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Kinderblatt · 1934-11-29 · 11 (29.11.1934) · page 2

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Journal
Kinderblatt
Volume
1934
Issue
11 (29.11.1934)
Date
1934-11-29
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Nomine sch. fdnf'3 fji'IT lute mV, Monns zur icUfjooffi.~ Und dann fommt der Dritte: „Koni int herbei die Nuuuner drei, daß es elions Heller fei!" Und roieder lloischt der Schalnnies in die Hände und auch dnS vierte steht nuf seinem Platz nm Leilckster unb fmßt: „Vier ist eine schöne Zahl, heller wird 3 mit einem Mal." Ta ist ans dieser Leite des Leuchters kein freies Plätzchen mehr unb der SehnmincS dreht sich nach der anderen Seite herum unb klatscht mib winkt und nun lammen die anderen vier schneller, immer schneller, jedes stellt sich mtf und singt seinen Vers und so heißt es: ..Nach der vier, macht sich die fünf, ganz geschwind auch auf die Strümps." „Brenne ich nicht wunderbar, nun schon bald 2000 Jahr?" „Komme ich als Nummer 7, alle Kinderlein mich lieben." „Nummer 8 mit Bedacht, hat dem Fest ein Omb gemacht." „Gut", sagt der CchanuneS. „sehr gut, ihr könnt cs noch alle, die Generalprobe war sehr gut, aber nun heißt es schlafen gehen, dainit ihr znm Fest leine inüden Augen habt und ordentlich leuchten könnt." — „Sind denn auch Kinder im Haus?" fragen die Lichtmännchen. „Gewiß", sagt der Schammes, „aber die liegen fest in ihren Betten und schlafen schon lange unb träumen von den Geschenken, die sie sich zu Chanukka gewünscht haben. Abwärts", kommandiert der Schammes. und sie springen herunter, fassen sich bei den Händen mtb tanzen um den Leuchter unb singen Moaus zur, alle sieben Verse, ganz richtig auf hebräisch, und auf einmal, husch, sind sie fort, und es ist wieder dunkel. Die Kinder sind ganz aufgeregt vor Freude, so haben sie den Leuchter noch nie gesehen, auch am achten Tag nicht, wenn-alle Kerzen brennen. Und merkwürdig, am anderen Tag sehen sie nicht das Oellämpchen, das brennt, sie sehen richtig den kleinen Mann mit der Goldkrone, unb der Scharnmes streut Funken von seiner schwarzen Kappe, lind jeden Tag singen . ■ . .... sie. ehe sie Moaus zur fingen, dem Lichtgeistchen seinen Vers vor. Da wundern sich die Eltern, wo Peter und Mirjam den Text und die Melodie her haben, aber noch mehr wundern sich die Lichtchen und der Schammes sagt: „Sie müssen es geträumt haben"; aber die Kinder wissen es besser und — ihr auch, gelt? W/ fefW/O'W', Qi t&frM Mit F brauchk'8 jeder Schüler schon. Mit Z wächst cZ am Libanon. * Mir S ist cs das End' vom Kleid. Mit V ragvs in den Hinunel weit. Znm Wandern brauchst dn zwei mit B, Und viere hat davon daZ Neh. Mit W trinkst dn'8 am Freitag abend. Ohne Sch der Kerzen ist's halb so labend. V Der Mutter gibst bn’3 gern mit K. Mit N itzt maus zu Chanukka. Uß? Kruder! Unsere Ausgabe in der lebten Nummer deZ Kinderblattes: „Mas stimmt hier nicht?' haben nur zwei Leser, die Geschwister Hanne und Doris Rath aus Kempen im Rheinland richtig gelost. Deshalb wollen wir für die anderen hier^ dis richtige Lösung veröffentlichen: 1. Ter GlobuZ min; eine schräge ckcgse haben. — 2. Sine Qopii’c deZ Sterns mutz oben liegen wnö wir müssen die Zacken durch Linien verbinden. — 3. Das hebrnuwe Gebetbuch mutz so liegen, das; wir cs von linls nach tonnen. — 4. Ter Wind fmui die Fahnen nur nach einer Richtung rvehen. — 5. Wenn der große Zeiger ans der Zwölf steht, mutz der kleine aut einer vollen Stundenzahl stehen. — 6. Am Chanukkalcuchter fehlt der Schammes. Ruth ging an einem trüben Novembermorgen in die Schule. Tos Wetter war scheußlich, dunkel, neblig und ohne Sonne schon seit Togen. Sie wurde selber ganz ntitzmlltig. — Wenn nur erst Ehanulta wäre! — dochte sie —, daß man Lichter onzünden könnte, ober leider sind's noch vier Wochen bis dohin, wenn die nur erst rum ivären! — Als sie in die Nähe ihrer Schule kom, wurde sie aufmerksam. — Nanu? Das wor doch hellte ein ganz besonderer Kroch, mehr ols sonst, da lluitzte cllvos los seilt, lfnb Nnth, die ein poor Toge ivegen einer Halsentzündung zil House geblieben wor, wlirde Nlächtig lleugierig, loos sich lvohl in ihrer Abwesenheit ereignet hoben könnte. In ihrer Klosse wor der tollste Nodou: „Ich mache den König!" — „Nein, ich!" — „Grete soll Königin sein!" — „Nein, Lilo!" — „Mirjam!" — Gerade als der Lärm seinen Höhepunkt erreicht hotte, kam Herr Bernheirn, der Mnsiklehrcr, herein. „Nun hört lnot einen Augenblick zu, Kinder", sagte er. „Ich dcilke, es darf keine Klosse von der anderen erfahren, lvas sie Ztl unserer großen Schulfeier am letzten Channkkotag für eine Ueberroschllng plant? Gerade diese Ueberroschung hobt ihr euch doch so hübsch gedacht. Glaubt ihr denn, daß eure Aufführung lange ein Geheimnis bleiben wird, ivenn ihr so brüllt, daß man es über die Straße hört?" — Das wirkte, im Nu war Totenstille. „Also", fuhr Herr Dernheiin fort, „jetzt schlage ich ilnmer einen vor, den ich für die Nolle geeignet halte; der macht dann die Augen fest zu, und ihr stimmt ab, durch Allsheben der Hand, ob der- oder diejenige die Rolle bekommen soll. Nun miw^m las, Grete, tritt du mal beiseite, und lver dagegeil ist, daß Grete Königin wird, der hebt Zlierst die Hand hoch." Nun ging es rasch und leise vonstatten. Grete wurde zur Königin gewählt, Peter znin König, und alle anderen folgten, und die Rolle, die eigentlich die wichtigste war, die des Vorsängers. siel Hanna Zu. Es sollte nämlich ein kleines Märchen anfgesührt werden, llnd während alle Mitglieder nur stumme Rollen hatten, sang und erzählte der Vorsänger alles, was sich ereignete. Dann kam das Orchester an die Reibe, denn natürlich war es ein Stück mit Musikbegleitung. Diejenigen Kinder, die im Stück nicht mitspielten, bekamen andere Aernter. Wolfgang '.illd Fritz hatten die Kulissen zu malen, und zwei Mädchen mußten für die Kostüme sorgen. Rlith wlirde Sonsslellse, das heißt, sie mußte während der gallzen Aufführung unsichtbar rabei bleiben lind anspassen, ob etwa Hanna, der Vorsänger, jleckenbleiben würde, danil hatte sie ihm schllett unb leise wieder emzuheisen. Sie war furchtbar stolz, denn eigentlich war doch ihre Rolle die allerlvichtigste, fand sie. Drei andere Kinder bekamen das Amt des Kartenverkaufs. Tenn selbstverställdlich wurden Zur großen Schulfeier auch die Eltern und Freunde der Schule cingcladcn, unb aus bem Erlös, der aus dein ganzen Kartenverkauf der Schllle einfommcu würde. fonn sinnst "'an einfntl) den Stmiicvaben, unb Tjat bev oud) ’nml wieder m der SOwIe nicht ansaevasrt. sv nnitz die Aussicht helfen, und in wenigen Minuten er;che,nt die Rechenaufgabe. die einen, eben noch unlöslich sch,en, ganz leicht. Bald sind die Schularbeiten beendet und die Bücher kom,„en zu ihre,,» Recht. Was kann man da nicht alles .|Cn! ,„WW' Jint ihre eigenen Bücher, und allßerdein gibt es eine „^ailderblblrvlhel , dres sind Bücher, die iuuner vier Wochen in emer Lesestube bleiben und dann, wenn die Killder sie gelesen haben, u, eine andere Lesestnbe „wandern". Das ist so iedeoinal eine Freude, ivenn wieder nctie Bücher kvnunen, jeder findet daS, was er gerne lie,t. ^agdgeschichten, Abenteuer, jüdische Sagen und Legenden. Märchen, und für die älteren auch Klassiker. Und so sitzen bald alle um den grvpen .ufclj, die Jungen und die Mädchen und „schmökern", und die Ailfucht, der man jedes Buch ansagen uuitz, daZ man liest, sorgt für Ruhe. Keiner darf die anderen stören, lvcnn die lesei, lvollen, das gibt, es mcht. Tv geht es bis 5 Uhr. dann gibt es Kakao, eine Tasse, oft wich Zwei, Helgen, süßen Kakao. Das schmeckt uild tut wohl, wenn drangen der kalte Wind über die Straßen fegt, oder der Regen an die Fensterscheiben klatscht.- Run wird lvohl mancher sagen, das mag ja sehr schön sein, aber vier Stunden lesen, ist das incht doch zll viel? Der Frager mag bernhlgt sein, wenn er rlicht will, so braucht er nicht die gallzen vier Kunden zu lesen. Terin cs gibt in den Lesestuben nicht nur Bücher, soildern auch Spiele. Und llicht etlva nur einige, sondern gleich eine Och'se ^'luc-wahl, Schach, Tame, Atühle, Tomiilo, Mensch ärgere dich nicht, schwarzer Peter, ach, man kann ja gar nicht alles aufzahlen. Und sogar ein eigenes Zimmer zum Spielen, damit man beim Spielen mcht dre Le,er stört. Alles gibt es hier, nur keille Larigcweile. nein, die komint nicht in Frage! —- VJbcr wozu soll ich denn alles verraten, wie es in den Lescstnbcn zugeht, wer Interesse hat zum gemeinsa'nen Arbeiten, Lesen Svielen. und lver ein guter Kamerad ist, der tvinine hin und seh' sich alles aij __ Gerhard Lev inst eia. lieber Nacht fiel Schnee, weiser, weißer Schnee. Banme. Stein und Strauch. Häuser, Menschen auch haben Muhchen auf. Und wohin ich seh — weißer, weißer Schnee. Selbst der Hirnmelsraum träumt den weißen Traum, lind die Engelein schlafen singend ein: „Unsre Weißen Kleidchen haben wir gesandt dir, du liebe Erde, in dein düstres Land. Dich rückt deine Weiße in des Himmels Näh, liebe, liebe Erde! Weißer, weißer Schnee!"- LU äs Marx Hz'mfituifyi&im PmS vßi&tdiM', ifaum $4* WaM-im m HtyäWwMwXfaiß- 3. Chanukka-Melodie (H^H, Allegro moderato. Massig schnell. r | tj- Moaus zur j’schuossi l’cho noeh l’schabeach tikaun bess t’filossi w’schom taudo n’sabeach. L’ess tochin matbeach mizor hamnabeach, chanukass hamisbeach. os egmaur, b’schir mi maur

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