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Central-Verein-Zeitung · 1934-10-18 · 42 (18.10.1934) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
42 (18.10.1934)
Date
1934-10-18
Page
– (sequence 2)
Language
German
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diesem Wege stellt die von dem Präsidicckausschuß angeregte Bildung eines Haushaltsausschusses dar. in dem die Landesverbände der Gemeinden den matzgebenden Einfluß haben. Er hat den Hanshaltsplan der Reichsvertretung zu verabschieden, seine Einhaltung zu überwaelzen und die Rechnung der Reil5)svertreLung zu prüfen. Ter Beirat ist bei der Bildung des Hanshattausschnffes von der Er- Wartung ausgegangen, daß die zur Fortsetzung der Arbeit der Reüchsvertretung sowie zur Deckung der für Hilfe und Aufbau notwendigen Mittel gemäß, den Beschlüssen des -HauShaltausschnsses von den Gemeinden bzw. Landesverbänden aufgebracht werden. Unter Betonung der dem Beirat vorgetragenen und von ihm einmütig begrüßten sozialpolitischen Bedeutung des Zentralausschusses für Hilfe und Aufbau richtet die Reichsvertretung an alle Glieder deS deutschen Judentums nochmals den dringenden Appell, die begonnene Lammlungsaktion für das Hilfs- Werk mit allen Kräften zu unterstütze»'und zu sördcrn. Ter schwere Winter mit seinen alten nnd neuen Problemen mutz das deutsche Judentum in Einigkeit gerüstet finden. Felix WömüNüs letzter Weg Am 11. CfU'bor haben nur den teuren Toten zu Grabe getragen. Was sonst nur bildhafter Ausdruck ist. hier war es Wirklichkeit: Hand um Hand legte sich stützend an den Sarg: jede Gruppe, Organisator!, Gemeinschaft, die Felix Goldmann für sich in Anspruch nehmen durfte, stellte jeweils eine Trägergruppe. Rabbiner, Gemeindevorstand, C. B., K. (5. und die vielen anderen, die gleiche Trauer tragen. Tas war der erschütternde letzte Akt dieses erhebenden Tranerzuges in Leipzig. Tiefes Heimtragen zürn Grabe durch die Reihen schluchzender Menschen. So trauert nicht Konvention, so trauert tiefe Erschütterung. In diesen Stunden dachten die Wenigsten an den scharfen, klaren Denker Felix Goldmann. In diesen langen stillen und klingenden Minutcit in der Synagoge, auf dem Weg zum Friedhof, in der Leichenhalle und diese letzte Strecke dachten wohl alle an das Herz, das zu schlagen ausgehört. Tie Stille dieses Herzens wird für zahllose Menschen sehr tönend werden, die von seiner Tpfersreudigkcit, seiner Hingabefälligkeit — nennen wir es so, wie es in der jüdischen Familie bezeichnet wird: seinem Herzblut, genährt wurden. Ter Rabbiner Felix Gvldmann? Es gibt Männer, die würdig und fähig sind, dieses hohe Amt zu bekleiden. Ter Tenker Felix Goldmann? Sein Werk liegt vor, und seine Freunde und Schüler können sich bemühen, es fortzusührew Aber der Mensch Felix Goldmann? Glicht Träger von Remtern und nicht Träger von Tenksystemen gehen für den Kreis der Liebenden dahin, sondern der Mensch ist cs. der fehlt und fehlen wird. Nachfolge in Aemtern ist leicht, Rachfolge in Herzen? A. H. * Tie Beisetzung von Felix Goldmann führte Tausende und Tausende in und vor der Synagoge, am Wegrande zum Friedhof, in der Trauerhalle und schließlich auf dem Friedhof selbst zusammen. Zahlreiche auswärtige Trauergäste erwiesen Felix Goldmann die letzte Ehre. An der Spitze der vielen auswärtigen Rabbiner und für die Rcichsvertretung war Tr. Leo B a e ck erschienen. Tie zahlreichen G. B. er aus dem großen, von Goldmann geleiteten Landesverband Mitteldeutschland führte Fustizrat Tr. Brodnitz, den sächsisch. israelitischen Gemeindeverband und die Israelitische Religionsgemeinde Leipzig Carl G o l d s ch m i d t. Tie Ehrenwache wurde von Mitgliedern der K. C.-Verbindung Sarv-Bavaria nnd Thnringia gehalten. Außerdem hatte der Bund Deutsch-Jüdischer Jugend eine Ehrcnab'.eilung gestellt. Rach Orgelspiel von Alfred Simons und EhvrgAang unter Leitung von Barnet Licht trug Oberkantvr Lnmpel eine Reihe von liturgischen Gesängen vor. Kantor I a f s e sang vor geöffneter Lade das El mole rachamin. Als Einziger sprach an der Bahre nach dem letzten Willen des Toten sein Rabbinatskollege Gustav Cohn, der das Werk des Tahingeschiedenen iinö seine.sittliche und geistige Größe schilderte. KrM 66 der „M/Muns" In einem Aufsatz „Bewegung im Judentum" („Deutschlands Erneuerung", 15. Iahrg., 10. Heft) widmet W. Rhneck der Schrift: „Wir deutschen Inden" von Hans Joachim Schoeps eine scharf polemisch gehaltene Besprechung. Im Rahmen dieser Besprechung schreibt Ryneck: „Tie jüdische Seele scheint in der Verbindung der Klage mit Acußerungen des Stolzes und einer maßlosen Arroganz, eine wesentliche Verstärkung ihrer Kampfmittel zu sehen. Wir finden in jüdischen Z/nkschristen. besonders in der „C.-V.-Zeitung", seit dem April 1955 zahllose Beweise dieser Gcisteshaltung. die zum Ausdruck bringen sollen, wie sich die jüdische Seele über die Wendung der äußeren Lebenslage des Judentums triumphierend »rhebt. Eine Diskussion mit den Vertretern des vom Nationalsozialismus anerkannten Nassengedankens wird natürlich vermieden, man begnügt sich mit kurzen Feststellungen, ohne auf deren Richtigkeit besonderen Wert zu legen. Im „Zentralblatt für die Landärzte". Nr. 14, war durch Tr. von Leers der Begriff „arisch" erläutert und dabei die Juden als „relativ kulturunfähige Minderrasse" bezeichnet worden. Tie „C.-V.-Zeitnng" (Nr. 19/:',4) begleitet diese Bemerkung mit dem Satz: „Tie minderrassigen Juden haben die Zehn Gebote, die Bibel und die Grundlagen des Christentums und des Islam hervorgebracht". Ryneck sucht dann durch Zitate ans Chamberlain und Th. Fritsch diese Behauptung zu widerzu Abraham SelgerS 60. Todestag am Die 60. Wiederkehr des Tages, an dem einer der größten Söhne des deutschen Juden» tums. Abraham Geiger, den Seinen, den Mitlebendcn und einer respektvoll erschütterten Welt entrissen wurde, vollzieht sich unter dem Zeichen einer von Grund aus veränderten Zeit, die sich der Erneuerung seines Andenkens feindlich entgegenzusetzen scheint. Weisen nicht alle Regungen nnd Bewegungen einer sich völlig umformenden und von uns sich entfernenden Umwelt darauf hin, daß jener Stil des Lebens und der Weltbetrachtung, dessen Verkünder und unermüdlicher Verfechter Abraham Geiger gewesen ist, endgültig abgetan sei? Ist nicht der Liberalismus, denn um ihn handelt es sich, tot? Bilden sich nicht allenthalben — auch im jüdischen Bezirk — neue Formen des (Sememschaftsdenlens, sa sogar gemeinschaftlichen Handelns, die jenen Äeußerungssormen der Vereinzelung widerstreben? Einer mehr als nur oberflächlichen Betrachtung wird im Gegenteil schnell offenbar werden, das; Abraham Geiger, mit dem 'Dichter zu reden, jener Mann gewesen ist, der immer wiederkehrt, wenn eine Zeit noch einmal ihren Wert, da sie sich enden will, zusammenfaßt. Denn wer sonst, wenn nicht dieser Alaun, ist es gewesen, der in seiner Person die Scheitelhöhe einer geschichtlichen Entwicklung verkörpert, die mit dem Eingreifen des ehrwürdigen Moses Mendelssohn ihren Anlauf nahm. Ghetto oder A ssimilativn?, das war hier die Frage. Sollten die deutschen Juden im Puppenstande des jüdischen Mittelalters, einer längst fragwürdig gewordenen Ghetto-Existenz nicht nur räumlicher, sondern auch seelischer Art, verharren, oder sollten sie — um so mehr als der Zwang einer freikapitalistischen Wirtschaftsordnung dazu nötigte — die Schlanaenhaut einer abgestorbenen Taseinssorm abstreifen, um neu belebt und jung ins frische Götterreich der modernen Welt zu wandeln, ungeachtet der Gefahren, die jener Gang ins Neuland mit sich brächte? Abraham Geiger hat sich mit der Entschiedenheit imb den; hohen Verantwortungsbewusstsein, das solche Naturen anszeichnet, für den letzteren Weg entschlossen. Und dafür müssen wir ihm unbeschadet der Erfahrungen unserer Tage, Dank wissen. Glückliches neunzehntes Jahrhundert! Wenn wir die.edle, ernste, milde, von harmonischer Gefaßtheit erfüllte Physiognomie Abraham Geigers betrachten, dann werden wir inne. daß dieses hohe Leben, mag es auch überreich an theologischen Kümpfen gewesen sein, dennoch niemals den Abgründen des Daseins sich genähert hat. Das ist weder Glück eines einzelnen noch persönliches Verdienst, sondern Schicksal einer Epoche! Ganz im Stile des neunzehnten Jahrhunderts spricht uns auf den Bildern, die Geigers Züge der Nachwelt aufbewahren, ein echter und rechter Gelehrtenkopf an. Dieser unvergeßliche Alaun lebt in der Geschichte der deutschen Inden und der gesamtjüdischeu Ueberlieserung als der Begründer des religiösen Liberalismus fort. Nicht darf es unseres Amtes sein, ihm in dieser seiner historischen Eigenschaft zu huldigen. oder gar Partei zu nehmen; denn der Ort, an dem wir seine Gestalt entwerfen, verpflichtet nach den Grundsätzen der „C.-V.- Zeitung" zu religiöser Neutralität. Wenn wir daher im folgenden vom Liberalismus sprechen, so zielen wir freilich ausschließlich auf den j ü d i s ch e n Liberalismus; denn nur ihn zu vertreten, fühlen wir Beruf und Neigung; jedoch auch ihn ziehen wir nicht als reine religiöse Erscheinungsform, sondern als eine menschliche Haltung/die das Bekenntnis zur deutsch-jüdischen Synthese in sich schließt, in den Kreis nuferer Erörterung. Denn gerade an der Gestaltung und an dem Schicksal des jüdischen Liberalismus in Deutschland erweist sich wiederum die Wechselbeziehung nnd wechselseitige Durchdringung von Deutschtum und Judentum. In der; Stürmen der französischen Revolution, in der das revolutionäre Bürgertum zur Aussauggesellschast des niederbrechenden Feudalismus.wurde, sind die Grundsätze des Liberalismus geboren worden: Gleichheit der Menschennnd Bürgerrechte, Freiheit der Einzelpersönlichkeit und brüderliche Gesinnung (Humanität). An dem hinreißenden Schwünge dieser Zeitideen sättigte sich der empfängliche Geist des in der Goethe-Stadt Frankfurt — dein Einsalltor westlicher Ideen — 1810 geborenen Abraham Geiger. So entstand in allmählichem Wachstum, im Widerstreit mit der theologischen Opposition von links und rechts, das Lehrgebäude des Meisters, der die jüdische Religion zu den Mächten des modernen Lebens in Beziehung setzte. Geigers geschichtliche Tat besteht darin, daß er den E u t w i ck l u n g s b e g r i f s, das Kernstück der liberalen Jdeenlehre, an das System der jüdischen .Religionswissenschast und Theologie herantrug. Sicherlich ist dabei die Einwirkung der Phraseologie der modernen Entwicklungslehre unverkennbar. In scharfem Gegensatz zu der strenggläubigen Glaubenslehre schien es ihm Aufgabe der religiösen Ueberlieserung zu sein, das Glau- A. Sklobrr vsn Sr. Fritz Frlrbländrr bensgut im stcte» Flich lebendiger Fvrtent- Wicklung zu erhalten. Jüdischer Glaube war ihm nicht durch rituale Formen verbürgte Rückerinnerung, — das war orthodoxe Doktrin —, sondern ewige Gegenwart. Darum scheute er sich nicht, das scharfe Jnstrument der Kritik, die große Errungenschaft der romantischen Wissenschaft, bei der Stellung und Lösung theologischer Probleine anznwenden. Aber auch hier ging er entsprechend seiner im Kerne versöhnlichen Natur maßvoll vor: sowohl am Sabbat als auch am wesentlichen Zeremonial hielt er unbedingt fest. Den nachhaltigsten Einfluß übte seine entwickliliigsgeschichtlich-kritische Methode durch das Buch aus, das m feinem weitfchichtigeu .Lebenswerk die Summe bildet, „Urschrift nnd U e b e r s e tz u n g e n der B i b e r. Schon in den einleitenden Sätzen spricht er ans, Inas unsere religiöse Ur-Kunde für die Menschheit bedeutet: „Die Bibel ist das Buch der Welt. Hinaufragend in die graue Vorzeit, hat dieses Buch in ewiger Jugend alle Zeiten durchschritten, ist immer mehr der Lehrer geworden für alt und jung, hat eine Verbreitung gefunden, wie kein anderes Buch sich deren erfreut, und ist zum Gemeingut geworden aller Literaten." — Geigers Gedanken waren der Sauerteig, der die jüdische Theologie des neunzehnten Jahrhunderts in Gärung setzte. Gegen sein wissenschaftlich-kritisches Prinzip, das auch in der religiösen Sphäre zwischen Kern und Schale unterscheiden wollte, erhob sich erbittert die jüdische N e u o r t h o d o x i e, geführt von Geigers Jugendfreund, dem streitbaren S a m s v u R a p h a e l H i r s ch. Hatte Geiger von der kritischen Fortschrittslehre des Liberalismus. so hatte Hirsch von der traditionalistisch-konservativ gerichteten R v rn antik die geistige Prägung empfangen. Ter Ueberzengimg vertrauend, daß die Lehre des überlieferten Judentums unmittelbar auf göttliche Autorität zurückgehe, verwarf Hirsch die an der Immunität der Ueberlieserung rüttelnden Ansichten Geigers. Sowohl an Wissenstiefe, Glaubensstärke und Mut der Ueberzeuguug. wie an Spannweite der Persönlichkeit war Hirsch ein ebenbürtiger Gegner. Beide Männer — Meister ihres Faches — mussten sich begreiflicherweise verfehlen, sie konnten wohl einander treffen, aber niemals zusammentressen. denn der eine ging von der Kritik und der andere von der naiven (unkritischen) Gläubigkeit aus. Und der Streit verschärfte sich: neue theologische Kämpfer traten hinzu, neue religiöse Richtungen spalteten sich ab. In den Zwischenraum zwischen Hirsch und Geiger rückte Zacharias Frankel ein: die von ihm vertretene Richtung, die sogenannte ■ „M ittelpar tei", beruhte auf einem Kompromiß zwischen orthodoxer nnd liberaler Einstellung. Radikal-liberal im . Gegensatz zu Geigers gemäßigtem Liberalismus stieß die R e s o r m bewegung vor. die den feurigen S a in u e l H o l d h e i m zum Führer harte, tteberall große Gesichtspunkte und große Persönlichkeiten! Vergeblich wurde aus den Rabbinerversammlungen der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts nach einer Einigung gestrebt. Namentlich der edle L u d w i g P h i l i p p s o n war im Sinne eines gesamtjüdischen Ausgleichs tätig. Tie religiösen Gegensätze, die damals ansbrachen, dauern bis auf den heutigen Tag. Das ist nickst — wie manche Orthodoxe meinen — Geigers Schuld. Vielmehr hat er für seine Ueberzeuguug Opfer bringen müssen: zuerst suchte die altgläubige Partei ihm das Breslauer Rabbinat zu bestreiten, sodann berief man Frankel statt seiner an die Spitze des nengegründeten Breslauer jüdisch-theologischen Seminars. Dieser Mann, der den Gegnern als hemmungsloser Neuerer, wenn nicht gar als Pietätloser Ketzer galt, war eigentlich nur Wieder- Hersteller. Wiederhersteller des universalen Eharakters .und der Totalität des jüdischen Glaubens: der Prophetenreligion, die zur Weltreligion wurde. Seine Totalitäisaufsassung des Religiösen — die später Georg Simmel nach der soziologischen Seite hin ergänzte —, ließ, zumal bei der messianischen Hoffnung, eine Verquickung mit weltlichen Zwecken und Tatsachen, insbesondere eine nationalreligiöse Verengerung, nicht zu. Und hieraus folgt seine Sendung an uns und unsere Zeit. „ Heute sehen wir da und dort muntere Hände sich regen, die die jüdische Religiosität durch Ausrichtung auf den jüdisch-nationalen Volksturnsgedanken aktualisieren oder — gröber, aber deutlicher gesagt — für die weltlichen Zwecke ihrer Propaganda einspannen wollen. Was kann uns angesichts dessen Abraham Geiger bedeuten? Er ist eine Warnungsgestalt! MhruMmgM vsr EÄMMlMgEtrn ... Vor einem Erbgesundheitsgericht trat ein indischer Rechtsanwalt als Vertreter einer schwachsinnigen Frau aus. die unter das Sterilisationsgesetz fällt. Eiu ärztlicher Beisitzer hat dagegen Einspruch erhoben, daß ein jüdischer Rechtsanwalt in Angelegenheiten der Rassenpolitik be§ nationalsozialistischen, Staates vor dem (stfw* sundheitsgericht austrttt. Der 'Arzt bat sich tzr besangen erklärt, so daß das Gericht die Verhandlung vertagte. Der N^.Aerztebnnd hat nach Rücksprache mit Vimisterialdirektor Tr. (ZW dem Sachbearbeiter des Netchsinnenmirüsteriums' die Angelegenheit an das Reichsjnstizniinisterium weitergeleitet. _ Die zentrale Bedeutung der Rassenfrage innerhalb der nationalsozialistischen Weltanschauung und des nationalsozialistischen Staatsaufbaues bringt es mit sich, M; immer von neuem zu diesen! Thema Stellungnahmen erfolgen. Es ist für «niete Leser wichtig, dieses Material möglichst eingehend zu kennen. Auf einer Gautagung des NS-Lehrerbund^ nt Stuttgart Iiicli der stellvertretende (w.rleitc: Schmidt eine Rede, die folgendermaßen schloß: „Vom nationalsozialistischen Standpunkt a:>. ist cs kein e S ü ndc, wenn ein evangelische: Alaun eine katholisckie Deutsche heiratet, dagegen ist es eine schwere Sünde, wenn ern evangelischer Deutsche eine evangelische Jüdin oder eine evanae- 'lische "Negerin heiraten wollte" In diesem Zusammenhang zu dem thev!ogi'ch>>. Begriff der Sünde, insbesondere vom Standpunkt Reklamationen wegen unregelmässiger Belieferung der „C.-V .-Zeitung“ sind unter Vorlage der Postquittung nur beim zuständigen Postamt (Zeitungsstelle) oder dem Briefträger, nicht bei dem Verlag, auzubriugeu. Nur bei Beachtung dieses Hinweises lassen sich Stockungen in der Zustellung der „C.-V.-Zeitung“ vermeiden. der christlichen Kirche und zmn Sakrament de: Taufe, Stellung zu nehmen, ist nicht unsere 'Kuh gäbe. Gauleiter Gro h e. der wiederhol zum Rassenproblem Stellung genommen hat, führte in seiner letzten Rede iit der Kölner Messehalle beim Eanpar'.eitag der NSDAP zn diesem Thema n. c. folgendes ans: „Unser Gau liegt im westlichen Bezirk bei Reiches, und wenn ein Grenzgebiet in besonderer,: Maße Bollwerk unseres Volkstums sein soll, st müssen wir hier der Rüssens rage immer unst: besonderes Augenmerk zuwenden. Wenn ivn Nationalsozialisten von der Rassenfrage spreche::, wollen wir. wie das oft authentisch beton: wurde, damit keiner Geringschätzung der Voller anderer Rassen Ausdruck geben. Wir denken vielmehr in erster Linie an jene rassische Gckahr. die dis Judentum für alle arischen Volker bedeutet und die solange als akut bezeichnet werde:: muß, als sie, soweit "es sich um unser Volk fjan* delt, nicht von allen Volksgenossen wirklich erkannt ist. Es genügt nicht, daß wir die Indeo ans den öffentlichen Aemtern entfernt haben, was übrigens infolge der Großzügigteit und Weitherzigkeit der nationalsozialistischen Regitrnng nur bedingt der Fall ist; wir müssen anct: verhindern, das; der Geist des Materialiaunn nnd der Znäetraetjt btutmäßig R'ohriny: in nnierenl Volle findet. Ter gesunde Instini: unserer Volksgenossen muß so gepflegt werden daß einmal Gesetze gegen dir Indengefahr in Tentschland als überflüssig erachtet werden künncrr." In einem Aussatz „Rasse und Weltanschauung' („Nationalsozialistische Monatshefte". Iahrg.. 55. Heft) redet Professor T r. Lot h a r G T i r n I n einer Rassenpsychologie das Wort, bir nicht mehr wie in vergangener Zeit ledigtidi nach den anatomischen Merkmalen der Rasse fragt, wildern durch vergleichendes Verfahren zeigt, daß dic Vertreter einer großen Rasse stets einheitiidi u»d gleich all die nächtigen Fraget! beantworten, du' als entscheidend für eine Weltanschauung anzmeheii sind. Diese Gleichheit muß auch in den großen Ktllturschöpsungcn einer Rasse herrschen, dß' nicht ans eine Persönlichkeit, ans einen Namen zttrückgehen. Arkreilie, rassereine Alenscheu — crtlarl Mo scssor I irrt hi — haben die Weltanschauung, die zu ihnen gehört, Bastarde tverden da und dar, gezogen. Wir müssen daher die WeltanichanmyZ rassereiner Aienschen betrachten und untermelien. ob ein wirklich rassereiner Mensch die Weltantchaunng einer anderen Rasse übernehmen kann. Wir dürfen uns durch das Benehmen der Baitarde oder der bastardierton Völker nicht tämchen laßen, wie z. B. der Juden, deren Vertreter in allen Lngern zu finden sind, von denelt einige versuchen. Kantianer zu sein, andere Spiiwzisten nnd uedi nnbere wollen originell sein nnd siihren z. B. u'i>' -V\ Bergson Schopenhauer unter neuen Mm len ein, die vierten schwören ans Karl Alarr. und be geistern sich für die Theorien des Botschewisim-s. die nächsten sind Zionisten nnd hängeil am ltllten -Testament, und sehr viele lächeln als Sloptilcr über alle diese Versuche. Wir glauben, daß die Wissenschaft das Vorhandensein absolut reiner Rassen mit verschrvi»' denden Ausnahmen in verkehrsunzngäuglidie». entlegenen Landschaften ablehnt. So 'erklärt cs sich auch, daß die Vorgänge, die Professor r.irala boi uns Indoil beobachten zu Lüumeii meint. t’r: jeder Mensihengemeinschast in ähnlicher Weise ß»' 3utreffcj! ist. Vielfalt von Weltbildern ilt nnA gleichvedeutend mit der Wertlosigkeit oder Flachheit aller Ansdiammgen, mit Ausnahme etwa einer ei»' Zigen. bei der jeder jeweils eine andere meinen könnte. Y i

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