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Central-Verein-Zeitung · 1934-12-20 · 51 (20.12.1934) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
51 (20.12.1934)
Date
1934-12-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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- rechtmäßig* erklärt: 'die Einzelfälle und die Abgrenzungen können natürlich hier wie bei jeder theoretischen Untersuchung zweifelhaft sein. Las Verdienstliche liegt in der grundsätzlicheit EinstellniHg und in ihrer weit in die Einzelheiten gehenden Durcharbeitung, unter Berücksichtigung eines umfassenden deutschere und ausländischen Schrifttums. In einem zweiten Teil untersucht Jsay dann die einzelnen Stcucrgesctze Deutschlands und von elf ausländischen Staaten darauf, wieweit sie den von ihm ausgestellten obersten Grundsätzen entsprechen. Ein großes deutsches und ausländisches Gcsejrgebnngsmatcrial und Schrifttum ist auch hierbei verarbeitet. Auch hier kommt eS nicht darauf an, ob nun alle Einzelheiten zntreffen und ob überall gerade der neueste Stand wiedergegebcn ist. Allerdings hätte die neuere Rechtsprechung des ReichsfinanzhofS zu den für dieses Thema so wichtigen §$ 33 und 34 des bisherigen Einkommensteuergesetzes hcrangezogcn werden müssen, die mit dem berühmten „Shell-Urteil" vom 30. Januar 1930 („Rcichsfteuerblatt" 1930, S. 148, ferner dort das weitere Urteil vom gleichen Tage, Seite 151, und gegen eine ausländische Automobilfirma, Seite 737) eiugeleitet und bis in die neueste Zeit ausgebaut worden ist. Gerade mit diesen Urteilen greift das deutsche Steuerrecht besonders tief in iuterualivualc Beziehungen deutscher Unternehmungen und ausländischer Firmen oder Filialen in Deutschland ein. Anderseits zeitigen gerade die grundsätzlichen Ausführungen des Verfassers manches interessante Ergebnis, so wenn er die Vorschrift in £ g deS deutschen Erbschastssteuergesctzcs kritisiert, wonach Erbschaftssteuer für den ganzen Erbansall auch cintritt, wenn ein im Ausland wohnender Erbe, der keine Beziehungen zu Deutschland hat, erbt, falls nur der Erblasser in Deutschland wohnte; oder wenn ein Amerikaner, der ein Hans in Rew-chork von einem Amerikaner erbt, dafür Steuer zahlen muß, fakks der Verstorbene in Deutschland seinen Wohnsitz oder Aufenthalt hatte. Solche und zahlreiche andere Eiuzelergebnisse zeigen die Fruchtbarkeit der Untersuchung JsayS, die das internationale Finanzrecht wesentlich gefördert hat und bei künftigen Dvppelsteuerverträgen sicherlich die ihr gebührende Berücksichtigung finden wird. RccIifsTinvaH Dr. Max Lion (Berlin). 40 äifi&rc MWer KrmSMrkewerein ja BeNin Der Verein selbständiger Handwerker jüdischen Glaubens e. B.. Berlin, feiert sein 40jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlaß findet am -3. Dezember, vormittags 10.30 Uhr, in der Synagoge Prinzregentcnstraße eine .Kundgebung statt. Die Vertreter der zentralen Körperschaften, der Gemeinde und der Organisationen werden Ansprachen halten. Die Festrede hält der Vereinsvorsitzende Louis .Lst o l f f. An der Feier wirken Oberkautor JulinS P e i ß a öi l' w i t s >1, und der Chor der Synagoge PrinzregeMensirane unter Leitung seines Dirigenten Leo .9 v n s mil: an der Orgel: Hermann Sei, ivarz. Die Veranstaltung ist bei freiem Eintritt allgemein zugänglich. £1. MM 8ÄW M Am 14. Dezember wird Vt. S t e i n h a r d t, bis zu seiner vor einigen Jahren erfolgten Pensionicrung jahrzehntelang Lehrer der Gemeinde Magdeburg, siebzig Jahre alt. Damit erreicht ein Mann die biblische Altersgrenze, der ein Menschenalter hindurch zu den markantesten Gesralten im jüdischen Leben Deutschlands gehörte. Das ureigentliche Tätigkeitsfeld Steinhardts war die jüdische Schul- und Beamtenpolitik; wie aber dieses Ressort nicht isoliert im jüdischen Leben zu denken ist, so wurde der Wirkungsbereich Stein- Hardts das jüdische Gemeiudelebcn überhaupt. Als Mitbegründer deS „Indischen Lehrerverbandcs" und als Schriftleiter feines Bcrbandsvrgans gewann Steinhardt eine führende.Stellung in der Lehrerschaft, und als Wortführer ihrer ideellen und materiellen Interessen weitgehenden Einfluß auf die Entwicklung der entsprechenden Verhältnissc in den Gemeinden. Einzigartig ist das persönliche Verhältnis Steinhardts zu den Lehrern und Kultusbcamtcu, die in dem oft so schweren Kamps um ihre wirtschaftliche und soziale LebcuSgcstaltung in ihm den Anwalt, den väterlichen Freund und nicht selten den letzten Rettungsanker sahen. Aber auch mit der Jugendbewegung fand Steinhardt den Kontakt, und so entfaltete er nicht nur als Schriftsteller. sondern auch als Redner, besonders in den Klein- und Mittelgemeindcn, eine ausgedehnte und fruchtbare Tätigkeit. Steinhardt war in den Jahren seiner vollen Manneskrast eine ausgesprochene Kampsnatur, und er hat mit manchem manchen harten Strauß ausgesuchten. ganz besonders im Streit um die jüdische Schule. Aber überall und zu jeder Zeit lagen die Motive seines Tuns klar zutage: die leidenschaftliche Hingabe an die jüdische Schule und Gemeinde und die uneigennützige Liebe zu seinen Berussgenosseu. Steinhardt hat sich in den letzten Jahren von der aktiven Tätigkeit im Lehrerverband allmählich zurückgezogen, nur jüngeren Kräften Platz zu machen. Die Lehrerschaft aber wird nie vergessen. was Steinhardt ihr war und ist. und hat darum ihren verehrten Führer zum Ehrenvorsitzenden des „Indischen Lehrerverbandes in Preußen" ernannt, nachdem sie ihm anläßlich seines Rücktritts von der Redaktion eine ähnliche Ehrung im „Reichsvcrband der jüdischen Lehrervcrcinc" erwiesen hat. Wir wünschen dem verdienten Mann, der seinen Lebensabend mit seiner Gattin im Lehrer- Heim zu Bad Ems verbringt, einen geruhsamen Lebensabend und die Erfüllung der Ideale, denen er feine Lebensarbeit gewidmet hat. AS dss FMilisn Emil Marcus (Prenzlau) feierte um 12. Dezember seinen 73. Geburtstag. — Mar Kuttucr (.Berlin-Friedenau) feiert am li>. Dezember seinen <;». Geburtstag. — Israel L e v i lKölnl wirb am 1ki.Dezember 73 Jahre oll. — Leo Schlesinger (Berlin) vollendet am 16. Dezember sein 70. Lebensjahr. — Martin H aase (Berlin) begeht am 17. Dezember seinen 70. Geburtstag. — Stadtrat E i ch e l b a n in (Insterburg», Äorstchcr der Synägogcngcnwiudc. und Frau begingen -am 30. Aovember das Fest ihrer goldenen Hochzeit. — Justizinspektor Marimilran Lebe n stand am t. Dezember vierzig Jahre rm preußischen Justizdienst. Stadtrat a. D. Arthur K-onthal, dessen 73. Geburtstag wir am 22. November in diesen Blättern gedacht haben, erhielt zu scincin Jubiläum aus Posen drei in deutscher Svrache abgesaßte, offizielle Glückwunschschreiben, nämlich vom Magistrat der Stadt Posen, von der Raeznnslischen Bibliothek und vom Museum Wielki'Yvlskie. Außerdem hat das „Posener Tageblatt" in seiner Nummer 268 vom 24. November 1934 ihm einen dreispaltigen Elückwunschartikel gewidmet. EhWM Ter Präsident der griechischen Repnlllik hat dem ehemaligen griechischen Vizelonsul für Stettin und die Provinz Pommern, Walter Vlanasse. mit einem Dank für seine Pflege der deutsch-griechischen Beziehnngen das Gotdeuc Kreuz des Phönirordens verliehen. Manasse ist langjähriges treues Mitglied des G.-V. Dem königlich schrvedischen Vizekonsul Albert R n b e n s o h u (Rügenwaldc) ist vom König von Schiveden in Anerkennung seiner Verdienste ein Orden verliehen worden. Ter König von Rumänien hat den Berliner Schriftsteller Professor Dr. Engen Wölbe zum Offizier des Ordens „Stern von Rumänien" ernannt. Die Auszeichnung erfolgte in Anerkennung seines (auch in der „E.-V.-Zeitung" besprochenen) Werkes „Earmen Sylva. Der Lebensweg einer einsamen Königin", Verlag vonKochler & Amelang in Leipzig. In Rhina, Kreis Hänfeld, fand eine kleine, stinnnnngsvolle Feier zir Ehren der ältesten Einwohnerin des Dörfchens, Jettchen Bacharach, statt, die am 2. Dezember ihr 100. Lebensjahr vollendete. Prvvinzialrabbincr Dr. K a h n (Fulda) und Lehrer Oppenheimer (Rhina) hielten Ansprachen und überreichten ein Ehrengeschenk, Kantor Bacharach (Esclyvcge) sang zwei Lieder. Tic Jubilarin wurde mit zahlreichen Aufmerksamkeiten bedacht; auch der E.-.V. lvar unter den Gratulanten. Das Kuratorium des Israelitischen Kurhospizcs Bad-Kissingen hielt eine Sitzung ab, in der es sich mit der Reuwahl des Vorstandes, Ergänznugswahlei: und finanziellen Fragen befaßte. Zum ersten Vorsitzeudcu wurde der Sohn des Heimgegangenen bisherigen Vorstandes, deS allverehrten Rabbiners Tr. S. Bamberg er, Rabbiner Dr. Simon Bamberg er, gewählt: das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden bekleidet Distriktsrabbincr Dr. E p h r a i m. Kulkurbunö deuMer zuben Ter erfolgreiche Kleiukunstabcnd „Berliner Bilderbogen um 1900 — Oestlicher Bilderbogc n", wird am 23. Dezember (Weihnachten), 16 Uhr, im Berliner Theater wiederholt. Ter Jüdische Kulturbund Rhein—Ruhr iSih Köln) gastiert am 14. und 13. Jannar im Berliner Theater mit „Joseph ben 'AUnttlnno", der kürzlich in Köln mit großem Erfolg nraufgcführten Tragödie. Ter Tanzabend von Valeska Gert am 15. Dezember fällt wegen Erkrankung der Küustlerin an?. Bereits gelöste Karten werden in den Zahlstellen zurückgenommen. Der Kulturbund deutscher Juden, Berlin weist, um Mißverständnissen vorznbeugeu. nochmals daraus hin, daß bei Anträgen aus Erstattung eines Bvrzirgsplatzes keinesivegs die von uns als Vertrauensärzte angegebenen Aerztc zur Er. laugung eines Atteftes ausgesucht werden müssen. Wir erkennen das Attest jedes Facharztes an, lediglich im Fall der Bcdürftigleit verweist unser Mitglicderbüro ans unsere Vertrauensärzte. Vocameigm Berlin: 15. Dezember: Künstlerhilfc dcr Jüdischen Keineinde „Klassische Iioitere Oerreltcit". Max Sintlner (Tenor, Frida Wcber-Flestbnrg (Sopran), Dagobert Hmzber« (Pianist). Im Haus von Herrn Waldbcrg, Prinz, reaentenstrastc 70. ...... 12. Dezember, 20 Uhr 15 M,a.: Jüdische Allershilsc (strotz. Berlin. Hcr-.nann Scherz «stcsauy), Charlotte Rosen, (stodsricd Zeclnnder. Dr. M Ernst Wolfs (Trio). Im Hans von Frau Katharina Sabcrski), Bisinarckslraßcstch 2 Treppen. 12. Dezember, 20 Ahr 58 Min.: Jüdische (stcmeindc. Rabbiner Dr. ^cwkcnvitz „Rietzschea Kritik dcr jüdischen Moral". Snnagoge Fasanenstraße. 15. Dezember, 2l» Uhr: Musik- und ^lczitaiionsabend. <!li. sabcth Dellcvie (Sopran). Else «cliennann (Ält), Paul 2ichlenkiern (Pianist), Fritz Vollenberg (Cello). Hildegard Casparp (Rezitatwn). Bechsieinsaal, tlinkstr. a 18. Dezember. 11 Uhr: Bund Deutsch.Jüdischer Jugend. und 15. Zug. ElternvoriniUag. Grosser Saal des Brüdervereinshauses, ^nrsürstenstraße. 113 115. 30. Dezember: Lieder- und Aricnabcnd. Alexander ltipins. Brcrhovensaal. Frankfurt a. M.: 17. Dezember, 28 Abr 30 Min.: Gesellschaft für jüdische Lolksbildung. Rabbiner Dr. Italiener (Hamburg,.- „Der Gedanke de.-. Trostes im Judentum." Lereinshaus Eschershcuncrlandstraße 27. Köln: 17. und 28. Dezember, 17 und 18 Ahr: Jüdische Minsk, aeineinschait. Hindemith-s »indcrope: „Vir bane:i eine Stadt". Veißer Saal der Ailrgergesellschaf:. Rhein-Ruhr: Jüdischer Kulturbund. „So lacht Europa". Mar, »oninsli. Gelscnkirchcn: 15. Dezember, 28 Ahr 38 Miu.: t.'o>ze. Recklinghausen: 16. Dezember, 20 Uhr 38 Miu.: Jüdisches Geincindehaus. „Chanukka mit jungen Äünstleru": Aachen: 1K. Dezember, 28 Uhr 38 Min.: Weinsaal des Städtischen Nonzertbause^. Krefeld: 28. Dezember, 28 Ahr 38 Min.: Gemeindehonr Aicbsraucn, Vcbcrsiratze. Das Festspiel, das anläßlich des 73. Gcbnri;ka,t>P von Frau Pliniia Schwarz onigefütirt wurde, wird am Tonilstrslag. 20. Dezember. 2t Uhr, im Haus. Nleistslraßo Hi. wiederhol!. Den Prolvi, und „Die Zeit" spricht!2olte H v t in, früher am SMcr- Dheatcr und am Rundfunk. Tic llnterrichtsansialt der israelitischen Rcligion;- gesellschajt Mainz feiert ihr 77,jähriges Bestehen und plant aus diesem Anlaß am 20. Jatniar eine ido liche Veranstaltung und die Heransgabc einer Festschrift. Um sänrttiche früheren Schüler zu dieser Feier einladcn t'.nd iljneu die in Aussicht genommene Festschrift znstcllen zu können, werden alle Schüler und Schülerinnen der 2tnstalt gebeten, ihre derzeiligc 2tdrcssc dem Schulleiter Rabbiner Tr. B a m b c r ge r, Mainz, Rcubrnnnenstraßc t!st mitzuteiteu. Tie Ausführung des Oratoriums „Samson", die Dienstag, dcll II. Dezember I9N4, in dcr Reuen Synagoge. Oranienburger Straße 3u, ftattfiudcn sollte, mußte wegen Erkrankung eines Solisten ans den 23. Dezember 1934 verschoben werden. Gelöste Karten behalten Gütligkeit. l.stxX/.-7 ich ~ ni r~i rn„rn DAn rnn ük s. in. eh © v e s* ö üvi, Q) vj ük'v. Hannover, SiändeEiaussirasse 6 Bas SpeaslosscSia für feine Ledenvaren. IS.£aE,l§a*E3ik© “\1 _/! Felix Buchdehl Betten-Spezialhaus Erstes Haus am Platze Kstisorstr. 164. .<72 r\ n rv/7 o f\n OrCiieCS liunrSQVCsS 0*0wö Facißefsir. Loire 6öorest.r. Elegante Damen-Moden D. 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