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Central-Verein-Zeitung · 1935-05-30 · 22 (30.5.1935) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
22 (30.5.1935)
Date
1935-05-30
Page
– (sequence 10)
Language
German
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b’oircS immer bnlcfenbrt und erbitterter zum Bewußtsein. Wol)l rieten die Gemäßigten. die Griechensreundlichen, die nüchtep.t Denkenden, die die Größe der Gefahr einer Lriegerischeu Vcnvicktnng erkannten, zur Nachasibigkeit und zmn Kompromiß. Wohl nahm ftrccIciUDcifc die llugo und kühle Politik der römisclien 'Recziernng auf die religiöse Empfindiichkeit — insbesondere die „Bildsemdlichleit* -- der Juden tvcitgeyende Rücksicht. Aber als mit Caligula der ,,.5taiserknlt" anslam, als der Cäsar als göttliche Person verehrt zu werden beanspruchte, mußten die Gemäßigten die Vergeblichkeit ihrer Bemühungen einsehen. Nun hatten die Cftfcrcr für den Herrn, die Z e l o L e n, die zum Kampf gegen Nom anfriefen, gewonnenes Spiel. Wie einst zur Zeit der Makkabäer stießen der irdische und der ü b e r i r d i s ch e (theolraLische) Weltreichsgedanke zusammen. So kain cs zu drei furchtbaren Kriegen zwischen Judäa und Nom. Den ersten großen Krieg (66—73 n. Chr.), der unter Nero begann und von Bespasian und Titus siegreich zu Ende geführt mürbe, hat F lavi ll s I o s e p h u §, ein Anhänger der hellcnisicrendcn Richtung, mit dem Talente, das ihm sein schwankender Charakter übrigließ, in seiner „Geschichte des Jüdischen Krieges" eingehend geschildert. Als die römische Regierung den Juden in Cäsarea die Ausbürgerung an* sann, brach der Aufstand loS. Obwohl er infolge der Tapferkeit und deS religiösen Fanatismus der Inden zu einem für die römische. Gesämtpolitik sehr ernsten Kriege führte, war er dennoch bei dem obwaltenden Kräfteverhältnis ein von vornherein aussichtsloses Unternehmen — ebenso aussichtslos wie die folgenden—, lim so mehr, als unter den Juden selber die größte Uneinigkeit und parteipolitische Zersplitterung Herrschte. Zwar schlugen die Aufständischen zuerst daS Heer deS römischen Statthalters in Syrien, Cestius Gallus, zurück, als aber einer der besten römischen Feldherrn, der spätere Kaiser V e s p a s i a n, die Führung des Feldzugs übernahm, trat die Wendung, das Unvermeidliche, ein: dre jüdische Erhebung trieb ihrem Niederbruch entgegen. Nur die Thronwirren nach Neros Tode hielten ein Verhängnis auf, daS dann eintrat, als Bespasian, inzwischen Kaiser geworden, die Leitung der Operationen seinem Sohne Titus Überkrug. Der junge Thronprätendcnt ging systematisch vor: er schloß die Juden in Jerusalem ein; als die Eingeschlossenen vom Hunger zermürbt waren, erstürmte und zeritörte er die heilige Stadt, wobei der Tempel in Flammen anfging. DaS geschah'nach rabbinischer Ueberlieferung am 9. Ab 79 n. Chr. Fünf Monate hatte die Belagerung gedauert. Und es bedurfte noch einiger Jahre, bis der letzte Widerstand gebrochen war. Ein Granen befiel das jüdische Volk. Das Unvorstellbare war Ereignis geworden. Das Haus deS Herrn war vernichtet. Wie hatte es zu einer derartigen Katastrophe kommen können? „Die Juden", sagt Ranke, „hatten Blut und Kampfvegier. Begeisterung für Freiheit und Vaterland, eine wohl» besestigte Hauptstadt, Waffen und Volk; aber eS fehlte ihnen an einer Führung und einem Führer. Sie wollten selbst einen solchen nicht, weil es ihrer Idee von Freiheit allein unter Gott widersprach." Hatte die theopvlitische Einstellung die Inden schon während der Kriegszeit daran verhindert, die Machtveryältnisse und das Schwergewicht der irdischen Tatsachen richtig avzuwägen — anstatt den Gemäßigten, waren sie den Zeloten gefolgt —, so steigerte die Niederlage und der Ilntergang des Tempels eher noch jene unpolitische Denkweise: obwohl die Menschenverluste furchtbar waren, obwohl das Land verwüstet war und die heilige Stadt in Trümmern dalag, blieb die blutige Lehre unverstanden. Der verhängnisvollen Apolitie wurde auch dadurch Vorschub geleistet, daß die Sieger den letzten Rest einer jüdischen Selbstverwaltung beseitigteil: das S y n h e d r i ü n , jenen aristokratisch faddnzäischen Aeltestenrat, der selbst noch während des 'Regiments der kaiserlich-römischen Statthalter in Funktion geblieben war. Zugleich mit dem Tempel ging aber nicht nur die sadduzäische Priesterschast unter, sondern der gesamte Opferkultus hörte außerdem auf. Das war ein entscheidender Einschnitt in der jüdischen Religionögcschichte: jiu die stelle des Tempels trat das L e h r I) a u » und die Synago g e; damit hatten die Schriftgelehrton (Pharisäer) endgültig über die Priester (Sadduzäer) die Oberhand gewonnen. Nicht mehr der Tempel des Herrn, sondern das Gesetz des Herrn wurde zum Mittelpunkt des jüdischen Denkens. Die Pharisäer führten als unznnstige Vertreter der neuen synagogischen Frömmigkeit nicht nur eine „Dezentralisierung" und Verbreitung der Gottesverehrung und des GeseßeSstudinmS durch, sondern sie sorgten auch für eine Verinnerlichung der Glaubenslehre. Damals lehrte R. I v ch aiiait b c u Sakkai in Javne. AVer gerade die Konzentration auf das Gesetz und die dadurch bedingte Entfernung von der gemeinen Prosa der politischen Wirklichkeit hielt die Hoffnung auf eine Wiedererlangung der alten theokratischen Freiheit wach. War es nicht unerträglich, daß die bisherige Steuer für den Tempel des Herrn nunmehr an den Tempel des capitolinischen Jupiter abgeführt werden mußte? War daS nicht Gotteöfrevel? So kam es zum letzten Ansstand der Inden gegen die Römerherrschast. Zunächst erhoben sich während der Negierungszeit des römischen Kaisers Trajan die Juden in der weitanSgedehnten Diaspora (112—117 n. Ehr.): in Aegyptem in Cyrene, aus der Insel Cypern und in Mesopotamien. Wir sind über diese große AusstandSbcwegung nur sehr unvollkommen unterrichtet, soviel steht fest, daß auf beiden Seiten mit größter Erbitterung und Schonungslosigkeit gekämpft wurde und daß es außerordentlicher Anstrengungen des römischen ReichLregiments bedurfte, um die Botmäßigkeit der Juden wiederherzustellen. Palästina hatte sich an der Erhebung der Diaspora so gut wie gar nicht beteiligt; erst als, so berichtet der griechische Historiker D i v E a s s i u s in seiner „Römischen Geschichte", Trajans Nachfolger „Hadrian zu Jerusalem eine eigene Stadt an Stelle der zerstörten gründete, welche er A c l i a C a p i t o l i n a nannte, und an der Stelle deS Tempels ihres (der Inden) Gottes einen anderen Tempel für Jupiter errichtete, da erhob sich ein großer und langwieriger Krieg". Es war der Var-Kochba-Anfstand (132 bis 132 n. Chr.). ^Dieser letzte große Krieg zwischen Römern nnb Juden war römischerseitS das Werk einer endgültigen H el le ni s i eru n g. jüdischerseits ein Ausdruck und eine Ausgeburt der p h a r i s ü i f ch e n Apolitie. Hadrian ist ein Fvrtsetzer des AntiochuS EpiphaneS, Bar Kochba ein Fortsetzer des Juda Maccabi gewesen. Die Situation war ftenau die gleiche. Dort wo daS Haus des Herrn gestanden hatte, sollte der Obergott der Heiden seine Stätte finden. Hadrian, von der Tendenz des Hellenismus durchdrungen, wollte das römische Weltreich einheitlich hellenisieren. deshalb verbot er den jüdischen Kultus uni) RitnS: Tod und BermögenSbeschlagnahme bedrohten denjenigen Juden, der eine Beschneiduug vollzog. Diese Maßnahmen zwangen dem jüdischen Bolle nochmals die Waffen in die Hand, obwohl eine Friedenspartei, der schlimmen Vergangenheit eingedenk, zu beschwichtigen suchte, lieber die Persönlichkeit des Mannes, der die Erhebung leitete, ist. wie,eingangs bemerkt, nichts Genaues bekannt: Simon Bar .kl o eh b n soll aus Koseva in Inda gebürtig sein; sehr wahrscheinlich ist es, daß er aus pharisäischen Kreisen stammt. Denn die ganze Bewegung war eine pharisäische Aktion. Pharisäische Persönlichkeiten tuic der berühmte Rabbi Akiba unterstützten sie mit ihrer Autorität; neben Bar Kochba hat ein Priester E l e a 3 a r eine führende Rolle gespielt. Bar Kochba mutz aus die jüdischen Massen eine faszinierende Wirkung ansgeübt haben: fast eine halbe Million folgte seinem Rufe, die jüdische Diaspora begeisterte sich für ihn und leistete Unterstützung.^ Obwohl er demnach das Charisma echten Führcrtums besaß, wollte er dennoch nichts weiter als ein Beauftragter Gottes fein: R. Akiba begrüßte ihn als „Stern vom Stamme Jakobs", d. h. als den verheißenen Messias. Nicht politisches Kalkül, sondern messianische Theologie lag der Bewegung zugrunde. Der Verlauf des Feldzuges entsprach den vorangogangeneu. Die Römer wurden anfänglich von der Gewalt des Aufruhrs überrascht, lieber fünfzig Städte und Plätze sollen in die Hand der 'Aufständischen gefallen sein. Welcher trübet mag geherrscht haben, als Jerusalem selbst zurückerobert wurde! Jetzt enthüllte sich der theopolitische Sinn der Unternehmung: Bar Kochba versuchte als echter „konservativer Revolutionär" die alte Theokratie wiederherznstellen, der Tempel deS Herrn sollte Wiedererstehen; zum Zeichen dessen ließ er eigene Münzen Prägen. Die. unvermeidliche Wendung trat ein, als Hadrian beit besten seiner Feldherren, Julius Severus, zttr Niederwerfung des Ausstandes aus Britannien herbeiries. Der Kaiser traf selber aus dem Kriegsschauplatz ein, die Kriegsflotte wurde eingesetzt, die Armee bedeutend verstärkt. Julius Severus wende e die Ermattung Sitcnicaner vermied eine offene Felo flacht, gutg plan, mäHa acaeu die einzelnen Landesscstnngeu vor, deren Ae. satznng er durch Abschneiden der Zufuhr zur Uebergabe zwang. So siegte trotz jüdischer Tapferkeit die überlegene Knegskunst der Römer: schließlich mußte sich Bar Kochba mit dem Rest seines Heeres in die Festung B e t h at ZU^tuhtchen, narfj heldenmütigstem Widerstande wohl durch Hunger -- an« geblich am 9. Ab 132 — bezwungen wurde. Mt der gesamten Besatzung scheint auch Bar Kochba den xob gesunden ju Grauenhaft waren die Folgen der Erhebung. 580 000 Mann aus jüdischer Seite gefallen, Unzählrge als Kriegs, gefangene in die Sklaverei verkauft, das Land restlos chcr, wüstet, 50 Festungen und 982 Städte zerstört, Grundstücke der Juden beschlagnahmt und an Landfremde verschenkt. Todesstrafe bedrohte denjenigen Inden, der die Trümmer, statte Jerusalems, das fortan Aelia Capitolina hieß, betrat; sogar der Name der Provinz „Judaea" wurde in „Shrict Palaestina" umgewandelt. Zahlreiche berühmte Gesetzes, lehrer starben den Rcärtprertod; unter ihnen Akiba. ^.as war die Bilanz de?- Bar-Kochba-Ausstandes.. _ . Wenn Moinmsen gemeint hat, es sei „dem Künstler, aber nicht dem Geschichtsschreiber erlaubt, das Antlitz des Arminins zu erfinden", so gilt dies iu gleicher Weise von Bar Kochba. Es ist bei dem vorhandenen Material nicht möglich, ein Bild seiner Persönlichkeit zu zeichncit. Der t r a g i s ch e Herors m u s des Mannes, dem der Traum eines jüdischen Reiches unter den Händen zerrann und der in der jüdischen Sage als Freiheitskämpfer sortlebt, läßt sich unseres Erach. tenS nur in die Traditio ns kette der pharisäi. scheu A P v l i t i e-einreihen: er war kein „Politiker", sv«. dern ein Glaubensheld, ein messtanischer Mensch, der an der Wirklichkeit scheiterte, weil er der Wunderkraft der Idee Etwas viel Irrtümer- ES ist vom jüdischen Standpunkt auS zu begrüßen, wenn Lvr. gängc der jüdischen Geschichte, die ein allgemeines Interesse erregen, in nichtjüdischen Zeitungen dargesiellt und gedeutet werden. 'Jene tonnte man iu einem solchen Falle erwarten, daß die Wissenschaftlich einwandfrei sestgestellten geschichtlichen Tatsachen dabei ge. bührcnd berücksichtigt werden. Daß diese eigentlich selbstverständliche Erwartung bitter enttäuscht werden kann, lehrt ein Aussatz „Echcirnnis der letzten Inden von Palästina", der am 20. 3)iai im Berliner „S Uhr-Blatt" erschien. Wenn der nichtgenannte Verfasser unter Hinweis ans die Bar. Kochba-Sportvereinc unserer Zeit behauptet: „Lar Kochba war der jüdische Revolutionär deS Altertums, der bei einem Aufstand ans Eppern 3U0 000 meist arische Btenschcn hinmordcn ließ" — so ist daraus zu erwidern: nach Aussage der Ouellcn (namentlich des antiken Historikers Dio Cassins) hat Bar Kochba niemals die Insel Cypern betreten, denn der Aufstand der Juden gegen Kaiser Trojan ans der Insel Eypern fällt in die Jahre 115—117 n. Ehr. — die erwähnte Berlustzisfer ist völlig vage und unbeglaubigt! —. wciP rcnd der große Aufstand des Bar Kochba in den Jahren 132—135 n. Chr. stattfand. Weitere grobe Irrtümer: der Eeschichtsfchreil'cr Flavins Josephus, den der Verfasser fälschlich „Josephns Flavns" nennt, war lein „Mischjude", sondern reinrassiger Jude; Herodct. der „Kindcrmvrdcr", ist ein Halbjude, ein Jdumäer, gewesen, im wiefern er einer „jüdisch.hellcnischcn Mischrasse" angehöreu soll, bleibt unerfindlich. Tie Belagerung und Einnahme der jüdischen Festung Masada im Jahre 73 n. Chr. war nicht, lote der anonyme Verfasser meint, „der letzte Alt des Kampfes zwischen den Vertretern des damals nationalen Judentums und den Römern;" das ist in Wirklichkeit der Bar-Kochba-Anfstand gewesen (Masada war der Schlußakt in dem großen Kriege gegen Rom 06—73 u. Chr.). Wenn der ungenannte Verfasser in Hinblick auf Masada sagt: „Nur AN wollten noch den Staat, die übrigen gingen schachern" —, so scheint ihm unbekannt zu sein, daß sechzig Jahre später fast eine halbe Million Inden der Fahne Var Kochbas folgte; wenn er ferner be^ haupict, daß die Juden „das Leben mehr als das Heldentum schätzten", so genügt es daraus hinzuweiscu, daß — ganz abgesehen von der heldenmütigen Verteidigung Jerusalems gegen Titus — 580 000 jüdische Männer und Jünglinge snach Dio Cassins' Mw gäbe) unter Aar Kochbas Führung im Kampf für die Freiheit ihr Leben ließen. Wir brechen die für den Leser ermüdende Lektion ab und gcbca nur unserm Bedauern Ausdruck, daß derartige Tarstcllimgen m großen Tageszeitungen Ausnahme finden können. kjju u .J1 Handball Leipzig Im Vorschlu ü r u n b c n) p i c I um die RIF ' R c l ch s m e i sl c r f ch a f t standen sich am r'R Btai in Leipzig der „Schild" (Leipzigs und JTSE 05 (Berlin) gegenüber. Die Gastes denen der Rn) vorauSgeht, eine der besten jüdischen Handballmannschastcn zu sein, mußten sehr schwer lampseu, um als Sieger vom Spielfeld gehen zu können.^ Was sic ihren Gastgebern an besserem Jnsammcnspiel und tlarer Spielauffassung voraus ijattcn, glichen diese durch ungeheueren Eifer und Kampstvillen aus. Das Spiel brachte eine Menge spannender Momente, und nur der besseren Ans. Nutzung der beiderseits in großer Zahl vorhandenen Torehaneeu verdanken die Berliner den Kaltzzeilstand von 3:1. In der zweiten Spiel- Iiälfie^ versuchten die Leipziger mit aller Kraft das Schicksal zu wenden, was jedoch infolge der unzulänglichen Stürmerleistungen nicht gelang oder Friedmann im Berliner Tor in sicherer Manier vereitelte. Endergebnis: 4 :1 für Berlin. Im Mittelpunkt deS Spieles stand der Leipziger Torwächter Bkeusch, der selbst die nnglaublichsien Bälle in einer Weise hielt, die Freund und Feind begeisterte. Es war ein schönes, spannendes Tressen, das sehr fair und ritterlich anLgetragen und vom Publikum beifällig ausgenommen wurde. Borger standen sich die beiderseitigen Damen- Mannschaften in einem Freundschaftsspiel gegenüber. in dem die Berlinerinnen 8:0 siegten. H. V. Pr. Mit der 1. Handballmannschaft kämpfte vor kurzem Bar Kock)da Breslau in Leipzig gegen Bar Zlochba Leipzig I und unterlag nach heldenhafter Gegenwehr I : 5 <0:-N. Tie Breslauer waren anfangs gut nt Fahrt, verloren jedoch nach dem Führungstor der Gegner für ücrze Zeit den Zusammenhang, so daß Leipzig hintereinander durch Straswnrs und zwei Tore des Atittelstürmers eine 4:0- Halbzeitführung erringen konnte. Rach dem Wechsel gelang es den Breslauern, ein Tor aufzuholen, wonach aber die Leipziger durch ein weiteres Tor den Endsieg sicherstellten. vul. Stettin Mit drei Mannschaften besuchte am 19. Mai Bar Kochba Berlin in Stettin den dortigen Makkabi^Berein. Tie 1. Mannschaften, die noch ein ausstchendes Berbandsspiel auszutragen hatten, trennten sich unerwartet knapp mit 4:3 für die Berliner, die trotz ersatzgcschwächter Mannschaft kaum einen derartigen Widerstand erwartet haben dürften. Bei Halbzeit stand das Spiel bereits 3:0 für die mit Wind spielenden Stettiner, und nur mit großen Anstrengungen war cs Bar Kochba möglich, durch je zwei Tore von Sonn und Sieratzki einen knappen 4:3>Sieg zu ermöglichen. Der wenige Minuten vor Schluß erzielte Ausgleichstreffer der Stettiner konnte nicht gegeben werden, da der Torrichter den Erfolg nicht anerkannte. Während bei den 2. Mannschaften die Berliner einen unangefochtenen 8:9 (2 : 01 - Sieg davontragen konnten, mußten bei den Schülern die Gäste eine überraschende 1:3 (1:1)- Niederlage hinnehmen. F, Südwesldeutsciilandi 19. Mai: Var Kochba Frankfurt a. M. In—Hakoah Atainz I 3:1 (2:1). Der Mainzer Neuling hinterließ in Frankfurt a. M. den denkbar besten Eindruck. Die Mair:zer stellten eine junge, flinke .Mannschaft ins Feld, die über eine annehmbare Technik verfügt. Bar Kochba rFranksurt' Damen 6—Hakoah Mainz Damen 5 :0 (3 : 0). Die Mainzer Damen waren durch da8 Fehlen ihrer besten VpieleriNx Bohr, stark gehandicapt. Im Feldspiel bestand zwischen beiden Akannschaftcn kein nennenswerter Unterschied. Lediglich nt der Auswertung der Torchancen erwiesen sich die Frankfurterirnien stark überlegen. Pb. F. Breslau Am 26. Mai trat eine kombinierte' Handballmamtschaft des NjF. Breslatl auf eigenem Platz gegen die 2. Mannschaft des TV Jahn (Breslau). 1!l. Abteilung, in einem Freundschaftsspiel an. Ter ausgeglichene Kamps endete 5:5, nachdem das Treffen bereits bei Halbzeit unentschieden 3:3 gestanden hatte. Beim NjF. überragte der Mittelläufer. Ter Sturm zeigte gutes Schußvermögen. Die Jahn-Lcuto, die flüssiger kombiuierten, kamen znm Schluß stark auf. vul. Fu83bail Berlin Den jüdischen Mannschaften, die am 27. Mai mit Ätannschaften des Gaues III ihre Kräfte maßen, war diesmal kein Erfolg beschieden. Hagibor kämpfte gegen den Turnverein Frisch- Voran, der vor wenigen Wochen der BSG 33 mit 3 :0 erlegen war. und wurde mit 3 :0 besiegt. Schuld daran tnig der schwache Sturm Hagibors, dessen Läuferreihe und Torhüter gute Leistungen boten und ein größeres Unheil verhüteten. Frisch-Voran spielte zielbewußter und nahm seine Chancen geschickt war. Die beiderseitigen 2. Mannschaften trennten sich nach völlig verteiltem Spiel mit einem gerechten Unentschieden, 0:0; die Stürmerleistungen ließen diesmal aber auf beiden Seiten viele ' Wünsche offen. Hagibor V trotzte JTSC 05 I noch ein Unentschieden 2:2 ab, nachdem JTSC 05 bereits zur Parrse mit 2:1 in Führung gelegen hatte. Auch die BSG 33 vermochte ihren zahlreichen Erfolgen-der letzten Zeit keinen neuen anzureihen. Gegen Hansa 07, welche in der 1. Kreisklasse des Gaues III an der Tabellenspitze steht, wurde mit 2.:4 (0 :1) verloren. Dabei war bis zur Pause die BSG keinesfalls schlechter als ihr Gegner. Hilkowitz hatte einen schwachen Tag, fiel dafür aber unliebsam durch viel überflüssiges Beden auü Redlich (BSG) rvar im Tor der überragende Mann auf dem Feld, der mehrfach großartig rettete, aber schließlich vor der Pause einen scharfen Schuß passieren lassen mußte. In der erben Viertelstunden der zweiten Halbzeit überranule Hansa ihren. Gegner völlig." wobei allerdings Wand und die empfindlich störende Sonne wit den Hansen im Bunde war. Beim Stande von 4 :0 für Hansa 07 konnte BSG durch seinen Verteidiger Hirsch, der einen Elfmeter sicher verwandelte. ein Tor aufholen; bald darauf verbesserte Gvldberg im Alleingang das Resultat aus 4:-'. Auch die 'Alten Herren der BS(5 wurden von denen der Hansa mit 0:4 empfindlich geschlagen. H.A.C. Breslau Ans dem NjF.Platz Breslau standen uw am 26. Ätai eine kombinierte Fußballelf des NjF Breslau und die 1.'Mannschaft des Allgemeinen Jüdischen Sportclubs Natibor gegenüber. Tie Breslauer siegten in nicht gerade überzeugender Manier 5 :3, nachdem die Na'tibvrer die 2 : l-Hail" zeitführnng und ein weiteres Tor der Gastgeber ausgeholt hatten. Ter schwache Schiedsrichter übersah, daß da^ vierte Breslauer Tor aus Abseitsstellung erzielt wurde. Dadurch und durch Verletzung des Tormannes kamen die Lberschlesier, nachdem sie noch einen Elfmeter verschossen hatten, aus der Fassung, und Breslau konnte ein fünftes Tor erzielen. Bei Natibor glänzten rechter Verteidiger und Tormann, während der Breslauer Halbrechte der beste Mann aus dem Felde war. ~ vul. Tie Private Tennisgesellschast Augsburg veranstaltet Pfingsten (8. bis 11. Juni) ein Einlodmwls turnier. Anfragen an Private Tcnniägescllscha,t Augsburg. Augsburg 2. Schließfach 89. JTSC NS Berlin. Tie Männer - T n r n abteilung veranstaltet am 2. Juni, U Uhr 30 Min., am k>em Sportplatz Bahnhof Grunewald ein internes ^ri- 1-lt. f

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