Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 42 (18.10.1934)
- Date
- 1934-10-18
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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•L/tjcmouQj u MOMKHZ te jfn Der SBaijre des so tragisch ums Laben ge-, ^mmenen Königs Alexander empfindet mit dem gcjoniicn jugoslawischen Volk auch die Judenheit Landes tiefe und besondere Trauer, als der Hofzug mit dem jungen König im »Viuptbahnhof von Belgrad einlies, gab neben den Ervßiviirdentragern des Landes auch das geistliche Überhaupt. Großrabbiner Tr. Alkalay. diesen Pfühlen der jugoslawischen Juden Ausdruck, der rvben dein fcr&ifajcu Patriarchen und dem kathoüiriicn t'iobifdioi crschieueu war. Scan weiß, daß rr n!-5 IRitglied des Senats dem verstorbenen gönig beratend und auch persönlich sehr nahegestanden hatte, Sämtliche Synagogen und öffentlichen iiitiischen. Gebäude tragen Trauerschmuck. Im q2N',cu Laude veraustattcn auch die jüdischen iZotleehäuscr Trauergottcsdieustc und ein Trauerwird gehalten. An der feierlichen Sitzung fr-; jugoslawischen Parlaments, in der die Mit- ,p:cdcr des neuen Rcgcruschaftsrats vereidigt wurfien. nahmen auch die Vertreter der jugoslawiis;en Judenheit teil und Unterzeichneten das s.reuege!ölnns. Ter Sberrabbincr von Jugoslawien. Tr. Allatap. hat an die jugoslawischen Juden einen Ausu:s erlassen, in dein er von dein ermordeten König 5I5 einem Beschützer der Inden und einem Herr» Hin, der sich stets für die Freiheit und Gleichheit niiev L.tzenntnisie eingesetzt hat. spricht. Ter Oberml'biner fordert die südliche Bevölkerung auf. iijror Tanlbarleit und Liebe für den toten König h;mi) besondere innige Teilnahme au der Landesg.aller Ausdruck zu verleihen. Unter den jüdischen Bürgern seines Reichs ersreiitc sich Köllig Alexander mit Recht besoildcrer lt'erebrnng. kr war nicht nur tolerant und als Mensch frei von jeder religiösen und nationalen Avreingenoiiuneiiheit. ionbrat er wußte auch die LGenlnng zu schätzen, die gerade dem jüdischen BeeeUernngstcil innerhalb seines großen Lcbensirerts. der Tchasslmg des starken, nach innen und außen konsolidierten Einheitsstaates aller südslawischen Böller zukain. kr wußte, daß er bei een von national-egoistischcn Sonderwünschen i'vnig freien Inden seines Reichs Verständnis und iliitcrsrüßuug für die jllgoslawischc Staatsidee erwarten durfte. kr sah in ihnen einen loyalen und staatserhaltenden Bevölkerungsteil, den er mit aller t'nergie gegen die auch in seinem Reiche gelegentlich auftauchenden antisemitischen Tendenzen schützte, leie 1931 verkündete neue Berfassung Jugoslawiens enthält eine Reihe für die staatsbürgerliche Stellung der jüdischen Bevölkerung bedeutsamer Be- 'unmungcn. Unter anderem wurden durch sie B'.igions- und Gewissensfreiheit gesichert und die L'wnomie Zoller . anerkannten Religionsgemeinschäften einschließlich der jüdischen in allen inneren religiösen Angelegenheiten verfassungsmäßig fest- Nlegt. Staatsbürgerliche und politische Rechte werden ausdrücklich als unabhängig vom religiösen 'Bekenntnis bezeichnet. Alten anerkannten Religionsliemeinschasten werden vom Staat Beihilfen entiprcchend der Zahl der Bekenner der einzelnen Kon- •‘duonen gewährt und regelmäßig in den ordentlichen Staatshaushalt eingestellt. Als aus Offizierskreisen einmal die Forderung ein Ausschließung der Juden aus gewissen mili- '.raschen Stellen au ihn herangetragen wurde, soll kr dies abgelehut mW das berühmte Wort feines rmieruteu Berwaudteu, des Zaren Nikolaus I. zitiert haben: „Ein russischer Zar kann feine Unterinnen nicht in Juden und Richtjudon eiuteilen. Er 'mutzt die getreuen Untertanen und bestraft die Verräter. Kein anderer Unterschied soll seine Entschließungen beeinflussen."' Ein Rtonarch. der sich bei seiner Politik von mtchru Grundsätzen leiten ließ, der selber große eigene wissenschaftliche Interessen hatte, nahm neinrgemäß lebhaften Anteil an den kulturellen Bn'rvebungeu seiner jüdischen Untertanen und brachte insbesondere auch dem Palästina-Aufbau üarke Sympathien entgegen. Der Verband der t'-idischen -Gemeinden Jugoslawiens beabsichtigt da- -Rr. König Alexander in Belgrad und in Jerusalem. Denkmäler zu errichten, die an diese Verbundenheit erinnern sollen. Dr. TV. R. Ter italienische Rundfunk hat eine Erklärung über die Stellung der Jtiden in Italien verbreitet, dst in eingeweihten volitischen Kreisen als vom Ministerpräsidenten Mussolini persönlich in- Giriert bezeichnet wird. In der Erklärung heißt u. au ..Tie Inden genießen in Italien dieselben Rechte uüe alle übrigen Staatsbürger und tragen Pich dieselben Pflichten wie alle Italiener. Anti- 'nnitismus war in Italien stets unbekannt und ^"ch heute besteht den Juden gegenüber kein Vorurteil. Tw Juden haben sich immer als treue und zuverlässige italienische Bürger erwiesen: im Kriege haben 'sie Schulter au Schulter mit ihren "alicnijchcn Kameraden tapfer gekämpft. Darum werden auch Juden wie alle anderen Bürger zu höchsten Aemtern in-der Staatsverwaltung und 'n der Armee berufen. Auch die höchsten Ehrungen -tzerden den Juden nicht vorenthalten: So zählen P'den auch zu den Mitgliedern der italienischen Akademie. Das vaterländische Bewußtsein ist bei jrn Juden Italiens sttrk entwickelt: sie sind treue Anhänger des Faschismus, der Rassengtgensätze nicht kennt." . Ter König von Italien hat sich mit nnem großen Gefolge zu einem offiziellen Staatsbeiuch nach Italienisch-Somaliland begeben, um biete wichtige Kolonie, die durch die Nachbarschaft ''l-'eftmiens mW das ständige Anwachsen des italienischen Asrikahandels immer mehr Bedeut erlangt, zu inspizieren. Zum Generalgo-derneur der Kolonie ist kürzlich ein Veneziar«?uöe' ein ^ohn des bekannten Commondakore Ravas, ernannt worden. Anläßlich der Feierlichkeiten, die im Zusammenhang mit dem Kongreß der Vereinigung -L; orthodoxe Einheitskirche in der tranfylvamfchen Stadt Lugofch veranstaltet wurden, richtete König Earol II. von Rumänien an die Bevölkerung Rumäniens den eindringlichen Appell. Konrrl*Hnb Naffenfrieden zu wahren. „Ich bin Ehrest, führte der König aus, „aber ich wende mach gleichzeitig auch an diejenigen, die es nicht Uno, mit dem Appell, zu uns zu kommen, um Schulter an Schulter mit uns für die Einheit des vereinigten Rumäniens zu kämpfen. * In der Stadt Siliana in Tunesien griff eine orabischs Bande während des Wochenmarktes die Eibischen Kaufleute an und plünderte jüdische Geschäfte. Ter jüdische Kaufmann Kalisa Allouche wurde schwer verletzt. ' Tie Polizei zerstreute die Baude und verhaftete eine Anzahl der Angreifer. * Nach einem soeben beschlossenen Gesetz wird in Oesterreich ein Bundeskiilturrat einberufen, der aus acht Vertretern der römisch-katholischen Kircl>e, je einem Vertreter der evangelischen Kirche und der Israelitischen Religionsgesellschaft. 22 Vertretern des Schul- und Volksbildnngswesens und je 4 Vertretern von Kunst und Wissenschaft bestehen wird. Im Alter von 70 Jahren ist in Jstambul der hervorragende jüdische Marinearzt Dc. Victor Bei Galimidi gestorben. Tr. Galimidi. ber im .Rang eines Oberstabsarztes der türkischen Flotte stand, war zuletzt Leiter des Zentraltrankcuhauses der türtischcn Marine. Er war Inhaber sämtlicher türkischen Tapferkeits-Anszeichnungen. Das Amsterdamer jüdische Hilfskomitee für aus Deutschland ausgewanderte Juden teilt mit. daß es im Hinblick auf die große Zahl ausgewaudcrter Juden in Holland, die noch jetzt unterstützungsbedürftig sind, entgegen früheren Meldungen beschlossen hat, seine bisherige Tätigkeit sortzuführen. In der Zeitschrift „Volksgesundheitswacht", 1934. Nr. 7. Gilbhart, Zeitschrift des Sachverstündigenbeirates für VoUsgesundhcit bei der Rerchsleitung der NSDAP, München, schreibt Tr. med. Stähle. Stuttgart, in einem Aufsatz .Mut und Rasse. Neue Forschungsergebnisse!" folgende Betrachtung: ..Bekannt ist uns immerhin beim Menschen die verschiedenartige Ncaktionsweise der Rassen auf Erkrankungen, die wir zweifellos als blutbedingt ansehen rnüssen. Bekannt ist uns fernerhin eine Reihe von konstitutionellen Krankheiten, die ausschließlich be.i bestimmten Rassen austreten. So kommt die ^ick^elzellenbultarmrrt ausschließlich bei Negern und Mulatten vor. niemals bei Europäern. auch wenn sie noch so lange in den Tropen wohnen. Ferner kennen wir zwei weitere Krankheiten, die ausschließlich hereditär in jüdischen Familien oder bei Abkömmlingen von Juden auftreten: es han delt sich dabei um Speicherunaskrancheiteii bestimmter Gewebesysteme, und cs ist ein ausgezeichneter Witz der Biologie, daß diese SpeicherungslranÄeiten nur Juden betreffen: selbst in der Krankheit kommt noch die Raffgier ihrer körperlichen Organ? zum Vorschein." Tie medizinische Wissenschaft wird über diese von den großen Autoritäten der Blutforschung, darunter Nobel-Preisträgern, bisher übersehenen Merttvürdigkeitcn des Blutes sehr überrascht sein. MS tzS EAM WMSMStz Die westdeutsche Presse hat über einen Straf. Prozeß gegen zwei jüdische Aerzte wegen Abtreibung umfangreiche Berichte veröffentlicht. T-as Urteil, das inzwischen ergangen ist. lautet auf Gefängnisstrase. Ter Vorsitzende führte in der Urteilsbegründung aus, daß es sich für das Schwurgericht lediglich um einen reinen Kriminalfall gehandelt habe und um nichts anderes. Diese Feststellung ist gegenüber der Anschammg des Staatsanwaltes zu erwähnen, der in seiner Anklagerede die Ansicht vertreten hatte, daß die Unterschiede der Rassenzugehörigkeit für die Beurteilung des Falles von Bedeutung sei. 4t Tie „Münchener Medizinische Wochenschrift" vom 15. Oktober veröffentlicht folgende Notiz: ,^Tie einflußreiche Tageszeitung „Tanziger Vor- Posten" hat es fertig gebracht, unter dem Motto des angeblichen Wortes eines IudcnsührerS: .Diacht eure Kinder zu Aerzten und Apothekern, damit sie den Christen das Leben nehmen', gegen Forscher wie Ehrlich, Behring, Cabnette, Neißer, Wassermann und die von solchen Lehrmeistern .verführte' deutsche Medizin zu Hetzen. Das Danziger Aerzteblatt nimmt gegen diese krasie Unwissenheit und Verantwortungslosigkeit eines Schriftleiters mit scharfen Worten Stellung miü sagt u. a.: . Es geht über das Ataß dessen hinaus, was die Aerztesä)ast stillschveigend hinnehmen darf, wenn ein großer deutscher Atediziner zum Juden gestempelt wird, um zusammen mit weltberühmten Forschern, die zwar jüdischen BluteS. aber eine Zierde der deutsck)en Wisseuschast waren, verächtlich gemacht zu werden. Wenn auch Deutschland sich augenblicklich in einer Art Belagerungszustand durch das Weltjudentum befirrdet. ist es doch nicht angängig, die ungeheuren Verdienste Ehrlichs oder Wassermanns in Mrede zu stellen, ebensowenig wie zur Zeit des Meltkneges die wissenschaftliche Größe Pasteurs oder ListerS oder Pawlows geleugnet wurde. Damit erfreut man nur die Gegner in aller Welt, die darauf lauern, daß wir uns'solche Blößen geben.'" Im Alter von 78 Jahren starb Kommerzienrat Or. b. c. 33t. A. Strauß in Karlsruhe. Sein Tod bedeutet für Pas badische Judentum einen schweren M«iOWÄ &.y. W.AÄWÄ Verlust. Es gab kerne Institution und kein Hilfswerk, das nicht entrvedcr unter seiner Führung oder mit seiner reichen materiellen Förderung ins Leben gerufen und durchgesührt worden wäre. Der C.-V. ■'W/'ff/Y?/ O ' : Üj i i i L; : VV,- verliert in dem Heimgegangenen, dessen Sohn, Friedrich A. Strauß, und dessen Schwiegersöhne, Dr. Moritz Straus und Professor Dr. Stein, gleichfalls in vorderster Linie für die Sache des badischen. Judentums arbeiten, nicht nur einen allezeit hilftbereiten und hochgesinnten Freund und Förderer seiner Bestrebungen, sondern auch den letzten, überlebenden Mitbegründer seiner badischen Organisation. der sein warmherziges Interesse bis zuletzt erhalten blieb. Tie großen und unanslSschlich-m Verdienste, die der Heimgegangene sich um die Sache des deutschen und badischen Judentuins erworben, hat, sichern ihm auch in unseren Reihen, weit über das Grab hinaus, allezeit ein dankbares und ehrendes Gedenken. Die Bedeutung des Verewigten innerhalb dedeutschen Wirtschaftslebens würdigen wir an anderer Stelle dieses Blattes. Am 15. Oktober 1843, vor neunzig Jahren, ist der kämpferische Tenler geboren, der dar europäische und vor allen: das deutsche Weltbild seit einem halben Jahrhundert entscheidend beeinflußt hat. Au' seiner lebenden statt schieden sich Epochen, sein Erbe noch zerteilt d:e denkende Nachlvelt. Zum jüdischen Problem hat er uiivergeßliche Aeußernngeu. viele des Bejaheus. wenige der Berneiniina getan. Bon Amen sollen einige — aus Rtaum maugel erst in der uächsNvöchigen — Zeitung" zum Abdruck kommen. L 1 TI ■ '"h?~op fr/rpnspo Atartin Vchei m - S ch )v n r z b a ch schildert in seinem tut „Eckart", einer Monatsschrift für 'Dichtung. Volkstum und Glaube erschienenen Essay über die biblische Sprache, derer: einzigartige Großartigkeit nnd deren Beiruchtung sür alle Sprachen. „Schon in ihrer poetischen Halsung", so .schreibt.er, „ihren Bildern und Gleichnissen, in dem.-was Herder ihre „Parallelität des Himmels und der Erde" nennt, übertrisft die Schrifr des alten Bundes alle anderen Mpthologren an Wärme. .Kraft und Reichweite; als Mythos ist sie der abendlärrdischeu Böller größtes Erlebnis, welches uralte Werte wie die Edda und die Ilias zu verdrängen vermochte; als Lyrik übermannte sie alles magische Trachten in den Wäldern, auf den?3!eeren und in den Steppen." „Tie Gesetzgebung durch den Dekalog, das Zentrum des Alten Testamentes, erhebt sich durch ihren theokratlschen Geist über alle Legislaturen der Geschichte, von dorren nicht eine jemals zum Vtythos werden kann." Ueberhaupt habe die Bibel ihre sprachliche Kraft von Gott selbst empfangen, „jede Zeile ist Magie, nnd mit ihr ward die Bibel die größte und dauerhafteste Emanation des Sprachgeistes über- Haupt". Tie alten Sprachen sind von ihr vollendet worden, die neuen vor: ihr geschmiedet. „Tie alten haben von ihr Erfüllung und Krönung, die neuen Aufstieg und Gesetz erfahren." KskMöMMM AsMMs In einem Aussatz ..Volkskunde auf rassischer Grundlage" („Nationalsozialistische IRonatshefte". 5. Jahrgang, 53. Heft) unternimmt Matthes Z i e g -- lar den bernerkeusrocrtcn Verfr:Ä. die Volkskunde zu der Rassenluude in Beziehung zu setzen und dadurch als neue wissenschaftliche Disziplin zu fundieren. Die Volkskunde — so führt er au? —. die die Scheidung in arteigene Wesenhastigkeit und artfremde Einflußnahme als ihren von dem rastenbnvnßteu Denken bedingten methodischen Ausgangspunkt hat. umgreift die in allen Formen des völkischen Gemeinschaftslebens lebendigen Aeußerungen des Schöpferwillens einer Station. Tie sachlich-klare Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Gegensatzes von arteigener Wesenhaftigkeit und fremder Einflußnahme ist nicht nur von grundsätzlicher methodischer, sondern darüber hinaus vor allem von überaus politischer Bedeutung. Einem Staat, der ganz bewußt in rassischcm Denken gründet, ist die Geschichte der völüschen Wesenshaltung die große Schule, um ans den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und Erfahrung sür die Zukunft zu sammeln. So kann Erneuerung des völkischen 'Brauchtums nur so vor sich gehen, daß man aus der Kenntnis der Gefahren- Momente in der^Fülle der volkskundlichen Ueberlicferungen den Strom artfremder Ueberlageruugen langsam, aber stetig ablcitct und vorbeirgend zu erwartende und immer wieder begegnende Ucbersreurdungserscheinungen abhält. Die politische Aufgabe uationalsozialistisckjer Volkskunde besteht nach Zieglers Grklärwig darin, den vielfach verschütteten Mid irregeleiteten Born arteigener Volksüberlieferung frcizulcgen und sein ungestörtes Fließen zu sichern. den, ob auswärtige deutschfeindliäie 33!ächte damit einverstanden sind oder nicht. Und eiiizelne Ver suche der Einflußnahme in diesein Sinne mußten und müssen immer wieder mit aller Rücksichts-- lostgkeit zurückgewieseu werden. Ebenso selbstverständlich aber ist aus der anderen Seite die Notroendigkeit. bei der eigenen Erziehungsarbeit alles, zu vermeiden, was den böswilligen Kräften jenseits der Grerize willkomnienes- Vtaterial für rhre Hetz- und Wühlarbeit bieten kann. Gerade auf diesem Gebiete wurde in der ersten Begeisterung von Toren oder von unehrlichen Freund?!: manchmal gesündigt. Heute hat sich auch in de-: innerpolitischen Arbeit der rick>tige Grundsatz durchgesctzt, daß die Bejahung und Verteidigung der eigenen Art. daß das Lob der nordischen Rasse als des köstlichsten Bestandteils unseres eigenen Volkes nicht eine Herabsetzung anderer Rassengruppen in der 33tenschheit bedeutet, soi: dcrn lediglich die Feststellmig von deren Ander" artigkeit. KM HU ÄWMWNr Es ist bekannt, daß die nationalsozialistische Bewegung ihre durchschlagenden Erfolge zu einem guten Teil der Kraft ihrer Organisation verdankt. Deshalb ist es sehr aufschlußreich, daß Alfons Weber in einem Aufsatz ..Nationalsozialistisch? organisatorische Gestaltung" den Sinn und Zwev dieser organisierenden Kraft erläutert („Ständischer Ausbau", Beilage der 3!ationalsv.;ialistischen Ntonatsheftc", Augustheft). TerPtationalsozialismnS, sagt Weber, sieht das Wesen jeder Organisation in der Zusammenfassung von^ Illtenschen, deren ungleichartige Interesse!!. Differenzen auslösen. Durch .usammenschaltmig dieser Gruppen soll jenes gemeinsame Handeln ev* reicht werden, das zu gemeinsamen Leistungen not. wendig ist. Tie im Liberalismus ohne bestilnmtc Planung anarchisch entstandenen organisatorischen Gebilde, die in ihrem Aufbau jede Einheitlichkeit vermissen ließen, so daß regionale und sachliche Uoberschneidungen die Regel bildeten, waren daher einzugliedern in die großen neuen naiionalsozialistischen Organisationen. So entstanden die Gruppen innerhalb der Deutschen Arbeitsfront, des Reichsnährstandes, der Reichskulturtammer und die Gliederungen, die auf Grund des Gesetzes zur Vorbereitung des organischen Ausbaues der Wirtschaft gebildet wurden. Die naLronalsozrolistische Auffastung vom Wesen der Organisation geht — wie Weber weiterhin erklärt — nämlich davon aus. daß keinem organisatorischen Gebilde die volle Autonomie gewährt werden kann, da diese über kurz oder lang Zwangsläufig zu einer gefährlichen Emanzipation führen müßte, daß vielmehr im Interesse der gegenseitigen Zusammenarbeit die Bindung an das Ganze diirel: einen gemeinsamen organisatvrischen Rahmen zu erfolgen hat. So lehnt der Nativiialsozialismns eine hierarchische Stufenordmmg. die Urteile über eine Höher- oder Niederwertigkeit einschließt, ab. und sieht in jeder Gruppe schaffender Menschen eine notwendige und an sich gleichivertige Einheit, die nicht auf Kosten, sondern mit Hilfe der anderen Gruppen lebt, also der Ergänzung bedarf. ■V^ÜÜ’iir £Wt£ii4v;J-o ÖS In einem Beitrag „Ein Jahr rassenpolitische Erziehung" (..Nationalsozialistische Monatshefte", 5. Jahrgang. 54. Heft) geht der Leiter des Nassenpolitischen Amtes "der NSDAP, Dr. Groß.'auf die Einstellung der deutschen Rassenpolitik gegenüber dem "Ausland ein. Besondere Beachtung, sagt Dr. Groß, beansprucht bei der rassenpolitischcn Schulung noch die Auswirkung auf das Ausland. Selbstverständlich kann die Verbreitung richtiger Erkenntnisse in Deutschland nicht davon abhängig gemacht wer- ULu^tsokrlkilolt-r: vr. Alfred nirschbcrj; Stellvertr.: Dr. Margarete lidelbeitu. Und' in Berlin. Für Rüe!cj'.'tidtitigt]nverl3tigterM«ntisl;ri[>(t ist Breiumschlag beizufügen. Leiter der Anzeigen- Abteilung und verantwortlich für den Inball <l*'t Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin DA III Vj. 50 000. Verlag: C-entralvcrdn deutscher Sinaishürger jüdischen Glaubens e V . Berlin W 15. limscr Strasse 42 Tel.-Adr.: ..Ocutrslghiubea Berlin." Fcraspr. J. 2 Oliva 8H! -15 l;: Berlin mi-172 Druck der Buch- und Tiefdruci; Gesellschaft nihik Berlin SW 19.