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Central-Verein-Zeitung · 1934-11-22 · 47 (22.11.1934) · page 12

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
47 (22.11.1934)
Date
1934-11-22
Page
– (sequence 12)
Language
German
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habe -angeküudigt, -daß er alle' Vergehen unnachsichtig ahndenwerde. .In -dieser Zeit trügen die. in der Wirtschaft tätigen Juden eine doppelt schwere Verantwortung. Es sei nicht daran zu zweifeln, daß der jüdische Einzelhändler alles tun werde, ein würdiges Beispiel für die verlangte Disziplin zu geben. Der Steuerberater des Reichsverbandes, Franz Katzen stein, sprach über'die Bedeutung der neuen Steuergesetze für die Wirtschaft. Der Berbandsgeschäftssührer, Erich Salinger,' gab ein Bild vom weitverzweigten Aufgabenkreis der Organisation und griff aus dem vielseitigen Arbeitsgebiet die Fragen der Existenzerhalrung, der Förderung der Vcrbandämitglieder und der Interessenvertretung nach außen heraus. Zum Schluß betonte Salinger die Notivendigkeit der Heranbildung eines geeigneten Nachwuchses auch für die kaufmännischen Berufe. Lom jüdischen Savdtverk In seinen letzten beiden Nummern zeichnet der „Jüdische Handwerke r", das Organ des Zentralverbandes jüdischer Handwerker Deutschlands und des Reichsverbandes des jüdischen Mittelstandes, wiederum ein Bild von der bedeutsamen "Rolle und dem zielbewussten Wollen des jüdischen Handwerkers. Die Leitartikel handeln vor allem von der Heranbildung eines qualifizierten Nachwuchses, zu deren Schulung die Ablegung der Meisterprüfung unbedingte Voraussetzung ist; nur der Meiner solle Inhaber eines -selbständigen Handrverksbetriebes sein. Ter ans die Wirtschasts- und ftaatspolitische Unterrichtung eingerichtete Nachrichtenteil enthüll vorwiegend aktuelle Mitteilungen aus dem Ardeits- und Sozialrecht sowie ans dem Organisatiouslvesen. Die Beilage „Ter jüdische Mittelstand" beschäftigt sich besonders mit Einzelhandelsfragen. Bemerkenswert sind die Berichte über einige Kundgebungen, ans denen der Wille zur Eristenzerhattung in erster Reihe in Deutschland deutlich herausklingt. Es ist richtig, daß, wie Tr. Wolfgang S. M v tz d o r f f, Frankfurt a. Bl., der Shndikus des Landesverbandes Hessen-Nassau des EB, in einem Artikel ,,Das Handwerk, ein Träger jüdischer Zukunft in Deutschland", veröffentlicht im „Frankfurter Israelitischen Eemeindeblatt" und im „Mitteilungsblatt des Landesverbandes Israelitischer Religionsgeineinden Hessens", ausführt, daß „handwerkliche Ausbildung niemals als der letzte Ausroeg aus den Schwierigkeiten der Berufswahl angesehen werden darf." Nur durch besonders hochwertige Leistungen werde der jüdische Handwerker bestehen können, nur durch eigenen Fleiß", unbedingte Zuverlässigkeit und größte persönliche Zurückhaltung. .'In;diesem Zusammenhangr sei auf die kürzlich (im Verlag Dr. M. Goldmann. Berlin-Charlottenbürg) erschienene Broschüre von Heinrich Kuhn „Zur Berufsumschichtung der Juden" verwiesen, die im'wesentlichen eine Zusammenfassung von Artikeln darstellt, die der Autor im.Sommer und Herbst dieses Jahres' in der „CV-Zeitung" veröffentlicht hatte. E. G. L. „Seiten Mischer Geschichte" Ein Lorlrag von ArMsor Dr. Elbogon In der aus Anlaß der Eröffnung des Jüdischen Lehrhauses von Dr. Leo Baeck begonnene grundlegende Vortragsserie über „Tradition und Lebensprach Professor Dr. Jsmar E l b o g e n vor eurem großen .Auditorium über „Zeiten jüdischer Geschichte". Nachdem er aus die Bibel als ganz seltenes Werk der Geschichtserzählung und die Lebendigkeit der Werke Flavins Josephus' hingewiesen hatte, gab er einen Aufriß von den Phasen, den großen Linien jüdischer Geschichte, besonders in den" Entrvicklungsformen, wie sie namentlich - von Salvador. Krochmal und Eraetz vertreten worden sind. Vom Unterschied in der Auffassung von den Aufgaben historischer Forschung und Darstellung seit Ranke, gekennzeichnet durch die Ablösung der „Konstruktion" durch die „Entschleierung" der Geschichte stnd das Vordringen von der Politischen zur Kulturgeschichte wurde auch die jüdische Geschichtsforschung beeinflußt. Durch die ganze jüdische Geschichte hindurch sei eine Idee, die jüdische Gottesidee, erhalten geblieben, die die Juden in ihrem unverwüstlichen Lebenswillen bestärkt hat. Professor Elbogeu schloß mit dem Appell, sich der Zugehörigkeit zur jüdischen Geschichte und der Einordnung in sie bewußt zu sein. E. G. L. EedächüMlilide der Berliner KG für Felix Gvldmmm Zu einer Gedächtnisstunde für ihren dahingegangenen Verbandsbruder, Rabbiner Dr. Felix Goldmann (Leipzig), hatten sich am vergangenen Mittwoch die Berliner KEer zusammengefunden. Rechtsanwalt Dr. Erich Stern, Vorsitzender des Provinzialverbandes Brandenburgischer KEer, betonte in seinen einleitenden Worten, man könne das Andenken des KEers Felix Gvldmann nicht besser ehren, als rückschauend an seinem Werk die StärkedeS KC-GedankenS zu überprüfen. Diese Rückschau hielt Dr. Hans R e i ch m a n n, dem Verstorbenen alS Bundesbrnder und durch Me Arbeit im Central-Verein. verbunden. Er ließ das Bild deS Kämpfers für die deutsche Judenarbeit. des glühenden Juden, der in des Wortes höchster Bedeutung der Anwalt seiner Gemeinschaft war. in den einzelnere Teilen des Lebenstverkes erstehen. Dann gab er einen gedrängten Ucberblick über die nachgelassene, noch nicht veröffentlichte Schrift Goldmanns „Deutsch-jüdische Existenz — heute", der Auseinandersetzung mit jenen Vorwürfen, die in dem großen Geschehen der Emanzipation den entscheidenden Fehler sehen. Der Vorsitzende des Geschäftsführenden Ausschusses des KE. Dr. Ludwig Holländer, gab anschließend in persönlichen Worten der Erinnerung einen Abriß über GoldmannS Wirken als KEer und für den KE. Der Tank der Berliner KEer und ihrer Frauen für die Rcdster war nicht zum wenigsten ein Dank an den Verstorbenen. dessen Geist im KE lebensvoll weiterwirken wird, weil er in allen Schattierungen seiner Ausprägung der Ausdruck des KE-Geistes schlechthin war. Schulungskurs für WMahrlsvlirgr Der von der Zentrallvohlfahrttzstelle der deutschen Juden in Berlin veranstaltete Schulungskurs sür Wohlfahrtspflege ist abgeschlossen. Ziel des Lehrgangs war die Ausbildung neuer und die Vorbildung bereits in der Wohlfahrtsarbeit stehender jüdischer Sozialarbeiter. Seine Aufgabe war cs, Erleuutuisse und Probleme, die für die gegenwärtige jüdische Sozialarbeit wichtig sind, zu vermitteln und ihre allgemeinen Zusammenhänge darzutun. Eine Reihe hervorragender Sachkenner har in Vorträgen zu den einschlägigen Fragen Stellung genommen, so n. a. Rabbiner Dr. Max Wiener. Direktor Friedrich Bor - ch a r d t, Landgerichtsrat a. D. Dr. Arthur L i l i e n t h a l. Professor Dr. Evra Berliner, Dr. Friedrich B r v d n i tz, Dr. Flatow und Dr. Mark W i s ch u i t> c r. Dell Kursteilnehmern wurde auch Gelegenheit gegeben, in Führungen von allen Stellen und Institutionen, in denen jüdische Sozialarbeit geleistet tvird, eine Anschauung zu gewinnen. Aus den Familien Frau I. Wist'inetzki stNeutempelhof-Aerlin) feierte am 2f>. Oktober ihren SO. Geburtstag. — Katasterinspektvr i. R. Julius Adle r (Neustadt, O/S.1, Repräsentanteiworsteher und seit Begründung der dortigen Ortsgruppe Mitglied des Eentral- Bereius, begeht am 23. November seinen SO. Geburtstag. — Julius Lebt, und Frau (Driesen. Neumark) feiern am I» Dezember daS Fest der diamantenen Hochzeit. Michel Marx (Siegen), der den Vorsitz der dortigen Ortsgruppe ein Jahrzehnt innehatte und zu den treuesten Freunden und Förderern des E-V. gehört hat. ist am 11. "November verstorben. Sein Mitarbeiter in der Leitung der Ortsgruppe. Prediger G r ü n e w a l d, konnte die hervorragenden Eigenschaften des Verewigten vor einem nach vielen Hunderten zählenden Trauergefolge, dessen stattliche Anzahl die Beliebtheit und das Ansehen des Heimgegangenen aufzergte, rühmen. Oberstabsarzt d. L. a. D. Dr. med. Martin Aid«, stein (Breslau) feierte am 12. "November seinen 0 0. Geburtstag. Bibersteru ist seit mehr als drei Jahrzehnten einer der beliebtesten Aerzte Ärc-.-- lauS. Den Weltkrieg hat er von Beginn an ols Bataillonsarst im 4. 'Nlederschlescschen Infanterieregiment Nr. 50 mitgemacht. Gr wurde mit dein G. st. II und I und mit dem Hvhenzollernscheu Hausorden ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielt er. weil er als Arzt nach dem Verlust sämtlicher Offiziere das Kommando über sein Bataillon übernahm. Hierbei wurde er schwer verletzt und hat noch heute unter den Folgen seiner mehrfachen Verwundungen zu leiden Rabbiner Dr. Hans Hirschberg, Berlin, ein langjähriger Schüler von Dr. Alexander G u t t m ann, ist kürzlich als Rabbiner nach Oppeln berufen worden. Dr. Hirschberg hat seine Stellung bereits angetreten. „Das jüdische Haus." Eine Fcstnummcr des Ordens Bne Britz. Das Mitteilungsblatt Lttvber- Noveiuber der Großloge für Deutschland Bne Britz ist als Festnummer dem Ordenspräsidenten Alfred M. Evhen zum 75. Geburtstag gewidmet. „Das jüdische Haus als Kraftquelle der Erneuerung jüdischen Lebens" ist das Thema, um das sich die zahlreichen Ausführungen gruppieren. Bon der Kulturbedeutuug des jüdischen Hauses spricht Else R ä b i n . von seinen Festen Abraham Lob, seine erzieherische und künstlerische Bedecctcci'.g schildern Moritz W e r u e r . Rubel W i s ch u i h e r, Erna Stein und "Magnus D a v i d s v hu. Las jüdische Haus nur 1870 bis 1890 zeichnet Fritz E ngel in einer feinsinnigen Skizze „Ahnen und Enkel". Das Heft enthält ferner Glückwunschadresseu von Franklin P. Roosevelt mW Eondell H u l l, sowie Beiträge von E. F r ä n k e l, Anna L e w y, Melier Spanier. Erika L ö - w e n st a m in und Ludlvig Davidso h n. Es wird cingeleitet durch Anssührnngen von Leo Baeck und gibt mit seinen vielseitigen, umfassenden Beiträgen ein lebendiges Bild von der jüdcschen Familie. Es ist mehr als eine Schilderung von Gewordenem und Gewesenem, cs kann gerade heute zur „Kraftquelle" werden. ÄHfefc® ff /ÄiUUiGÄXD® iDK^. UNSERE VE RICA U F S G ESC H Ä FT Ei Rerfin, Tauontzienstraß« 16 Ess«n : limbedcorstraße 10 Bochum - Kortumifrafi* 67 Hamburg, Jgngfemstieg 43 Essen, Am Hauptbahnhof 10 Frankfurt-M? RoömorktlS JCöln a. Rh., Hohestraßo 115 WuppertaJ-EIberfeld,Herzogstr.36 Zentrale* Offenbadj a. M. Verein für jüdische Geschichte u. Literatur E. V. Einladung zu dem am Donnerslag. den 29. November cr., 20 Uhr im Logenh aus, Kleiststraßc 10, staltfindenden Bortrag von Zrislhcar Dr. h. r. Dr. h. c. Julius Magnus Zwei unbekannte jüdische Soldaten des Weltkrieges. (Zur zwanzigjährigen Wiedertehr des Heldentodes von Waller Heymann und Hugo Zuctennann). Mit nrnflkalischen Darbietungen von Wilhelm Gnttmann und Erna Älein. Eintrittskarten für Nichtmitglieüer beim Schatzmeister Martin Lewy, 0.2, Spanbauer Straße 41, Norden 2915, erhältlich. ^!II!IIIiI!I!IiI!I!IIIIIIIII!I!I!!IIIIIIIIII!II!IIIHIl!IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!IIIIl!IIH!I!lIIII!!II!II!IIIII!I!!!!IIIIIIIII!IIII!l!IIII!!I!IIljtz. D Das schönste Chanukka-Geschenk: Handbuch des jüdischen Wissens 400 Seiten 250 Text - Abbildungen 35 einfarbige Tafeln 6 mehrfarbige Tafeln toZSSäZi °.u!3e.5.,a!!e!M’4.SO Zu beziehen durch alle Buchhandlungen und Philo Verlag u. Buchhandlung G. m.b.R, Berlin W15 Pariser Strasse 44 Tel. 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Erwachsene: i>0 PSg, Kinder 20 Pfg. S.15 L7ür? Gesellschaft^ abend zu Gunsten des lVtuterhllfswerliOs des deutschen Volkes ELutritc ItSI. 2.—, 3.—. 5.- KQnstlerhllfe der jüdischen Gemeinde. Kartenverkauf: KütstlerhiJfe, Kantscrasse 158 (Bismarck lOuß) und Jüdische Gemeinde, Oranienburger Strasse LI. Hauswart. & Wer praktisch denkt Za Chanukka von Vogel schenkt I nach -wie vor Moritz Vogel, str“» Ecke Passauer Strasse 11a Tel. B 4 1S57 s 20 J. alt, "Waise, gewandt, i. Geschäit, Haushalt u. Pflege erfahren. sucht passenden Wirkungskreis (auch alsSprechstnndenhllfe). A. 1456, C.-V.- Zeitung, Berlin W 13. äp©GMigs> HssösSgesS mit guten Zeugnissen sucht per 1. Dezember Stelluno. Kleinstadt bevorzugt Off. u. B. 1457, C.-V.-Zeltuns. Berlin W15 Zv atlBinttehendor TOJ&hrinar Dame, dio Infolge Beinbruches an denötuhl gefesaelt ist,-wird ein nicht zu Jung. Fräulein f. bald od. spät, gesucht. Etwas Erfahrg.in Krankenpflege erw. Vergütg. 3031 monatl neb. fr. Stat Haueangest vorh. 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