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Central-Verein-Zeitung · 1935-01-17 · 3 (17.1.1935) · page 13

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
3 (17.1.1935)
Date
1935-01-17
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Dir neue DeiMSsrSnrmg In einem Sfuffaj? ,'Eine deutsche Betriebslehre und ihre Verwirklichung" („Belt tut Werden". Iahrg., 8. Heft) stellt Carl A r nh o l d die neue Arbeitsrdee der Bctriebsgcmeinschaft dar. Seine Ausführungen sind auch deshalb beachtenswert, weil nach Maßgabe der Gesetzgebung der jüdische Be. triebssührer sich ebenfalls mit der neuen Arbeilsethik vertraut machen muß. Von der Erkenntnis ausgehend, daß Nationalsozialismus bewußte Gestaltung ist. bewußte Gestal' tung im Sinne des Einsatzes sowohl rationaler wie ^rationaler Mittel. läßt sich — nach Arnholds Darjtcllung — das Erleben des Letriebsorganisnnis durch zwei an sich gleichwertige Erziehungsmittel erreichen: einmal durch die Aktivierung des lämpserischen Cipraktcrs der Gemeinschaftsarbeit: Soldaten der Arbeit, daher auch Kameraden der Arbeit. Dann durch eine klare Führnngsmethodik. Diese Führungsincthodll. auch wohl als Fütsterlchrc zu bezeichnen, hat zwei Aufgaben: einmal eine rein t?chnis6)-psycholvgischc und dann eine geistcspolit sche. Tic technüch.pspchologische Aufgabe sieht^ Aruhold darin, daß cs einzig und allein der Führer des Betriebs in der Hand hat. die ..menschliche Eigenaesetzlichkeit" und die ..sachlich-betriebliche Bedingtheit" auszugleichen. Er hat dafür Sorge zu tragen, daß durch Nachwuchsschulung. nicht zuletzt tnrch nie erlahmende Erwachsenenschuluug die Gefolgschaft zur meisterhaften Beherrschung der Sachweit gebracht wird. Es genügt keineswegs, daß «O >§Mö seine' organisatorischen Maßnahmen übersichtlich sind, sondern er hat als. sittliche, nrvralisch-politische Persönlichkeit vor allem Vorbild zu sein. Darin besteht sinne geistespolitische Aufgabe. Erst das Bewußtsein seiner Führer-Verpflichtung gegenüber der f Gefolgschaft macht die Betriebsgemeinschaft zu einem Organismus, worin „Menschenwelt" und das ..Werkzeug Sachwert" in Wahrheit ein organisches Ganzes bsiden. Indem also der Betriebssichrer die Bewußtheit des heutigen Menschen zum Ausgangs- Punkt und Ansatzpunkt seiner Führungsmethodik macht. sorgt er für das Wissen um Sinn und Zweck der Arbcir, sorgt er für die Uebcrsichtlichkeit.und Uebcrschaubarleit der Organisation wie des Arbeitsganges, sorgt er vor allem für die Entwicklung des Arbeitskönncns. Die Stellung der WAS-Angehörigen im Beicieve Der Vorsitzende deS Obersten Ehrengerichts des Neichsstandes des deutschen Handwerks, Landgerichtsrat Nohlfing, stellt — wre wir der Tagespreise entncluncn — bei einer Würdigung der rechtlichen Stellung der NSBO-Angchörigen im Betriebe fest, daß die NSBO nach dem Arbeitsordnungsgesetz und den übrigen Vorschriften nur politische Aufgaben, keine wirtschaftlichen habe. Es sei allgemeiner Grundsatz, daß die Angehörigen der NSDAP den arideren Volksgenossen in ihrer Lebensführurrg und Arbeitsweise zum Vorbild dienen sollten. Darum hatten die Angehörigen der NS-Betriebszelle mehr als die anderen Betriebsangehörigen die moralische Pflicht, die Erfüllung ihrer Pflichten aus dem Arbeitsvcrtrag besonders ernst zu nehmen. Aus der Zugehörigkeit zur NS-Bctriebszelle folge noch kein besonderer Kündigungsschutz. Es widerspreche aber dem Geist der sozialen Ehre, einen Arbeitnehmer deshalb zu entlassen, weil er in seiner Handlungsweise die Forderungen des Nationalsozialismus vertrete und in seiner Tätigkeit als Zcllenobman sich bemühe, seine Pflichten in diesem politischen Amt auch gegenüber der Gefolgschaft zu erfüllen. Eine Entfernung aus diesem Grunde, d. h. wegen der Tätigkeit des Zellenobmannes, soweit er nicht durch seine Handlung selbst, z. B. durch Forderungen, die für den Betrieb nicht tragbar seien, und durch unbotmäßiges Auftreten usw. den Arbeitsfrieden störe, sei ein Verstoß gegen die guten Sitten, der den Unternehmer zmn Schadenersatz, d. h. zur Entschädigung in Höhe des ausfallenden Lohnes verpflichte. Im einzelnen bestehe die Ausgabe der NSBO-Zclle darin, daß sie für verständnisvolle Zusammenarbeit von Betriebssührer und Gefolgschaft eintrete, auf der anderen Seite sozialen Mißständen nachgehe und Zustände im Betrieb nachprttfc, die mit der Politischen Einstellung der einzelnen Eefolgschaftsangchörigen zusameuhänge. Nationalsozialistische Menschensührung in den Betrieben. Von Theodor Lüddecke, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg. ■ Ganz bewußt wird von allen Seiten das Problem beleuchtet: wie kann der deutsche Arbeiter und in erster Linie der bcutfdjc Arbeiter der Faust, mit neuem Geist erfüllt werden, damit er aushörtsich nur als Sklave seiner Tätigkeit zu fühlen. — Lüddecke geht von der Ansicht aus. daß hierfür am besten die Werkzeitung geeignet sei. weil sie Nach, richten und Einsichten des engeren Berusslreises des Arbeiters bringt. Doch er macht die Einschränkung. daß auch die Werkzeitung — ernennt die Zeitung mit Recht „das unwersaljie Ding das cs gibt" — nicht als „weiße Salve des .llapitalismns" erscheinen dürfe, sondern das wirkliche Spiegelbild einer Umgruppierung und Gesundung der sozialen Verhältnisse im Betriebe bieten müsse. Denn mir in dieser Form werde die Wcrkzcitung den beabsichtigten Zweck erfüllen, „eine neue Lebensform zu schassen, die stabil genug ist, um gegenüber den Auflösungstendenzen dieser chaotischen Periode wenigstens nrit einiger Aussicht aus Erfolg standzuhalten". Um diese Gleichschaltung zu erzielen, muß der Arbeiter durch die Wertcitungcn wieder „die höhere Zweckbestimmung einer" Handgriffe verstehen lernen". Tie Wertzeituugen sollen, so fordert eS Lüddecke. bei geschickter Handhabung das Sprachrohr für die Zufriedenheit der Belegschaft und — was nvtwen' diger sei — für eine eventuelle Unzufriedenheit sein. — Auf die politische Aufklärung in den Werkzeitungen glaubt der Verfasser keineswegs verzichten zu können. Und tvenn soziale wünschenswerte Verbesserungen zurzeit sich nicht durchführen ließen, sollten die Schwierigkeiten offen ausgesprochen werden. Der Verfasser polemisiert dann gegen die Män^l des gelehrten Wrrtschastsdenkcns. Tie WirtschaftÄvissenschaft stehe seiner Ansicht nach so isoliert da, weil sie in langatmigem Ausführungen bei blasser und schwerfälliger Terminologie dicke Bücher fülle mit sicher manchen scharfsinnigen Erkenntnissen. Aber diese Erkenntnisse seien „nicder"^elegt, b. h. sie bewirkten nichts. n mnn ft? f 1 MÜ | 4—jj LwJ L_J MM ppirapn p APin^f üd III u\üjhJb~i L^Ü uz^-cALa \~i l->i ÄHteaalsaas-g ‘ ff «ijffsna v_ ss M.2 S imsszer l&htrend JDaisseMopf 1 r H ISsus ÄQ? eSeeaRtesi Schuft^ : Düsseldorf- Slutlgrart. □ caaoDDBöQannnaaanacr; Aipolcla n r!«5n-;n keqpGi'M g k&Uiwc&tS iWöbWIU I] ■ FtlüsCua eQ E^aSze. L:r—■~:-:—-rr I | itosstodt j: 1 5->kgnc^ ^5. tiw» W> iü i»'s. *1 CüitJ I O^r—s «. ».-■ Mä* 1-üüL.WiJ^lf SfßOiCS SGFiiuioritgcGC^il m Platze | HSsbüiitlhera o.-s. \ 5 - lfc§ MiM - Uoufhon O.-S. - King 16/17 beiden / Kleiderstoff© leinenwaron Damenkonfektion iiissl fersts (Ion J hr.n 0/8., filolwitr.or Str. #0. 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