Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 5 (31.1.1935)
- Date
- 1935-01-31
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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W W l 1! ][ iUüC-j’LT 1ä l! r f v, y \ || \J / .M!f ji jj u i [wi^j u u v LJ Li'v/%ctj Li U LJ Li Unter den vielen Liebhabereien, denen sich auch Juden in starkem Masse gewidmet haben, steht neben Schach, Musik, Numismatik, dem Sammeln von Bildern, Porzellanen, Stickereien, Handschriften* familien-geschichtlichen Urkunden u. a. auch das Sammeln der Postwertzeichen, dessen kulturgeschichtlicher Wert .heute allgemein anerkannt wird. Ja, eine ganze Reihe jüdischer Philatelisten hat in der Philatelie mit teilweise überragenden Leistungen aufwarten können, nicht mir, dass etliche grosse und wertvolle Sammlungen besitzen, sondern auch in der philatelistischen und postgeschichtlichen Forschung und der dazu gehörigen Literatur. Alle Teilgebiete det Philatelie sind hierbei ein geschlossen, d. b. Marken, Stempel, Ganzsachen, die Zeitabschnitte vor Einführung von Postwertzeichen, Markenprüfung, Organisation von Ausstellungen, Teilnahme an Preisgerichten auch allergrösster Veranstaltungen. Aber erst seit aller jüngster Zeit beginnen die jüdischen Sammler dieses Gebiet auch von jüdischen Gesichtspunkten aus zu betrachten, die vielen Tatsachen zu berücksichtigen, die jüdische Geschichte, jüdisches Leben, hebräische Sprache, mit diesen kleinen bedruckten Zettelchen verknüpfen. Diesen Problemen und Erörterungen soll auch diese Spalte gewidmet sein, ohne dass jedoch die allgemeinen philatelistischen Fragen ausser Acht gelassen werden. Nachrichten über Veranstaltungen und Entdeckungen, über Neuerscheinungen von Marken und Fachliteratur sollen neben kleinen aufklärenden Aufsätzen den jüdischen Briefmarkensammler belehren und fördern, beraten und unterstützen. Daneben soll auch sehr bald, um den Tausch mit jüdischen Philatelisten im Ausland, insbesondere in Palästina, zu fördern, ein kleines Philatelist! sebes Wörterbuch in deutsch, hebräisch, englisch und französisch angefügt werden, zu dem schon grössere Vor- " arbeiten gemacht sind. Wir haben für diesen Teil unserer Zeitung den Philatelisten Paul P. L i n d e n b e r g gewinnen können, bekannt als langjähriger Fachschriftsteller, insbesondere über die Gebiete des Nahen Ostens, und als Prüfer und Forscher sowie auch durch seine früheren Fachvorträge im Rundfunk. Jüdische Philatelie? Es klingt vielleicht merkwürdig. wenn man beule verlangt, auch die Philatelie solle von einem spezifisch jüdischen Gesichtspunkt aus betrachtet werden; und doch ist dies aus den verschiedensten Gründen möglich. Zunächst einmal muss man da an die Marken, Postkarten, Umschläge, Streifbänder usw. von Palästina denken,, die alle., hebräische Aufschriften zeigen; dio Post Verwaltung, insbesondere in Jerusalem und Tel-Awiw, bat eigne jüdische Beamte und bedient sich, neuerdings auch im Telegrammverkobr, der hebräischen Sprache und Schrift. Es gibt aber auch sonst Marken, die hebräische Inschriften zeigen, so von Luboml, eine Privatpostmarke von Breslau und die vor dem Kriege benutzten Boten marken von Petach Tikwah und Riscbon le-Zion. Ausserdem gibt es noch eine ungeheure Zahl j ü d i ä e h e r Privatmarken, die von politischen und charitntiven Organisationen aller Richtungen herausgegebeti wurden und deren Zahl man katalogmässig auf etwa tausend Stück schätzen darf. Der Davidstern kommt auf Marken von Trinidad, Holland u. a. vor, häufig auch au! Poststempeln. Sodann sind zu jüdischen Kongressen besondere Ge- " 1 c g e u b e i l sä t e m p e 1 benutzt worden, und zwar in Oesterreich, der Tschechoslowakei, Russland, der Schweiz. Teilweise zeigen sie auch hebräische Texte. Alle diese Marken und Stempel ergeben einen interessanten Beitrag zur Kulturgeschichte der Juden, und der jüdische Briefmarken-Sammler sollte auch diese Gebiete pflegen. Die Hindenburg-Marken Durch dio vielen Farbänderungen und technischen Unterschiede mehrfacher Art sind die deutschen Freimarken mit dem Medaillon des Hindenburg-Kopfes zu einem ausserordentlich beachtenswerten Sammelgebiet geworden, dessen Reiz sich der erfahrene Sammler kaum entziehen kann. In der am 1. Oktober 1932 eingefübrteu Zeichnung erschienen zunächst sieben Werte, zu 4. 5, 12, 15, 25, 40 und 50 Reichspfennig, eine Ausgabe, die arm an Abarten ist. Sie wurde im April 1933 ergänzt durch die bisher im Ebert - Muster gebräuchlichen Werte. Als Seltenheit ist hier die 15 Reichspfennig bräunlichiila zu bezeichnen, die gleich der vorher erwähnten 15 Reiehspfennig von 1932 in geringer Auflage erschien. Beide bisher genannten Ausgaben trugen Wasserzeichen- Waben. Als Wichtigste Abarten sind die 8 Reiehspfennig mit fehlerhaftem „D*‘ 'des Landesnamens und die 3 Reichspfennig braun in Plattenstatt walzendruck zu nennen. Ende 1933 und während des Jahres 1934 erschien dann diese Ausgabe auf Papier mit Wasserzeichen-Hakenkreuzen, wohl alle in sehr grossen Auflagen. Denn wenn man bedenkt, dass der deutsche Jahresverbrauch an Freimarken ungefähr 6 bis 7 Milliarden Stück beträgt, dann kann man leicht ermessen, dass hier keine Seltenheiten entstehen, können. Ausnahmen bilden nur die Abarten, d.‘ h. wieder die 8 Reichspfennig mit fehlerhaftem „D“ und die 1*2 Reiehspfennig karmin im Plattendruck. Die zweite und dritte Ausgabe sind dann noch aus Markenheftou mit den dort üblichen Kehr- und Zusnmmcn.- drucken bekannt. Im September vprigen Jahres kamen dann die Trauermarken, sämtlich Plattendruck, die 8 Reiehspfennig auch im Walzendruck der Urmarken. Man kann natürlich noch nicht sagen, oh damit die Reihe abgeschlossen ist, aber schon diese vier Ausgaben mit ihren vielen. RandusvV. Unterschieden können* leicht ein kleines Album füllen, das dann ausserordentlich interessante Einzelheiten über die deutsche Drucktechnik enthält. Neuheiten Aegypten verausgabte Ende 1934 noch eine Gebührenfreiheitsmarko für Soldatenbriefc zu ein Piaster grau, früher karmin. Albanien brachte zum 10. Jahrestag seiner Verfassung eine Erinnerungs-Ausgabe heraus. Die postläufigen Freimarken zu 1 Q. sind grau, 2 Q. orange, 5 Q. grün, 10 Q. rot, 15 Q. braun, 25 Q. blau, 50 Q. blaugrün, 1 P. violett, 2 P. graublau und 3 P. graugrün erhielten einen schrägen Auf- , druck „1924 — 1934 - 24. 12." Australien gab eine EN inncrungsausgabe an Kapitän John Macartbur heraus, grosses Hochrechteck, Kupfertiefdruck von J. Aeh, oben Landesname, unten auf die Ursache der Herausgabe hinweisende Inschrift nebst Wertangabe, im Mittelfeld ein Merinoschaf. Erschienen sind die Marken zu 2 Penny karmin, 3 P. blau und 9 P. purpur. gez. 11A. Von der Britischen Post in Marokko wurden die neuen englischen Freimarken zu 1 P. Scharlach und VA P. rotbraun, Rastertiefdruck von Harrison & Sons, gez. 14A : 14, mit Aufdruck „MOROCCO AGENC1ES“ zwecks Gebrauch auf dem Postamt in Tanger herausgebracht. Griechenland brachte drei neue Wohltätigkeitsmarken zugunsten des Antituberkulose- Fonds der Postbeamten heraus, zu 10 Lepta grün und orange, 20 L. blau und orange und 50 L. dunkelgrün und orange, in heimischem Steindruck hergestellt. Japan machte eine Wohltätigkeitsausgabe, bestehend aus den Werten zu VA Sen grün, 2 Sen violett, 6 Sen Scharlach und 10 Sen blau. Die Marken zu VA und 6 Sen sind im gewöhnlichen Hoch rech teck und zeigen das japanische Wappen, das Rote Kreuz und japanische Schriftzeichen, die beiden übrigen Werte sind in grösserem Querrecbteck ausgeführt und bringen das Gebäude der dortigen Gesellschaft vom Roten; Kreuz, ausserdem wieder Wappen, Kreuz und japanische Inschriften, alles gezähnt 12 A, Zeichnungen von J. Josebida und T. Kasori, Druck der Regieruugsdruckerei in Tokio. J h i n d verausgabte die britisch-indische Freimarke zu 4 Annas grün, Wasserzeichen fünfslrähliger Stern mehrfach, mit Aufdruck seines Landeenamens, ausserdem auch die indische Dienstmarke zu 2 Annas Scharlach mit gleichem Aufdruck. Kenya bringt demnächst eine neue Freimarkenreibe heraus, bestehend aus den Werten zu 1, 5, 10, 15, 20, 30, 50 und 65 Cents, 1, 2, 3, 5, 10 Schillingen und 1 Pfund. Auf ihnen werden König Georg V., ferner zahlreiche Landschaften abgebildet werden. Kot3chin verausgabte eine Aushilfsmarke zu 5 Pies auf 10 Pies blau. Lettland brachte- Freimarken im neuen Kleinformat zu 3, 5, 10, 20 und 40 Santimu unter Beibehaltung der alten Farben an den Postscbalter. In Mexiko erschien neben der grossen neuen Freimarkenreihe noch eine Luftpost-Ausgabe, bestehend aus den Werten 5 Centavos schwarz (aztekische Maske), 10 C. rotbraun (Tempel von Teotlhuacan), 15 C. dunkelgrün (Bergansicht), 20 C. rotbraun (Indianerkopf und Adler), 30 C. olivgrün (Fliegersymbbl), 1 Peso dunkelgrün und braun (Flugzeuge und Flieger) und 5 P. rot und schwarz (Indianerin mit Kind, einen Flieger beobachtend). — Ausserdem erschien noch eine Eilbotenmarko. zu 10 C. purpur und schwarz, dio einen indianischen Bogenschützen zeigt. In Neuseeland erschien eine * Wohltätigkeitsmarke zu 1+1 Penny karmin, Hochrechteck, in einer von J. Berry entworfenen Zeichnung, die im Mittelfeld. einen Kreuzritter zeigt, auf dessen Fahne das Wort „HEALTH“ (Gesundheit) zu lesen ißt, unten „CRUSADE FOR HEALTH“ (Kreuzung für die Gesundheit) hebst Wertangabe, gezähnt 14 :13X. Peru verausgabte eine Freimarke zu 50 C. rotbraun, gez. 131-4, bergesldlt bei Waterlow u. Sons, London, auf der die Krönung des Inkaherrschers Iluascar in Cuzco dargestellt .ist. Spanien machte eine neue Wohltätigkeits-Ausgabe, bestehend aus den Wertstufen zu 5 Centimes blau und purpur, 10 C. grün und sepia, 25 C. karmin und dunkelbraun, 30 C. rot. und blaugrün, 50 C. blaugrün und rot, 1 Peseta braun und karmin, 2 P. schokoladen und violett und 5 P. violett und blaugrün. Im Sudan erschien endlich die Gordon-Gedenkausgabe, hergestellt bei De La Rue fc Co. in London in Bogen zu 50 Stück, auf Papier mit Wasserzeichen SG (Sudan Government) und gez. 14. Alle Bogen zeigen die Plattennummer „1" ausser der 15 Mil., auf der die Nummer ..2“ angebracht ist. Es erschienen die Werte zu 5 Milliemes hellgrün, 10 M. braun, 13 M. ultramarin, 15 M. Zinnober, 2 Piaster stahlblau, 5 P. orange, 10 P. amethystfarben, 20 P. grau und 50 P. schokoladen. Die Marken bis 15 M. zeigen den Kopf Gordone, die drei weiteren das Gordon-College in Khartum und die beiden höchsten Werte sein dortiges Reiterstand- . bild. Di 6 Tschechoslowakei gab Ende Dezember eine Erimierungsausgabe an die tschechische Nationalhymne, zu einer Krone lila und 2 Kronen blau heraus. Die im grossen Querrecbteck gehaltenen Marken zeigen eine von Joseph Manes entworfene Zeichnung. Die Marken erschienen in zwei Auflagen hzw. von je zwei Druckplatten, deren erste in Dogen der gewöhnlichen Grösse "'hergestellt sind, mit Gummi, während die Bogen des zweiten Drucks ungumnfiert sind, nur fünfzehn Marken, enthalten und rückseitig den Anfang der Nationalhymne: „Kde domov muj“ zeigen. Bücherschau Kohl - Briefmarken - Handbuch. 11. Auflage. 35. Lieferung. Hongkong 1863 ff. bis Ionische Inseln (Anfang). In diesem grossen, von Dr. Herbert Munk bearbeiteten Handbuch finden jetzt die Freimarken der englischen Kronkolonie Hongkong die ihnen gebührende drucktechnische Würdigung, wobei ausserordentlich viele völlig neue Ergebnisse gezeitigt werden. Das gleiche gilt für die portugiesischen Kolonien Horta und Inbambane, vor allem aber für den indischen Staut Indo re (Holkar), wo hinsichtlich der Nr. 3 und der Ausgaben ab 1909 bisher unbeachtete Gesichtspunkte auftaueben. Die Bearbeitung der Ionischen Inseln lässt schon in der hier gebotenen Vorbemerkung auf den grossen Umfang 6chliessen, den dieses Sondergebiet beanspruchen wird. Architekt Dr. 8. Ascher: „Die Vorläufer der deutschen Kolouial- Ganxsachen.“ Wien 1935. Veröffentlichungen der ..Postmarke", Wien I, Nr. 11. 20 Seiten. Der bekannte Spezialist und* Forscher auf dem Gebiet der Ganzsachen bringt hier auf Grund der Untersuchungen an den grossen hiesigen Sammlungen eine umfangreiche Uehersicht über diejenigen deutschen Umschläge und Postkarten, die in den deutschen Auslandspostanstalten und Kolonien vor Einführung besonderer Aufdruckusw. Ganzsachen benutzt wurden. Umfangreiche Tabellen und Aufstellungen erleichtern das Verständnis dieser schwierigen- Materie. Ke Kimslmarkl belebt sich ' ' Die Zweitägige Versteigerung Margraf—Van Diemen im Karsersaal des „RhcmgoltV hat einen Gesamtumsatz von annähernd 500 000 'JTJ-k erbracht, ein großer Erfolg für den deutschen, wicderbelebten Knnstmarkt. Allerdings verbürgten die Bestände an Kunstwerken, die die verschiedenen Firmen des MagrastKonzerns in jahrelanger ernster Arbeit unter sachkundigster Führung — der Abteilung „AltkunsU des Hauses Margraf stand jahrelang Professor Hermann Schmitz, der jetzige Direktor der Staatlichen Knnstbibliolhek in Berlin. als kunslhistorischer Berater vor — znsammengebracht haben, für Namen. Rang und Qualität. Und dies berücksichtigten glich die vielen ausländischen und auswärtigen AUtnft- Händler. Sammler, Museumsleute tmd Kvmmissio- . uäre. die zu dieser Graupe-Auktion in die Reichshauptstadt gekommen waren. Den Berichterstattern in der Presseloge des „Rheingold' bot sich ein überaus lebendiges Bild: 'Man bemerkte die Direktoren fast aller deutschen Museen, mau sah inmitten des Saales Geheimrat M. J. Friedländer. der die holländischen Gemälde des Kataloges begutachtet hatte, den Direktor Robert Schmidt vom Schloßmuseum zu sich in die erste Reihe holte, wo ihn verschiedene holländische Gelehrte. Prosesior Martin aus Dem Haag, und deutsche Kunstfreunde begrüßten, man sah die Damen der Gesandtschaften: alle deutschen Sammler waren vollzählig erschienen. Der deutsche Kunsthandel beteiligte sich — znm großen Teil im Aufträge rheinischer Sammler - - insbesondere beim Verkauf der Gemälde, die aus aller Herren Länder zum Ausgebot kamen. Das Berlin—Frankfurt—Rew-Porker Haus I. & S. Goldschmidt ersteigerte den Rembrändt-Kops eines älteren Mannes für 23 400 RM bei einer Ta re von 30 000 RM, die./Allegorie" des Rubens ging für 23 000 RM in den französischen Handel, die „Verkündigung" von Rubens, die mit verschiedenen anderen Kunstwerken dieser Versteigerung ans der Liste der national wertvollen Gegenstände steht, die nur mit Erlaubnis des Innenministeriums Deutschland verlassen dürfen, brachte 18500 RM. And) die Sensation des ersten Auktionstages, das Gemälde eines österreichischen alten Meisters um 1490, gehörte in diese Reihe: das mit 6000 RM tarierte Bild wurde nach hartem Kampfe für 2k 20» RM von dem Kommissionär Bercowitz im Austrage eines deutschen Industriellen ersteigert. — Der Verkauf der kostbaren Möbel brachte auch einige Ueberraschungen: die aus dem Besitz der Herzoge von Altenburg stammenden NöntgeN'Arbeitcu. das schöne Bnrea»-Plal und der bronzebeschlagene Schreibsekretär dieses berühmtesten deutschen Ebenisten. gingen für 12 000 RM in Frankfurter und Münchener Privatbesitz, einen zierlichen französischen Schreibtisch aus der Zeit Ludwig XV. erwarb die lettische Gesandtschaft für 3300 RM. während es Kommerzienrat Hanau gelang, besonders schöne Armlehusessel mit erlauchter ..Provenienz*' seinen kostbaren Sammlungen einzureihen. Bei den Silberarbeiten, die allein über 150 Nummern ausmachten, unter denen sich auch schöne Golddosen. Bijouterien und wundervoller Goldschmuck befindet, beteiligte sich der englische Handel. Doch auch deutsche Käufer traten.' ans. und der Preis für den Tafelaufsatz mit dem mecklenburgischen Herzogswappen. London um 1730. war nicht zu hoch: für 450 RM erwarb ihn P. Hnldschinski, während große Silberplatten und ebenso kostbare Tafellenchter in Privatbcsitz übergingen. Am zweiten Versteigerungstag gelangten die berühmten Tapisserien zmn Änsgebot. deren Erlös allein 00 000 RM betrug. Hier trat das Weimarer Museum und das Berliner Schloß, die Sammlung Fritz Thhssen. die Sammlung eines ungarischen Kunstfreundes, schließlich das Münchener Haus Bernheimer als die hauptsächlichsten Käufer auf. Pr. o. B. * Als «onderveranstoltung des Berliner Kultur» bundes findet am 10. Februar, vormittag- 11 Uhr. eine Atelierbcsichtigung bet Meta Eohn-Hendel. Wi!'- mersdors. (5mK-r Ltraße 3. statt. Die Künstlerin erklärt die Technik des FarbenholKchnittes und der Radierung an Hand ihrer Hol,stocke und Platten. Allümtl Froenkel. BreSlnu, ro Jahre alt Am l. Februar begeht Michael Fraenkel in Breslau den 70. Geburtstag. Sein Name hat in unserem Leserkreis einen guten Klang. In mehreren Artikeln hat er. obwohl Kaufmann von Berns, seiner literarischen Neigung folgend. Fragen des jüdischen Lebens feine Aufmerksamkeit gewidmet: so hat er zur Ehrenrettting der demschen Juden deren Anteil an den Befreiungskriegen 1313—15 in einer kleinen Schrift dargestellt, die die Zustimmung auch staatlicher Stellen fand. Die Zeitschrift „Ter Qberschlesier" veröffentlichte einige von ihm verfaßte Biographien jüdischer Korpphäen. .Mit der Biographte von Jacob Bernahs. in dem er ein Beispiel des edlen Thpus eines emanzipierten ^udcn des 10. Jahrhunderts, dabei j'oit strenger Observanz, verherrlicht, und der Sammlung seiner Briefe, von denen er wenigstens einen Teil vorgelegt hat. sowie durch eine Abhandlung „Theodor Mommsen. Jacob Bernahs tmd Paul Heysc', die als Sondergabe aus den Sitzungsberichten der Preußischen Ak'ademie, der Wissenschaften (philosophisch-historische Klasse) 1934 erschierien und von Professor Eduard Norden der Akademie vorgelegt worden ist. hat er sich um Wissenschaft und Judentum ein bleibendes Verdienst erworben. Wir wünschen dem verehrten Mitarbeiter einen ungetrübten Lebensabend. H. G. iir eine anspnicbsrntne ' üiäMesiisstf suche ich zu Liebhaberpreisen erstklassige Exemplare von klassischen Briefmarken aller Länder. Sammlungen grössten Stils gegen bar bevorzugt. V1LLI BRANDES ierlln W50, Augsburger Str. 53,1. aUphom 6 4, Bovarlo 3043. _^ Briefmarken' SAMMLUNGEN kauft and vorbaaft WRlÄEkÄWM 26 S Ecks FaaanmtraiM 11 Bism. C8SQ iiffi Handlung Otto Haso Frankfurt «. M., BIcborßaesoö, 1, Ankaut, Verkauf, Taxation. Kostofil. Borat (Boald.ßachvarat. l.d.hlan.Gorlchta) „ Bpictaas’feon Raritäten von internal. Wert als 1 Here Kavitalsanlage. kostenlose Be» mmg. An- und Verkauf, Briest markenzubehöc bet | ' - S A M M l U N O und SAMMLUNG «. laeiiEK kaufen gegen bur KOSACK&Co. | &ERUN, Burgsfr. 13 B -Sammler •wonden sich für An- ES und Verkauf vorteilhaft an kJ D. Ansbacher ff Frankfurta.M.,Köniqswart«rstr.13 » RegelrnLß. Versteigerungen. AkartenvausS.VannenbLum. iSITcit I, Inliusstr.9. ©egt. 1009. Gericht!, beeid. Vriest » rnarken-Lachverständiger für den Landgcrlchtsbez. Uffcn? p\ Eine flute Anlage «ln<i » --52-der C.-V.-Zcitu Die G-V.-Zeitung hat von allen jüdischen Zeitung die grösste Auflage!