Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 22 (30.5.1935)
- Date
- 1935-05-30
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Robert Koch Fach- und Tagespreise berichten von den feiern, die aus Anlaß des 25. Todestages von Robert Koch unter Teilnahme aller offiziellen Stellen ftattgcfunden haben. Mit ihren Fcstkollegcn gedenken auch die jüdischen Mediziner, von denen noch viele sich mit Stolz und Dankbarkeit als Schüler Kochs bekennen und mit unzähligen Eltern auch jüdische in Dankbarkeit des Genius des Toten, dessen Lebcnsleistung ihnen in zahllosen.Fällen Leben und Gesundheit teurer Angehöriger erhalten hat. Ter Lcbensgang Kochs ist aber auch noch unter einem anderen Aspekt an dieser Stelle betrachtenswert, und es ist ein dankensrverter Umstand, daß vor kurzem das berühmte Werk bon Paul de Kruif „Mikrobenjäger" in einer schönen Volksausgabe neu erschienen ist. Ein besonders Plast»,^eS Bnd zeichnet de Kruif (Verlag Orell Füßli, Zürich) von Robert Koch, und eine bezeichnende Anekdote (ei hier nacherzählt. AlS Koch seine ersten epochalen Feststellungen über daS Wesen ber Sporen vollendet hatte, entschloß er sich, die wissenschaftliche Welt davon in Kenntnis zu sehen; De Kruif schildert das: „. . . So legte er denn seinen besten Anzug an, setzte seine Goldbrille aus, parkte Mikroskop, bazillenbeladcne Hängctropfcn und einen Käftg mit ein paar Dutzend gesunden weißen Mäusen - zusammen und fuhr mit der Bahn nach Breslau. Dort wohnte der alte Professor Cohn, der Botaniker, der ihm schon manchen ermuti- «enden Brief geschrieben hatte. Dem wollte er seine Milzbrandbazillen zeigen und die unheimliche Art, wie sie die Mäuse umbringen und sich dann noch in Sporen verwandeln. Professor Lohn hatte längst die ganze Tragweite der Versuche begriffen, von denen die Briefe des weltfremden Koch erzählten. Der Alte freute sich nicht wenig auf die Gesichter der akademischen Großbonzen, wenn dieser Grünschnabel, der nicht einmal wußte, wie genial er war. ihnen in aller Unschuld seine epochemachenden Entdeckungen vorsühren würde.,/ . Nun erzählt De Kruis vom Demonstrationsabend und schließt: . . Zuletzt konnte Professor Eohnhcim, ein Fachmann von europäischem Ruf, . nicht mehr an sich halten. Er stürzte hinaus, lief in sein Laboratorium und ries atemlos seinen .Laboranten zu: „Jungens, laßt alles stehen und liegen, und seht dem Doktor Koch zu. Ter Mann hat Großes erfunden/ „Koch? Koch? Wer ist denn das? Wir haben den Namen nie gehört/ „Egal, wer er ist. Aber seine Entdeckung ist großartig, seine Methoden genial und so einfach, so exakt! Niemand hat ihm gezeigt, wie man forschen soll, alles hat er aus sich selbst, und alles ist so komplett, das nichts dazu zu tun bleibt/ „Aber Herr Professor, was hat er denn entdeckt?" „Geht hin, sag' ich, alle miteinander, und seht es euch selbst an. Die wunderbarste Entdeckung im Reich der Mikroben! Wir müssen uns vor dem Mann schämen, wir alle miteinander. Geht!" Aber cs war schon niemand da, alle fortgestürzt, unter ihnen auch ein gewisier Paul Ehrlich..." Wenn Robert Koch gefeiert wird/erfüllt. eS . uns mit freudiger Genugtuung, daß cS Forscher auch unserer Gemeinschaft waren, die ohne Neid, ohne-wissenschaftliche Eigenbrötelei, ohne irgendwelche anderen Interessen als die, der reinen Wissenschaft zu dienen und leidenden Menschen zu helfen, sich rückhaltlos für einen jungen Forscher eingesetzt haben, der — im Hinblick auf mancherlei Anschauungen ist es heute leider nötig, das zu betonen —. nicht ihrer Glaubens- oder Standesgcmeinschaft angehörte, sondern von dem sie einzig und allein wußten, daß er einer Gemeinschaft zngchörig war. als deren unbedingte und hingebungsvolle Bürger sie sich fühlten, der der wissen- * schädlichen Wahrheit und Ehrlichkeit über alle Grenzen hinaus. An „Eine von Dielen". Wer zu feige ist. tmt seine Kritik mit Namen zu zeichnen. kann nicht Anspruch darauf erheben,, von der Schristleitung gehört zu werden. Am 22. Mal 1035 starb an den Folgen eines Unfalls unser lieber Haos im Alter von 24 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen »r. Faul samier Clatre Samter Dr. Jlnx Sanitär. Die Elnisebernng hat. bereits stattgefnnden. Wir bitten von allen Beileidsbezeugungen Abstand an nehmen. Nach schwerem, mit .grosser Geduld ertragenem Leiden, verschied sanft und unerwartet mein innigstfeliebter, treubesorgter Mann, unser unvergesslicher ater, Grossvater und Schwager, Herr Albert Morgenstern im Alter von 67 Jahren. St.-Goarsbausen, Mainz, Selters!. W. Hedwig Morgenstern Erna Beckhardt geb. Morgenstern Carl Beckhardt und zwei Enkelkinder Die Beisetzung bat am 24. Mai in Mains stattgefunden. Unsere innigstgeliebto Mutter, Frau Emma Marcus geh. lllrarhfeld ist am 18. Mal 1935 nach einem arbeitsreichen Leben im gesegneten Alter von 79 Jahren zur ewigen Ruhe gegangen. Ihr langjähriges Leiden bat sie mit grösster Geduld ertragen. Berlin. Hektorstrasse. Schmerzrrfüllt Bl© trauernden Hinterbliebenen. Die Beisetzung bat bereits stattgefunden. m Heute entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden mein inniggeliebter Mann, unser guter treusorgender Vater, mein treuer Bruder Dr. Erich Simm Stadtrat 1. R. im Alter von 50 Jahren. Breslau, den 23. Mai 1035. Goethwtr. 81—83. In tiefer Trauer Allee Simm geb. Eger Susanns Simm' Rudolf Simm Walter Simm Heute morgen entschlief nach kuraer schwerer Krankheit meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwägerin und Tante, geb. Stern im Alter von 70 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen Jakob Neuburger, EUwangen/Jagst, Familie Sally Neuburger, Frankfurt a. M., Familie Bernhard Schleis, Vllllngen/Schwarzw. Ellwangen, 21. Mai 1935. Fern der Heimat starb an den Folgen einer Operation unerwartet mein innigstgeliebter Sohn, Mann, Vater, Bruder und Schwager, Dr.jur. Mur Stelufierg (früher Rechtsanwalt in Witten) im Alter von 84 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen« Die tiefbetrübte Mutter Ida Steinberg geb. Tosen. Dortmund-Hörde, Brüssel, den 15. Mal 1933. Mein innlgstgoliebter Mann, unser herzensguter Vater, unser lieber Sohn, Bruder und Schwager, Herr iesfriei EklMz ist nach langem, schwerem, mit unendlicher Geduld ertragenem Leiden heute von una gegangen, Berlin W 15, den 27. Mai 1985. Wielandstrsese 27. Im Namen der tieltrauernden. Hinterbliebenen Johanna Bucfoholz Bsb. Llndonbaum Or. HcfnrScSs Buehholz IM BocSiftoIz. Beisetzung! Mittwoch, 29. Mai 1935. R Uhr, Alte Halle. Ara 26. Mai verschied nach langem, schwerem Leiden mein iiuiiggejicbter Mann, unser herzensguter Valor und (irossvatcr, Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, Kaufmann Sally Lustig im 65. Lebensjahre. Dies zeigen in tiefstem Schmerze an Fanny Lästig geh. Lanzer EriiA NeUser geb. Lustig Walther Bfelsser und 3 Enkelkinder Glelwltz, Lima (Peru), Ira Mai 1935. Statt besonderer Anzeige. Unsere herzensgute Mutter, unsere liebe Schwester und Tante, Frau Berta Meosfadf geb. Cohen wurde uns im Alter von 67 Jahren plötzlich entrissen. Mülheim-Ruhr, Düsseldorf, Vighel, Amsterdam. Erna Neustadt Dr. med. Rudolf Ä'euitadt Dr« med. Elao Neustadt-Steinfeld. Nach langem, schwerem Leiden verstarb am 21. Mai 1935 das Vorstandsmitglied unserer Gemeinde, Herr . Seit einer Reihe von Jahren lag die Leitung unserer Gemeinde in seinen Händen und immer hat er seine ganze Kraft für deren Gedeihen und Fortbestand eingesetzt. Durch sein Dahinscheiden erleidet unsere Gemeinde einen fast unersetzlichen Verlust. Wir werden sein Andenken stete ln Ehren Spagogengsnieinde Guttsladt O/Pr. Vis!. \ JHsim Sktmen! \ ' ' ___ *# * ut\.n € dujuqend&eKerv^&ütU» . Geben. Sit uns 3h/«, genaue Ädrifle. ■. A unxi.3h-Übermaß auf 2b i VfiffcruimOHnjen. fkmtea eine tfearaht a A Ohne jdz^tH}indihfü?ÄÜ.Rtf-Sozi * frt. c ^.. 4 Win. 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Prüh[üd1sch« Architektur Paul Wohlforth, Ekkletla und Synagoge Jakob Picard, BarKochba (Gedicht) Leo Hirsch, An der Grenz« (Schluss) Paul Bornsfein, Friedrich Hebbel und Emil Kuh Werner Kraft, Zu Franz Kafkas Giessen / Buchbesprechungen EINZELHEFT 1.- M. Philo Verlag und Buchhandlung G. m. b.H. BERLIN W. 15, Pariser Strasse 44 DER MORGEN Monatsschrift der deutschen Juden Linoleum billig Gustav Schwan und rindert & Co. Frankfurt a. M. Reutarwag 53 , Versand frei. Mitarbeiter gesucht Schuhe für Mutter und Kind Heute entschlief sanft nach einem gesegnete» und arbeitsreichen Loben unser geliebter Herr im 82. Lebensjahr. . Giessen, Frankfurt a. M., 23. Mai 1055. Liabigstrasso 33. Moritz Sternberg und Frau Ida gab. Voehl Julius Sternberg und Frau Alma geb. HÖtitr Hoea Ettllnger geb. Sternberg Gustav Sternberg Ist Roaenbaum und Frau Dora gab. Sternberg Dr. med. Adolf Storsaberg 5 Enkelkinder. 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