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Central-Verein-Zeitung · 1934-10-18 · 42 (18.10.1934) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
42 (18.10.1934)
Date
1934-10-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
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der Wothe Sport Boxen Auch die zweite Veranstaltung des Jüdischen L ox - K l ub s „B e r l i n" wurde zn einem schönen Erfolg für den rührigen Veranstalter. Vor zahlreichem und sachverständigem Publikum, unter dem man Vertreter der Deutschen Boxsportbehörde und der iüdisci)en Sportvcrbände bemerkte, wnrden unter Leitung des vom Borsportverband gestellten Ringrichters Panne zehn Kämpfe abgewickelt, die nicht immer höchstes sportliches Rivean hatten, aber — und das scheint uns die Hauptsache zu sein — mit größter Erbitterung. ausgesochten wurden, stärksten Eindruck hinterließen wieder die Kölner Äever. Kahn und Kn- Haupt. die neben den Berlinern zu den aussichtS" reiclisten Beiverbern um die demnächst in «Mölit stattrrndcnden RjF-Rcichsinciitcrschastcu gehören dürsten. Die einzelnen Kämpfe zeitigten folgende Ergebnisse: Richard Salomon wird in der zweiten Runde znm k.w.-Sieger über Kleestadt (A^toln) erklärt. Nastaniel «Berlin) erzielt über den mutig augrciscudeu. aber noch sehr unroutinicrteu Becher «Breslau) einen knappen Punktsieg. Dasselbe Ergebnis, mir weit überlegener, erzielt Gelles «Berlins gegen den Dortmunder Zell. Veo Salomon «Berlin) heißt der nächste Lieger; schon in der ersten Runde hat der einen vorzüglichen Eindruck hinterlassende Nachwnchsmam« seinen Gegner Ltcrn «Köln» bis zu 10 ans die Bretter gelegt. Rach einer Panse wird der Abend gleich mit zwei Disgnalisisationeu fortgesetzt: Knoot «Köln), der gegen Lolvmon (Berlin) antrat, nnd Lcwkowiß sind die leidtragenden. Fm schönsten Kampf des Abends. Lcwkowitz gegen Meher (Köln», stellt Leivkowitz gegen den stark favorisierten Kötner seine große Kampfkraft unter Beweis, muß aber trotz mehrfacher Bcrioarnnngen wegen unbeabsichtigtcr, aber gefährlicher Schläge mit der Jnnenhand ans dem Ring geschickt iverden. Davidsahn «Berlin) ist so gut in Schwung, daß Grüneberg «Dortmund'» bereits in der ersten Runde so schwer an der Halsschlagader getroffen ist. daß er sich bis zu 10 nicht mehr vom Boden erheben kann. Zwei weitere Kölner Liege gibt es in den abschließenden Kämpfen. Kahn und Knhaupt werden nach Ablauf der drei Runden überlegen nnd einstimmig zu Liegern über Hintl-Liebermann (Frankfurt) bzw. Lchmidt (Berlin) erklärt. Der erste B o r k a m p s a b e n d der Sportarnppe Schild im RjF Benthe«« OL. fand gegen die Boritassel der Lpvrtgrnppe Gleiwitz statt. Man sah Kämpfe itn Ingendfliegengewicht und im Federgewicht. Den einzigen k. o.-Lieg gab cs im Wetter, gewicht, wo Ricsenseld tBenthen» von Heini Gcllert «GleinntK ans die Bretter geschickt wurde. Im zweite«« Weltcrgewichtskamps gab Henschel gegen Reinunnu bei Beginn der zweiten Runde auf. Die Bentbener Mannslliast machte einen gut durchs trainierten Eindruck. Ter Eleiwitzer Mannschaft tut hartes Training not. * Der ./Maccabi" Berlin veranstaltete am 15. Oktober. einen internationalen Borlampfabend vor 25kX> Zuschauern. Zu den Kämpfen hatte man neben einigen auswärtigen Boxern auch eine holländische' Maccabi-Mannschast eingeladen, deren Mitglieder sich als Boxer besten internationalen Formats präsentierten und den Berlinern überlegen waren. Trotzdem die Holländer in einigen Ergebnissen offensichtlich benachteiligt wurden, gewannen sie den Klnbkampf knapp, aber icderzcit sicher. Ten Berlinern, die sich trotz allem glänzend hielten, nur fast ausnahmslos durch Luftmangel in der letzten Runde stark an der Entwicklung ihres Könnens behindert waren, merkte inan ohne Zweifel die geringen Kampfmöglichkeiten. ohne die ein Boxer seine Form nie halten kann. an. Tic Reichs me ist erscha ften des RiF im Boxen sind den FTB Köln 02 übergeben worden. Die AusscheidungSlämpfe beginnen am 3. November. 20 Uhr, in der Nheiiiland-Loge, Köln. Eäcilienstraße 18/2.1. Für die Meisterschsilskämpfc selbst am 4. Rone m b c r. l! Ilhr, ist das Reichshallen-Theater gepachtet worden. Rach schärfster Liebling sind insgesamt 27 Meldungen angenommen worden, dte sich aus sämtliche Gewichts-. laß'ei: vom fliegen- bis znm Halbschwergewicht verteilen. Es werden Teilnehmer' ans den Lportgrnppen des RjF Berlin. Köln, ^vnnfjuvt n. s0t., Bad Krenznack». Darmstadt. Dortmund, Hannover. Breslau nnd Kassel antretcn. schall Der FLK „Berlin" spielte mit seiner ersten Mannschaft gegen „Hakocih" II. wobei auf.seiten Hakoahs nicht weniger als sechs Lpieler der ersten Mannsck>afr mitmirkten. Unter diesen Umständen ist die 2: GNiederlagc des .ILK nicht tragisch zu nehmen, zumal die Elf sich gegen ihren starke!« Gegner tapfer wehrte nnd nur durch Hakoahs größere Routine sich nicht behaupten konnte. Ter Fußball-Neichsmeister des RjF, die BLG 33, trug in Berlin mit ihrer ersten Mannschaft ein Lpicl gegen den der Bezirksklafse des Gau III angehörenden „Sport-Verein Alachnow" aus. in welchem die jüdische Elf von neuem ihr großes Können unter Beweis stellte. Bon Anfang ' an ging BLG in Führung nnd konnte das erste Tor nach fünf Minuten erzielen, daun kam Machnow aus. ohne zunächst der sicheren BLG-Abwehr gefährlich zu werden. Eine genaue Vorlage Reiffs verwandelte Hilkomitz znm zweiten Tor für die Lchrvarz-Roten. Nach der Panse konnte aber Machnow die BLG znrückdrängen. Tie Hintermannschaft der BLG mußte durch z>oci schöne Kombinationstore Machnows den Ausgleich hinnehmen. Erst kurz vor Schluß gelang der Siegestreffer für BLG. Das stets farre und interessante Spiel, denr überraschend viel Zuschauer beiwohnte,«, stellt einen beachtlichen Erfolg für den jüdischen Fußballspvrt dar und beweist, daß die erste RiF-Rcichsmcisterschaft eirrcn «vürdigen Lieger gesunden hat. Der B ruchsaler S po r ta btci lu n g des RjF «vurdc im Mai eine Fnßballab Leitung ungegliedert. Zn, EntscheidungSkämpf um die badische RjF-Meisterschaft untersag Bruchsal gegen Mannheim. Nach langen De- «nühungcn ist es möglich geworden. Spiele ans einen« geeigneten Sportplatz zu veranstalten. An« 9. September trat Heidelberg zu den Rückspielen an. .. Ergebnisse: JFB Heidelberg Jugend- RjF - Bernchsal Jugend 1:3. JJB Heide!- berg I—RjF Bruchsal l 2:3. Ter beste Spieler nuf denr Platze war Bruchsals Mittellä««ser. Bei Heidelberg zeigte sich der Tor«vächter im besten dichte. Handball Die HtUidball.inani«sck«aften des ..Schild" (-Hamburg) und des JTSE 05 trafen sich in- Berlin z«r einem Revanchespiel. Die Berliner, durch mehrfachen Ersatz geschwächt. behielten z«oar zu««« Schluß noch relativ glatt mit 8:4 Toren die Oberhand, zeigteir aber ein Spiel, das kaum zu begeistern permochtz'. Es ist höchste ,^1. die Nlaimschn'! durch eifriges Training wieder in die gn!e Form des Borjahres zu bringen. Die Hamburger bewiesen, wie eine Maiiiischast durch Eifer und unbekümmertes Spiel etwas erreichen kann. auch iwnn sie technisch noch r«icl«t so auf der Höhe ist. 'Rur durch Schußpech und hervorragendes Spiel des gegneriill-ei, Mittelstüriners Drohmann vergüten sie den Anschluß. Vorher spielte die erste Fra ne ««mann sch« ft der VSG :13 gegei« FILE!l. Die BSG-Daincnch'erloren zwar knapp, zeigten aber in der zweite!« Spielhälfte Leistungen, denen ein Unentschieden gerecht gen-orden wäre. Die erste Mannschast des FT LE 05. B c r l i^n , gelvann kürzlich gegei« eine Rlannschaft des BFE Schwarz-Bst'iß mit 11:4 Toren. Die z'vciie Mannschaft lieferte iiberrasclienderroeise BSG 33 L ein überlegei«es Spiel (0:2». Recht stark dürfte in diesen« Fahre auch «nieder die Fngendmann-- schast besetzt sein: sie schlug die körperlich weit überlegenere Hagibvrmanuschast mit 8 :2. Tie „Dritte" des FTLE gelvam« gegen die gkeichrangige Mai«nschaft der BLG 3-3 mit 0:1. Der FDLE 05 eröfsnete an« 14. Oktober die diesjährige Berliner Berbandsspielsaisvi« mit einem Lpiel in Stettin gegen den dortiger« Bar Korhba, der in diesen« Fahre ebenfalls ariden Berliner Verbandsspielei« teilniinmt. Die FTSEer gewanircn ihre ersten Punkte durch einen 6:2» Sieg, der nach hartem Kamps ziemlich eindeutig durch technisch und taktisch reifere Leistungen errungen «vrrrde. Am 21. Oktober, 1434 Uhr. «vird ans dem Grnnervaldsportplatz mit dem Spiel FDSE 05 I— Bar Kochba l eine «vichtige Vorentscheidung ans den« Wege zur Berliner Meisterschaft zu««« Anstrag gelai«gen. ^cichtathlclik II««« den Leichtathleten in« Rhein-Nuhr- Gebiet vor Beei«dignng der Saison nochmals Gelegenheit zu geben, ihre Leistnugei« «mtcr .Beweis zn stellen, veranstaltete der „Hakoah" (im RjF», «5 elsenk« rche n. a«n 7. Oktober größere leichtathletische Wettkä«npfe. Es lagen Rteldnngeu ans Bochm««. Witten, Duisburg, Dortmund und Bocholt vor. lieber 120 Sportler zeigten sehr gute Leistlingen. Nach Ansscheidungstämpfen am Vonnittag fanden nachmittags die Endkäinpfe statt, deren Ergebnisse angesichts der vorgeschrittenen Jahreszeit als gut zu bezeichnen sind. Den 100-Meter.Lauf gewann Schild (Dortmund), u 10,9 Sekunden. ' * .; Turnen Die Jngendabteilung Mitte des IT SC YZ. Ver. lin, veranstaltete cm W e r b e s ch a u t u r n e n st, der Schule Große Hamburger Straße. Vor er > sreulich zahlreichen Zuschauer zeigten Jungen und Mädel Ausschnitte aus de«n regelmäßigen Drei, ningsbetrreb: Freiübungen, Niegenturnen a>« (§r. ] viitci«, lustige Staffelu u««d sonstige abwechslmi^.; reiche Vorsühruugcn. Ganz besonders gefielen 1 die Volkstänze der Mädel. Dorfn«ann und'seine Helfer können auf der« harmonischen Verlauf der -! Veranstalt«n«g stolz sein. \ Wassersport H Kurz nach dein gelungenen Wettbewerb deZ?! BRE. Welle Poserdor« veranstaltete die Berliner H Rndergesellschast H u b i n c E. B. Berlin eine iiitcrne Regatta mit ^stmannjchuften aller indische Z! R'ndervereinc Berlins und des Rndervereins i« E. B. Frankfurt a. d. O. Bon schönsten« Weiter begünstigt, «vickelten sich die einzelne«« Rennen, die z. T. nur von Booten der Veranstalterin beschul« waren, glatt ab. Fn« ganzen wurden zehn Reime,! ansgetragei«. darunter ein Damendoppelvierer mid - cii«' Dvppetfaltbootkajak. Fn« ersten Vierer, dem , i letzte«« nnd spanneiidilen Wetlbe>«n'rb. zn dem cm« Vormittag Anssc!,eidni«gsrennell stattgefunden » hatte««, siegte Welle Poseidon. « Das von« W a s s c r s p o r t v c r b,« n d de-z RsF veranstaltete Danerrndcrn, d.«s gleichzein^! das diesjährige Abrndcrn des <«erbaiides dar. - stellte, nahm einen in jeder Hinsicht befriedigen, den Verlauf. Die et«va zehn Kilometer lange Strecke «vnrde von den i«n Abstand von z,vc« 3Ri««uten gestarteten Booten je eir«mal diirchmeijm.! ««'ober sehr gute Zeitei« erzielt «verden konnten! i: die den« eifrigen L rainingsbetrieb des RjD lch Wassersportverbandes ein hervorragendes Zengms \'■ ansstollci«. Eine Siegerfeier und der traditionelle! Abrnderkommers gaben der vorbildlich organi. l sierten nnd dnrchgcführten Veranstaltung einen ' ' «vürdigen Abschluß. Schwimmen Tie BerlinerSportgemeinschaft 19.3.3 (BLG 3:h veranstaltet ihr erstes Hallellschiviminfen an« 26. Oktober, 15 Uhr. im Stadtbad Krn.nnie Straße in Verlilr-Charlvttenlmrg. offen für alle jüdischen -«schwirmner. Zahlreiche Meldungen liegen ans dein ganzen Reiche vor, so ans Berlin ln. a. Bar Koehbach Frankfurt a. M.. Köln. Weißenfels. lRagdebnrg. Hamburg. Glogaii. Frankfurt a. O. n««d Rostock. Rian wird Laniennnd Hcrrenivettkäinpse. Staffeln, K«instspringen. Tauchen «ind Wnsscrballspiele sehen. ES mirfr auch die atadcinische Weltmeisterin Lolv Bacr Als erster «nid einziger jüdischer Teilnchmcr zum O l y««« P« a - N a ch «v n ch »tut s\t s noi«« 19. bis 21. Oktober in Leipzig ist Bernd Net«, fe! von der S ch rv i in m abteilnng der BSE 4l lim Sportbnnd des RjF» zugelasscu worden. Rühsel. 17 Fahre alt. wurde vom Tciltschn« Schwiliniivei'band besonders an.f Gru««d seine!: glänze ««den Leistungen im Rückenschwimmen onige«vä!«!k. [SCHÖNBERGER /'; jCßBIHET / / Mainz o. Rhein Der köstliche deutsche Sekt Voranzeige! Im laufe de» Oktober erscheint in meinem Verlage: DIE HEILIGE SCHRIFT Neu ins Deutsche übertragen Erster Band: To r a / Fünf buch Auf Veranlassung der JÜDISCHEN GEMEINDE BERLIN herausgegeben von HARRY TORCZYNER unter Mitarbeit von ELJAS AUERBACH ✓ EMIL BERNHARD COHN / MAX DIENEMANN / JULIUS GAtllNER ✓ SAILY GANS ✓ BENNO JACOB - EMIL LEVY x LUDV/IG LEVY > SEliGMANN PICK SA. / GEORG SALZBERGER / HER¬ MANN SCHREIBER , CAESAR oElIGMANN / MAX WIENER In leinen gebunden mit Futteral RM 4.50 Die weiteren Bände: Erste Propheten — letzte Propheten — Hagiographen folgen in kurzen Zeitabständen ✓ Prospekt auf Wunsch l Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder direkt vom Verlag J. KAUFFMANN VERLAG FRANKFURT A. M. / SCHILLERSTRASSE 19 Verlangen Sse einschlägigen Geschälten ALLEINHERSTELLER: DAN. JEIYTELES ESSLINGEN a.N. 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