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Central-Verein-Zeitung · 1935-04-04 · 14 (4.4.1935) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
14 (4.4.1935)
Date
1935-04-04
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Um «P gonlosscn solf 75 Jahron Wolfruf Niodorlogon auf allen Plätzen £-rfc5 immer noch nicht für nötig, sich von den fremdrassigen Orfemeuieu fernzuhaUon. So ist cs in lecher Zeit vorgekonnneu. das; ein Jude ans Lich bei einem diesigen Landwirt mit seinem gnicn Geschält und seiner guten Knndschasl geprablt bat. Als dieser Landioirt if)m trotzdem nichts abkanste. ünsiertc dcr Jude, ein anderer Landwirt an-- Ober-Bessingen habe ihm vor nicht alt zulanger Zeit sür etwa 190 RM Waren abgenvnunen und diese auch gleich bar bezahlt. Dieser Fall behi leider nicht vereinzelt da. Ein Landwirt von hier besorgt sieb unter dem Deckmantel seines SchwicgcnmlcrS ebenfalls seine landloirtschastlichen chrichulle bei einem Juden von Lieh, Plan vermutet sogar, das: in einem Aachbarort ein jüdisches Lager unter Vorspiegelung falscher Tatsachen unterhalten wird. Ein weiterer Vollsgcnvnc unseres Dvries labt es fid) nicht nehmen, olle ferne .Handelsgeschäfte mir' Juden zu tätigen, obwohl er in der Ocn'enijicksteit als Nationalsozialist gelten möchte. Wir rönnen diesen Leuten nur dringend ans Herz legen, diese unlauteren Geschäfte zu unterlassen." Die „Kurhessische Landeszeitung" iu .Hassel meldet, dasi die Ortsgruppe Ziegenhain der NSDAP fici) veranlasit gesehen habe, „den Volts' 'genossen das richtige Verhalten den Juden gegenüber in Erinnerung zu bringen. Infolgedessen wiirde ein grosier stüciner nasieu. der durch freiwillige Spenden der V«nneigenossen beschafft lvar, in belebtester Geschäftslage anr Hanse des Schuhinachers . . . angebracht. Die Anbringung geschah rn feierlichem Aufzuge. an der anher der BO auch die SAH TD und SA-Reserve teilnahmen." Der Bürgermeister und der Ortsgrnppenlciter ivielen in ihren Ansprachen „aus das verderbliche Treiben Alljndas hin und iorderten die Voltsgenossen auf. hieraus die Folgerungen zu ziehen und nicl;t mehr beim Inden zu kaufen. Der Ortsgruppenleiter nahm den Kasten in die Obhut der PO. Hoffentlich erweist sich die Masinahme segensreich für viele, die immer noch ihre.Geschäftchen' mit den Inden machen." llnge'ahr i u der gleichen Richtung belvegt sich eine Veröfsentlichnng der „Wormser Zeitung" vom 22. März 1P-:d: "Allen Osthosener Iudenknechteu ins Stammbuch. In der Gemeinde Osihoreil sind durch die Ortsgruppenleitung der NSDAP Tafeln zum Anschlag der Wochenschrift des Frankeusührers Streicher. .Der" Sturmer', aufgesteltt. Die Zeitungen erfreuen sich allgemeiner Beliebtheit und ist damit einein Bedürfnis eines grvsien Teiles der Osthoieuer Bevölkerung Nechnnng getragen. Allgemeine Empörung löste es min ans. als am frühen Morgen des 00. März 1005 festgestellt werden mnsite, dasi durch die Hand eines unverantwortlichen IildeiituechtS der auf den Tafeln angebrachte Spruch .Immer ist der Jude Dein Feind' überklebt war.' Wir glauben nicht, dasi ein Jude diese Tat selbst vollbracht, denn hierzu ist uns der Mut derselben zu gut bekannt. Aber um so trauriger erscheint imS der gedungene Täter, der genau wie in den Kampf» fahren das Dunkel der Nacht zu dieser traurigen Tat benutzte. Wenn es diesem einzelnen nicht klar sein sollte, dasi der tatsächliche Feind der arischen Nasse immer und stets der Jude sein und bleiben wird, emvsehlen )vir den .Stürmer' zur dauernden Lektüre. Wir sind gern bereit, ihm wöchentlich eine Nummer desselben unter seine Haustür zu schiebeu, wenu cr die Freundlichkeit besitzt, uns diese Dur näher zu bezeichnen. DcS übrigen möchten wir ihn warnen, derartige Aktionen nochmals vorzunehmen, da die Freunde des .Sturmer' in Zukunft über ihre so notwendigen Tafeln ivachen werden." . .. * _ Eine einzige Stimme innerhalb der Berichtszeit läsit einen anderen Ton vernehmen. Die „Hamburger Nachrichten" veröffentlichen einen Bericht über einen stark besuchten Vortrag von Professor Dr. Holzmann in Blankenese über die Indenfrage. In dem Bericht heißt es: „Der Nationalsozialismus hat es nicht mehr nötig, mit Gefühlswerten deS .Antisemitismus* zu arbeiten, )veil seine Erkenntnisse sich ans dem Fortschritt wissenschaftlicher Beweisführung ergeben. Er wird deshalb auch niemals etwa ans Menschen anderer Nasse herabgesehen, sondern den Kampf anfnehmen gegen die 'Vermischung mit anderen Nassen. Mit diesem rein sachlichen und wissenschaftlichen Standpunkt, der Allgemeingut jedes einzelnen Volksgenossen werden mnsi, wird es auch jedem klar tverden, dasi andersgeartete Menschen niemals das deutsche Volk führen konnten." ..Emr Liste m SSsIffsmätern" , In einer Kundgebung der NS-Hago in Hildesheim verlas Kreishandwerksmeister und Kreisamtsleiter der NS-Hago, Schlotter, eine Liste von Namen, deren Träger in nichtarischen Geschäften kaufen. Der Hauptredner der Kundgebnng, Ganamtsleiter Fink (Nürnberg) bezeichnete sie in seiner Nede als eine Liste von Volksverrätern. Vor allem wandte er sich gegen die darin vertretenen Staatsbeamten. Er erklärte, dasi die Liste auch im „Stürmer" veröffentlicht werden solle. Stegnweit. „I ud en i n d er Musi V von^Wal- '' «I “ * f.“ * n & e r Ab"keltere An," aus der jüdischen Geschichte von Tr. Heinrich Tötter. „Der Jude im deutsche u Volksleben" von Professor Dr. Adam Wrede, „Beseitigung jüdischer Herrschaft" von Gauwirtschastsberater Tr. K. M. «chmidl. Unter dem Titel „D er Jude in Staat, Wirtschaft und Kultur. S o n d e r B c i * tage d e s ,W e st. ü e u t s ch e n Beobachters'" ist das feit langem angekündigte Kompendium des Antisemitismus herausgekornmen. Es umfaßt neben einem ganzseitigen Titelbild achtzehn weiten Text und unter der Ueberschrift „Judensreie Wirtschaft" einen Inseratenteil von vierzehn weiten sowie ein Adressenverzeichnis des Kölner Handwerks im Umfange von 74 halben Tertfeiten und ebensolchen 4 Inseratenst'itcn. Ans der dritten Seite des Blattes ist faksimiliert eine Widmung des Gauleiters Streicher wiedergegeben G „Ohne Lösung dcr Judcnsrage keine Erlösung der Menschheit". Die Hanptschristleitnng des „Westdeutschen Bevbachters" widmet die Sonderbeilage dem Zwecke: „unbabhängig vom Tageskampf .?. in sachlicher Darlegung unseren Volksgenvsien Material in die Hand zu geben, wenn jetzt »nieder verstärkt die Frage ausiaucht: Was habt ihr eigentlich gegen die Inden? Was wir gegen die Inden haben, welche Nechnnng das deutsche Volk Israel zu präsentieren hat und welche unüberbrückbare Scheidewand, die Natur zwischen deutsch und jüdisch setzte, will dcr ,Westdeutsche Beobachter' heute zusammenfassend anszeigen." Gauleiter Grohö schreibt in einem Geleitwort u. a.: „Die NSDAP hat den Kampf gegen das Judentum auf ihre Fahne geschrieben, tveil dieses Judentum dem Ehrbegriff des .königlichen Kaufmanns' zuwider die deutsche Wirtschaft mit dem materialistischen Geist der Naffgier. der Habsucht und Uebertölpelnng durchsetzte, weil cs die Deutschen klassenkämpferisch gegeneinander hetzte, weil dieses Judentum die deutsche Kultur von ihrer erhabenen Höhe in eine geistige Verflachung und Verödung zerrte, weil dieses "Judentum sich anmasite. in einem ihm fremden Staate Staatsstellen zu bekleiden, sich als Richter und Lehrer über da-s Gastvolk zu fetzen, und weil — was an Gefährlichkeit noch darüber hinausgeht — dieses Judentum dem Drang und der Stimme seines Blutes folgend durch Raffenschande die Eigenart des deutschen Volkes und damit feine Begabung und feinen Ebaraktcrwert zu beeinträchtigen und fchliesilich zu vernichten trachtete.. Heute ist dem grössten Teil der deutschen Menschen klar geworden, daß der Kampf gegen das Judentum nicht nur seine innere Berechtigung hat, sondern dasi er auch erfolgreich durchgesochten werden muß. wenn die arischen Völker und insbesondere das deutsche als artbewußte und damit lebensfähige Nationen in der Welt bestehen wollen. Ter Antisemitismus steckt den arischen Menschen ihrer Natur entsprechend so im Blute, wie umgekehrt der Jude aus seinem blutsmäßig bestimmten Innern heraus alles Arische ablehnt, haßt und mit allen Mitteln zu vernichten bestrebt ist. Das sind Gesetze der Natur, an denen die Menschen nichts ändern können. * b b W 4/’ lj? iiS& lj Aus dem Wesen des Judentums heraus erklärt sich dessen grimmiger Haß gegen das deutsche Volk, der sich zu allen Zeiten zeigte, im Weltkrieg sich besonders übel betätigte, nach dem Kriege unsere Jugend demoralisierte, die Wirtschaft korrumpierte. jedes religiöse Gefühl verhöhnte und ausoie > chmei-S", „Jüdische Denationalisierungsarbeit" und „Lo sehen die Inden ans". Emen Aufsatz Die Protokolle der Weisen von Zwn von Dr. Franz Josef Richter, behandeln wir im folgenden gesondert. V vVV f l ff wv‘. Cvy % •/.-iv /.d'o SeffEer MWÄsnsttß wtt geheimer MrimMerlenMI" leiten bereitet, einen Verleumdungs- und Boykottfeldziig nie dagewc.senen Ausmaßes organisierte, wurde zur jüngsten Bestätigung dieses immerwährenden Kampfes des Judentums gegen die deritsche Nation. Der uationalsozialistische Staat ist mit dem Judentum humaner verfahren, als es umgekehrt das Judentum jemals zu tun imstande )väre. Es wurden Gesetze geschaffen, die zwar eine Zurückdrängung des jüdischen Einflusses mit sich brachten. aber es find noch nicht alle Gesetze da, die unser Voll zum Schutz gegen die jüdische Gefahr braucht. Diese Gesetze werden noch kommen. Wichtiger aber als alte Gesetzesmaßnahmen ist die nnanfhörliche Erziehung unseres Volkes im Sinne seiner rassischen Eigenart und seiner Sendung unter den arischen Völkern. Wenn die Kirchen sich aus religiösen Gründen gegen die Gefahren wandten, die allen Religionen vom Judentum her drohen, dann betrachtet es dcr nationalsozialistische iLtaat als seine besondere Ausgabe, die rassischen Gefahren aufzuzeigen und dagegen einen völkischen Wall zu errichten. Ter Kampf gegen das Judentum ist eine Ehrensache aller Deutschen, weit er zur Erhaltung der eigenen Nation geführt iverden muß." Die weiteren Beiträge betreffen: „A r i e r t ii m nn d Jude" von Hauptschrrftleiter Tr. Peter Winkelnlempfer, „V e r w i r t s ch a f t u n g der Politik" von Bernhard Köhler, Leiter der Kommission für ^Wirtschaftspolitik der NSDAP. „D a - m a l s in den 7 0 e r I a h r e n" von Gras E. Rcvcntlorv, „I üben aIS Beherrscher des Geldes" von Tr. M. Lberlies. „I n d e n t u m — M a r r i § m u s von Hauptschriftleiter Martin Schtoäede. „Jüdischer Arbeiterführer" von Richard Ohling. Bezirkswalter der. TAF-Rheinland. ,.A n o n h m e s hebräisches I n d u ft r i e k a p i t a l" von Dr. Schmidt-Giebichenfeld, „Die deutsche Börse, Sinn — Bk i ß b r a u ch — Reinig u n g" von Kurt Freiherr von Schröder, Leiter der Bezirkswirtschaftskammer Rheinland, „Indische Eoschäftsmcthvden" von Hauptschristleiter K. E. Weiß, „Totengräber des Mittelstandes" von Gauamtsleiter der NS-Hago Franz Hamacher, „Jüdisches Warenhaus oder deutscher E i n z e l h a n d e l?" von Wirtschastsschriftleiter Leo Schäfer, „Ruinierter B a u e r n st a n d" von Enno Freiherr v. Eltz- Rnbenach, M. d. R.. Landesbauernführer Rheinland. ..Geschäft mit Kultur" von Heinz WM* Tie Sondernummer des „Westdeutschen Beobachters", „Der Jude in Staat. Wirtschaft und Kultur", veröffentlicht einen von Tr. Franz Joses Richter verfaßten Aufsatz über die „Protokolle der Weifen von Zion". Die Ausführungen sind deshalb besonders interessant, weil sie ans das am 15. 1. 'eingereichte Gutachten des Oberstleutnants a. 2. Fleischhauer Bezpig iiehmen. der, wie wir bereits in unserer letzten Nummer berichtet haben, erklärt hatte, cr gäbe vor der am 29. 4. wieder beginnenden Verhandlung nichts aus seinem Gutachten an die Presse. Fleischhauer geht nach Angabe von Richter zunächst ans die Entstehungsgeschichte der Protokvllveröffeutlichung ein. Während die jüdischen Kläger in ihrer Darstellung teilweise ans das Werk von Maurice Joly „Tial->gues nur Enfers" (1804) und den 18*18 erschienenen Roman von Sir John Retclifse (d. i. Hermann Goedsche) „Biarritz" znrückgchcn, soll Fleischhauer die Entstehungsgeschichte folgendermaßen darstellen: „Vor allem stellt das Gutachten, das den vollen Text der Protokolle und die Gegenüberstellung der betreffenden Stellen der Dialoge enthält, endgültig seit, daß der Proiokollversasscr den weitaus überwiegenden Teil seiner Ausführungen den Dialogen Jolys entnommen hat. dagegen den Roman „Biarritz" in keiner Beziehung benutzte. Letztere Feststellung ist gegenüber den Befürchtungen des Gutachters Lvosli und der jüdischen Zengen von besonderer Bedeutung. Ein eingehender flll'rgleich dcr Dialoge mit der Rabbinerrcde des Romans ergab nämlich, daß bereits Iolh im Jahre 3*01, also vier Jahre vor Gredschc (gemeint ist wohl Goedsche). den gleichen Text )vie nach ihm Gredschc zur Hand gehabt haben mußte, da Jolys B)ich eine Reihe von Gedanken, die die Rabbinerrede cntioickelte. enthält. Damit bestätigte sich die bisherige Vermutung, das; schon früher in Rußland ein geheimes Welkherrschaftsprogramm unter den jüdisclien Führern im Umlauf stand. Dieses aus irgcndwelcheir Wegen nach dem Westen gekommene Dokument benutzte zuerst Ioly und nach ihm Gredschc. Der Judenstämmling und Freimaurer Ioly hat somit aus dem Rabbincrprogramm aufgebaut, und nur weil die Protokolle selbst wieder eine Ilmarbeitnng dcr Dialoge sind, finden wir Gedanken des Rabbinerprogrannns auch in den . Protokollen. Fleischhauers Behauptung, daß aus dem Programm kein eiuziger Gedanke in die Protokolle 'direkt überging, als nur auf denk Umwege über Ioly. wird insbesondere durch die ausfallende. Tatsache gestützt, daß alle Ausführungen des Programms, die Ioly nicht benutzt hatte, auch in den Protokollen nicht enthalten sind." Völlig neuartig ist die Darstellung, die das Gutachten nach Angabe Richters über das Zustondekvmmen der Beschlüsse gibt. Sie stößt, wie nistenkongrcß nicht zur Bcraturfg standen, war somit wahr, aber in echt rabbulistischer Art verschwiegen sie. daß ein zweiter Parallelkongrey starlgenindcn hatte. Danach wurden sie infolge Unkenntnis des Gerichts nicht gefragt, und daher haben sie tvohliveislich nicht davon gesprochen." Wir wollen auf diese Ausführungen erst eingehen, wenn die Einzelheiten des Gutachtens und vor allem die im Gutachten in Aussicht gestellten Beweismittel vor dem Gericht selbst zur Sprache kommen. Irgendein Zusammenhang der Bne Briß mit Freimaurerlogen hat nachweislich nie. bestanden. Falls die Darstellung Richters dem. Inhalt des Gutachtens enlsvricht, )väre folgende wenere Schilderung des Aussatzes kennzeichnend für die Bctrachtuugswelse des Gutachtens: „Das Dokument selbst wurde >vie nicht mehr widerlegt werden kann, in dem von denk jüdischen Politiker Akhad Haam in Odessa gegründclen und sreimauril'!) organisierten Gehennorden den Bene Rlosche. d. i. der Söhne Mosrs. ansgearbeitet, wobei die Mitarbeiter das in Freimaurcrkreiscn bekannte und hierfür vor^ züglich geeignete Buch des Freimaurers Ioly benutzten. Die Protokolle stellen sich als eine Art Skripten der Vorlesungen dieser Verschwörcr-Hochschnlen dar. Damit erklärt sich der Ausbau in Form von <>itznngsprotolollen. Auch das Dunkel über die Anwesenheit Achad Haains in Basel 1807 ist nunmehr gelichtet. ~ Er kam nach Basel, obwohl er als erbitterter Feind Herzls am Zionistenkongresi aktiv nicht tcilnahm. Der Ztveck seiner Reise tvar viclinchr die Teilüahme am Freimanreckvngreß, dein er die Arbeit seines Geheim-- ordcns als Gegengewicht zu dem von ihm bekämpften zionistischen Programm vorlegte." Achad Haam hat bekanntlich im Jahre 1922 eine Beleidigungsklage gegen den Grafen Reventlow vor einem Berliner Gericht erhoben, die damit endete, daß Graf Reventlow seine gegen Achad Haam gerichteten Anschuldigungen betreffs der Verfasserschaft znrückzog. ¥ , Das Komitee zur Wahrung arischer Interessen hat in verschiedenen Tageszeitungen einen Aufruf erlassen, in dem znr finanziellen Unter stützung des Prozesses durch lleberweisung von Spenden für die Deckung der Prozeßspesen aus. gefordert wird. mn u Richter ausführt, eine Reihe bisher auch auf arischer Seite bestandener Anschauungen um: „Ebenso gelungen ist dcr Beweis, daß die Protokolle auf dem ersten Zionistenkongresi nicht beschlossen wurden, sondern auf einem gleick,zeitig stattgefnndenen Freimanrcrkongresi. und zwar des jüdischen Bnai-Brist-Ordens (gemeint ist wohl Bne Brisi). Diese Entdeckung ist dem in Polen lebenden pensionierten Staatsanwalt Roslowicz zu verdanken, der dem Sachverständigen von den Acußerungen eines Rabbiner - Stellvertreters . R. Flcischmann in Sloki aus dem 7chhre 19<>0 Mitteilung machte. Fleischmann war von seinem Oberrabbiner Dr. Veilchenfeld, der Fleischmanns Braut misibra'.lcht hatte, schiver heleidigt worden und hat hierauf dem Roslowicz das Geheimnis preisgegeben, dasi alle Zionistenlongresse doppelt geführt tverden, und daß die Protokolle ein echtes jüdisches Programm seien. Nun war der Gordische Knoten durchschuitteu. Es konnte aus jüdischen Schriften festgestellt werden. dasi Herzl selbst in seinen Tagebüchern (I. S. 505) schrieb, daß der Baseler Kongreß ein ' öffentlicher und ein vertraulicher sein werde, daß nach einer Korrespondenz des in Budapest 1020 - beschlagnahmten Bvgemnaterials eben sür das Jahr 1997 auch ein Bnai-Brist-Kongresi einbcrufen war, dasi laut Sitzungsbericht des in Basel 1899 abgehaltenen dritten Zionistenkongresses damals auch eine Besprechung der anwesenden Präsidenten des Bnai-Brist-Ordens stattfand. und daß nach einem Buche des Freimaurers Dr. Maretzli auch während des sechsten Zionistenkongresses m Bafel 1903 eine besondere Sitzung der Bnai-Brist- Brüder abgehalten ivnrde. Damit waren die Mitteilungen des Fleischmann bestätigt. Aber noch mehr: nun konnte auch die Bedeutung der Unterschriftsllanscl, die unter dcr ersten französischen Abschrift der Protokolle stand, richtig bcivertct werden. Sie lautete noch der erstell russischen Protokollausgabe des Schriftstellers' G. Bntmi aus dem Jahre 1901: „Unterzeichnet von den Repräsentanten Zions des 33. Grades", wobei Butmi ausdrücklich betont: „Nicht zu verkvechseln mit den Vertretern des Zionismus." Es wurde somit 1997 ebenso wie später 1899 und 1903 ein Doppelkougreft abgehalten, ein - öffentlicher Kongreß der Zionisten und ein geheimer Kongreß der Freimaurer. Dieser letztere Kongreß hat die Protokolle beschlossen, denn sie wurden von Hochfreimaurern des 33. Grades unterfertigt. Die Behauptung der jüdischen Zeugen vor dein Berner Gericht, daß die Protokolle aus.dem Zio. Gegen das Urteil von Kowno ist in deutsche.- Massenkundgebungen protestiert worden. Bei diesen und in damit zusammenhängenden Derösfentlichungen ist überraschenderweise ein Zusammenhang mit Juden und^ Judentum hergestellt worden. Wir kennen die Zusammensetzung des Militärgerichts nicht, aber wir halten es bei der grundsätzlich antisemitischen Richtung der litauischen Staatssichruug für kaum wahrschein-- lieh, daß iu einem solchen Gericht, das erfahrungsgemäß hauptsächlich ans Offizieren besteht, Juden gesessen haben sollen. Bei einer .Kundgebung, die am 27. Rlärz d. I. im ^chlagetcr-Hans in Königsberg stattgesunden hat, führte nach der „Preußischen Zeitung" vom 28. März 1935 der Landesleiter des VDA, Professor Tr. Oberländer, u.a. aus: .Wir wissen, daß nicht das ganze litauische Volk hinter dem Schandurteil steht, sondern daß es die jüdisch-internationalen ,Feinde des nationalsozialistischen Deutschlands sind, die es erwirkt haben." In Paderborn wurde zu einer Protestkuud gebnng durch ein Flugblatt aufgerusen, in dem cs heißt: .Wir protestieren gegen die DergewaE tigung durch internationale Hebräer iu Litauen..." In Königswusterhausen sagte nach einem Bc« richt der „Königswusterhausener Zeitung" vom 28. März 1935 Ortsgruppenschulungsleiter Lemke unter anderem: . . Das Mcmelgebiet war deutsch durch Jahrhunderte, aber immer wieder ist es der Jude, der, vaterlandslos und überall Zwietracht säend, mich hier jenseits dcr Grenzen wütet.. ." Irgendein Zusammenhang zwischen Juden, insbesondere etwa, jüdischen Institutionen außerhalb Litauens ist überall lediglich behauptet, aber in keiner Weise bewiesen worden. Einen solche" Beweis zu erbringen, wäre unmöglich. Tie Geschichte der politischen Prozeße weist bei so vielen Vorgängen, wo es galt, gegen Unrecht aufzutreten, das an Menschen aus politischen Gründen begangen wurde, zu oft Namen jüdischen Klanges aus. als daß etwa in diesem Falle Juden Träger einer politischen Schreckensjustiz hätten werden können. Nur ein einziger Jude ist uns bekanntaewörden. der im .nod-m.-t r-ot.-f/ ,--9 "r-** Mi: einer der VeiMidi,', l>er :<w: -' -: ■ TTOv. WS-wä.-;.... Hauptgeschäft: Mtz-UU Ststitbahnhof Börse Zweiggeschäft: Weisse Federn von M. an, Daunen, fertige l Wifmersdorter Str. 63 Kunstsetdene Daunendecken M. ZZ,so . , c-:tr-Inlette, Bof?wür:hc-, / ' ’Qtaltb-otfsfelfen, 4

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