Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1934-10-25 · 43 (25.10.1934) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
43 (25.10.1934)
Date
1934-10-25
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2277379-2278044-2278087--08918-2289988
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Hilfe und Aufbau Aus einem Willen einem Ziel Zentralausschuß für Hilfe und Aufbau Postscheckkonto Berlin 7o5 77 enorme Sterbeübcrschuß von weit mehr als 20 000 Menschen innerhalb von acht Jahren bei einem Volkskörper von ungefähr einer halben Million Menschen ein Alarmruf ist, dessen weitere Folgen — ans lange Licht gewertet — - leider absehbar sind: er bestätigt einen Teil der Befürchtungen, die schon lange von jüdischen Bevölkerungsstatistikern ausgesprochen worden sind. Soweit der quantitative Rückgang der deutschen Inden sich durch diesen Sterbeüberschus; erklärt, handelt es sich um eine Dauererscheinung. deren Tendenz sich noch erheblich verschärfen muh und die, abgesehen von allen anderen ursächlichen Momenten, ohne Zweifel zu einer weiteren fühlbaren Schrumpfung der Zahl der deutschen Juden führen muh. Verteilt sich der Ucberschuß der Sterbefälle über die Geburten in dem Achtjahreszeitraum von 1025 bis 1033 mehr oder weniger gleichmäßig auf die ganze Periode, so handelt es sich bei dem Wanderungsverlust zweifellos um eine Erscheinung, die sich auf wenige Monate — und zwar voraussichtlich wohl auf die ersten 6 Monate des Jahres 1933 bis zum Stichtag der amtlichen Statistik — zusammendrängt. Selbstverständlich kommt in dieser Abwanderung nur ein Teil der Gcfamtabwanderuug zum Ausdruck, die sich infolge der politischen Umwälzung in Deutschland vollzogen hat. Dennoch ist die Zahl von rund 10 000 Juden, die überwiegend in diesen 6 Rl'ouaten ausgewandert sein lverden, sehr aufschlußreich, 'zeigt sie doch, in wie weitem Ilmfange sich die Juden aus Deutschland zunächst einmal nach Ländern in unmittelbarer Umgebung des Deutschen Reiches gewandt haben, ohne zunächst ihre neue Heimat in Palästina suchen zu tonnen. Tie ausgezeichnete palästinensische Statistik — geleitet übrigens von einem der Vorkämpfer jüdischer Statistik iu Deutschland iu den Jahren der Jahrhundertwende: Dr. A. Ruppin — erlaubt sestzustellen, daß die Einwanderung von Inden ans Deutschland in den ersten sechs Monaten des Jahres 1933 die Ziffer von 1000 nicht erreicht, darunter etwa nur 7OO deutsche Juden und knapp 200 polnische Juden, die iu Deutschland gelebt hatten. (In Parauthcse sei hier bemerkt, daß iu pmx-to jüdischer Statistik sich die deutsch-jüdische Gegenwart ein Beispiel au der Initiative unserer Väter nehmen kann!) Diese relativ geringe Einwanderungsziffer in Palästina erklärt sich damit, daß die Jmmigratioussormalitäten eine gewisse Zeit beanspruchen, so daß die Abwanderung von Juden aus Dentschland nach Palästina erst später in größerem Umsaug eingesetzt ist bzw. sich ziffernmäßig ausdrückt. Aber nimmt man selbst an, daß zu den knapp 1000 Juden ans Deutschland, die in der ersten Hälfte des Jahres 1033 nach Palästina gewandert sind, noch weitere 3 000 Juden kommen, die zunächst auf Touristenvisnm usw. hinübergegangen sind, so bleibt die Differenz zwischen der Zahl von rund 40 000 überhaupt durch Abwanderung aus dem Deutschen Reich in Abgang gekommenen Juden und den 2000 bis zum Juni 1933 nach Palästina abgewanderten mit rund 38 000 dennoch sehr hoch. Diese Ziffer birgt jedoch zwei Gruppen Abgewanderter: einmal die rück- bzw. weiterwandernden Juden, die aus östlichen Ländern nach Deutschland gekommen waren, zum anderen die mehrfach .größere Gruppe derer, die als deutsche Juden 'ihr Vaterland. verlassen haben und in den ersten Monaten des Jahres-1933 in die angrenzenden Länder, insbesondere nach Frankreich, Italien, England, in die Tschechoslowakei und in kleinerem Umfange auch in die nordischen Länder abgewandert sind, um zu versuchen, sich dort eine neue Existenz zu schaffen. Es ist nur natürlich, daß sich unter denen, die Deutschland verlassen haben, in erster Linie jüdische Männer befinden, eine ^Tatsache. die dazu geführt hat, daß die Zahl der jüdischen Frauen in Deutschland Mitte 1933 um wesentlich mehr überwiegt, als dies schon vordem der Fall war. Die bekannie bevölkerungspolitische Tatsache des Frauenüberschusses traf stets auch für die deutschen Inden zu. 1923 noch kamen auf 100 jüdische Männer 106 jüdische Frauen, auf 100 Personen der gesamten deutschen Reichsbevölkernng kamen 107 Frauen. Im wesentlichen durch die Abwanderung, zum Teil aber wohl auch durch eine erhöhte Gesundheitsgesährdung der jüdischen Männer, die an der Front für Deutschland gekämpft haben, hat sich der Frauenüberschuß Mitte 1933 so weit ausgeprägt, daß innerhalb der knappen halben Million Juden in Deutschland nur noch rund 239 000 Männer — dagegen rund 261 000 Frauen sind. Der Frauenüberschuß beziffert sich also auf 22 000. Das bedeutet, daß aus 100 jüdische Männer iu Deutschland Mitte 1933 bereits 109 Frauen entfalten, eine Feststellung, die für die wirtschaftlichen Fragen der in Deutschland verbleibenden Juden nicht minder belangreich ist als für die Tatsache der Heiratsanssichten und des Bevölkerungsnachwuchses. Rein quantitativ müssen, zumal Mischeheu in Zukunft ans ein Minimum beschränkt sein dürften, eine noch größere Anzahl ehewilliger und gebärfähiger deutschjüdischer Frauen bei diesem überaus hohen Frauenüberschuß ohne Ehe und ohne Nachwuchs bleiben, eine Tatsache, die mit Rücksicht auf den schon lange festgestellten jüdischen Geburtenschwund für die einzelne betroffene Frau ebenso wie für die jüdische Gesamtheit eine besonders tragische Note in sich birgt; hier liegt ein jüdisches Sonderproblem. Aber nicht allein das Faktum, daß Rütte 1933 unter 1000 Juden 522 Frauen, aber nur 478 Männer sind, ist ein nach der quantitativen Richtung die deutschjüdische Zukunft bedrohendes Moment, mehr noch ist es die Tatsache, daß sich unter den Abwandernden in einem so hohen Prozentsatz Jugendliche — .(linder. Jünglinge und Jnngmädchen — und besonders heiratsfähige junge Inden befinden, daß damit der ohnehin nur schwache zukunstssichernde Jugendunterbau der deutschen Juden weiter aufs stärkste eingeengt wird. Die bereits vorher erwähnte palästinensische Statistik des Oentrnl Bureau for tlie Settlement ot* German Jews hat für den Auswanderungs- Zeitraum vom 1. Januar 1933 bis zum ' 30. Juni 1934 — also für 18 Monate — festgestellt, daß von rund 10 <100 ans Deutschland in dieser Zeit abgewanderter Juden über 1600 im Kindesalter bis zu 10 Jahren stehen, weitere über 1700 zwischen 10 und 20 Jahre alt sind und etwa die Hälfte der Gesamtzahl, über 5200, in der für die Eheschließung und den Nachwuchs bedeutsamsten Altersgruppe zwischen 20 und 40 Jahren steht. Das sind Verluste an der dcutschjüdischeu Volkssubstanz, die im Zusammenhang mit dem fortdauernden Sterbeüberschuß der überalterten jüdischen Bevölkerung nach der quantitativen Richtung des deutschen Judentums Perspektiven eröffnen, die zwar von einer „Selbstauslösung des Judentums" noch weit entfernt sind, die aber immerhin eine noch weitere Schrumpfung der Zahl der deutschen Juden in der nächsten Zukunft — ganz unabhängig von anderen Ursachen — mit Sicherheit erwarten lassen. Berücksichtigt man die eben genannte Zahl der Gesamtabwandernng nach Palästina, bedenkt man weiterhin, daß die Abwanderung deutscher Juden im Zeitpunkt der Zählung von Mitte 1933 keinesv Weges beendet war, sondern sich inzwischen ' noch fortgesetzt hat und fortsetzt, so wird man ans der sicheren Grundlage der amtlichen Ergebnisse von Mitte 1933 für die Gegenwart, also für den Herbst 1934, schätzungsweise mit einer kaum höheren Zahl als 475000 Inden in Deuts ch l a n d rechnen können. Diese Zahl gegenüber einer Gegen ö!e MWWMchMg eines gamen &ante9 ' In der Tagespreise lesen wir: „Unter Hinweis auf einen aktuellen, der Werbung entnommenen Fall wendet sich der StabSabteilungs. leiter im Reichsnährstand. Aumer, gegen die noch immer nicht völlig verschwundene Verwendung des Bauern' als Witzblattsigur des .dummen Bauern'. Der deutsche Bauer könne eS sich mit vollem Recht auf das entschiedenste verbitten, in dieser Weise herabgewürdigt zu werden, er tue das nicht aus Standesdünkel, sondern weil der Gedanke der Volksgemeinschaft durch derartige .Witze' nicht gefördert werde. Das; der Bauer ausgerechnet mit dom Prädikat ,bumm‘ geschmückt worden sei. sei lediglich einer der niederträchtigen Mittel gewesen, um im Zeitalter des Liberalismus einen Teil des Volkes gegen einen anderen ausspielen zu können, wobei allerdings das Leben des gesamten Volkes der Einsatz gewesen sei." Ratürliche und künstlich genährte Vorurteile, mitunter in Verbindung mit einer gewissen Gedankenträgheit sind die Ausgangspunkte für Gruppen a b ivertungen. Es ist erfreulich, daß von autoritativer Seite einmal hiergegen Stellung genommen wird. Ein charakteristisches Beispiel, wie nicht verfahren werden soll, bietet eine Veröffentlichung in der 3. Oktober-Ausgabe des „Frideriens". Hier wird ein großer Aufsatz gegen Matthias Erzberger überschrieben „I u d Erzberger". Es bestehen keinerlei irgendwie geartete Unterlagen, ans denen die religiöse oder stammesmäßige Zugehörigkeit Erzbergers zur jüdischen Gemeinschaft hervorginge. Ter „Frideriens" lvnntzt also als herabsetzende und beschimpfende Eharalterisicrnng die Bezeichnung der Zugehörigkeit zu einer ' ehrenhaften Gemeinschaft, zu der. um nur ganz wenige zu nennen, Männer gehören, wie der erste kriegsgefallene ReichstagSabgeordnete Luwig Frank, wie der im -Uriege unersetzliche Geheimrat Haber, zu der sieh außerhalb der deutschen Grenzen Persönlichkeiten wie der englische Transpvrtmiuistcr LeAie H v r e - B e l i s h a . der führende englische Politiker Marquis von Reading, der italienische Finanzminister Jung, die Wirtschaftsberater des Präsidenten Roosevclts. M o r g e n t h a u und B a r u ch, zählen. lind deren aller Religionsbezeichnung benutzt der „Frideriens" als Sammelbegriff für Gemeinheit und Verrat! Wir erwähnen dieses nicht, weil uns etwas Terartiges kränken könnte, sondern weil wir zum Nachdenken anregen möchten. Revision im Essener- Acrztenrteil. Im Essener Abtreibungsprozeß, über den wir kürzlich berichteten, gelegt. hat der Staatsanwalt Revision M $ Wie die „Frankfurter Zeitung" berichtet, wandte sich auf einem SchnlimgSkursus des Rassepolitischcn ' Amtes des Gaues Magdeburg-Anhalt der NSDAP Ministerialrat Tr. Bartels, dagegen. d,Z fanatische Anhänger des Nassegedanlens den nordischen Menschen „züchten" wollten. Derartiges liege nicht im Rassewollen des Nationalsozialismus. (4 wäre auch ganz gleichgültig, ob in einem Volksgenossen eine sälische oder ostische oder dinarische „Ueberlagcrnng" vorhanden sei. Es gingen 'im deutschen Volke jetzt Fanatiker herum, die. vbwv!,l sie vorher kaum gewußt hätten, was arisch ,„w was semitisch sei, jeden 'Mitmenschen al-r nordisch oder baltisch oder sonstwie bestimmen wollten. Das seien Answüchse, die nicht genug bekä'nvft werden könnten. Denn das nationalsozialistisq,.' chnsiewollen stelle zu Hoch, um daraus einen ..Versuch;., kaninehenstall" zu machen. Wozu in Kux» -zehren eine nordische Rasse gut sein könne, nässe nieinnnd von uns, es sei auch gleichgültig, ob sie durci, Züchtung zu erreichen sei, wichtig sei mir ein-.-: das; der erbbiologisch gesunde deutsche Mensch erhalten und gefördert werde. An einem Beispiel aus seiner Praxis zeigte Dr. Bartels, wohin das Arbeiten allzu eifriger Raffesorsehrr schon geführt habe, Zu ihm sei eine junge Frau getoinmeu, die gebeten hätte, sterilisiert zu werden, weil sie ostiseh ..üi'eelagert" sei. _ KmME ttnkrrrjchtLng gewirrt Ter ,.W c st d e u t s eh e B e o b a ch t e r" (Holm veröffentlicht einen Aufsatz von Martin Schwabe. m dem von der Haltung des t>!ationalsr.zialisuius znr Jndcnfrage gesprochen wird. In diesem Zusammenhang heißt es dann weiter, daß seit Monaten ein inuner dreisteres Wiederhervorwagen der Zudeiu fchrft zu beobaci,ten sei. Sowohl in ihren eigenen Organen als auch iu einem Teil der allgemeinen Tagespresse, ans den; sic heute noch Einßnß habe, werde inuner wieder der Eindrnct des unschuldig verfolgten und in einem riesengroßen Jrriinn oerkannten jüdischen Volles zu erweUeii versucht. Eine große westdeutsche Zeitung, die auch heute noch sw!-, den Namen ihres jüdischen Gründers im Nopse führt, spreche vom „jüdischen Schicksal". „Tiefer Eindruck wird nin so nachhaltiger, als gerndr in der letzten Zeit in der Presse Ansführnngen namhafter nationalsozialistischer Führer über den nationalsozialistischen Standpunkt und unsere Siellnng znr Jndcnfrage glatte unterschlagen wurden!" Unsere Leser wissen, iu wie sorgfältiger Beachtung aller wesentlichen Aeußerimgen wir das Mnterial der „E.-V.-Zcitnug" über die Rasseufrage ziisammenstellen. ch Reichsbevölkernng von mehr als 65 Millionen bedeutet, daß unter 10 000 Deutschen sich etwa 75 Juden befinden, oder, daß ein Jude in Deutschland rund 133 Andersgläubigen gegenübersteht. Reit dieser Entwicklung ist der Anteil der deutschen Juden oder besser der Juden in Dentschland so weit abgesunken, daß er jetzt fast dem Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung in England (0,7 Prozent) entspricht. Tie absteigende Kurve in der quantitativen Größenordnung der deutschen Juden ist unverkennbar. Wir kennen die wesentlichsten Ursachen und wissen, welch besondere Gefahr für den Bestand der deutschen Jndenheit der anhaltende Sterbeüberschuß ist. Diese Gefahr aufzeigen, sie mit Deutlichkeit unterstreichen, heißt vor ihrem Fortschreiten warnen. Wenn eS auch quantitativ von geringerer Bedeutung ist, so darf man doch im Rahmen dieses Fragenkreises nicht außer Acht lassen, daß durch die deutsche Rassengesetzgebnng der Gegenwart eine große Anzahl derjenigen Menschen jüdischer Abstammung wieder ztir jüdischen Glaubens- und SchicksalSgeuteinschaft geführt wird, die auS irgendwelchen Gründen sich äußerlich oder innerlich von ihr entfernt hatten und sich unter den Ereignissen der letzten VA Jahre ihrer unabdingbaren Zugehörigkeit zum Judentum wieder bewußt geivorden sind. So weit es ganz junge Menschen sind, so werden sie — auch wenn eS Abkömmlinge aus Mischehen sind — den Weg zur jüdischen Glanbentzgemeinschast rascher zurückfinden und vor allem mit dem Erfolg, nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Nachkommen wieder dem Judentum näherzubringen; soweit eS sich um Juden mittlerer AlterSjahrgänge handelt, auch um solche, die in Mischehen leben, so werden sie jetzt auch mehr als früher ihre halbjüdischen Kinder im Sinne der jüdischert Glaubensgemeinschaft erziehen und damit auch quantitativ die Lücke aussüllen Helsen, die sich in den letzten Jahren durch die schwindende Zahl der jüdischen Geburten im deutschjüdischen BollSkörper ansgetan hat. AlfeS daS kann natürlich die absinkende Kurve im Bb stande deS deutsch-jüdischen Seins in ihrer Entwicklungsrichtung rächt entscheidend beeinslusseu, aber es wird die bestehenden Einflüsse etwas mildern. In der Willensbildung der deutschen Juden liegt es verankert, ob sie dem katastrophalen Verlaus der jüdischen Geburtcw kurve Einhalt tun will oder nicht: dabei handelt eS sich um eine Frage, deren Lösung von viele» zeitgebundenen Voraussetzungen abhängt. Tie Möglichkeit einer beionßten dentsch-jüdischcil Geburtencrnenerung mtö damit ein Jnrücb drücken der Sterbeüberschusses kann man jedein falls nicht rundweg von der Hand weifen. Fi»' die 450 000 bis 500 000 Inden, von denen wi'. wissen, daß sie heute in Deutschland lebe», muß eine Lösung gesunden werden; bei einer derartigen Größenordnung löst sich das Problem in absehbarer Zeit trotz anhaltender Auswanderung, trotz Geburtenschwund nn& Cterbehäusigkeit nicht von selbst. Zn einer gerechten und mögliechen Lösung der Judenfrage in Dentschland gehört Klarheit über die Wirklichkeit des deutsch-indischen Seins. Xicic wird in quantitativer Richtung durch eine nA jektive Statistik gewährleistet. Daher begrüßen eS die deutschen Juden, daß ebenso wie in früheren Jahren und bei früheren Zählungen auch die Ergebnisse für die Juden ebenso wie für alle anderen bekanntgegeben worden sind. Tie Reichsstatistik hat damit nach allgemein' quantitativer Richtung die Auswirkungen der neuen Verhältnisse insoweit erkennen lassen, als sie - bis zum 16. Juni 1933 eingetreten waren. Mit den vorstehend auSgewerieten allgemeinen Ergebnissen ist der erste schritt auf dem Wege der statistischen Durüsleuältuna deS deutschen Judenproblems der Gegenwart getan. ES gilt auf diesem Wege zielbewußt weiterzuschreiteu. Die amtliche ReichSstathnl ermöglicht dies zunächst in georgraphischcr 'Richtung. Das veröffentlichte Ria terial erlaubt hier Einblicke in die Läuderstrnktur und in die Entwicklung der Zahl der Juden in den Großstädten. Hierauf wird in einem weiteren Aussatz eingegaugm werden.!)r. 12. R-Ci* w Im* M I Sc de irij .M d- Fr 11, u K de B-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.