Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 51 (20.12.1934)
- Date
- 1934-12-20
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Iwm Der 5* Dezember derSffent. Itfqt als Scitathfel unter der Ueberschritt JZ:c Sfriiert bekannten jiidenge'nne- 5a?C-V^ctun^n Dostojewskis, uachstehende Aufsatz gibt eine gute Ein« Jubenftag^ ®*b<mfen Dostojewskis zur ^'C/r?r°^Cme ^cr ^uenschlrchen Gemeinschaft waren Tostoiewski von jeher von der allertiefsten Bedeutung Bian vergißt zu leicht über seinen großen Dichtungen, diesen Riesenwerken einer Psychologie des Individuums, daß er in demselben Grade sozialer und Politischer Denker war. Daß Um auch Rasselt;,robleme innerlichst beschäftigten, beweist seine Llawophilie, beweist ferner sein Ringen um das Wesen der römischen Idee, wie?s da» berühmte Kapitel vom Großinquisitor zeigt, beweisen mich seine Bemühungen um den letzten geistigen Gehalt des Germanentums und Deutsch. Einem Zufall verdanken wir. daß er sich auch tnit dem Problem des Judentums literarisch be- 'üiäikigt hat. Innerlich bewegte es ihn schon lange.. ..LH. bitte nur nicht zu glauben", beginnt er den fraglichen Aufsatz, „ich beabsichtigte hier wirklich die .Judensrage' auizuwersen! Diese Neberschrift habe ich nur znm Scherz geschrieben. Ein Problem von der Größe, wie cs die Stellung' der Puden (in Rußland) . . . ist. solch ein Problem zu lösen, gebt über meine .straft. Wohl aber kann uh darüber eine eigene Meinung haben, tmd zu« dem hat es sich jetzt he raus ge stellt, daß viele Puden üch vlötzlich für diese Meinung interessieren. Seit einiger Zeit schreiben sie mir Briefe, in denen sie nur ernst, bitter und betrübt vorwersen, ich fiele über sie her, ich haßte den Juden, und zwar nicht '.regen seiner .Mängel', nicht als ,Exploiteur', sondern grade als .Inden'. . . ." Aber es tvar ein Ereignis besonderer Art. das ihn zur Feder greifen ließ. Man erinnert sich vielleicht der vor einigen Jahren erschienenen „Beichte eines Juden", die Leonid Großmann heransgegeben hat Ties der Tatbestand: Im Jahre stand Abraham .stvwner vor den russischen Gerichten, angcllagt und geständig, über hundertnudsechzigtausend Rubel unterschlagen 311 haben. Aus dem Gefängnis heraus richtet er Briete an Dostojeivski und sucht sich ihm ans diese Weise zu nähern. Diese Briest sind eine seltsame Mischung von Offenheit und Selbstbetrug der Eitelkeit, von Bewunderung und Angriff. Selbstentschuldigung und Selbstbeschuldignng. Sie enthalten auch Bitten um Unterstützung seiner Person und seiner Sache. Dostojewski antwortet ihm, er sucht ihm seelisch und praktisch zu Helsen. Dieser Briefwechsel ist der eigentliche Anlaß zu Dostojewskis öffentlicher Stellungnahme zur Judensrage. „Einen Umstand will ich aber doch berühren", hatte Kowner geschrieben, „den ich mir auf keine 'Weise erklären kann, das ist Ihr Haß gegen die .Juden', der sich fast in jedem Heft Ihres,Tagebuchs' zeigt." Dostojewski stelle sie als Ausbeuter hin. und doch gebe es auch unter den Russen genug von dieser Sorte. Kowner fordert Gleichberechtigung für die Juden, die sie in Rußland nicht besaßen. Sie lebten in ihrer ungeheuren Mehrheit in furchtbarer Armut und seien doch..siltonreincr, tricht nur als irgendtvelche anderen Völkerschaften, sondern auch als das von Ihnen vergötterte russische Volk". Dabei hätten genug Juden für die slawische Sache den Schlachtentod erlitten. Dostojewskis Antwort ist persönlich herzlich und freundschaftlich, in der Kritik maßvoll, gerade deshalb von innerer Ue'oerlegenheit. Auf das jüdische Problem geht er hier nur kurz ein. bestreitet aber. Judenfeind zu sein. Innerlich aber muß Dostojewski doch sehr erregt worden sein, cs trieb ihn nun'zu öffentlicher Auseinandersetzung, und im nächsten Heft seiner Zeitschrift geht er ausführlich auf das Problem ein. Da zeigt sich Zunächst jedenfalls, daß Kowner mit der Behauptung nicht ganz unrecht hat, Dostojewski sei Judenfeind. Man muß dazu wissen, daß der Dichter politich konservativ war. Er tvar Zarcnanhünger, Slawophile und heftigster Antisozialist. er hat in den „Dämonen" den Bolschewismus in Rußland mit wahrem Seherblick vorausgefchildert. Da die Juden, wie fast überall, so auch hier, sich zu einer Politik der Versöhnung bekannten, mußte sich seine Abneigung auch gegen' sie richten. Er geht so weit zu behaupten. daß „die slawische Frage schon langst zugunsten der Slawen" entschieden sein luürbe, „wenn die jüdische Idee in der Welt nicht so stark gewesen wäre". Diese heftigen Angriffe (wie er sie in ähnlicher Schärfe übrigens auch gegen die Deutschen gerichtet hat) hindern Dostojewski aber nicht, die Positive Bedeutung des Judentums wohl zu erkennen. Er gehört nicht zu denen, die auf der einen Seite fanatisch angreisen, auf der andern .Seite verkleinern. „Ein Volk, das vierzig Jahr- Hunderte auf der Erde existiert, also fast seit dem Anfang der historischen Zeitordnung, und noch dazu in einem so festen und unzerstörbaren Znsammenhang. das so oft sein Land, seine politische Unabhängigkeit, seine Gesetze . . . verloren hat — und sich noch jedesmal wieder vereinigen, sich in der früheren Idee wiedergebären, sich wieder Gesetze, und fast auch den Glauben von neuem hat schaffen können, — nein, solch ein zähes Volk, solch ein ungewöhnlich starkes, energisches, solch ein in der ganzen Welt beispielloses Volk" hat nicht ohne eine große tragende Idee leben können. Es ist zwar noch nicht möglich, diese Idee ganz zu fassen, die Zeit dazu ist noch nicht reif. Aber sie liegt irgendwie im Glauben. Daher kann es keinen Juden ohne Gott, ohne Religion, geben, er ist verloren, wenn er Freidenker, Atheist wird. Was soll also werden^ fragt auch Dostojewski. Auch er ist im Zwiespalt. Auf der einen Seite Vorwürfe, auf der andern trotzdem seine Forderung der äußeren Gleichberechtigung für die Juden „weil es das Gebot Christi ist". Doch da zeigt sich ein Ausweg. Dostojewski berichtet von dein Brief einer jungen Jüdin au ihn. in dem sie das Leben und Sterben eines unbekannten jüdischen Arztes, Doktor Gindenbnrg mit Ramen, schildert. Er war deutscher Herkunft. Trotzdem ein guter Jude. Als er nach achtnndfünfzig Jahren ununterbrochenen Dienstes für die Armen gestorben war, nahmen an seiner Beerdigung alle Bewohner der Stadt ohne Unterschied der Rationalität und Konfession einhellig teil. Protestanten. Katholiken,' Juden. Russen. Deutsche. Er war so arm. daß man nicht wußte, wovon ihn beerdigeil. dciln er hatte buchstäblich alles den Armen geschenkt. Es lvird von einer armen jüdischen Wöchnerin berichtet, die keine Windeln für das Kind hatte und für die der Doktor sein eigenes Hemd zerriß. „Er ist wie ein Heiliger begraben worden." Dostojewski aber fügt hinzu: „Achtundfüinzig Jahre Dienst für die Menschheit, achtundsünszig Jahre unermüdlicher Liebe haben alle wenig, stens einmal um einen Sarg in gleicher Begeisterung und in gemeinsamer Trauer vereint. Die ganze Stadt begleitet ihn, die Glocken aller Gotteshäuser läuten, und in allen Sprachen werden die Gebete für ihn gesungen. Der Pastor und der Rabbiner reden an dem offenen Grabe, jeder in seiner Sprache, jeder in seiner Art, und doch mit dein gleichen Gefühl. In diesem Augenblick ist doch die ,Judenfrage' überwunden." Und znm Schluß heißt es: „All das ist furchtbar einfach, doch schwierig scheint nur eines zu sein: nämlich, sich zu überzeugen, daß jede große Gesamtzahl sich aus solcherl Einern zusammensetzt. Alles würde sonst auseinandersallen, wenn diese einzelnen nicht wären ... es sind nur sehr wenige solcher erforderlich, um die Welt zu retten, dermaßen stark und mächtig sind sie. Ist dem aber so, — loie soll man da nicht hoffen?" Ter arme jüdische Doktor ist für Dostojewski der ..Allmensch". Und das ist seine Lösung der Judensrage. L. Bcssellor EomSarl über WMÄHMMdKW Was ist Wissenschaft? Was ist Politik? Besteht ein Zusammenhang zivischen beiden Kategorien und lvie ist er beschaffen? — Diese Fragen behandelte Werner S u m b a r t im Rahmen eines Vortrages im Festsaal der Preußischen Akademie der Wissenschaften. Er kennzeichnetc zunächst die Politik als eine zielstrebige, aus Zwecke gerichtete Geistcshaltung, die notwendigerweise Werturteile abgibt und deren Form das Handeln, die Aktion ist. Demgegenüber ist die Wissenschaft ans Erkenntnis gerichtet, sie gibt Seins-Urteile ab und tritt in der Form der betrachtenden Analyse aus. Bei der Frage nach den Beziehungen zwischen Politik und Wissenschaft muß vorab das Problem des „Standpunktwissens" geklärt werden: sind etwa beide Kategorien durch Lebens- und Sems- Bedingungen beeinflußt, die dem Menschen ohne fein Zutun und sein Wollen gegeben sind? Die marxistische Theorie bejahte diese Frage mit der Behauptung, daß alles geistige Geschehen ans der sozialen Lage abzuleiten sei; zur Widerlegung dieser Theorie verwies Sombart auf Marx selbst, der für das Proletariat eintrat, obwohl er bürgerlichen Kreisen entstammte. Aber - auch die ■ rassische Blut-Geist-Theorie bejaht eine Abhängigkeit geistiger Dinge von äußeren Gegebenheiten, nämlich von der blntmäßigen Nasseneigenart. . Damit ist aber eine unabänderliche Abhängigkeit der Wissenschaft — und ebenso der Politik von äußeren, Bedingungen keineswegs festgestellt. Sombart betonte ausdrücklich, daß man außer der rassenmäßigen Personengebnndenhcit die durch die allgenicine Struktur des menschlichen Geistes gegebene Formgebimdenheit. die ans der Zielsetzung sich ergebeiide Zweckgebundenheit, weiter die Sachgcbundenheit, die Stofsgebundenheit iind die Zeitgebundenheit berücksichtigen muß; auch Propagaiida, Siiggestion iind Nachahmungstrieb üben einen nicht zu unterschätzenden Eirifluß aus. Innerhalb dieser Komponenten ist der Mensch jedoch völlig frei. Man kann daher keinesfalls sagen, weil jemand eine bestimmte Anlage habe, müsse er auch in einer bestimmten Art Wissenschaft oder Politik treiben. Bejaht man also ' die Unabhängigkeit von Wissenschaft und Politik von äußeren Gegebenheiten, so bestellt doch zwischen beiden Kategorien ein gewisser gegenseitiger Einfluß. Zwar dürfen die objektiven Ergebnisse der Wissenschaft niemals durch den Einfluß der Politik gestört werden; doch kann die Politik durch Betonung besonderer Ziele und Methoden anregend und befruchtend einwirken. Umgekehrt darf die Wissenschaft nicht den Anspruch erheben, die Politik ersetzen und in Erkenntnis anslösen zu wollen; denn die Aufgaben der Politik sind ja gerade kein Erkenntnisproblem, sondern ein Willensprvblem. Dennoch kann auch die Wissenschaft auf die Politik einen gewissen Einfluß ausüben, wenn sie nämlich diejenigen Gesetze untersucht, ohne die eine wie auch immer geartete 'Politik überhaupt uicht möglich oder denkbar wäre. In früheren Jahrhunderten beschäftigte sich die sogenannte Kameralistik mit diesen Dingein heute ist eS die Aufgabe der Volkswirtschaftslehre und der Betriebswissenschast. Aus diese Art kann die Wissenschaft der Politik wichtige Dienste leisten und dem Staatsmann zwar keine Ziele geben, aber seinen Weg erleuchten. Eiintber Looser. EesMtbrMr Äscherungen esn Wius Streicher . Ter Regierungspräsident Gauleiter Julius Streicher hielt vor Richtern, Staatsanwälten und Rechtsanwälten einen Vortrag, in dem er. der „Fränkischen Tageszeitung" .zufolge, folgende wissenschaftliche Feststellungen traf: . . Die Blutkörperchen des Juden sind ganz anders gestaltet als die eines nordischen Menschen. Bisher hat man immer bewußt verhindert, daß diese Tatsache durch mikroskopische Untersuchung bewiesen werden konnte . . ." Weiterhin erhob er folgende gesetzgeberische Forderung: „Der geschlechtliche Verkehr eines Juden mit einer Nichtjüdin muß mit dem Tode bestraft werden, und Personen, die Kinder verführen oder mißbrauchen, gehören in SicherhcitSverwahrung." In Lasel besteht seit einiger Zeit eine Gruppe, die eine antisemitische Zeitung unter dem Namen „Bolksbnnd" herausgibt. Ter Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt hat nun der Zeitung und ihren Hintermännern unter Androhung strafrechtlicher Ahndung jede gemeine Schmähung oder Verunglintpfung der jüdischen Rasse oder des jüdischm Glaubens verboten. Unter dieses Verbot fallen insbesondere der öffentliche Gebrauch der Verwünschung „Juda verrecke", die öffentliche Verbreitung des Änwurfs, daß die Juden zu ritualen Zivccken Menschen töten, die öffentliche Aufforderung, sich des Verkehrs mit Juden als etwas Entehrendem zu enthalten, jede gemeine Verspottung oder böswillige Verunglimpfung der Gegenstände, die von den Juden ans religiösen Gründen verehrt werden oder ihren: Kultus dienen. Wer aste fJanuar1935 umzieht löst, zweckmässig die - Quittung dee Briefträgers-in der alten: Wohnung nicht ein, sondern teilt uns bis spätestens zum 23. Dezember die neue Anschrift' mit. Wir beauftragen dann die Post mit Vorlage der Quittung in der neuen Wohnung. Nach dem 24. jeden Monats erhebt die Post eine Verspälungsgebühr. Verlag der C.-V.-Zeitung, W 15, Emser Strasse 42, J 2 Oliva 8141-45. Dir Sufaffung niSkMiMr StonSffimpfct ju rrkadeMÄrn Scüfuneen Ter preußische Kultusminister hat auf Grund eines Erlasses vmzr 14. November 1994 — UI No. 2865 — dahin entschieden, daß Anträge nichtarischer Frontkämpfer ans Zulassung zu akademischen Prüfungen so zu behandeln sind, wie die von Studenten, die Söhne nichtarischer Frontkämpfer sind. ES erfolgt deshalb eine Zulassung zu den akademischen Prüfungen. Al zusIcumeEs" mea-chricfatiem Das Hafenabkonunen Danzig-Polen ist soeben um ein weiteres Jahr verlängert worden. ES enchält eine besondere, die Juden in Danzig betreffende Klausel, in der es heißt, dtp; die jüdischen Knufleute volle Freiheit für die Ausübung ihrer geschäftlichen Tätigkeit im Danziger Gebiet genießen und daß der Senat darüber wachen wird. daß diese Freiheit in keiner Weise angctastct oder eingeschränkt wird. -c- Anläßlich de? Jahrestages der rechtlichen Anerkennung der litauischen Republik übergab Staatspräsident S m e t 0 n a vom Präsidentenstuhle ans feierlich dem Bund der jüdischen Teilnehmer an den litauischen Ilnabhängigkeitskämpfen eine Fahne. Anschließend daran fand in der Großen Synagoge von Kaunas ein FestgotteSdieust statt, an dem hohe Vertreter der Regierung und der Armee teilnahinen. * Nach Abschluß der Voruntersuchung ist die Anklageschrift gegen die acht Nationalradikalen, die im Zusammenhang mit den sudenfeindlichen Ausschreitungen in der Warschauer Vorstadt Powonsli im Juni verhaftet wurden, sertiggestctlt worden. Tie Anklage lautet aus öffentliche Gcioalttätiglcit und Teilnahme an einem Totschlag. •Y* Auf dem ersten internationalen Faschistenkongreß, der am 17. Dezember in Montreux zusamm-eutrat. und an dem Vertreter von 16 faschistischen Verbänden anS 14 Ländern teilnahmen. beschäftigte sich der Vertreter der antisemitischen rumänischen Organisation „Eiserne Garde". Jan Mota. mit der Judenfrage, für die er eine internationale Lösung im antisemitischen 'Sinn verlangte. Er wurde von dem Präsidenten des Kongresses, einem italienischen Faschisten, nüt dem Bemerken unterbrochen, daß die Judensrage im gegenwärtigen Augenblick nicht besprochen werden solle. * Das American Jewish Joint Distribution Comit. tee veröffentlicht einen Bericht über seine Tätigkeit im Jahre 1939. aus dem hervorgcht, daß für Hilfsaktionen in den Ländern Mittel- und §)st» Europas von dieser Organisation in der Bcrichtszcit 1506 000 Dollar auSgcgeben wurden. Auf das Hilfswerk für die deutschen Inden und die südischen Auswanderer cniz Deutschland entfielen über eine Million Dollar. In Loudon fand ein von der English Zionist Federation veranstalteter Gedächtnisgottesdienst für äVirou Edm 0 nd b e Rothschild statt, zu Dm neben den Angehörigen der Familie Rothsäsild zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen und jüdischen. Lebens erschienen waren. Tie Gedächtnisrede hielt Ehief Rabbi Dr. I. H. Hertz. Der Feiertage wegen erscheint die nächste Nummer am 28. Dezember. M KachsM im BuKhMde! Tie „Mitteilungen des Provinzial-Vereins der schlesischen Buchhändler E. V. in Breslau" vom 12. Dezember veröffentlichen folgende Erklärung: „Nichtaricr können nicht mehr als Lehrlinge und Volontäre im Buchhandel ausgebildct lverdcu, da sie nicht damit rechnen können, in die ReichsschrifttumSkanuner über die zuständigen Verbünde aufgenommen zu werden. Eine solche Mitgliedschaft ist aber Voraussetzung für die Vcrufsausüüung. Eine Aus« nähme gilt nur für rein jüdische Buchhandlungen, die sich auf Belieferung jüdischer Kundschaft beschränken." E&uptscbriftleiter: Dr. Alfred Hlrscüberg: Stcilvertr.: Dr MargareteEdelbeim Beide ln Berlin.FürRUckseudung unverlangtcrManuskripte ist Froiurasolilag beizufugen Leiter der Anzeigen Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Aareigen: Friedrich Nathan, Berlin DA III.Vj 50000.Vcrlng:Centralverelo deutscher ßtaats bürger jüdischen Glaubens e.V.. Berlin W15. Eruat-r Strasse 42 Tel.-Adr.: ..Ccutralglauben Berlin.“ Fcrnspr. J. 2Oliva 8141—15. Postscheck: Berlin80472 Druck der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH., Berlin SW 19. Zurzeit ist Preisliste Nr. 2 gültig. gönzjihriq geöffnet ROULETTE ■ BACCARA KLONDYKB § 0 ELVESTTEC?: © 0 K! EKZM mU könjÜerfjchen Darbietungen erster Kräfte. Tijchbejlellungen aa die Direktion der Spielbank. Tlei^e Quellen, gegen 6icbi,Rkeumc£3(Glart5hs gorzrj dhfig eifi eb. Thealep. Coneei4e "Voflfage, Op&ha1 'Tanz, ^Bälle. Hotel Europäischer«°- den Kuranlojon. 200Beiten. 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