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Central-Verein-Zeitung · 1935-01-31 · 5 (31.1.1935) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
5 (31.1.1935)
Date
1935-01-31
Page
– (sequence 2)
Language
German
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iijron durch £rgamfationen nicht geschützten jüdischen Angestellten Kritik zu illwn. Es.mutz merkwürdig und beschämend berühren, wenn': Juden ruderen Juden freiwillig nicht die ■ Gleichberechtigitug zucrkennen, die den gesetz-l Ttcfieu Forderungen entspricht, ans die sie Nichtjuden gegenüber Rücksicht nehmen müssen.' Pen den Perpslichtnngen zur Arbeitsplatz- : beschafsuitg entbinden auch nicht großzügige Spenden für jüdische Sammlungen oder In-:, slitntwnen. Besser ist cs stets gewesen, Not im Entstehen zu verhindern, als sic schuldhaft erst' errtstehen zu lassen und dann mühsam zu lindern. Auch Gaben für außerdentsche. Siedtungszwecke allein können nicht als Zlusgleich - für diese innerjüdische Opfcrverpflichtung angesehen werdeiu Jede (chistenz. die mit selchen Mitteln hier in Deutschland l)ättc gehalten tverden röunctt und die trotzdem nach außen verpflanzt worden ist, bedeutet eine übermäßige Schwächung des deutscheu Judentums. Wir erwähnen nur beilänsig den Umstand, daß gerade durch den Fortgang junger heirats- und sorlpflanzungssähiger Jahrgänge die Altersgliederung des dentfthen Judentums verhängnisvoll beeinflußt worden ist. Es gibt eben einen Grad der Entlastung der deutschen Jndensrage. die dem Einsturz tragender Faktoren gleichznkonnnen droht. Wir nnssen, daß für bestimmte Kategorien der durch die Ariergesetzgcbung betroffenen Menschen h er nur in bcschrLnkiem Ausmaß die Möglichkeit neuer Eristerrzgründung gegeben ist.!Tiese etwa in Palästina in gesunde Verhältnisse zu bringen, bedeutet so« wobl Entlastung hier wie Stärlnng der Entwicklung doich von der hoffentlich Wertvolles grrüüstrahlea wird. Aber wo dieser Zwang nicht vorliegt, darf die Entscheidung über Bleiben oder Gehen nicht aus persönlicher Bequemlichkeit oder nur aus Wirtschaftliclser Zweckmäßige,nt getroffen werden, sondern ausschließlich nach Grumgungen gemeinjüdischer Gesamtverantwortmrg. unter Prüfung der gcsinnungsuräßigen Berpflichtnn-' gen. die der einzelne aus der Zeit sich auscrlegt fühlt. IV. Gesunde Verhältnisse. — wo und wann düse bestehen, ist heute eine Frage der Prophetie, allenfalls des Temperaments. Vielleicht endet die Wirtschaftskrise Europas gerade, wenn die Prosperity in Palästina aushört, vielleicht wird im Augenblick einer deutschen Bodengesetzgebung, zu deren Grundsätzen wir von der jüdischen Lehre her ja sagen können, der Boden Palästinas Gegenstand wüster Spekulationen. Vielleicht wird, während di: innerdeutsche zionistische Werbeparole damit arbeitet, daß es in Deutschland unmöglich sei. junge Inden aufs Land zu brir.gen. gerade von zionistischer Seite die Landflucht in Palästina beklagt. Ter eine nürd sagen: Wenn ich nur das Erisicnzminimnnr hätte, ich bliebe in Deutschland; helft mir dazu. Ter andere wird sagen: Ich höre der Ferne den Rist .zum Einsatz des L.ckeus. Ich null gern, selbst unter Verzicht ansFigcnes Ernten, in palästinensischer Erde Lame künftiger Generationen sein. Ter eine wird die allgemeine Lage Europas so trübe ansehen. daß er neue, schwere Gefährdungen für uns herannahcn sieht. Ter andere uürd in Palästina das Objekt der brodelnden arabischen Welt erblicken. Bei allein zeigt sich, um wieviel bedentnngsboller für die Entscheidung die Gesinnung als eine nüchterne Berechnung ist. Tern einen ist es wichtiger (>vo heilte und für abseljl'are Zeit ^0 bis O0 Prozent aller Judeu unter den Völkern ' der Welt leben), an der Stelle der stärksten Belastungsprobe für das höchst entwickelte Judentum, hier in Teilt schlaud nämlich, auszicharrcn, sich den neuen Aiifgaben zu stellen imd zil versuchen, dadurch den Beweis zu erbringen, baß die Quellen des Jndentilms in jeder Zeit und in jeder! C'ituation erquickerid inrd erhaltend pl spnrdeln vermögen, um damit allen Juden dieser Generation der Krise und Ilngewißheit Hojsnung und Halt zil geben. Der andere sicht in der Entstehung einer eigenständigen jüdischen Kultur in Palästina die bedeiitendere jüdische Vcrpstichtung. einer Kultur, die dam: einnral werden mag, wenn die vielsältigeir Kulturlemcnte der Einwanderer und des Bodens sich zu einer neuen, von der jüdisch-hebräischen Dominante beherrschten Synthese geformt haben werden. Die Geschichte wird vielleicht einmal beide Entscheidurigcn als Fundamerrte einer neuen jüdischen 'Epoche werten. Wir achten die Gesinnung von Juden, die von der Schicksicksgestaltung draußen den höheren Ertrag für die jüdische Zukunft erwarten. Wir arbeiten gern mit ihnen überall dort zusammen, wo die Eindeutigkeit der Praktischen. Entscheidung. Meinungsverschiedenheiten bedeutungslos macht. Aber wirwissen unerschütterlich, daß auch bei unserer Entscheidung jene über das Logisch-Berechenbare hinausragenden unterbewußten Kräfte der Gläubigkeit und des Willens mitwaltcn, die man einseitig sonst nur für die Außenlösnng in Anspruch nimmt. Wir verlangen, daß unser Wollen nicht als jüdisch unterwertig bezeichnet wird. Wir sind von starker jüdischer Gesamt- Verantwortung erfüllt. Wir lehnen es ab. ans Achtung vor der opservollen Arbeit der ehrlich und schwer in Palästina schassenden Pioniere, etwa so kühl kritisch und zugleich so agitatorisch berechnend nur die negativen Seiten der palästinensischen Entwicklung darzustellen, wie es von gewissen nationaljüdischen Agitatoren auf ihren Vortragsreisen in Deutschland immer wieder unferer Arbeit undunserer Zukunft in Deutschland gegenüber geschieht. Wir hüten uns auch, die Herzen der vielen Eltern und Anverwandten, deren Angehörige drüben leben und ausbauen, mit Besorgnis über deren Schicksal zu erfüllen. Wir wollen jede Mindeinmg jüdischen Sicherheitsgesühls und seelischen Gleichgewichts durch jüdisches Tun vermei« den. Aber wir wollen nicht mehr erleben, / daß in demagogischer Uebertreibung junge Juden, Kinder noch, von nationaljüdischen Agitatoren um das Nednerpodium geschärt : werden und daß nach einer Schwarz-in- Schwarz-Zeichnnng der aussichtslosen deutsch- . jüdischen Zukunft den erschmrernden Eltern - ktargcmacht wird: die Zukunft ihrer Kinder liegt ausschließlich in Palästina. Wir brauchen unsere Kräfte, der Entschließung wie des Höffens, in erster Linie für die Bewältigung unseres jüdischen Schicksals in Deutschland, ohne daß wir damit etwa die Palästinaarbeit ans der Eesarntprvblematik des deutschen Judentums ausschalten wollten. Sachlichkeit und anständige Gesinnung sind heute unb immer not. um uns sachliche Entscheidungen in anständiger Gesinnung zu ermöglichen. Ilrwerdunkelt von der Trübe rhetorischer Phrasen mag sich die Leucht- und Wirkungskraft der beiden großen jüdischen Ideen — Lösung oder Verbindung — neben-, gegen- und miteinander erweisen, und so soll die Arbeit, so verschiedene Wege sie auch gehen will, aus dem Geiste der Gesamtverantwortung geschehen. FM VüWiibWöNa Rkve Kiellinien für den EHulimkcc'M Der Rcichserziehungsminister hat im Einvernehmen mit dem Rassenpolitischen Amt der NSDAP Richtlinien erlassen, die sich mit der Zielsetzung des Schulunterrichts auf dein Gebiete der Vererbungslehre und der Rasieren nde beschäftigen. und die alle bisherigen Ministcri'alerlasse der Landesregierungen ablösen. Der umfangreiche Erlaß, der die Verteilung des Stoffes und die Behandlung im Unterricht in vielen Einzelheiten regelt, bezeichnet es als sein Ziel, im Unterricht aller Schularten tic neuen Erkenntnisse zu vermitteln. aus ihnen Folgerungen für alle Fach- und Lebcnsgebiete zu ziehen und dadurch nationalsozialistische Gesinnung zu wellen. Es gilt. „Einsicht zu gewinnen in die Zusammenhänge. die Ursachen und die Folgen aller mit Vererbung und Rasse in Verbindung stehenden Fragen". „Verständnis zu wellen für die Bedeutung. welche die Nassen- und Bercrbungserscheinungen für das Leben und Schicksal de8 deutschen Volkes und die Aufgaben der Staatsführnng haben" und „in der Jugend Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesamtheit des Volkes, d. h. den Ahnen, den lebenden und den , kommenden Geschlechtern zu starken. Stohj aus die Zugehörigkeit zum deutschen Volk als einem -vauptträger des nordischen Erbgutes zu wecken und aus den Willen der Schüler in der Richtung einzuwirken, daß sie an der rassischen Ausartung des deutschen Volkstums bewußt Mitarbeiten". Die Schulung soll bereits auf der Unterstufe Einsetzen, so daß nach dem Willen des Führers und Reichs- - kanzlers Kein Knabe und kein Mädchen die Schule verläßt, ohne zur letzten Erkenntnis über i)ie Notwendigkeit und das Wesen der Blutreinigung geführt zu sein". Die Richtlinien machen dann nähere Ang,ck>en über die Anwendung dieser Grundsätze ruf die einzelnen Stoffgebiete des Schulunterrichts, über die wir noch berichten werden. Ser Sinn der srajlegrkkgtblM Im Zentralorgan des Bundes Nation üsozialistischer deutscher Juristen hat der Sachverständige für Rasseforschung beim Reichsministcrium des Innern. Tr. Achim ©erde, Grundsätze der Arterhaltuug als Ziel der Ariergesetzgcbung ausgestellt. Er führte dabei aus. daß die Unterbrechung der artgemäßen Entwicklung Sünde wider das Blut sei. die die heute lebende und wich die Höchste Generation mit besonderer Schärfe auszutragen haben werde. linier der arischen Abstamrnung sei die Entwicklung in den Grenzen stammverwandten Blutes, das vornehmlich bei europäischen, in Europa seit geschichtlicher Zeit unvermischt beheimateten Völkern anzutresfen sei. zu verstehen. Da8 heimatlose Judentum und die vagabundierenden Zigeuner gehörten dem Kreis nahestehender Völker mit ähnlicher rassischer Herkunft'nicht an. Die Hoffnung aus Milderung der Bestimmungen über die Rasse nscherdüng und der Versuch. Ausnahmen zu erreichen, gingen von der Absicht aus. die klare Scheidung von Art und Art zu verwischen, obwohl Zwischenformen niemals eine glückliche Lösung sein könnten und die Absichten einer sauberen Rasse- Politik störten. Beurteilungen, die vom cinzelnen aus getroffen würden und ihn als Senderfall darstellten, seien falsch, denn im VolkSanfbau gäbe es leinen Sondcrfall. * Bei einem politischen Schulungsabend der NSDAP in Stuttgart sprach der Leiter deS Rassenpolitischen Amtes, Dr. Groß, über „Nationalsozialismus und Rasscnfrage". Er sagte nach dem Bericht der „Frankfurter Zeitung" vom 18. Januar u a.: „In der Nassensrage sei bisher die Milientheorie herrschend gewesen: danach würden Rassen durch landschaftliche Bedingtheit erzeugt, un!> im Grunde gebe cs keinen Unterschied zwischen den Menschen, etwa zwischen Neger und Nordländer: Der Neger sei ehe« durch die Sonne gebräunt, der 9tordlünder durch den verhangenen Hivnncl bleich geblieben. Hier setze die Aufklärungsarbeit des Nationalsozialismus ein, der die Verschiedenheit der Menschen ohne Haß seststelle und jrden aus seinen Platz zu bleiben bäte. So wenig man deutsche Professoren an den Jordan wünsche. so wenig dulde man in Deutschland einen Pedell aus Jerusalem." Ser ArlnnaSweiS brr MelSgrnvüeiMalt Adelsmarschall Fürst zu B e n th e i m - Te tf- Icitbutft hat auf der Arbeitstagung des AdelskaPitelS m einer Ansprache betont, daß die Deutsche Adelsgenvsicnschaft unbedingt aus dem Boden dos Nationalsozialismus stehe. Sie habe sich bei Prüfung ihrer Mitglieder nicht mit den Vorschriften des Beamtengcsetzcs begnügen können, sondern den Nachweis der Blutreinheit mindestens in der Weise verlangen müssen, wie die Gliederungen der NSDAP. Wann man nichtarisches Blut als „getilgt" ansehen könne, sei zwar nicht geklärt, werde aber geklärt werden. Nur etwa 1.5 Prozent der Mitglieder der Adelsgenosienschaft entsprächen den neuen Bestimmungen nicht. Möge das Verhältnis im gesamten Adel etwas ungünstiger sein, so bedeute eine Entstellung der Wahrheit, von der Berjudung deS Adels zu sprechen. MKlsvreSung zur Frage rer CStsangerschasrsuntecbrelhung aus roWnglenifAen Münden Da? Hamburger Erbgesundhcitsgcricht hak kürzlich in eurem Urteil die Schwangerschaftsunterbrechung aus rasschygienischen Gründen im 'Prinzip sreigostettt und die sogenannte „euge- Nische Indikation" in weiten Grenzen iür straffrei erklärt. Ein Bericht des Lberlandesgerichtsrats Dr. Grunau: „Ein Jahr Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" („Juristische Wochenschrift" 1935. Heft 1) zeigt nun. daß zwar das Hamluwger Erbgesundheitsgcricht 1934 schon ‘J9 Schwangerschaften aus eugenischen Gründen hat unterbrechen lassen, daß aber andere E r b - gesundheits- (nicht Stras-)gerichte — sämtliche preußischen und viele außerpreußrschen — ständig zu entgegengesetzter Entscheidung gekommen sind.- In der Frage lvo die Grenze zwischen erlaubtem und unorlaillüem Eingriff in die Schwangerschaft zu ziehen sei. hat das Hamburger Gericht in einem Beschluß vom 17. Oktober 1934 (Erb. 1777/34) entschieden, daß die Schlvangerschaft ohne gerichtliche Anweisung von jedem Arzt ünterbroll)en werden dürfe, wenn Vater oder Mutter durch Gerichtsbeschluß für erbkrank erklärt worden sind. Grunau wendet sich in seinem Bericht nicht nur hiergegen, sondern überhaupt gegen die Lehre, daß in diesen Fällen der sogenannte „Rassennotstand" vorliege. Ter Gesetzgeber habe nur die Verhütung erl'llranken Nachtouchses angevrdnel. nicht aber die Beseitigung vielleicht erbkrank werdender Kinder. Nachdrückliche Einwände hat der „Zentral- Ausschuß für die Innere Mission" auf Grund eines Gutachtens des Reichsgcrichtspräsidenten i. R. Dr. Simons in einer Erklärung erhoben. Hier werden sehr stark religiöse Evvägungen in den Vordergrund gestellt. Die Erklärung lehnt die „eugenische Indikation" mit der Begründung ab: „Die Achtung vor dem Leben verpflichtet uns, auch solche Not als Teil einer Gesamtschnld zu tragen." Ein Lehrstuhl für NussereSt? In einem' Aufsatz in der von Reiä)smini,'ter Dr. Hans Frank hcrausgeacbcnon Zeitschrift „Deutsches Recht" erhebt Dr. R u t t k e die Forder,ma nach der Errichtung eines Lehrstuhles für Rassenrecht. Die Vorlesungen sollten dazu dienen, hermrszusinden, wclckie jungen Volksgonosen später als Hochschullehrer oder Richter und in anderen Stellen Verwendung finden sollten. Ter Nationalsozialismus lege keinen Wert auf geschickte Paragraphenjuriston. sondern er brauche Volksgenossen auf dem Nichterstuhl, die selbst erbaesund und aus Grund ihres eigenen Nassenlucrtcs rn der Lage seien, wirklich deutsches Recht zu sprechen. ' Erbbielogilche SrftlmbSmiftmWe Dr. TournS teilt im -„Deutschen Aerzteblatt" Erfahrmigen mit. die ein großer Berliner Krankenkasienverband, der ungefähr zwei Millionen Krankenkarten zu prüfen hatte, bet der.erbbioloai. schen Bc.iiandsaufnahme machte. Eine „Erbbiologische Zentrale" dieses BerLandes führte Am 6.,Februar vollendet Justizrat Felir Waldstein sein 70. Lebensjahr. Wir beglückwünschen ihn aus das herzlichste zu diesem Tage, an dem er -- noch mitten im Schaffen stehend — auf ein Leben voll von Arbeit und Erfolgen zurückblicken kann. Dem Poscnschcn entstammend (er iü in Gnesen geboren), das dem deutschen Iudeiüuin sc. manche aktive Krail geschenkt bat. ließ er sich nach vollendetem Studimu lMOü als Rechtsanwalt in Altona nieder. Seine öffentliche Tätigkeit nahm bald großen Umfang an. Zehn Jahre, oog 1903 bis 1Ö1S, war er Mitglied des Rrcußiscpeir Ab> geordnetenhauses. von 1912 bis 192 l Mitglied des Deutschen Reichstages, der deutschen National» Versammlung. Es darf gerade heute daran erinnert werden, daß er seinerzeit gegen die Aenderung der alten Reichsfarben und gegen die Natifizierung des Versailler Vertrages gestimmt hatte. Dem C.-V. war Felir Waldstein seiner ganzen Herkunft und Veranlagung nach ein treuer Freund. Seine jahrelange Zugehörigkeit zum Haupworstande verband er mist der Leitung des Nordwestdeutschen Landesverbandes und der Hamburger Ortsgruppe, die er erst vor kurzem in jüngere Hände abgab. Möge unserem verehrten Freunde Waldstein ein klarer und schöner Lebensabend beschieden sein. * monatlich durchschnittlich 400 Untersuchungen durch und bearbeitete lusher 2200 Fälle. An den Kreisarzt gemeldet wurden davon 606 Fälle. Die.Railcndmnmrrung" Ter neucrnannte Professor an der Univerfüät Jena. Präsident des Thüringischen Landesamtr für Rassewesen, Professor Dr. 'Astel, hielt unter großer Anteilnahme der Dozenten, und Studentenschaft seine Antrittsvorlesung über Rassendämmerung uird ihre Meisterung durch Geist und Tat. als Schicksalsfrage der weißen Völker. Nach einem Bericht des „Völkischen Beobachters" kam Professor Tr. Astel auf die Bestrebungen-- zur Verhütung, eines erbkrarllelt Nachwuchses zu sprechen. J»i diesem Zusammenhang sagte er: „Die Edelrassigen aller Länder haben eingesehen, daß sie von lsbens' feindlichen Mächten, dem vorderasiatischen Judentum und seinen Filialen, betrogen und gegen-- cinandergebracht. lange Zeit ihre Haut zu Markte getragen, getiiten und geblutet haben uird nur zu viele der Edlen kinderlos gestorben sind. Sic wollen ihre Kraft nicht mehr der Bernnndcrung. der Abschrvächung des edlen, starken Lebens, sondern dessen Rettung. Erhaltung und Hochzüchtung zuwcuden." Das Divlom des ölaaübücgrrs Im Rahmen eines Vortragsabends der Arbeitsgemeinschaft für Fragen des Rast'erechts im Bund nationalsozialistischer deutscher Juristen in Dortmund sprach nach dem Bericht der .Westfälischen Landeszeitimg". Folge 25 vom 25. Januar. Amtsgerichtsrat Tr. Eichholz über die Fragen der Rasse und des Staatsangchörigkeitsrechts, die im neuen Deutschland noch ihrer eridgültigen Lösung harrten und wichtiger seien als die territorialen Fragen, da sie weltpolitische Bedentnng besäßen. Ansätze seien gegeben in dem Gesetz zur Herstellung des Berussbcaustentums. Es gebe noch auf manchen Gebieten offene Fragen, deren endgültige Lösung der Reichs- und Versassungsgcsctzgebung überlassen bleiben müßte, denn das Staatsangehörigleitsrecht sei bisher aus mancherlei Gründen noch nicht bcröffenllicht und sage noch nicht, wie weit z. B. Nichtarier das aktive Wahlrecht ansüben könnten. Sicher aber sei. daß der nationalsozialistische Staat keinen Schritt von seinein vorgeschriebenen Wege abgehen ioerde. Im weiteren Verlauf seiner Darlegungen führte Tr. Eichholz aus. daß der nationalsozialistische Staat bei der Einteilung seiner Bewohner neue 2'üege gehe; denn er kenne ilur die drei Gruppen: Staatsangehöriger, Staatsbürger und Ausländer. Bis inan die laiigwierige stammeskundliche Untersuchung eines 64.Miuionen.Volkes bis zu den Urgroßeltern angestellt hal'e. habe man eine Zwischenlösung geivählt und Elenientc ausgemerzt, die raß'cnmaßig auf den ersten Blick unerwünscht seien, mcd solche, die gegen den nationalen Staat gesündigt halten. Grundsätzlich neu sei die Heraushebung des Staatsbürgers, den die Weinmrer Verfassung nicht kannte. In Zukunft werde jeder erst seine Qualifikation beweisen müssen, che nran ihm das Diplom des Staatsbürgers, die wertvollste Urkunde des irdischen Lebens, aushändige. .Düreer brr Semrinbe" Die neue deutsche Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 enthält im vierten Teil- Einwohner und Bürger", u. a. folgende Bcf^mmung: Burger der Gemeinde sind die demdw das 25. Lebensjahr vollendet.haben, seit mmüeitetrs einem Jahre in der?echte^esitz^°^°n mb bie bürgerlichen Ehren- Hauptgeschäft» Bettfedern, Daunen, Fertige Betten, Bett-Inlette, Bettwäsche, Steppdecken, Wartefullung, Zweiggeschäft» Stadlüahnhof Bürse Daunensteppdecken, Metallu. Messingbettstellen, Po!stermdtratzen,lndiafasern, Haar usw. Llmrlvüsndvrg, NmelSilOlkel Al 88

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