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Central-Verein-Zeitung · 1936-02-06 · 6 (6.2.1936) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
6 (6.2.1936)
Date
1936-02-06
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Orange und der palästinensischen Grapefrücht die gros-tni,Schwierigkeiten in den Weg legen. Diese liand 'l.-poiitisclie Unbeweglichkeit ist bekanntlich eine Folge der staatsrechtlichen Stellung Palästinas als blosses Mandatsland, dass allen Mitgliedsstaaten des Völkerbundes die gleichen Kinfuhrbedmgungen gewähren muss. Ab'-r alr- Japan, der Hauptträger des Dumpings auf dem.-palästinensischen. Markte," .aus dem \ olkei bniid austrat, stellte sich heraus, dass irgendwelche. Ka.nrpfmassnahmen zur Beschränkung ..der japanischen .Dumpingeinfuhr oder . wenigsten« zur Ausweitung des palästinensischen I ji usexportos : nach Japan trotzdem nicht in 1 tilge kamen, .weil . die Japaner ihre Sterling .aut de», palästinensischen Markte iiussiud'-in noch 'durch ein Abkommen mit der Mn,Militärmacht England gesichert 'hatten.! Das epi/ige Mittel einer differenzierten : Handelspolitik' ist der gute Wille der palästinensischen Importeure. In letzter Zeit ist die Anwendung dieses Instruments zweimal zur Debatte gestellt word. n. Als Rumänien plötzlich die Einfuhr palästinensischer Cifrusfnichfe drosselte, wurde in Kreisen der Citrus-Pflanzer und -Packer der Gedanke erörtert, als Vergeltungsmassnahme den -Bezug rumänischen Holzes für Orangen-, Kisten einz.ustelleii. l)ä die rumänischen Holz-• lmferungen . mich 'Palästina ein Vielfaches der palästinensischen < itrustiusfuhr nach Rumänien aiisiiuiclien. wäre dieses Kampfmittel zweifellos' sehr wirksam gewesen: man verzichtete aber darauf, da sich inzwischen Möglichkeiten zu einer gütlichen Einigung zeigten. Ausserdem aber hat der--Verband der jüdischen Industriellen. di.- durch ihre Bezüge von Rohstoffen und Halbfabrikaten ja zu den wichtigsten ■ Verbrauchern ausländischer Waren gehören, mit den Importeuren Kühlung 'genommen, um zu erreichen, dass diese Materialbestellungen nach Möglichkeit nur an solche Bänder vergeben werden, die d. in palästinensischen Cilrusexport faire Bedingungen gewähren. Auch sonsl warbisher der einzige Ersatz für irgendwelche staatliche Hilfe die Bewegung „Tozerel Haaret/“, d. h. der Appell an den jildi” sclmn Käufer, grundsätzlich jüdische Produktion, und jüdische Arbeit zu bevorzugen und damit zu sichern. Wenn auch die-e l-tewegime in letzter Zeit erheblich au Krall gewönne« hal.'so war sie mich kein ausreichender Ersatz für eine wirtschafl-poidi-cii Orient,erlö . Zollpolitik. l'nd in diesem Zusaiiiiiieiiliiing muss noch einmal daran _enmiert werde,,, dass in allen Bänder» der Weil junge und alte Industrien ■Schutzzölle und Er-- zieiumgs/idle Mm ihren Regierungen gefordert und e, hallen haben. Nur die werdende-jüdische 1 ndiisl, ie ii Palästina'mit. ihren besonders schweren Arbeitsbedingungen..- musste ihren Aufbau' ohne solc he Hilfe erkämpfen, denn das von der englischen Verwaltung, durchgeführte Zollsystem war älisserst primitiv, weil, es nur zwei Gesichts- :' punkte kannte; den fiskalischen Gesichtspunkt, al-o das Strebcm iirinr möglichst hohen Einnahmen ihr ihre Staatskasse». (In direkte Steuern kaum zur Vertilgung stehen, und allenfalls den w eder"!) G«. sichlspunkt, übermässige Preissteigerungen zu vermeiden. So kam es stellenweise zu grote-ivon. Widersprüchen im palästinensischen Zolltarif: Hohe. Sätze für manche Rohstoffe, Welche die palästinensische Industrie dringend brauchte, und völlig unzureichender Schutz für manche Fertigwaren, die im Lande selbst produziert wurden. Gegenüber diesem bisherigen Zu-’ d-md!>1 natürlich die Durchsetzung Produktion?--' politischer Erwägungen in der palästinensischen Zollpolitik ein gro-ser-Fortschritt. Fs id '.bezeichnend. dass in dem ..Ständigen . Komitee für Handel und lududne". das unter Vorsitz des Scliat/m.ust.Ts (Iüian/ministers) Johnson gewissermass.Mi den Wirtschaftsrat der Paliistinaregierimg .darstcdlt.-clie jüdischen und die arabischen Mitglieder' eindmimig für die -neuen Zollgese.!/.,. eilige!,'.-len sind, ebenso wie m gewis-.-ll Fragen de,- (iraiigeinurtschalt •sclmn immri'ach die Geme'iusainkeJ.der sachliciie'n Interessen den! Sieg ober i-obtische Empfindungen . davongetrageir hat: Md die-er Regelung ist'endlich eine Voraussetzung für eine Belebung der industriellen (ii noduii g~'.i‘ gke ■! g-srnaiten worden. Gewiss ist. die Zoüirage ,mr eine der Fragen, die für die imiudriellen Möglichkeiten des Bandes enlseiieidend sind: ab",- die Schärte der. z.um Ted mit überlegenen Wallen kämpfenden Auslands- Faklor. Im letztem' Jahre betrug, der Inlamlsbedarf des Bandes au Industriewaren annähernd in Millionen . BP. Davon wurde erst die Hälfte- 'durch liilaudsproJukt.on gedeckt. Seil»! wenn man die Produktionsmittel und gew^e andere Sjiezialta-brikate. di,, aus wirtscliafllichen oder technischen Gründen Palästina nam! he,-gestellt werden können, abzieht. bleibt noch'ein erheb-, ' 1 ii’lier Betrag, der duicli jüdische Arbeiter in jüdischen ' ProduktnW.ätten ebensogut hergestellt worden konnte. wenn wenigst,ms der .ausländische WePbeweri, sich an! blosse Be,Stungskoukurreuz be^.-iirankte und nicht' zur Sohlende, Konkurrenz au-artel". Daher kommt .es. dass-' . ganz ofiens;,-ntIich daluten-sse dev neu ins Band kommende;', Men^-nen und Gelder für industrielle Projekte nachgelassen hat. Nachher Statistik des American Economic-. Goiium'lo«'. entfielen von den '-“W F'ragestolb'rn. dio: TfG.h diese zentrale Beratungsstelle ausgesucht haben und die .-in Kapital von etwa 5 .Millionen BP rvpräs,euliorten, mir m» b 5>> Prozent auf die Industrie. Im Von.ihr waren es öl, Proyeut und 1P t't sogar fies ü'clu'.G-’e||e'i Interessen Mer" LimlWirGchaft züg.ule gekommen ist — die uhrgens bei dieser vorwiegc'od stäcitlsc-iien Institution keine bedeutende Rolle smet: —-.._c.sB.das vom .Standpunkt vier lhc'iiuktivitat aus bestimmt kein Nachteil. Aber zu e.nom Ted wurden -sicher ausgesprochene Vrn.'goiiiie'.tsldsungen auf dem Gebiete de- Nauleis uil der Geldwirtschaft ge- , sn-lic. Wenn nun .igum—ui.1 nt--adle /Anfragen und Projekte, de dem Coinitlee unterbreitet werden. zur -Verwirk!',-itung gelangen, so ist doch dieses b\ mptom ausser-t wichtig. Denn die , Gründung von honte der Arbeitsplatz von Aber, wie ge-agt. die Zollfrago ist nicht allein entscheidend' und'die Regierung ha! ihre Hilfs- ' Konkurrenz und den Kredit'.-nw.engkeden. unter denen nie Industrie zu leiden hat. begründet. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Aufnahmefreudigkeit de« In- und Auslandes für palästinensische Wertpapiere seit Krisenausbruch etwas nachgelassen hat, obwohl gerade diejenigen Institute. die Aktien oder Obligationen emittiert haben, völlig unerschüttert aus der Krise hervorgegangen sind. Auch die Banken sind noch nicht in entscheidendem Ausinass kreditfreudiger geworden und eine bekannte Schuhfabrik :n der Nähe Tel-Avivs musste erst zu der scharfen Demonstration einer zeitweiligen Stillegung schreiten, um einen verhältnismässig geringen Betriebskredit zu erhalten. Da die. Banken des Bandes sich zu einem erheblichen Teil nach englischem Muster als Depositenbanken entwickelt haben und —- abgesehen vom dem Wechselgeschäft'und den ..Erntevörschüssen — im eigentlichen Wirtschaftskredit und in der ,JEmiss,ions? tätigkeit erst über eine ziemlich junge Tradition verfügen. s„o haben diese. Tätigkeit in gewissem Umfang die Genossenschaften und Spezialbanken übernommen. Eine von diesen, die Bank des Industriellen verbände«, will jetzt, in Zusammenarbeit mit der Anglo-Palestine Bank, ihre Mittel durch Ausgabe von Aktien und Obligationen um 100 OUO BP verstärken. Aber es ist klär, dass eine solche Transaktion zwar als Beispiel und Anregung Wichtig sein, aber die bestehende Bücke nicht restlos. ausfüllen kann. Eben des halb ist es bedeutsam, dass jetzt die Kreditfähigkeit der .Industrie durch Verbesserung ihrer Absatzchancen gestärkt wird.' Nicht zu übersehen ist dabei, dass die Industrie mit dem Augenblick-in dein sie an ihrem Inlandsniarkl eine wirkliche Stütze gewinnt, eher in die Lage versetzt wird, den bisher noch sehr geringen Export auszubauen und damit die Aufgabe Palästinas, bis zu einem gewissen Grade das industrielle Versorgungszentrum für seine ■'Nachbarländer zu werden, zu verwirklichen. Auch die Landwirtschaft hat übrigens etwas von dem Zollsegen ahbekoinmen. -So sind die Weizen- und Mehlzölle neu’ geregelt worden. Was ein Schutzzoll in diesem Lande voller unausgenutzter Möglichkeiten vermag, zeigt die soeben veröffentlichte' Regierurigsstatistik über die Ernten des,, Jahres. 1935.. Die, mit Kartoffeln bebaute Fläche hat sich unter der Wirkung des neuen Schutzzolles gegenüber dem Vorjahr auf 12 000 Dunam verdoppelt, der Ernteertrag von, 3000 auf 6500-Tonnen erhöht. Für Tomaten dagegen ist die Auslandskonkurrenz gewachsen und die Anbaufläche von knapp 32 ODO auf 30 000 Dunam gesunken. Wenn der Ertrag trotzdem von 11200 auf 14 500 Tonnen gestiegen ist. so liegt das an den"wesentlich günstigeren WeMer- .verhältnissen. ebenso wie die Zunahme der Weizenernte von 62 000 auf 103 000 Tonnen, der Melonenernte Von 40 000 auf 69 WO und des Olivenölertrages von 1329 auf 8818 Tonnen. Marokko, Tanger und Mittelmeerbecken Die Zerstreuung der Juden über die Erde (XXIV) m e ER In Afrika gibt cs zwei .Komplexe, die jüdische Siedlungen nennenswerten Ausmatzes aufzuweiien haben: der'Norden, der an'die-Küste des Mittelmeeres stützt, und die von Europäern dicht besiedelte Südipitze in einem nicht allzu großen Radius um das Kap der Einten Hoffnung herum. Die nordwestlichste Spitze des Erdteiles, unmittelbar gegenüber Gibraltar, ist Tanger, ein Gebiet, das. aus dem Sultanat Marokko abgetrennt, au der Westseite der Bucht von Tanger zur politischen Einheit erhoben worden isi. Tanger ist internationalisiertes Gebiet, eine Stadt mit etwa 70 000 Einwohnern, von denen säst ein Viertel Juden sind. Tie Verwaltung der Stadt wird durch eine.Kommission von 18 Einheimischen und je «"> Engländern, Iranzoien und Spaniern aus», geübt. Eine wie große Bedeutung die Juden, für die Stadt haben, geht bereits daraus hervor, datz die Wülfte der 18 einheimischen Regierungs- - Mitglieder, .nämlich 9 Beamte, Juden sind. . . Oie Iah! der Juden mit rund 15U"ü erscheint verhältnismäßig hoch, die Juden leben an die'er Nordwesiipitze des Erdteils jedoäi nicht eru teil der Intorualronalisierung 'der . Stadl - Tanger. sie. .sind dort, wie überhaupt in Weit-Marokko. ichon' seit vielen. Jahrhunderten ansäsiig. Es wurde in anderem Zusammenhang ivergl. 'Abschnitt' XVIII dieser 'Anssatzreihei daraus hingewiesen, datz auch in dem gegenüberliegenden Gibraltar auf europäischem Boden die 'jüdische Einwohnerguote relativhoch ist. vielfach größer als in der spanischen- Um= >oett. Troiidem macht die jüdische "Bevölkerung "Gibraltars nur.5 Prozent der Bevölkerung ans gegenüber 2! Prozent in Tanger. ' Soweit Tanger nicht vom Meere begrenzt ist. - si-ösn es an den Teil des Sultanats von Marokko, der s p a n i sch es Sch n tz g e b i et isi. Nach den letzivorhandenen 'Angaben leben in Tp.anisch- "M a r v k k o' etwa 15 009 Inden zwischen rund 7öi> üon Einwohnern, das such, etwa 2 Prozent der Bevölternng die'es Teiles von Marokko-.-' In dem loidn.ig'tei! Lrt der spanischen Kolonie ''lorda'rikas. in T.etnan am Mitt'elmeer. leben E.i'ö Inden, in Aleazar 12-50,- in den beiden DcPcii an der B-estküNe des Landes die vom 'Atlantischen Lzean bespült wird, in 9 a r rasch (oder El-Arai>ch1 und in 'A r zi läse 5ö0 Juden:. Weit, grotzer . in .die..'jüdische Bolkszahl . in . Uran z ö t i j ch - TU arokko . denen Ausdehnung 1 final grotzer in als Tpanisch-Ntarokkv und denen Einivohner'chait mit rund 5P Millionen etwa 7mal 'o ezrotz in wie die des spanischen Tchntzgehiele: "!es. In Iranzönsch-Nlarokko hat 1026 e eine Bollszählung stallgefnnden. nach der insgesamt! 17 .500-Juden' im Lande lebten, das und knapp 2.-1 Prozent der Ge>amtbevö 1 kerung. Bon. dieser Zahl sind 107.500 im Lande geborene Inden. , 10 000 sind, eingewanderte Europäer! Tie Insaminensetzung der eingeborenen marokkanischen . Juden in eine autzervrdentlich vielseitige.- hier siotzeir^Kultuecn zisiammon. die - eine tausendjährige' Vergangenheit spiegeln. Ein kleiner Bruchteil der eingeborenen marokkanischen Inden lebt noch heute in der Wünc antzerordeni- Iich primitiv, erst in nenener Zeit werden die Rinder die'er 'W ü N e n j u d e n allmählich in den >>asenNäd!en der Kn ne des Ozeans und des Mittelmeeres bodeunändig. 2!ur wenig unterscheiden sich diese 'Wüsieniuden von den übrigen Träiiünen der Tahara. Glaube und 'Aberglaube vermischt sich bei ihnen in besonders großem Ilmsange, der Islam der erdrückenden Mehrheit der Umwelt hat Eintlntz ans ihre Glaubensgesraltung. wenig bekannt in ihnen die Ausgestaltung des -religiösen Geiebeswerkes. die Altertum und. Mittelalter - gesctjafsen haben. Tas. was sie mit dem Judentum am meisten verbindet, in vielleicht weniger das religiöse Moment als das rassische: die'.e jüdischen Gruppen. leiten-ihre Abkunft'-von einem der zwölf Tkämme her. seit Jahrtausenden haben sic sich oitenbar nnvermischt erhalten. Tas Schwergewicht der 'Inden in Marokko liegt jedoch zahlenmäßig in den Ltädten. Von den rund 107 5o0 eingeborenen Inden leben, etwa zwei Trittet in den Ttädten bzw. Lsäken. In J e;. im Landesinnern gelegen, zwischen dem Mittleren 'Aliasgebirge und dem 'Atlantischen Ozean, der »äaupt'tadt des Kolonialgebietes. wohnen rund 7i',oi> Juden unter rund >2 000 Einwohnern, das sind 9.5 Prozc.n der Tradtbevötkerung. Iez isi jedoch f.einesnoegs die größte jüdisine Gemei'.'-de in Iran zosi'ch. 'Marokko. Ter Gr-ötzenordnu-ng. nach sieh: an ersier O:.'Ue E a i a b I a u c a .. der -D.re.i am 'Atlantischen Ozean, eine Großstadt mit euoa liOooO Einwohnern, von denen 19-500 Juden sind, das sind 18 Prozent der Bevölkerung dieser größten marokkanischen ->ö a s e n itadt. Tie größte Ttadt des Landes dagegen isi TU arokko IM ar - rakeichi mit einer Einwohnerzahl von rund 150 009 TAen'chen.- unter denen 12 700 Juden wohnen. Ter jüdische Prozentsatz der Ttadt Marokko beträgt al'v nur 8 Prozent, er bleibt erheblich hinter der Quote von Ea'adlanea zurück. Mit der 'Auszählung die'er oorgenannten großen jüdischen Gemeinschaften isi jedoch die jüdische Ttadtbevölkerung des Landes keineswegs crschöptt. Zunächst isi noch 'Mogadvr zu nennen, ein -vasen mit etwa 19000 Einwohnern, darunter 7700 Juden, d. h. iasi 40 Prozent der Einwohner-, scha't. In Rabat leben. 3700 Juden unter 38 000 TA'en'chen. alio sasi 10 Prozent, der atlantische -vaien Mäzagan gib: 3400 Juden eine Erisieuz. das sind etwa 1> Prozent der 19 0<>0 Otadrbeivohner. Ochlietzlich .sind noch 'M e k in e i ch mit 6400 jüdi'cheit Menschen und O a s s i mit 4200 zu nennen. Orte mir je einer 15- bis 16prozeniigen jüdischen - Bevölkerung. Zuiammeu- - gesätzr läßt sich sagen.'daß der Prozentsatz der Inden i n den H a s e n si ä d t e n erheblich g r ö tz e r i si a 1 si in L a n d e s i n n e r n. Tabei sind in einzelnen die'er Ttädre. wie die vor- - siebenden Zahlen zeigen, die Quoten der'jüdischen- Einwohner'chast 'o groß, wie man sie ionsi mir .n'och in einzolnen'Gegenden O 'Yen r-opas.ti-hbet, Tas g einige Leben der Juden in Marokkowird. >oie üb'erbanpiin allen französischen Kolonialgebieren des Mittelmeerbeckens, weitgebendsi durch das Ochulnen der Alliance Israelit? beein- 'iutzt. W i r t i ch a ': 's siaiisii'che Tatbestände sind In Vergangenheit und Gegenioart isi d-as T'liuelmeerbeckeu das Ochickialsgebiet der Juden. In den Ländern, deren Blick au' die Gesiade des 'Mittelineers gerichtet rsi. :si der größte Teil dessen entstanden, was zum Inbegri's jüdischer Religion und jndi'cher Kultur geworden isi, die Lander des 'Miilelmeeres. sind es. in die vor' mehr als 2000 Jahren der größte Teil die versprengten jüdischen Stämme zog.' alsdie politische Telbständigkeit und das religiöse Heiligtum und mit beidem die Einheit der damaligen .jüdischen Bolksmassen vernichtet und bis auf den. Grund zerstört war. Znm zweitenmal wurden die Gesiade des Mittelmeers zum Lchickial der Juden, als die Vertreibung ans Tpanien eine große, wertvolle Gruppe des europäischen Judentums zur ruhelosen Wanderting trieb. Und znm drittenmal tst die Lsiküsic des mittelländisckjen Meeres, wo sic m Kleinasien an hisiorisctier jüdischer Ttatte von seinen- Vkissern bespült wird, zum Ziel- und Mittelpunkt des Judentums geworden: als. m ' 'un'eren Tagen in Palästina das jüdische National-, heim wieder errichtet-- wurde., das von Tag"; zu , Tag mehr zum Tchlnssel des Teins der Juden antzs der Erde wird. - ' Trotz der ruhelosen Wanderung durch die Jahrhunderte, die die Juden in die entferntesten . Teile der Kontinente und bis aus die einsamsten Inseln des Atlantischen und des Stillen Ozeans führte, sind große Mafien in den Ländern ge- . blieben, deren Grenzen in Süd oder Nord, in Ost oder Weit durch das Mittelmeer gezogen worden. 16 selbständig verwaltete Staatseinheiten. sind es. vom europäischen Großstaat bis znm manda» tarisch verwalteten Terrttoriuin, die Küsten dreierß Erdteile, die durch dieses eine für die Geschichte und die Kultur der Menschheit so bedeutsame Meer zu einem Ganzen zusämmengesaßt werden, das man im allgemeinen als das Mittelmeerbecken bezeichnet. In jedem der 16 Länder bzw. Kolonialgebiete leben Inden, die Hunderte von Häfen, die die Küsten des TsiittelmeeresWmsäumen. bildeten im 'Altertum und im Mittelalter und bilden in der Gegenwart einen Anziehungspunkt für die- Inden, den isie^Ltatistik in eine greifbare quantitative Erötzeircnwnung zu bringen vermag; Tie Gesamtzahl der Inden, die in der Gegenwart in den Landstrichen bzw. Ländern .des Mittelmeerbeckens leben, übersteigt die Zahl von 1'si Million, d. h. daß etwa 8>.r Prozent aller Juden der Erde in die'en Ländern bzio. Landesleüen beheimatet sind. Nach Osienrvra und .nach Nordamerika lieg! Hier das dritte größte' jüdische Zenirmn. ans der Erde, das zwar . zah-leninatzig. Hinter dieien beiden weit znrückbleibt, dafiir aber nach der Länge der Ge-, schichte dieie weit hinter sich läßt und nach ihrer Bedeutung an erster Ttelle rangiert. l5s ist vielleicht ein Tpiel der Zahlen, datz die jüdiick^en Vvlksmast'en in.den Erdteilen des Mittelmeers nur relativ wenig voneinander abweichen, In den Ländern der asiati.sckien . und der asrikanischen. Küste sind es fast genau jo 400 000 Juden, die in den Mittelmeerküstenländern leben, nur in den europäisctjen Gebieten des Mittelmeeres ist ihre Zahl mit etwa 460 000 etwas größer. , Beginnt man im Westen mit den Ländern des europäischen Kontinents, io steht an erster Ol eile der Länder die englische Kolonie Gibraltar, in der 1100 Inden leben, es folgt im nördlichen Bogen § p a n i e n mit etwa 8000 Inden, in den südlichen Provinzen jI r a n k r e i ch s leben etwa 30 000 Juden, es folgt Italien mit 50 000 Inden, über das Ionische Meer hinweg schließt sich Griechenland mit etwa 100 0W Juden an. die Kette wird durch die e u r o p ä f f dj e Türkei mit etwa 55 000 Juden fortgesetzt. Jenseits des Marmarameers und des Bosporus beginnt der asiatisckje Erdteil. Hier sind zunächst die 00 000 Juden der asiatischen Türkei zu neni:pn, dann die 25 000 Juden L h r i e n s. In Palästina lebt heute die weitaus größte Zahl von Juden, die sin einem der Mittelmeerstaaten, angesiedelt sind:' über 375 000. Es folgt schließlich die Halbinsel Sinai, die politisch bereits zu 'Aegnpten gehört., heute nur dünn besiedelt und auch nur. relativ wenig jüdische Menschen ernährend. T-er Lue z kann l. die Landenge und der Golf von Quez leiten dann zu den gfrikanisdjen Küstenländern des Dtiltelländischen Meeres über. An 'Aegüpten mit seinen rund 65 000 Juden reiht sich die Kette der italienisch-sranzösisdjspanischen Kolonialterritorien. Im italienischen L i b n i e n. T r i p o l i ta n i e n und die k li re - naika umiasiend. leben etwa 19000 Juden, im sranzösifchen Tunis 65 000, im französischen 'Algerien rund 100 000. in Französisch- Nlarvkko schließlich die größte geschlossene Zahl in .Nordasrika: 120 000. in L p a n i sch - Marokko etwa 15 000 und an der Nordwestspitze 'Afrikas, gegenüber Gibraltar, haben sich in dem internationalisierten Tanger, rund 15 000 Juden niedergelassen. 'Alle dieie jüdischen Menschen in den sechzehn verschiedenen Ländern wissen nicht allzu viel voneinander, Tiefes eine jedoch wissen sie: daß die. erhi'chen Grundsätze ihrer Lebensgestaltung allein durch die Religionsgesetze bestimmt werden, die in ihrer Tumme den Inbegrifs der jüdischen Religion ausmachen, und diefes Weitere wissen sie. daß das Land im Wiedererstehen ist,-das ihnen eine Znflncht und mehr als das. einen neuen inneren und äußeren Halt bieten soll, wenn das Tchicksal diese oder jene Gruppe zwingt, die Länder, in denen sie leben, zu verlassen. Tieses Gefühl, daß eine Wanderung Entwurzelter nicht in eine Tremde führt, sondern in ein Land, das ihnen eine neue nationale Heimat geben will, wenn sie "^EaiiE5d?rtt?ren: dieses Geililil siärkk-rsig-Lunderttaufende jüdischer Menschen des Mittelmeeres, die znm Teil in großer 'Armut und der schwersten 'Arbeit, unter den widrigsten klimatischen Verhältnissen leben, die aber dort, wo sie find, wo . sie heute die Heimat gefunden haben, mit treuestem Herzen zu dem Lande stehen, das ihnen und zumciit auch Generationen ihrer Vorfahren ein Vaterland geworden ist. Dr. E. R—z.

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