Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 6 (7.2.1935)
- Date
- 1935-02-07
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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gantessen »alt 75 lahran Waltruf Niedertagen auf allen PIStzen dnktion etwa fünfmal so groß wie hundert Jahre zuvor. Hat dieses Jahrhundert die Landwirtschaft zerstört? 1810 erzeugte Deutschland 1000 000 Tonnen Steinkohlen, 1913190000000 Tonnen. Die EisenProdnktion betrug: 1820 95 000 Tonnen, 1913 19 309 000 Tonnen, und der Eisenv erb r an ch, der 1834/35 5,8'Kilogramm je Kopf der Bevölkerung betrug, machte 1913 276,5 Kilogramm aus. Hier ist der Ausstieg des Jahrhunderts so ungeheuerlich, daß sich jeder weitere Zusatz erübrigt. Die Schiffahrt Deutschlands läßt sich nicht gut vergleichsweise in ihrer Entwicklung der 100 Jahre darstcllen. Aber eine Tatsache liegt an dieser Stelle besonders nahe, nämlich der Ausstieg der Hamburg-Amerika-Linie seit dem Eintritt Albert Ballins in ihre Leitung.'In diesem Augenblick. 1886, besaß die Hapag 22 Dampfer mit einem Gesamtschiffs, raum von 60O00 Tonnen. Bei Kriegsaus, bruch verfügte die Hapag über 194 Schisse mit einer Gesamttonnage von 1 360 360 Tonnen. Hier ist das unmittelbare persönliche Einwirlcn eines jüdischen Mirtschastssührers, eines wahrhaft königlichen Kaufmanns unverkennbar. Born Schaden für Deutschland durch seine infolge der Gleichberechtigung mögliche Wirksamkeit kann da bestimmt nicht die Rede sein. Das D o l k 8 v e r m ö g c n betrug (nach Bccler und Helffernh) 1888 175 Milliarden, 1913 310 Milliarden und das Volks einc o m m c n (nach Helsstrich) 1896 28,5 Milliarden, 1913 43,5 Milliarden. Die Sparkassen ei n läge n in Deutschland stiegen von 1875 mit 1869 000000, das heißt 44 RM je -Kops der Bevölkerung, aus im Jahre 1910 16 781000 000, und somit 259 RM je Kokst der Bevölkerung. . Wir sind weit davomentsornt. ans diesem Anwachsen des äußeren Wohlstandes die Schlußfolgerung zu ziehen, daß damit auch etwa automatisch der innere Wohlstand, die Kultur und das Geistesleben Befruchtung erfahren haben, und die Politische Macht entsprechend gestärkt worden sei. Aber dieses Jahrhundert brachte auch durch die siegreichen Freiheitskriege die Bismarcksche Reichsgründnng. zu deren geistigen Vorkämpfern jüdische Patrioten, wie Johann I n c o b y . Gabriel R i e ß e r, gehörten; dem ersten Deutschen Reichstag präsidierte ein Nichtarier, Eduard v.S i m s o n. und an der Spitze der „Partei der Reichsgründung", rvie die Nationalliberalen genannt wurden, standen jüdische Männer, wie Lasker und Bamberger. Wohl in keinem Augenblick war die internationale Macht und das Weltbedeutende Ansehen Deutschlands so stark wie 1878, als Reichskanzler Bismarck dem Berliner Kongreß vorsaß und gemeinsam mit seinem großen Gegen- und Mitspieler Lord B e a c o n s s i e l d (früher Disracli) sür mehr als ein Mcnschenalter Friede, Sicherheit und Ausstieg in Europa schuf. Wir wollen daran erinnern, daß die deutsche Armee und zu den modernsten und besten der Welt entwickelt wurde, und daß die deutsche Wissenschaft, Kunst und Bildung vorbildlich und richtungweisend sür die ganze Welt geworden sind. Um dafür einen internationalen Maßstab zu geben: Die Nobcl-Preis-Stistung hat seit ihrem Bestehen insgesamt 170 Persönlichkeiten ausgezeichnet. Bon diesen 170 sind '44 Deutsche, gewesen. Ein ungeheuer hoher Prozentsatz, und unter diesen 44 befanden sich acht Inden deutscher Staatsangehörigkeit, also säst 20 Prozent, und weitere sieben Juden können als dem deutschen Kulturkreis zugehörig angesehen werden. Auch hier muß aus den Tatsachen der Schluß gezogen werden, daß die deutschen Juden von ihrer Gleichberechtigung nicht zum Schaden Deutschlands Gebrauch gemacht haben. IV. Wir stellen mit diesen Zahlen und Namen selbstverständlich nicht die Behauptung aus, daß alle positiven Leistungen nur von Juden vollbracht wurden oder daß an allen günstigen Ereignissen ausschließlich Juden beteiligt gewesen waren. Aber wir können genau so wenig die gegenteilige These anerkennen, daß alle Dunkelheiten und Entartungen des Jahrhunderts nur zu Lasten der deutschen Juden gehen. - Wir fragen gegenüber .der „NeichSwart''-Behauptung von-dem Schaden, den das deutsche Volk in jeder Hinsicht gehabt haben soll, ob etwa in Konsequenz dieser Behauptung... ans dem Wissens-, Forschungs- und Wirtschaftsbestand, der aus diesem Jahrhundert weit in unsere Tage hinein überliefert ist und in ihnen wirkte alles, was von Inden stammt, ansgemerzt werden soll, ja nur ansgemerzt werden kann. Von der Bibel und den Propheten wollen wir gar nicht erst reden. Aber um naheliegende Dinge zu erwähnen! Soll etwa aus den Rundfunk verzichtet werden, weil er ohne den Nichtaricr Hertz oder ohne den Nichtarier von Lieben, den Erfinder der Verstärkerröhrcn, nicht denkbar ist? .Soll etwa die Bevölkerungssterblichkeit wieder ansteigen, weil die Medizin u. a. aus die Wassermannsche Reaktion, ans Ehrlichs Sal» varsan, ans Stillings Gesäßunterbindung verzichten svll? Sollen dem Naturwissenschastler und Ehemiker die epochemachenden Forschungen von Haber und Franck, von Willstatter, Licbcrmaun und Goldstcin fehlen? Soll die Landwirtschaft den künstlichen Stickstoff, das Telephon das Mikrophon (Berliner) entbehren? Wo liegt die Schädlichkeit dieser Leistungen jüdischer Männer als Ergebnisse des Jahrhunderts jüdischer Gleichberechtigung innerhalb des deutschen. Volkes? Ohne auch nur den Versuch einer zahlenmäßigen Beweisführung sür nötig zu halten, behaupten wir, daß die Schädigungen, die der deutschen Allgemeinheit durch kriminelle Elemente in unseren Reihen — man liest doch immer nur dieselben wenigen verfemten Namen — entstanden sind, auch nur einen Bruchteil derjenigen Werte ergeben, die etwa durch die Erfindungen von Fritz Haber, die in ihrer Auswertung ungezählte Millionen Reichsmark je Jahr sür das deutsche Volk ansmachen, ein« gebracht werden, oder durch die Arbeit der AEG. v. Orenstein & Koppel oder einzelnen Abteilungen der I. G. Farben, die jüdischen Ursprungs sind. (Selbstverständlich gibt es auch -in unseren Reihen kriminelle Elemente,!vie es nirgends eine Gemeinschaft gibt, die nur aus Engeln besteht.) Es bedarf keiner prophetischen Begabung, . wenn wir die Ansicht vertreten: Friedrich Gundolf wird innerhalb der deutschen Sprache und Kultur noch wirksam sein, wenn über Alfred ' Kerr nur noch in Tendenzbüchern etwas zu finden sein wird. Man wird in deutschen Familien, um einen ganz bescheidenen nur zu nennen, Berthold Auerbach lesen, wenn man den Namen Kurt Tucholsky nur mühsam in einem Handbuch der Judensrage wird ausstöbern können. Die herrlichen Opernterte von Hugo v. H o s m ann 8 thal werden noch kunstbegeisterte Menschen entzücken, wenn Schlager und banale Songs, die im Zuge der Zeit auch vou Juden geschaffen worden sind, längst vergessen sein werden. In bat Theaterbauten Oskar' Si auf f mann» wird die edelste Dramatik aller Völker dann noch ein ergriffenes Publikum ausrichten, mit Alfred Messels Palästen, Museen, Handelsbauten wird das Auge dann noch geformte Schönheit in sich ausnehmcn. wenn von gewissen Stilcxperimenten, an denen auch Juden beteiligt sind, vielleicht nur noch Bauplätze vorhanden sein werden. Wir wiederholen: Wir haben unseren Anteil am Schutt, aber wir haben auch unseren Anteil an den Monumenten jenes Jahrhunderts. "V. Es ist gegenüber den objektiven, überprüfbaren. gegen unseren Gemeinschaft-wert gerichteten Feststellungen des „Reichswart" ein Akt der Haltung unseres eigenen Wertbewußtseins, diese wenigen Tatsachen und übersehbaren Zusammenhänge in Kürze und Umrissen klarzustellen, weil wir vor unserer eigenen Ehre und vor der Geschichte eines Jahr- Hunderts bestehen wollen. Wir reihten Be«, kanntes, aber ost Vergessenes aneinander, nicht um Wirkungen nach außen zu erzielen, solle/ . dern um uns selbst vor der Unsicherheit zu; bewahren, die aus einer Zerstörung unserer Daseinsgrundlage — der Selbstachtung- — kommen könnte. .- - Das glanzvolle vergangene Jahrhundert und seine Ergebnisse können wir rückblickend als schöpferisch mitbeteiligt überschauen. An der Gestaltung der kommenden. Epoche sollen wir unbeteiligt bleiben. So muffen wir ans der Vergangenheit die Gewißheit unseres Gemeinschastsmertes sür die Umwelt schöpfen. Aber wir können diese Werte heute nur in der Gestaltung unserer Binnenwelt erweisen. Unsere Forderung nach einer n e u e n E m a n * zipati on wird von uns erhoben, obwohl die Erfahrungen des vergangenen Jahrhunderts uns doch eigentlich hätten belehren müssen, daß selbst eine unendliche Fülle positiv ver Gesinnung und Leistung als politisches Er. gebnis keine Tauer unserer Gleichberechtigung garantiert. Aber weil wir in der Emanzipation die fruchtbarste und dem Wesen des Judentums eigentümlichste Taseinssorm des Judentums in der Welt erkannt haben, geht unser Streben dahin, wenn ihre Verwirklichung nach außen in der Zeit unmöglich erscheint, sie in stärkerem Maße nach innen als Vorbereitung zu wenden. Sie bedeutet die Aufforderung an unsere Menschen, uiit Zeit und Umwelt Schritt zu halten, dem sich entfaltenden Leben verbunden zu bleiben, nicht abgeschlossen zu resignieren, sondern immer wieder den Weg zur Umwelt und mit ihr zu versuchen. So heißt Emanzipation für uns als Juden mit Anstand, Ehre, Verautwor. tungsgesühl und Würde innerhalb der Umweit als wertvoll anerkannt und in Ruhe leben zu können. Dieses Verlangen stammt aus dem S e l b st e r h a l t u n g s t r i e b, den der Schöpfer in jedes Wesen Brust gepflanzt hat. aus dem Willen zur Gesundung unserer Gcmeinschaft im Sinne jenes Satzes aiis der Rede Johannes von Müllers ans Friedrich den Großen: Nur ein Uebel ist unheilbar: wenn der Mensch sich selbst aufgibt. Als grüner Stempel bildet dieser Kasten den anseuernden Ausdruck auf einer Drucksache, die' au den. Verlag dcS „Stürmer* Nürnbergs zu. richten ist. Auf der Vorderseite befindet sich ein Bestellformular: „Betriebsbestcllung. . Wünsche für meinen ' Betrieb sofort von der Sonderausgabe ,Skan- ■ dal um' den Fleifchjuden Bauernsreund' . . ." Diese Vestcllkarte befand sich mit den beiden nachstehend faksimiliert wiedergegebenen Drucksachen 9 9 MWWU ■ßruffdft* VorLrnüürLt juw tun S«» 4v«hrhe»L «cbcM, 9 t«, Bettnau, Im *ti J* StBitefrttisi in Ittfftt« Bott ItgtBStg OiCt bt tz» Unntt Unit, fi Btt Mt SouösrmMMirr' CU tnllarnl tt)i »UHIdSit l«r . Srtrügrr, verbrrchrr, PttgifUf. Scholnülrr. HlnffanfoUbtt «f». CIi tnsnj»l4ntt film intrtjSrtm Cchantlok«». filtft Coffitrcsmaiit ma| |<4ir BniM|t Ufrt, mm JtafTUrenj Bin tu Misch» vudnchirt»» ji »»Nasse». » «nt» SO pfntlß durch jüdische Käufer, also jüdisches Geld verbreitet zu werden. * Nach Redaktionsschluß geht unS die Sondernummer: „Der Niesenskandal um den Wurstjuden Bauernsreund" zu. Auf elf reich illustrierten Seiten wird eine- Angelegenheit ausgebreitet, die in ihrem ersten Teil 1929 durch einen Freispruch endete und die 1933 im Zusammenhang mit Kapital- und Steuerfluchtvorgängen wieder aufgerollt worden ist. Wenn Bauernsreund der Derteste» Ät*« Jftf 6<T . —t -u—t, m bisher unaufgeklärt geblieben ist. Ter „Stürmer* hatte, wie erinnerlich, sowohl 1926 wie noch im August 1934 unrichtige Darstellungen der Zusammenhänge gebracht, um daraus die Berechtigung herzuleiten, diesen Mord zu einem jüdischen Ritualmord zu stempeln. Jetzt stellt sich heraus, bah ein nunmehr 35 Jahre alter Student namenif Herbert Holl unter Begleitumständen, die in der Geschichte der Kriminalpshchopathologie einzigartig dastehen dürste, als der mutmaßliche Täter verhaftet wurde. GAÜMk SpMM . , ReichSstatthalter Gauleiter Sprenger sprach in Worms aus einem Appell der politischen Leiter des Kreises Worms. Nach dem Bericht der „Wormser Zeitung" machte er in seiner Ansprache folgende Ausführungen über die Judensrage: „Darum sei dies Kapitel hier berührt: der . Verkehr mit Fremden, das Verhältnis zum' Judentum in Deutschland. Haltet euch frei von ihm. nehmt Abstand! ,Sage mir, mit wem » du umgehst, und ich will dir sagen, wer du bist'/ Wenn du glaubst, mit Juden verkehren zu muffen, dann bleibe von uns weg. Das ist keine Frage des Gesetzes und der Verfassung, sondern der freien Entscheidung. Verkehrst du mit dem Juden, kaufst du von ihm, leihst du Geld von ihm. — wir raten dir: halte dich rein und sauber, und du bist bewahrt vor'm Untergang. Da muß sich noch vieles ändern. Wenn du vom Juden kaufst, unterstützest bu den' schärfsten Gegner deines Volkes. In diesem Punkte muß vollste Klarheit herrschen. Ihr habt die Verpflichtung, diese Klarheit vorbildlich ins ganze Volk hineiuzutragen, wodurch diese Frage ganz von selbst und ohne Haß gelöst wird, indem das Volk aus seiner Erkenntnis heraus diesen Weg geht.' Wir wollen weiter nichts, als uns selber regieren, ohne uns von Fremden dreinreden zu lassen. Ihr müßt diese Erkenntnis in eurem Auftreten offenbaren und ein lebendiges Vorbild des Nationalsozialismus sein/ Der Begriff „fremd" kann zwiefach ausgesaßt werden; neben der Auslegung, die Gauleiter Sprenger ihm in bezug aus uns Juden gegeben hat. besteht als zweite, sür uns wesentliche Tatsache, daß von unserer Seite ein Fremdheit?-' gesuhl gegenüber Deutschland und der deutschen Kultur nicht besteht. in einem Briefumschlag, der auch an zahlreiche jüdische Schlächter' und Fleischermeister in den letzten Tagen gegangen ist. Soweit es sich um. jüdische Empfänger handelt, kann dem ersten Satz des BegleitblatteS „Der Jude lebt von Deiner Arbeit" beigestimmt werden. Denn die Tätigkeit jüdischer Schlächtermeister ernährt unzweifelhaft Inden. Aber e8 darf wohl die Frage aufgeworfen werden, ob der bis heute weitesten Kreisen unbe-' kannte „Fleischjude Bauernfreund" mit Recht ia . den Mittelpunkt einer geschäftlichen Zeitungs- Propaganda gerückt wird. Wer jedes Blatt muß ja wiffen, welche Fragen gegenwärtig von besonders aufbauender Bedeutung sind. Wir möchten nur der Vollständigkeit halber feststellen, daß jüdische Empfänger von dem Bestellzettel kaum Gebrauch machen werden, wie wir überhaupt der Auffassung sind. da.tz.eS nicht.die- Absicht des Verlegers, d.es „Stürmer" sein dürfte,.. brecher ist, als den ihn der „Stürmer" entlarvt zu haben behauptet, dann wird es niemand geben, der ihn seiner gerichtlichen oder moralischen, Strafe entziehen wolle. Aber um die Schilderung rankt sich, wie gewohnt, ein Kranz gefälschter oder falsch zitierter Stellen aus Talmud und Bibel und von Beschimpfungen der jüdischen Glaubenslehre und des Judentums überhaupt. So heißt es an einer Stelle: „Das Judentum als die größte Berbrecherorganisation auf dieser Erde . . Weder das deutsche noch das englische, französische, italienische oder amerikanische Judentum wird sich durch diese maßlose Beleidigung getroffen fühlen. Oder glaubt der „Stürmer, daß etwa an aktive und frühere italienische, fran- - zöfische, englische oder amerikanische Minister, die sich mit Stolz dem Judentum zugehörig fühlen, solcher Schimpf heranreicht? # > Die Tagespresse veröffentlicht neuerdings eingehende Berichte über den scheußlichen Findernwrd, her. 1926 in BreSlau begangen..wurde ryid §rr Fahnenmß Das Bielefelder Schöffengericht Hai einen Mann, der sich geweigert hatte, bei einer Großkundgebung der nationalsozialistischen Beivegung die Fahne zu grüßen, zu zwei Wochen Hast vernrterlt. In der Gerichtsverhandlung erklärte der Staatsawvalt, daß es zwir keine gesetzliche Bestimmung gäbe, wonach die Fahne und Hoheitszeichen zu grüßen seien, aber da sich der Brauch des Grußes eingebürgert habe, sei eine Provokation darin zu erblicken, wenn jemand sich ostentativ ausschließe. Gegen „Familienspionage" wendet sich aus Anlaß unliebsamer Vorfälle oas Evangelische Konsistorium der Provinz Sachsen. Es ordnet an, ' daß die Kirchsngemeinden nur dann berechtigt - bzw. verpflichtet feien, auf Anfragen nach arischer Abstammung anderer Personen Auskunst zu geben,, wenn ein berechtigtos Jntereffe einwandfrei ngch-'.'. gewiesen werde. >- - . -.'V-