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Central-Verein-Zeitung · 1934-09-06 · 36 (6.9.1934) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
36 (6.9.1934)
Date
1934-09-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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jüdischem Besitz. Daneben gibt' es einige wenige Betriebe der Textilfabrikation. . Im oftpreußifchen Handwerk sind Juden leider nur sehr gering vertreten. Aus diesem Grunde mußte ein Teil-der Jugend, die sich dem Handwerk zuwenden wollte, auf die Lehre in. nichtjüdischcn Betrieben angewiesen sein. Gerade hieraus ergaben.sich Ausgaben, um der Jugend wenigstens 'de-' schränkte Möglichkeiten zur Ausbildung im Handwerk zu beschaffen. Tie jüngeren Altersschichtcn der jüdischen Bevölkerung Ostpreußens befinden sich, wie wohl überall, in abhängiger Stellung. Soweit sie durch die Veränderung auf dem Arbeitsmarkt betroffen nuirden. sind sie zu einem Teil räumlich oder - beruflich abgewandert. Gin anderer Teil tonnte innerhalb der bestehenden jüdischen Unternehmungen Arbeit und Brot finden. Ter E.-V. hat hier überall beratend und helfend cingegriffen, wo plötzliche Veränderungen in der Ünterbruigung und Beschäftigung der Angestellten cintraten. Auf allen Gebieten hatte der E.-D. seine Organisation gerade darin zu bewähren, in Zeilen des Uebcrgangs und mannigfacher Untlarheit die Verbindung unter den oft sehr entfernt voneinander wohnenden Menschen zu erhalten oder herzustellen.. Unsere Hauptaufgabe war deshalb, die Verbind u n g gerade mit den kleinft en Gruppen aufs neue herzustellen und den einzelnen Gruppen dadurch das Vertrauen aus die Möglichkeit gegenseitiger Unterstützung widerzugeben. Hierzu dienen die Besprechungen in den von Königsberg entsernt liegenden Orten^dic sich aus alle a achpersönlichen undgeistigcnFragen erstrecken müssen. Vor allem galt unsere Sorge der jungen Generation, deren Arbeit wir nach .Urüsten förderten und für die wir um Verständnis warben. Obersshlesien Von Dr. J. Skalier (Beuthen O.-S.), „ Vorsitzende mdes Landesverbandes O b e r f ch l e s i e n. Tie ober schlesischen Juden ^wohnen zum weitaus größten Teile im I n d u st r i e - bezirk. Ihre wirtschaftliche Lage wird daher im wesentlichen durch die Lage der Industrie, . sodann durch die Handelsbeziehungen zu dem benachbarten Pole n benimmt. In - beiden Hinsichten waren die Verhältnisse in den . letzten Jahren nicht günstig. Tie allgemeine -Mrifc ist auch an der vberschlesischen Industrie, die an sich schon infolge der Frachtscrne gegen- . über den hauptsächlich in Deutschland in Betracht kommenden Absatzmärkten stets zn kämpfen hatte, nicht spurlos vorübergegangen. Ter lange Zeit währende Handelskrieg mit Polen wirkte sich nicht bloß für di Z Großhandelsbetriebe, sondern in den Grenzstädten insbesondere auch sür den Einzelhandel nachteilig ans. Ta die Inden im Indnstriebezirk zum überivicgcndcn Teile dem Handel angehören. wurden sie durch diese Verhältnisse natürlich besonders in Mitleidenschaft gezogen. Insbesondere haben der Holz- und Gisenhandct in den vergangenen Jahren schrver zu leiden gehabt, und die Zusauuneiibrüche großer - Airmen, an welchen vielsach Juden beteiligt und in welchen viele jüdische Angestellte, zum Teil in leitender Stellung, tätig waren, haben, die wirtschaftliche- und soziale Struktur der oberschlcsischen Judenschaft ungünstig bcein-.. ilußt, obwohl die Bestimmungen der Genfer Konvention im ehemaligen Abstimmungsgebiet eine ungleiche Behandlung der Juden nicht zulassen und die Negierung diesem Umstande Nechnung trägt. Als schwierig muß auch die Lage der freien Berufe, insbesondere der Aerzte und Anwälte, bezeichnet werden. Bei dieser Sachlage ergab sich für den Gentral-Verein in Lberschlesien ein reiches Arbeitsfeld. Als die seit langem ausacbantc Organisation mit seinem Syndikat in Beuthen und seinen zahlreichen durch jahrelange Arbeit geschulten ehrenamtlichen. Aiitarbeitern konnte er in der ersten Zeit in die Bresche springen, wenn sür neue Ausgaben der jüdischen Gemeinschaft Einrichtungen ge- . schassen oder bestehende ausgebaut werden mußten. Wenngleich in dieser Beziehung in der Zwischenzeit eine weitgehende Arbeitsteilung eingetretcn ist, so ist doch die Betreuung der Juden in den Kleingcmcinden und der in Oberschlesien noch zahlreich vereinzelt ans dem Lande wohnenden Juden auch weiterhin eine .der Hauptaufgaben des Central- , Vereins. Ein großes Arbeitsgebiet bot auch die wirtschaftliche Beratung der einzelnen B e r u f s st ä n d e. Jüdische Industrielle, Kaufleute, Handelsvertreter, Handwerker, Markthändter, Hausierer u. a. sind, wo es nötig war, über die Rechtsverhältnisse aufgeklärt, und ihre Wünsche und Beschwerden, wenn sie berechtigt erschienen, in Eingaben oder persönlichen Vorstellungen bei den zuständigen Stellen vorgcbracht worden, in vielen Fällen mit Erfolg. Reben den gezeichneten Ausgaben wird unsere Arbeit aber auch der seelischen Stärkung der vberschlesischen jüdischen Menschen in dieser schicksalsschweren Zeit wie bisher jo auch im neuen Jahre zu dienen haben. . Niederschlesien' v Von Dr, Erich Bry (Bredau) Vorsitzendem des Landesverbandes Nied erschlossen. Die Verwurzelung der . jüdischen Bevölkc-' , rung.aus der .schlesischen Erde-ist seit fast.800 Jahren geschichtlich beglaubigt. Seit' Generationen befindet sich, besonders im Regierungsbezirk Breslau, eine Reihe von Gütern in jüdischen Händen, und viele dieser Besitzungen gelten in Landwirtskreisen als M u st e r g ü t e r. Zu den Aufgaben der notwendigen Berufsumschichtung werden diese jüdischen Landwirte vielleicht noch in größerem Umfange herangezogen werden können. Durch die mittelalterliche Gesetzgebung sahen sich die Inden Schlesiens ausschließlich auf den Handel angewiesen. Sie haben zu ihrem Teil dazu beigetragen, Breslau zu derwichtigsten Handelsstadt des deutschen Ostens zn machen. Das Aufblühen der Konfekr i o n s i n d n st r i e Breslaus, neben Berlin die bedeutendstein Deutschland.ist zum großen Teil ans sie zurückzuführen. An dem Ansbau des schlesischen Eisenbahnnetzes und an der Entwicklung der Oderschissahrt haben Inden Pommern Von Dr. Walter Brock (Stettin), Vorsitzendem des Landesverban - d e s Po m mcrn Die pommcrschen Juden suchen ohne Wehleidigkeit, mannhaft und gefaßt, die Lage zn meistern. Ter Ausgabenkreis des E.-V für das neue Jahr ist durch die Erfahrungen des vergangenen Jahres vorgezeichnet: Sorge für die materielle E r i st e n z unserer Glaubensgenossen, Stärkung ihrer seelischen Kraft und i n n er j ü d i s ch e r Ausgleich. ‘ ' Ernährnngsinöglichkeit kann heute nur' aus bescheidener Grundlage verlangt werden. ' In dieser Begrenzung vermochten die Pommerschen Juden im allgemeinen ihre Existenz zn erhalten. Am günstigsten liegen die Verhältnisse in der P r o v i n z h a u p t st a d t. - Herrenkleidersabriken (bekanntlich ein bedcutcnder Industriezweig Stettins) sowie Einzelhandclsaeschäste konnten hier durch ihren ' guten Ruß gefördert durch die allgemeine Konjunktur aus dein Tcrtil-, Leder- und Holz-' Warenmarkt, ausreichenden.Absatz finden. In dcn Landstädten mit den typischen indischen Gemischtwarcugeschäften liecjcu die Tinge je nach den örtlichen Strömungen sehr verschieden. Cristen,'zansgaben sind nur ganz vereiuzelt in kleinsten Ortschaften notwendig geworden. Schwer Yat es der Pvmmersche -Getreide- Handel, um den wir uns in nur denkbarer Weise bemühen. Aerzten und Zahnärzten geht es verhältnismäßig besser als den Rechtsamvälten. Das schwerste Problem bietet die Jugend, die in Deutschland verbleiben will. Eine konstruktive Lösung dieser Frage scheint nur durch die Gesetzgebung selbst möglich 31t sein. Leider versägt^aber auch oft der jüdische Gemcinsinu, der die Not der Jugeud mildern könnte. Hier hat nicht erlahmende Erziehungsarbeit des C.-V. cinznsetzen. Jüdische Kausleute haben die Pflicht, bei Nencinstellnngen Juden zu berücksichtigen. Von dieser Pflicht befreit keine opportunistische Ausrede. Tie Juden in Stadt und Land haben kein Verständnis sür manchen innerjüdischen Kamps in heutiger Zeit, der im Grunde nur von wenigen Heißspornen geschürt wird. Der innerjüdische Ausgleich ist ein Gebot der praktischen Arbeit. Guter Wille aus allen Seiten hat es in Stettin nach wenigen freundschaftlichen Aussprachen ermöglicht, sür die bevorstehenden Geineindewahlcn eine gemeinsame Liste sämtlicher jüdischen Gruppen auszustellen. So hoffen wir in Pommern Vorbild zu sein. Darüber hinaus soll unser E.-V. im kommenden Jahr ein Sammelbecken aller werden, denen das Judentum und die Juden in Deutschland am Herzen liegen. Nordwestde&tsdktand Von Dr. Hermann Samson (Hamburg) und Rudolf Herzberg (Hannover), Vorsitzend em desLandesverbandesNordwestdeutschland Der Landesverband Nordwestdeutschland des C.-V. ist ein Gebilde eigener Art. Er reicht von der holländischen Grenze bis an die Provinz Pommern und von der Wasserkante bis hinunter in mitteldeutsche Lande. Er umfaßt , somit nahezu die ganze Provinz Hannover, Schleswig und Holstein, die Länder Mecklenburg, Oldenburg und Braunschweig und nicht zuletzt die drei Hansestädte. So groß der Bezirk,'der noch bis vor kurzer Zeit von zwei Landesverbänden (Hannover und Norddeutschfit großem: Umfange mikgewirkt; 'auch- .die hochentwickelte schlesische Schwersiipduftrie.toeiffc starke Förderung durch jüdische Unternehmer und Mitarbeiter auf. Der Anteil der Juden am schlesischen Geistesleben, ihr tatkräftiges Verständnis für schlesische Dichter und Künstler dürste allgemein bekannt sein. ' - Durch die besondere wirtschaftliche Notlage Schlesiens, die sich nach dem Weltriege wegen des Verlustes des wertvollsten Hinterlandes herausbildete, sind auch die schlesischen Juden ans das schwerste geschädigt worden. Die Ereignisse der letzten Zeit haben dann die Lage der Gemeinden in den mittleren und lleinen Städten in besonderem Maße betroffen. Es - wäre tief zu beklagen, wenn diese Gemeinden ■ ihre Lebensfähigkeit verlieren sollten. Die Juden Schlesiens können nur wünschen, daß ihnen ihre alte Verbundenheit mit der Heimat erhalten bleibt und daß auch in kleineren Orten der Provinz der Boden sür jüdisches Leben nicht verlorengeht. Dazu mutz jede gc- - sährdete Einzel Position gehalten werden. Der Eentral-Verein und sein Landesverband Niederschlesien haben im vergangenen Jahre in zahlreichen Einzelsällen gezeigt, daß sie sich sür die Erfüllung dieser Aufgabe mit allen Kräften einsetzcn; sie werden auch im nächsten Jahre auf dem begonnenen Wege fortschrciten. . %<&7 MMMe land) organisatorisch erfaßt war, so verschiedenartig die Bedingungen in den Einzelteilen des Gebietes, so uneinheitlich der soziale Aufbau der Bevölkerung, der gesamten wie der jüdischen. Daraus ergeben sich, wenn auch im Kern und in der Richtung gleiche, im einzelnen die mannigfachen Ansgaden sür den Eentral- Verein. Wesentlich ist die zwingende Notwendigkeit, die Arbeit der Mitglieder dadurch zn erleichtern, daß er ihnen die notwendige Kenntnis zur wirtschaftlich reibungslosen Erledigung ihrer Geschäfte vermittelt. Die juristisch-wirtschaftliche Beratung durch Persönliche. Fühlungnahme der Landesvcrein?- leitung und ihre Mitarbeiter mit den Mitgliedern im Lande muß immer mehr vertieft werden. Abgesehen von den Einschränkungen in den von den gesetzlichen Maßnahmen besonders betroffenen Berufsgruppen zeigst die wirtschaftliche Lage der Juden, vor allem soweit Hamburg in Betracht kommt, gewisse Parallelen zur Situation der Gesamtbeoölkerung, Problematisch ist, wie sich die Abwanderung wirtschaftlich starker und jugendlicher - Menschen in Zukunft auswirkt. Es gilt, die juristisch-wirtschaftliche Beratung als Haupt-. ausgabc des E.-V. ausziibanen, die jüdischen Menschen 511 verantwortungsvoller, würdiger Haltung zu erziehen, zu einer Haltung, die ohne Verletzung der eigenen Würde den Zusammenhang mit der Umwelt nicht gänzlich zerstören läßt. I; Die juristisch-wirtschaftlichen Beratungsstellen des Central-Vereins Lendssveritänds Beratungsstellen Gross-Berlin, Brandenburg Berlin ■W 15. Emsrr Str. 42. IV Tri, J 2 Oliva 8141-45. Jiontas bij Frcitas 12-14 Uhr Ostpreusscn Königsberg . Junkerstr. 18, II. Tel.: 32022. Tel. Anmclihms erwünbehl' " Poramern- Grcnzmark Stettin Friedrirh-Karl-Str. 2, ScitenfL Tel.: 36288. Montag bis Freitag 9—13 Uhr; vorherige Anmeldung empfohlen " Obersflilesien Beuthen Virehow-ir. 11, 11. ']V!.; :ir>27. Tel. oder briefliche Anmeldung. Schlesien Breslau Junkcrnstr. 19. II Tel.: 00322. Monlasr—Freita" 9—11 uhr| nach cd. Anmelduug >IitleIdeutsehland Bclprlff Chcnmit« Konig-Johnnn-Str. 17, I. Tel.: 12038. Moutas bi< Freitag 10—14 Uhr, soust nach tcl. Vorcinbarung MuFdimanndr. 9, T. Tel.: 32786 Montau bis Freitas lll-]:! rinvorherige Anmeldung empfohlen ÜVordivestdeut seh 1 aml Hamburg Hannover Beneckcstr. 2, ptr. lks. Tel.: 4151171. Monia" bis b',d!:«>„' in bis 13. Sonst, nach Vereinbarung <1 normst r. 15, I Jeweils nach Vorankündigung in der „C.-V.- Ost Westfalen Herford Düsseldorf Kmnhirstr. 21. Tel.: 4333. Tel, Anmeldung erbeten Dreilindeiistr. 24. Tel.: 31212. Montag bis Freilag llr-13 dir, sonst, nach vorheriger Verein- Uemeindeheim Cirafcnberger Alice 78. Tel.: 151659. Montag und Donnerstag 16—18 Uhr Unksrfieiii Köln Koblens Breite Str. 92—98 (Agrippiua- Hau-). Z. 76-78. Tel : 2273H3. Montag bis Freitag 10—13 Uhr Kaiser- Wilhelm- Hing 37, I. Jeden zweiten Dienstag im Monat. 16—10 Uhr. Nächste Sprechstunde.: 25. September lless.-Xassau und Hessen Frankfurt a. 31. essen (für Oberhessen) Kassel >rnlnr (für JKheinhcssen). "Wiesbaden 50 ein weg 9. Zimmer 22. Teig 23103. Montag bis Freitag 11 bis 13 Uhr Ceineindehaus. Lonvstr. 4. Nach vorlierder Ankündigung in der Kölnisch,. Sir. 4. T. Tel.: IN7. Nach vorheriger Vereinbarung Franziskaners!,'. l‘/,o Tel.! 41384. Nach vorheriger Vereinbarung Seliull.org 5. Montag und Donnerstag 11—13 Uhr Baden Karlsruhe Herrenstr. 7. Tel.: 5399. Montag bis Freitag 10 bis 12 > br Württemberg Stuttgart Kvirdvieh.-lrasse 54. Tel.: 23592. Montag bis Freitag 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr M Meu’zem Gross-Berlin Von Dr. Bruno Glaserfeld (Berlin) Vorsitzendem des Landesverbandes Groß-Berlin Der größte Landesverband des Central- Vereins umfaßt ein in sich geschlossenes Stadtgebiet. Seine Ortsgruppen sind nicht so selbständig wie diejenigen des Reiches und nur als Unterbezirke auszufassen. Durch die räumliche Verschmelzung von Centrale und Landesverband, durch die Personalunion von Aemtern ist die Stellung des Landesverbandes - zur Centrale eine andere als die aller übrigen Landesverbände; im Laufe der Zeit ist diese Zusammenarbeit zu einer im Interesse der Sache liegenden erfreulichen Geschlossenheit geworden, wodurch viel Leerlauf vermieden. wird. Die geistige Struktur unseres Mitgliederkreises bringt cs mit sich, daß die ideologischen Fragen bei uns eine größere Rolle spielenals anderwärts. Glücklicherweise ist allmählich eine Klärung der Anschauungen cinge-' treten; unsere Freunde haben eingesehen, das; die gerade Richtschnur des Ecnträl-Vcreins in der Einstellung zu den jüdischen Problemen und jutr. Umwelt, unserer Weltanschauung gemäß, die einzig richtige war. Daß verschiedene Nuancierungen dieser Anschauung vertreten sind, ist bei der Größe des Landesver- ' Landes nicht verwunderlich. ML Auseinandersetzungen über diese Fragen aber darf unsere Arbeit vorläufig nicht weiter belastet werden. # Jetzt heißt es, praktisch der Ideologie zum .. Siege zu verhelfen. Das tut man nicht durch das ewige Thevretisieren, sondern indem wir unserer I u g e n d, der wir stets unsere Weltanschauung predigen, Helsen sich in Deutschland ihr Leben zu zimmern; denn nur materiell gesicherte Menschen können als deutsche Juden unser Werk krönen. Der Landesverband .muß also im neuen Jahr seine vornehmlichste Ausgabe darin sehen, den Lebcnsranm für die Menschen von 18 bis 30 Jahren in Deutschland zu ebnen. Wir müssen in rfl m- L unseren Mitgliederreihcn dazu beitragen, daß ein jeder, der dazu in der Lage ist, Arber t s m ö g l i ch k e i t für diese heranw a d']1 f c n b e _ I u g e n d schasst. Dadurch unterstützen nur die Arbeit derjenigen Organisationen, welche die Arbeitsverteilung und Berufsberatung ausüben. Von Dr. Martin Salomonski (Berlin) Vorsitzendem des La n d es v er b an^ desBrandenburg. Die Mark Brandenburg liegt trotz ihres werten Bereichs schon ans wirtschaftlichen und verkehrspolitischen Gründen im Bannkreis der R e i ch s h a u p t st a d t. Berlin übte immer eine starke Anziehung aus. Tie wirtschaftlichen Beziehnngen und'die Ziffern der Binnenwanderung machen diese Erscheinung kenntliche Auch daraus wird sich dis verhältnismäßig kleine Prozentzahl der jüdischen Bevölkerung. Brandenburgs erklären. Schon 192.'» machte sie nur etwa 0,3 v. H. der Gesamteimvvhnerzähl aus und lag damit weit unter dem Reichsdnrchschnitt. Sie leben größtenteils in Kleingemeinden, die aber zu. einem großen Teil ans eine alte Geschichte und aus eine ehrenvolle Tradition zurückblicken können und eine jüdische Bevölkerung haben, die meist lange ansässig und durch Generationen hindurch mit dein Schicksal der Heimat verbunden ist. Tid brandcnburgischen Inden, die den breiten schichten des Mittelstandes angehören, sind vornehmlich im Einzelhandel und im Landhandel, seltener im Großhandel tätig; daneben findet man Fabrikanten und in nur kleiner Zahl Akademiker. . 2er Landesverband Brandenburg dcsEentral-Bercins. dessen juristisch-wirtschaftliche Jedem deutschen Juden, Mitglied und hJichtmitglied, wird mündlich und schriftlich Rat erteilt

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