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Central-Verein-Zeitung · 1935-03-14 · 11 (14.3.1935) · page 10

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
11 (14.3.1935)
Date
1935-03-14
Page
– (sequence 10)
Language
German
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gestellt. Im übrigen sind erwähnt die Gesellschaft nrr jiidi^hi? ^nnulienforsclning. der Verein für lüöiicljc C5)c[aj.rf;te und Literatur, die Soneino-Ge.?cUid)aft der fyvcimbc des Indischen Buches e. V>, fric (vvetc jüdische Voltshvchschnle, das jetzige Lehr Hans und die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentum.). E. G. L. Gottesdienste In den Gemeinde-Synagogen vom 15. bi» 19. März 1935 Alter Anus: Alte Synagoge (A.S.H Hcidcreutcrgasfe 2—4; Synagoge Kaiscrstraße 29/50 Mais.); Synagoge Rhkcstraf;,'. 53 (Ryke); Synagoge Pcstalozzisiraße 14/15 (Pcsta); Synagoge Kottbusser User 48/49 (Nottb.). — Ahawas Ncim; Synagoge Münchener Strasre 87 tM'.i.); Synagoge Gruncwald (Grün.). Franzensbader Straße 7. Neuer NituS: Reue Synagoge (N.S.). Oranienburger Straße 30; Synagoge Lindcnstraßc 48—80 (Li.); Synagoge Lüstowstraße 16 (£».); Synagoge Fasancnstraßc 79 80 (Fas.); Synagoge Lcvctzowstraße 7>8 (Lev.); Synagoge Fricdcnstcmpel (Frtcd.), Markgras-Albrccht-Straße 11/12; Synagoge Prinzregenfciistrasie 69/70 (Prinzreg.): Synagoge Schmargendorf, Berkaer Straße 32—35 (Altersheim) sSchmarg.j. Shnagogc Köpenick (KLp.), Freiheit 8; Synagoge Oranienburg, Hadelstratze 3. Freitag abend: (K Stunden vor Nacht Lichtzünden und Wcrkverbot) Synagogen mit altem NituS und Alters» Versorgungsanstalten sowie Synaaogen Lindcnstraße und Friedcnstempel: 18 Uhr 15 Min. Jeden Freitag abend: Nene Synagoge. Synagogen Lützvwstratza und Fasancnstraßc: 18 Uhr; Synagogen Levetzowstraße und Schmargendorf: 19 Uhr; Synagoge Prinzreaentcnstraße: 19 Uhr 15 Min.; Synagogen Lützvwstraße, Fasanenstraße und Fricdenstempcl: Jugendseieru im Anschluß an den HauptgotteSdienst. Predigten: N.S.: Dr. Prinz; Fas.: Dr. Salomonski. Ansprachen: Fried.: Brasch: Lü.: Tr. Wiener; Lev.: Tr. Saenger; Prinzreg.: Tr. Swarsensky. Sonnabend Vonnittag: Synagogen mit altem NituS und AlterZversor» gungsanstalicn: 9 Uhr: Frühgottesdicnst Syn» agogen Rylestraste und Kottbusser User: 7 Uhr. Synagogen mit neuem 3iituö: Hauptgottesdienst: 10 Uhr. Frühgottcsdicnst: Synagogen Lindenstraßc. Levetzowstraße und Prinzregcntenstraße: 7.30 Uhr. Predigten: Li.: Dr. Warschauer: A.S.: Tr. Frcimann; Kais.: Rabb. Nobel: Ryke.: Dr. Nußdaum; Kottb.: Tr. Iakoboviis: Mü.: Tr. A. Levy. Iugendgottesdienst: Jeden Sonnabend 10 Uhr: Synagoge Münchener Straße: Dr. A. Lcvy Syn. .Kottbusser Ufer: Dr. Iakobovits. Syn. Pesta.: 15 Uhr 30 Min. mit anschließendem Oneg Schabbat. Sabbat-Ausgang: 18 Uhr 51 Min. Gottesdienst an den Wochentagen: Abends: Alte Synagoge: Beginn wie am vorhergehenden Freitagabend; übrige Synagogen: 18 Uhr. Morgens: Synagogen mit altem NituS: 7 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr 30 Min. Gottesdienst am Purimscst: Montag, den 18. März in allen Synagogen: 18 Uhr 15 Min. Predigten: N.S.: Dr. Warschauer; Li.: Tr. Blumenthal; Lü.: Dr. Salomonski; Fas.: Tr. Saenger; Lev.: Tr. Lewkowitz; Fried.: Tr. Swarsensky: Prinzrcg.: Tr. Wiener. Ansprache: Schmarg.: Brasst). Dienstag: 19. März, morgens: Alte Synagoge und Synagogen Kottbusser llrcr: f> Uhr 15 Min.; übrige Synagogen mit altem RituS: 7 Uhr. Synagogen mit neuem Ritus: 7 Uhr 30 Min. Mincha in allen Synagogen 14 Uhr. Israelitische Synagogengemeinde (Adass Jisroel) In den Synagogen Artilleriestratze 31 und Siegmundshos 11. Sabbat. Vorabends 18 Uhr 5 Min., morgens 8 Uhr. Mincha: 10 Uhr, 18 Uhr 51 Min. An den Wochentagen: 6 Uhr 45 Min. und 17 Uhr 45 Min.: Predigten und Lehrvorträge nach Ankündigung an den Synagogen. Purim, 19. Marz: Vorabends 18 Uhr 25 Min., morgens 6 Uhr 30 Min. Mincha 14 Uhr und 19 Uhr._ In den Vereins-Synagogen Jüdische Ncformgemeinde»Gottesdienste. Freitag. 18 Uhr 30 Min.: Lvgcnhauö. Kleiststraße 10. Predigt: Dr. Kvpyel. Sonntag, 10 Uhr 30 Min.: Gotteshaus, Johannisstraße 10. Predigt: Dr. Rvsenthal. Heldengedcnkscicr. —■ Liberale Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162. Freitag, 19 Uhr 15 Min.: Predigt: Zimet. Sonnabend: 10 Uhr: Sit.: Zimet. 18. März: Purim. 19 Uhr 15 Min.: Falkcnberg. — Liberale Synagoge Osten, Kaiscrstraße 30. Freitag. 19 Uhr 15 Min: Predigt: Tr. Kantorowsky. Sonnabend, 10 Uhr: Lit.: Goetz. 18. März: Purim. 19 Uhr 15 Min.: Goetz. — Liberale Synagoge Nordost, Prenzlauer Promenade 176. Freitag. 19 Uhr 15 Min.: Predigt: Falkcnberg. 18. März: Purinu 19 Uhr 15 Min.: Zimet. — Liberale Synagoge Westend, .Kaiserdamm 78. Freitag. 19 Uhr: Predigt: Zucker. 18. März: Purim. 19 Uhr: Graf. — Liberale Synagoge Wedding- Reinickendorf. Persische Straße 13. Altersheim. Freitag, 19 Uhr 15 Mur.: Predigt: Adler. 18. März: Purim. 19 Uhr 30 Min.: Zucker. — Synagoge Gesundbrunnen, Ahatvaü Achim, Prinzenallee 87. Freitag, 18 Uhr 15 Min.. Sonnabend. 9 Uhr: Parchas Sochaur. 17 Uhr: Jugendgottesdicnft. Die Funktionen werden von den Schülern ausgesührt. Predigt: Rabbiner Dr. 'Alexander. Mincha: 18 Uhr. Lehrvortrag über Mischna Terumaus. Sabbatausgang: 18 Uhr 51 Min. Werktags: 7 Uhr und 18 Uhr. 18. März. 7 Uhr: Tanis Esther. 18 Uhr 45 Min.: Megillas Esther. 19. März. Purim: 7 Uhr: Mincha: 14 Uhr. — Synagogcn-Vercin Weißensee Cr. 2). Freitag. 18 Uhr: Sabbat. 10 Uhr: Gottesdienst in der Wartehalle des Fricdhofes. Im Rahmen des Gottesdienstes findet am Freitag eine Trauer» gcdcnkfeicr für den verewigten Josef Kaufsmann statt Sonnabend: Sabbat Sochaur. Schrift« erklärung: Rabbiner Dr. van der Zyl. Nach dem Gottesdienst: Oneg Schabbat für die Jugend. — Synagoge Passauer Straße 2. Freitag, 18 Uhr 5 Min.; Sonnabend. 9 Uhr: „Parchaü Sochaur." Echristcrklärung: Rabbiner Dr. 2lltmann. AÜncha: 17 Uhr 55 Min. Lehrvortrag: „Purim im Midrasch." Maariw: 18 Uhr 51 Min. Wochentag: 7 Uhr und 18 Uhr. Montag, 18 Uhr 20 Min.: Megilla. Dienstag, 7 Uhr 45 Min.: Mincha: 14 Ulzr. — Jüdische Rcligionsgcmcinde Charlottenburg. «Lchulstraße 7. Freitag. 18 Uhr 15 Min.; Sonnabend, 9 Uhr 30 Min.: Predigt: RabbrnatSkandidat Hamburger. 18. März. 18 Uhr 15 Min.: Purim-FestgotteSdienst. „Ansprache an die Jugend." Nabbinatskandidat Hamburger. 19. März. 7 Uhr 30 Min.: Purim; 16 Uhr: Pnrim-Jugendfcier in der Synagoge. Leitung: Nabbinatskandidat Hamburger. — Syn« agogenvcrein „Ahawas Scholaum und Mögen Dowid", Kleine Auguststraße 10. Täglich 7 Uhr: A'sman Gottesdienst in der nenrcnovierten eigenen Synagoge. Nachdem täglich Lehrvortrag von Rabbiner Elicser Friedmann. Freitag. 18 Uhr 15 Min.; Sonnabend. 9 Uhr. — Jüdischer Religionvverein Friedenau-Sieglitz und Umgegend, Stierstraße 21. Freitag. 18 Uhr 15 Min.: Jugendseier. Sabbat: 9 Uhr. Mincha: 18 Uhr. Midrasch-Dortrag: Rabbiner Dr. Winter. Sabbatausgang: 18 Uhr 51 Min. Sonntag. 8 Uhr 30 Min.; Montag, 18 Uhr 1b 71!in.: Purimfest. Predigt: Rabbiner Dr. Winter. Dienstag. 7 Uhr. Mittwoch, 20 Uhr: Gemcmdeabcnd unter Mitwirkung bekannter Künstler. Donnerstag abend: Talmud: Dr. Herz Lcwy, Dr. Löb. — Synagogengemeinde „Beth Zion". Freitag, 18 Uhr 15 Min.; esonnabend. 8 Uhr 45 Min.: Jugendgottesdienst. 17 Uhr 15 Min.: Mincha. 17 Uhr 45 Min.: Maariw. 18 Uhr 51 Min.: Zwischen Mincha und Maariw. Lebrvorirag liiabbincr Dr. Landau« 18. März. 18 Uhr 15 Min.: Ester Tanis (Megilla). 19. März, 18 Uhr 30 Min.: Purim. Mincha: 14 Uhr. Wochentags 6 Uhr 45 Min. und 18 Uhr 15 Min. Ans den Synagogenvereinen Liberale Synagoge Berlin. Freitag, 15. März. In ihren fünf Synagogen im Rahmen bcö Gottesdienstes: Gedenkfeier für die Gefallenen. 16. März, 20 Uhr: Synagoge Schönhauser Allee 162. Rabbiner Dr. Swarsensky: ..Sabbatfeier, Lied, Morte. Brauch." Gesangs-, Jnstrumcntalvorträge. Rezitationen. — Synagoge Kaifcrstraße. 16. März, ab 16 Uhit: Jugend-Gottesdienst: Erst Mincha. dann Muffaf. Alle Funktionen durch Knaben. Ansprache: Rabbiner Tr. Singermann. Alexander Kipnis und Ilse Jntrator bestritten den künstlerischen Teil eines Konzert-- im Hause von Frau Jeanette Oppenheimer zugunsten der Künstlcrhilse der Jüdischen Gemeinde. Arien von Mozart, Tschaikowsky. Meyerbeer und Lieder von Schubert, die Alexander Kipnis zum Vortrag brachte, wechselten mit Gedichten von Ringelnatz, Kästner, Klabund, kurzen, nachdenklichen Feuilletons von Peter Altenberg, die Jlfe Jntrator rezitierte. In den Beifall durften sich beide Künstler teilen. Am Flügel begleitete mit schöner Zurückhaltung Leo Taubmann. vr. Konzerte und Vorträge in Berlin Twö'/lu -'wische Jungen standen neulich am Altar des Friedenstcmpels: das erste Konzert des von Erwin I o s p e neugegründeten und geleiteten Chors der „Jüdischen Sängerknabcn. Vom Chortechnischen abgesehen, ist bet dieser jungen Gemeinschaft zunächst wesentlich, daß hier eine Schar' sehr bcgeislcrungsfähigcr, aber auch ungemein lebhafter Jungen sich mit allem Ernst auf eine jüdisch kulturell wichtige Aufgabe konzentrieren muß. Schon die äußere Disziplin bei Proben und im Konzert lobt das pädagogische Talent Jospes, der im Umgang mit seinem Kreis eben eins versteht: Freude am eigenen Singen zu wecken. Rein musikalisch ist alles auf gutem Wege. Was heute noch an dynamischen Schattierungen fehlt, wird weitere Arbeit bringen, die Gemeinschaft steht ja noch am Anfang. Die durchgehend^ gewahrte Reinheit der Intonation, die Sicherheit des Einsatzes sind ein Zeugnis erfolgreichen Arbcitens. Das Programm enthielt in der Hauptsache Synagogalcs und Jiddisches. Auf das nicht gerade geschmackvolle Ss'u sch'orim von sltaumbourg hätte man besser verzichtet; wirksam war das aus Amerika stammende ..Aw hoxachamim“ und das „Haschkiwcnu"; auch JospcS Bearbeitungen jiddischer Lieder zeichnen sich durch ein geschicktes Ausbalancieren und selbständige Stimmführung mit der harmonischen Struktur der Lieder aus. Die Syuogogalmustk ist teilweise im Sinne eines Antiphons gesetzt: der Chor antwortet dem Chasan, der sich in ausgedehnten rezitativischen Floskeln ergeht. Obcrkantor Karl Reumann sang sie nut meisterhafter Beherrschung seiner lockeren Koloratur. Zu Beginn spielte Jospe eine eigene Orgelbearbeitung eines Vokalstückes des alten jüdischen Musikers Salomone Rosst. In einem Konzert bei Weil wurde die Harfenistin des Kulturbundes Ilse Nathan solistisch hcrausgestcllt. Man bennmdcrte ihren klangvoll arpeggwrcnden Harsenschlag. die Sicherheit der Pcdalumstellnngen, die Bravour, mit der sie ein von technischen Raffinements sprühendes Werk von Ravel — begleitet von einem Streichquartett, Flöte (Walter Schleyer) und Klarinette (Manfred Lechner) — vortrug. Das ganze Konzert war schon durch die Abseitigkeit der Programmwahl interessant. Wer kennt etrvos von den streng nach klassischer Formschablone gearbeiteten Kompositionen des romantischen Phantasten E. T. A. Hosfmann? Sein Quintett C-mol! für Streich, guartett und Harfe, die hier lediglich einen Klabiersatz vertritt, eröffnctc den Abend. Dem Ensemble Josef S ch e ch t e r, Gerd R o t h st c i n, Helene Croner, Hans Kraus, das selbständig mit dem Verdi-Quartett hervortrat, scheint der führende Kops, der primu» mtex parcs, zu fehlen. Tie Schärfe bei gemeinsamen Einsätzen, die Stufnng im Dynamischen muß noch erarbeitet werden. In ihrer Straffheit gut gelungen war die Wiedergabe des dritten Satze?. In einem selbständig arrangierten Vortragsabend sprach Dr. Anneliese Landau vor einer roßen Hörerschaft über Chopin, dessen 125. Geurtstag in diese Tage fällt. Wie immer zeigte sie. gestützt auf reiche Kenntnisse, in ihrer gewinnenden Art das Milieu, Leben und Wirken des Künstlers und suchte auch das musikalisch Reue. Eigene des Komponisten durch gelegentliche Analysen wenigstens anzudeuten. Paula Lindb e r g s vielbewährte Kunst kam einigen der nicht sehr bedeutenden Lieder zugute. Erneu starken, überzeugenden Eindruck hinterließ das Spiel von Wolfgang R o s 6. bet . mit bemerkenswertem technischen Können und einer persönlich gefärbten Einstellung, die den Klang auch noch in den Momenten leidenschaftlichsten Aufwallens zu adeln wußte, die L-moll-Sonate, ein Impromptu und ein Scherzo spielte. Dr. Werner R o s e n ft o ck sprach in einer gutbcsnchten C.-V.-Vcrsammlung bei Dr. Heimansohn ausführlich über einzelne Gebiete^ praktischer C.-V.-Ärbert. Den künstlerischen Teil bestritt Dr. Ilse West mann, die mit frischer, sympathischer Sopranstimme Lieder von Atendelssohn und Mahler sang; die Pianistin Hilde Halber st am-Remy gefiel im Solospiel, weniger sorgsam war ihre Begleitung. Hilde M a r x erfreute durch einiges aus eigener Feder, das in seiner Nachdenklichkeit in der Erinnerung haften bleibt, weil hier in oft knappen Worten das Wesen des Alltäglichen und der allen verständlichen menschlichen Impulse eingefangen 'scheint. Da3 Jüdische LehrhauS. teilt mrt: Die für den 17. März angekündigte Morgenfeier fällt aus. Am 21. März spricht Eduard Strauß (Frankfurt a. Bl.) über „Jüdische Lebensform", am 28. Marz Paul Eppstein über „Das deutsche Judentum und seine Aufgoben". beide Vorträge finden im Brüdcrvcreirlshaus, Kurfürsten, straße 115/116, abends 20 Uhr 15 Min. statt. In den Monaten Mai und Juni findet unter Leitung von Rudolf Cohn ein Buchhaltungskur. fus für Fortgeschrittene stntt. Ein Kursus für Neuansänger beginnt am 20. März, abends 21 Uhr 30 Min.. Lützow straße 16. Profestor Dr. Jömar Elbogen wiederholte im Verein für jüdische Geschichte und Literatur am 7. März seinen Vortrag über Maimonidcs. den wir ausführlich in Nr. 3 bereits gewürdigt haben. Musikalische Darbietungen Max N o s e n t h a l s umrahmten den Vortrag. Klubtee im Jüdischen Frauenbund. Bei einem Teenachmittag im Klubheim des Jüdischen Frauenbundes las Frau Anni Wara« Schmidt Briefe einer jungen Kindergärrnerin aus Palästina vor. Briefe, mit einer entzückenden Frische und einer schlichten Ehrlichkeit geschrieben von einem Rtädchen, das im Jahre 1933 den großen Sprung wagte aus Deittschland in die noch fremde, aufbrechende Welt deS neuen Landes und Lebens, und das drüben in zähester Arbeit sich in die Reihe der Pioniere chres Berufes eingliedert. Biel Mut sprach aus den Zeilen, aber auch sehr viel Heimweh, das immer wieder durchbrach, auch als die befriedigende Tätigkeit im eigenen Kinderheim schon etwas wie neue Heimat geschaffen hatte: immer wieder siegte die Kraft eines jungen und für seine Ziele begeisterten Menschen, siegte endlich auch über sehr vrel Schweres, das sich aus den veränderten und keineswegs geordneten Lebensverhältnissen ergab. Diese Briese, die in Buchform erscheinen luerdcn, sind ein beachsen?. wertes Kapitel im großen Buch der Palästina, berichte, ihrem Sinngehalt nach ein groß, geschriebenes „Ja" ans die Frage Palästina, aber mit einem nicht zu übersehenden AnsruiungA. Zeichen dahinter. Hildo Marx. Vor Gardinen . Drei Gardincnfchauen gibt es jetzt im Augenblick rn Berlin: F. B. G r ü n f e l d . N. Israel unv Tcvpich -Bursch. Man sicht so viel Markisen, Boileö, Mull und Tüll, gestreift, geblümt, durchsichtig und dünn, in schwerem Rtatcrial, daß einem wirklich die ^Wahl schwer fällt. Frau M., die sich einen Borinittag f'rcigemacht hat, um diese Ausstellungen zu besuchen, hat vor Erregung einen ganz rvlcn Kopf. Ihr gegenüber sieht ein eingeschüchterler Herr. Sic ist energisch und fordert eindeutige Stellungnahme: „Ihr modernen Archltcktcn, charakterlos seid ihr. Fordert glatte, ein-- farbige Vorhänge, auf einmal hangt ihr dann ins Schlafzimmer geblümten Voile, ins Wohnzimmer Streifen vor die Fenster, ihr wollt freie Fenster und verwendet. dann dicke, handgewebte Vorhänge cli llcbergardinen. Wo bleibt die Ucberzeugung. wb tst ganze moderne Wohnung?' Atempause. Aus der mderen vceüe Beschämung und Zerknirschung. Ecu-lr ^amcn, die. von ihrer Logik überzeugt, außer Aiere geraten, bringen einen in Verlegenheit; eS ist nicht gut Kirschen mit ihnen zu essen. Oloch dazu, wenn es um ihr ureigenstes Thema, um die „Vorhänge", handelt. Das grenzt beinahe an Weltanschauung. Glatt, geblümt, kariert, gestreift/ Voile, Tüll, dick, dünn, fest, gerauht, mit Fransen, obne Fransen, mit Hohlsaum. mit. ohne, mit. Es wird einem ganz schwül. Aber weil Frau M. anscheinend wieder zu Atem kommt, ist cs die höchste Zeit, zu einer endgültigen Entscheidung und zu emer Rechtfertigung zu kommen. Wann ist ein Vorhang modern? „Sehe verehrte gnädige Frau, ein Vorhang ist dann modern, wenn er angcgualmt werden darf mit Pfeife. Zigarren und guten Gerüchen." Frau M. ist so überracht und sprachlos, daß man zu weiteren Ausführungen Zeit gewinnt. Also wenn es ihm nichts ausmacht, daß der^ Vorhang angeraucht wird, ist er modern. Wenn Lie Samtportieren an den Fenstern haben und eine Oieiniaung Ihr Budget nicht übersteigt, daun ist gegen Samt nichts cinzuwenden. Samt hat dann nichts mehr mit modern zu tun. Ter pfeifenrauchende Gatte darf kein Verhängnis für das Fcnsterverhängnis sein. n. * Auf dem Dachgarten im Eden-Hotel zeigte dis Firma Herrmann Ger so n bei einem 5-Uhr-Dee am 7. 'März ihre neuesten Frühsahrsmodelle. Ten Anfang machten einige Bormittagskleider in Schwarz- Weiß. an denen die neue Gürtellinie und lange Fichus aufsielen. Dazu trug man die schönen und geschmackvollen Taschen der Firma G o l d p f e i l. Jersey ist die große Mode für den Vormittag, ein sehr hübsches neues Ätaterial in Woll-Frottö. Ter Dreiviertcl-Mantel bleibt die große Mode des Frühjahrs. Für den Olachmittag trägt man vor allem großblumige Stoffe. Im Ganzen eine mit erlesenem Geschmack zusammengcstellte Modenschau! [ ijl-MG iMDMMKW Privaisehulo PeiSeson Berlin W 15. Parissr Str. 4 J 2 6770 4Grundschull:l.atto$tfr.f.Knab. u. Mädchen nameinsam.- Lvzoalklass.VI-I f. Mtidchen Aufnahme für Kindor aüer Konfessionen. Ausbildung von trllin.Assisicnf inncn an mcdhln. Irrstifufcn. Oaatl. konzcssion. Phy5lfe, Chemie, klln. Chemie, Anatomie, hlrtolog. Technik, Parnsitologle,Sero!oglo,Troponkr&nkheiten, Röntgonologio, Photographie. 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