Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 18 (3.5.1935)
- Date
- 1935-05-03
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ip. i [ ] nn m n I j Li LJ Lj LJ L! n' n r~V. ] rr: » 'w.j v—2 3. Mai P (? -T5 p£V 'V^TT^!^ si'3)ß®' H Zix?n 25jnnrigen Jubiläum der Jüdischen Blindenanstalt In- S-Lc-g'litz, im Vcstsri Berlins, abseits vom «üctric-vc der üi'Clifiobt, lieg! eine fremiblidje, üciitn Billa. i!?iu){* m;fr.:[i'jjiMbri sie äußerlich nun heu umliegenden ^iiujern, und doch erscheint c-S denn Beirnüiier, ok« lnnnainm sie unsichtbare Sehranchu. Es ist die Jüdische Blindenanstatt. die einzige DcrllschlaudS, die vor 25 Jahren von William Neumann gegründet wurde. Man geht durch Helle, ln ähnlich eingerichtete Räume. einen lustigen Socisesaal, einen geräumigen Wintergarten, und während man die geschmackvolle Ginrichtung betrachtet. wird man den j sM Gc-dankcn nid)t lvS, daß ja die b ::*y Insasien nichts von all der Bej - haglicht'eit sehen können, die sie s ' —> umgibt. Dieser Gcdcuile verstärkt [, B. sich rwch. wenn man den neuen, \ künstlerisch auSgesiatteteu Bets raum betritt, der. demnächst ein-. . j ' •>,*. geweiht werden soll, und an dessen! Allarseitc lange Tafeln die Namen. , der Gönner der Anstalt ausweisen. s .Atmosphäre, die die Blinden um sich schassen, fühlt mau eine Art seelisches Gleichgewicht, eine Gelassenheit heraus, die etwas kindlich Rührendes an sich hat. Selbstverständlich flechten sie nun nicht alle Stühle oder verfertigen Besenbinderarbeiten. Wer mehr zu geistigen Dingen neigt, lernt vielleicht Maschinenschreiben. tilber nicht nur die Blinden, die im Heim wohnen, werden zur Arbeit angelernt, sondern auch ä * t ~? . *-n 7 . >>;// ';;;A‘; ToL Herbert Sonvcnfetd (Berlin) Mit einiger Beklemmung folgt man schließlich dem freundlichen Führer, der nun zuden Arbeiteräumen hinabsteigt. Zunächst glaubt man, sich im Raum geirrt zu haben. Das können doch nicht die Blinden sein, die eifrig arbeitend vor ihren Tischen sitzen! So geschickt können doch nur Sehende mit ihrem Arbeitszeug umgehen. Da greift ein Manu nach einem Werkzeug, ein schneller Handgriff, und schon ist seine Arbeit der Vollendung ein gutes Stück nähergerückt. Unter den fleißigen.Händen der Blinden sieht man buchstäblich allerlei Bürstenwaren entstehen. In einem anderen Mrurn werden Stühle geflochten, kurzum, man gewinnt das Bild rastloser Tätigkeit. Ans ihren Gesprächen, ihren Bewegungen, ans der ganzen Leidensgenossen, tue nicht zur Anstalt gehören, können dort Unterricht genießen. Während deS Krieges und auch einige Jahre später wurden in. der Indischen Blindenanstalt.'zahlreiche Kriegsblinde darauf vorbereitet, sich später mit ihrer Hände Arbeit ihr Brot zu verdienen. Der Segen der Arbeit ist der Segen der' Anstalt. Sie macht den Blinden daS Leben erträglich — das Leben hell. $. Archer. Kundgebung orthodoxer Zionisten. Unter dem 'Motto ..Alisa - der Jugend" ries die Berliner Misrachi-Grnvpe Mitglieder und Freunde zu einer Kundgebung ins Logenhans Klciststraße. Als erste Rednerin sprach Frau Iettka l' c m n » S t e t n. eine eifrige Mitarbeiterin und Förderin der Ingendalija. Sie appellierte an alle, unserer bedrängten Jugend den Weg zu bahnen, und daS Werk der retigiöseu Ingendalija tatkräftig zu unterstützen. David Iutrilligator von Kibbuz RodgeS gab sodann einen Tatsachenbericht über die Iugeitdalija und kündigte die Gründung eines religiösen Kindcrdorss tn der Nähe voll Kfar Chassidim an. Rabbiner Dr. Freier wandte sich scharf gegen dre heutige Parole tut Zionismus, das Mte avzuwerfen und ein neues, traditionsloses Indentmn sich entwickeln zu lassen. Zum Schluß brachte Alexander Adler eine. Gutschließung über die Gründung eures religiösen Kinderdorstz zur Verlesung, dp ohne Widerspruch angenommen wurde. 8. G. blnrnensLuckerunA ckss X.ulturhundes Wie der Kulturbiutd mitteilt, wurde auf Anordnung deS Polizeipräsidiums der Name ..Knltnrbnnd Deutscher Juden" umgeivandelt in den Namen „Jüdischer Kulturbund Berlin". Diese Namensänderung wurde von einer Mitgliederversammlung. die am Freitag, dem 26. April, im Berliner Theater tagte und die aus Grund deS $ 9 2lbs. 2 .der Satzungen ordnungsgemäß durch Inserat im Reichsanzeiger eingeladen war, einstimmig beschlossen. * Am Sonntag, dem 12. Mai. vormittag? 1! bis 14 Uhr. findet eine 2l t e l i e r b e s i ch t ig u n g bei Professor Gngen Spiro. Gharlottenbürg 9, Reichsstraße 106, statt. Gintrittskarten in den Zahlstellen mrd bei den - Logenschließcrinnen deS Berliner Theaters. Ter Reinertrag ist für Künstler bestimm!. Das Lehrhaus Fm Berliner LehrhauZ beginnen in dieser Woche u. a. folgende Arbeitsgemeinschaften: , Wontag, den 8. Mai: Manfred t: io at ] e n 1 11): Jüdische Gebete. — Dienstag, den 7. Man, Julius Bab: Bücher, die uns anaehcn. — (iviutn Iospc: SingkrciS. — 6)erhardt N e u m a n n : Au» der Volks- und Stammest,rndc der Juden: Aschkenafische und sephardische Inden. - Kurt /Sternberg: Spinoza (Lehre von der Gesellschaft und von der Religion). - 'M. Warschauer: Bibellerngemeiuschaft: Aus Propheten und Psalmen. — Mittwoch. ' den 8. Mai: Bcnnv G o t i s ch a l l: Bibcllerngenieiw schaft: An» der Urvätergeschichte. — Abraham Hcschcl: Plaimonides (Lektüre auSgcw. Stellen''. .— Hann? John: Die Melodien de» indischen Jahre».;H C.-V. Gross-Berlin . | •; Dr. Alfred Hirschberg spricht über j? „Unsere jüdische Wirklichkeit" ic i am 8. Mai. 20 Uhr 60 Minuten, d ll im Gafä Li'-on. Kurfürstendamm 155/156. L.t Lotte Holms rezitiert Gottesdienste In den Gemeinde-Synagogen am 3. und 4. Mai Alter Ritus: Alte Shnagogc (A.S.). Hcidereutergassc 2—4; Shnogogc Kaiserjtraße 29/’<‘!() (Kais.): Synagoge Rhtcstraße »i (Rhkc); Synagoge Pestalozzistraße 1415 lPesta): Shnagoge Kottbusser Ufer (Kottb.). -- AhawaS Reim; Synagoge Münchener Straße 57 (Mü.); Synagoge Gruncwald (Grün.), Franzenobadcr Straße 7. Neuer Ritus: Neue Synagoge (N.S.). Lranienbnrgrr Straße:»0; Synagoge Liudcnstraße Id—50 (Li.); Synagoge Lützolostraße 10 (Lü.); Synagoge 17asanensti.iße TJ,,H0 (iZas.); Synagoge Lcvcßowstraßc 7 d (Lev.): Synagoge Friedenvtempel (Fried.). Markaras-Albrecht-Straße 11/12; Synagoge Prinzregentenstraße «1). 70 (Prinzreg.); Synagoge Schmargendorf, Bcrkaer Straße 32—35 (Altersheim) (Schmarg.j. 4t Synagoge Köpenick (Köp.), Freiheit 8; Synagoge Oranienburg. Havelstraße 6. Freitag obend: Sll Stunden vor ltfacht Lichtzünden und Wcrkvcrdvt) Synagogen mit altem tllitns und k'llterSversorgungSanstakten: 10 llhr 3" Min.. Synagoge Fasancnstraße: 18 Nhr :m Min. (im Anschluß Iugeydf'cicr). Synagoge Prinzrcgcntenstr.: 10 Ilhr 1-» Min. — Synagogen mit neuem Ritus: 19 Uhr. Predigt: Ln.: Dr. Bogelstein; Prinzrcg.: Dr. Wiener: Lev! Tr. Lcwkowiiz. Ansprache: Fas.: Dr. Swarsensky. Sonnabend vormittag (Neumondweihe): Synagogen mit altem Ritus und AltcrrvcrforgungsanKatten: 9 Uhr: Alto Synagoge und Kottbusser User 8 Uhr 30 Min.: Frnhgottc--dienst Synagogen Rykcstraße und Kottbusser User: ü Uhr 45 Äcin. Synagogen mit neuem Ritus: Hauvtgottesdienst: 10 Uhr. Frühgotte»dienst: Synagogen Lindcnstraße, Levctzowstraße und Prinzregentenstraße: 7 Uhr 30 Min. Predigt: A. S.:,Dr. Freimann: Kais.: Dr. Singermann: Rylc.: Dr. Nußbaum: Pesta.: Dr. Cohn; Kottb.: Tr. Iacobovits: Mü.: Dr. Levy: N. S.: Tr. 32eyl: Li.: Dr. Saenger; Fried.: Tr, Warschauer; Schmarg.: Iugendgottcsdienst: Jeden Sonnabend. 16 Uhr 30 Min.: Synagoge Münllfener Straße: Dr. A. Levy. Synagoge Kott- Imsscr User: Tr. Iakobovils. Sabbat-Ausgang: 20 Uhr 2k Min. Gottesdienst an den Wochentagen: In den Synagogen mit altem Ritus Lchrvorträgc % Stunde vor Gintritt der Nacht; Synagoge Plünchener Straße XA <3hinbc vor dem Nachmittagsgottesdieu. In den «ynagvgen mit neuem Ritus 19 Uhr 30 Min. Morgens: Alte Synagoge. Synagoge Kaiserftraße und Rykestraße t> Uhr 30 Min. Synagogen Kottbusser User. Pestaloz;:- straßc, Älünchener Straße, Grunewald 7 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr 30 Min. Israelitisehe Synagvgengernernde (Adass Jisroel) .\n heu Synagogen Artillcricitraßc 31 und Sicgmundshof II. Frcilna. ff» Uhr 30 •JJ.'in. Sonnaden?. 8 Uhr. Plincha 17 Uhr. 20 Uhr 21 Min. In den Vereins-Synagogen Jüdische Resormgemcinde. Freitag. >8 Uh» 30. Min.: Joseph Lehmann-Schule. Ioachinri-lhalei Straße 13. Predigt: Tr. Koppel. Sonntag. II» U«-.r 30 Ptin.: Gotteshaus. Iohannisstraße 16. Predigt: Tr. (vottichall. — Liberale Synagoge Norden. Scho»' Hauser Allee 162. Freitag. I!» U!fr tä 'Min.: Predigt: Dr. Plant. Sonnabend. 10 Uhr: Lil. i.llini'egming': Tr. 'plant. — Liberale Synagoge Osten. .Kaijernr. 30. Freitag. 19 Uhr 6o Plin.: Predigt: Mmf. 2r.ni;- abend. 10 Uhr: Lit.: 'Adler. -- Liberale Synagoge Nordost. Prenzlauer Promenade 176, Freilag. ]!> Uhr 50 'Min.: Predigt: Tr. Heymonn. -- Liberale Synagoge Westend. Kaiserdaiinn 7--<. Freitag. 19 Hin: Predigt: Zimet. — Liberale Synagoge Wedding- Reinickendorf. (rrev,ievitviifte 15 j. Fi , i lag. 19 Uhr 30 Min.: Predigt: Goeß. — Synagoge Gesundbrunnen. Ahalvns Achiin. Prinzenallee Freitag. J9 lllje .!<» Miiiti.. iiMimilu'iil', '.» Ulji 'Miluha. 19 111) r 1.7 Pi in.' LehN'i'rtrag udrr Ivrüchr der Väter: Rabbiner Dr Aterander. 2ablmla!i-,,ana: 2i> Uhr 37 Vliu. Werktags 7 und lo Ul,,- 3„ -i.iF,si. sonntags 7 Uhr 30 P.'in. -- Jüdische Religio,>»- gemeinde lehorlottenlinrg. D<t>nlslrast- 7. Freitaa. 18 Uhr 30 Min.: Predigt: -vamlnirger. .Llnschließend regelmäßig: „Kiddnich der 'Fugend." Sonnabend. 9 Uhr 30 Min. — Israelitische Vereinigung Lichtendcrg. Synagoge Frcmlsurter Allee 8.',. Beginn der Gottesdienste wie in Synagogen nach altem Ritus. Täglicher Gottesdienst. Sonnabend: Ansprache Rabd. Tr. Arthur Rosenthal. — Synagogendcrcin Ahawas Scholaum und Mögen Towid. Kleine Augustslr. 1". Tägliä) 7 Uhr und abends B'sman Gottesdienst in der eigenen Synagoge. 'Nachdem täglich Lehrvortrag Rabbiner Ftiescr Friedmann. Freitag. 19 Uhr 30 Min. Sonnabend, 9 Uhr. — Synagogenverejn Wcißensee e. V. Freitag. 19 Uhr. Sonnabend. 10 Uhr: Rausch chaudesch. Säirifterklärung: Rabb- Tr. van der Zyl. — Synagoge Passauer Straße '2- Freitag. 19 Uhr 30 Min. Sonnabend. 9 Ubr: ..-Lchabbos Rausch Chaudesch". Schrifterklärung. Mincha- 19 Uhr 25 Min. Lehrvortrag. Maariw: 20 Uhr 24 Min. Wochentag. 7 Uhr und 19 Uhr 45 Min. — Jüdischer Religionsverein Friedenau- Steglitz u. ^Umgegend. Gottesdienste am Freitag abend und ^abbat wie in den Synagogen mü altem Ritus. Sabbat vormittag Predigt: Rabbiner Tr. Winter. Nachmittag nach Alincha: Vortrog über ..Sprüche der Väter": Rndb. Tr. Winter. Sonntag. x Uhr. Donnerstag. 20 Uhr: Vorträge: Tr. Harry Lcvy. Dr. (5ub. Professor Unna. Bibliothek und Lesehalle: Sonntag. 10 bis 12 Uhr. Mittwoch. 18 bis 20 Uhr. — Synagoge „Beth Iion". N 31, Brunnen slraßc 33. Freitag. 19 Uhr 30 Min. Sonnabend. 20 Uhr 30 Min. Schabbos Rauch Chodesll). Jugend- Gottesdienst: 17 Uhr 15 Min. Mincha: 19 Uhr. Maariw: 20 Uhr 24 Min. Zwischen Mincha und 'Maariw Lehrvortrag: :>.avbiner Tr. G. Landau. Lstochentagö: 6 Uhr 30 '.Win. und 19 Uhr 30 Min. Während der Scphirazcit zwischen Aiincha und Maarüv: Lchrvorträgc von Rabbiner Dr. G. Landau. N) vtl i i i>" H! ,W! f| l&ekBexclian:'? h it ■&/ vzJ B Ü ii ii S5» iS ’i» > Ruth Magnus, Halensee, f J<Mvchln>-Fric<Irich-Str. J (1 Minute vom Knrfürstcndnmni) | , | ISochmcl!»ter ,7 T, 1250 i Apoth, Wsv Chaskol ***LMy*>y C 9 Tierparten 0.VU tevatzowstr. Hn t Filiale: Jflfiowstr.5 I'V>to-l.»horatoriuro > Versand Ire! 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