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Central-Verein-Zeitung · 1935-03-07 · 10 (7.3.1935) · page 18

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
10 (7.3.1935)
Date
1935-03-07
Page
– (sequence 18)
Language
German
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;’ui den leisten Monaten hat das Interesse am Sport in der jüdischen Frauenwelt breitere Schichten erfass, die bisher noch abseits standen. Das bedeutet einen ivohlverdienten Erfolg der (.frziehungsarbeit. die Vereine und Presse gemeinsam geleistet haben. ..Dazu bin ich schon zu alt", das kannte man noch vor kurzer Zeit zuweilen van Mädchen hären, die nach nicht einmal Mitte der Zwanzig waren. Allenfalls interessierten sie sich für Gymnastik, natürlich der schlanken Linie wegen. Sobald sie nun aber in den Bannkreis des jüdischen Sportlebens gerieten, wurden sie mitgerissen van dein echten Kameradschaftsgeist und der Freude am Sport. Erst ängstlich und ta'jtend, dann immer bewußter begannen sie zu erproben, welche Sportart ihnen am meisten zusagte. So manche dieser zaghasten Anfängerinnen hat cS inzwischen zu ganz annehmbaren Leistungen gebracht. Selbstverständlich gibt es Sportarten, die für Frauen besonders geeignet sind. Das Gebiet der Leichtathletik bietet Sportlerinnen ein besonders dankbares BetätignngSfeld. Laufen, Springen, Kugelstoßen, daS find Sportarten, in denen Frauen Vorzügliches geleistet haben. Aber damit sind die Betätigungsmöglichkeiten noch keineswegs erschöpft. Die jüdischen Sportvereine besitzen vorzügliche Schwimmerinnen, die zum Teil früher namhaften Vereinen angehörten und dort „eine große Nummer" waren. In neuerer Zeit sind in den jüdischen Schwimnwercincn nach systematischer Ausbildung ausgezeichnete ^lorii* wuchsschwimmcriunen entdeckt worden. Selbst unter den Jüngsten findet man solche, die zu schönen Hoffnungen berechtigen. Auch der Fechtsport hat zahlreiche Anhängerinnen gefunden, die eifrig das Florett kreuzen, und Hockeyspielerinnen sind ebensorveuig eine Seltenheit wie Handball- Damenmannschaften. Weniger bekannt dürste es sein, daß Frauen auch im Jiu-Jitsu ^flutc Leistungen vollbringen. Es sei an dieser Stelle nur an Lore S i m o n erinnert. Auch der Rudersport besitzt zahlreiche Anhängcrinnen. . Wenn man noch den Tennissport 'erwähnt und bedenkt, daß es in den jüdischen Vereinen auch vorzügliche Turnerinnen gibt, kommt man zu dem Ergebnis, daß jede gesunde Frau, di? Lust und Liebe zum Sport hat, sicherlich auch ein passendes Betätigungsfeld findet. Allerdings wird e8 ratsam sein, vorher den Sportarzt zu befragen. Er muß darüber entscheiden, welche Strapazen dem.Körper zugemutet werden dürsea, und er wird auch das Training sorgfältig überwachen. Nicht jede Frau ist zum Kampf im sportlichen Wettbewerb geschaffen. Aber auch die Ausübung einer Sportart, die lediglich auS Freude au der Sache selbst erfolgt, also ohne übertriebene Erwartungen auf Ruhm, gewährt Genugtuung und verleiht jene Kraft und jenen Lebensmut, die heute notwendiger sind denn je. Im kommenden Sommer werden die Frauenkonkurrenzen wahrscheinlich stärker beschickt sein als bisher. Soweit man die Leistungen vom Wintcrtraining her beurteilen kann, ist damit zu rechnen, daß e8 neue, große Erfolge des Frauensports geben wird. Dafür bürgt die harte, zähe Arbeit, die während der Wintcrmonate geleistet worden ist. und deren Erfolge man dann im Sommer auf dem Sportplatz zu ernten hofft. 8. Ascher. Phot.: Fnvnevfc!d f / ) * Fußball Das Hauptinteresse am 17. Februar konzentricrte sich in B e r l i u naturgemäß aut die Generalprobe, die für die vom Mallabikreis für die Vertretung Deutschlands ausersehene Fußball-Maklabiah-Elf abgehalten wurde. Eine kombinierte Berliner Mannschaft war der Gegner derRePräsentativmannschast und forderte dieier ihr ganzes Können ab. ehe ein knapper Sieg der - Repräsentativen mit 2:1 (0:1) feststand. Allerdings behinderte der außcrordeutlicki heftige Vaud die Spielcutsaltuug erheblich, so daß die Luuiilat des Spiels hinter den Erlvartungen zurückblieb. Immerhin zeigten sieh die Repräsentativen in sehr guter Form, io daß man aus eine ehrenvolle Vertretung Deutschlands bei der Makkabiah rechnen darf. Das Spiel sah jedesmal die mit dem Wind spielende Partei in Front. Falik (Dresdens brachte in der ersten Halbzeit aus einem Gedränge heraus die Kombinierten in Führung. Rack) der Pause tauschte man Fallenstein (M.-Gladbacl>> gegen Falik aus, wodurch die repräsentative Elf mehr Geschlossenheit erhielt. Falik war es auch, der die beiden Treffer für seine Mannschast und somit eigenartigerweise sämtliche Tore des Spiels schießen konnte. Neben ihm zeichneten sich besonders Sattler (Berlin). -Hersch iWürstu.rgs und Schwarz (Düst'eldorst in der Makkabiah-Manu. friiaft aus. Die endgültige Mannschaft für die Makkabiah lautet: Tor: Schaul (Berlins, Ball (Breslaus; Verteidiger: Sperber (Berlins, Eohn (Mannheims. Schwarz (Düsseldorfs; Läufer: Neumann (Berlins. Hersch (Würzburg). Eisinski (Leipzig). Weiß (Berlins, Grüncbaum (Franks,rrli, Sicradzki (Leipzigs: Stürmer.- Sattler (Berlins, Falik (Dresden). Rasse (Leipzigs. Iwickler (Mannheim), Kleinmann (Würzbnrgs, Weinstock (Leipzigs, Aitcrmann (Duisburg) Bei den Berliner Verbandsspieleii am 24. Februar konnten die Favoriten siegreich bleiben, doch stellen die Resultate in ihrer Höbe eine große Neberraschung dar. BSG stst I tonnte nur mit größter Mühe über Hagibor Id siegreich bleiben, woran hauptsächlich die Stürmer Schuld trugen, die unfähig waren, ihre Chancen ivahrzunehmen. Hätten nicht in den letzten Minuten Rosenberg als Mittelläufer, Hirsch in der Verteidigung und Cohn im Dor ein ganz großartiges Abwehrspicl gezeigt, dann ij/itten die Griin- Schivarzen vielleicht das 1:0- Resultat für BSE ausgeglichen. Hatoah Id st'tzie sich über ISK I mit nicht weniger als st : ü Toren hinweg. Hal'oabs 2tnvin bot eine Glanzleistung und halte sich bereits mich 2.', Minuten eine 4: st-Führung erspielt. Vei diesem Stand steckte ISK bereits das Spiel ,nn'. so daß die schnßsrendigen blanweißen 5niriiuT das Resultat nach Gefallen Häher zu sckn.nit'en vermochten. Auffallend war bei diesem .Rw.n"'. daß Hakoah im Feld gar nicht einmal so llaistnüberlegen war, doch gab das Können der Stürmer und ihre Energie vor dem gegnerischen Tor ihnen das große llebergemicht. zumal der blaugelbe Sturm allzu hilflos irr Tvrnähe operierte. Jf. A. C. * BSG st-) I hatte am st. Marz in ISK I einen Gegner, gegen den der vorjährige Reichsmeister des RjF unbedingt gewinnen mußte, wenn er sich wenigstens eine Mittelpvsition in der Tabelle sichern wollte. Die BSG gewann auch schließlich mit 4 : st. Das verhältnismäßig hohe Resultat spiegelt den Kampiverlauf in keiner Weise wider. ISK war nämlich bis zur Pause seldüberlegen, die blaugelbcn Stürrner hatten viel Schußpcch und waren außerdem nicht energisch genug:' Ter defensiv hervorragende Mittelläufer Rosenberg und der Torstcher Lohn bei BSG bctvahrten ihre Mannschast vor einer schweren Schlappe. Noch 15 Minuten nach der Pause war der Kamp' bei verteiltem Feldspiel ganz osfeu. Durch einen sicher eingeschossenen Elfmeter stir BSG und das Mißgeschick, den Ball bei der Abwehr ins eigene Tor zu befördern, verloren die Makkabispi'eler offensichtlich die Spiellanne, und ein im Alleingang von Hilkoivrtz erzieltes Tor und ein zweiter, diesmal voll berechtigter Elfmeter sorgten für das dem Verlauf nach viel zu hohe Endergebnis nie die BSG. Im zweiten Spiel der 1. Klasse befestigte Hakoah Ist ihre Position durch einen hohen b: I- (st : O-sSieg über Hagibor Ib. Hakoah Ib ist zurzeit sehr gut im Schivimg. besonders wirlnngsvoll versieht der Angriff zu operieren. Hagibors Torhüter ersparte durch seine Paraden seiner Mannschaft eine durchaus mögliche zweistellige Niederlage. In der Klane 2 ist mit dem st : st- (2 t st-ASieg der BSG stst II am st. März über ISK II die Meisterschaft. so gut wie entschieden. Die R,F- Mannschast spielte wie ans einem Guß und ließ den Gegner niemals zur Entfaltung kommen. ISK kämpfte sehr tapfer. Die ausgeglichenste Mannschast ist somit verdient Meister der Klane 2 mit einem Borsprung vor Hakoah II geworden. H. A. ( . . NsF^B r e? I a u I—SD Gandan I 8 : st G : «"!).• Die RsF-Mannschast war in der ersten Halbheit, mit dem Winde spielend, stark überlegen und aing 5 : 0 in Führung. Nach der Pause konnte der sehr gute Halbrechte zwei weitere Tore schießen. Ein Eltinetcr, den der linke Läufer verioandelte. stellte das Endresultat mit 8 :0 her. Br. Schild Fra nt f u r t a. M. I—ISB £ f f e n bncha. M. l 2 : 2 st>. 1). Eiu spanueuder Kamp'. Die Lfsenbacher zeigten sehr großen Eifer, während Schild die bessere Technik bewies. Die erste Halbzeit war Ziemlich ausgeglichen. Nach der Pause drängte Schild sehr stark. Ein Elfmeter wurde von Lst'enbach verschossen. Das unentschiedene Ergebnis entspricht durchaus dem Spielverlauf. Tie Tabelle führt nunmehr Bar kochba. Frankfurt a. M., mit zehn Spielen und 16 ' Punkten, als zweiter folgt Schild mit nenn Spielen und 15 Punkten, so daß letzterer relativ am besten steht. pj,# jr. Hakoah RjF Gelsenkirche n—RiF'Sportgruppe Paderborn 7:1 (1:0). Ter Sieg Geksenkirchens in dieser Höhe war verdient. Paderborn leistete wohl in der ersten Halbzeit gute Derterdlgungsarbeit. GelsenkirchenS Sturm war zuerst von viel Pcch bei seinen Torschüssen verfolgt: dies wurde in der zweiten Halbzeit wettgernacht. DaS Paderborner Schlußdreieck und dre Läuferreihe, durch den ständigen Druck in der

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