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Central-Verein-Zeitung · 1934-11-08 · 45 (8.11.1934) · page 3

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
45 (8.11.1934)
Date
1934-11-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
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In der letzten Zeit haben wiederum eine Anzahl von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zur Judenfrage Stellung genommen, deren Ausführungen allgemeine Beachtung gerade in jüdischeu Greifen verdienen. Wir nehmen diese eingehende Berichterstattung vor, weil es für die deutschen Juden wichtig ist. die Empfindungen und Auffassungen zu kennen, die über sie in ihrer Umwelt bestehen, was übrigens, wie wir kürzlich an dieser Stelle mitteilten, z. B. vom „Westdeutschen Beobachter", durchaus begrüßt unrd. Ter Leiter des Nasscnpolitischcn Amtes der NSDAP. D r. Groß, hielt kürzlich vor asiatischeu Studenten in Berlin einen Vortrag, in dem er 'ich nach einer Meldung des .berliner Tageblatts" gegen den dem neuen Deutschland gemachten Vorwurf wandte, es fei überheblich und benutze seine Rassenlehre dazu, mn andere Völker und Kulturen als minderwertig herabzusetzen. Dieser Vorwurf treffe nicht zu. Die Frage,' ob irgend ein Volk oder irgend eine Nasse oder irgend eine Kultur wertvoller sei als eine andere, habe mit den nationalsozialistischen Anschauungen nichts zu tun. Wenn Deutschland, erklärte der Redner, die besondere Art der rassischen Zusanuncnsetzung seines Volkes wieder hochhält und schützt, so liege darin nicht die geringste Herabsetzung gegen andere Völker und Rassen. Wir erzietzen unser Volk lediglich zur Achtung vor der echten rassischen Eigenart, mag es die unsere sein oder die anderer großer Menschcugruppen. Das reue Deutschland beansprucht für sich das Recht, seinen Staat und seine Kultur nach seiner eigenen Art zu gestalten. Aber gerade deshalb lehnt cs jeden Versuch ab, andere Rassen und Völker zwangsweise Politisch oder kulturell zu erobern, mit Gedanken, die vielleicht für uns Wert haben, für andere Rassen oder Völker aber nachteilig oder schädlich sein können. Diese Stellungnahine hat Dr. Groß schon seit langem konsequent eingehalten. Sie entspricht übrigens den mehrfachen Aeußernngen des in Rassetragen federführenden Reichsinnenmiuisters Dr. Frick. Der Kölner Gauleiter Eroh 6 führt nach einem Bericht des „Westdeutschen Beobachters" bei einer Kundgebung des Gaues Kölu-Aacheu der Deutschen Arbeitsfront in der Kölner Messehalle u. a. aus: „Fremdrassige Menschen, die sich in unserm Volk eingenistet hatten und nur leben konnten, N'eun nur uns zerfleischten, waren die unheimliche Triebkraft dieser Selbstzerstörung. Tie Inden, die selbst als Volk Zusammenhalten, so weit sie auch in der Welt zerstreut sind, die aber nie von eigner Arbeit, sondern nur vo:n Schweiß anderer Völker gelebt haben, sind das unehrliche zersetzende Element, das seine Keile in die deutsche Nation Hineintrieb. Tie Welt könne nicht' zur Ruhe kommen, bis die Judenfrage gelöst sei. Wir Deutsche hätten dieses Volk keimengelernt und unsere 'Neigung zur Humanität habe uns selbst tief geschädigt. Auch die Redensart vo:n anständigen Juden könne nicht genug als falsch und ablehnend bekämpft werden, denn sie verkenne das ganze Problem. Tie Unmoral und -Lchädlichleit des Judentums liegt nicht nur einzelnen Juden, sondern ist eine Sache der Rasse und des Blutes, der Eesamiheit der Juden müsse daher der K.amps stets gelteii. Das heutige Deutschland dürfe ivohl sagen, daß cs rücksichtsvoll bis zum Letzten war und sein inoralisches und suristisches Recht gegen diese Vvltssck-idlinge nicht ausgemcht habe." stuch Gauleiter Julius Streicher, der Herausgeber des „S t ü r m e r", nahm in den letzten Tagen mehrfach das Wort. Ans einer Kundgebung des nationalsozialistischen Lehrerbuudcs in Nürnberg sprach er über „Tie Nassensrage der Schlüssel der Weltgeschichte", und einige Tage später in einer ösientlichen Kundgebung in Gelsenkirchen. Hierüber verbreitet das ofsgielle „Deutsche Nachrichtenbüro" folgenden Bericht: „In einer von vielen Tausenden besuchten Massenversammlung in Gelscnkirchen zeigte der Gaulerter von Franken, Julius Streicher, u. a.. auch die Hintergründe des verbrecherischen Treibens an der Saar auf. Wir glauben, so sagte.!?' Feind zu sehen und sehen ihn nicht. Nicht die Völker, nicht das französische Volk ist unser . o-emb, Feind ist allein der getarnte Jude, der an der Saar Matz Braun heißt. Dann wies dieser gründliche Kenner der Judensrage nach, wie auch das französische Volk in der Geschichte und heute mehr als je (Stavisky-Skandal usw.) vom völkerzersleischenden Judentum ausgebeutet und verhetzt wurde. Er leuchtete hinein in die Geschichte und ließ für jene Ungläubigen, die von einer Ueberschätzung der Judenfrage sprechen möchten, bekannte Juden sprechen. So zitierte er den jüdischen Staatsmann Israeli, der sagte: ,D:e Nassensrage ist der Schlüssel zur Weltgeschichte", und den deutschen Juden Walter Nathenau, der bekannte, - ,datz 300 Männer, die sich untereinander kennen und durch das Blut miteinander verbunden sind, die Geschicke der Welt lenkcnst JulinS Streicher konnte auch für den Vernichtung?- kämpf, den das Weltjudcnturn ihm als unerschrockenen Aufklärer angcsagt hat, seinen jüdischen Kronzeugen nennen: Alberti Sittenfeld, der sagte, wer es wage, dem Judentum den Kamps anzusagen, der werde mit viehischer Brutalität uud den gemeinsten Mitteln bekämpft und vernichtet. Der Redner wurde immer wieder von tosendem Beifall unterbrochen." Tie Aeußernngen von Gauleiter Streicher können in bezug ans ihre sachlichen Zitate von uns ergänzt werden. Bei dem „jüdischen Staatsmann 'Israeli" handelt es sich bekanntlich um den langjährigen Führer der englischen Konservativen und Premierminister des englischen Reiches, Disraeli, späteren Lvrd Beaeonsfield. Es ist bekannt, daß Lord Beaeonsfield der Schöpfer des British Empire ist, dem er das Indische Kaiserreich einfügte. * Ter Ausspruch: „Die Nassensrage ist der Schlüssel der Weltgeschichte", ist einer Figur in einem seiner zahlreichen Romane in den Mund gelegt. Die st a a t s p o l i t i s ch e Haltung Englands zur Nassensrage, wie sie auch Lvrd Beaeonsfield vertreten hat, ist unverändert bis in die Gegenwart geblieben. Sie hat ihren knappsten Ausdruck in der Erklärung gesunden, die in der großen Minderheitendebatte vor der sechsten Kommission des Völkerbundes 1933 der englische Delegierte abgegeben hat: „Seit den nevlithischen Zeiten hat sich in England eine Vermengung der Nassen aus aller Welt vollzogen. Selbst im Innern Großbritanniens gibt es drei national verschiedene Gruppen: Englän' er, Schotten und Walliser. Jede Gruppe besteht w.ederum aus zahlreichen Unterrassen. Walliser mit dunkeln Haaren, Pikten, Ekotten usw. Die arische Theorie und die Lehre von der Blntsgleichheit können also auf das englische Empire nicht angewandt werden." Es dürste ferner interessieren, Wortlaut und Ouelle des Satzes kenuenzulernen, der im Bericht lautet, daß Walter Nathenau bekannt habe, „daß 300 Männer, die sich untereinander kennen und durch das Blut miteinander verbunden sind, die Geschicke der Welt lenken". Der Satz heißt wörtlich: „300 Männer, von denen jeder jeden kenne, leiten die Wirtschaftsgeschicke des Kontinents und suchen sich Nachfolger aus ihrer Umgebung". Die Ouelle dieses Satzes ist ein Aufsatz Walter-Nathenau?, betitelt: „Unser Nachwuchs", der in seinem Buche: „Zur Kritik der ■ Zeit", Berlin 1912, auf Seite 20« zu finden ist. -Nathenau wendet sich dagegen, daß mau nicht genügend junge, frische Kräfte in die Leitung der Unternehmungen einbezöge und schließt mit kritr schein Bedauern seine Betrachtung. Zu der Formulierung: „Feind ist allein der getarnte Jude, der an der Saar Matz Braun heißt", ist zu sagen, daß Matz Braun nicht. Jude ist. — lieber den jüdischen Kronzeugen Alberti Sittcnseld ist außerhalb der judenseindlichen Literatur oder außerhalb von Nachschlagewerken nichts bekannt. i In Mm Im „Zehdenicker Anzeiger" vom 27. Oktober d. I. wird ein Lichtbildervortrag von Walter Pötsch (Wien) über die „Jüdische Nasse" angekündigt. Als Einleitung zu diesem Vortrag wird ein Aussatz des Referenten „Das jüdische Verbrechervolk, die jüdische Nasse im Lichte der Straffälligkeit" veröffentlicht. Pötsch ist der Verfasser einer Schrift „Tie jüdische Nasse im Lichte der Straffälligkeit", die in der „C.-V.-Zeituug" Nr. 5 dom I. Februar d. I. von Dr. Rudolf Wassermann besprochen wurde. In dieser Schrift wie mich in dem eingangs erwähnten Aufsatz stellt Pot sch unter Zugrundelegung der Jahre 1915/16 bie These ans, daß die Juden am Betrug, betrügerischen Bankerott, Wucher usw. prozentual stärker beteiligt seien als die Nichtjuden, während es sich beispielsweise bei der Körperverletzung umgekehrt derhalte. was aus die angeborene Feigheit der Inden zurückzuführen sei. Pötsch gelangt zu der Schlußfolgerung, die jüdische Rasie sei das auserwählte Verbrechervolk. Wie schon in der Besprechung von Waffermann dargetan wurde, ist es zunächst verfehlt, krdiglich btc Prozentzahlen für zwei Jahre, und noch dazu für die abnormen Kriegsjahre 1915 und ^16, heranzuziehen und daraus weitgehende Schlüsse herzuleiteu. Durch die Angabe der Prozentzahlen wird dem Leser verschleiert, um welche geringfügigen Zahlen es sich im Einzelsall handelt. So sind nach Pötsch in den-Jahren 1915 uud 1916 28 mal soviel Juden wegen Wuchers bestraft worden wie Nichtjuden. Dabei wird aber eines nicht beachtet: im Durchschnitt der Jahre 1915 bis 1917 sind 3 Juden wegen Wuchers verurteilt worden. Ta aber'in diesen Jahren die Zahlen der verurteilten Nichtjuden auch nur 13 betrug, war allerdings, da die Juden infolge ihres Anteils an der Bevölkerung nur 0,13 Wucherer hätten Her- Vorbringen dürfen, ihr Prozentsatz rein rechnerisch 28 mal größer als ihre Beteiligung an der gesamten Bevölkerung entsprach. Pötsch zieht also weitgehendeSchlußfvlgerungen über die Eharaltcreigenschaften der Inden aus der Tatsache, daß im Jahresdurchschnitt 2 bis 3 Juden mehr wegen Wuchers verurteilt worden sind, als ihrem Anteil an der Bevölkerung entsprechen würde. Nicht anders verhält es sich mit den übrigen von Pötsch erwähnten Ziffern. Es wurden im Jahre 1916 wegen Betruges 247 Juden verurteilt gegenüber 13 936 Nichtjuden, wegen - Untreue 11 gegenüber 472 und wegen Konkursdelikts - 23 gegenüber 117 Nichtjudcn. Die prozentual höhere Beteiligung der Judenan Vergehen wie Betrug usw. erklärt sich daraus, daß sie in höherem Prozentsatz als die Nichtjuden - kn den Verufsschichten und' dem sozialen Milieü vertreten sind, mit denen eine derartige Kriminalität zusammenhängt. Aufschlußreich sind. Beobachtungen dort, wo die Juden überwiegend nicht der kaufmännischen Schicht, sondern dem Proletariat angehören. In Amsterdam z. B. sind die Juden heute noch .wie. zur Zeit Spinozas überwiegend inder Diamantenschleiferci als Fabrikarbeiter beschäftigt, und hier ist das Betciligungsverhältnis der Juden in bezug aus Betrug und Körperverletzung umgekehrt wie bei den von Pötsch angegebenen Ziffern. Nach den Zahlenangaben, die de .Naas, der Verfasserder gerichtlichen Statistik der Nieder-, lande, in einem Aussatz in der Monatsschrift für Kriminatpsychologie, 6.° Jahrgang. S. 204, gegeben hat, wurden in den Jahren 1901 bis 1905 in Amsterdam von je 100 000 Personen der gleichen .Neligionsgemeinschaft 23 Ehristen wegen Körperverletzung verurteilt und 19 Juden. Die entsprechenden Zahlen der Verurteilungen wegen - Betruges betragen im gleichen Zeitraum bei den . Ehristen 3,8 aus 100 000 und bei den Juden nur 1,9. Es ist noch daraus hinzuweisen, was von . Pötsch verschwiegen wird, baß die Juden nicht nur an dem Vergehen der Körperverletzung prozentual geringer beteiligt sind als die Nichtjuden, sondern auch an einer großen Reihe anderer . Delilte, wie z. B. sämtliche Unzuchtsdelikte, Abtreibung. Tötungsdelikte, Diebstahl. Unterschlagung, Begünstigung, Hehlerei, Sachbeschädigung und Brandstiftung. .LANchÄWT Dr. Johann von Leer? veröffentlicht in der „Deutschen Zeitung" von: 4. November eine wirt- - schastsgeschichtlichc Betrachtung, in der er aussührt: „. . . Als nordische Weltanschauung im frühen Mittelalter bas Verbot der Zinsnahine erzwang, konnte dieses Verbot der damaligen Zeit nach nur ein kirchliches Verbot sein. Dieses kirchliche Verbot traf, da das mittelalterliche Europa eine andere Religion nicht duldete, die gesamte Bevölkerung — mit einer einzigen Ausnahme: es traf die Inden nicht! Das Zinsverbot der Kirche war aus seelsvrgerischen Gründen erlassen; der Gläubiger sollte sein Seelenbeil nicht dadurch gefährden, daß er Zins nahm von seinem armen Bruder. Der einzige, der so berechtigt war. Zinsen zu nehmen, war derjenige, um dessen Seelenheil sich die Kirche nicht zu kümmern hatte — der Jude. Der Jude erwarb damit das Zins- Privileg ..." ■ Dieses Zinsprivileg wird in der Wirtschaftsgeschichte als Privilegium ostiosum, als ein Schandprivileg bezeichnet. Es war kein Vorrecht .für die Inden, Zins nehmen zu dürfen, sondern ein Zwang zum Zinsnehmeu, da man sie gewaltsam von allen produktiven Berufen, sernhielt. fi&ett fällst SeSBeto Mt «NöMt Die „Bayerische, Ostmark" in Negensburg - schreibt: „Am Wolfgangimarkt am Mittwoch haben sieben jüdische Geschäftsleute ihre Marktstände ausgeschlagen und sich am Markt möglichst breit gemacht, um die ländliche Bevölkerung mit ihrem sattsam bekannten Geschäftsgebaren wieder einmal übers Ohr zu Hanen. Für eine Anzahl kleinerer Geschäftsleute aus Negensburg, Ingolstadt und der Umgebung war kein Platz mehr vorhanden. Ta bäumte sich der gesunde Instinkt der einheimischen -.Bevölkerung auf und naym Stellung gegen die jüdischen Händler, mit denen man hier nichts ■ mehr zu tun haben Null. Als diesen unerwünschten Gästen dann bedeutet wurde. daß sie am besten - täten, so rasch als möglich aus denn Bannkreis der Stadt zu verschwinden, um ernstere Folgen zu vermeiden, packten sie ihre Siebensachen wieder zusammen und zogen unter dem stürmischen Beifall der Bevölkerung ab." ■: WMKMlkea lMdm vsÄrrelkt Die „Waldeckische Landes-Zeitung" vom 27. Oktober enthält in der Rubrik „Schwarzes Brett der NSDAP" einen Ausruf des Ortsgruppenleitcrs aualle Parteigenossen mit folgendem Wortlaut: „Wie schon mehrfach bekauutgegeben. bin ich .zurzeit mit der Zusammenstellung der Geschichte der Ortsgruppe Corbach beschäftigt. Da es von Interesse ist, einmal sestzustellen, welche Volksgenossen im Bezirk der Ortsgruppe Corbach heute noch Geschäfte mit Juden tätigen, möchte ich dieser Geschichte für die zukünftige Generation eine Liste beifügen und bitte alle Parteigenossen, mir diejenigen zu benennen, die auch heute noch die jüdischen Geschäfte aussuchcu. Ich bin selbstverstäudlich davon überzeugt, daß die Anzahl nur gering ist. Es dürste aber für die Nachkommen dieser Volksgenossen immerhin von Interesse sein, später einmal feststcllen zu können, daß ihre Vorfahren den Gedanken des Dritten Reiches selbst nach fast zweijähriger Regicrungszcit nicht erfaßt haben." 8W» Wis II m KLÄÜAI8sM Die in-der Hamburger Zeitschrift „Wartburg" und anderen Blättern ausgestellte Behauptung, daß Papst Pius XI. und Kardinal Pacelli nichtarischer Herkunft seien, wird von amtlicher Seite als unrichtig bezeichnet. Nach Oberschlesicn. Der Direktor der Dresdner Bank in Beuchen, Viktor Frey, besten Name Sie in der „Ostdeutschen Morgenpost" vom An dem Tage, an dem Ludwig Tietz uns verlassen hat. bekennt sich der NeichsauZsch.uk der jüdischen Jngendverbände erneut zu dem Gedanken der alle Gruppen und Nichtungen der jüdischen Jugend einigenden und.np fassenden Eesamtverantwortung und Gemein^ schaftZarbeit. Wie Ludwig Tietz den NeichsanZschuß als lebendigen Ausdruck eines neuen Geistes ausgebaut hat, wollen wir sein Werk im Dienste! jüdischer Jugend und jüdischer Zukunft fortsetzen. Neichsausschus; der jüdischen JugendderhandS Arodnitz ' Somnrcrfeld ciimiinHnniiiminliHninjsHiininjümniiimiininjnininänxix’rr.n 2. November in der Liste der mit dem Goldenen Militärvcrdienstkronz ausgezeichneten Oberschlesier gefunden haben, ist ein altes 'Mitglied des Een- ' fl! EAMtzMS Nach Meldung des „Heimaibvten", Schöll« krippen (Untersrankcn), vom 30. -Oktober (Nr. 129) wurde in der Nacht von: 28. zum 29. -Oktober in die Synagoge S ch ö l l k r i p p c n eingebrochen. Es wurden drei von den fünf in einem Schrank rnitergebrnchten G e s c tz e s - rollen und drei silberne Schriftdeuter entwendet. Letztere wurden ans dcr Wiese hinter der -Synagoge verstreut .gefunden, die Gesetzesrollen, die einen Wert von zwei- bis dreitausend Mark haben, in einem Seitens ln ß der Kahl. Als Täter wurden nach Meldung des „Heimatboten" vom 1. November zwei' junge Leute ans Schöllkrippen sestgenonnnen und in das Gefängnis nach Alzenau cingeliesert. Ifr fte» i E" Der R e i ch s in inister de? Innern hak folgendes Schreiben an die Landesregierungen gerichtet: „Ich habe bisher folgenden Standpunkt vei> treten: Aus $ 2 Abs. 2 des G c so lt e s zu r W i e d e r h e r'st ellnng des Berufsb e a m tc n t u m s vom 7. April 1933 (Entlastung wegen inangelnder Vorbildung oder Eignung» ergibt sich zweifelsfrei der Wille des Gesetzgebers, dem ans dein Dienste entlassenen Beamten neben den vermögensrcchtlichcn Ansprüchen auch den Anspruch ans Weiterführnng der Amtsbezeichnung und des Titels zu entziehen. Gleiches gilt auch in den Fällen des § 2:t des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbcamtentums in der Fassung des Gesetzes vom 20. Juli 1933 (Ent lassung wegen kommunistischer Betätigung). In 8 4 des Berufsbeaintengesetzes (Entlassung wegen der früheren politischen Betätigung) fehlt dagegen eine die Weiterführnng der Amtsbezeichnung und des Titels untersagende Bestinmning. Da die nach § 4 entlassenen Beamten jedoch kein Ruhegeld, sondern eine Rente in Höhe von drei Vierteln des Ruhegeldes beziehen."wird der Zusatz zur Amtsbezeichnung nicht „i. N.", sondern mir „a. D." lauten dürfen." Zum NsÄSelZ drr arikSen MkammuW In der „Deutschen Justiz" Nr. 12 vom 19. Oktober 1934, S. 1301, wird folgende Allgemeine Verfügung des Reichsjustizministers vom 10. Oktober 1934 (11 4265) veröffentlicht: „Bei der Anwendung des Gesetzes zur Wiederherstellnng des Verufsbeamtentums ist nach der Dritten Durchführuuqsvervrdmmg vom 6. Mai 1933 (RGBl. ] S. 215) zu g 7 Nr. 2 Alst. 3 der Nachweis arischer Abstammung durch eidesstatlliche Versicherung nicht zulässig. Auch bei der Anwendung des P la Ab. 3 des Reichsbeamtengesetzes in der Fassung des Gesetzes von: 30. Juni 1933 (RGBl. I S. 433). Kap. II 8 3 Nr. 2, ist dieser Nachweis nach den hierzu erlassenen Nickstlinicit vvm 8. August 1933 (RGBl. I S. 575), 'Nr. 2 Alst. 2 und 3, in erster Linie durch die Vorlegung der dort bezeichneten Urkunden (Geburtsurkunde. Heiratsurkunde der Eltern) zu erbringen, während in Ziveifelsfällen ein Gutachten des beim Reichsminister des Innern bestellten Sachverständigen für Nastesorschung eingeholt wird. Ehrung jüdischer Kriegsgefalleuer. Die Ko^ blenzer Stadtverwaltung hat am Allerheiligenfeste auf dem jüdischen Friedhof am Denkmal der im Weltkriege gefallenen iüdischen Soldaten einen prächtigen Kranz mit den Farben der Stadt niederlegen lasten. Nach Köln. Samuel Insul! hat bei seiner Vernehmung in Ehikago ausgesagt, daß er als Sohn eines "armen Pastors in London geboren sei. Er ist also nicht jüdischer Abstaminung. Uaiiptsckrlftldteir: Dr. Alfred Ilirschberg;- Stellvcrtr.: Dr. Margarete E d e I h e I m; Beider inBorlin. Für Rücksendung unverlangter Manuskripte - ist Frciuinschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen- * Abteilung uud verantwortlich für den Inhalt der' Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin. DA. III. Vj. 50 000. Verlag: Centralvercin deutscher Staatstmrger jüdischen Glaubens o. V, Berlin W 35. Emser Strasso 42. Tel.-Adr.: „Ccntralglauben Berlin." Fernspr. J. 2 Oliva 81-11-45. Postscheck: Berlin 30472. Druck der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH.. Berlin SW 19. ne Gl_ . Der Jagend neu erzählt von JOACHIM PRlNZ ö illustriert-»-on Heinz Vallenberc „ , 222 Salten . Uoraan-rornat * 7? Düder ♦ Daslas t.oIzrro.e3 Poplor n vlclfarblsora £3aSbIolnobban ra . _* Erich Reis Verlag, Berlin VJ 15 * Der-!, alle Buthhandlenoen Preis I Usss sdi2©£üsw2 Gesckemtz!lllIlll!l!ilE[!]Ii!l!!'!!!!l!!iIli!!Hi!I!!!lili!!III!l!l!!IIIlllI!!l[I!!llllIll!IIIIlIIIIIill!II!lllIII!ll P89 ' rr ■■ ■ f n mt? me dmgem&ti {l!i!![l!l[!liI!l!![!i!l!lll!l!IIll!!IIIII!llIIIIII!l!l!l!I!i!III!l{ll!l

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