Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 13 (28.3.1935)
- Date
- 1935-03-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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- Maimonides 10× ep/1002614
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fcüt zu müssen: daß wir immer wieder in sie hineinsteigen und auf sie zurückgreifcn, um von ihr aus - ausgehend dann das auszubauen, was seinem Sinne nach Verbindlichkeit hat. Diesem Standpunkt gegenüber gibt cs ein großes Bedenken. Ist denn dieses in der weitcrachendcn Zeit nicht auch bald wieder bloß historisch geworden, hinein wieder gezogen in den Strom, in den man zweimal nicht als den gleichen steigt? Gewiß, so - steht denn diese Aufgabe von neuem vor uns oder dem wachsten. Dieses Schicksal ist Ironie des Schicksals nur dann, wenn man wirklich glaubt, für die Ewigkeit bauen zu können. wenn man glaubt, die fließende Zeit abstoppen zu können. Der Philosoph Bcgcl sah so sich selbst und seine Philosophie als die Erfüllung und den Schlußpunkt der Geschichte des Geistes, von der selbst er die echteste und lebendigste Anschauung hatte. IPir aber meinen, daß die Lehrer des Judentums nach Maimonides, die sein Touch kommentierten, wieder anslosrcn und damit den Maimonides von neuem hincinstelltcn in eine Bewegung des Geschichllichcn, über die Maimonides selbst hinauswollte, echte Lrfüller und Werkzeuge des Geistes waren, der sich in der Bewegung des Gedankens durch die Zeit darstcllt. Alle Geschichte des Geistes, uud auch die jüdische, hat Epochen, in denen sie breit stießt, Zeilen, in denen der Geist in viele,: kleinen Kanälen sich verläuft. , Sie werden immer wieder abgelöst durch andere, wo ein jüdisches Genie imposant zusammensaßt, was vorher vcrnnrrt und vereinzelt war. Ein solches Genie des Systems war Maimonides. Sein Werk, der Mischnc Tora, ist in solchem Sinne das System des Judentums aus den (Duellen der jüdischen Tradition. Es ist kein Zufall, daß cs dem philosophischen System des Indentnms, das Maimonides versuchte, zeitlich vorangeht. Man versteht dieses Prius als eine notwendige Voraussetzung, wenn mau die Art der Maimonidischen Philosophie betrachtet. Ls ist kein Philosophieren von Grund auf, das nichts vorher verlangt als das Aristotelische Staunen oder die fruchtbare 'Frage. Es ist zu allem Anfang bereits eine genau formulicrbare Aufgabe, die ganz eindeutig ist. Eine Ausgabe mit zwei gegebenen - Größen. Die eine ist das Judentum; das Judentum als eine bestimmte und sichere Größe, eben jenes Judentum, das in seiner Ausbreitung und Begrenzung in den: Mische Tora daraestellt worden war. ilnb das zweite ist die Philosophie. Sie ist ebenso unproblematisch da, sie existiert in einer sicheren philosophischen Tradition, in der der Aristotelismns als wahre Form der Philosophie überkommen ist. Die philosophische Arbeit besteht nun darin, beide Größen zusammcnzubringen. Sic sollen zueinander passen, uüteinandcr identisch sein. Es soll möglich gemacht werben, das Judentum in einer anderen Sprache als seiner eigenen anszudrücken. Es soll philosophisch geformt und von ihm mit philosophischen Begriffen ausgesagt werden können. Das System des Judentums aus den Quellen der jüdischen Tradition soll sich dadurch zugleich als eines auch aus philosophischen (Quellen dartun. Der Inhalt des Iudentruns soll sich in der Form der Bildung darslcllen können, und sie war eben die philosophische. Das Judentum wird herausaeführt aus seinen: Stand und erfährt die Begcgnu,:g mit der allgen:einen Kultur. Es soll nicht in sie aufgelöst werden, cs soll vielmehr in sie unversehrt hineingeführt werden können. Es soll nichts von sich aufacben und sich dabei doch — als philosophisch darstellbar und aussprechbar — in seiner Eigenart als zugehörig zum Allgemeinen ausweisen. Den versuch dazu unternimmt Maimonides in seinem philosophischen Hauptwerk, dem More Ncwuchim. Er gelingt nicht ohne weiteres. Ls stellt sich bald heraus, daß die jüdische Religion und die griechische Philosophie nicht durch eine xrästabilierte, von vornherein existierende Harmonie zueinander restlos bestimmt sind. In wichtigen Positionen passen die Formen und Schemata der Philosophie nicht glatt auf die Inhalte des Judentums, die ihnen entsprechen. And cs.beginnt also nun die philosophische Arbeit, die die Incinssctzung doch bewerkstelligen soll. Sie ist von ungemeinem aktuellen Interesse, so fern uns auch in: einzelnen die Probleme liegen mögen, von denen gehandelt wird. Denn alle Problematik einer fruchtbaren und-ernstgemeinten Verbindung des Jüdischen mit dem Allgemeinen wird bei dieser Arbeit sichtbar, in fast aufregender weise sichtbar. Maimonides muß feftstellen, daß eben einem wichtigen Inhalt des Judentums die entsprechende philosophische Position nicht entspricht. Lr ändert sie, er baut sie entsprechend um. Um dann konstatieren zu muffen, daß nun der ursprüngliche philosophische Sinn verloren gegangen ist. Lr stellt ihn also wieder her und setzt nun bei dem. Kontrahenten, bei dcii: jüdischeu Faktor an, um ihn geschmeidiger zu machen, damit die beiden Größen zueinander kommen. Jetzt aber wird ihm be: dem Versuch, hier etwas „beizuge'ven" zu seiner Bestürzung inne, daß dabc: der Sinn des Jüdischen in Gefahr gekommen ist. So geht die philosophische Bewegung hin und her und endet, aufs Große gesehen, doch damit, daß Maimonides dort, wo das Jüdische in die gegebene philosophische Form nicht cingcht, vom Jüdischen aus eine Umbiegung des Philosophischen zu ihm hin vornimmt. wir können vom Jüdischen aus das Allgemeine nicht ohne weiteres übernehmen. Nicht jede Form der' Bildung, die aus anderen (Duellen kommt, ist dem Jüdischen entsprechend. Die Verbindung m:t der allgemeinen Kultur, die das Jüdische ausnehmen soll, ist kein gefälliges Geschenk, sondern eine Aust aab'c, an der hart gearbeitet werden muß. Ls muß -auch'den Verzicht auf ein solches Hineingehen des Judentums in die Formen der allgemeinen Bildung neben, eben dann und dort, wo sie der Idee des Jüdischen prinzipiell fremd bleiben muß. An Maimonides' philosophischem wer? ist dies aber das Bleibende, für alle Zeit beispielhaft gezeigt zu haben, daß es eine echte und sinnvolle Begegnung des Judentums und seiner Gehalte mit dem nach eigenem Gesetz sich entwickelnden Geiste gibt. Bei solcher Begegnung braucht sich das Jüdische nicht wegzuwerfen und zu verlieren. Ls soll mit der Kraft seines Anspruchs und feines wertes feinen eigenen Sinn in die gestaltende Kulturarbeit mit bringen. Ls kann in der Formung, die ihm zuteil werden soll, seine umsormende Kraft bewähre,:. Mai monides More Ncwuchim hat überaus stark in di. Geiftesgcschichte der Jahrhunderte hincingewirkt Die großen christlichen Philosophen und Theologen bis in die Neuzeit find von ihn: stark beeinflußt. Dar jüdische Werk ist ihnen Vorbild gewesen. Der versuch einer Verbindung jüdischer Religion mit den Ergebnissen einer universell-griechischen Philosophie ist ihnen Maßstab geworden zu ihrer ähnlich gerichteten Arbeit eben von ihrem christlichen Standpunkt aus. Das scheint ein seltsames paradox. Man kann es nicht anders auflöfcit als durch die Einsicht, daß gerade in der Strenge, mit der Marinonidcs seine Aufgabe als vom Jüdischen ausgehend aufgcfaßt hat, das Allgemeine, das zur Richtschnur werden konnte, deutlich geworden ist. Zwei große Anliegen hat Maimonides aufgegriffen. Beide sind in jeder Zeit dem Judentum als Aufgabe hingestellt. Daß Maimonides für jede Aufgabe eine glänzende und einflußreich weiterwirkende Lösung gefunden bat, ist seine große Leistung. Aber der höchste Sinn seiner Existenz und seines Werks besteht darin, daß beides sich in ihm zusammcngcfunden hat. In der Geschichte des Judentums ist oft geglaubt worden, daß die Stärke der jüdischen Existenz und des jüdischen Glaubens in seiner Abkapselung liege. Und eben so sehr hat man. oft gemeint, die Verbindung mit dem Allgemeinen nur auf Kosten des Jüdischen bekommen zu können. Maimonides hat mit seiner Persönlichkeit und seinen: Werk gezeigt, daß c§ hier eine Alternative des Lntweder-Dder nicht zu geben braucht. Der Verfasser des Mifchne Tora ist auch der Verfasser des More Ncwuchim. Der More ist geschrieben Xj \sf:y}t L '^N\i ’iil'l r y^xr--; %Y~ \V : i x AV > / / vv wand einer spanischen Synagoge aus dem 14. Jahrhundert worden, nachdem der Mifchne Tora vollendet war. Das Judentum, das sich selbst richtig versteht, wird sich nicht scheuen brauchen und nie seine Sicherheit verlieren, wenn es den Gang in die allgemeine Bildung antritt. In Maimonides' Werk und Wirkung ist der historische Beweis gebracht, daß dann die Kraftsiröme von beiden Seiten fließen, wir feien: den großen Juden, und die Welt mit uns den großen Philosophen, der der universalen Geschichte der Humanität und des Geistes angehört. Von Alexander Mmann er die geistige Gestalt des Rambau: zu deuten unternimmt, nmß ihn vor allem als H a l a ch i st e n (Gefetzeslchrer) kennen. Die Philosophie hat sein Dasein bereichert :n:d seine Rcflektioncn über dieses Dasein geweckt. Aber diese Reslektion geschieht um einer Existenz willen, die, wenn sie auch über die „vier Ellen der Halacha" hinausblickt, dennoch ihren Mittelpunkt, ihre Breite und ihre Atmosphäre im Halachischcn besitzt. Ls ist gewiß kein leichtes Problem der Interpretation, die inneren Spannungen in sei,:em geistigen Dasein derart zu lösen, daß ein Begreifen von einer Lebensmitte her zwanglos inöglich wird. Keineswegs aber wird derjenige, der seine halachischcn Werke studiert und vor allein ans seinen persönlich gefärbten Briefen w:d Scndschreibei: seinen lebe,:digen Atem gespürt hat, von einem inneren Bruch zu sprechen wagen. Das orthodoxe Judentum, dem der Rambam seit acht Jahrhunderten Meister und Führer in der Halacha ist, der täglich und stündlich in imer Neuer Versenkung erforscht und zergliedert, geliebt und bewundert wird, hat stets gefühlt, daß trotz scheinbarer Bruchstellen eine völlig in sich geschlossene Persönlichkeit vor ihn: stehe. Freilich ist Rambam nicht nur als Verfasser des „More Ncwuchim", sondern auch als halachischer Autor umkämpft worden. Sein „Mifchne Tora" hat nicht nur ehrfürchtige Bewunderung geweckt, wie sie uns etwa in den überschwänglichen Anrede:: der an ihn gerichteten Briese entgegcntönt, sondern auch, und gerade in prinzipiell urteilenden Geistern, das Gefühl einer gewissen Besremdlichkeit und nicht ganz cnträtselbaren Eigenart hervorgerufen. Wir haben zwar nicht viele literarische Dokumente, die diesen Eindruck als einen allgemeinen, die halachischa UMt beherrschenden bezeugen könnten; und es ist daher sicher übertrieben, wem: man die Gegnerschaft als eine solche der Grthodoxie schlechthin, die erst allmählich überwunden worden sei, hinstellt. Man muß sich darüber klar sein, daß etwa die kritischen Notizen des Rawed keinen Angriff gegen die theologische Haltung des Rambam bedeuten, sondern sachliche Linzclcinwände gegen viele seiner Entscheidungen sind. Nichtsdestoweniger kann man die Gegnerschaft gegen den „Mifchne Tora" der prinzipiellen Ebene nicht entrücken. So wenig auch die theologische (Qualifikation des Werkes und seines Autors ernstlich angezweifelt wurde, so scheint doch in den maßgebenden halachischcn Kreisen die Methode des „Ehibbur" (Werk), wie er und die anderen das Buch kurz zu nennen pflegen, als wcscnsfrcind angefochten worden zu fein. Zeugnisse hierfür sind vor allem neben einer Bemerkung des Ramed („Ec wollte zurechtstcllen, hat aber nicht zi:rcchtgestcllt, da er die Methode aller früheren Verfasser preisgcgcbcn hat.") seine Briese, in denen er sich gegen die methodischen Linwände zur wehr setzt. wie sicht cs mit dem Recht dieser Einwendungen? Daß er ein Gesetzbuch für die religiöse Praxis schaffen wollte, ist klar. Aber er wollte nicht nur ein „poßck" (Gesctzesentscheider) sein, sondern, wie er in seinem Brief an R. pinchas Ha-Dajjan aus Alexandr:en darlegt, er hatte zudem die ausgesprochene Absicht, kein „Masaresch" (Erklärer) zu sein. Sein Werk soll, wie die Mischna, fertige Resultate, nicht dialektische Auseinandersetzungen enthalten. Seine Leistung ist denn auch eine solche der schöpferischen Systematik. Der mannigfaltige, historisch gewachsene Stoff des Talmuds wird aus den verschiedensten Traktaten z>: einem neuen beseelten (Drganismus zusammengefaßt. Er will nicht einen neuen, die talmudische Literatur weiterspinncnden „Perusch" (dialektischen Kommentar) schreiben, sondern eben den talmudischei: Prozeß durch ein seine Ergebnisse stabilisierendes, letzte Entscheidungen lieferndes Werk abschließen. Lr verschmäht daher die Dialektik, das Sich-Messen, das Bewcisebringen, er stellt das vollendete Ergebnis hin, er ist der Aristokrat in der Halacha. Damit nimn:t er eine in der halachischcn Welt zum Widerspruch herausfordernde Haltung ein. Ls liegt im Wesen des halachischcn Denkens, sich als ewige Aufgabe zu begreifen. Jede Gebärde des Haltmachens muß ihren Protest herausfordern. Das System ist immer ein gegen die Halacha (= Gang) Eingang zum Grab -er» Maimonides in Liberias, Gerichtetes. Indem Rambam ein fertiges System, aufstellt und auf das lebendige Gespräch, die dialektische Auseinandersetzung, also die ganze Arbeitsweise der talmudischen Republik der Geister verzichtet, setzt er ein Abstraktum an die Stelle des Lebendigen. Lr hebt bannt d:e Halacha gewissermaßen aus der typischen Atmosphäre des Bet ha« Midrasch in die Luft der Akademie. Lr ist auch als Halachist Philosoph, das heißt Liebender der unpersönlichen Weisheit, wahrend der traditionelle Halachist die Lehre immer personal gebunden erlebt. Mischna und Talmud können nicht genug Namen ansührcn: der überlieferte im Namen d e s s e n nsf. Ramban: läßt die Namen fort. Lr läßt die (Duellen fort. Gewiß bedauert er selber das letztere in einem späteren Schreiben. Aber warum? weil er den theoretischen Grund mancher seiner L,:tscheidur:gcn selber nicht n:ehr präsent hat. In Wahrheit aber geht es den Gegnern un: ein anderes. Sie sehen in seinen: Werke die Halacha abgeschnittcu von ihrem Wurzelgrund, ein Leben des reinen Geistes führend. Bier haben die systcmfeindlichen Gegner einen stärkeren Instinkt für das typisch Jüdische. Lr sieht die Halacha als ein logisches System, die anderen als lebendiges Strömen. Ls geht in dieser Auseinandersetzung um den tiefsten und zentralsten Punkt der Interpretation des Judentums: um die Frage, ob das Judentum überhaupt im philosophischen Sinne systematisicrbar ist. Lr selbst war von seinem Rechthaben auch im jüdischen Sinne durchdrungen. Ls wird eine Zeit kommen, sagt er seherisch in einem Brief an seinen Lieblingsschülcr, ich weiß cs gewißlich, da wird die Eifersucht und die Rechthaberei sich gelegt haben, und alle Söhne Iisracls werden nach meinem Werke begehren. Lr hat recht behalten. Ls war notwendig, daß auf die talmudisch-gaonäische Epoche eine Zeit der systematischen Zusammenfassung, der halachischcn Fixierung folgte. Die vielen Bäche und Flüsse mußten in einen großen Strom geleitet werden. Das ist die rein praktische Bedeutung seines Werkes, wenn auch die ^oIgc3ctt gelehrt hat, daß die Halacha in ihrem dynamischen Prozeß nicht gehemmt sein wollte, mußte doch, wie in der Zeit der Mischna-Redaktion, ein Staubecken der halachischcn Deberlieferung geschaffen werden. Rambam hat, indem er dieses gigantische wer? leistete, die Halacha in ihrer Entwicklung nicht nur nicht gehemmt, sondern befruchtet. Ader auch in theoretischer Sicht hat seine Systematik trotz ihrer undialektischcn Statik das halachische Denken in die gewaltigste Bewegung versetzt. Man hat erkannt, daß hinter der Fassade seines fertigen Systems nicht aristokratisch'diktatorifchcr Wille, sondern eine ungcheure Lebendigkeit und unausgejprochene Dialektik verborgen sei. So wurde er zum magnetischen Anziehungspunkt der im Judentum so sehr entwickelten intcrpretatorischcn Energien. Man suchte die siummgebliebene Bewegtheit seiner Bet Ha-Midraschwelt hinter der akademischen Geschliffenheit zu ergründen. Man spürte, -diesem Führer dürfe mar: sich anvcrtrauen. Line Literatur von unermeßlicher Intensität und Ausdehnung ist daraus erwachsen. Immer wieder galt es, „harbe (schwierige) Rainbam-Stellen" zu enträtseln. Dar Studium des Rainbam ist so zu einem Hauptgegenstand der theoretischen Halachaforschung geworden. So sehr er als „Poßek" naturgemäß — nach dem halachischcn Prinzip: die Entscheidung fällt der Letzte — durch das heute maßgebende Sodifikatorischc Werk des R. Ioßef Karo, den „Schulchan Aruch", abgclöft ist, gilt er auch heute «och als der nie überholte Meister, dessen oft dunkle Entscheidungen recht 311 begreifen höchster Ehrgeiz halachischcn Schaffens ist. Aber auch im ganz konkreten und praktischen Sinne hat stm „Mifchne Tora" Aktualität behalten, denn über ein Drittel des „Schulchan Aruch", des nach seinem Vorbild gearbeiteten, für uns gültigen Kodex, enthält wörtlich die Entscheidungen des Ranü>am.