Kinderblatt
- Journal
- Kinderblatt
- Volume
- 1934
- Issue
- 11 (29.11.1934)
- Date
- 1934-11-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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f -.1 i; i S..‘, - ^mpbm$m4m^ m Wm$w Gtjrtiuiffii ist lu>r der Siir und mancher uon euch fiat noch leine Handarbeit für Eltern oder Gcschlvister fertig gemacht. Ich loill euch nun einige Kleinigkeiten zeigen, die ihr in kurzer Zeit selbst arbeiten könnt. Habt ihr farbigen Bast zur Verfügung, so könntet ihr z. B. einen Serviettenring oder einen Untersag Herstellen. Zur den Serviettenring schneidet ihr ein Stück Pappe zirka 20 Zentimeter mal 4 Zentimeter. Die Pappe näht ihr an den Enden zusammen, so daß ein Ring mit zirka 5 Zentimeter Durchmesser entsteht. Dann bemickett ihr die Pappe fest mit verschiedenfarbigem Bast, lvie es die Abbildung zeigt. (Zig. 1). Habt ihr dann noch Bast übrig, so könnt ihr für eure Mutter noch einen hübschen Untersah (Zig. 3) machen. Ihr schneidet ans Pappe eine Scheibe mit Hilfe eures Zirkels, Durchmesser 15 Zentimeter, imb schneidet in die Mitte ein kreisförmiges Lvcl, von 3,5 Zentimeter Dnrchmefier. Iestt bew'ictelt ihr, u*:e auf der Abbildung 2, die Pappe mit Bast, wobei ihr bei der Zusammenstellung euren guten Geschmack walten läsrt. Habt ihr aber keinen Bast inehr übrig, so lauft für ein paar Pfennige ein Palet Papierschlangen, die ihr ganz fest und dicht, ivie ein Zentiineterrnas; (Zig. -t) anfivickelt, bis sie eilten Durchmesser von 15 Zentimeter ergeben (Zig. 5), auch hier bleibt die Zarbenwabl euch offen. Zür euren Baker macht ihr nun aus den übrigen Papiersä,langen einen Aschbecher. Ihr wickelt die Schlangen genau so auf, lvie beiru Uutersah, habt ihr dann fünf bis sechs anfeinandergewiclelt, so müht ihr ganz vorsichtig die Milte mit dein Damnen herausdrücken, bis ihr die Schalenform (Zig. 6), wie auf dem Bild, heraushabt. Um Papiernntersah und Aschbecher nun fest und haltbar zll machen, müht ihr Wasserglas, das ihr im Drogengeschäft für 10 Pfennige harift, mit einem Pinsel ans die fertigen Gegenstände anftragen, bis das Papier voilkomnten voln Wasserglas überzogen ist. Sind die Gegenstände trocken, könnt ihr sie sofort in Gebrauch nehmen. Für eure kleinen Geschwister zeige ich euch schnell noch einen Ball, den sie ruhig in der Stube gebrauchen können, ohne alles entzrvei zu schlagen. Ihr schneidet zuerst aus-Poppe zwei kreisrunde Scheitln von 10 bis 12 'Zentimeter im Durchmesser, wie euch Fig. 7 zeigt. Die zioei Scheiben legt ihr anfeinander und schneidet in die Mitte ein Loch mit einem Durchmesser von 3 Zentimeter. Dann belvickelt ihr die Scheiben mit bunten Wollsäden (besten). (Siehe Fig. 8.) Ihr müht nun soviel Wolke »m die PaM wickeln, bis die Oefsnnng in der Mitte fast geschlossen ist. (Siehe Fig. 9.) Dann nehmt ihr eine spipe Schere und zwängt sie zwischen die Wolle und die beiden Pappscheiben und fcfmeiW't jestt die Wolle zwischen den beiden Pappscheiben auseinander. Nun biegt ihr die Scheiben auseinander und legt ein Band zwischen (siehe Fig. 10). das ihr fest verknotet. Tie Enden werden abgeschnitten und die Pappe herausgerissen, dann stustt ihr die Wolle recht schön rund, und der Ball (Zig. 11) ist fertig. Annie Abraham Briefwechsel in Einheitskurzschrist. Sehr viele Kinder haben sich gemeldet, die mit Frist W. in einen stenographischen Briefwechsel treten n'vllen. Ta der Frist aber unmöglich so viele Briefe schreibell kann, geben wir nachstehend die Adressen derjenigen an, die gern eine Korrespondenz in Einheitskurzschrist anfangen wollen. Ihr könnt Euch dann sa untereinander schreiben. Bärbel Kahn, München, Wotawstrasie 59; Irene Nachmaini, Baden-Baden, Lichtentaler Str. 14; Günther Lothar Marx. Dierdorf (Westerwald); Melitta Möddel, Berlin. Ehodowieckistrasie 27. Ruth Grünewald, Beverungen, schreibt: Lieber E. B.! Frag' mal bitte in Deinem Kinderblatt nach, ob »übt ein 12- bis 1-7-jähriges Mädel mit inir in Briefwechsel treten ivilt i Nr. 11 Beilage der C.-V.-Zeiffung 29. November 1934 Horch, wie es flüstert und raunt und tuschelt, das sind btc Ueiuett Lichtgeisterchen, die um Chanukka lebendig werden in allen Hausern, wo Kinder sind. Mirjam und Peter haben es utdjt glauben wollen, als sie es von der alten (Sabina gehört hatten, aber die alte Sana muhte es doch wohl wissen. Sie hatte ganz weißes Haar und war schon bei der Mutti ge>.oesell, als die noch zu Halls ein kleines Mädchen war. „Und wenn ihr ganz still nild artig seid, so könilt ihr sie in der Nacht vor Chauukka alle acht lim den Lellchter tanzen sichen lllld noch einer dabei, deil sie den Schanlmes nennen. -Immer arn Tage vor Chanllkka nahm die alte Sana den fil'öevueu Lellchter alls deiil Schrallk lind pllstte lllld rieb ihn so bk ist blank, daß er selbst im dunkelsten Zimmer leuchtete, rnld sie ' stellte ihn dann arls Feilster, dainit ihn die Lichtgeisterchen arich sehen mld wissen, die Channkkazeit ist da." Mirjam lind Peter huschen alis den Betten, sie fürchten sich eill bißchen vor dem Dunkel und frieren wohl 'auch in dem Nachihemdchen, aber sie wollen doch sehen, ob die alte Sana die Wahrheit gesagt hat. Jestt bewegt sich etwas lnld ein paar grelle Lichter kelichten allf. Aber nein, es ist nlir die schioarze Kaste, die ans Mäusejagd' geht, ihre Allgen leuchten im Dunkeln. Nlm aber ertönt ganz feine Musik, lvie ganz leise nhr gespielt. Mirjam und Peter halten den Atem an, sie kuscheln sich gairz eng aneinander. Sie kommen! Acht leuchtende, kleine strahkeilde Männchen mit Goldkronen ans dem Kopf, von denen das Licht allsgeht, mit» einer, der etwas größer ist liild ein schwarzes Käppchen hat, aber an dem Käppchen flmkekt vorn ein Steiil, von bem sprühende Strahlen kommen, Fenerfnnken, Lichtfünkchen. lind der Große mit dem schwarzen Käppchen springt vorn ans den Leuchter, klatscht in die Häilde, mit» das erste Lichtmännchen hüpft a.lls seinen Plast und singt mit hellem Sümmchen: „Morgen ist der erste Tag. loo allein ich kommen mag."' Und der Große klatscht lvieder lNld das zloeite hüpft her« ans nnd singt: