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Central-Verein-Zeitung · 1935-02-28 · 9 (28.2.1935) · page 1

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
9 (28.2.1935)
Date
1935-02-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XIV. Jahrgang 1 Nk9 Berlin, £8. Februar 1935 v Preis 25 Pfennig jantral DEUTSCHTUH Diese. Nummer umfasst .18 Seiten Sie enthalt u. a. das Beiblatt: Medizin und Naturwissenschaften und die Rubrik: Der Briefmarkensammler Bon §ludl MrNtmer SN VN HG HUWZ ZOMN Ein 11,»geschichteter, früher Anwalt an einem Oberlandesgericht, nimmt das Wort: Jeden Morgen zwischen acht und neun geht ein Menschenstrom von den Wohnvierteln 3U den Geschäften, Fabriken und Bürohäusern der City. . Ununterbrochen flutet es, Tausende und Tausende, alle in dem gleichen, eiligen Schritt. Ohne Zeit und Blick, für die Auslagen der Lüden, für die Plakate der Litfaßsäulen, für die Blumen der Anlagen. Das Geräusch der vielen Schritte klingt ineinander zu einem einzigen, rauschenden Ton, die vielen einzelnen verklingen in dem Bild des riesigen, strömenden Bandes, in dem Bild der erwachten Arbeit der großen Stadt. Und ich bin eine der kleinen Wellen in diesem Strome, mein Schritt verklingt mit dem der tausend anderen, ich bin aufgegangcn in dem grauen Gewogc: ich gehe zur Arbeit. ■ Und doch ist dieses Menschenhand mir 'vertrant wie ich ihm. Allmählich erkennt man die immer gleichen Weggenossen, man weiß die Straße, die der und jener einbiegt, aus dem gleichgültigen Borbcischen wird, das ganz kleine Lächeln des Gewohnten. man sieht die kleinen Veränderungen an Manchen,.Und wenn einer, fortbleibt, dann vermißt man. ihn mindestens drei Tage lang. Manchmal trifft man einen der früheren Mitwanderer in einer Straßenbahn, auf einem Fahrrad: sie sind übergegangen zu einet,anderen Gemeinschaft, sie haben dort, ihre neuen Wegbckanntcn-sich ersehen,-aller sie gehören nicht mehr zu uns» die wir zur Arbeit gehen, jeden Morgen, zur gleichen Stunde, im gleichen Schritt, in der gleichen, grvßeih strömenden Flut. Ich bin nicht immer so zur Arbeit gegangen^ in der großen Stadt. Ich war nicht immer die Welle im Strom. In der Keinen Stadt, . in der ich lebte,da kannte man mich, da kannte ich die andern. Die wenigen Schritte von der Wohnung zu ' meiner Berussstätte waren ansgefüllt von der lebendigen, persönlichsten Bindung mit der Mitbürgerschaft. Ein freundlicher Gruß, eine kurze Unterhaltung, ein. paar Schritte Begleitung von einem Freund, Bekannten, Kollegen: Achtung. Wohlwollen, Freundschaft, Mitbürgertum. So halten es meine Eltern und Voreltern gelebt, so war ich' groß geworden und so glaubte ich es weitergeben zu können an die nach mir: je älter, einer wurde, je weniger Mitbürger gab cs, zu denen er nicht du sagte und wir Jüngeren ließen uns ruhig von der älteren Generation, die uns schon in den ersten Hosen gekannt hatte, duzen, wie wir später einmal mit den Nachkommenden verfahren würden. Wir saßen wohlaeborgen in der Gemeinschaft des geachteten Bürgertums und glaubten, daß das so richtig sei. . .Und. dann kam der Tag. an dem ich merkte, daß alles doch anders, war, daß es mir gar nicht gehörte, was ich als. mein eigen ansah: der Beruf, der freundliche Gruß, das Geborgenseiu, die Verbundenheit. Und später kam ein Tag, da merkten die Weggenossen, daß ein neuer im. Strom ausgetaucht war. einer, der noch nicht ganz dazngehörtc, weil er die Häuser und die'Menschen um sich mit dem interessierten Blick des erstmaligen betrachtete, weil er den Weg offenbar noch nicht genau kannte, unsicher .war, fragte, weil niemand ihm. das Lächeln des.Bekannten gab, von dem man nichts weiß, als daß er jeden'Morgen zur bestimmten Zeit seinen bestimmten. Weg geht. Aber das. alles ist ja längst.überwunden., ich gehöre dazu, hinein in daS namenlose Band der Arbeit. , <■ H. ' ' : > -; Umstellung. Hebet dieses' Wort, 'überwiese Tatsache ist aus jüdischen Kreisen viel gesprochen und geschrieben worden.- Schon seck Jahren zeigte sich - eine starke -. wenn, auch) virllfach theoretische -Neigung Zu einerwert, gehenden Berussumschichtung innerhalb Des In den leßten Tagen ist von prominenter nationalsozialistischer Seite über die Absichten des Nationalsozialismus .bezüglich der! - ritschen Jrrden und über deren Lage selbst gesprochen worden'. ■ Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger führte am 24. Februar d. I. in Dillenbura bei einem großerr Mitgliedern ppcll der NSDAP nach dem „Landcs-Prcssedicnst" etrva folgendes aus: . „ . . . Einer weist nnS die Aufgabe zu, und : wir Habei, sie mit aller unserer Kroft zu erfüllen. Wir bauen so unseren Staat, in dem ° Blut- und Artfremde nichts zu sagen haben. Für uns ist entscheidend die Stimme des Blutes/ >-chon spürt inan überall wieder, daß sich die Juden erneut aus ihren Schlupflöchern herauswagen und mitreden wollen. Wir müssen im ' Kampf gegen das - Judentum neu den Kampf aufnehmcn." Ter Reichsstatthalter von Sachsen, Gauleiter M u t s ch m a n u, eröfsnete am 23. Februar d. I. eine große Rednertagüng des Gaues Sachsen der NSDAP mit einer Ansprache, die die „Leiv-igor Tageszeitung" vom 24. Februar .1935 eingehend wiedcr'gibt. 'Wir entnehmen ihr folgende Säße: •' -; , ... . . Grundlage für die Arbeit, unserer 7 Redner . kann also immer nur die Weltauschaunng sein, deren Kampfziele jeher Judentum, Freimaucrei und Jesuitentum waren und . immer sein werden ..." ... „Bon allen -»Seiten wird versucht: gegen diese Welt- . auschaunng. Sturm zu lausen, die dem Judentum ein Dorn im'Auge ist. Um so mehr ist es : notwendig, den Ursachen aller Dinge nachzugehen...... . . .-Immer wieder'muß darauf hingewiescn i werden, oaß die Judcnsrage, der Schlüssel zur . Weltgeschichte ist und. daß wir in der Inden- ' frage keine Nachgiebigkeit zeigen dürfen. ES darf lein Tag vornbergehcn. an dem diese Welt- - lieftnicht gekennzeichnet wird. ES. ist klar. . daß das Judentum, das heute seine alten Was- ' fen, den Rundfunk, die Presse, daS Theater 'usiv. nicht mehr besißt, andere Mittel und Wege . sucht, um gegen den Nationalsozialismus anzu- . gehen. Heute wendet der Jude dieselben Methoden, mit denen er einst uns beglückte, bei - anderen Völkern an. Der Führer hat in dunkler Zeit, als die ganze Welt über nnS hersiel, dein deutschen Volk den Weg zum Licht gezeigt, hat diesem Volk. Vertrauen gegeben und hat ihm Arbcits- Möglichkeiten geschaffen, ohne daß die Rohstossguellcn. die der Jude noch immer beherrscht, . ru Anspruch genommen werden müßten. Heute ' sehen lvir schon die Wege sich öffnen',, die zu dem. ' Ziele führen, den jüdischen Wclthändler auSzu-- - schalten. Wir. treffen ihn damit an seiner empfindlichsten Stelle . . . '! . . . Auch unsere Jugend muß weiterkämpfen.' ' denn sür sie bleibt die Aufgabe, die anderen , Völker für unser Wollen und unseren Kampf gegen das Wcltjudentnm zu gewinnen. Seine- . drei Waffen, mit denen cs heute daS Ausland beherrscht,. sind Geld, Presse und Marxismus, und das Judentum .glarcht felsenfest an die. Wirksamkeit dieser Waffen. Daraus haben wir ' zu achten . . - Der Staatskonunissar für die Reichshauptstadt, Dr. Lippcrt. nahm Veranlassung, am 26. Februar 193.') im Hotel Adlon aus einer Zusammenkunft der Mitglieder und Freunde der amerikanischen Haiidelskammer in Berlin zu sprechen. Er begann damit, daß Berlin eine Exportstadt sei und kam hierbei aus die sogenannte jüdische Boykottbewegung in New-Pork zu sprechen. Soweit die Verknüpfung der deutschen Judenpvlitik mit der Schrumpfung des deutschen Handels in Frage kommt, haben wir in der „Wirtschaft der Woche" der „E.-B.- Zcitung" wiederholt ziffernmäßig die objektiven Zusammenhänge auszutlären versucht. Der „Berliner Lokal-Anzeiger" vom 26. Februar 1935 kommentiert die"Säße der Lippcrtschen Rede folgendermaßen in ungefähr gleicher Richtung, wie es auch bei uns schon geschehen war: .Ob die Boht'ottbewccgmg wirklich der wichtigste Grund sür die Schrumpfung dcS deutschen Amerikagcschäftes ist, kann einwand, frei nicht festgestclit werden: von sehr großem Einflnß ist auch die Tollarabwertuug und die einfnhrhcmmenüe amerikanische Zollpolitik..." ' Ucber die deutsche Jndcnsrage selbst führte Dr. Lippcrt folgendes aus: ..Es ist nicht meine Ausgabe und auch nicht -meine Absicht, in die tieferen Gründe dieser J Boykottbewegung hineinzustcigeu und gegen sie Z zu polemisieren, wohl ober holte ich mich für verpflichtet, hier von dieser. Stelle aus darauf aufmerksam Zu machen, daß dieser Boykott von . völlig falschen Voraussetzungen ausgeht. ES wird behauptet und uns der Vorwurf gemacht, . daß wir 'die wirtschaftliche Eristenzmvglichkeit der Juden in Deutschland vernichtet hätten, und wo dieS noch nicht geschehen und gelungen sei, eine solche restlose Vernichtung anstrebtcn. Sie,; meine Herren, die Sie Gelegenheit hoben, sich ■ unbeeinflußt in Deutschland umznsehen, haben die Möglichkeit, demgegenüber anfklärend zu ' wirken. Tenn jeder, auch der unbeteiligte'Be- - sucher unseres Vaterlandes und vor allem der , Besucher Berlins, hat Gelegenheit, sich durch . Tatsachen zu überzeuge», daß den Inden in . Deutschland w:rtscl)aftlich nichts geschehen ist. .Keine einzige Enteignung oder Zerschlagung - eines sogenannten' jüdischen Betriebes ist vor- ' genommen worden. Wenn ein Jude dem Staate bewiesen hat, daß er bereit ist, alle ihm auf- ' erlegten Pflichten im Interesse der Allgemein» . heit zu erfüllen, die auch jeder andere Einwohner . unseres Vaterlandes erfüllen muß. so ist ex in wirtschaftlicher Hinsicht gleichberechtigt.; Wogegen sich'der nationalsozialistische Staat ' hat wenden müssen, ist der Umstand, daß gewisse jüdische Elemente nicht nur eine wirtschaftliche Bevorrechtigung entweder aiistrebten oder tatsächlich schon errungen hatten, sondern außerdem aui politischem und kulturellem Gebiete einen Einfluß ansübtcn, der unerträglich war. Sich hiergegen zur Wehr zu sehen, war nicht' nur daS Recht, sondern die Pflicht der Führung des deutschen'Volkes, was aber die wirtschaftliche 'Existenz der jüdischen Minderheit in Deutschland gar nicht zu berühren brauchte, sofern die Glieder dieser Minderheit den ernsten deutschen Judentums ' und ' die. besonders im „Morgen" immer wieder auflebende Diskussion über dieses Problem zeigt deutÜch, daß der soziale Aufbau der deutschen Judcnschast keineswegs als uneingeschränkt richtig und noch weniger als bleibend möglichempfunden wurde. Das hat aber mit unserer Frage, hier pur losen Zusammenhang: dort war es ein Kollektivschicksal, das beurteilt, beraten,, gestaltet wurde. Und hier, ist auf einmal die> Gesamtheit als solche'nebensächlich geworden,' es handelt sich hier.um das Leben und Weiterleben des. einzelnen, .des Betroffenen, um' die Lösung derklaffend offenen. Frage.'wie/der jüdische Mensch A und B, der die Grundlagen seines wirtschaftlichen Seins'verloren haß sich weiterhelfen kann, wie. ihm stufenweise Brot.' Beruf und endlich. Berpsszufriedenheit wiedergegeben werden' kann. Das Facit. aller ideologischen. Erörtexungen früherer Jahre ist uns vorwitggenommen. .und die Umstellung war da» - bevor ihre ' gedanklichen . Grundlagen; zu Ende gedacht waren I " * '■* " ' Es wurde viel geschrieben über die . Um- -- ftellung., Aber-meistens kamen diese Stimmen, "aus deü'Meisen, an denen eine Umstellung im engeren Sinne sich nicht vollzogen hatte: Ent.- weder waren, es Menschen, deren Lebensinhalt' ohnehin die Behandlung jüdischer Fragen und' die heute mehr denn je erforderliche Seelsorge im weitesten Sinne war, die also eine tiefgehende Milieuänderung nicht hinter'sich hatten, oder aber es waren junge Menschen, denen zwar Chancen. Aussichten, Erwartungen' ge-, nornmen wäreih nicht aber bereits fundierte Plätze im Wirtschasts- und Sozialleben.-' Aber' oie anderen, die zwischen 30. und' 40,- die meistens zu jung zum Frontkämpfer und zu alt zu einer'normalen Aenderung des Lebenszieles wären, die bleiben merkwürdig ruhig. Und das ist.eigenUich ein . gutes Zeichen. Als nach dem verlorenen Kriege Tausende von' deutschen Offizieren'ihrLebenswerk und Lebensziel, verloren chatten, da hörte.'man kaum in der Oeffentlichkeit aus ihren Kreisen ein Wort der Klage'oder des Äörwurfs. Mit Ruhe und Würdegingen diese .Männer —' meist weit milieugebunoener und starrer,, als wir - — an den Aushau eines zweiten Lebens und die zur zweiten Naturgewordene' Haltung bewährte sich in schwerster geistiger und seelischer. Not. Inch unsere Geschichte hat uns gelehrt Haltung zu bewahren. ' - - .... - Die, Umstellung .bedeutet. eine dreifache. Willen bekundeten, gewisse kulturl'olitifche Noiwendigkcitcn einzusehen und eine entsprechende Verantwortlichkeit zur Schau zu tragen. Tie deutschen Juden werden diese sie betrcssenden Aeußerungen, die von i'cberlokaler Bedeutung sind, mit Sorgfalt lesen. Wir wollen an dieser Stelle keine Betrachtungen darüber anstellen, weshalb unser Dasein in Deutschland, d. b. die Lebensmöglichkeit von ungefähr 470 000 Menschen inmitten eines Volkes von 65 Millionen als so zentral bedeutsam angesehen wird, wie cs nach diesen Reden erscheint. Aber wir wissen, daß wir seit dem 30. Januar 1933, also seit mehr als zwei Jahren, keinerlei politischen oder kulturpolitischen Einfluß außerhalb unserer eigenen Gemeinschaft ausgeübt oder neuerdings angestrebt haben. Und es ist für uns unnütz, in einem Zusammenhang, wie er hier vorliegt, eine Wertung der kulturliolitischen. und politischen Vorgänge von früher vorzunchmen; das ist bereits Historie und unter'' liegt dem gerechten Urteil der Geschichte. Auch auf die verneinte »Frage der Vernichtung oder angestrebten Verniclitung jüdischer Existenzeir wollen wir nicht näher cingehen. Wir wissen^ aber aus sehr genauem Einblick in die Stim-' mung der deutschen Juden, daß niemand, dessen Stellung oder Namen ihn als repräsentativ für das deutsche Judentum anseheu lassen, auch nur einen eiuzigeir 2tugenblick die nunmehr auch von Herrn Dr. L i p P e r t als Staatswilleu bezeichnete wirtschaftliche Gleich* berechtigung der deutschen Juden hätte g« sährden wollen, indem er ihm aufeclegte Pflichten im Interesse der Allgemeinheit nicht hätte übernehmen wollen. An dem Ernst und dem Verantwvrtungsgesühl des deutschen, Judentums, der Gesamtheit wie . der Vgen'en Gemeinschaft gegenüber, wird es, wie wir vor aller Oeffentlichkeit erklären, niemals fehlen. * An der EemeiMiafel in Walditz ..... . In Woldip bei illeurode ist an der. Gemeindetasel folgender Aushang angebracht: ,.Nack)dcm sich Dig für Tag aufs neue erweist, in welch nngkaublichcr Art und Weise daS inter- : nationale Judentum gegen unser' ehrliches Volk und Land hetzt und wühlt, um einen neuen Welt- krieg zu entfesseln, und wir auch innerhalb , unseres Vaterlandes immer seststellen müssen. daß Partei» und deutsche Volksgenossen beiderlei , Geschlechts nach wie. vor beim Juden kaufen und Waren'beziehen und damit dessen Verbrechen am deutschen Volke auch noch finanziell unterstützen, erklären wir diese Volksgenossen zu Landesverrätern. Wir werden alle diese Volksgenossen hier in Walditz, deren Namen unS bekannt sind, bloßstellen, und wir werden sie eines TageS zur Verantwortung ziehen. Der Fahndungsdienst." Wenn die durch diesen Anschlag angestrebtc Wirkung erreicht ist. wird es dort wohl kaum noch jüdische Existenzen geben. Aenderung: Vom Individuum zum Partikel, von der geistigen Arbeit zur ungcistigeu, von mehr oder weniger übersichtlichen wirtschaftlichen Verhältnissen in wirtschaftliche Unsicherheit. Am schwersten gelingt die erste. Wir lebten überwiegend in Berufen, die auf die Persönlichkeit des Ausübenden überwiegend abgestellt waren. Jeder stand im Mittelpunkt eines höchstpersönlichen Wirkungskreises und war als solcher strenggenommen nicht zu ersetzen. Anders jetzt. Wir sind wieder Lernende geworden, wir stehen an Wissen und Können weit unter unseren gleichaltrigen Arbeitsgenossen: Wir haben nur den einen Ehrgeiz, so zu werden wie sie. Könner im Rahmen der Grenzen des Arbeitsgebietes, Beherrscher einer Arbeit, die tausend andere beherrschen, nicht auszusallen unter ihnen, nicht als Außenseiter, als Neuling, als Umgestellter erkannt zu werden, sich einzugliedern in den großen Rahmen des Berufs, einer unter vielen. Darin liegt keine Primitivität, im Gegenteil, höchstes Streben. Was für eine-Leistuna steckt sür den. der stets nur mit Feder oder Skalpell gearbeitet hat, darin, sich in der neuen Arbeit' nicht zu unterscheiden von denen, die sie immer taton.Und ist es denn auch nicht schwerer als das

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