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Central-Verein-Zeitung · 1934-11-08 · 45 (8.11.1934) · page 16

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
45 (8.11.1934)
Date
1934-11-08
Page
– (sequence 16)
Language
German
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'■h!" S'jur. i “V!c“H i «ftfirtnJc't!! <n31». bcr'Jr ' M?m ncin^v i?n,ctciU'c^' t "uihr h ' sthöpsta :!- : rr un ac.% ( Kubierte Ir; % Beiblatt- V1 V <U>c_i> <Li> Novbr. 1934 TG SÖ3S3 WMSSgLW MMÄöMW $n Heft 34 der Zeitschrift für deutsche Wirtschafts» Politik, „2Sirtschastsdienst" (Hamburg), nimmt Tr. F. Grünig (Berlin) zur Frage des Kampfes der Goldwährungsländer und Devalvationsländer um den Weltmarkt Stellung. Die Arbeit entstammt der Abteilung für Zentrale Wirtschaftsbeobachti'ng beim Stab des Stellvertreters des Führers. H. rt. wird ausgeführt: „Der Anteil Deutschlands an der Weltausfuhr betrug 1913 . . 13,1 % 1931 . . 12,4 % 1925 . . . 7.1 % 1932 . . 11,0 % 1928 . . 9,1 % 1933 . . 10,3 % - J 929 . . 9,9 % 1934 (ge- 1930 . . J 1,1 % schätzt) . . 8,6 % Milcht man nach den Gründen für den rapiden- Aüchvng..., so kann man sich des Gedankens nicht, envehren, daß hier eine grundsätzliche, sich für Deutschland besonders ungünstig answirkende Störung vorliegen mich. Diese Störung ist die zu bvhe Preislage Deutschlands dem Weltmarkt gegenüber. Setzt man den Großhandelsinder 1931 für jedes Bergleichsland gleich 100, so findet man, daß die Großhandelsprerse im April 1934 sich für verschiedene wichtige Großhandels- - ländcr wie folgt verhielten: Großhandelsindex (1931 — 100) Deutschland . .-80,4 Schweiz .... Sf.l Niederlande . . 81,5 Frankreich . . . 71,1 Italien.80)6 Die Aprilzissern- 1934 für verschiedene typische Dcvalvationsländer lauten: Großhandelsindex für April 1934 (1931- 100) in heim Währ, in Gold Dänemark . . 's . .. 112,2 60.1 Vereinigte Staaten, . 100,4 59,6 Großbritannien . . . 98,9 ’ 66.6 Schweden .... . . 100,0 62,2 Japan .... * . 1115,4 42,3 Deutschland hat hiernach bei. weitem die höchsten Preise (86,4). Japan — in Gold gemessen — die niedrigsten (42,3). Die übrigen - Länder liegen dazwischen ... Es kommt letzten Endes... nicht auf das gewonnene Gold, sondern aus die Sachwerte an, die mit dem Ausfuhrerlös gekauft werden können . . . Hieraus ergibt sich der Begriff des „Ausfuhr- . erlöses, gemessen am heimischen Großhandelsiudex". Er zeigt, wieviel im heimischen Gutermaß die Gesamtheit der Exporteure einer Volkswirtschaft erlöst, und ist deswegen . . . besonders charakteristisch für die wirtschaftliche Lage von. Exportindustrie und -Handel . . . Index des Ausfuhrerlöses im Gütermaß (1931 - 100) ■ Deutschland . . 45,6 SD er. Staaten Niederlande . . 55,1 von Amerika 90,5 Italien .... 59,1 Groß- > Schweiz .... 65,3 britannien . . 92,7 Frankreich . . . 75,3 Schweden . . . 98,5 ■ Dänemark . . . 80,0 Japan . . . .149,0 Aus vorstehender Aufstellung geht ans der einen Seite die beängstigende Entwicklung des deutschen Exporterlöses, im Gütermaß gemessen, hervor, ans der anderen Seite der gewaltige Aufstieg Japans . Auch die Exporterlöse der be- . trachteten übrigen Länder sind fast mit mathematischer Genauigkeit aus die jeweilige Preislage (Großhandelsindex in Gold) abgestimmt . . . Plan sieht . . . daß heute . . . schon geringe Preisdifferenzen genügen, um ans den Exporterlös ganz empfindlich einzuwirken. Sv brachte eine Preissteigerun g von nur fünf Punkten für Deutschland eine Minderung des Exporterlöses von 14 Punkten bei Vergleich der ersten vier Monate 1934 gegenüber 193:;. Bei. den Niederlanden lagen die Verhältnisse ganz ähnlich . . . Fragt man sich, was heute in Teutschlaud zu . geschehen hat, um die Erpvrtlage wieder zu bessern. » so ist die Antwort.nach dent Gesagten nicht zweifelhaft: D i e An s f u h r P r e i s l a g o ist so rasch wie möglich deut Weltmarkt anzu- . passen. Tie Maßnahmen, die hierzu führen .können, sind verschiedenartig tmd schwer umkämpft. Es kann nicht Ausgabe vorstehenden' — als ■ Material zu wertenden — Ueberblicks sein, in den streit der Meinungen um die zivcckmäßigste Durchführungsform der Preisangleichung einzugreifen/ Sie KMsffrass In einem Aufsatz „Notwendigkeit der Innenkolonisation zur Lösung der Rohstoffräge" („Der' Hochwart", 4. Jahrgang, 4. Heft), nimmt Tr. Kurt S e e s e m a n n , der durch seine Studien über die Wirtschaftskrise bekanntgeworden ist, zu dem .akutenVProblem.'der 'deutschen Rohstoffversorgung das: Wort. .. .. . . . Es.besteht, meint Dr: Secsemann,'. durchaus die Möglichkeit, daß.Deutsästand sich auf allen Gebieten der. ausländischen Rohstoffeinfuhr, soweit sie aus dem Anbau-von Getreide, Oelsaaten, der technischen.Pflanzen und aus.der Viehhaltung für technische Zwecke stammt, unabhängig machen kann.. Die sich jetzt vollziehende Fortnahme deutscher Exportmöglichkeiten durch England .- wird außerdem einen Teil der für die'Ausfuhr tätigen deutschen Arbeiter frcisetzen, so daß zwecks Vermeidung. eines, neuen Ansteigens der. Arbeitslosenzifsern darin - ohnehin die Notwendigkeit bestehen wird, diesen Menschen neue Arbcitsmöglichkeiten zu erschließen. Hierzu aber steht jetzt die Möglichkeit der Erschließung und Ertragssteigerung des deutschen Bodens zur Verfügung. Wie diese Umlenkung der Arbeitskräfte geschehen soll, ist schließlich nur eine Frage der Organisa- ■ tion, die man auf verschiedenem Wege lösen kann. Als einen-der wichtigsten Wege nennen rvir hier den A r b e i t s d i e n st oder den L a n d d i e n st. der uns den Einsatz junger und arbeitsfähiger Kräfte, die sich für die Bodenarbeiten am besten eignen, zu sichern vermag. In diese Richtung weisen auch neuerdings die Beschlüsse, die von verschiedenen Kommunaltmd Provinzialverwaltungen gefaßt tvtirdeit. Nach Seesentanns Meintntg läßt sich znsamtnenfassend sagen, daß der aus der Weltwirtschaftskrise stammende wirtschaftliche Druck, der heute vom Ausland ans Deutschland ausgeübt wird. tttir noch nt ehr zu einer Erstarkung der ittnerdctitschen Wirtschaft führen muß. Diese Erstarkting der deutschen Binnenwirtschaft famt aber nur darin bestehen, daß man den immer mehr in Ausfall kommenden Produzenten der ausländischen Rohstoffe durch den deutschen Bauern ersetzt. ZM Die Zeitschrift „H ä n t c u n d Leder" bringt in Nr. 57 vom 20. Oktober 1934 einen ausführlichen Bericht über die Londoner Lcdermesse. Itl diesem Bericht heißt es: „Ich habe tvährend der Messe viele deutsche Kollegen gesprochett. die mich alle gefragt haben, ob denn der Bvlstott sich so atiswirkt, daß man keilte deutschen Leder hier vcrkaufen kann. Darf ich es allen Lesern recht klar machen, daß diese Annahme irrig ist. Ich habe seit nunmehr ztvci Jahren mindestens viele Hunderte von Kunden besucht, ihnen auch teilweise deutsche Leder verkauft, aber iticht ein einziges Mal hat mir ein Kunde gesagt „ich katifc nicht, weil es deutsche Leder sind". LMroZukkivM des Handels? „Der Konfektionär", die führende Zeitschrift des Textilhandels, bringt.in der letzten Ausgabe, Nr. 44 vom 31. Oktober 1934, eine beachtliche Stellungltahme von Dr. F. von Poll von der .Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels ,;u Ausführungen, die kürzlich in enter großen deutschen Tageszeitung veröffentlicht wurden. Der Berfassei, Dr. Krause-Harder, hatte dort behauptet die Tätigkeit des Handels habe nichts mit der Kraft und Stärke eines Volkes zu tun, feine Arbeit erziehe nicht selbstverständlich zur Pflege gesunder Volkskraft wie andere Berufe. Hieraus ertvidert Dr. F. von Poll im Pressedienst des Einzelhandels u. a.' wie folgt: „Der Hattdel verlangt seinem Wesen nach vorwiegend geistig ordnende Arbeit. Kraft tmd Stärke eines Volles offenbaren sich auch in der Stärke seiner geistigen ttnd vrdnettden Kräfte. In der Wirtschaft'ist es nicht anders. Genau so wenig wie der „Arbeiter der Stirn" volkspolitisch tveniger wert, voll ist als der „Arbeiter der Faust", darf die Tätigkeit im Handel an sich nicht geringer geschätzt werden als andere Berufe. Jeder ehrbare Kaiifmamt im Handel will, genau so wie Angehörige anderer Wirtschaftsstände. Diener der Volkswirtschaft und des Gesamtvolkes sein. Plan muß iinnter davor warnen, das Wesen des Handels nach Berfallserscheintutgen ztl beurteilen, die sich bei ihm gezeigt haben. Nieiuandem fällt eS ein, das Handwerk nach dem unzuverlässigen Gelegen-. heitsarbeiter oder Pfuscher zu beurteileu: warum also verwechselt man den ehrbaren Kaufmann int Hattdel mit jenen Spekulattteutppeu. die er bekämpft hat. mtd die ihn vielfach um seine Wirt--- schastsexisteuz gebracht habend Dr. Krause-Harder uülf die „Unproduktivität des Hartdcls" daratis beweisen, daß sich Inden atif diesem Wirtschaftsgebiete besonders entfaltet haben. Mit folcheit krattfeu Suggestiv-- b e h a u p t u tt g e n (Sperrungen im Texte des „Konfektionär") kommen wir aber nicht tveiter. Will Dr. Krause-Harder den Staitd der Richter, der Amvälte oder der i'lerzte deshalb als unproduktiv bezeichnen, iveil gerade dort Inden teilioeiie noch entscheidendere Positionen errungen hatten als im Handelf. Oder hält er gar überhattpt geistige Tätigkeit deshalb für „verdächtig", toeil die Inden sich bei ihr entscheidender eingeschaltet hotten als bei der Handarbeit? Gerade im Hattdel. der mit allen Teilen der Volkswirtschaft t>t Be rührnng kommt, hat mait eittett offenen Sinn für Kritik und mtd) für Wertinaßstäbe wirtschaftlicher Tätigkeitett, die naä) den politischett Notwendigketten des Gesamtvvlkes zu bestintmen sind . . "kßj3 UJlOdJ Cb'ÖUOß L( ilAJ XPjj Das Zes dien für den erprobten rrn^«<r>h:ir, ic\\ '(T• Pi *1H! F ' LLCülÜ»ö' ©oLüUiliil r f*»arfe© „Tromplor" Verlangen - Sie stets „Trampier"-Schuhe beim Schuhhandier TrarapIfsr-Ss&Q&fa&riS'S: WeißsnFoSs a.'d.S. 10:. (Fachgeschäfte erhalten gern. Katalog) pn nS£ ■ >;i N^rnr.j fisr Eciaras EsnSssfe’: ji Fkkb £±=sa S-TJcfcEarg j! G.B.6.H. ■ WscÄtr. {jyV. §)-6roßhandSyng liefert Volksempfänger und sämtliche anderen Typen. Verkauf nur an zugel&ssene Händler nach Wirufa -Bedingungen. Sm L e vs 1 n L § G. C2. £>. EL Berlin - Charlottonbnrgr, Kuno - Fischor - Strasso H. Tel. J a. Wcstend 4458. 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