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Central-Verein-Zeitung · 1934-10-05 · 40 (5.10.1934) · page 11

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
40 (5.10.1934)
Date
1934-10-05
Page
– (sequence 11)
Language
German
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C-V.*Zfg. Nr. 40 vz\r/psfr^uiTq, w^UAUnuO' TTTT5 , .;=% 5. Oktober 1934 mm 8 v'-v WLjr vv iir „Tie Zukunft -cs Ausienhandels." Eugen Dietrich Verlag, Jena. Tie in der Oeffentlichkeit erörterten Wege ^ir Neuformung des deutschen Außenhandels führen entweder zum Autarkiebegriff hin oder reu ihm fort. Der Neichsbankpräsident hat in den letzten Wochen wiederholt betont, daß eine Autarkie nur ^als wirtschaftliche Notlösung in Frage käme. Ferdinand Fried gehört im Eegematz hierzu zu denjenigen Wirtschaftspolitikern, für die der Autarkiebegriff politischer Selbstzweck iü. Bon dieser strengen völkischen Auffassung her macht er der Reichswirtschaftssührung Vorschlage zur restlosen Ausmerzung aller „Itbera- Iifrifö)cn" Rückstände, zu denen er auch die bekannten Nlaßnahmcn der Exportförderung zahlt <S. 2!h auf deren Bedeutung Tr. Schacht soeben Hingenuesen hat. Fried bemängelt am deutschen Außenhandel vor allem das hier noch anzutreffcnde wüstem der Konknrrenzwirtschaft und teilweise noch freien Preisbildung. Er schlägt vor, es durch eine Art ständische Ausfuhrordnung zu ersetzen. Ter einzelne Kaufmann sei zwar nicht völlig ausznschatieu. die Stände als zentrale Stellen'haben den Erpvrt nach vlanwirtschastlichen Gesichts, rankten zu leiten und zu kontrollieren. ' Eine Anzenhandelsstelle weist den Ständen Ein- und Aussuhrkontingcnte zu. An diese Vorschläge knüpft Fried sehr optimistische Gedankcngänge. Er verspricht sich davon nicht nur die Möglichkeit einer Erport-, sondern auch. — dies zur Kennzeichnung seines etwas legeren Autarkiebegriffs — einer Importsteigerung. Vorausgesetzt wird neben der bereits skizzierten inneren Regelung ein glatter Ausgleich der Handelsbilanz von Land zu Land (S. .Ast und damit eine völlig ausgeglichene Handelsbilanz. — Die Einwände, die sich gegen diese Handelspolitik der strengen Gegenseitigleit erbeben lasten, werden von Fried nur kurz gestreift. Diese Einwände, unlängst erst wieder von Dr. Schacht formuliert, lassen sich darin zusamensassen, daß allgemein gesprochen, beim Verschwinden der Salden das Außenhandelsvolumen unausweichlich sinken muß. Konkret gesprochen, würde Deutschland in dem von Fr:ed vorgeschlagenen Fall aus die Exportüberschüsse, die cs im Verkehr mit den europäischen Staaten erstelt, verzichten müssen. Gerade diese Ueberschüsse dienen aber zur Bezahlung der überseeischen Rohstosskäuse. Schon ihre geringfügige Verminderung zwingt Deutschland gegenwärtig zum Verzicht auf wichtige Rohstossbezüge. — Das Buch, dem es irt der Hauptsache aus an das Wirtschafts. Ministerium gerichtete Vorschläge ankam, läßt reden einer ” fficiljc von. Einwänden nächtige wirtschaftliche Fragen der gegenwärtigen Exportkrise unerörtert. Ein Geleitwort des Reichs» crnährungsministers sichert ihm jedoch die Aufmerksamkeit der am Erport iuteressierten Oesfentlichkeit. „Aukarkie als wirLschafLSPoliLisches Ziel", be: Schroll rr. Co., Leipzig. Auch für Dr. Walter T r e i s ch e l ist die Autarkie keine wirtschaftliche Notlösung, sondern ein politisches Ziel. Im Gegensatz zu Fried beschränkt er sich auf eine kurze sachliche Uebersicht über die Möglichkeiten einer industriellen und landwirtschaftlichen Selbstversorgung. Er ist sich dabei über die Schwierigkeiten, die sich besonders einer Hcraustösung der Industrie aus ihrer engen weltwirtschaftlichen Verflechtung entgegenstellcn, nicht im Unklaren. Er spricht sogar von einem geradezu gefährlichen Grade ihrer Auslandsabhängigkeit. Dagegen hält er eine Vollautarkie der Landwirtschaft für bald erreichbar, wobei er allerdings genötigt ist, die Nntzpslanzen nicht als landwirtschaftliche Produkte zu betrachten. Opfer (S. 27), die eine weitgehende Gesamtautarkio der Bevölkerung auferlegen wird, seien rm Interesse einer föderalistischen Außenpolitik sowie „in der Erkenntnis der zukünftigen Entwicklung", die jedoch nicht näher erörtert wird, notwendig. k. h. Wir haben vor einiger Zeit („E.-V.-Zeitung" . Rr. 30 von: 26. Juli) anläßlich der aus familiären lmb. Nachfolgeverhältnifsen erfolgten Liguidationsankündigung des Frankfurt—Berliner Bankhauses Lazard Speyer-Ellissen, Kommanditgesellschaft a. A. die Bedeutung der Firma und ihrer beiden Schwesterfirmen (früher London und New-Pork. jetzt nur noch New-Iork) gewürdigt. Inzwischen ist_ von einer Generalversammlung der . offizielle Liguidationsbeschluß gefaßt worden. Tiest Gelegenheit gibt der „Frankfurter Zeitung" Anlaß, noch einmal in besonderer Hinsicht auf die Bedeutung der drei Firmen Speyer, und insbesondere auch des deutschen Hauses, eiuzugchen. Nachdem sie betont, daß Art und Bedeutung des Wirkens der Firma Speyer-Ellissen keiner neuen Hervorhebung bedürfe, schreibt das Blatt u. a. weiter: „Aber etwas anderes bleibt nachzutragen: neben den lausenden Bankgeschäften, die die drei Speyerschen Firmen in ihren Domizilländern zur Blüte brachten, haben sie entsprechend der gemeinsauren Frankfurter Wurzel fast ein Jahrhundert lang eine durch Personalunion gefestigte, wirtschaftlich wertvolle Gemeinschaftsarbeit geleistet, und zwar vorzugsweise im Sinne einer Stärkung der deutsch - amerikanischen W i r t s ch a f t s v e r b i n d n n g e n. War es ehemals deutsches und europäisches Kapital, das sic zur Anlage nach Amerika führten, als das junge Land cntwickliingsbedürftig war, so wurde nach dein Kriege wohl in mindestens ebenso großem Stile amerikanisches Geld nach Deutschland geleitet, um hier Aufbanhilfe zu leisten. Speyer Sc Eo., New-Pork, und ihre deutschen Verbündeten befanden sich unter den ersten Häusern, die drüben 1024 normale deutsche Anleihen hcransbrachten, sobald das nach der Tawes-Anlcihe angängig war. In verschiedenen Abschlüssen von Stadt-. Verkehrs¬ und Elektrizitätsanleihen wurde dieses Kreditgeschäft gepflegt bis 192$. In jener frühen Zeit war die Speisung unserer Wirtschaft mit fremdem langfristigen Kapital bis zu einem bestimmten Grade eine allgemein anerkannte Notwendigkeit, und die Spehcr-Gruppc hat sich vorangehend daran beteiligt. Umgekehrt darf anläßlich des jetzigen Abschieds von der Frankfurter Firma einmal nn« gemerkt werden, daß das große New-Porker Schwcsterhans an keiner der amerikanischen Kriegsemissionen der Entente beteiligt war." „Aber auch abseits der geschäftlichen Haltung wurde auf verschiedene Weise — von Georg und Franziska Speyers nachhaltigen Frankfurter Stiftungen ganz abgesehen — manches bewußt zu-, gnnsten der deutsch-amerikanischen Beziehungen getan. James Speyer, der heute 73jährige Seniorchef des New'-Vorker Hauses — in Amerika geboren. in Deutschland erzogen —, schätzte deutsche Geschichte und Kultur und hat sich, des Frankfurter Ursprungs der Firmen eingedenk, von der Jahrhundertwende an bis zum Eintritt in den Krieg und dann wieder nach dessen Ende, aktiv an zahlreichen Notstands, und charitativen Maßnahinen sowie an solchen Einrichtungen beteiligt, wie Stipendien- und Lehrstuhl-Errichtungen, die völkerverbindend wirken sollten. Er war ein ernster, obschon alles Ausfällige vermeidender Förderer der deutsch-amerikanischen Freundschaft; auch er, als ein maßgebender Beteiligter der Speyer-Ellissen Komm.-Ces. a. A., blieb also in der alten Tradition Durch Anordnung des Rcichswirtschaftsministers vom 17. September ist in: Anskunftsgcwerbe die Gründung eines Zwangsverbandes angeordnct, der die Auskunfteien. Inkassobctricbe und Detektive in der Hauptsache umfassen soll. Der Führer der Gruppe .Handel hat unter -cm 2V. September eine 'Anordnung über die Meldepflicht erlassen, in der bestimmt ist, das; sich alle 'Auc-knnsteicn, Auskunftsbüros, Ka« lcndcrkorrcspondcntcn nnd Stückrechercheurc zwischen dem 1. und 31. Oktober bei der SEM EßM MMN MSktM GMMWM Zur Durchführung des Arbeitsplatz-Anstausches erläßtdas Arbeitsamt Essen eine Bekanntmachung, in der cs heißt: „Hier nnd ba sind von Unternehmern im Znsom'.nenhang mit dem Austausch der Arbeitsplätze bereits 'jüngere Arbeitskräfte entlassen w o r d c n, o h ne daß für sie eine anderweitige Arbeitsgelegenheit bestand. Eine der wesentlichsten Grundsätze der Verordnung über die Verteilung von Arbeitskräften ist der, daß bei den: Austausch von Arbeitsplätzen die daran Beteiligten nicht der Arbeitslosigkeit anheimsallen dürfen. Es ist also d n r ch a n s u nznlässi g, wenn jüngere .Arbeitskräfte planlos, ohne anderweitige Unterbringung entlassen werden. . Nach der Verordnung sollen die Führer der Betriebe zunächst nur prüfen, ob der altersmäßige Ausbau ihrer Belegschaft den stmstspolitischen'Notwendigkeiten e-ntspricht. und das Ergebnis dieser Prüfung schriftlich sestlegen. Weiteres ist von den Führern der Betriebe zunächst nicht zu unternehmen. Kündigungen und Entlassungen sind also u n statt h a s t.' vielmehr muß weiterer Bescheid des Arbeitsamtes abgewartet werden, der den einzelnen Betrieben dann zugeht, wem: Arbeitsplätze für die Unterbringung der Auszntanschenden verfügbar sind." lös AsslöMr in WsrS Bon der in einem Gesetz vom 1C>. Mai 10:14 enthaltenen Ermächtigung, zu bestimmen, in welchen holländischen.Betrieben Ausländer jeder National:- tät ohne Genehmigung des Sozialministers nicht länger beschäftigt werden dürfen, hat. wie gemeldet wird, die holländische Regierung nunmehr. Gebrauch gemacht. Tie Liste umfaßt 21 Wirtschaf t s z w e i g e. Von Interesse ist besonders, daß der Genehmigungszwang auch gilt für Handelsrcisende nnd Agenten, 'für Arbeitnehmer in Bank, nnd Kreditinstituten, in Hotels nnd sonstigen Gaststätten, in Theatern, -Orchestern. Kinos. Kabarctts nsiv., in der Filmindustrie (Regisseure nsio.s. Arbeitgeber, die ihre ausländischen Arbeitskräfte bereits ein: 17. September 1934 in ihren Diensten hatten, müssen spätestens an: 1. Januar 1937, in: Besitz einer vom Direktor des Staatlichen Amtes für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittlung erteilten schriftlichen Arbeitsgenehmigung sein. Für Ausländer, die bis zun: 17. September nicht beschäftigt waren. :nnß die Arbcitsgenehmignng bereits an: 9. Oktober vorliegen: andernfalls dürfen die betreffenden Ausländer nicht länger beschäftigt werden. Fmlbi^alJxDijDLksDa oanadJ (Jn^aDsm. der Familie, philanthropische und kulturelle E:nrichtnngen zu unterstützen." Fachgruppe Auskunftsgewerbe, Berlin IV 35, Ticrgartcnstrasic 12 a, zu melden haben. Zur Anmeldung ist das fffet der genannten 5teile kostenlos erhältliche Meldesormular zu benutzen. Wir rnachen daraus aufmerksam, daß unter die Meldepflicht auch alle diejenigen Personen fallen, die für Berufs- oder Kalenderauskunsteien auch nur zeitweilig Auskünfte gegen Entgelt erteilen. Tie ordnungsinäßige Anmeldung ist eine Voraussetzung der weiteren Bernfsausübung, auch der Tätigkeit im Nebenberuf. Ws Mt SWOM Einzelhanvcl Der Reichsbeanftragtc für den Einzelhandel nnd Führer, des Gesamtverbandes des deutschen Einzelhandels, D r. Frau z H a y I c r, hat den„ Präsidenten der Hauptgemeinschast des deutschen Einzelhandels, Paul Fr ende mann, in das Präsidium des Gesamtverbandes berufen und zu seinem ersten Stellvertreter bestimmt. Ferner hat Tr. Hayler den Präsidenten des Reichsbundes des Textileinzelhandels, Herbert T e n g e l m a n n. und den Präsidenten des Reichsverbandes der -Groß, und Mittelbetriebe des deutschen Einzelhandels, D r. Fritz I a c o b! e n, in das Präsidium des Gesamtverbandes und zu seinen weiteren Stellvertretern berufen. In einen: Ausruf Dr. Hahlers an den Einzelhandel wird zunächst bckanntgcgebcn, daß er nar!) der Anerkennung der „Wirtschaftsgruppe Einzelhandel" als Pflichtorganisation zum Führer des Gesa m tverbandcs bestimmt worden sei. Künftig werde, so heißt cs u. a. weiter, jeder Einzethandelsbetricb ausschließlich Mitglied des Gesamtverbandes des Einzelhandels sein. Der Umbau der Organisation werde nach seinen Anordnungen erfolgen. Der G c s a m t v e r b a u d unnasse alte F o r m c n und Betriebsgröße!: des Einzelhandels. Memungs- Verschiedenheiten und Interessengegensätze sollen künftig durch den Berufsstand selbst geichlichtch werden. Dieses gemeinsame Wollen lege Großvetrieben die Pflicht auf. siel, für das Schicksal der Kleinen mitveranlu'orllich zu fühlen, dein kleineren Betrieb dagegen die Bereitschaft, Verständnis für die notwendigen Arbeitsgrundlaaeu der größeren Unteruehnuiugen aufzubringen. 3 s liege der Führung fern, eine zünstlerischc Ab' schtießung zu erstreben, sondern sie wolle im Gege>:tei( zur rechten Zeit die beste Leistung an den besten Platz bringen, den Verbraucher' vor Piuschertuin und Unlauterkeit schützen und glcie-i zeitig die Verselbständigung des tüchtigen sachkundige!: Kansmannsgchilfcn zur soz-aken Ansstiegslinie im Einzelhandel rnachen. Um dies zu erreiche!:, sei es nicht zu umgehen, auch die berufliche F o r t b i l d r: n g des selbständigen Kaufmanns zu verbessern und zu vertiefen. Barrkgcwcrbe Die Wirtschaftsgrnppe „Privates Bank, gerverbe" macht in Wiederholung der Anordnung des Führers der Hanptgrnppe 10 der deutschest Wirtschaft von: 30. August darauf aufmerkian^ daß die F r i st z u r A n m e l d u n g mit den-. 30. September ablief. Firmen, die die Anmeldung r-7 n n n rra n K tili?! .! C4 U J Llii ü Li UauuUü Ijj LIEGNITZ | Herren-u.Kracafeonp KJeBdcrfcbrSk jj; SpozlaSabtolSung: ssts Kna!2SRVjasc^!:Gnf2lit!sn 'tJo lLGC[iuLin]Guüinj SScSSSn Y/Sschcu. SchGrssnfc&rlEc Darr.cnu. t£!ndcri:!cidcr Stapelgenre. Sreslaa J. - | Herrcr,!dc!c!cr?abr!!!: | Liater Mittelgenre g ttoUÄ ivHCiliiliSiisL-d Cs Brsslnsi l, Hing 20/23 15!} rr|ör^r>^r-i"> Spezialität r Jugendliche Mantel Untersetzte Frauenmantel I teK© ß lyrrsseö DrcsSaa — Karlstr. SD Q/'h,:’v'?r?nn . ßrrgeck'wplshmn i SSfUCiUtÜlibil «u>« g Ständig grosses Lager in allen Saisonartikeln C$1 Fa »3 FI r>«riwne1 VT, C» kWÜ » La C2 C. Ü Ü 1» BRESLAU I Reuschejfr. 6 Pdz-?tei&3it:n! ■ Kappca ln sücn § WZ Hersteller KoüaS AG# ChemnSts jbLuüä o i Er-EiSILAU V StPunsp^v/GB'onfssbB'JFc GedUsec Stern Ä.Q. GörBüüa. 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