Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1935-04-04 · 14 (4.4.1935) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
14 (4.4.1935)
Date
1935-04-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2277379-2278097-2278111--09352-2290459
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Sie Wert MSs EHÄS im NM» LHÄstzr Tic I,oberen jüdischen Schulen Preußens linden im «rbgelnuseneu Sckmljahr 1934'35 neue Werten nicht" aufmachcn dürfen. Durch einen l urzlich erschienenen Erlas; des Reichs- und preußischen Bunisters für Wissenschaft. Erziehung und 2''oUsbiIdni,g N'ird diesen Schulen für das jetzt beginnende Schuljahr die Eröffnung einer neuen untersten Klasse ermöglicht. Die 'Anfnahme in die Serien der höheren und mittleren jüdischen schulen Preußens uiiterliegt dadei einer Lesä^rän- Inuft nach zwei Riehlimgen: ,'stinächst ist eine Bermehrnnti der Schülerzahl gegenüber dem Stand vom 1. April 1934 airsgeschlossen. Innerhalb dieser Grenze dürfen Frontkämpfer-Kinder und .Binder von Juden ausländischer Staatsaiigehörigkeit unbeschränkt ans. »U nommen iverden. Die Zahl der übrige,; auf. zunehmenden jüdischen Binder aber d<rrf nicht mehr als 1 Prozent der gesamten vorjährigen l'.enaufnahmen an den höheren und mittleren Schulen des Schnlortes. an dem sieh die jüdische Anstalt befindet, betragen, Für diese Aufnahme jüdisclier Schüler in die jüdischen höheren oder mittleren Schulen mns; nach dem Erlas; zum Zwecke der Einhaltung des Schnlnberfnllunhsgesetzes bei den allgemeinen Schulen ein Ausgleich geschaffen werden. diesem Zlveck kann an den Orten mit höheren oder mittleren jüdischen Schulen die Berhältniszahl für die Aufnahme nichtarischer Schüler in die allgemeinen Schulen ans 0,5 Prozent herabgesetzt werden^ An Orten atme jüdische hvlsere oder mittlere >--chnlc bleibt diese Berhältniszahl. unverändert 1.5 Prozent. Ausnahmen von r.'ichsdentsehen Schülern in andere Klassen als in die Serta sind nnr für den ,Fall des lieberganges von einer anderen mittleren oder höheren Schule zulässig und nur mit Eeuehmignng des Ministers. Durch diese Regelung, so sehr sie im einzelnen Grenz,en setzt, ist der Fortbestand der höheren und tuittlcren jüdischen Schulen gesichert. Aach der vom A'eichserziehungsmininerinm heransgegebenen ..Deut fei,eist Hochschnlstatistic" mareu im Sommer 1932 insgesamt 3950 Picht, aricr in der deutschen Stu deute uschast/ im Sommer 1933 nur uoch Wintersemester 19U051 waren bei zalilreichen Fachern ietne Hilden mehr neu eingeschrieben. Unter den S7 0C)0 männlichen Studierenden des Wintersemesters 1933:'4 tvaren nur mnii 590 jüdisch, in den ersten« beiden Semestern studierten dl,von nnr 13. Unter den im Wintersemester 193g 34 studierenden 15 000 Frauen waren 223 Jüdinnen. Israelitische Lchrcrbildungsanstali Würzbnrg. Die Absolventen unternehmen zum Abschluß der Ansbitdung, begleitet von Seminarlehrer E. Stolberg. eine S t u d i e., r e i s e nach Palästina, die. durch die Mithilfe der Reichs-Vertretung der deutschen Juden ermöglicht, etwa sieben bis acht Wochen dauern wird. Lehrer Siegmund Lilienfeld, der langjährige Vorsitzende der Ortsgruppe Emmerich des E.-V.. der sich den Ausgaben des E-.-V. stets mit besonderer Bereitwilligkeit gewidmet hat. beging am 31. März die Feier seines 25jährigcn Lehrer- und Kantorjnbilänms. Vrcskau: 4. Spril, 20 Uhr: N-lig. lib. Verein: Rabbiner D^. , icnemann: ..Wandlungen im religiösen Bewuhr- - sein. Lessing-Saal. : 6. April, 20 Uhr .10 Min.: Siniagogengemeinde. Maimomdcs-aeier. Festrede: Dr. I. Hcincmaun. Alte Epnagoge. Frankfurt a. SR.: ZI. Apcll, 20 Uhr■30; Sliit.: töci'cllfdjaft für jüdische Volksrnldung und jüdisches Lehrliaus. Moimonides-Gedenk» feicr der Israelitischen Gemeinde. Gedenkrede: Rabstratze Ir' ^0t0Bi6' ^creinshaus Cschcrshcimer Land. Rhein-Ruhr Jüdischer Anneliese 4. April. 20 7. April. 20 8. April, 20 ». April. 20 Weinsaal. 10. April. 20 1l., 13. und 11. April, 20 Kulturbund. Osicnl>ach.Abcnd mit Dr. Uerndau, Erna Eie-ner, Max Kutincr, Ella Conrad Uhr 17, Min.: Köln: Vl,einlandlege. Uhr :i«> Min.: Essen: Jugendheim. Uhr :to Min.: Krcfcld:' Stadlhallc - Theater- Uljt 30 Min.: Aachen: Glädt. Äonzerthaus Uhr 30 Min.: Gelicntirchen: Loge. H. April: Dortmund: Gemeindehaus. ..Der Groste Bariton" Uhr 13 Min.: Köln: Nheinlandloge. Ke§mrM GrSndMM gestsrhe» Im Alter von 78 Jahren ist der langjährige Vorsitzende der Ortsgruppe Paderborn, «iegmunt^ Grünebanm. verstorben. Seit Gründung der Ortsgruppe hat ihr der Heimgegangene an. gehört und ihre Geschicke lange Zeit hindurch mit Hingabe geleitet. Auch als ihn vor wenigen Monaten sein hohes Alter nötigte, die Führung der Ortsgruppe jüngeren Händen anznvcrtranen. hat er den Aufgaben des E.-V. weiterhin lebhaftes ^Iiiereste entgegengebraeht. Die Beisetzung des Verewigten fand unter großer Anteilnahme statt. Der Landesverband Rheinland-Westfalen war durch Tr. Steinbcrg (Esten) vertreten. Die Lei. ristü) «Ortsgruppe Paderborn liegt seit dem Rücktritt Sieginnnd Grünebaums in Händen seines Schwiegersohns M. Sehiverin. _ Ernst Plaut oW DLs ZM8WA Löters Nach längerem Leiden verstarb in Staßfurt Kommerzienrat Hermann Adler. Er wurde am -4. März unter^ großer Beteiligung der jüdischen- und nichtjüdls.hen Bevölkerung bestattet. Im Tranerhause schilderte Bezirlsrabbincr Dr. Köhler. Schweinsnrt. das Lebenswcrk und die Persönlichkeit des Heimgegangenen. Er war. so führte Tr. Köhler ans. nicht nnr der königliche Kaufmann, sondern der allen hilfsbereite Mensch und der bewußte Jude. So wirkte er im Haudelsgrcmium und war Mitbegründer und Vorstand zahlreicher karitativer Vereine, wie des örtlichen Mittclschnlvercins. Mit größtem Eifer stellte er jedoch seiner Gemeinschaft feine wertvollen Kräfte zur Verfügung. Ein Viertelsahrhundert leitete er die Gemeinde und blieb ihr Ehrenvorstand. ZM 120 MW» Wtehttl 6er KeiteALMg Im Jahre 1S05 wurde durch den einzigen in Neidenbnrg ansässigen Inden Jeremias Baruch der Grundstein zu dem ersten Gotteshanse der Gemeinde gelegt. Sein ältester Sohn. Abraham Baruch. wurde'am 6. Juli 1788 geboren, kämpfte in den Tagen des Befreiungskrieges als Frei, williger, brachte es bis zum Offizier und' starb den Heldentod. Aus dem jüdischen Friedhof in Neidenbnrg wurde er beigesetzt. Nach dem Vcrsastungsedikt des Freiherr» v. Stein im Jahre 1512 ließen sich in Neidenbnrg zehn jüdische Familien nieder; sie bildeten die erste indische Gemeinde des Orts. Ter lebhafte Grenzverkehr nach den Gründerjahren 1870/71 ermöglichte ein Aufblühen der Stadt und damitauch der Gemeinde. In ihren Reihen waren Männer, die ans der Schule des großen Rabbi Akiba Eger. Posen, hervorgegangen. Eine von ihm selbst gefertigte Thorarolle iit noch heute im Besitz der Gemeinde. Zn den Männern, deren Verdienste unlöslich mit der Geschichte Neidenbnrgs verbunden sind, gehört der Eisenbahn. Magnat Hirsch- S t r o 11 ß b c r g , der am 20. November 1823 in Neidenbnrg geboren wurde/ Mit zwölf Jahren ging er als Waise nach England, mich Amerika und kam dann als Dr. Henri Stroußberg nach Berlin. Von England ans ging damals der Ban der ersten Eisenbahnen vor sich, verbreitete sich über den ganzen Kontinent und gelangte schließlich nacli Deutschland. Er starb in Berlin am 31. Januar 1684. Eine von ihmseinen Eltern gewidmete Grabstätte sieht noch ans den» alten Friedhof in Neidenbnrg. Düstere Wolken überschatteten zu Beginn des Weltkrieges das Gotteshaus. Auf Befehl des russischen .Kommandanten mußte der Tempel für Kricgsverlctzte und Verwundete bereitgestellt werden. Einige Kämpfer, die an der heiligen Stätte mit dem Einheitsbekenntnis ans den Lippen starben. sind in Neidenbnrg zur letzten Ruhe gebettet worden. Eine bleibende Erinnerung in den Annalen der Geschichte der Stadt ist der Tag der Abstimmung vom 10. Juli 1920. An diesem Tage war das Gotteshaus von den Söhnen und Töch. tern der Gemeinde gefüllt. 95 jüdische Abstimmunasbcrcchtigte bekundeien ihre Liebe zum SÄ'»? -SMjnr frrr ^mem* * beit den Heldentod. Kautor bpieloocli. Frühlingsabend So zärtlich ist der Abend rings umher. Und durch das Blütenmeer der -Frühlingszichn Traum und Sehnsucht, liebende Gefährten.- Der Düfte Wellen schwingen weich und schwer. Durch tiefen Frieden geht mein Schritt zur Nacht, die irgendwo noch an den Sternen hängt. EinWogel, der die Flügel betend senkt, hat wie ein Kind mich still und fromm gemacht. Eh allen Dunkels letzte Traume mein. die Hände schlicss ich selig, ganz beglückt; ohn* Anfang, ohne Ende, weltentrückt und ewig soll mein grosses Danken sein.- Hilde Marx * Entnommen dem Cedichlbond „Drciklanß von Hilde Marx, der nach Erfüllung der geselzlcn Subskripliunszahl im PKdo-Verlag (Berlin) erscheint. S€HÄCH<i€Kl Sanitätsrat Tr. S. Tomkc (Berlin), Tr. med. Lob (Bochum). T ch a ch n a ch richte n. Am 11. Mär; bat Altmeister Mieses, der am 27. Februar seinen 70. Geburtstag feiern kannte, in der Schachabtcilung des ITSE Bar Kochba—Hakvah eine sehr gut besuchte Simultan-Barstelliing gegeben. Er wurde von Tr. Theilhabcr namens des Vorstandes in einer Ansprache herzlich begrüßt. Mieses spielte ans 21 Brettern gegen zum größten Teil sebr starke Gegner und war in glänzender Form. Er ^gewann 1«; Partien, verlor 4 und machte 4 remis. Tic Gewinner gegen ihn waren: Benkö. der gegen den Altmeister blind spielte, ferner Braun. Lexandrvwitsch und Scheicr. Remis machten: Casparh. Levy, Dtoscs und Rosenbanm. Schachaufgabe Nr. 32 von A. Schiffmann (Berlin) (Herrn Rektor Dr. Stern gewidmet.) . Matt in drei Zügen Wciss: Kh4, Vb2. TM, Sf6, Ba2, c4, f3 (7) Schwarz: Ke3, Bc5, fö , (3) * Die Ausgabe Nr. 31 hat sich leider als ncbenlösig erwiesen. Es geht sowohl 1. Del—c2 mit folgendem 2. Dc2Xg2 3. Kc$—<17, 4. Tdl—fl matt; ferner auch 1. Del—gn, 2.d4—dö oder e5—e6, usw. — Ferner geht J. Del—cG und 1. d4—dö. Tie Autorlösung ist: 1. Del—g5, Kf3—c4; 2. Dgo—f6, Ke4—d5; 3. DfO-eG-j-! KdöXeß; 4. d4—d5 matt. Diese Lösung wurde gefunden von: Siegmund Austerlitz (Gießen), Hans Stcinbcrgcr (Bayreuth), Weitere richtige Lösung von Nr. 30 sandte ein: Frau Tilde Adler (Landslu-rg o. d. Warthe). * Stellung aus der Partie Lund—Nimzowitsch Oslo 192!) Der leider kürzlich verstorbene Großmeister leim* zowiisch gewann die Partie aus folgende clegontq Weise: 1. bö—hi! 2. a3*M Tb5Xh4! 3. g3Xb4?4—g3! 4. f2Xg3 e4— c3f h2X<-3 al—a3 Aufgegeben. Ausgegeben. Am 18. Aiärz gab Sihathmeisier S. Rolensleirr- (unscrcn- Lesern auch als Schachproblemkomvonist bekannt) im^Sportbund des RjF - (Säzachabteilung BSG) eine Limultan-Dor>'tcllung an 15 Brettern gegen zum Teil sehr starke Gegner. Das Resultat fernes flotten Spieles war nach 2^stündiaem Kampfe: 12 Gewinne und 3 Remisen (gegen Rechtsanwalt Loewy, Tr. Hirschberg und Tunje). * Schachbrrefkasten. E. R. (HildcsheimP Besten Dank für Ihre Anregung, auf welche man eventuell noch zurückkommcn wird'. Ihr'Zweizüger ist noch ncbenlösig: durch 1. DalXb2. — M. W (Wittenberg). Vorläufig besten Tank für den neuen Brerzüger. - 4'ys>¥*|,wVylr Im lürosum LenbnclvSiml des P> ü n ch euer b n n fl v e r c i u s fand d,e Eröffnung einer 9li,.'.s>e>Inng von Oi'lgemälden und Ieiclinnngen des belannten Münchener jüdischen Mi,»'liier-.' Siegfried I regier statt. Tie Ausiletlnug. die auch in der/stresse bejondere Beachtung findet, —-die ..Btünchener Neuesten Nachrichten" haben ein Gemälde reproduziert — mit* msü das Schassen von zivei Jahrzehnten und ent* holt ii. ,r. das in seiner Farbengebung lonnderbare große Bildnis einer Daehauerin, für das der junge Künstler seinerzeit den Rom-Preis erhielt, außerdem Bilder ans Privatbesitz und dem der Stadl Biüinhen. Es stellt eine besondere Ehrung für Siegfried Ziegler dar, daß ihn auch heute wieder die ehrenvolle Einladung, im traditivnsreichen Münchener Knnstvcrcin au'sznstellen. erreicht hat. II. L. 3M Unter den Gesclieulen an das Berliner Kupserstichkabinett findet sieb eine hervorragende Feder, zeichuung von Jan Goisaert, ein Fr äh werk um loOi): das schöne Blatt ist eine Gabe des Bl ax-I.-Friedländer- Stistimgssonds. Der *9 i t d e r a n k t i n it h e : L e p k e wäre imtll kaum so ein großer Erfolg beschieden geoeien hätten den zahlreichen holländischen Geuülben nicht Gutachten Wilhelm von Bodes uno )!ar I. Fried! ä n d e r Ä zugrunde gelegen, iüer brachten die Knnstiverle. die znm Teil im luftrage einer Treuhandgesellst'haft und einer öroßi'ank versteigert Nmrden. beachtliche Preise. 4ei einer Tare von 30uo Biark gab es 3990 RM ür den „Meister von Frankfurt", den Friedlander n seinem Standardiverl „Die altinederlandische Ralerei", Bd. 7 abbilden konnte. 10 000 RB, nir irt» männliche Bildnis von Rubens (süddeutscher llrivatbesitz). 6000 RM für den herrlichen „Liebes, intrag" des Terboreh. deii Bode begutachtetTat e,!900 RM.für ein Gemälde der sienesischen-Schule. — Unter den neueren Werken fiel der Preis von 920 RM für Lester U r h-5 „Charlottenburger vhaiistee im Regenwetter" nuf; tariert hatte man >tCs Bild mit dem Brandenburger Tor im Hinter-' irinib-nitt 1000 9tM. Aus der Persteigerurig des .\ittcrnalitma£cu »iunft* mid A»ktk'„Sh»>>,c.> 1C-S Meisters „Winter im Tiergarten 300 RÄc ge. bracht,.für.Max Lieberrnaains „Gärtner aus dem Parlweg" hatte ein Privatsammler 1500 NM und für dieses Bteisters „Straße in Wannsee" ans der Spätzeit des Schaffens ein holländischer Kiinstfreund 380 RA geboten. De. 0.8. LkrbMkM-AAWrrlMS in Merlau Die Buchhandlung Frieda Liehtenstein veranstaltet in ihrem Aiisstellungsranm eine Gedeiikansftelliing für Mar Liebermann. die. in der Hauptsache Radierungen. . Lithographien und Ieichnnngen zeigt: nur wenige Pastelle und Lel« bilder ergänzen die Schau. Die von I. A s ch - h e i m sorgfältig zusammengestellte Ansstelliing gewährt einen ansgezeichneleil Einblick in das graphische Werk des Heimgegangenen Meisters und damit in seine Kunst überhaupt. Die Ausstellung zeigt eine Reihe der bekanntesten Blätter ans der Frühzeit seiner Radierungen (18871 bis in die späten Jahre seines Schaffens und gibt ebenso einen Ueberbliek über die Entwicklung seiner Linienführung und seines künstlerischen Sehens wie über den Reichnnn und die Vielfältigkeit seiner Motive. Die ansgestellten Gemälde zeigen ein köstliches Selbstporträt und eine anmutige Blumenlandschast. Im Verlaus der Ausftellung werden einige Blätter ausgewechselt werden, um den Einblick in das Werk des Bteisters noch umfastender zu gestalten. Im Rahmen der Ausstellnng sprach im Lessing-Saal Dr. Lydia Asch- Heim - B a r n ch s e n über das Leben und Schassen Mar Liebermanns. An Hand einer guten Auswahl von Lichtbildern vermittelte die Vortragende ein plastisches Bild des Künstlers und feines Werkes und fesselte besonders durch die klare Schilderung der einzelnen Entwicklungs- Phasen. Schw. Jüdische preisgekrönte Künstler. In der W a r - schauer P h i l ha r m o n i e wurden zu Ehren deS berühmten polnischen Virtuosen und Komponisten Wieniawski internationale Biolinkonknrrenzen peranstaltet. - Den - ersten Preis des Präsidenten der Republik von 5000 Zloty und damit auch den 10 000 Francs betragendem Preis der französischen Regierung, sowie mehrere andere Preise gewann die 1-üjährige französische . Jüdin Ginotte N eve u. Ten zweiten Preis des Unterrichtsminisleriums und andere Preise erhielt ein rnsstscher Jude David Ostreich, den dritten Preis der englische Jude Henry T e m ßv n La, den.. feierten Preis bet 13jährige Gustav Goldstein aus Rußland, den fünften Preis der jugoslawische Jude L. S p i l l e r, den siebenten Preis die elsjährige Jüdin Ida Hendel. Bon nenn Preisen sielen sechs an Juden. * Der „Kalender der jüdischen Künstlerhilfe", der im vorigen Jahr beim Publikum großen Anklang fand, soll auch in diesem Jahr wieder erscheinen.- Die Künstlerhilfe fordert die jüdischen Ptaler, Bildhauer. Graphiker Deutschlands auf, geeignete Photos neuerer Arbeit bis zum 15. April an das Indische Museum, Berlin N. 24, Oranienburger Straße 31, einzusendcn. * Der Ifflandring. Wie bekannt wird, hat Albert Bastermann den Ifsland-Ning nicht mit dem Körper Alexander Moissis den Flammen übergeben lasten, sondern ihn dem Toten symbolisch'verliehen. Ten Ring selbst, der gegenwärtig in einem Safe ruht, hat Bassermann einem Theaterinuseuin überwiesen, da drei Schauspieler, denen er den Ring zngcdacht hatte, vor der Verleihung gestorben find. Die Firma Bote und Bock legt Wert auf die Feststellung, daß bei dem von ihr im „Aufstieg" veröffentlichten Ergebnis einer Rundfrage des Leipziger Opernhauses, welche Opern die 2lbvnnentcn am liebsten gespielt sehen würden, unter den 1000 Antworten Richard LLagner an den sechs ersten Stellen steht: „Rienzi" (223), „Meistersinger" (211). „Siegfried" (171) nsw. Immerhin hat ein Fünftel der Einsender die von uns im Nummer 9 der „E.-V.-Zeitung" angegebenen jüdischen Komponisten genannt. * Zur Berliner Uraufführung non Verdis Oper „Nabucco" (Nebukadnezar) im Kulturbund deutscher Inden hat der Verlag Ricordi ein Textbuch in deutscher Sprache erscheinen lassen, das in allen Zahlstellen, im.Mitgliederbüro des Kulturbundes und , abends bei den Pvgenschließecinnen im Theater erhältlich ist. * Die „Westfälische Landeszeitung Rote Erde" in Hagen berichtet (laut ITA), daß es bei der 'Aufführung des Films die „Frühjahrsparade" zu Protestkundgebungen gegen die jüdische Hauptdarstellerin Fränziska.Gaal gekommen sei'. ■ Werke , eines jungen jüdischen Bttisikers Bernhard H c i d e n . kamen in den letzten Wockjei var einem großen Publikum wiederholt ZU Gehör Ein Lrcheiterstiick lvurde von Jos. Rosenstock in Berliner Kiiltiirbiiiid aiisgefnhrt. jetzt lernte, wir eine Reihe Kvainmermnsikwerke ans den letztei Jahren kennen, die den Entwicklnngsgang - wenn man bei der Jugend des Komponisten schoi davon iprochen darf — von reiner Stiidienarbei zu selbständigem ,Finden und Erfinden belegen Helden ist -Hindeinith-Schüler und wie alle, 'bii ouö .dststm^-Ochirle hervorgchen. schreibt er zn nächstem Stil einer hemmungslosen Polyphonie sem <-treichtrio bezeichnet jenen ertremen Fal „abioluter Knn,t. die auf die sinnliche, klang liche Realisierung zunächst nicht rechnet: aber ii der Durchführung der tönend bewegten Formel mutet Piesc-s Stück eher erdacht und gearbeitet als erfüllt imd erwärmend an. Anders dis eir whr später geschriebene Sonate für Eello un Klavier. Hier hat offenbar schon die MitwirkiMi des ^astenlnstrnnieittes ein Einbeziehen de ^O^BNichen, das-ja auch Grundelement unsere Musik itt. bewirkt und das gibt dem Dahinsließei der Themen und Gegenthemen Halt. Auch ein Reihe kleiner stücke für Flöte iind Klavier zcigei ein wechselndes, tnibei charakteristisches Gestckil luappe gönnen mit intensivem AuSdrm erfüllcnb. Einen weiteren Aufstieg scheint das ii diesem Jahre geschriebene Streichquartett' zn be zeichiien. Nicht durchweg gleichivertia ist e* ii ber ^onsprache reicher, mannigfaltiger, als bi Werke, bei aller Strenge iveuiqe: asketisch, dafür rhapsodischer. Als Resultat nmj sich ergeben, daß bei Heiden Begabima mit Können sich vereinen, daß diese starken Talent proben Beachtung verdienen und Hossnungen wecken dürfen. v 11 Dre Werke wurden im Hause von Frau Elisabcth Hirsch seid interpretiert von: Bruno Easner (Klavier). Erich Mönkerneyer (Flöte), den Herren des Frey-OuarAt-s 'B Polischuk. Manuel 'Steuer. 2. A-: - . einzelnen von ihnen gPBihr: c dafür.' daß er sich nicht nnr dir .:> - - Lebenden, sondern für da-- ".'j-Biieb Acne :ü’ genössischcn Schassen in die'om P0B ' hat. -

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.