Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 3 (16.1.1936)
- Date
- 1936-01-16
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Saebgeni.lsse umlschleunige Durchführung Ihrer Ucscbäft svcrkAiife'-— VermftgeusWtiBidatioa Tauschobjekte -/ Amtsger.-Rnt a. O. I»r. Aschncr «iierrcif. -,Knt. a. Ih K. Kcnipimr Berlin W 15, Meinekestr. 9 / Telefon: J 1 Bismarck 2856 neben d. l’alästiua-Amt /bis 13 Uhr u. Ui»/» bis 19 Uhr Eigene Repräsentanzen in Palästina ^werde jeder derartige Plan die Aufbringung . großer Geldmittel erfordern. Auch in der d e u t sch e n Presse hat die >,Majestic"-Reise ein Echo-gesunden. In der „Rhein is ch e n La n d e sze i tung" beispielsweise finden wir eine -Meldung aus London, die der Vermutung' Ausdruck verleiht, die Richtung der Arbeit der Delegation tvcrde wohl darin liegen, daß „man Deutschland Gelegenheit gibt, seinen Export wesentlich zu erhöhen, um durch einen dadurch entstehenden zusätzlichen Devisenanfall nach Deutschland gewisse Schwierigkeiten, bei der Vcrmögentztransserierung derjenigen Juden, die-die Absicht haben, auszuwandern, zu beseitigen. Vekanutlich besteht für die Juden, die nach Palästina auswandern, bereits eine Erleichterung durch ein Handelsabkommen mit Palästina. Sir Herbert Samuels Ab- - sicht ist es jedoch, diese Auswanderungserleichterungen aus alle Teile der Welt auszndehnen." Däs genannte Blatt fährt dann fort: . „Wir müssen der englischen Presse die Dernntivortimg für die Nichtigkeit.dieser Bleidung ' - überlassen. Ganz so einfach, wie der Plan nach dieser Meldung erscheint, dürfte jedoch seine Verleirklichnng,nicht sein, denn es wäre ein nicht nnbedentender lllachteil für den deutschen Kapitalinarkt, wenn die ziveisellvs bedeutenden Kapitalalnvandernngen nur durch einen gleich - hohen Devisenai.fatl ans einer durch die geplanten Maßnahinel.' hervvrgcrnfenen Erporterhöhnng aiisgeglicl,en würden. - lüderdseS lösch es sich in der Praris gar nicht feststellen, ob ein-et>va erhöhter Erport nun tatsächlich auf diese Blaßnahinen zurüctzufüyren ist. Es müßte dann schon non Sir Herbert Samuel der Einfluß des jüdischen Eroßlapitals ganz allgemein dahin gellend gemacht werden, daß die jüdischen Bohkottinaßnahinen in allen Teilen der Welt gegen D-enlschland .abgestoppt werden! Ebenso wie nach Erlaß der Nürnberger Gesetze in . Deutschland die Jüdenf.rage liquidiert worden und jede in der lUevolntivuszeit hin und wieder borgekvminene Einzclaltion ausgesclKltet worden ist, sollte auch hier eine Klärung hcrbcigesührt Die Apostrophieruug gerade einer Persönlichkeit wie Sir Herbert Samuel, K.s ersten englischen. Sberkounnissars für Palästina, mehrfachen englischen Acinisters und Führers der Liberalen, ist in diesem Zusammenhang insofern nicht ganz unwichtig, als, wie man sich erinnert, er derjeitige war, der sich seinerzeit als Führer der Liberalen im englischen Unterhaus für das Zustandekommen des d e n t s ch - e it g lli s ch e n Flottena b k o m m e n s eingesetzt hat. Wir verfolgen die Fuhrt der „M a - jestie" mit Ausmerlsamleit. ebenso wie wir den Genfer Verhandlungen mit Spannung entgegenseheu. \ Tie nüchterne Beurteilung der Eutwicklungsmöglichkeiten der Juden innerhalb dev deutschen Grenzen.und insbesondere der Lebensanfstiegsmöglichleiten unserer jungen Generation 'läßt die möglichst umfassende und positive Erörterung einer Entlastung der.deutschen Judenfrage durch konstruktive Pläne außerhalb der deutschen Grenzen als erwünscht erscheinen. Wir haben schon vor längerer Zeit an dieser Stelle, znm. Ausdruck gebracht, daß nur die Freundschaft und die Hilfe von Juden jenseits der Grenzen mit Dankbarkeit, aber nicht mit der Gesinnung und Geste von Almosenempsängern annehiitfii, und wir sind davon überzeugt, daß die Einsicht-in die Bedingtheit jüdischen. Schicksals überall in der Welt in keinem der Geber andere Empfindungen anfkommen läßt als bei uns, den Nehmenden.'Aus. den Kreisen unserer jüdischen' Gemeinschaft hier ist der jüdischen Welt die Fülle der Wissenschaft und des Geistes vermittelt worden. Die drei großen Regenerationserscheinungen. die vielleicht überhaupt.Judentum als einen wesentliehen Faktor der geistigen Welt von heute erhalten haben, sind von Menschen unseres Kultnrberciches geschaffen worden: Die Wissenichast des Judentums und die jüdische Reform. die Erneuerung der Tradition durch Samson Raphael Hirsch und der Zionismus. ist auf Grund unseres. jüdischen Schicksals ein unablässiges Geben und Empfangen. Niemand weiß, wenn er gibt,' wann er selbst wird nehmen müssen. Und es darf wohl gerade im Zusammenhang mit der Erscheinung Lord Neadings, der in zweiter Generation einer aus Deutschland kommenden.jüdischen Familie entstammt, gesagt werden, daß aus Deutschland eingewanderte Menschen vielleicht ähnliche ungeahnte Bereicherungen für das geistige und politische Leben der' Länder in sich tragen, können, die ihnen neue Heimat werden sollen, wie der Vater jenes Nufus JsaacsH Die. neue Bewegung, die in die Erörterung der Auswandernngsfrage gekommen ist,' und an der sich sowohl die Vvlkerbundskreise wie die jüdischen Kreise für sich beteiligen, wird ohne Zweifel — und das ist auch unser Wunsch —, die Gegebenheiten und die Möglichkeiten Palästinas ebensosehr in ihr Kalkül einbeziehen, wie die Chancen, die sonstwo in der Welt vorhanden sind. Nur so will wohl die Meldung verstanden werden, wonach der Präsident der Jewish Agency und der Zionistischen Weltorganisation, Tr. Ehaim Weizmann, bereit sei, sich an der Aktion von Sir Herbert Samuel zu beteiligen. falls die Ziele dieser Aktion in der Richtung der Pläne liegen, die die Jewish Agency für die Ansiedlung, der Inden aus Deutschlaiib in Palästina aufgestellt hat. Selbstverständlich muß Palästina vorzugsweise in jede s konstruktive Projekt einbezogenwerden. Aber wir meinen, daß es nicht jüdisch verantwortbar ist, wenn in »einem Augenblick, in dem sich eine Institution von der Bedeutung des Völkerbundes bemüht, auch außerhalb Palästinas Möglichkeiten für Inden zu schassen, von autoritativer jüdischer Stelle eine Abbiegung und Verengerung lediglich auf Palästina versucht würde. Wir können nicht annehmen, daß von jüdischer Seite gegen Gedankengänge Einspruch erhoben werden könnte, wie wir sie etwa in den „Times" vom 12. Januar 1936 „Oeffentliche Wohltätigkeit, auch wenn sie . von Beamten des Völkerbundes geleistet und' koordiniert wird, kann nicht länger allein mit der wachsenden Not fertig werden. Land muß gesunden werden, soll nicht eine große Zahl der Betroffenen völlig heimatlos bleiben. Die Gen» ser Vertreter mögen dessen sicher sein, daß sie von der öffentlichen Meinung fast aller Länder bei j.Lglicker. Bemühung, eine konstruktive Lösung zu finden, unterstützt werden. Vermutlich können für die allernächsten Monate nur zeitweilige Maßnahmen getroffen iverden. Sie werden . darum nicht weniger verdienstvoll sein; und es ist zu hoffen, daß schließlich Landstriche zur Berfügnng gestellt werden — in Südamerika wurden bereits Erhebungen gepflogen — wo für das Land geeignete Auswanderer angesiedelt iverden können. Verhandlungen über solche Territorien könnten nicht ohne die volle Autorität der in Genf versammelten Nationen geführt werden; und sie müßten schließlich scheitern, wenn sie nicht durch die ösfentliche Meinung und durch öffentliche Mittel gestützt iverden." Wir glauben zu einer solchen Pointiernng unserer Stellungnahme um so berechtigter zn sein, als gerade gegenivärtig einige Mitteilungen über Einwandcrungserschwernngen nach Palästina erfolgen, die in den Kreisen der Juden.Deutschlands beunruhigend wirken müssen. Denn wenn, wie wir iit unserer Palästina-Umschau noch genauer melden, für die Winterquote 1935/36 insgesamt nur noch 350 Arbeiter-Zertifikate für Deutschland zur freien Verfügung stehen, so stellt' das für Hunderte von auswanderungsfähigen - und -bereiten Chaliizim eine schwere Enttäuschung und für' die jüdische Oeffentlichkeit Deutschlands eine ungewöhnliche materielle Be lastung dar. Aus anderer Ebene, aber gleiche falls beunruhigend, liegt eine Jta-Meldung aus Jerusalem, wonach die sogenannten 1000-Psund-Sterling-Einwanderer in 2000- Pfnnd-Sterling-Elnwanderer nmgewandelt werden sollen. - Die unerfreuliche Wirkung-dieser Daten .muß um so größer sein, je ausschließlicher und totaler von zionistischer Seite die konstruktive Behebung der Situation der Juden in Deutschland nur als Palästina-Problem behandelt wird. Unsere Vergangenheit hält uns ebenso sehr von dein Verdacht einer Palästina- Gegnerschaft frei, wie sie uns ermöglicht, die Realitäten Palästinas für die Inden Deutschlands ohne Agitationsnotwendigkeit und -bedürsnis klar zu erkennen. Wir kön- Der Königssalut für den Vizekönig Sir El ein ent Hindley schreibt in einem Nachruf auf Lord Reading in der „Times": „Das Hinschei'den Lord Readings erinnert an ein Ereignis anläßlich seines ersten Besuchs als Vizekönig in Kalkutta. Es zeigt den großen Gegensatz zwischen den Schwierigkeiten seiner jüngeren Tage und der hohen Stellung, die er durch seine Anstrengungen erlangt hat.- Lord Reading war überredet worden, sich von den Mühen seineröffentlichen Pflichten zu. erholen und für einen Tag ap Bord der-Schaluppe Pansy, welche dem Hafenkommandanten gehörte, aus. den Hvoghlh. Fluß zu kommen. Wir waren eine sehr kleine Gesellschaft, meine anderen Gäste waren jein halbes Dutzend führender Leute aus der Handelswelt von Kalkutta. Am Frühstückstisch erzählte uns Lord Reading von seinen Erfahrungen bei einem früheren Besuch auf dem Hvoghlh . vor 45 Jahren, als er aus einem ^Segelschiff Dienst als Schiffsjunge tat. Unter anderem beschrieb er, wie der Lotse an. Bord kam, sehr schneidig angezogen und weiß behandschuht. Es war der stolzeste Tag in seinem Leben, als er Befehl bekam, die Handtasche des Lotsen an Deck zu tragen. Einige Stunden später dampften wir flußabwärts und kamen in drahtlose Verbindung mit SM Schiff „Southampton", dem Flaggschiff der Ost-Jndien-Schwadron, welches den. Fluß zu einem dienstlichen Besuch iu Kalkutta herausfiihr. Die Anwesenheit des Vizekönigs auf der „Pansy". Wurde SM Schiff „Southampton" gemeldet, und wir konnten es so einrichten, daß wir das Schiss auf der langen offenen Wasserfläche passieren mußten, welche eine wunderbare Umrahmung für die dramatische'Szene abgab, die sich dann abspielte. SMS „Southampton", erleuchtet von blendendem Sonnenschein, durchfuhr . die große weite Kurve schnell fließenden Wassers und gab einen Salut von 31 Schüssen ab. Die gesamte Besatzung des Schisses befand sich in Paradestellung auf Deck, während der Vizekönig von Indien ganz allein auf dem oberen Deck der „Pansy", stand, . u.m den Salut in Empfang zu, nehmen; seine eigene Flagge wehte , vom Hauptmast der „Pansh"< Als-diebeiden Schisse-aneinander .vorbeifuhren, ertönte die Nationalhymne, .von der Kapelle des : ^Kriegsschiffes gespielt, die Marinefoldaten waren auf Deck-aufmarschiert, präsentierten das Gewehr und. die weiße Flagge am Heck senkte sich. Nicht einer,- der sich damals auf-der. „Pansy" befand, kann jemals den Eindruck vergessen, wie . die einsame Figur des Vizekönigs barhäuptig im Sonnenlicht stand, um die königlichen Ehrenbezeigungen in Empfang zu nehmen. Wir erinnerten uns an die einfachen Worte, mit denen er uns gerade vorher von seinem früheren bescheidenen Besuche und von dem Ereignis mit dem Lotsen erzählt hatte, das-sich gerade an derselben- Stelle viele Jahre zuvor zugetragen hatte. Es kann nur wenige Vizekönige gegeben haben, die einen königlichen Salut von einem Kriegsschiff Seiner Majestäts Jl-otte auf einem Schiff empfangen haben und sicher, keinen anderen Vizekönig unter solchen Verhältnissen." Die „Times" veröffentlicht eine Rede von Lord - Melchett, der wir folgendes, entnehmen: „Nur drei Männer in der englischen Geschichte haben . ihre Laufbahn ohne Titel begonnen und sind . Marquis geworden: der Herzog von Marlborough, der Herzog von Wellington und Lord Reading. Es gereicht Israel zu großem Ruhm, daß ein Jude, und zwar ein bekenntnistreuer Jude derartiges durchgesctzt hat." neu deshalb, ohne in agitatorische Schwierigkeiten zu geraten, die sich auf zionistischer Seite Herausstellen müssen, die realen Einwanderungsmöglichkeiten außerhalb Palästinas mit der gleichen Sachlichkeit und Intensität behandeln wie den Palüstina-Kompler. Wir sind deshalb gelinde ausgedrückt — verwundert, in dem Organ der Zionistischen Vereinigung zu lesen, daß man dort Absichten kritisiert, durch die auswanderungswillige jüdische junge Menschen für eine Ansiedlttng und eine Betätigung auch außerhalb. 'Palästinas vorbereitet werden sollen. Abgesehen davon, daß wir es nach Lage der Tinge , als ein keineswegs begrüßenswertes Verhalten anseljen, wenn Vorgänge, an denen ja schließlich das Schicksal von vielen wertvollen Nlenschen hängt, in einem so frühen Stadium der Oeffentlichkeit.negativ dargestellt werden, erscheint es uns s a chlich nicht vertretbar, wenn in so ungewöhnlich; parteimäßig gebundener Weise schon jetzt Befürchtungen über, etwaige Finanzierungen der Pläne ans allgemeinen jüdischen Mitteln u. a. der Oeffentlichkeit vorgeträgen werden. Es ist von nichtzionistischer Seite noch nie die Frage gestellt worden, wie hoch wohl der Anteil der für Palästina gespendeten Mittel ist, die ans nichtzivitistischen Händen konunen, und wie sie im einzelnen verwendet werden. Wir weisen nur nebenbei daratif hin, wieviel führende Persönlichkeiten des Centräl-Vereins auch an führender Stelle fördernde Freunde der- Palästinaarbeit sind: Wir haben niemals um Aufklärung ersucht und° wir werden es auch nach dieser ErsahrNn-g nicht tun, wieviel Mittel ans allgemein jüdischen Quellen deshalb, nicht produktiv verwendet werden, weil die , Umschichtung für die Palästina- ' Wanderung. zahlenmäßig einen Umfang angenommen hat, der zu der Zertisikatsziffer in keinem annehmbaren Verhältnis mehr steht. Wir fügen hinzu: leide r, wenn wir an die 350 Zertifikate denken und an die vielen Hunderte, die sehnsüchtig und vergeblich seit Nlonaten ans ihr Zertifikat warten. Aber gerade weil es so ist, halten wir es -von der jüdischen Verantwortung her für nich't erträglich, daß Bemühungen. Meitschcn für die Ansehung 'außerhalb Palästinas vorzubereiten, von vornherein diskreditiert werden. — Wenn die.„Rnndschan" als Belastung ankreidet, daß die in dem kritisierten Projektlausgebildeten Menschen nicht in ein gemachtes Bett in Argentinien ocher anderswo kommen können, überrascht dies gerade von dieser Seite, die sonst die Ungewißheit und die Nlöglichkeit von Rückschlägen in Palästina als selbstverständlich einsetzt und nerttlin lobt. Es ist demnach ein Naß von Selbsteinstckit des Versassers in der Jüdischen Rundschau, wenn er seinen Aussatz „Unbegreifliches ——" überschrcibt . . . Alle jüdischen Kreise stehen in einer Schicksals- und Arbeitsgemeinschaft. Aber es. wäre ein grundlegendes Mißverständnis aus zionistischer Seite, wenn dort die Auffassung herrschte, die Zustimmung zu den grundlegenden Beschlüssen der Neichsvertretung vom 22. September 1935, insbesondere was Jewish Agency und Keren Haje s s o d anlangen, bedeute eine Verzichtleistnng der nichtzionistischen Kreise auf ihre Verpflichtung, sich auch, in der Welt außerhalb Palästinas um der Zukunft ihrer Kinder willen umzusehen. . Die zweite These des Reichsvertretungs-Prograrnms spricht sogar ausdrücklich davon/ daß auch alle anderen in Frage kommenden Länder in die Auswanderungsplanung eingeschlossen werden sollten. Aber auch so würden wir die Auffassung vertreten, daß die Legitimität einer Arbeit von Inden für Juden im jüdischen Geiste nicht von dem- Grad ihrer örtlichen oder geistigen Nähe oder Entfernung zu Palästina, bewertet, werden darf. / * * Sötr hoffen, der jüdischen Oeffentlichkeit in Kürze konkret, die Pläne vorlegen zu können, gegen die die „Indische Rundschau", die von den vorsichtigen Anfängen nur auf Grund von Indiskretionen Kenntnis erhalten hat, sich vorzeitig wendet. Wir sind nämlich der Ueberzeugung, daß die jüdische Oeffentlichkeit und sehr viele Zionisten trotz - des Artikelverfassers den Gedanken der Jewish Agency mit uns in einer viel weiteren Begrisssdeutung sehen: nämlich in der Zusammenarbeit aller Kräfte um das Schicksal jüdischer Menschen und um das Schicksal jüdischer Kinder willen auf alle n Arbeitsgebieten und für alle Lebensgebiete. Wir ivollen keinerlei K ü r z u n g, sondern eine Verbreiterung und Erweiterung der Hilfe für jüdische Menschen. . Wir möchten, daß harte, enge Kleinlichkeit gegenüber der Größe der überparteilichen Arbeit in den Winkel gestellt wird, in den sie gehört. Wir werden uns au'ch durch solche Artikel nicht beirren lassen, .unserer Linie -treu zu bleiben, der uns jede konstruktive Arbeit/ wo auch immer sie geschieht, zu fördern heißt. Wir möchten aber auch vermeiden, daß die Atänner, die mit der „Majestic" der amerikanischen Küste entgegenfahren, oder die in Gens sich um unser Schicksal sorgen, einen beschämenden Eindruck von dem Mangel an Aufgeschlossenheit und Arbeitsbereit, schast der Juden in Deutschland, einmal auch über den Parteirahmen hinaus denken zu können, empfangen.- durch Ausbildung im: SS Zukunft Ihrer Kinder Landschulheim Florenz Höhere Schule und Internat 1. Schulbildung bis rum Abitu: - 2. Für Knaben und'Mädchen vc-u 6—18 Jahren 3. Unter Leitung bewahrter Pädngcre 4. Studienberechtigung in fast eilen Staaten 5. Werkunterricht, Landarbeit, Hhaltkunde 6. Vorbereitung tur Palästina 7. Aerztliche Ueberv/achung, individuelle Förderung . 8. Schönste Umgebung, gutes Klima, 9. Erstklassige Verpflegung 10. Zeitgemässe Preise — keine Transferschwierigkeiten Neuaufnahmen zum 1.3. und 1. 4. 36. Auskünfte und Prospekte durch die Leitung: Oberres-'Rat Dr. Werner Peiser Dr. M. Goldstern Florenz, Villa Pazzif Pian dei Guillar! i