Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 3 (17.1.1935)
- Date
- 1935-01-17
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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EleölLMN hMsLsr Men an der WkaGas Der Aufsatz ergänzt unsere Berichte in der vvnvttchigen „G.-B. Jeilung'. Unmittelbar an die Borstadtsiedlung deutscher Juden „Kirjat. Bialik" in der Haifabay: grenzt die „Moschawah chaklalt. schitufit Mifraz Ehaifa" — die.landwirtschaftliche kooperative Siedlung deutscher Juden. Die Borarbeiten-für >: diese Siedlung begannen im Sommer 1933 und zogen sich durch mehrere Monate hin. Bor allem mußte die Frage nach der landwirtschaftlichen Eignnng des BodenS geklärt werden. In einem autoritativen Gutachten wurde konstatiert, daß die nachteilige Wirkung deS Salzgehalts des in der Nähe des Meeres befindlichen Bodens behoben und der verhältnismäßig hohe Grundwasserstand erheblich gestickt tverden könne, wenn eine entsprechende Drainageanlage durchgesührt würde. Auf Grund dieses maßgeblichen Gutachtens entschloß sich Dr. A r t h u r N u p p i n , der Vorsteher der Hilfsstelle für deutsche Juden, zur Durchführung des Siedlungsprojekts. ES folgten Verhandlungen mit dem K. K. L., Ausarbeitung von Plänen und Kostenanschlägen usw. Mittlerweile machten die meisten Anwärter in Nakalal die erforderliche Hachscharah durch, manche von ihnen wandten stch wegen der langen Aorbercitungsdauer für die inaugurierte Siedlung anderen Siedlungtzprosekten zu; an ihre Stelle traten andere Anwärter. Im Spätsommer dieses - Jahres waren die Vorbereitungsarbeiten so weit /, gediehen, daß mit dem Häuserbau begonnen wer- . den konnte. Nunmehr setzte ein schnelleres Tempo; bin. Sämtliche Hauser sind bereits überdacht, (tniflc von ihnen sind schon von ihren Inhabern bewohnt. Die Häuser umfassen je 2 bzw. 3 Wohuzunmcr. Küche. Veranda, Toiletten- und Baderaum. Licht- und Wasseranlage. Allerdings stellt si«h der Vau, infolge der seit dem Vorjahre bcdeu- . tcnb gestiegenen Baukosten, wesentlich teurer, als in den ursprünglichen Berechnungen vorgesehen toar. Der dadurch entstandenen größeren Belastung soll durch eine erste Bankhypothek mit 20jährigcr Dauer und sukzessiver Anwrtisierung abgehvksen werden. Eine, zweite, niedrig verzinsbare Hypothek von je 100 £ hat die genannte Hilfsstelle an eine Anzahl weniger bemittelter Siedler gewährt. Die Hilfsstelle hat auch ein größeres Darlehn für die in vollem Gang befindliehen Drainagearbeitcn zur Verfügung gestellt. Für die Wasserversorgung der je 4 Dunam umfassenden Migraschim ist eine Vereinbarung mit „Kirjat Bialik" getroffen worden. Dagegen soll die Wasserversorgung für das landwirtschaftliche Gelände, von je 16 Dunam pro Siedler separat bewerkstelligt werden, die Brunnenbohrung ist zu diesem Zwecke bereits erfolgt. Der in Palästina in steigendem Maße gebrauchte gemischte Wirtschaftstypus — Gemüse. Geflügel. Milchwirtschaft und daneben Obstpflanzcn — beherrscht auch hier den Siedlungsplan. Doch ist das Ausmaß der einzelnen Wirtschaftszweige bei den einzelnen Siedlern je nach Neigung und Vorkenntnisten verschieden. Für jeden Wirtschaftszweig ist eine besondere fachmännische Kraft zur Anleitung der Siedler vorgesehen. Zusammen umfaßt die Moschawah 25 Siedlerstelleu, die bereits fast sämtlich besetzt sind. ■. Voller Hoffnung und guten Muts gehen die Siedler — zum großen Teil Akademiker — an die Durchführung ihrer Aufgabe: die dritte Siedlung deutscher Juden auf K. K. L.-Boden erblühen fr lassen. Jose! Lin. Ein LcuMec Zubr rcuronnificrf die JJccuialcmcE ((IMidtc Gemcinbk Wie die ITA erfährt, hat der Waod Leum? Schritte unternommen, um eine durchgreifende Reorganisation der jüdischen Gemeinde von Jerusalem durchzuführcn. Ein Finanzkomitee, be- '• stehend ans Ehaim Solomon. Brande und Dr. Senatvr, wurde eingesetzt und mit der Ausarbeitung . entsprechender Pläne beauftragt Ferner wurde der ehemalige juristische Berater der Gemeinde in Frankfurt am Main, Tr. Enger?. Mayer, der sich seit etiva einem Jahr in Jerusalem niedergelassen hat. vom Vorstands der jüdischen Gemeinde und vom Waad Leumi mit der Ausarbei- . tuug eines Planes für den Neuaufbau der Gemeinde und ihrer Einrichtungen beauftragt. Dr. Mayer, der sein vcrwaltungstcchnisches Talent bei seiner Arbeit in Frankfurt am Main, der zweitgrößten jüdischen Gemeinde Deutschlands, erwiesen hat, gilt als besonderer Fachmann in Organisations- und Berwaltungssragen jüdischer Gemeinden. Man ist überzeugt, daß er bei seinen /Bemühungen von sämtlichen Gruppen der Jerusalemer Gemeinde unterstützt werden wird. - Ir MtxMkjmlüäCD cwxß (Bmxassä^üsoß Zetzw'chWLLUMii - Fashfjänilor ■®mtejrnr Ks wird pchctcn, beim Einkauf nur das anerkannt erstklassige „FAÜit** » Farbband zq verlangen. Hersteller: k. KEHDEKKSiMES G« m. b« H. ST1UTTG AKT-S, Liststrasse 28. 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