Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1934-11-22 · 47 (22.11.1934) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
47 (22.11.1934)
Date
1934-11-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2277379-2278044-2278091--08988-2290066
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

DsSchölls Fasspflege-System ha! Witte! v. Behelfe geg, alle Füsibstchwerd**. Naclr*«ii der nächsten Verkaufsetelle durtb DEUTSCHE SCHOLL WERKE Qj«.b.H, Frankfurt a. M.f Süd 10, jörd' clich sei. Die gleiche Voraussetzung für unsere Freunde zu schassen, ist die Ausgabe der großen mit den breiten jüdischen Massen verknüpften Bewegung der dentschsüdischen Idee, des E.-B. Wir begehen deshalb, um es nochmals zu unterstreichen, keine innerjüdische Friedensstörung, oder wir handeln nicht etwa ans verwerflichem Organisationsegoismus, rvenn nur ans den von uns erkannten und bewältigten Ausgaben auch die ideenmäßigen Konsequenzen ziehen. Wir entlasten vielinehr die innerjüdische Auseinandersetzung, wenn nur versuchen, die Vielfalt der Meinungen aus unserer Leite einheitlicher zusammenzufassen und damit in die Arbeit und Entwicklung des deutschen Judentums zur jüdischen Gemeinschaft hin ein starkes Element der Stetigkeit und Zuverlässigkeit hineinzubringen. Wir wissen, daß es vielleicht manchem unserer Freunde, die in den verschiedenen Gremien und Arbeitsgemeinschaften als E.-V.er bedeutsame Funktionen erfüllen, nicht von vornherein errvünscht sein wird, ihre bisher subjektive Entscheidungsfreiheit in eine objektive Gebundenheit an ein einheitliches deutschindisches Programm umzuwandelu. Es ist auch nicht sofort möglich, ein vollendetes Totalvrogramm der jüdischen Arbeit in Deutschland zu schassen. Aber wir wollen den Versuch unternehmen, zu prüfen, was auf geistig-kulturellem, auf - sozial-wirtschaftlichem Gebiete und schließlich aus dem der Gemeinde' Probleme von einer einheitlichen Sicht her von uns aus heute gesagt werden kann. Und dieses soll als Grundlage der einheitlichen Sicht schon heute als Uebergang zu den . künftigen Betrachtungen festgelegt werden: Alle unsere Gedanken, die auf die Fortführung jüdischer Existenz in Deutschland abzielen, - kreisen um die Emanzipation. Das ist nicht etwa historisierendes Jammern und Klagen nm die verlorene. Auch sie ist ja nur als Rechtsznstand beendet. Ihr Ergebnis: gepräg- - tes deutsches Judentuni, ist geblieben. Wir denken an die neue Emanzipation, die zu erstreben ist. Wir sehen in ihr nicht nur ein formales juristisches Problem, sondern auch ein inhaltlich jüdisches. Wir glauben, daß die jüdische Bewährung davon abhängt, inwieweit sie fähig ist, ein starkes, bewußtes und freudiges Judentuni zu erhalten, das sich würdig abgrenzt von allem, was seine Ehre antastct, das aber von dem Streben erfüllt ist, nicht fremd in der Zeit und nicht fremd in der Heimat zu werden. Unter diesem doppelten Gesichtspunkte werden wir die Gestaltung der Arbeit im deutschen Judentum überlegen: Judentum erneuern und inhaltsvoller gestalten und es in seinem neuen Ausbau widerstandsfähig gegen Erschütterungen zu machen; zugleich aber die Zeit und ihre Forderungen begreifen und sie in den eigenen Willen, das eigene Werden einbeziehen. * Wir beabsichtigen nicht, in polemische Auseinandersetzung mit kritischen Betrachtungen zu diesen Aussätzen einzutreten, ehe nicht der Gesamtplan vorgctragcn ist. iii Zi Don Fritz Friedlaentzer Aufrichtig zu sein, kann ich versprechen, unparteiisch zu sein, aber nicht. Goethe. Kann der Geschichtsschreiber sich nicht darauf beschränken, den Zustand der Zeit einfach abzuschildern, nach Nantes Forderung zu beschreiben. „wie es eigentlich gewesen ist"? Hebet diese Frage, das Kernproblem der wistcmchaftlichen Objektivität, d.h. der Losgelöstbeit des wissenschaftlichen Betrachters von den Einflüssen der Zeit, über die Möglichkeiteu und Grenzen einer solchen Objektivität -- über diese Grundfrage herrscht keineswegs Einhelligkeit. Einer der angesehensten l^eschichissorscher unserer Zeit, Albert Brack- 111111111, der hervorragende Kenner der mittel« alterlichen Geschichte, hat die eindeutige Forderung ausgestellt: „Man soll Geschichte schreiben iveder als George-Schüler noch als Katholik oder Protestant oder Marxist, sondern als wahrheitsliebender Mensch." Weder als George-Schüler? Hiermit spielt Brarlmann aus die grundlegende und in ihrer geistigen Vertiefung großartige Auseinander- Atzung zwi'chcn Mar Weber und der Stesan- George-Schule an. Mar Weber hatte ganz in Braelmanns Sinne mit fanatischer Strenge eine werte-freie Wissenschaft gefordert: ihm bedeutete Fachwissenschaft eine bestimmte Methode und Arbeitstechnik, die mit der Erßiüuug ihres Gegenstandes ihre Ausgabe erfüllt steht: er wandte sich mit'aller Schärfe' dagegen, daß inan ans einem, Wissenschaft, üiijen Objelte sittliche, religiöse oder sonstige Forderungen hcrausdestillierte. Im Gegensatz bierzn vertrat die Eeorge-Schule den Standpnntt. daß die Wissenschaft eine neue Lebenshaltung vermitteln und zu einer solchen erziehen müsse. Nugeschlichtet blieb der Streit. Es muß gegen Brackmann eingewandt werden, daß jede der von ihm genannten Kategorien von Geschichtsschreibern das Recht der Wahrheitsliebe für sich in Anspruch net,men wird. Gibt es demnach keine „Objektivität". so kann es doch einen Willen zur Objektivität geben, wie er sich besonders bei einem jüngeren modernen Historiker, Willy Andreas, ergreifend knudtut: „Es will aus sich heraus verstanden werden, aus seinen eigenen Lebensbedingungen, aus seiner besonderen Wesensart. Ties aber ist nur möglich, wenn der Historiker allen Gewalten, auch denjenigen, die ihm weltanschaulich oder bekenntnismäßig nicht nahestehen, mit dem Willen zu unerschütterlicher Gerechtigkeit gegenübertritt" «Einleitung zn seinem Buch „Deutschland vor der Reformation"). Wir hätten nicht so eingehend diese allgemeine Frage hier behandelt, wenn sie nicht inr weit größeren Ausmaße erstens dieselben arbeitstechnischen Schwierigkeiten, die sich heute jeder ernsthaften publizistischen Arbeit entgegenstellcn, widerspiegeln würde — und wenn es nicht zweitens ein ganz akuter Anlaß wäre, der uns zu der voranstehenden theoretischen Erörterung genötigt hat. . t In einer Polemischen Auseinandersetzung mit Wilhelm Stapel hatten wir den „Willen zur sachlichen Klärung"' als die Richtschnur und den Leitgedanken unseres polemischen Verhaltens hingestellt („C.-V.- Zeitung". Nr. 24, 14. Juni 19:34). Daraufhin gab Stapel in seiner Zeitschrift „Deutsches Volkstum" (16. Jahrgang, 17. Heft) zur Antwort, daß die „C.-V.-Zeitung" den „Willen zur sachlichen Klärung" unrechtmäßig für sich ni Anspruch nehme, während sie doch nur den Willen habe, „die jüdischen Interessen zu verteidigen, und sei es mit den fragwürdigsten geistigen Mitteln". Ta nur in Wilhelm Stapel, auch wenn er unser Gegner ist, einen Publizisten achten, der bei den Problemen, die er angreist, nach ernster Vertiefung strebt, so hat uns sein schwerwiegender Vorwurf Veranlagung gegeben, den weltanschaulichen Untergrund, auf dem unsere publizistische Arbeit basiert, einer gewissenhaften Nachprüfung zu unterziehen. Bei dieser Bemühung gelangten wir aber zu der Wahrnehmung. daß es nicht genüge, die Voraussetzungen der publizistischen Tätigkeit im allgemeinen sestzuftellen, sondern das; wir weitergreifend die Lage der Geschichtswissenschaft in unserer Zeit erörtern müßten, weil von jeher die Gesichtspunkte und Methoden der lebensnahen Geschichtsforschung für die w e r t h a l t i g e Publizistik richtungweisend gewesen sind. Daraus ist die voranstehende wissenschastssoziologische Betrachtung entstanden, als deren erstes Ergebnis wir wohl sesthalten dürfen, daß es zwar keine Objektivität, aber doch einen Willen zur Objektivität sowohl in Historie wie Publizistik geben kann. Auf nichts anderes erhoben wir Anspruch, als wir-behaupteten, von dem „Willen zur sachlichen Klärung" beseelt zu sein — was uns Wilhelm Stapel bestreitet. Dabei haben wir mit Genugtuung bemerkt, daß Stapel sich in einem der letzten Hefte seines „Deutschen Volkstums" ausdrücklich zu Rauke bekannt hat, zu jenem Ranke, der uns als Ansporn und Vermächtnis den Willen zur Objektivität, d. h. zur sachlichen Klärung . hinterlassen hat i — und in dessen Fußtapfen einflußreiche Kreise der gegenwärtigen deutschen Geschichtsforschung, wie das Beispiel von Willy Andreas zeigt, eiugetreten sind. Wenn nun Stapel der „E.'V.°Zeitung" vorhält, daß sie — gewissermaßen Rankes Einstellung als Wandschirm benutzend — in Wirklichkeit die jüdischen Interessen verteidigt, so wird er, wie wir vermuten, es ihr nicht so sehr verübeln, daß sie die jüdischen Interessen verteidigt — denn was sollte sie als jüdische Zeitung anders tim? —. als vielmehr, daß sie überhaupt Interessen verteidigt. Wenn das zuträse, daß die „E.-B.- Zeitüng", des objektiven Geistes bar, von den Motiven parteiischer Jnteressennahme geleitet würde, so würde sie — immer vorausgesetzt, daß Jnteressennahme das Gegenteil von Objektivität bedeutet —lediglich das Gebot befolgen, das der große Antipode Rankes ausgestellt hat: Heinrich von Treitschte.i Tenn Treitschke. nicht nur großer Historiker, sondern auch Publizist, lehrt:'„Jene blutlose Objektivität, die gar nicht sagt, auf welcher Seite der Darstellende mit seinem Herzen steht, ist das gerade Gegenteil des echten historischen Sinns. Alle großen Historiker haben ihre Parteistetlimg offen bekannt." — Nun wohl: wir bekennen, daß unser Herz für das Judentum schlägt! Jedoch nur gehen in der 'Annahme gewiß nicht fehl, daß Stapel uns zu verstehen geben wollte, ersehe in dem Umstande, daß die E.°B.> Zeitung jüdische Interessen verteidigt, den Tatbestand eines u n m o r a l i} ch e n Verhaltens vvrliegen. Wie steht es damit? Was heißt und bis zu welcher Grenze darf man Interessen verteidigen? Wenn — wie wir erkannten — Jnteressenverteidigung das Gegenteil von Objektivität bedeutet, so ist es zunächst unerläßlich, daß der Wille, irgendwelche Interessen zu verteidigen, vor der Grenze der Wahrheitsfindung halt machen muß. Das; diesem objektiven Kriterium, der Wahrheitsfindung, in der publizistischen Praxis leider oft nicht in genügendem Maße Rechnung getragen wird — und zwar bisweilen nicht aus Vorsatz, sondern aus mangelnder Kenntnis —, dafür nur ein Beispiel aus jüngster Zeit. Anläßlich der Wiederkehr von Treitschtes 100. Geburtstag war in einer jüdischen Zeitschrift zu lesen, der Satz: „Tie Juden sind unser Unglück!" stamme von Heinrich von Treitschke. Schlagen nur aber im Original nach, so lesen nur als Treitschtes Worte folgendes: „Bis in die Kreise der höchsten Bildung hinaus, unter Männern, die jeden Gedanken kirchlicher Unduldsamkeit oder nationalen Hochmuts mit Abscheu von sich weisen würden, ertönt es heute wie aus einem Munde: „Tie Inden sind unser Unglück!" Mithin hat Treitschke jenen Ausspruch nicht selber getan, sondern als Publizist darauf hingewiesen, daß in der damaligen jndenseindlichen Bewegung von 1879 jenes 'Schlagwort weitverbreitet war. Man möge ans dem angeführten Beispiel lernen, daß sogar eine jüdische Zeitung, deren Aufgabe laut Stapel darin bestehen sollte, die jüdischen Interessen zu verteidigen, aus Unachtsamkeit dahin gelangen kann, unwissentlich das Gegenteil zu tun. Wenn aber Stapel die Verteidigung von Interessen als eine unmoralische Handlung empfindet, so setzt er sich eigentlich mit der, Lehre in Widerspruch, die einer der angesehensten Mitarbeiter seines „Deutschen Volkstums" ausgestellt hat: denn die bekannte Definition des Politischen, die der Staatsrechtslehrer Earl Schmitt gegeben hat, ist im Grunde genommen nichts weiter als eine Theorie zur Rechtfertigung der Jnteressenverteidigung. Tonn wenn man das Politische in ein doppet- Poliges System, das vielverufene Freiind- Feind-Verhältnis, auseinanderlegt, dann kann es nicht ausbleiben, das; der eine von den beiden den Eindruck gewinnt, der andere verteidige mehr oder minder rücksichtslos seine Interessen — und sei es „mit den fragwürdigsten Mitteln" geistiger oder materieller Art. Ferner dürste es einem Publizisten von der geistigen Spannweite Stapels nicht entgangen sein, das; nach der Lehre, die der Ahnherr des modernen politischen Denkens, Machiavelli. verkündet hat, das Leben der Völker von selbstsüchtigen Interessen — dom „Staatsinteresse" — gelenkt wird. Außerdem wird ein so feinfühliger Zeittritiker wie Stapel bemerkt haben, daß nach Untergang der voraussetzungslosen, d. h. interessenlosen liberalistischen Wissenschaft nach dem Programm Alfred Daemnlers eine neue „politische Wissenschast" in die Erscheinung getreten ist, bic'iui Gegensatz zn der alten, die mit Mar Weber endet, bewußt von politischen Motiven — dem nationalpolitischen Interesse — sowohl bei der Auswahl ihrer Probleme wie bei ihrer Zielsetzung geleitet wird. Es ist nun einmal so: überall, wo der menschliche Selbsterhaltrmgs. trieb sich regt, walten Interessen. Das ist das Schicksal und Gesetz der Mett. Deshalb lassen sich die moralischen Skrupel, die Stapel wegen der Interesienverteidiguna hegt, ebensowenig beschwichtigen, wie sich für das Problem, zu dessen Bereich sie gehören, eine befriedigende Lösung finden läßt: das Verhältnis von Politik und M oral. Wenn man hier die Betrachtungen, die namentlich Alfred Vierkandt und Friedrich Meinecke in ihren machtsoziologischen Untersuchungen über das Thema angestellt haben, aus'einen Generalnenner bringt, so darf man sagen, daß es in der politischen Ethik keinen kategorischen Imperativ, sonder', nur relative (bedingte) Imperative giln. das heißt nur sittliche Entscheidungen von Fall zn Fall, aber keine allgemein gültige 'Norm. Was soll nun angesichts dieser schwierigen Situation die Presse tun? Es gibt unseres Erachtens nur einen Ausweg: ebenso wie es iu der modernen Wissenschaft eine Psychologie des Verstehens gibt, ebenso wie neuerdings Werner Sombart den Begriff einer verstehenden Nationalökonomie konzipiert hat, genau so maß es eine v e r st e h e n d e P n b I i z ist i k geben. Verstehen, gegenseitige Verständigung. Begreifen der entgegenstehenden Interessen und Juteressenverteidigung tut not: mithin Wille zur Objettivität, zur sachlichen Klärung! Die „E.-V.-Zeitung" — „bewehrt mit Redlichkeit" — wird als Treuhänderin der deutschen Judenheit stets zwei Mächte als höchstes Ideal im Snme Wilhelm von Humboldts anerkennen: das jüdische Sittengesetz und die große deutsche Tradition des geschichtlichen Sehens. Im Sinne Rankes wird sie um sachliche Klärung bemüht fein, im Sinne Treitschtes wird sie mit ihrem Herzen aus der Seite des Judentums stehen. Das soll und wird auch in Zu timst die Arbeitsidee der „E.'V.-Zeitnng" sein. Ein Vertrag über das ßabrr-Verfahrm in MraSrrg Der in Nürnberg erscheinende „Fränkin:,e Kurier" loeist in seinem Bericht ober einen Vortrag, den Stndienprofessor Tr. Litt mar tu der Natnrlnstorischen Gesellschaft Nürnberg gehalten hat, ans die große Bedeutung des voc Professor Dr. Haber ersnndeueu Verfahrens hin, das es bekanntlich ermöglicht. Stickstoff an-:, der Vuft zu gewinnen, und das für das Tnrchhatten Deutschlands im Weltkriege non wesentlicher Bedeutung war. In diesem Zusammenhang ver- 31 eiltet das Blatt daraus, so wie es sonst bei der Erwähnung jüdischer Persönlicl,keilen »eine (Vpftoqeicheit ist. die Abstammung de-> Ge lehrten zn betonen. ./Man erinnert sich", schreibt das Blatt, „der aufsehenerregenden Forschungen Professor Dr. .Habers und feinet Entdeckung, den für die Landwirtschaft tebensnotwendigen Stickstoff der Luft zu entnehmen. Ohne diese Ei> findung wäre Deutschland 1914 schon kurz nach Ausbruch des Krieges verloren gewesen, da die Einfuhr von Ehile-Salpeter gesperrt war. ohne Salpeter oder einen vollwertigen Ersatz bafnv aber iveder die Landwirtschaft noch die Sprengstossindustrie bestehen tänn. . . Tie Abschnürung Deutschlands vom Auslandsmarkt, die 191-1 zur Tatsache wurde, schien eine Katastrophe zu bedeuten. Aber schon mar die Erfindung von Professor Tr. Haber praktisch anshrobiert. lieber Nacht entstanden die riesigen Werke von Ovpan un> das Leuna-Werk. Ter Chile-Salpeter war 'überflüssig geworden." <.VLöM - Mil i&t* LßW . Ter „Angriff", das nationalfozialislisihe Berliner Abendblatt, berichtet am 19. d. M. io groo.er Aufmachling, daß Samuel llutermeyer aus New Jork einen neuen Weltboykott gegen Deutschland in London arrangiere. Der „Angriff" behände! den Vorgang selbst mit sehr großer Skepsi-L fiept Delegierte in Ansühriingszeicheu und konstgtier!. daß die „Nicht-Sekten-Liga", von der. bis Heine noch kein Mensch etwas gehört habe, die Führung der deutschfeindlichen Boykottkonserenz am W. und 27. November in London i'ibernnmmen habe. Er fährt fort: „Was die Nichtsektenliga mit Polin! und mit Deutschland zu tun l,at. das ill das Geheimuis dieses nichtscktenhasten Nichtsektenbundes. der bisher irgendwo im verborgenen Schoß der Weltgeschichte gelebt hat." Wir haben in der „Wirtschaft der Woche" regetmäßig statistisches und sonstiges Platerial beigebracht. uns dem die absolute und relative Bedentmigslosigkeit aller sogenannten polilitüien Boykottaktionen nachgeiviesen wurde. Auch wir sehen in der mysteriösen neuen Aktion des geltungsbedürftigen Herrn Untermeyer Gin EreigniS, das diese Feststellung nur irgendwie zn beeinträchtigen in der Lage loäre. Frgend welllie repräsentativen jüdischen Stellen haben mit all dem nichts zu tun. r i :F<.-bH /i'i h N fe K ich«! fvT l_M_R I fv"

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.