Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 38 (21.9.1934)
- Date
- 1934-09-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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zu antisemitischen Prppagandgzwecken erklärt werden: „Es ist behauptet worden, daß die Protokolle auf dem 1897 in Basel abgehaltenen ersten Zionistenkongreß von Tr. Herzl geheim verkündet worden seien; ans der Aussage des Führers der zionistischen Bewegung Nahm» Lokolow. dessen Zcugenschaft wir ohne jedes Zögern anerkennen, gehl jedoch beweiskräftig hervor, daß auf diesem Kongreß niemals auf ein derartiges Tokinnent Bezug genommen oder feiner Erwähnung getan wurde. Herr Sokolmv erklärte, daß er dem Kongreß bergcwohnt hat. daß die Verhandlungen der Oeffentlrchkeit zugänglich waren, daß er Mitglied sämtlicher Kommissionen war und zu einem wesentlichen Teil an der Zusammenstellung der Tagesordnung mitwirlte. Tein Kongreß wohnten viele christliche Studenten bei. und es gal) keinerlei Gehcimnis irgendwelcher Art im Zusammenhang mit den 'Sitzungen. Herr Solvlvw hat ferner erklärt, daß er von der Existenz der Protokolle znm erstenmal anläßlich eines Besuches in Paris im Jahre 1920 crsuhr. Er kehrte nach London zurück, wo er sie zum erstenmal zu Gesicht bekam und las. Er bemühte sich, der Entstehungsgeschichte des Dokuments nachzugehen. und zufällig entdeckten Beamte des Britischen Museums ein unter der Herrschaft Napoleons III. veröffentlichtes Parnphlet. das im Musenmslatalvg unter „Antinapoleonische Pamphlete" verzeichnet ist. Das war die französische Ausgabe der „Protokolle". Er fand, daß die „Protokolle" ein plumpes Plagiat dieser Streitschrift darstellen." Tie llrieilsschrift spricht schließlich von den Gotteslästerungen in den im Anschluß an diese „Protokolle" verfaßten „Tvktimenten" und den in iiiiirn entlialteueii „stupiden und herabn'ürdigenden" Angriffen gegen den stisrer der christlichen Neligion und die Jungfrau Maria. * * * Dis Innere LnmöMkelt der „Weisen von Aon" Ans dem Talmud und den srührabbim'schcn Schriften geht eindeutig hervor, daß jede Anslehnmrg gegen die bestehende Ordnung den Inden religionsmäßig verboten ist. So z. B.: „Gott beschwor Israel, sich gegen die Böller nicht anszulehnen" (Kethnbot Illas. Ter Heilige sprach: „Ich beschwöre euch ihr sollet euch keiner Regierungsvcrordnuttg. so bedrückend sic auch sein mag, widersetzen" (Midrasch Tanchuma. Wochenabsch. 5toach). „Beer sich gegen die Negierung vergeht, ist des Todes würdig" (sanhedrin 49 Ist. „Beer dem regterenden Fürsten gegenüber unanständig ist, der begeht eine Sünde, als wenn er gegen Hott nnam'tändig wäre" (Bereschit raba 9,18). Tiefe Anssprüche stammen aus einer Zeit her. als die Juden ihre politische Stellung längst eingebüßt haben und der jüdische Staat nicht mehr bestand. In diesem Zusammenhänge ist aber eine stelle im mittelalterlichen rabbinischen Werke „Mischnah Thorah" höchst interessant, weil sie beweist, daß die „Protokolle" nicht von Inden stammen können, einfach, wer! ihr Inhalt mit der in der betreffenden stelle zum Ausdruck konnnenden Auffassung des Judentums von der zu enoartenden Erlösung in krassem Widerspruche steht. Das genannte Werk „Mischnah Thorah". anch ..Iad he.chasalah" betitelt, hat den großen jüdischen Neligivilsphilosophcn Moses, genannt Maimonides!vn Ma.ünon. znm Erfasser. Er lebte im 1-. Jahrhundert und legte im gedachten Gesetzbuch, das auf Bibel und Talmudtraditivn begründet ist, in mehreren Abschnitten das Leben der Inden nach Ankunft des von ihnen erwarteten Messias bzw. nach ihrer Erlösung ans der Diaspora und Neneinordniirig in ihre religiös-staatliche Heimstätte in Palästma, zurecht. Ter letzte Abschnitt befaßt sich ausschließlich mit den „Gesetzen für die Könige", schon diese Tatinri>e allein beweist, daß im echten, religiös-bewußten Judentum eine staatsform, wie sie in den „Protokollen" angestrebt wird, ausgeschlossen ist. Ter sechste Absatz beginnt mit den Worten: „Man fange mit keinem Menschen in der Welt einen Krieg an. ehe man ihn zniu Frieden ausgesordert hat." Iin Zwölften Absatz, ganz am Ende, gibt aber MaimonideS eine Erklärung, wozu das Judentum seine Erlösung anstrcbt. Tic stelle lautet in deutscher Ucbersetznng: „Es schnten sich die Weisen und Propheten (Israels) nach dcur Messias, nicht nur die ganze Welt zu beherrschen, nicht nur die götzendienerischen Völker zu bedrücken, auch nicht, damit die Nationen der Welt Israel erheben, auch nicht, unr zu essen und zu trinken und sich der Freude hrnzugeben, sondern einzig und allein, rnn sich der Lehre und der Weisheit znwcnden zu können, ohne von jernanden bedrängt und beliindert zn werden. Und in jener Zeit wird cs keinen .Hunger, keinen Krieg, keine Missgunst und keinen streit geben, denn das Gute wird in Fülle vorhanden sein." Es ist zu bedauern, daß den Forschern, die in langen wissenschaftlichen Abhandlungen die Unechtheit der „Protokolle" nachwicsen, diese Maimonidesstelle entgangen ist. OK. LioeK Soeben ist das Andenken an Heinrich vonTreitschke anläßlich seines hundertsten Geburtstages festlich erneuert worden. Man kann Treitschkes Einstellung gegenüber den Inden nur aus der Eigenart und Totalität seiner Weltanschauung heraus begreifen. T-cr vom Sturme überpersönlicher Leidenschaft durchbebte Alaun, der ohne Zweifel der gewaltigstegeschichtliche Seher der Deutschen war, wenn ihn auch töiinfc au geschichtlicher Einsicht überragt, lebte in Erwartung des Kommenden. Schon war in Bismarek der Alarm des Schicksals erstanden, der den nationaler) Einheitstramn der Deutschen verwirklichen sollte. -Obschon in der Gedankenwelt des Liberalismus beheimatet, wandte Treitschke die Liebe und kündende Kraft seines heißen Oerzens dem Heros der Nation und feinem Werfe zu. Nachdem ein geeintes und mächtiges Deutsches Reich festgegründet dastand, bemaß er alle Erscheinungen, die sowohl von außen als von innen her hervortralen. uach dem mutmaßlichen Nutzett oder Nachteil, die sie dem jungen Reich bringen konnten. Nur unter diesem Gesichtspunkt können wir Treitschkes Haltung in der Iudenfrage erfassen. Weil er — ob zn Recht oder zn Unrecht — befürchtete. daß die Irrden sich in den neuen Rcich-skörper nicht organisch eingliedern würden, ja strgar zn einem Schädiger des Reiches sich entwickeln würden, deshalb trät er an die Seite Adolf Stoeclers und der Ehristlichsvzialen. die 1879 den Kampf gegen die Inden mit großer Schärfe und sichtbarem Erfolge ausgenommen hatten. Nun stellte Treitschke die gewaltige Werbetraft seiner Feder in den Dienst der judenfeindlichen Sache. Erst durch das Eingreifen seiner einzigartigen Persönlichkeit erhielt die Bewegung die Spannweite und den Nachdruck eines in Hinblick auf die Zukunft epochemachenden Ereignisses. Wenn ein Historiker und Publizist vom Range Treitschkes zur Iudenfrage das Wort nahm, so durste die Sesicutlichlcit ohne weiteres erwarten, eine aus der Tiefe historischer Besinnung geschöpfte Auffassung vorgcsetzt zu bekommen, eine Auffassung, die das oberflächliche Niveau agitatorischer Tagcspolemik weit hinter sich ließ. In den Aussätzen, die Treitschke damals in den „Preußischen Jahrbüchern" zur Iudenfrage veröffentlichte, erklärte er — n. a. auf das Problem der Ostjuden-Einwanderung hinweisend — die judcnfeindliche Bewegung „als natürliche Reaktion des germanischen* Dolksgefühls gegen ein fremdes Element, das in unserem Leben einen allzu breiten Raum eingenommen hat". Diese Begründung der Iudenseindlichkeit deckt sich vollkommen mit der Parole Stoeckers und Der christlichsozialeu Bewegung. Hier zeichnen sich bereits die Elemente einer südenfeindlichen Gesinnung und Haltung ab, die späterhin zu einer herrschenden Weltanschauung werden sollten: die Inbeziehnngsetznng von Iudenfrage und Rassengedanken, die daraus folgende Begründung des Judenhasses als Ausdruck des Gefühls der Andersartigkeit (Rassenfremdheit). ferner — last not least — der Konflikt, den die Frage des Lebensraums: die Regelung der wirtschaftlichen Ausdehnung der Juden heransbeschworen hat. Es entsprach der damaligen Struktur des - deutschen Geistes, der noch in der Atmosphäre des Liberalismus verhaftet war, daß Treitschkes Anschauung in der Iudenfrage auf nachhaltigen Widerstand stieß. Unter den Manuern. die jüdischerseits auf den Plan traten. )im die Sache der Ihren zu verteidigen, ragt besonders H e r m nun Gohen hervor. Ter große Denker wandte sich gegen Treitschke in einer Streitschrift, die ihrer Anlage mit» ihrem Gehalte nach eine Bekcnntnisschrist war. Erfüllt von dem Gedanken an die Universalität der jüdischen Glaubenslehre, sucht Eoheu — alles Vordergründige von sich streifend — aus Grund einer religiösen Ucbereinstimmung zwischen Ehristentum und Judentum den Gegenstand des Streits zugunsten einer höheren, das Gegensätzliche auslösenden Einheit — einer Art drittem geistigem Reich — auszuheben. Eine Ausfassung, deren Tiefe auch den Gegner Treitschke gefangennahm. Vor allem trat aber ein Mann gegen Treitschke in die Schranken, der durch die Genialität seiner Persönlichkeit ein in )eder Hinsicht ebenbürtiger Gegner war. Im Dezember 1880 veröffentlichte Theodor Mommsen seine Streitschrift „Auch ein Wort über unser Judentum". Unter scharfer Ablehnung der Thesen Treitschkes entwickelte er darin die Ansicht, daß cs durchaus begrüßenswert wäre, „dem germanischen Metall für seine Ausgestaltung einige Prozent Israel bcizusetzen". Mommsen vertrat also mit Entschiedenheit den Gedanken der Assimilation, d. h. der Einordnung der Juden in den weiträumigen und aufnahmefähigen deutschen Von Dr. Fritz Friedlander Volkökörper. Einer solchen Lösung der Judenfrage mittels Assimilation hat bekanntlich auch Bismarck unmißverständlich zugestimmt; und außer Bismarck, so Paradox es klingt — Heinrich von Treitschke. Um diesen verblüffenden Widerspruch. anfznlöseu, müssen )vir uns an das eingangs Gesagte erinnern, nämlich daß Treitschkes Haltung in der Iudenfrage nur aus der Gcsamtcntwicklung seines Geistes heraus bcgriffen werden kann. Denn es genügt nicht, zur Verdeutlichung seines Standpunktes den Autor der Aufsätze in den „Preußischen Jahrbüchern" zu befragen, denn in ihnen kommt nur die eine Seite seines Wesens, die publizistische, znm Vorschein, sondern wir müssen auch dort ihn befragen, wo sein Unsterbliches znm Ausdrlick gelangt: dies geschieht in seinem eigentlichen Lebenswerk, der großartigen „Deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert". Sofern in diesem Buche das jüdische Problem in seiner Ausrichtung ans die deutsche Unuvelt berührt wird, lassen sich im Zuge der wcitschichtigcn Darstellung zwei polar entgegengesetzte Auffassungen unterscheiden. Eine scharfe Ablehnung erfährt jener jüdische Typus, der einerseits durch R a h e l V a r n li ageu, anderseits durch Börne und Heine repräsentiertwird. An diesen jüdischen Eharakteren tadelt Treitschke all jene Wesenszüge, die er für deutfchtiuusfeindlich hält: er geht etwasto weit, die Gestalt Heines sozusagen in zwei Teile zu zerlegen: er hebt einen deutschen Dichter von einem unuational-uuechteu Atlerweltsliteraten ab. (Noch in einem Briefe nn Josef Schratten- 1)01,5 ^L-1 tritt diese Zweiteilung hervor.) Ans der anderen Seite schreibt er bei der Beurteilung der deutschjüdisch-liberalen Politiker G a - b r i e l R ießer und At o r i tz B c i t den entscheidenden Satz: „Wären alte deutschen Juden wirklich so gesinnt gewesen wie dieser begeisterte Patriot l.Rießer). dann hätte ii)re Gleichberechtigung in unserem weitherzigen Volke keinen Widerstand gesunden." Damit hat Treitschke die Möglichkeit einer Assimilation unzweideutig bejaht,' denn Gleichberechtigung im Botlsinn des Worts ist nichts weiter als Assimilation. Ob bei dieser Erkenntnis Erinnerungen an den Jugendfreund Alfons Oppenheim mitgesprochen haben, tritt an Bedeutung zurück angesichts der Tatsache, daß Treitschke zwischen zwei Zeiten stand: nach rückwärts dem Nationalliberalismus, nach vorwärts dem Nationalsozialismus zugewandt. Diese Doppelpoligleit hat bewirkt, daß er in der Iudenfrage einerseits den Assimilationsgedanken, anderseits den Rassengedanken vertreten hat. Ser AeWbisKsf Wer öle Fchrnfrege Reichsbischof Müller hielt am 15. September im Kuppelsaal der Stadthalle Hannover eine Rede, in der er, wie TAB nullteilt, unter andcrcin begründete. weshalb er sich für den Nationalsozialismus einsetze. Iin Lanfe seiner Ausführungen kam er auf die Iudenfrage zn sprechen und wandte sich gegen die Leute, die da sagten. Ehristns sei doch auch Jude gewesen. Man müsse daraus immer erandern, daß in jenem Bolle stets der Mann, der ihm die Wahrheit sagte, uingebracht worden sei, zuletzt der Heiland selbst. Das Ehristentum sei nicht aus dein Judentum herausgervachsen, sondern in stetem Kampfe mit ihm entstanden. „Zum ersten Male seit cijriftlidicr Zeit habe nun ein Volk es gewagt, den Inden den Kumpf anznsagen. In diesem Kampf müßten wir Ehristen zusauunensteheu, und wenn wir auch einmal ein halbes Jahr darben uu'ißteir." AntllemilMer WMsngccß Wie die „Fränkische Tageszeitung" vom 14. Sep» tcrnber meldet, fiildet der in Aussicht genommene antisemitische Weltkongreß in der Zeit vom 22. bis 26. September in belgischen Badern statt. Leber ö«s öffsntliKr Suffcetea jMSre FllWMeMOe Die Staatspolizeistelle für den Negierrmgsbezirk Potsdam hat eine Bekanntmachung erlassen, die das Auftreten jüdischer Jugendverbände in der Oeffentlichkeit regelt. Den jüdischen Jugend-, verbänden ist künftig das öffentliche Tragen von einheitlicher Kleidung, das ‘ Verdecken der verbotenen Kleidungsstücke durch Ziviltleidung. sowie jede sonstige einheitliche Bekleidung, die anch nur teilweise für die bisherige Bnndestracht als Ersatz anzusehen ist, das gemeinsame llcbernachten und Wohnen in Zelten und Privaträuinen, das Mitführen oder Zeigen von Fahnen, Bannern, Wimpeln und Feldzeichen aller Art und das Ans- und Allsmarschieren, insbesondere das gemeinsame Ansmarschieren in feldmarschmäßiger Ausrüstung. sowie daS Neben in gelände- und wehrsportlicher Hinsicht aller Art verboten. Nicht verboten sind sportliche Betätigung, sofern dieser jeder demonstrative Eharakter fehle. Für jeden Fall der Nichtbefolanng dieser Verordnung wird gegen die Schuldigen ein Zwangsgeld in Höhe von 150 RM festgesetzt, im Nicht- -Leitrsibung?falle ' eine Zwangshaft von drei Wochen. Unerlaubt getragene Kluft. Banner Wimpel und Feldzeichen aller Art. sowie uner^ laubt verteilte, hergestellte und verkaufte Presseerzeugkiisse und Flugblätter jeder Art werden be. schlagnahmt. Bei schweren Verstößen gegen diese Verordnung werden Zwvidcrhandelnde in Schutz- Haft genommen. Die Staatspolizeistelle für den Regierung?, bezirk Münster teilt mit, daß die staatspolizeiliche Anordnung vom 11. August d. I. wie folgt abgeändert wird: „Den jüdischen Iugendverbäliden wird daS öffentliche Tragen von einheitlicher Kleidung (Uniform. Kluft sowie eine etwaige einheitliche Ersatzkleidung). von Ausrüstnugsstückeu (Koppel. Schulterriemen, Fahrtenmesser), foimr pon Abzeichen, anch unter der Verdeckung durll, zivile Kleidungsstücke (Vtantel) verboten. Diese Abänderung tritt mit sofortiger Wirkung in 5crast. Dlnmp'radc und Indcnfragc. Der Reichs, spart jäh', er von Tstchauuner und Lsieu hat. wie wir in der „Den!sichen Zeitung" lesen, in einer Ansprache vor ausländischen Pressevertretern in Wiesbaden Erläuterungen iin Hinblick auf die Llhmpischen Spiele gegeben und dabei persichert, das; die oltnnpischen Gesetze bei der 'Berliner Olvnrpiade strengste Beachtung finden iviirden. Damit sei anch die Iudenfrage gelost. Juten G der -Lirlll vrrLv!ci>? In der „Main-Fränkischen Zeitung" Nr. l:'-2 vom 5. September lesen wir nachstehende Notiz ans Heßlar: „Zur Nachahmnng^lnpfvhlen": „Auch si unsere Gemeinde ist erwaelst! Seit Sonntag früh!si tragen alle Wohn- und Wirtschaftsgebäude an den ch Toren und Düren in roter Lackfarbe ansgetragene ih Warnung: .Inden ist der Zutritt verböte»»!'. Tie h etwa 20 Zentimeter hohen Buchstaben sind nicht zn übersehen und in »nettersester Farbe aufgetragen. fl Das „Nationalblatt". Koblenz, berichtet ans -s Keil: „Eine große Anzahl von Bauern unseres |j Dort'eS kann sich immer noch nicht entschließen. T. den Juden beim Biehhande! ansziiselialteu. Es ver- 4 geht keine Woche, ohne daß man nicht iiidijchc -i Viehhändler oder Metzger von Hof zn Hof gehen -si sieht. Deshalb richten »vir an diejenigen Volts. j genossen, die es angeht, die Mnhming: .Laßt den -! Juden vom Hof! Tätigt Eure Ein- und Verkänse I mit deutschen Händlern!'." >1 Der 1. Oktober steht vor der Tür... . . . aber noch vorher, schon in diesen Tagen — der Briefträger! Er will das Geld h für die „C.-V.-Zeitung" ciitfajficren. Schalten;j Sie, verehrte Leserin und verehrter Leser der g „C.-V.-Zeitung", dann in Gedanken einmal sj zurück und denken Sie auch darait, waS Ihnen j die Schristleitmui der „E.-L.-Zeitung" für die | nächste Zeit noch kürzlich versprach. Tann wird Ihnen so recht zum Bewußtsein kommen, was die „E.-V.-Zeitilug" Ihrieu bedeutet. Scsi i wehr als Jahresfrist ist sie — wie man fegt s — eine richtige Zeitung und über den Rahj wen eines Vereinsorgans erheblich hinans- < gewachsen, heute das Blatt mit der größten Altstage aller jüdischen Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland. Sie imterrichtet lau-; send über die neuesten Ereignisse im gesamten - jüdischen Leben Deutschlands »md des Aust lande«, ohne dabei den Zusammenhang niit; der Umwelt zu verlieren. Die „E.-V.-Zeitung" versucht den wannigsaehsten Wünschen '.mb Z Interessen einer vielschichtigen, über das ganze Reich verstreuten .Leserschaft gerecht sit werden. Richtschnur für U)re Haltung ist und bleibt der delitschiüdische Zulnnstslville. Das Programm für den konnnenden Winter ist übcralts reichhaltig: )\ Da gibt cs Anssatzreihen über die jüdischen Organisationen, über jüdische Gestalten als w Spinbole ihrer Zeit, über literarischaiistorische Miniaturen. Die „Typologie des neuen deutschen Juden" soll der Bersrlch einer Zcichnmlg r des jüdischen Bernssmenschen in diesen Tagen sein. Illustrierte Reportagen handeln über;; jüdisches Leben in deutschen Städten, über Iildci^ in aller Welt und besonders rn st Palästina. „Sie fragen — wir antworten" bleibt die gedruckte Beratuug iu allen jurijli'ch' ü wirtschaftlichen Fragen, die der Eristenzsichest rnng der deutschen Juden gellen. Das Feuilleton sieht vielversprechend ans: - der Einfluß der Bibel auf die Ktlnst. Talinndsi legenden, Erzählnngeii und Novellen nutzesi kannter und aufstrebender Schriftsteller, moderne Lvrik und vieles andere mehr. Die - ständigen Beilagen der „E.-V.-Zeitimg" lver-; den weiter ansgebaut. Niemand darf den Postbolen warten lassen. Zahlen Sie pünktlich Ihre Gebühr für das 4. Vierteljahr 1934, RM 0,48 bzw. RM 3,18, je nachdem ob Sie dem Centrcl-Verein <2/5 Mitglied angehören oder ob Sie lediglich Abonnent der „C.-V.--Zeitung1 sind. 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