Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 12 (21.3.1935)
- Date
- 1935-03-21
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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£noI eine dankbare Aufgabe für den Jüdischen Frauenbund!" Eine sehr „dankbare" Ausgabe, wenn die jüdische Oefsentlichleit sv wenig begreift, daß diese Ausgabe mir gelingen kann, wenn alle mitbelsen au der Klärung und Beeinflussung der ösfeulliehen Rleiuiing. Drei Beispiele aus' einer Woche fallen das Gegenteil bezeugen: 1. Ter Jüdische Frauenbund ist bau einer Gemeinde gebeten laarden, den jüdischen Gemeindeblättern jetzt bar der Scluileutlnijiuig Aussätze über die Bedeutung des h-niSwirtsch.ifl'lichen Be- ZU senden, zur Anjllärmig der B.'üiler und Töchter. Dieser Bitte wird entsprochen. In einem der meistgelesenen Blätter wird der eingesandte Artikel auch sasart angenommen. ES trifft sic!) gut. das; dieses Blatt zum erstenmal so etwaS une chte st-ranenbeilage briitgt. Aber — da stel)t ein langer, luldergeschmüclter Artikel über den Berns der — Blumenbinderin. ES falgt ein Btadeberiujt. ein Aussast über ütabel Barst" I)agen. bmuz versteckt, da. wv eigentlicl, keiner meinbinstliaui. sielst daun der Artikel über Hauswiris,chaftlia>e Ai!->blldiriig. Darf man sich banndern. das; dieser Berns stuich für das indische tz'lädehen erst gan/, am bilde der 'l'.'ertskala sielst^ 2. und st.: In einem süljrendeu jüdisisten Blalt. dem Drgni; einer Gruppe. die ans dem ch-tstüel der BeruiK>msck>ick>Inug iinnrer bvraugelst. stebt ein Artilel über die Probleme der jüdischen Jugend, die jetzt zur Schulentlassung kaunut. Der Becietjierstatier bat fiel; bei den" berschiedeuen stellen zu informieren versucht, bei den Beratungsstellen. lamie bei der Jugend selbst in schulen und Bünden. Au zwei Stellen wird auch über die VMlibthnn gespra,1,eu. In der vbersten -ülasse eiirer sübis.sten Schule ly'isst eS: ..Tie "Mädchen wallen Kindergärtnerinnen. Werklebreriuueu (!). Kunstgewerblerinnen (.'!) werdeir: andere gehen in laudrvirtsebastlielie -vachscliarai) oder in die hnusivirlieliustliche Ausbildung." — Und daun beim Lliebrvvrt ..Heehninz": „Für Btädcherr ist die Ausbildnngsfrage ebenfalls schwierig: mau läuuie sie chaar'alS Huushulllehrliuge uuterbriugen. aber dies wäre dem Prinzip dcc Gemeiuschastsbildnug zuwider." Kommenlne überflüssig: llstiderlegung ebenfalls. DaS rväre eine zu „dankbare" Aufgabe. II. K. Gottesdienste In den Gemeinde-Synagogen am 22. und 23. März 1935 Alter Ritus: -!Ur Syuagoge (A.3.). Hciderculcrgassc 2-1; Synagoge .Uaiscrsiraßc e!»■':»» (.Uoif.); 9U}fcftraf-.c 58 stichle): Synagoge Pcstalozzistraßc 14 15 tPcsla): Synagoge KoLLbusscr User 48/49 lKottb.j. — Ahawa-S ilicim; Synagoge München er Straße 37 lMü.st Synagoge chrunclvnld lGrun.). Franzensbadcr Neuer Ritus: Neue Synagoge Oranienburger Strafe 30; Synagoge Liudcnjlraßc 18—'»0 (üi.); Synagoge tliihow- Üroi;c Hi (ifii.); Synagoge Fasanrustraßc 7080 (Jvaf.); Synagoge VcOcfuni-Um?;c 7 8 (Lev.): Synagoge Fricdeirslcmpcl (Jvucü.). Blarlgraf-A ib rech t-Stras;e 11/1*2; Synagoge P r i n; r e g c in c n st ras;c >',!> 70 (Prinzrcg.):* Synagoge Schmargendorf. Bcrkacr Straße 32—3ö (Altersheim) jSchmarg.j. Synagoge Köpenick (Klip.), Freiheit 8; Synagoge Oranienburg, Havelstraße 0. Freitag abend: CA Stunden vor Nacht Licht,'Finden und Werkvcrbot) Synagogen mit altem RltuS und AlterSberiargungSanstalten sowie Synaaogen Lindenstraße und Friedeustemyel: 18 Uyr 30 Bl in. Jeden Freitag abend: Bene Synagoge. Synagogen LiUzowstraße und Fasanenstraße: 18 Uhr; Synagogen Level'.owstraßc und Schinargendors: 19 Uyr; Synagoge Prinzregentenslraßc: 1!» Uhr 15 Min.; Synagogen Lkchowstraße, Fasanenstraße und Friedeusteiupel: Jngendieiern im Anschluß an den Hauptgoltesdieiist. (In den vorderen Reihen der Synagoge Lüyvivstrnye ist ein Schwerhörigenviclhörer ausgestellt.)' Ansprachen: Fried.: Tr Saenger: Lu.: Tr. Salauianski; Leb.: Brasch: Prinzreg.: Tr. blalliner: 9l. S.: Tr. Blumenthal: Li.: Tr. Weyt; Jas.: Tr. Swarsensky. Sonnabend vormittag: Synagogen mit altem Ritus und AlterZversargungSanstalten: 9 Uhr: Frühgvttesdicnst ' Syn» agogen Rykestroße und Kottbusser User: 7 Uhr. Synagoge» mit neuem NituS: HauptgottcSdienst: 10 Uhr.^ FrühgottcSdienst: Synagogen Lindenstraße. Lcvchawstraße und Prinzregentenstraßc: 7.30 Uhr. Predigten: Kais.: Dr. Frcimann. JugeudgoiteSdienst: Jeden Sonnabend 16 Uhr: Synagoge Münchener - Straße: Dr. A. Levh. Syn. Kottbusser Ufer: Dr. Jalvbobits. i^vn. Prinzreg.: 16 Uhr 30 Min. mit anschließendem Oneg Schabbat. S a b b a t - A u s'g a n g : 19 Uhr 4 Min. brvticodicnst an den Wochentagen: Abends: .Alle Synagoge: Beginn 18 Uhr 30 Min.: übrige Synagogen: 18 Uhr. BtorgonS: Synagogen mit altem Riins: 7 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr 30 Min. Isi-aelitisclie Synagogengemeinde . Das Berliner Lehrhaus Donnerstag'Vortragsrcihe: Drüdcrvcrcnisbaus Kurfilr« ftenfttaße 1151110, 20'Ulir 30 Min. — Eduard Strauß (Frantsurt a. M.): „Jüdische Lebens,orin', 21. Marz. — Baul Eppstein: „Jüdische Segenwart: Tradition und Leben", 28. März. Die starten zur Maimonides - Feier sind für Inhaber oan Äörerkarlen ab 2». Äkärz tut Sekretariat des Juduchen Lehrhauscs abzaholen. Falls Zusendung erwünscht wird, ist Barto vorcinznsrnden: Sonntag. 31. Marz. 20 Uhr tu der Neuen Sunagoge, Oranienburger Straße :>o. In Fartsestnng des AiisUngerkrirsiiS sllr Biillihallung von Nndolf Lohn findet ein stnrsns für FortgeschrNicnc in den Maiiaien MailJun! statt; ein :Ycnainangertur>us beginnt ain Mittwoch. 2». 'Marz. 10 Uhr 30 Min., Lützowttraiie 1(> <14 Dovoclstundea). (Adass Jisroel) In den Synagogen Artiklcrrestraße 31 und Sieg» mundshof 11. Sabbat, Vorabends 18 Uhr 15 Silin., morgens 8 IIhr. Blincha: 0« Uhr und 19 Uhr 4 Min. An den Wochentagen: 6 Uyr 30 Min. und 18 Uhr. Predigten und Lehrvvrträge nach Anlündignng an den Synagogen. In den Vereins-Synagogen Jüdische Resormgcmcinde. Jreitag. 18 Ubr 30 Blinuten: LvgenhauS. Kleistslraße 10. Predigt: Tr. Sanntaa' Uhr 30 Blinnten: tsiottesyans. Jobannisstraße 16. Predigt: Tr. Koppel. — Liberale Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162. Freitag. 19 Uhr' 15 Min.: Predigt: O'oel;. Sonnabend, 10 Illiv: Sit.: Kvet;. — Liberale Synagoge Osten, Kaiserstraße 30. Freitag, 19 Uhr 30 Blim: Predigt: Jimei. Sonnabend. 10 Uhr: kstinsegmingl: Jimet. — Liberale Synagoge Nordost. Prenzlauer Promenade 170. Freitag. 19 Uhr 30 Min.: Predigt: Adler. — Liberale Synagoge Wcstcnd, Kaiserdämm 78. Jreiiag.!9 Uhr: Predigt: Kellerinann. — Liberale Synagcgc Wedding-IIlcinickcndorf. strerzierstraße 13 st.yltersyeiin). Freitag. 1!> Uhr 30 Silin.: Predigt: «heit. - - Synagoge (stcsundbrnnnen,?lhawas Achim, Prinzenallee 87. Freilag. 18 Uhr 30 Silin., Sonnabend, 9 Uyr: 'parschas Poroz. Blincha 18 Uhr. Lehrvortrag über Silischna-Fernmans. Oiabbiner Tr. SUerander. Sabbatausgang 19 Uhr 4 Min. Werktags 7 und 18 uyr 30 Min. Sonntags 7 Uhr 30 Min. — Israelitische Vereinigung Lichtcnbcrg, Synagoge Frankfurter Allee 85. Täglicher und Sabbatlsiottesdienst. Sonnabend vormittag Ansprache Rabbiner Tr. Arthur Rosenthal. — Synogogcnvcrein Weißensee (?. SU tsiottesdiensl in der Sst arte Halle des Friedhofes Lothringer Straße. Freitag. 18 Uhr, Sonnabend: 'p- Poroh. Schristerklärung. Rabbiner Tr. van der Jhl. Anscliließend Tneg Schabbat für die Jugend. -- Jüdische Religionsgemeinde (5har» lottcnbnrg, Schnlslraße 7. Freilag. 18 Uhr 30 Min.: Predigt: Hamburger. Anschließend an den ksiottesdienst zum ersten Blale: „Kiddnsch der Jugend". Sonnabend. 9 Uhr 30 Silin. — Jüdischer Religions- Verein Friedenau-Steglitz u. Unigegend, Sticrstr. 2!. Freitag. 18 Uhr 30 SU in. Sabbat 9 Uhr. Mincha 18 Ubr 15 Min. Leyrvortrag: Rabbiner Tr. Winter. Sonntag. 8 Uyr 30 Silin. Tonnerstag abend: Talmud. Tr. Barry Lewy. Bibliothek und Lesehalle: Sonntag. IO bis 12 Uhr. Slliltwoch, 18 bis 20 Uhr. — Synagogcnverciu Ahawas Scholaum und Mögen Toloid, Kleine Auguststraße 10. Täglich 7 Uhr und abends SOsman tsivttesdienst in der eigenen Synagoge. Tanach täglich Lehrvortrag des Herrn Rabbincr (Aieser ,Friedmann. Freitag, 18 Uhr 30 Min. Sonnabend. 9 Uhr. — Synagoge Lcth Zion, 9131, "Brunnenstraße 33. Freitag. 18 Uhr 30 Min. Sonnabend, 8 Uhr 15 Slün.: Sch. P. Poroh. 17 Uhr 15 Silin.: Ingend-<9oltesdieust. 18 Uhr: Mincha. 19 Uhr 4 Min.: Maariw. Zwischen Blincha und Alaariw Lehrvortrag: Rabbiner Tr. Landau. Wochentag 6 Uhr I5 Silin, und 18 Uhr 15 Silin. — Verein chem. Zöglinge der isr. Taubstummen-Anstalt zu Berlin- Wcißenscc. Sabbatgottesdienst für jüdische (Gehörlose: Freitag. 18 Uyr 30 Silin. Predigt: Dir. Tr. I. Reich, Aula der Anstalt, Weißensee, Parkstraße 22. Aus den Synagogenvereinen Synagogen - Verein Kaiserstraße. Dienstag, 26. Sstärz 20 Uhr 30 Min.. Rabbiner I. Nobel: ..Jüdische Heldengestalten". Airla der Knabenschule. Kaiserstraße 29 30. Von Donnerstag zu Donnerstag 23. März. 17 Uhr 30 Min.: Iugcndpflegeamt Norden der Jüdischen Oicmcindc. BuiUcr Abend für Iugcndliüie. Orchester des Iugcndpslcgedczcrnats, Leitung: Mar Wollhcim. Darbietungen von jüdischen Künstlern und Fugendlichen. Aula der Schule s>roßo Hamburger 24. März, 20 Uyr 30 Min.: .Künstlcrhilfc. Vortragsabend Karl EttUnzer („Karlchen"). Nlancr Saal des Logen» bausea, Emscr Straße 13. 23° März, 20 IU,r: Klavierabend Stefan Antal. Logenbaus, Kleiststraße 10. irl 25. März. 20 Uhr: „Das Glöckchen des Eremiten." Komische Oper von Riaillaet. Szenische Leitung: Lsta^ Aschner, musikalische Leitung: Ernst Weißlcr. Emser Festsäle, Emscr Straße 12/13. 26. März, 2» Ubr 30 Min.: Künstlerhilfe. Groger Operet-. tenabend. Konditorei Leon, Kursürstendamm 155. 27. März, 20 Ubr 30 Min.: Künstlcrhilfc. Großer Operettenabend. Sicsidenzfestsille» Landsberger Straße 31. 28. März, 20 Uhr 30 Min.: Künstlcrabend zum Besten der alten und notleidenden Taubstummen. Logenhaus. Klciststraße lv. Leid und Freud des Judentums im Mittelalter, lieber dieses Thema sprach am 12. Äiärz ans einem (yemeiiideabend der Liberalen Synagoge Nordost Nabbi ner Dr. (st o t t s ch a l k. AuS zeitgenössischen Schriften. . SNemorbüchern, Dichtungen führte der Redner die Leidenshelden vor, die, weil sie die Hingabe von Leben und Eristeuz für das Judesein als Pflicht erachteten, nicht Heilige genannt werden. Nicht das Leid, nicht das Niartyriilm allein, nicht der „Weg ohne Oni^c" erhielt das Judentum auch im Ntittelaller. Hinzu kam ein anderes, das.heldiscl)e Judentum, ^pas ihm die Kraft gegeben habe, sich zu erhalten, die eigene lsieschichte vorwärts zu treiben, das tönt aus den Briefen und Schriften der Zeitgenossen. Der Bortrag war von musikalischen Darbietungen begleitet. Im Anschluß fand eine praktische (Irinfühnmg in die Gesänge des Sederabend statt. Ter gut besuchte Abend brachte allen Beteiligten verdienten Beisall. Heber „Wende und Wiedergeburt im jüdischen Schicksal" sprach am Ist. März Rabbiner Tr. H. Sänger auf einem Gemeindeabend der Liberalen Synagoge Weitend. 7Formt^ der Pieusch sein Schicksal oder formt das Schicksal uns. so führte der Redner etwa aus. das ist eine immer wiederkehrende Frage. Tie Katastropheu der Jahre 586 und 1492 und ihre Wirkung auf die geistigen Kräfte des Judentums bildeten den historischen Ausgangspunkt für Säugers Darlegungen, aus denen er Schlußfolgerungen auf unsere Situation zog. II. F. Zum Tode von Bischof Bares. Wie wir erfahren, nahm auf Ginladuug des Domkapitels von St. Hedwig Landrabbiner Tr. Lewinsky lHildesheiiul, der mit dem Verstorbenen während dessen Tätigkeit in Hildesheim näher bekannt geworden war, an den Beisehungsfeierlichkeiten in Berlin teil. Ncpräscntantendersammluug. Zu Beginn der Cißung am 11. Februar gedachte der Vorsitzende, Rechtsanwalt Heinrich Stern, der verstorbenen Repräsentanten Abraham I. G r e b l e r und Bloritz A. L v e b , ferner des großen Blenschen und großen Juden Ätax L i e b e r in a n n . dessen Tod einen schweren Verlust für das deutsche Judentum bedeute. Sodann wurde daS bisherige Präsidium durch Zuruf wiedergewählt. — Die Versammlung nahm davon Kenntnis, daß ein Zusammenschluß der drei Ncligionsverciue in Lichtenberg erfolgt sei und ein gemeinsamer Betraum im April eingeweiht werden soll. Aus Antrag des Geureindevorstaudes lvurde die Amtsdauer der Synagogenvvrstäude bis 3l. Dezember l'936 verlängert^ Das Schulgeld in der Hebräischen Lehranstalt wurde für Erwerbslose und Jugendliche unter 20 Jahren auf 1.— festgesetzt, für alle anderen Schüler auf 2.— RSN ermäßigt. Nach Erledigung von Kuratoriums, und Kommissionswahlen, von ErnudstüctS. und Personalangelegenheiten wurde ein Dringlichkeitsantrag der Zionistischen ,Fraktion, die Erscheinungsweise des „Gcmciudcblattes" zu ändern, angenommen. Tie 7. Adar-Feier der Chcwra Kadischa. Ter Eedenktag deö großen (stesetzgebers N.oseS wurde am 12. Biärz in einer Feier der Ehewra Kadischa begangen. Auf dem Friedhof in Weißensee hielt lliäbbiner Dr. Link die Gedenkrede, in der er, von der im Judentum stets hochgehaltenen Pietätspflicht ausgehend, auf den Sinn der Feier und auf die Bedeutung des Besuches der Gräber, insbesondere der zahlreichen vereinsamten, hinwies. Tie versunkenen bemoosten Steine, die kaum mehr sichtbar seien, sprächen eine laute, herzbewegende Sprache, daß wir chms mit liebender Hingabe der lebendig Vergessenen und Versunkenen annehmen und nicht kalt und teilnahmslos an den welken Blumen ihres Lebens vorübergehen sollten. Dr. Link sprach auch von den zahlreichen Gräbern, die durch die Auswanderung der Jugend völlig vereinsamt und verlassen seien. Mittags fand in der Alten Synagoge, Heidercutergasse für die im vergangenen Jahre d'ahingeschieoenen Mitglieder eine Seelengedächtnisscier statt, bei der auch der um die Ehewra Kadischa besonders verdienten Frauen und Männer gedacht wurde. Bestehen der Jüdischen Reformgemeinde zu Berlin Am 2. April 1815 wurde der Aufruf veröffentlicht, der zur Gründung der Jüdischen Refvrmgemeinde führte. Die Jüdische Refvrmgemeinde wird der Zeit entsprechend ihr Lüjähriges Bestehen in würdiger, schlichter Form begehen. Festgollesdienstc werden in ihrem Gotte-.-hanse, Johanuisstruße 16, om Freitag, dem 5. April. 19 lUjr, und n:n Sonntag, dem 7. April, vormittags WA llijv, stattfuiden. Im Berwaltuugsgebäude der paldischen Resormgemeinde. Johannisstraße 16. wird eine Ausstellung van Dokumenten und Sehrisistücken ans der lsieschichie der Jüdischen Reiormbewegung veranstaltet, von den ^Blitteilungen der Jüdischen Resormgemeinde" wird am 2. April eine besondere JubilänmSnmnmer erscheinen. Am Sonnabend, dem 6. April, werden Beraustalinngeu der Jugend der Jüdischen Reioringemeinde stattfinden: DaS genaue Programm der Festveranstaltungen wird ans Wunsch unentgeltlich durch das Biiro der Jüdischen Reform, gemeinde, Johannisstraße 16, übersandt, de:- gleichen Eintrittskarten für den Gottesdienst am 7. April und die Jngendveranstaltnngen. Für die übrigen Veranstaltungen sind Eintrittskarten nicht erforderlich. Ter zweite musikalische Einführungskurs in Verdis „Sstibucco" und Hilters „Die Zerstörung Jerusalems" von Dr. Margot Ries und Elle E v h n - P r a u s u i tz beginnt am 2G März. 17 Uhr 45 Min., Landshuter Straße 4. Die Berliner Erstaufführung von Verdis Lper „N a b u c c o" tNebukadnezar), die, wie bereits angekündigt. am TonnerSlag. dem 4. April, im Berliner Theater ftattsindet, beginnt um 71^ Uhr. Die Titelpartie singt Siegfried Urias. Hilfe und Aufbau Ter Verein israeltiischcr Gehörloser Frankiurt a. SY., e. D. hatte am 2. März seine diesjährige Generalvcrstniunlung mit Vvrstandswahl. Alle Jmsrhristcil sind nur an die 'Barslyendc Ruth I a c i> Y. Frankfurt a. Al.-W. 13. Rvbcrt-Syayer-Straye 26. zu richten.^Tie Mvnatsverstinunlungen finden an jedem ersten camütag im 'Monat, 20 Uhr 30 Min., im (lasu Falk statt. Reichsverband israelitischer Schwerhöriger. Berlin. 23. 'Marz. 19 Uhr. Vertrag Rabbiner Tr. Sänger: ..Judentum-Bekenntnis und Bewährung". Tagesheim Berlin-Eharlottenburg, Käntstraße 126. Lehrgang für technische Lehrerinnen. Unter Silin Wirkung der Reichsvertretiing der deutschen Inden und des Jüdischen Frauenbundes beginnt am 1. 'Mai 193.5 in der jüdischen Haushaltuiigs'Jchule. Frankfurt a. M., Königswarter Straße 20, ein Lehrgang für. teehnisel)e Lehrerinnen. Der Lehrgang soll aus der Ausbildung derwissenschaftlichen oder Volksschullehrcrin ausbauen. Zulassung von anders Vorgebildeten wie Kindergärtnerinnen, Hortnerinnen, (stymnastiklehrerinneu ustv. wird nach Antrag entschieden. Ter Lehrgang dauert ein Jahr mit kurzer Ferienunterbrechung im Herbst. Ziel ist die Brsähigung zur Erteilung von OauswirtschaftS- und Handarbeitsunterricht an jüdischen «Lchuten und in yauswirischafrlichen Betrieben. Kosten: Schulgeld 25 R'M monatlich. Wohnung und Verpflegung in der Franliurter Haushaltungsschule 60 R'M monatlich. Anmeldungen an die Jüdische Hanshaltungsschule, Frankfurt a. M.. Königswarter Straße 20, oder an den Jüdischen Frauenbund, Berlin-Eharloitenburg. Kantstraße 158. Beizufügen sind amtsärztliches Attest, selbstgeschriebener Lebenslauf und schon vorliegende Zeugnisse. Heber die Slnswahl der Bewerberinnen werden nod) nähere Angaben erfolgen. Modenschau bei N. Israel Das Kaufhaus 91. Israel zeigte eine überraschend große Auswahl der neuen Frühlings- und Sommerkleider. FrühlingSkostüme und Sommermäntel, Früyliugshütchen und Sommerhüte, es war eine schirr endlose Reihe, immer in demselben Takt, Frühling. Sommer, immer wieder das reinste Entzücken. Cs hilft kein Sträuben, diese Frühjahrs- und Sommermode madzt einen lyrisch, man hat es mit lauter solch zarten und sanften Rüschen und Stoffen und Hüten zu tun, daß man sic eigentlid) nur in Versen beschreiben könnte. Tic Prosa eines Kleides beginnt erst bei dem Rechnnngszcttel. Und eigentlich war sic bei der Vlodcnsd)au — die Tarnen sührlru nicht nur die Kleider, sondern auk gleid) die deutlichen Preissdzilder vor —, die Prosa also war nicht nur des Reimes wegen and) gar nid)t so unrosa. denn die Kleider kosteten im Vergleich zu ihrer Sd)önheit, zu ihrer Qualität und zu allem, was zu einem begeisternden Frühlingstraum gehört, gar nicht viel. Martin Würzburg, Mitinhaber der gleid)namigeu Dcrtretersirma. Berlin, begeht am 1. April sein Läjähriges Gcsd)ästsjubiläum. i UH Ul 8-üsLi,. ML! I!/i SjLt j ^1 J3 JAn. -n y y - ar.(->raN. -I’^'lnaf^ Ff im Kln«tf>rlu'lin <Jor lHrn«'ll<lsoIu‘n Ju^cndhilfo E. T. München, Antonienstrasse 7. Aufu.alimo von jungen M.’idchon zur Ausbildung in der gosamten Hauswirtschaft und Kindorptloun. . Dauer der AnsViildnng 1—2 Jahre. Wenn Platz vorhanden, aucn Spczlalkursc. (Siiußlinp;sahteilnng, Kindergarten, Wäscherei nna Küche. Dauer 8—6 Kanäle). Beginn der neuen Kurse am 1. Mai 193o. Anträgen bitten wir an das Heim zu richten oder an Frau Sr. KiSsSnger, Köracfcsn. Cäselastr. 1, 18B. PpivaSseäuSQ Pelteson Rerlln W 15, Pariser Str. 4 J 2 0770 4Grundschulkl.aHoetfr.f.Knab.u.Mädchen (tomoinsnm.- Lvzoalklass.VI-If.Müdchcn Aufnahme für Kinder aller Konfessionen. . , ("V.■ p r ' p pij jf £4tjiisli*»»EyaiiM'äiiÜ fl Tagesend Tag- und üacMIieini für erzichnngssehwiorigo und entwiclvlunu^Kehcmnstc gröü. Kinder. Kochen, Basteln, Haus- und 0artenarbeit. Sonntag. ViMImersdorf, Bayeriiche Straße 17. (H 7 3021.) 5’jdqz=Sica&skicqec Ooünäln für Modezoichnon, uUllule Schneidern undZuschnoiden. Frciproipokt. Tage»- u. Abendkurse. Sprachst.« Dienstag u. Freitag, 3-5 Uhr Yiunursdori Kalsoralle» 173. Tel.: H 7 2649 9 Uhr morffoni und während der Serecnreit. AiwSllduna von techn.Assisicnllnncn an medlzln. ZnMuten, staatt. konzession. Physik, Chemie, klin. Chemie, Anatomie, hlstolog. Technik, Parasitologie, Serologie, Troponkrankhoiten, Röntgenologie, Photographie. Lieener prüfungoaussHust. ^8erlln 8 so, Lauentzlenflraße 3. S 4 Bavaria «616. Elise ünioer's Landerzicbtmss- und Ferienheim Telefon: Hermsdorf u. Kynast 303. Regelmäßiger Schulunterricht in allen Fächern, auch hebräisch. Das ganze Jahr geöffnet. Eintritt jedorzoit. Anmeldungen für die Osterferien rechtzeitig erbeten. Auskunft in Berlin betreffs gemeinsamer st eise Frau Rosa Pfeil, Borlin-Fricdenau, Mavbachplatz 15, Tel. II8 Rheingau 4929, für” Schlesien FrL Margot. Tarnowski, Breslau, Schillcrstr. 27. TcL 80163. jJ]ll!II!ilI!I!!ll!!!Ili!III!i!I!!l!!l!![l!ll!I!iIII!lil!II!!!!II[|II!!ll[!!HI!!!ll!ll|[^ | Hochalp&nes Kinderheim E iborh. Lrü Ü y (Schweiz) 1772 m ln herrlich, -wlndgesch, SQdlage nimmt eine beschr. Anzahl Kinder zur Krholnng und zam z= Dauoraufonthalt in liebevolle Erziehung und Pflege. Intensive Höhcasonnenbestrahlung. Ab OKtern Höh. Schulunterricht d. Uonzcss. «ehweiz. Lehrkraft, ßllllge Uebergangsprelse, erste Referenzen. E Frau Dr« Rocenfeld-Frederldng LangUhr,, sfaatilch soprüfta Schwester der Kinderheilanstalt Berlin-Buch M Mürren, Postfach 9 Tel. 4547 S ^!llIini!illiniiniI!!III!IlllI!l!lIIIIIIII!l!l!!l!IilII11!II!IIIIinn!iI!lllIIIll!lF IW ri 8 *j?4clitcrpcniIonftt Plorrcflcur, B Orbo hei Lausnuno (Schweiz.) Grilndl. Studium der franzüs. Sprache (Staatsdiplom), Engl., Italien. Handolsfächcr. Kochen ü. JElaushaltung, Tennis, Seebäder, Winter in den Alpen. Eig. Autobus. 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