Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 9 (28.2.1935)
- Date
- 1935-02-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Jvrülicrc?Äöcmi meine(Sltcrn mir ciirStnbtuin,' für das ich mich begabt fühlte, ermöglichten, war es da ein Kunststück, die vvrgcschricbeue Examina zu bestehen, Titel und Berechtigung Zu erwerben und daraus aufbauend ein-geachteter Bürger zn werden? Ist es nicht viel erhebender, zu wissen, das; man in einem Beruf, Zu dein uns zunächst alte Voraussetzungen fehlten, auch Zufriedenstellendes leistet? Es gibt ein numdervalles Krastgesühl, ^it wissen, das; man nicht an Werkzeuge gebunden ist, zu fühlen, das; man es anderen, nwhlgeüütcn gleichtut, das; man in dein Zusammcuklaug der Arbeit, in der grasten Letriebsgeineinschast aufgeht. Und was zunächst so.schwer fällt, nämlich das Aushören des Besondcrssein. das wird Ziel und Befriedigung. Vielleicht hat mir ein Kollege sehr geholfen, als er mir zur richtigen stunde einen seelischen Rippenstoß versetzte: Ich packte in dem Versandhaus zusammen mit einem alten Arbeiter eine groste Kiste ein.und must dabei ein ellvas säuerliches Besicht gezogen haben, denn der Alte, der zufällig meine frühere Tätigkeit kannte, sagte zu mir' in scinein besten Berlinerisch: „Tu mustt dir det uich so krähen lassen! Ick habe ooch als Tischler jeternt und arbeite nun det hier!" Langsam kommt dann auch das, was wir heille mehr denn je brauchen: die Verbundenheit mit der Masse nur uns, die Kollegialität. Je mehr sich unser Können dem der anderen angleicht, je mehr unsere Art der Erledigung den Normen der Geübten gerecht wird, desto mehr schwindet die Fremdheit, die uns zuerst umgeben hat. Auch hier werden wir Partikel, einer unter den anderen, cs entstehen neue Arten der Vertrautheit. Aber kein Irrtum darüber: Tiefe Vertrautheit gilt nicht uns als Individuum, sie gebührt dem Mitarbeiter und nur ihm. Mag das Leben und Wirken Personlichlcitsbelonter Art interessanter und befriedigender sein, die Anonymität des jehigen Seins wirkt nach all den Spannungen wohltuend und gibt Ruhe und Sicherheit. Wir haben die mangelnde Krisenfestigkeit unserer frecheren Stellungen erkannt, wir wollen uns nicht mehr crponiercn, dem Schicksal eine Breitseite bieten, wir werden Welle im Strom, ohne eigene Richtung. aber gehalten und getragen von dem Gleichartigen um uns. UI. Weniger schwierig, aber gefährlicher ist der Uebergang von dem geistigen zum ungeistigen Arbeiten. Hier hört man so oft: jede Tätigkeit könne bis zu einem gewissen Grade in geistiger Art ausgeübt werden. Irgendetwas ist an dieser These richtig. Auch eine primitive Arbeit, wie z. B. das Ablegen von Briefen kann besser geleistet werden, wenn inan sie nicht mechanisch, sondern nach einem individuellen Verfahren erledigt. Das gilt noch mehr für den Großteil der technischen Arbeiten in einem Fabrikbetrieb. Tie Planmäßige Aneignung von Material- und Fachkenntnissen wirkt belebend und verbessernd, und eingehende betricbswissenschastliche Untersuchungen haben gezeigt, daß selbst ein aus ständigen Wiederholungen bestehendes Arbeitspensum besser von einem intelligenten uitö nachdentenden Menschen erledigt wird, als von einem Unbegabten. Aber das ist für die Umstellung als solche unwesentlich, weil die Notwendigkeit geistiger Anstrengung fehlt. Tie ständige geistige Anstrengung, wie sie die vordem betriebenen Berufe erforderten. bildet aber Fähigkeiten und Werte, die in unserem neuen Berus brachlicgen. Auf lange «Licht ist eine Zerstörung dieser Werte wohl nicht zu vermeiden. Wir werden Lchten Endes viel mehr durch unsere Arbeit geformt, als nur sie zu formen vermögen. So tritt eine Nückcntwicklung ein, die absolut genommen bedauerlich ist. Für den einzelnen jedoch scheint dieser Werdegang notwendig zu sein, um ihm die innerliche Grundlage zu seinem neuen beruflichen Sein zip geben und ihn zu dem Ziel 511 führen, daS wir vorhin schon als „neue Bcrusszufriedcnheit" bezeichneten. Es ist eine wohltätige natürliche Konsequenz, daß wir uns langsam den neuen Erfordernissen anpassen und Belastendes, mag es auch an sich wertvoll sein, abstoßen. Wir werden Primitiver in unserem Berufsleben und müssen es werden, wenn wir darin Gutes erreichen wollen. Ich habe cs selcht erlebt, daß eine einigermaßen befriedigende Leistung in meiner neuen Betätigung erst dann herauskam, als es mir gelang, die im Leerlauf weitergchcnde Gcdankenmafchme nach und nach abzustoppen. Ich möchte nicht mißverstanden werden: Es liegt mir ferne, nun einen Lobgehang aus die Rückkehr zur geistigen Primitrvrtat anzustimmen. Verdummung macht vielleicht glücklich, ist aber weder beruflich noch außerberuflich förderlich. Ich denke ausschllcfll'ch an die uns in starkem Mavc fehlende oahlgkcit, eine Arbeit ohiic grüneren «»st'««' Apparat auszuführcn. Wir muffen cä und das selbst aus die Ecsahr hm, bab eine Rückkehr zu geistiger Berufvarbcit aus unver mutete Schwierigkeiten stoßen wurde. Selbstverständlich muß ein Ausgleich geschasfen werden. Die Zähigkeit, uügechrg 3 arbeiten, dars nicht zur Unanstrgkc t der ge. samten Person führen. Wir brauchen also mehr als je Anregung, Gelegenheit zu j> f \ ' ' ,<r ' I - f r f ‘ f \ Professor Tr. Friß Lenz (Berlin), der gemeinsam mit Fischer und Bauer die „Menschliche Erülichkeitslehre und Nassenhpgiene" hcrausgegeben hat (den sogenannten „Fischer- Bauer-Leuz"), hielt kürzlich in der Kaiscr-Wil- Helm-Gesetlschast zur Förderung der Wissenschaften einen Vortrag über „Probleme der praktischen Nassenhygiene". Nach Zeitungsberichten führte er u. a. aus: „Die Haupigcsahr, die unserer Nasse droht, liegt darin, daß die hochgearteten Volksgenossen sieh ungenügend, die Minderbegabten dagegen sich überdurchschnittlich sortpslanzen. Wenn es nicht gelingt, dieser Gcgcnanslese Einhalt zu tun,, wird in wenigen Generationen ein hoffnungsloser geistiger Niedergang die Folge sein. Der Verhinderung der Fortpflanzung Schwachsinniger dient das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses. Bei umfassender Durchführung dürfte es möglich sein, den Prozentsatz der Schwachsinnigen unter den Geborenen in einer Reihe von Jahren ans die Hülste herunterzndrücken. Eine weitere Verminderung dieser Zahl wird mir langsam im Lauf der Generationen möglich sein, da ein großer Teil der krankyasten 'Anlagen sich latent vererbt. Die Hauptaufgabe der Nassenhygiene ist nicht die Verhütung erbkranken Nachwuchses, sondern die Erhaltung des hochwertigen Erbguts. Sie nmst daher in der Hauptsache bevölkerungspolitisch sein. Bevöllernngspolitik. und zn'ar rassenhvgicnische BevölkernngspoUtik ist die erste und wichtigste Ausgabe des nationalsozialistischen Staates.' Bevölkerungspolitische Maßnahmen, die rein quantitativ angelegt sind, haben leicht ungünstige Wirkungen. — Eine wichtige rassenhygienische Aufgabe entstehe aus der llebersüllung der akademischen Berufe, die ein-e Folge der sozialen Entwicklung und des Einkindcr- . systcms sei. Durch die Proletarisierung der akademischen Berufe seien viele hochwertige Menschen zcw Kinderarmnt getrieben worden. ES müsse eine Beschränkung der Zahl nach Maßgabe des volkswirtschaftlichen Bedarfs cintreten und eine strenge Auslese ausschließlich nach der wistcnschaftlichcn Begabung und nach den geistigen Fähigkeiten. Dieser Schicht müßte dann ein frühes Heiraten ermöglicht werden. Die Nassenhygiene. wie sie Lenz versteht, bedeutet eine Förderung der kulturschafsenden Elemente; die zwei Kernsätze dieser Ausfassung sind diese: man kann nicht nach Haarfarbe und Kopfform auslesen und: wir haben nichts davon, wenn wir ein Hnndertmillionenvolk von Kulis sind." * Dr. Johannes v. Leers, der bekannte nationalsozialistische Schriftsteller, sprach in Düsseldorf in der Vortragsreihe der Verwaltungsakademie über das Thema „Zur I u d e n s x a g c ". Ans den ausführlichen Zeitungsberichten zitieren wir folgende Absähe (nach der „Rheinischen Landcszeitung" Volksparole vom 21. Februar): „So sei die Macht Judas Jahr um Jahr und Stufe um Stufe gestiegen. In Preußen habe die Emanzipation im Jahre 1812 den Juden Tür und Tor geöffnet. „Steins Werk wurde von dmckleu Mächten zerstört, dem Bauer-wurde ■ die Grundlage für eine gesunde Entwicklung genommen, ans dem verarmten Landbewohner wurde der Fabrikarbeiter in den schnell anwachscnden Industriezentren. Jetzt konnte der jüdische Prophet Karl Marx auftreten, um das zerstörende Gift in.die Seele dieser kerndeutschen Menschen zu legen. Und so wie der deutsche Arbeiter der Faust durch Marx für die Idee des iuteruativualeu Proletariats gewonnen wurde, so wurde der .Bürger' zum Wcltlibcralismus erzogen. Nun hielt der Jude seine Zeit für gekommen, um die politische Führung an sich zn reißen. Es wurden Parteien gegründet, die alle im Dienste dieser internationalen Macht standen... die Konservativen von dem Inden Stahl, die Liberalen von dem Juden Ricardo, die Sozialdeinvlraten von dem Inden Marx. Hand in Hand mit dieser politischen Verseuchung ging die geistige und gesellschaftliche Verjudung. Als man das deutsche Volk für zermtirbt genug hielt, entfesselte man 1914 den Weltkrieg, um dadurch endgültig die Macht au sich zu reißen, was durch die traurige Revolte von 1918 gelang. ... Der Referent schloß seine Ausführungen mct der ernsten Mahnung, auch jetzt wachsam zu bleiben. Mit der Beseitigung der Juden aus allen staatlichen Aemtern -ist nur die erste Schlacht gewonnen. Es gilt den Kampf zu führen gegen den indischen Geist, der sich tief in die Welt eingcfresscn hat." Die „Volksparole" faßt ihren Eindruck von dem Leersschcn Vortrag folgendermaßen zusammen: „Es ist der Fehler gar zu vieler, die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Vorgänge lediglich nach dem äußerlich' sichtbaren Geschehen zu beurteilen. Rur so konnte es kommen, daß die getarnkcn Mächte wie das Judentum und seine Hilsstrnppe, die Freimaurerei, einen derartig maßgeblichen Einfluß gewannen. Wenn diesen internationalen Verbrechern die Maske vom Gesicht gerissen wird, dann werden alle Völker der Erde frei werden, dann auch werden die einzelnen Staaten zu einer Verständigung über strittige Probleme kommen, denn niemand anders als das Judentum hat Interesse an kriegerischen Auseinandersetzungen. Helfe jeder mit, den Juden zn entlarven und in seiner ganzen Erbärmlichkeit allen zu zeigen. Fange icder an. sich ein fundiertes Wissen über die Iudenfragc anzucigncn. denn mit der Waffe des Geistes, gepaart mit einem stahlhartcn Weiterbildung, Möglichkeit geistiger Produktion in unserem außerberuslichen Sein. Hierauf einzugehen ist im einzelnen nicht möglich: einige grundlegende Forderungen seien aber niedergelegt: mehr als früher muß sich die uns gebotene Anregung in geistig disziplinierter Art vollziehen. Die Zusammenfassung zu reinen Dcüattierklubs, in denen ohne eingehende Vorbereitung Gedankenaustausch getrieben wird, führt zu immer stärkerer Verflachung. Es soll gar keine leichte Kost sein und noch weniger ein Amüsement: Wir brauchen geistige Anstrengung, scharfe Kontrolle. Zwang zu disziplinierter Arbeit. Möglichst reale Themen, keine vagen Problemstellungen mehr, nüchternes, aber positives Zusammenarbeiten. Die finanziellen Aufwendungen müssen auch für den Umgestcllten tragbar sein. i IV- Wenn man von Umstellung spricht, dann denkt man meistens zunächst an die Aenderung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Sicherlich ist dieser Punkt der Außenwelt am meisten erkenntlich. Die Schwierigkeiten einer solchen Umstellung dürfen auch keineswegs unterschätzt werden. Man hat in unseren Kreisen seit langen Jahren von der „Verproleiarisierung des jüdischen Nachwuchses" gesprochen, man hat sich ausgerechnet, daß der Prozentsatz der selbständigen Existenzen gegenüber dem Arbeitnehmer immer geringer werde, daß von uns häufig ergriffene Berufe in einer sozialen und wirtschaftlichen Rückbildung begriffen seien (man denke an den Berns des Agenten) und hat die innerliche Einstellung zu der Verringerung des Lebenszuschnittes zu schassen versucht. Aber trotz aller rationalen (Sr» Wägungen: es ist manchmal bitter schwer^ auf Bedürfnisse zu verzichten, die man schon beinahe als selbstverständlich empfunden hat> es ist vielleicht noch schwerer, der Kosten wegen die Verbindung mit Kultur- und Geistesleben nicht immer ausrechterhalten zu können. Aber anderseits wäre nichts verkehrter, als dieses Moment zu überschätzen. Ich denke wohlgemerkt nur an die, denen sich bereits eine neue Erwerbsmöglichkeit, sei es auch im kleinsten ZuscLnitt, geboten hat, nicht an die weit unglücklicheren, die noch die Unsicherheit des Morgen und die Zermürbung der Arbeitslosigkeit zu tragen haben. Ich denke ausschließlich an den „Umgestelltcn", an den, der mit tausend anderen morgens zur Arbeit geht, der sich durchschlägt. Der Uebergang ist nicht leicht, aber als Zustand ist diese Aenderung die am wenigsten fühlbare. Wir gehören einem anderen Milieu an und können uns bei Fleiß und Sparsamkeit durchaus in den durchschnittlichen Grenzen dieses Milieus ernähren. Ein Mehr ist nicht nötig. Wenn wir uns schon richtig umstellen wollen, dann dürfen wir in unser neues Element auch nicht die beruhigende bürgerliche Sicherheit von früher miteiuschleppcn wollen, und müssen alles über Bord werfen, was nicht mehr zu uns paßt. Vielleicht würde uns das leichter werden, wenn wir nicht durch Freunde und Bekannte an unser früheres Sein gebunden wären.. Uebcrall tritt uns das Gestrige in unendlich vertranter Form entgegen und verlangt von uns Kompromisse, denen wir letzten Endes doch nicht gewachsen sind. Was soll das? Wir haben es bald gelernt, uns nicht zu genieren. Wenn wir etwaigen gesellschaftlichen Anforderungen nicht mehr gewachsen sind, dann soll man uns sortlassen aus den Kreisen, die solche Formen verlangen. Aber man soll nicht von uns verlangen, daß wir ein Doppelleben führen, das uns zermürbt. Oder sollen wir am nächsten Tage hungern, weil wir, wenn wir heute eingeladcn sind, der Dame des Hauses Blumen überreichen müssen? Das wäre ein Verrat des Seienden an das Gewesene, und wir sind realdenkend genug, um über solchen gesellschaftlichen Forderungen zu stehen. Wir leben unser Leben und nicht das der anderen, und wenn diese Linien zu weit klaffen, dann muß geschieden sein. Nur kein Scheindasein, wo Umstellung notwendig ist. * Wenn ich morgens zu meiner Arbeit komme, dann geben mir die neuen Freunde die Hand und rch fühle, daß mir da eine neue Heimat entstanden ist. Ich kenne meinen Platz, auf den ich nun gehöre; ich fülle ihn aus, so gut ich es vermag, und denke nicht darüber nach, warum es so ge- ' kommen rst. Und wenn es manchmal noch nicht so recht gelingt, dann denke ich an memen alten Freund und seinen guten Rat': >,Du mußt dir det nich so kratzen lasten!^ Willen, tvird es gelinqen. diese Söhne 8?* Wüste nach langen Jahren ihres AufstieacS endlich und endgültig zum.Segen der ganzen Welt zu erledigen." Die „Düsseldorfer Nachrichten^ vom gleichen Tage resümieren die Leersschen Ausführungen allerdings in folgender Weise: „Wie ist nun die Lage der Juden im national, sozialistischen Deutschland? Tie Antwort Dr. v. Leers' ging dahin: Tie Juden sind heute in Deutschland ausgeschaltet. Da, wo sie in der Wirtschaft noch eine INvlle spielten, sollten sie nicht hinautzgedrängt werden: es genüge, wenn die entscheidenden Stellen dc8 Wirtschaftslebens mit Ariern besetzt seien. Was der National, sozialisinus wolle, sei, daß sich das Volk auf seine Bestandsgrnndlagen Blut. Boden, Rasse, Vollstum besinne. Das fei gleichzeitig die sitt.' liche Besinnung dcS deutschen Volles auf seine Werte. Ter Nationalsozialismus werde es nur begrüßen, wenn alle Nationen, die ein Jndenproblem kennen, zn einer internationalen Regc" lung kvinnccn ivürden. Er crlerme das Prinzip der gegenseitigen Achtung der Völler an und werde auch das jüdische Volk als solches nicht verachten." Dr. v. Leers scheint die historischen Vorgänge in einer recht starken Vereinfachung dargestellt' zu haben, um ihre Allgemeinverständlichkcit - und Wirkung bei seinen Zu- Hörern zu erhöhen. * Professor Tr. Hermann M u ck e r m a n n. der bedeutende Biologe und Eugeniker. bielt im katholischen deutschen Lcseverein in Rom zwei Vorträge über die Rassensrage. Einem Bericht der „Germania" entnehmen wir solgende Satze: „Soll die ureigene Kultur eines Volkes erhalten und gestaltet werden, muß auch die rasscnmäßige Zusammensetzung „heimrassig" lim Anschlich an das Wort „Heimat" gebildet) bleiben und darum „Fremdrassiges" ohne Verkennung seines inneren Wertes arundsätzlich im bivlogiichcn Werden des Voltes selbst au;« geschaltet bleiben. Praktisch bedeutet dies das Festhalten an der heimrassigen Eheschließung, wobei das Wort „heimrassig" alle Nassen einschlicßt, die durch die Mischung in ureigener Umwelt die ureigene Kulturgestaltnng eines Volkes hervorgerustn haben. Selbstverständlich kann nicht genug betont werden, daß die Ausschaltung von Ehe. schließungen zwischen heimrassigen und freuiü. rassigen Famrlien keine Wertung der anderen Nassen und erst recht keine Verfolgung von Menschen einschlicßt. die fremdrafsig sind, airch nicht die Verfolgung von Juden. Wir verfolgen die Sünde, wo wir sie finden, doch geht es nicht an, Menschen wegen ihrer Abstammung Verfolgungen auszusetzen." * Im Organ des Nationalsozialistischen Inristenbundes (Deutsches Recht) veröffentlicht Dr. Fritz Hartmann Vorschläge zu eineür „Gesetz zur Neinerhaltung des deutschen Blutes". Die Sckristleitung des Blattes bemerkt zu diesem Aufsatz, daß sie sich die'Vorschläge Dr. Hartmanns irn einzelnen nicht zu eigen mache. Ter Verfasser stellt für ein solches Gesetz u. a. folgende Forderungen auf: „Verbot der Eheschließung zwischen bcutfdjnt Staatsangehörigen arischer Abstammung und deutschen Staatsangehörigen oder Ausländern nichtarischer Abstammung. Für die Feststellung der arischen Abstammung gelten allein die Vor- . schristen des Reichserbhosgcsetzes, die den Nachweis der arischen Abstancmung seit 1800 — d. h. vor Beginn der „Judenemanzipation" —- fordern, zweckentsprechend. Tas biologisch be« - gründete Eheverbot müsse eine kulturpolitisch begründete Ergänzimg dahin erfahren, daß auch die Eheschließung zwischen deutschen Staatsangehörigen arischer Abstammung verboten sei, wenn die Frau ein Kind habe, dessen nichtarische Abstammung nachweisbar sei. Zur Vermeidung „außerehelicher Bastarde^ sei dem deutschen Staatsangehörigen, sei eS ein Mann oder eine Frau, die Ausübung des Beischlafs mit einer Person, deren nichtarische Abstammung ihm bekannt sei. bei Strafe (nur ^Freiheitsstrafe) zu verbieten. Nicht der Fremdstämmige sei zu bestrafen, nicht gegen ihn solle sich das völkische Empfinden auslehnen, sondern die strafwürdige Tat begehe der Angehörige deutschen Volkstums, der die Ehre mißachte, die ihm seine Vorfahkdn gegeben haben und sein Volk ihm erhalte." * Am Schlüsse dieser kurzen Zusammenstellung von Aeußerungen zur Rassenfrage aus jüngster Zeit darf daran erinnert werden, wie von maßgebender Regierungsseite, insbesondere von Reichsminister Dr. Fr ick, der Wille des nationalsozialistischen Staates bei der Ariergesetzgebung schon früher wiederholt zum Ausdruck gekommen ist. Wir erwähnen vor allem die Rede Dr. Fricks. die er ungefähr vor Jahresfrist vor dem diplomatischen Korps gehalten hat. In ihr hieß es: „Die deutsche Rassengeschgebung will kein Urteil fällen über die Güte und den Wert anderer Völker und anderer Nassen . . . 2lber wir Deutschen möchten meinen, daß auch andere stolze Völker aus dem gleichen Standpunkt stehen und grundsätzlich ebenso Wert darauf legen, ihre rassische Zusammensetzung möglichst unverfälscht und unvermischt zu erhalten/ swSwi^ Zweiggeschäft» Weisse Federn von M. 1.— cn, Daunen, fertige Betten, Bett-Inlette, Bettwäsche, Steppdecken 0 Wilmerstlorlßr Sir. 83 Kunstseidene Daunendecken M. 34.50 / Metallbettstellen, Polster-Matratzen usw