermaksschwer verwundet. 1924 schied er aus dem aktiven Heeresdienst aus. Seither widmete er sich dem Geschüftslcbcn und internationalen Angelegenheiten, bei deren Erledigung er auch Deutschland genau kennen lernte. 1919 wurde er Mitglied, 1922 Kommandeur-Ritter des Bath - Ordens. Er ist ferner. Kommandeur der Ehrenlegion und besitzt den Nil- Orden dritter Klasse, den Orden der Krone Italiens, den serbischen weißen Adler-Orden, die Croir de Guerre und viele andere Aus- Zeichnungen. Er war Herausgeber von „The Science of War". Das „Royal Institute of International Affairs". an dessen Spitze General Malcolm steht, erstrebt die Ernuüigung und Erlcichte- - rung des wissenschaftlichen Studiums inter-. nationaler Fragen, die Forderung des Austausches von Jnfornmtiiinen und Ideen über. ' internationale Probleme und die Bereitstellung von Mitteln für Information -und Forschung auf Diesem Gebiet. Die Auswanderung jüdischer Fachkräfte Im Rahmen eines Berichts über die von Sir Herbert Samuel. Lord 'Bearsted und . Simon Viarks gemeinsam mit den Führern der Jüdischen Organisationen Amerikas eingeleitete Aktion zur Förderung der jüdischen Auswanderung aus Deutschland kommt die „Frankfurter Zeitung" auch aiif die Frage der Auswanderung, jüdischer Arbeitnehmer aus Deutschland zil sprechen. Sie schreibt hierüber: „Tie Auswanderung jüdischer Arbeitnehmer aus Deutschland wirft auch von Deutschland her gesehen einige organisatorische Fragen auf. die dadurch entstehen, daß zur Vermittlung von Arbeitskräften ins Ausland und gegebenenfalls für die Ausstellung von Pässen Gutachten einzuholen sind, inwieweit die Auswanderung im Interesse Deutschlands liegt oder wenigstens den deutschen Interessen nicht widerspricht. Daran sind, soweit bekannt, nach Anordnungen vorn Jahre 1934 und 1035 die Arbeitsämter Und weiter die Industrie- .und Handelskammern oder die Handwerks- und Gewerbekammern als Gutachter beteiligt. Eine Auswanderung trotz Ablehnung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung des Arbeitsamtes kann zur Bestrafung zum Beispiel wegen-Paßvergehens führen. Ein derartiger Fall wurde zum Beispiel früher aus Wuppertal gemeldet. Ter Hauptgesichtspunkt dieser Bestimmung ist der, daß einer Abwanderung von Fachkräften ins Ausland vorgebeugt worden soll. Es läßt sich dabei aber nicht verkennen, daß diese Vorschriften. obwohl sie allgemein gelten, doch ihrem eigentlichen Sinne nach nicht ohne weiteres auf erwerbslose jüdische Arbeitskräfte angewcndet werden können. Zumal dann nicht, wenn diese jüdischen Arbeitnehmer (im Unterschied zu deutschen Fachkräften) nicht nur nicht gebraucht, sondern auf absehbare Zeit gar nicht in Arbeit vermittelt werden können. Daüberdies von maßgebenden Stellen verschiedentlich zu in Ausdruck gebracht worden ist, daß im Regelfalle die Auswanderung von Juden als im Interesse Deutschlands liegend angesehen werde, und da weiterhin solche Auswanderungen auch einer Entlastung von deutschen Fürsorge- und Unterstühungscinrichtn'ugen dienen mögenso wäre cs wohl gut. Unklarheiten und Zweifelsfragen, die sich in der Praris ergeben mögen, .zu beseitigen." Das Haus der Lords ehrt Reading Im englischen Oberhaus fand eine Gedenkfeier für Lord. Rcgding statt, bei der Vectreter aller drei Parteien dein Andenken des großen Staatsmannes buldigten. D Der Lord Gehcim-Licgelbewahrer und frühere Dizekönig vvn Indien, Viscount Hatiiar. erklärte. es entspreche, dem Wunsche der Mitglieder des Oberhauses, vor Eingehen in die Tagesordnung einige Worte der .Huldigung dein verstorbenen Lord Reading zu widmen, der eine io hervorragende Rolle ans vielen Gebieten der Regierung gespielt und einen so bedeutenden Platz in dem öffentlichen Leben des Landes eingenommen habe. Viele 'Mitglieder.- des Hauses, fuhr Lord Halifax fort, hätten in den letzten Jab reu sehen können, wie unermüdlich Lord Reading seiiie Zeit und seine Arbeit der Lache seiner jüdischen '.Glaubensgenossen'widmete. Es durste nicht vergessen werden, wie viel seiner unentwegten Hille in . diesen schwierigen Zeiten , zu verdanken war. . Der Tod Lord Readiugs werde als der Verlust eines großen Vertreters der Ii.idcnhcit und der jüdischen Lache einpsunden. Von vielen Mitgliedern des Housc of Lords, unter ihnen auch von ihm selbst, werde der Hingang Lord Readiugs betrauert als der eines edlen Freundes und weisen Ratgebers: für das Haus und den ganzen Staat bedeute der Tod Lord Readiugs den Verlust eines ergebenen und besonders hervorragenden Dieneram Gemeinwesen. Als Sprecher der der Arbeiterpartei nugcbörenden Lords schloß sich Lord Lnell der Huldigung für Lord Reading amMJm Namen der Liberalen cd Reading habe landwirtschaftliche Ehrenpreise für JCA-Siedler In Lanta No'e. der Hauptstadt der Mrövinz La Pampa, wo Oie-li'A (Jewjsh Kolonisation AssoviiüioiO die Kolonien Baron Hirsch uiid Rarcisse Leven crriciitet bat. fand vor. kurzem eine laiidwirtschastlicbe Ausstellung statt. Die -1<7X'hatte' aus dieser Ausstellung einen eigenen Stand errichtet. >vo Mnsierprodnkie aus -ihren Kolonien zu leben waren. Dieie Produkte wurden „ mcbrlach preisgekrönt, sie eichiellen st,, m den . -Ehrenpreis der Ausstellung. Der 1CA - Ltand Ie,nkte die Aufmerksamkeit des G o u v e r n e u r s von. L a P a m p a . Dr: Pore z V \ x a s o r o. .ans sich, der den Wunsch anssvrach. e Mi e d e r I (' .1 - K o l o. in c n z u b e s u ch c ii. Er begab sich m Begleitung hervorragender olsizieller Persönlich- - ketten. wie des Vertreters des Landivirtsdiastsininisters. Leiior F. Palaeios. des MilUarkommandanten des Distrikts. Maior Mandraciv. des Kreisnerarzies. Dr. Gnesalara n»o des Lladt- . richters l.P. Tranera in die Kolonie Rarcisse Leven.-Der Gouverneur sprach seine besondere Anerkennnng für die Kvlouisativnsbc.strebuugen der It'A aus und lobte die von den Kolonisten geleistete Arbeit. . . Allgemein wird'ans die Hobe Bedeutung hingeiviesen. die der Besuch des Gouveriieiirs für die jüdischen Kolonien besitzt. Die gesamte lokale . Preise besaßt sich mit dem Besuch. Die Zeitungen stelleu fest, daß in einer Feit bcrstärkter antisemitischer Propaganda de-r Beinä, des Gouverneurs der Regiernug ans die nützliche Rolle .aufmerksam machen müßte., die die Juden im Wirtschastsleben des Landes spiele». Die Gesellschnt IIIA8 (H*'1>row ImniiRrant Aid Speit-ty) teilt mit. daß es inininebr infolge L o ck e r n n g d e r b i s b e r i g e n Ei n w a n - d e r n n g s v o r s ch r i f 1 e n auch Inden, die nicht den landivirtschaitliche» Berus ausübru wollen, möglich sei» lvrrde. .nach Paraguah linier der Voraussetzung cinznivandern. daß sie ein Kapital von mindestens sünlzig Gold-Pesos besitzen. Ursprünglich wnrde-'nur.Landwirten die Einwanderung .nach-Paraguah gestattet. Jetzt soll, wie H1AS bekanntgibt, bei der Einwander»ng mit Rücksicht ans die geringe Entivicklnng von Handel und Industrie im Lande denjenigen Einlvanderern der Vorzug gegeben lverden, die ibre Erzengnisse selbst berllellen können.. Lelmhinacher. - Lchneider. Holzarbeiter. Stricker und andere Handiverker. können als Heimarbeiter ißren Lebensunterhalt verdienen. Hi 33 fts 1. I 'ecklücte gut.fr- G a i n f o r b , eine leidenschaftliche Anhänglichkeit an seinen Glauben besessen. Er sei seiner Abstammung treu geblieben. Zurücksetzungen und Leiden Hütten ihn tief bewegt, niemals aber habe er die Herrichaft über sich selbst verloren. Pflichttreue sei das hervorstechendste Merkmal seines Charakters ge- Der Völkerbund prüft die medizinische Entdeckung eines jüdischen Gelehrten Die „ITA" veröffentlicht eine Aleldung. nach welclier sich die Hügiene-Tektivn des Völkerbundes . mit -dr'r llcberprnsuiig einer medizinisct>en Entdeckung des Wiener Professors Ernst Loe weilst c i n besaßt. Von ärztlicher Seite wird uns dazu geschrieben: Die Untersuchungen Loewensteius sind seit einigen. Jaßren iveiteb inedizinischen Kreisen bekannt. Loeivensleiic erklärt, daß es ihm gelnngcii sei, mit Hilfe einer eigenen, voll ilun ersiindeiien Rletlivde der Räsirbödeiitechnik. Tuberkelbazillen aiis dem' Bliit und der :>lückeinnarksslü'sigkeit bei Krankbeiten nachznweisen. ^enimal. wenn der Kranke noch nicht ganz von dieser Urankl>eit sozusagen „vergiftet" sei und vor allenc bei Krankbeiteii. ivelchc man bissier als init Tuberklilose ziisainmelihängeiid nicht aufgesaßt hatte! ' " . ■ Hierzu rechnet Lc>e>venstei» vor allein den Rhenmatismns. das beißt rben,natiscl>e . .Ec.- krai.iknngeii in der Biellieit ihrer kliiiischeii Eri'ctieiiiiuig, die allerdings für den Rlediziner ein viel begrenzteres l^ebiet darstelleii, als für dr» Lai?,,. Er will in Verfolg seiner llntersiiäningen il,cl,t iiiir Tiiberkelbazclleii im Blut von Kranke» mit rheiunatiicher Herzklapveiieiitziiiidiing' nachgciviesen haben ----- ivic ancl> bei einer aiideren-rheiiniatiichen Erkraiiknng, dem sogenannten Kryltn-ma mültiforme —, sviidern lehnt auch, die bisherige Anscl)alinng ab. ivelche den vielverbreiteten, echten Gelenkrhetimatismns als Ltrcptvkvkkeiiinsektivn änüaßte. Er geht darin so iveit, daß er, de», akuten Gelenkrhenmatismus erpcrimrntell durch intravenöse Einspritzuiig von Tnöerkelbazillen erzeugen zu können glaubt. Auch bei der Ehvre.c iBeitstaiiz,' imb der multiplen Lklerose ivill er Tiiberkelbazillen im Blut, reip. Liguvr gesniidc» habe». Unwidersprvchcn, oder als zu ivcitgehend angesellen, sind die Behaiiptimgen Loei.vensleins nicht geblietcen, - Bei der großen-sozialen Bedeutniig aber, ivelchc die gciiauulcii Kraiikheiten I>abcn, ist die gemeldete 'Rachpriisiing der l!nters'ncl>>inge» Loeivensteiiis von der allergrößten spielstigkeit. -.'A'-cr..einmal Loeivciiüciii über seine Arbeiten liat sprechen börcu. >v,e der Lchreiber dicicr öleileii anläßlich cmcr Veranstalt,mg der Tviucirkin--Fo.imdatiou mi Lviuiner lluuO Ud) dem starken und aufrichtigen Eindruck feiner Persvulichkeit l.iirijt eiitzic-hcii köimcu. Lveiveustein. der als prakliidier Arzt in Wien tätig ist und neben feiner praktisd-cu Tätigkeit die Uuter- . .sudninacn durd,ful,rte bat selber die Hilfe der Hbgiene-TS'ktion des Völkerbundes angerufeu. da nur eine 'Radiprütung durch die ersten Institute, der Well die allgemeine Ridstigkeit seiner Behauptungen sicherzustellen vermag. Wir ivvllcn es wünschen, daß die Nachprüfung, ivelcher man mit Lpaimiing entgegensehen dan. »ns in der Erkeimtnis der erivähnten Krank- Heiken, welche viele ZRcnschen' befallen und oft liefern wir Ihnen die C.-V.-Zeitung, wenn Sie uns den Beitellachein sofort einsenden. Helfen Sie uns werben. Geben Sie diesen Abschnitt Ihren Freunden. Senden vSie mir bis auf Widerruf die. C.-V.-Zeitung 33 Pfennig für den Monat März zahle ich bei Vorlage der Postquittung an den Briefträger/ Die beiden letzten Februarnummern gehen mir kostenlos zu. Ort: ’ - Aunchn«id«n und mir. 3 Pfgfrankiert »«nd«n am C.-V.-Zeitung, Vartriaib. Berlin W 15, Emtar. Str. 42 J 2 Oliva 8141. arbeitsunfähig machen, einen Lchritt weiter bringen ivird! I)r. Haas t'okn. Zentralrat der Juden Rumäniens In Rumänien wurde Unter der clnsti»"nn»g der fast eine R.illion zäl,lenden jiidisd>en Bevölkerimg rin clentralrat der Jnden Rumäniens geicliasse». lieber die Ld>ast»ng dieses Zentralrates wurde ein. Eomnnini-gn« »uisgegebeii. in dem es heißti ..Die 1! »io» r u m ä n i s ch e r I n d r n ttlRIti und die Jüdisclie Partei von R u m ä i> , e n lHüdiscbe Reidisparlri > liabe» auf die immer zahlreicher lind inunrr dringender werdenden Appelle bin, die aus'allen Teilen des Lande» an sie gerichtetiverden. beschlvsse», die in den letzten Jahren'- gesd-asscne Lage der Juden einer gemeinsamen Prüfung zu unterziehen. ZaI>Ireid>e Organisativiien »nd Zeitungen prvtvrgieren die Einsübriing eines Rasienregimes in Rninänieii mit der Tendenz der Vertreibung der Juden ans dem Lande und bis dahin mit der Tendenz, deren Vermögen durch eine ansschließlich die Jnden betreffende Erprvpriiernng zu kvnfiszieren. Ferner wnrde sestgestellt. daß diese Organisativiien »nd Zeitunge» den Inden das Recht aiif Arbeit, beslreile,,. indem sie die jüdischen Bürger vder die jüdisch-riimäiiischrn Ilntertanen <Per» sviien, deren r>linänisd»es Ltaatsbürgerrecht a>>,- gesochten ivirdf in eine'!I>'e>he init den >» R>>- mänien sicl> ,iiis.l>alte»deii Burgern oder Nntertanen des Aiisla'iides stelle» wolle». 3» Anbelradtl dieser Uinstäiide ivnrde sestgestellt. daß'die Lage der Inden als aiißerordentlidt ernst zu betradsten ist. Beide jüdisdien Organisationen ßaben insolgedessen imter Hinivegsetzimg. über alle ideologischen IIntersd>iede beschlossen: . Es ivird eine Repräsentanzunter dem Namen „Consiliul ('or.lral al Kvreilor »lin Honinnia“ tZentralral der Juden . Rumänien»> gegründe.!. Diesem wird die Aktiv» zur Verteidigung aller Redsie und Freibeiten allgemeinen Eha^ikler» der judisd>en Bürger vder iübisdi.rliinänisd)en Untertauen im Rahmen der Versassmig nnd der Gesetze de» Landes änverlrailt. Die Leitung des Rates wird eiiiem Präsidialkoinitee übergebe,,, dos sich, aus Dr. Tbrodor Fifdier imd T r. F i I d e r »i a n als den Präsideuteii der beide» Lrgaiiisativue» und dem Vertreter des mosaische» Kultiis im Leiial. Herrn ' Tr. I. R i e in i r v w r r . als Berater in rrlägiöfen Fragen .ziiiaiiiineiigesetzl. Dieses Komitee hat Dr. Fi l dermal, zum gesehislssührenden Präsideulen brslelll. Die jiidiidie Bevölkeriing ivird ausgesordert. eine ioürdige und riilnge Haltung zn beioaliren nnd den Besdilüsien de» Zenlralrates zum stutze» und zur Beruliigung de» Landes und aller seiner Bürger riickl,altlos sttediiumg zu tragen." Das Abkvmineu zwischeu den beide» Parteieu ivurde für die Tauer eines Jahres getroUeu.. Beide Organisationen sReichspartei nnd (IKK) bleiben bestehe» und letzen il>re organisatorische uttd propagandistische Tätigkeit fort. ttßie der I ü d i s ch e u T e I e g r a p h , „ - A g e ii t u r von äußerst vertrautiiswiirdiger Leite mitgeteilt ivird, liat der srauzvsische Ausieumiuister Flaudiu bei dein zu Ehren des in " Paris . weilenden K ö „ i-g' E n t v l.' v v u; •If n in ä » i mi gegebenen Frühstück auch die Lage der Juden ' in Rumänienberührt. König Earol verspraci,. diesem Problem seine Aufmerksamkeit zuziiioeiidcii. Hi diplo»iati>ct,e,i Kreise» ivird die Intervent,oii des sraiizösischeu AußkumiuisrerS zuguiisteu. der rumänischeu Juden als ein Beweis der Kaiiriiiiiität der lr.iditivnett großzügigen Haltung Frankreichs in der Frage der Behaudluiig der Minderheiten angesehen. Die neuerliche Bekuiiduug dieser Politik ivird allgemein mit großer Genugtuung aüfgenvinmen. n a u p f s rhr ff r r: HrT^A I f r f d .H irir.b her ei' Ü'r]1'0'11 ,"n<^ JerL„iv.artii,-k für ilie Aufnabnii: von Hi Irl*-1 n: Ur. Margarete K d e! U e i m. VVranlworUirh für Sport: f)r. Ernst fi I, » w e n t h a I , ^Amtlich in Her in. P'nr iiüi'kscndung unverlangter Kins-ndungen ist Kreiumsetdag beiaufugen I.eiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin DA IV. Vj. - 40 Ulf,, PI,-5 Verlag: Centralvc-rein deu,«.-her Sua1-hnrB*>r Judit hen füauhen« e V., Berlin \V ■1.1. Em.eer S:ri,'«e 4i. Druck der Buch, .und T,efdrii<--h-fiei«;ischaft mbH. Btrlm SW 19. I I

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