Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 11 (14.3.1935)
- Date
- 1935-03-14
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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UZ! g: •3 Ti". :)i e i dj § I d ni m i f f .1 r für Preisfi bet tu ad) miß, Dr. Gocrdelcr. hat in einem Schreiben an den „Verband deutscher Garngros;. Händler". das in der „Tertil Zeitung" veröffentlicht wird, seinen ablehnenden Standpunkt zum Wi ed e r b c s ch n s s u n g s p r c i s noch einmal dargclegt. (5s heißt darin: „Ich habe bereits bei meinem Amtsantritt wiederholt erklärt und darauf hingewicsen. das; eine Preiserrechnung nach^ dein Wiederbeschafsungspreis in keinem Falle in Frage käme. Tie gesamte Wirtschaft hat davon .Neuntnis genommen und sich darauf eingerichtet. (5s erübricsi sich, hier nochmals auf die PrciSsteigernde Wirkung einer Preisberechnung nach dem Wiederbeschchsungepreis cinzngehen. (5s trifft zu, daß nach der Faserstosfverordnnng 14. Abs. 3, Sah 2) im Inland eine Erhöhung der Auslands- Preise berücksichtigt werden kann (nicht muß), soweit eine solche Berücksichtigung handcloüblich ist. Es ist auch richtig, das; diese Bestimmung dahin auSgelcgt nwrden'ist. das; für den Rohstoffhandel. die Spinner. den Garngroßhandel und einen Teil der Aoh. nieder eine Prewerrechming auf der Gründlinge des Wicderbesihaffungspreifes zulässig sei. Ans den eingangs erwähnten Gründen kann diese Anssassnng aber nicht mehr gelten, wenn cs sich darum handelt, ans allen Gebieten mit allen Mitteln und frästen die Preise so niedrig wie möglich zu halten. Insbesondere kann auch^ nicht ohne zwingenden Grund für einzelne Gruppen eine Ausnahme zngelafsen werden. AuZ diesen Gründen ist durch Erlaß A .zu Nr. 53 vom 7. Februar 1V35. nochmals auf die Unzulässigkeit der Preiserrechnung ans Grund des Wicdcrbeschassimgsprcises hingewiesen worden/'. . in Im Anschluß au Unstimmigkeiten zwischen einigen Mitgliedern und der; beiden Obermeistern einer -Iandiverkerinunng weist das „Deutsche Schneidcrfachblatt" in Mimchen darauf hin, daß die erste Verordnung zum Handwerksaufbau, welche die Rechte und Pflichten der InnnngSmitglicder regelt, keinen H n t c r f dj t c b zwischen Ariern u n d N i ch L n r i c r n kenne. Wer in Deutschland ein Haiidinerk betreibe, müsse ohne Rücksicht ans die Rassezngehörigkeit Innungsmitglied fein. Dabei hätten alle Ätitglieder, soweit das Gesep keine Ansuahme mache, gleiche Rechte und Pflichten. Der angegriffene Obermeister habe sich daher richtig verhalten, als er einen Antrag ablehnte, nichtarische Mitglieder von einer Innungs- Versammlung ansznfchliesren. Sein Verhalten sei aber nicht nur ans rechtlichen, sondern auch auS Zweckmäßigleitsgründen richtig gewesen. Wenn der Nichtnrier von den Versammlungen ausgeschlossen wäre, dann träfe dieses VerantN'vriimgsrccht nur die arischen Mitglieder, und im' übrigen könne der Nichtarier sich leicht damit entschuldigen, er habe von dem. was verhandelt worden sei, keine Kenntnis gehabt. Habe, so heiße es in dem Fachblatt weiter, ein Mitglied irgendetwas vorzubringcn. was er in Anwesenheit der nichtarischen Innungsmitglieder nicht verhandelt wissen wolle, so könne es den Obermeister vorher in Kenntnis sehen und dieser könne dann eine „interne Versammlung der arischen Innungsuutglieder^ ein*:' berufen. Tie Art der Vcrsammlnngslectnng. stehe allein dem Obermeister zu. der nach Recht'und Zweckmäßigkeit zu handeln habe und die richtigen Maßuahnren treffe, wenn'er vorher verständigt werde. £.!.i)UiSüiJv in MiiAn ©cf$äfkn Die Presse- und Propagandastelle des Reichsb e r u s s w e t t k a m p f e s teilt nach der Tagespresse mit: „Tie deutsche Jugend steht im Zeichen des Ncichebcrusswcttkalnpfes an ihren Arbeittzplähcn und harrt der Stunde des Wettkampfes. Die Fachschulftndenten haben Teile ihres Wettkampscs schon hinter sich. Tic jungen Kansmannsgehilfen haben im Schaufensterwettbewerb bereits einen wichtigen Teil ihrer Aufgabe erfüllt. In verschiedenen Kreisen ist nunmehr mit Recht die Frage aufgeworfen worden, was mit den jungen Lehrlingen geschieht, die in jüdischen Geschäften ihre Ausbildung erhalten oder ihr Brot verdienen müssen. Selbstverständlich sind sie vom Wettbewerb nicht ausgeschlossen. Ucberall ist gerade während des Schansensterwcttbcwcrbs diesen deutschen Lehrlingen Gelegenheit gegeben worden, in deutschen Geschäften zu dekorieren. Viele Jungen und Mädel haben sich nicht gescheut, fremde Geschäfte und fremde Geschäftsinhaber auszusuchen und unter erschwerten Umständen die Dekoration vorgenommen. Um so bedauerlicher ist es, wenn wir aus vereinzelten Meldungen entnehmen müssen, daß einzelne jüdische Ladeninhaber die Frechheit besessen haben, ihren Lehrlingen die Dekoration anderer Schaufenster zu verbieten und sie damit praktisch an der Teilnahme am Neiäß, -berusswettkamps verhindert haben. — .Eine'so ' offenkundige Sabotage einer Aktion, hinter der das ganze deutsche Bolk-.steht, und der die Sh»,, pathi'e und volle Untcrstühung der Ncichrergierung und der Parteileitung gilt, dürste bei de-,: Reich-;' bcrusswettkampf vom 18. bis 24. März übereil im Reich von den örtlichen Stellen mit den not. ■ wendigen Gegenmaßnahmen beantwortet werdcu. Man darf allerdings heute, wo der Schaufenster. Wettbewerb beendet ist, und seine Ergebnisse aus dem ganzen Reichsgebiet vorliegen, die ctfreulirfi: .Feststellung machen, daß die Geschäftsinhaber Sinn und Bedeutung dieses Schausemterwen. . bcwcrbs voll erkannt haben. ^Sie haben durch die Zurverfügungstellung ihrer Schaufenster das Vcr. ständnis dafür bekundet, daß sich eine höhere Leistungssteigerung ihrer jungen Angestellten aus dem sreiwillrgen Lcistungskamps ergibt." Im Fachausschuß für Schuhindustrie und -Handel bei der Industrie und Handelskammer zu Berlin wurde neuerdings über die Frage der Abgrenzung zwischen S ch u h h a n d c l u n d S ch n h m a ch c r h a n d w c r k verhandelt. Nach der Tagespresse hat sich der Ausschuß für ausschließliche Uebcrlassung der Reparaturarbeite!; an das Handwerk ausgesprochen. Das Äammcrgrricht über die Ansprüche jüdischer Mitglieder der früheren Gewerkschaften. In der gleichnamigen Notiz in der vorigen Nummer der „E.-V.-Zeitung" war versehentlich angegeben, der besprochene Beschluß deS Kammcrgcrichls sei om 1. November 303-4 ergangen. Der Beschluß ist vom 7. Februar 1935 datiert. ft'. i&jWxDlLMMiJ ijßjüäl (£lKax£kÜXB I TejstiiHen ■ 1 JOSEF SAUER L '2 Üb i2z- L \Z La Li \J U \J ba U >ä gegr. 1903 BERLIN C 2, Poststr.2a W j Kleiderstoffe / Druckwaren y Vorlongen Sie meine monatlichen Angebote SVi Edelstein Qrosshandlung für ZKerrenstoffe Berlin C2 0. KSGidQ?st©ffQ % f3©M^eaEstQ»©r&islie. C. Cosisiann-Mf. 0. Mm W.-ELBERFEID gegründet 1868 teiilrsigr* und Olli E. KRONHEIMER & CO. MÜNCHEN •WEISSu. WOLLWAREN , WÄSCHEu. STRUMPFWAREN EN GROS KASSEL Tuchgrosshandlung und Herren* Konfektion. £aI«MUi.»JlTdfi t-‘ I iü Idhfc LuLiLij^ü u yy{! 0 Er ftüBsisSaeEi cs -X? Gebr. J. & P. 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