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Central-Verein-Zeitung · 1934-11-08 · 45 (8.11.1934) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
45 (8.11.1934)
Date
1934-11-08
Page
– (sequence 8)
Language
German
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rmd enttäuschender die Arbeit für ihren Spiritus reetor wurde, desto mehr Kapital, guten Willen, Arbeit, Aufmunterung lief; der Baron ihnen zukommen, und das ist sein größtes Verdienst. Was er vielleicht nur mit dem Wunsche, kämpfenden Menschen eine Beihilfe zu gewähren, begonnen hatte, wurde ihm nun zur eigensten Sache seiner leidenschaftlichen Gesinnung. Wie in einer prophctischen Eingebung erklärte er damals einem Fragenden, cs sollte in Palästina der Beweis für. die aus eigener Scholle produktive jüdische Schaffenskrast erbracht iverden für den Fall, daß einst ein Weltgericht einen solchen Beweis verlangte. Und tatsächlich war während der Friedenskonfcrenz um Palästina dieser Rückhalt und Beweis entscheidend. Lie Rothschild-Siedlungen wurden immer weitem ---usgebaut. mit Synagogen. Schulen. Krankendänseru. großartigen Weinlellereicn und allem Notigen reichlich ansgestattet, seit 1899 von der Jewish Kolonisation Association (Jen). seit 19-_'t von der Pica verwaltet, und ihre Ertragfähigkeit steht längst über jeder Kritik. Als der Zionismus ans kam. bemühte sich Theodor Her.;! sehr, mit dem Baron gemeinsam das letzten Endes ja gleiche Ziel zu verfolgen, aber er fand wenig Gegenliebe. Ter Grund war nicht bloß, daß Rothschild kein politisches Ziel verfolgte, und die , zionistische Kritik wandte sich dagegen als gegen eine nicht nur antipolitische, sondern anationale Ausbau, arbeit: wie scharf erst die sozialistischer eingestellten Zionisten Rothschilds ..Lpenden-Sozialis- ,111,5" beurteilten, braucht nicht hervorgehoben zu werden. , Nach der Balfour-Deklarativn änderte sich das Bild, beide Arten des kolonisierenden Zionismus waren nun legitimiert, und heute ist das ganze Judentum einmütig, von Dank und Bewunderung erfüllt. Der „Vater der Kolonien" hat diesen allgemeinen Dank noch als Achtzigjähriger auf seiner letzten Palästina-Neise entgegegenuehmen dürfen. An seinem Grabe stehen Juden aller Richtungen und Länder, und mir ihnen Künstler und Wissenschaftler nicht nur Frankreichs, denen und deren Instituten er mit ähnlicher Freigebigkeit geholfen hat. Sie Zukunft der jüMen Ehe Veranstaltung unter dem Protektorat der Jüdischen Gemeinde zugunsten der jüdischen Künstlerhilfe Der Abend galt der jüdischen Ehe. Herbert Frankenstein übernahm es, in einem Vortrag die historische Entwicklung der jüdischen Ehe zu schildern, ihren Aufstieg und ihre spätere Zerrüttung. er übernahm es, sehr ernst zu warnen und Wege in die Zukunft anzudeuten. Der Vortrag wurde mit Musik umrahmt, gesungener und von einem Streichgnartctt gespielter 'Musik, die das ernste Thema der Ehe in die beschwingte Sphäre der Kunst hob. Das Streich, quartctt Rosenkhal, Langer, Szabo und Mancyk trugen sehr eindrucksvoll und rhythmisch Stücke von Schumann und Verdi vor, Toni Türk sang mit ihrem schonen, vollen Sopran Lieder von Brahms und Rnbinstein, und Oberkantor Leo E o l l a n i n jiddische Volkslieder. Sie handelten alle von Liebe und Ehe. sie waren alle in ihrer Wehmut oder iu ihrem Humor unübertrefflich. Leo Gollanin. der Niese mit dem weißen Schopf. Was für ein verschmitztes, was für ein verliebtes, was für ein weises und gutes Gesicht trägt die guten und iveisen und verschmitzten und verliebten Lieder vor. Die Stimme klingt voll und warm, sie hat ein Echo in sich selbst und sie kann so vieles, vieles ausdrücken. so vieles sagen, so vieles . . . singen. Leo Gollanin erklärte, bevor er sang, die Texte, er übersetzte einige jiddische Worte ins Deutsche, und ganz entzückt sagte er bisweilen, daß dieses oder jenes Wort so schön, so klangvoll, so inhaltsreich, eigentlich unübersetzbar sei. Wie nett war diese vollkommen persönliche, improvisierte und legere Einführung: Sie verriet die große Liebe, die Gollanin zu den Volksliedern, ihrer Sprache und ihrem Sinn hegt. Wahrschein, lieh ist er deshalb für sie ein so guter und inniger Interpret. G. H. Me und SSaf&ou Im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Ererzierstrasze 11:,. ist eine neue Abteilung für T u b c x t u 1 o ) e E r a n f e eingerichtet worden. Zum Leiter der Abteilung lvurde Herr Dr. Lazar Dünner, früher Direktor des städtischen Hospitals Buch-West, gewählt. Das Krankenhaus der Indischen Gemeinde zu Berlin hat vom Verband der Krankenkassen im Bezirk des Oberversichernngsainles Berlin folgende Mitteilung erhalten: „Ans 'Anordnung des Herrn Aeichskonnuissars für die allgemeinen und besonderen Ortskranlenkassen sowie für den Verband der Krankenkassen im Bezirk des OberverncherungSamts Berlin ist das Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde in Berlin N 6p, Exerzrerstraße 11a, in das Verzeichnis der Privatkliniken ausgenommen worden, in wekclv- Bersicherte (und Angehörige) der Berbandskranke.n . kaffen eingewiesen werden können." Ausschreibung Im Krankenhaus der jüdischen Gem e i n d e. Berlin, ist zum 1. Januar 1935 die Stelle eines planmäßigen H r l f s a r z t e s aus der inneren Abteilung (ärztlicher Direktor: Geh.-Rat Pr»' sessor Dr. Strauß) zu besetzen. Bewerber müssen klinische Vorbildung besitzen und im Krankenhausc wohnen Bewerbungen werden bis zum 'JO. November an die D i r e k ti o n des Krankenhauses, Berlin N i;» Exerzierstraße 11a, erbeten. Auf der N ö n t g e n - Abteilung des Krankenhauses der jüdischen Gemeinde (leitender Arzt: Tr Ziegler) ist sofort die Stelle einer technischen Praktikantin kznr Ableistung des vorgeschriebe nen praktischen Halbjahres für technische Assisienrim neu) zu besehen. Meldungen umgehend an die Direktion des Krankenhauses der jüdischen «5cmeinde, Berlin X 65. Exerzrerstraße lln. „Haus Berta"- Ferienheim (Aeichsbund jüdischer Frvntsoldateu e. B..>, Alt-Schermbeck «!<>. 'post.peeven Torsten i. W.. ist auch während der Weihnachl.stericii für die Jugend geöffnet. Zahlreig,» 'Anmeldungen liegen vor. Weitere 'Anmeldungen bis zum A5. 'j;P: veinber an ..Hans Berta", Verwaltung, z. luin Anltsgcrichtsrat i. A. Dr. Willy Stern, ilieekliiighailsen. Lvhrgasse l. Acichsbund israelitischer Schtverhöriger. Bcrlinkharlottcnburg 4, Seybelstraye Ai. «üesellschast-nchuur Kantstraße 1-'6 hpt.. sind täglich ad 15 Uhr geöüiiet' Mittwochs. Uhr. toestnfreier Sprachableseuuleri ricl)t und Hvrgeräteberatnng. Die Sprechstunden der Kiinstlcrhilse der Jüdischen Gemeinde, Berlin-Eharlvttenburg 2. Kantstrahe i.z>. finden nur noch Montags und Donnerstags, 17 bi-'- ib Uhr fta-tt. Crosüor Logensaal» Klelststrasse IO Mittwoch, <1. I I. November IDIJ-I, abends 81/* Uhr: KaETsmerniüsSk-Äbend Jos. Rosenstock W. Frey Stef. Auber Klavier Violine Cello Beethoven Trio Bdur op. 97 Brahm s Violin Sonate Gdur op. 78, Schubert Trio Bdur Kartenverkauf: Katiewe. Wertheim, Bote & Bock’ Tauentzionu. Leipziger Str., Jlusikhaus Riedel, l’bland- 3t?, Frey. Agricoia&trasse 13/14, Tiergarten 4926. Eintrittskarten zu Mk. 0,80 - 2 50. HL 1 oilZ spricht mit jüd. Eltern 2. Vortrag (mit freier Aussprache) „Erziehung der Eltern" Donnerstag, 15.MDveinber,8.15l3hr,Brüdervere1nshaus Karten 1. — , 1.50, 2.— (Jugendl. 0.50) ln den Buchhand lungen Wolff, Prager Platz 4, Ködern, Dahlmannstr. 8 . .... und Abendkasse. A r Cafe Reslsuranf Wstielsliacit— Bes. Oscar Abcrl>ach, II ay r I s c li e r Platz 2 Spielin Vereins:-.'!Io Treffpunkt best, jircl. Gesellschaft Best anerkannt Wiener Küche / Dezente Musik Mittag- und Abend-Gedeck von RM 1.10 an PnnzsS-Cafä am liurfüf stsndaaim 214 j rP)RH ’ liull mit Michael Besüi ovensaal, Sonntag,11. Hoy., 8lü Liederu. ftrien-fibend Schubert, Brahms, Russische Volkslieder. Händel, Mendelssohn, Tschaikowsky, Verdi 1 bis4 JOl. hei Keilern,Dahlmann- I Strasse H. Wolff. Prager Platz 4, Kadcwe und an der Abendkasse mm , ViF/. Vz F/. ,v„. 4L? um m l StF^ Q** ohne G/cs Jj m ‘ iili '<±i l V_i) ü llllllllllllilüllllililllllll Ml- Vorschriften für Inserate kftnncu nur nach Möglichkeit berück sichtigt Lesen und lernen! Bin Gorion, der Born Judas;.1 Band 750 Rosenzweig, Zweistromfand Kleinere Schriften zur Religion und Philosophie... ZA Wiener, Jüdische Religion im Zeitalter der Emanzipation.br. 800 Wiener, Religion in dieser Zeit.br. 1« Ernst Jacob, Israelitische Religionslehre.. gbd. 2*0 Beb, Rembrandt und Spinoza. ...kart. 230 Knaurs Weltgeschichte in einem Band 650 Hamann, Geschichte der Kunst ,*•,<»«,850 Zu beziehen durch: Ffeifo Verlag und Buchhandlung O.m.b.H. Berlin W 15 Olivo 1375 Pariser StraBe 44 o © o o q © © © © o o 8 © 9 9 9 G 9 9 °" ®r0®fer”ü©!?©ara BERLIN W. 62, KurfUrsfienstrasse 115—116 Telefon Sekretariat Barbarossa B v. 0181 Telefon Ockonomie Barbarossa B 5. 2878 - ■ Geschäftszeit 9—1. 4—7 - empfiehlt seine ,-*yy W c<- & I € SVLÄMW Personen fassend. 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November, abends 8 Uhr im Logenhaus, W.62, Kleiststrasse 10 Rabbiner Dr- Manfred Swarsensky* „Diaspora-Exsstenz - Steuts" Dr. Hans Rekhmann: „Das Weltbild des deufsdijSdisdien Mcnssliien" Gesang* WHheim Guttmann Klavier* Dr. V. Ernst Wolff Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens l V. Landesverband Grotl-Ocrlin Ortsgruppe Alter Westen Ortsgruppe Schöneberg Dr. Benno Heymann Dr. Stephan Sfeinharter Ortsgruppe Wilmersdorf Ortsgruppe Chartotienhurg Dr. Leo Caro Dr. Fritz Goldschmidt Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde sind eingeladen. Besondere Einladungen ergehen nicht. Unkostenbeitrag 50 Pfg. Karten sina im Vorverkauf im C.-V.*Büro, W 15, Emser Str. 42. im Philo-Verlag, Pariser 5tr. 44, bei Poppelauer, C, Neue Friedrichstr. 59, Schildberger, FlensburgerStr. (Bhf.Bellevue)und an der Abendkasse zu haben. faiiz-Cafö-frisEGsi 1V30, Malerischer l'ktz 1 Inhaber: S. Bornstoin Mitglied der j üdischen Gemeinde Tägl.: fiachialitags und ßbands Tanz Für Vereine Hochzeiten, Geburtstage, Confirmationen otc. stoben separate Rftumo | zur Verfügung. Erstkfass. Oesterreich.-Ungarische Küche! zn ganz billigen Preisen. Tanzkapelle Hans Geert. kl Betriebe * No!.endo i I Gi8 SsISiiäürtS'jSs'i iKosizert und T § Sonntags 5 Uhr: TANZ fmf i B 2, 0520 e In ©© V, / U //// / U 1qJJ/u LykUy U/tötii' i'iüüS^iiateiiiii Orsinsmlö °" itminiiiH b. K. Vorm. Frau Kelene Meyer Hagenstrasse 39-47 / Telefon: H 9 Schmargendorf7751 hat in seinem Betriebe die folgenden Aenderungen vorgenommen:. L Erhebliche Herabsetzung der Preise, auf "Wunsch: Pauschal abmachungen. 2. Streng klinische Ärztliche Versorgung der Kranken. 8. Modernisierung der Electro - Hydrotherapie. Röntgenuntersuchungen, Diathermie, Kurzwellen, Grundumsatz. bestimmungen. 4. Errichtung eines Penslonshauses für besonders Pflege- und Erholungsbedürftige zu billigen festen Monatssätzen. Unverändert bleibt der Grundsatz, dass jeder Kranke sich von dem Arzt »einer Wahl behandeln lassen kann, ferner die als vorzüglich anerkannte Verpflegung. ^iiiiiHiiiiiifiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiHiinfiiniiiinE | inintnniiiniiiiiniminiiiiH 1 Bevorzugen Sie die Häuser, die in der „C.-V.-Zeitung" inserieren. Berlin,fimBahnhofZooYesfes: Tel.: Blsm.8100-15. Zimmer v.M.6,-a«^ J UDISCHES VILLENHEIM KURHAUS KONRADSHÖHE j.Berlin Ku8haherstr.47. Jed.Komf. (Difit), ia Pens. RH ab 4.50, Dauorpens. ab 100.— mtl. Straßenb. 28. Tel. CO,7307. Prosoekt Kochlchrllngo gesucht. 'WftMUiW.~] <in fZucker Magen Galle Darm; Uritci persönlicher Leitung Bia zum 1 ■ Der. geottnet | Anzeio&n- SCflfllSS u«ii«liriBiB ör. Kohnstsmm üönigstein im Taunus Nervenu. innere Erkrankungen, Diätkuren Br. M. Frfedemann Br. B. SjifnaK SasisS®ir'Mii Br. M®g Königstein im Taunus Innere Krankheiten. Xervenkrankheltten. Familieniioim - Heueriilinnno Haus ersten Itanges für Dauergilste mit cig. ilöbeln. Yorzügl. Verpflegung, auch Diät. Anruf: 9 -12 Uhr B 5 7486. Man spricht auch englisch u. französisch. IWiliielsnina.teFEöiiUß Ielefon 212 Ntatlousplei rlicssendes A Wasser r/-\.y Mitgli Central \A^^( ß. E. 0 Heilung Vorzügliche IKrztlfches Kur- und Famillenhslnt Or. L. Mann, Nervenarzi üannheim, Charlottensir.fla, '1 cl.4i.6b Aufnahme von U- 1 Patienten Uiiitkuren, Psyehotherajwe __ r" ' .... I ^©ssebSro für Polen: Berlin W 62 Klelststr. 6 (omNollondorfpl^) Telefon :B 5, Barbarossa 2674 Geschäftsstunden von 9*18 UhF Sonnabends .... von9-15U r 04251

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