Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1935-04-24 · 17 (24.4.1935) · page 9

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
17 (24.4.1935)
Date
1935-04-24
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2277379-2278097-2278114--09429-2290539
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

ftiWBfatt C-.^-ZSffür.'g Nr. 17 * 24. ÄpriM935 MMENdWi Voa IS-as lF©gslst©i» bsra ist eine jener ganz, ganz seltenen Persönlichkeiten, deren Werk weltgeschichtliche Ausmaße hat, obgleich oder vielleicht gerade weil ihnen selber die letzte schöpferische Genialität mangelt. Was wir Weltgeschichte nennen, ist die Entfaltung des Geistes in der Auseinandersetzung mit dem "Ächtbaren, das Ringen des Menschen um seine Gestalt. Diese Entwicklung geht nicht kontinuierlich vor sich. Sic wird durch Explosionen und plötzliche Beben vorwärtsgctrieben. durch die Berge Umstürzen, unterirdische Quellen ausbrechen und frische, glutflüssige Lava die..alten Basalte" überdeckt. Solche katastrophalen Durchbrüche, auch Offenbarungen genannt, suchen sich ihre Kanäle, ihren Ausgang oft, ja meist durch Einzelmenschen. Ihn überfällt's. er kann sich nicht dagegen wehren, ob er auch daran zugrunde geht. Hat dieser furchtbar Anserwählte aber das Wort ^ausgesprochen. das in ihm brennt, hineingcrusen in das große Weltgespräch, so ist ein endgültig Acnes da. Die Sprache der Welt ist eine andere geworden. Tie Zeit ist mit einem Ruck vorwärts gerückt, das Denken der kommenden Geschlechter bestimmt.' Aber das ist das Gewaltige an diesen Gestaltern. Sic erschöpfen sich nicht in dem einmaligen Impulo. den sic in der Vergangenheit dem Geist gegeben haben. Sie sind zeitlos, d. h. sic behalten ihre revolutionierende Kraft für alle Zeiten. Sie beherrschen einen jeden schon mittelbar, doch wer ihnen begegnet, wird noch unmittelbar durch sie geformt. Um diese Persönlichkeiten schwebt für alle Dauer das Phantastisch-Unheimliche ihres Zusammenhangs mit dem glutflüssigen-Urgrund ihrer Teilhaberschaft am Schöpfungswerk als Träger seines Worts und zieht uns in seinen Bann. Tie Propheten/s die ganz Großen unter den Künstlern. Musikern, Dichtern und Staatengründern. Männer der Vergangenheit erleben wir in der ganzen Gewalt ihrer Gegenwärtigkeit. Ist die Geschiclste in ihrem Vorwärtsdrängen verschwenderisch mit diesen Urkräften, so gibt es Augenblicke des erschöpften Iimchaltcns, seltene Atempausen. Diese bedürfen dann eines Mannes wie Esra. der einem großen Decken gleich in Ehrfurcht in sich sammelt, was die Vergangenheit in Uebcrfüllc scheinbar ftilchilos hervorgesprudclt Hirt. Als gestaute Kraft übergibt er cs der Zukunft. Eine Welt, die anseinanderzufallen droht, hält er znsannnen. Dies Werk ist cs. wodurch er auf uns wirkt, nicht jedoch in Unmittelbarkeit. Solche Männer stehen in einer eindrucksvollen feierlich Priesterlichen Haltung vor uns. Ter Blick ist meist znrückgewandt, ehe die Richtung .vorwärts gewiesen wird. Nicht trägt sie mit der hinreißenden Ursprünglichkeit der schöpferischen Mächte das Bewußtsein. Wegbereiter zu sein. Sie alle haben darum einen literatenhaften Zug. einen Prcdigtton. selbst wenn sie Männer sind, die wie Angnstns und Diokletian das Schwert zu führen gewußt oder gar Kinder des Feldlagers sind. In gleicher Weise eignet ihnen die Fähigkeit, die Volksseele mit feinstem Verständnis zu lenken. Erziehende Berechnung vermeidet die Fehler der Unbekümmertheit, ja Rücksichtslosigkeit, der ganz Großen. Diesen sind sie darum auch in der Breite ihrer Wirkung überlegen. Ist aber ihre Stunde gekommen, so ist ihr Wirken, das ganz in ihrer Zeit steht, notwendiger als der Anderen, ihnen an Genialität Ucberlegenen. Es ist nicht mehr wegzüdenke'n. denn es ist Weltgeschichte. Damit ist Esra bereits im Wesentlichen charakterisiert. Es ist geradezu unvorstellbar, welchen Weg die geistige und politische Geschichte unseres europäischen Knlturkreises ohne sein Auftreten genommen hätte. Ohne die starke Grundlage der Tora, die er mitbrachte, wäre der geistige Verfall der Juden in Palästina nicht anfgehalten worden. Mit der fortschreitenden Entfernung vom Mittelpunkt wäre eine Umwandlung erfolgt. Iudaisierendc Sekten wären vielleicht übrig geblieben imö mechanische Schwarmbcwegungcn hätten als letzte Zuckungen einstige Kraft ahnen lassen. In der Auseinandersetzung mit dem Hellenismus wäre man glalt überrannt worden. Hätte man ihm doch keine innere Festigkeit entgegen-' stellen können. Spurlos wäre das Judentum in der großen Gesamtkultur aufgegangen, lange vor der Zeit, da die großen Tochterrcligioncn entstehen konnten. Esras Werk ist es somit, wenn nur ein Mittelalter gehabt haben, das ganz wesentlich durch die Kräfte des Christentums, des Islams und des Judentums (wir leben im Jahre der Maimonidesseicrn) und dem von ihnen geretteten Erbe der Antike bestimmt worden ist. Ein anderes Antlitz trüge die heutige Welt ohne ihn. Ein Jahrhundert der entscheidenden Umwandlung nicht nur des Judentums wird durch die beiden Daten der füdischen Geschichte, der Reform Iosias im Jahre 622 und den Beginn des Tempelneubaus nach dem Exil im Jahre 520 begrenzt. Am Beginn dieses Zeitraums sehen wir noch Assyrien als die beherrschende Macht, am Ende steht das Weltreich des großen Perscrkönigs Turins I., der mit ordnendem Geist über Lande vom Indus bis zum Mittelmeer und von den Steppen Südrnßlands bis zum Sultan schaltet. Für zwei wichtige Jahrhunderte ist es fest gegründet, und seine mittelbaren Wirkungen reichen bis in die Gegenwart, namentlich im staatlichen Denken. In der Zwisclfcnzeit ist in Katastrophe über Katastrophe das Reich der Assyrier, dann das ihrer Erben der Meder und Babylonier gestürzt, und Persien, das mit der Eroberung Babels durch Kyros die Weltherrschaft antritt, muß nach dem Tode seines Schöpfers die schwersten Erschütterungen erleben, bis Darius endgültig die Ruhe und das Gleick)gewicht herstellt. In diesem Krachen des Weltbaus verhallt für die stumpfen Ohren das Geräusch, das durch den Zusammenbruch des politisch unbedeutenden Staates von Jerusalem im Jahre 580 entsteht. Nur die Hellhörigen, die Propheten und ihre Gemeinde horchen ans. Ihnen ist dies genau so Weltercignis wie all das llebrigc, das sie.voller innerster Erregung verfolgen. Sie wissen, der Prozeß des Nmschmelzens hat eingesetzt. Neues entsteht. Immer wieder muß die Frage aufgeworfen werden, warum denn die Inden nicht ebenso spurlos in der Bevölkerung Babyloniens aufgegangen sind wie die zehn Stämme, die 722 nach Assyrien geführt worden sind? Die Antwort ist: weil sie einen gcistigcn'Mittclpunkt hatten. Und daß sie ihn hatten, ist der Erfolg der Erziehungsarbeit der Propheten gewesen. Während im Nordreich Arnos und Hosea in den entscheidenden Zeiten nur eine Generation lang haben wirken können, erstreckt sich die Tätigkeit der jüdischen Propheten ans fünf Generationen. Steht Jesaja gleich seinen älteren Zeitgenossen Amos noch fast allein, resignierend gegenüber der Gegenwart, hoffend ans den „Nest der mnkchrt", so gibt es ein knappes Jahrhundert nach seinem Abtrcten schon eine prophetische Gemeinde, an die sich Icremia wenden kann. Im Zeitalter der Reformen Iosias hat sein Ruf weitere Resonanz. Diesem Kreis ist die Lehre der Propheten, daß Israels Schicksal begriffen ist in seinem Verhältnis zu seinem Gott und seiner Tora, Gemeinde, sitz geworden. Voll Erregung und in steigender Gläubigkeit erlebt er die Erschütterungen der Zeit als einen Kommentar zu diesem Satz. Und als die Katastrophe die Drohungen der Propheten bestätigt, da wächst diese Gemeinde. Zurückgezogen ans ihren eigensten Besitz, bildet sie den Kern der Exulanten. Nun ist cs allen selbstverständlich geworden, was man den Gottesmännern nicht hat glauben wollen. N'aivcs nationales Dasein gibt cs nicht für Israel wie für andere Völker. 25 gewinnen neben den Propheten der Gegenwart die der Vergangenheit zunehmend an Bedeutung^ Sorgsam sammelt man jeden nur erreichbaren Fetzen iljrcr früher zu wenig beachteten Reden, und vor allem sucht man die Tora sichcrznstellen. Die neue Selbstansfassung gibt sich auch in der Bearbeitung der geschichtlichen Ucbcrlicfernng im prophetischen Geiste kund. Tie Beschäftigung mit den heiligen Schriften ist das Zentrum des geistigen Lebens. In gemeinsamen Gebetsversammlungen werden sie verlesen und ausgelegt. Eine neue Form des Lebens wird erstmalig in die Geschichte cingeführt: die Gemeinde. Tie Gemeinde ist die Gestalt, in der das Judentum ersteht und sich bis heute erhalten hat. An die Stelle des Volkslebens in das Gemeindeleben getreten, an die Stelle des Opfcrdiensics der Gebetgoltesdienft. . Tie Tora ist der Mittelpunkt des Lebens. Diese entscheidende Nengründnng erweist sehr bald ihre Eigenkraft. Als Kyros 558 den Juden die Erlaubnis zur Heimkehr und zum Tempelbau gibt, macht nur ein Teil davon Gebrauch. Die anderen und nicht die schlechtesten — bleiben in der neuen Heimat, mochten sic auch das Zeitgeschehen mit dem gleichen Enthusiasmus begleiten wie ihre abziehendcn Genossen. Im Bewußtsein ihrer inneren Stärke führen sie die neue Form des Gemeindelebens fort. Sie bebauen das Land, treiben Handel und treten als Beamte in den Staatsdienst. Unter Benutzung des allgemeinen Interesses des Königs für die Religionen seines Reiches gelingt es ihnen, in der Rcichsvcrwattnng ein besonderes Ressort für jüdische Angelegenhcitcn einzurichten. Zum Verständnis dieser Tatsache sei ans eine Parallele hingewiesen. Friedrich Wilhelm lV. hat in dem Kultusministerium des protestantischen Staates Preußen eine ..katholische Abteilung" eingerichtet, in der selbstverständlich Katholiken als Fachresercnten saßen, die die katholische Fragen regelten. So verstehen wir jetzt auch die zu» nächst überraschende Tatsache, daß der Perserkönig mit Urkunden, die uns das Esrabuch erhalten hat und noch erstaunlicher Die WM mn ZM-e!4Wsr Von M. A. Zen-Gavritl Ter Schreiber dieser Zeilen war als einziger Publizist vom weiter der WeUeome- Erpedition nach Tcll-el-dnwer eingeladen, die Funde zn besichtigen und erhielt als einziger die Autorisation, darüber zu berichten.- In den letzten Wochen ist in Palästina eine archäologische Entdeckung gemacht worden. deren allgemein historischer, bibclgesehichtlicher und bivctkritischcr Wert noch gar nicht ab,Zusehen ist. Die von James Leslie Starkey (einem ehemaligen Kunsthändler, der -heute zu den besten englischert Archäologen gerechnet w'.rd) geleitete Wellcome Archaeological Research Eine der sensationellen Ostrava ( Dokumenten echerben) Copyright by Prcssc-Tholo, Berlin Expedition, die von drei reichen Engländern, Sir Henry Wellcome. Sir Charles Marston und Sir Robert Mond, tmterhaltcn wird, hat vor ettva drei Jahren zwischen den südpalästinensischen Orten Beth snbrin unb Ghaza. aus einem von den Arabern Tcll-cldurver genannten Hügel, zn graben begonnen. Wiewohl dieser Name, dessen Ursprung nnbekannt ist. keinerlei Schlüsse auf das Vorhandensein biblischer Ruinen gestattete, grub Starkey gerade an dieser Stelle, weil ihm. anläßlich einer Fahrt nach dem Süden, die' merkwürdige Schattcnbildung dieses Hügels ausgefallen' war. Ans dem absolut gcradlinigcn Schatten des Hügelprosils zog er den Schluß, daß die Abhänge dieser Erdcrhöhnng künstlich geglättet worden sein müssen; ihre Form erinnerte ihn an die typischen Vcrteidigungsglazis der vorisraelitischcn Hyksv s bcvölkernng. Er begann dort ztt graben tmd fand, wonach der große englische Archäologe Sir Flindcrs Pctric auf dem unweit davon gelegenen Tcll-cl-hcsy gesucht hatte, die berühmte jüdische Festung Lachish. Jenes Lachish. befreit Belagerung durch Sanchcrib ans dem berühmten, vor rund achtzig Jahren in Ninive ausgefnndencn Relief dargcstellt wird, und das dann — 588 vdgZ — von Ncbuchadnczar erobert wurde. Nach dreijähriger Arbeit hat nun Starkey die drei Mauern der von Nchabeam neugebauten großen Festung freigelegt, die im Buch Joshua, im Buch der Könige, in der Chromk und bei Jeremias immer wieder erwähnt wird, von der es heißt (Jer. 34,7): und das Heer des Königs von Bavel stritt gegen . . . Lachish und gegen Aseqah; denn diese waren noch übrig geblieben unter den Städten Jehudas als feste Städte." Hier, wo die Verschwörer den König Amazyah töteten, war die Landschaft, wo babylonische und ägyptische Mcrchtansprüche zusammenstießen, denn Lachish deckte den Weg nach Aegypten. So ist es selbstverständlich, das; die Wellcome- Erpcdition außer den drei jüdischen Ringmauern auch die Spuren der AegYPter. der Babylonier und der Perser fand. Ein großartiger. ziemlich gut erhaltener ägyptischer Tempel ans der Zeit Moses wurde gefunden, Ivo neben andern Kleinfunden auch der größte bis nun bekannte Skarabäus, ein Prachteremplar seiner Art, entdeckt wurde, dessen Inschrift, in Hieroglyphen, anzeigt, daß er ein Geschenk des Pharao Amentop Ul an den ägyptischen Plahkommandanten war. Ucbcrdies fand man auf der Spitze des Hügels, ans den Trümmern der jüdischen Burg, den Palast des persischen Gouverneurs, dessen Räume soweit erhalten sind, daß man ihre Vcrwendtmgsart noch konstatieren kann, und überdies eine große Reihe von präisraeliti- ' scheu und von jüdischen Gräbern mit Tausenden von Kleinfunden aller Art. darunter auch den bei Samuel erwähnten Dreizack. All dies aber tritt in den Hintergrund gegen die großartige Entdeckung von zwölf Ostraka (beschriebene Tonscherben), die unter dem Torturm der ersten Mauer aufgcfundcn wurden. Professor Harry Torczyner von der Hebräischen Universität in Jerusalem stellte nach wochenlangen, unendlich mühevollen Arbeiten fest — die znm Teil stark verwischten, mir Tinte geschriebenen althebröischen Schrift- Zeichen widerstanden immer wieder sinnvoller Entzifferung — daß es sich hier um Dokumente von allerhöchster Wichtigkeit handle, iim die erste persönliche Korrespondenz aus der Zeit der Könige. Eine der Tafeln stellte eine Namensliste dar. vermutlich zu militärischen oder steuertechnischen Zwecken, rvährend die andern elf zusammenhängende Texte sind, darunter Berichte strategischpolitischen Inhalts an „den Herrn von Lachish", andere wieder dürften vertrauliche Berichte eines Beamten einer Art Geheimdienst gewesen sein. Besonders bemerkenswert sind die Grußformeln, z. B. Bashma' Phwe et ad»ni shmu'dth shalöm, wie auch die Tatsachen, daß der Kömg (in der dritten Person) und auch eine „Botschaft des Propheten" (wahrscheinlich Armiyahu) erwähnt wird. Diese Tonscherben beweisen überdies schlagend, daß der anfgefundene Platz das langgesuchte Lachish tatsächlich ist, denn in einem Bericht, in dem von „den Signalstationen von Lachish" die Rede ist, heißt cs: „wir sehen nicht ldie Zeichen von- Äseza" (welche die Nachbarfeitung des Fcstnngsvierecks in diesem Teil der Shefelah war). Neben diesen Tafeln tuuvbc auch in den letzten Tagen ein hochinteressanter Sicgelabdrnck mit der Inschrift „Gidalyahu asher 'al habbayith: Gildalyahu, der über das Hans (gesetzt ist)" gesunden, der die Möglichkeit sehr in Envägung ziehen läßt, daß die Briese an Gidalyahu bei ahigam gerichtet waren. An jenen Gidalyahu. der nach der Zerstörung Jernsalems zum Gouverneur Palästinas eingesetzt, nach zwei Monaten schon von Pishma 'el bcn ncthanyah in Mizpah ermordet wurde und denen Todestag noch heute ein Fasttag der ' Synagoge ist. Tie Grabungen von Tell-el-dnwör sind noch lange nicht abgeschlossen, aber was bis heute gefunden wurde, wird eine der großen Grundlagen aller Bibelwisfcnschaft und aller hebräischen Sprachforschung sein. Der Protestant Starken und der Jude Torczyner haben in genialer Weise das Wissen um die Geschichte der Juden ein großes Stück weiter- - gebracht und verdienen den Dank aller an der .'Bibel Interessierten. Sarhflrvrk, auch anszugno-ei^. verboten. Copyright by 1\ lirn-Gavricl, Jcrvsnlnu. NM) sli seinem zwanzigsten ALtttag am 22. AM Seltsam gewunden und verästelt war der Entwicklungsgang, den Perez als Dichter und Mensch innerhalb der jüdischen Literatur zurückgelegt hat. Er wäre kein echtes ^ind des 19. Jahr- Hunderts gewesen, wenn er nicht, durch die Schuld der Aufklärung ^gegangen wäre. Geboren im Jahre 1851 in Zamosch, einer an jüdischer Tra-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.