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Central-Verein-Zeitung · 1934-09-06 · 36 (6.9.1934) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
36 (6.9.1934)
Date
1934-09-06
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Tie Welt windet sich in schweren Zuckerngov. ..Tie Bienschcn, die aus ihr leben, spüren cs schmerzlicher als bei einem Erdbeben. .Lie erkennen, daß der Fortschritt seltener auf leisen Lohten, meist mit eisengepanzcrtem Fuß über die Welt schreitet. Aber wenn wir heute dem Optimismus' die Berechtigung de« ewigen Lächelns absprcchen, ja sollten wir nicht in den rulgcgengeseßteu Fehler eines stets weinenden und klagenden Pessimismus verfallen. Am wenigsten dürfen nur das an dem Tage, au dem wir als den Schöpfer der Welt snern/ Leine Lchöpfnng kann kein sinnloses <piel .sein, sie muß uns als von seinem Willen erfüllt erscheinen. „Weisheit und Ltärke sind Lern. Er Ivandclt Seiten und Dtnnden, er stürzt ..Zkönigc und seht .Könige ein, er gibt den Weisen Weisheit. Einsicht den verständigen/ E>ott will in der Welt etwas Acnes: er schasst cs und die Menschen sollen Gehilfen seines Wertes sein. Darum kann es Gott nicht wohlgeiällig sein, wenn wir über .'Zeiten klagen, die dahin sind, deren Art nicht mehr wiederlommt. Dem Wandel der Zeilen sind wir unterworfen. Hart und schwer ist es, einen fn tiesgreisenden Wandel mitzuerleben. Aber wir müssei/ denken, daß all^s, was zur Welt kommt, unter Dchmerzen geboren wird, .ras ist ossenbar ein bseseß. eine 'Jlotlvendigkeit. in die nur cinbezvgen sind. Diele "Aotwcndigteit lehrt uns gerade der Bensahrstag als eine gortgewolltc erkennen. Wenn E>ott uns in eine schwere Feit hineinstettt. dann lvill er uns stark haben, er will nicht, daß wir zerbrechen unter der Last der Ausgaben, die er .selbst uns stellt. „Er gibt den Weisen^Weisheit^ — wir dürfen hinzufügen: dem Clarken Ltärke. Unsere Ctärle kommt von ihm. und uv wird uns jd.U besondere Ltärke geben, da wir ihrer dringender bedürsen als jemals. Wir brauchen 'Cclbstvertraueu. viel Lelbstvertrauen. Aber das rechte Lelbstvertranen ontücht ans dem 'Ewtwertraueu. ans der Ueberzengnng. daß Eott dem 'Menschen keine Ausgaben gibt, die dieser nicht lösen kann. Wst'nn Ewtt der Baumeister der Welt ist, dann wird er die Bausteine nicht schwächer nehmen, als der Blaß sie braucht, an den sie gesetzt sind. Wir Menschen aber und die Bausfeine im Eieinge der Welt. Wer das weist, wird stark in der Ueberzengnng: er dient Gott an der Stelle, wo er steht, wenn er auch des Ganzen Plan nicht zu überschauen vermag. Er ist dankbar und froh in dem Bewußtsein, im Weltgetriebe lein verwehendes Blatt zu sein, sondern ein Baustein, den vielleicht Menschen verwerfen, der aber doch zu in Ect- [tein werden kann. ' Wir wissen: Gott wandelt die Feiten, aber er wandelt sich nicht. Er bleibt, der er war. .der Tchöpscr. der dichter der Welt, aber auch der liebende Baker, der mit seiner Hand seine minder führt. Wir, leine Kinder, sprechen andachtsvoller als sonst in diesen Tagen die Worte Daniels, die zum Eebete werden: „Dich. Gott meiner Bäter. rühme und preise ich, daß Xu mir Kraft verliehen hast." Mtjsejlimmn . $uc lüLllSrn Wrlikenstrrn? ' Wir hat teil in der vorigen Annnner pargclegt. lüe'fcljci»’ Dlaudpuukt die deutschen Itldeu ,U'.d das Judentum der Welt gegenüber der svizenanuten jilhi'rfjcn 'Wclttouscreuz. die kür stich iit Eens stattgesunveu hatte, eimvhme'.'.. Wie wir scslstellcn kennen, ist die nichtjüdische Umwelt in Deutschland aus Grund der Beobachtung dessen, was in Genf vor sich ging, vielfach;,u gleichen Urteilen über die Bedeutung der JvomeveiV) und über ihr -Jierijt, im Aainen des Iudcnlums zu sprechen, gclommcn. 2o schreibt die ..'Augsburger Bosizcstuug" vorn 27. August; ..Bier Tage lang l,at irr der vorletzten .August,vvcl)e in Genf die Tritte jüdisch^ Weltlvnstrcnz getagt, tmf der. wie die Mitgliederliste aus-rvies. rund hru-dert Delegierte aus vierzig Trganisationcn urrd -«» Ländern vertreten waren, freilich darf man sich durch diese Fahl nicht darülxw täuschen lassen, das; die Bertreterschast des .IiMnstims -in Kens sehr einseitig zusammengesetzt fuar. Tie wichtigsten westeuropäischen, namentlich atrgclsächsisci)en jüdischen Lrganisatjonen fehlten, rmd was in Geist erschienen war, setzte sich hauptsächlich nutz Arihäugcru des zionistischm Gedankens l obwohl auch die wichtigste zionistisstje Trganijation, die .Iervish Agency, nicht in Genf zu finden war) und Aeprüsenttmten des Lstjudentums zusainmen. Dazu tainen der radikalste Bertrctcr der amcrikanisel/m Inden, der Aabbincr Wise. sonne einige gemäßigtere Elemente aus Italien, Holland. Belgien und Frankreich ...... Alan muß sehr bezweifeln, ob die Alethoden. tvclche die jüdiscl)en Weltkvnscrsnzen in Gens anzmvendeu pflegeil. nämlich die Berdsscutlichilng von Aesolutivncn, deren Texte nur rnst Blühe die zlviscl)en ihnen bestehende -Uneinigkeit vevbeefeu, und die Berbreitung von zum Teil sä)arfgehaliencn Aeden. in denen gegen die Politik einzelner Länder Ltellung genomnlen wird, etwas für die Besserung der Lage des Iudeniunts erreiklxn. Man könnt? sogar eher daS Gegenteil aunehmen und vermag deshalb nicht recht einzufehen. wozu eigentlich derartige Konferenzen veroustaltet iverden." Unter der npbcvfdjrift „Was bedeutet die jüdische Wcltkonscrenz?" bringen die ..Dresdner Aachfichten" eine Drahimeldung ihrer Berliner Echriftleitung: ... . . Wenn in Genf auch rund hundert Delegierte aris 20 Ländern vertreten waren, so darf man sich durch dieses Lpicl doch nicht darüber fnnfefrn lassen, da die Bertreterschast des Judentums in Genf sehr einseitig zusammengesetzt N'ar. Die wichtigsten westeuropäischen, namentlich angelsächsischen jüdischen Organisationen fehlten überhaupt. Was in-Genf erschiemn w<n. setzte sich hauptsächlich aus Anhängern der zionistiscl^n Gruppen und Ae- Präsentanten des Lstjudentums zusammen . . . Gegenüber den Leuten, di? die Beschlüsse der jüdischeu Vertreter in Gens für bedeutungsvoll halten, ist festzustellen, daß die „jüdische Weltkorrserenz" ein Bild vollkomnteuer Zerrissenheit bot. Die Zcrissenheit zeigte sich naurentlich in der Frage der Haltung der Konferenz Teutschland gegenüber. Zwar verlangten die Ostjuden unter Führung des Nerv- Bvrter Rabbiner Wise die Ai«»hme möglichst heftiger Gr,tschließui)ife,r. den Boykott mit allen Mitteln fortznsetzen. Dagegen lehnten die übrigen Bertreter des Inder,tunrs, dir der italienische Rabbiner Lacerdoti anführte, jede Einmischung in die inneren Verhältnisse eines Landes und den Boykott ab .. . Ganz interessant aber ist, daß sich der grösste Teil der in Eerst anwesenden iübtfrfjcu Bertreter selbst darüber klar rvar. das; die „Weltlonferenz" praktisch ohne jede Bedeutung ,var. Lv zeigen jedenfalls alle diese Tatsachen, das; die in Gens gefassten Beschlüsse leine „ernste Lage" für das Deutsch? Reich herbcizusühren vermögen." Auch das .Hamburger Tageblatt" vom 29. August nennt die Genfer Zusammenkunft „die Konferenz »nt falschem Aarnen". In einem Bericht über „Tie Hintergründe der jüdischen Weltlonserenz" fülirt es ebenfalls ans. das; die Genfer Konferenz viel mehr eine Konferenz der jüdische,: Zionisten als eine solche des WeltsildentmnS gelvescn sei. Ter Bericht erwähnt, daß die scharfmacherischen Anträge, die eingebracht wurden, nicht zu Entschließungen geführt hätten. Am Schluß heißt es: „Alnn^ rrnrd karnn behaupten können, daß mit der Annahme kompromißlerischer Resolutionen und papierener Boykottbeschlüssc, die schon deshalb rucht viel aus sich halbst können, weil die Delegierten aus Literaten und Geistlichen, nicht aber aus Finanz- und Wirtschaftsmälnvrn bestanden, und mit der Bcröffcntlichung von Trohreden die Lituativn der Inden in den einzelnen Ländern praktisch verbessert werden kann. Es wäre lvahrscheinlich sogar für diejenigen, denen die Delegierten in Genf angeblich „Helsen" lvollen, besser, wenn derartige Konferenzen ül'er. halipt nicht c'ml^rufen würden." M X.MWMMSZM \Um In Bern begann am 4. Depternber der X. Europäische Antionalltätenkongreß. über dessen Einberiifung wir bereits'berichtet haben. An dein Kon-' gres; nahmen etwa -U> Delegierte von 20 Aationatitäten der verschiedensten Bolks- und Staatsangehörigkeit ans alten Teilen des Kontinents teil. In der Eröffnungssitzung übernahm der ehe. malige slowenische Abgeordnete im italienischen Parlament. Dr. Ivüp 'Witsan, den Borsitz und gab einen Rücibliel über die Tätigkeit des Kongresses in-den letzten zehn Jahren. Was den An¬ Div Os*1*$$embringf in den nächsten Monaten neben Leitaufsätzen über die bewegenden Gegenwartsfragen Aufsatzreihen Wo •tobt da* doutsche Judentum? Ein Aufris* des jüdischen Organisation«- und Richtungswesens. Jüdische Oestalton und Ihre Zeit. Grosse Erscheinungen des Judentums von Moses bis Moses Mendelssohn werden als Symbole Ihrer Zeit, aber zugleich auch als ewige Ausdrucksformen des Judentums gezeigt. Literarisch-historische Miniaturen. Ebusuud wird jene unbekannteren oder vergessenen Bemühungen jüdischen Geistes ausgraben, die neben cen grossen und gedruckten Erzeugnissen unseres Sdirifttums zwar unbeholfen, verfehlt, kurios-abwegig scheinen mögen, aber trotzdem unentbehrliche Vorläufer der klassischen Werke sind. Typologio d©* neusn deutschen Juden. Versuch einer Zeichnung des jüdischen Berufsmenschen in diesen Tagen. Reportagen in Wort und Bild Cvädfebildor. Ein Blick in das jüdische Leben Im Reich. Juden In aller Welt. Berichte von überall, wo Juden leben und schaffen, besonders aus Palästina. Jüdische Namen, die man kennen muss. Männer und Frauen der Vorkriegsgeneration aus Wissenschaft, Politik und Kunst, Wissen, was um uns geschieht Die objektiven Berichte über die politischen und kulturellen Entwicklungen der Gegenwart werden fortgesetzt, Blick in die Zeitschriften Sie fragen — wir antworten Die gedruckte Beratung In allen juristischen und wirtschaftlichen Fragen, die der Existenoichorung der deutschen Juden gelten, wird durch die Sachbearbeiter dos C-V, in erweitertem Umfang durchgeführt. ifW F©5JiÜ0*OBl beabsichtigen wir zu bringen; Der Einfluss der Bibel auf die bildende Kunst und die Musik. Talmudlegenden. Erinnerungen bekannter, Erzählungen und Novellen unbekannter und aufstrebender Schriftsteller. Verse moderner Lyriker. Aktuelle Berichterstattung Uber kulturelle und künstlerische Veranstaltungen in Berlin und Im Reich. Die jüdische Erwachsenenbildung In ihren Anfängen und in ihrenßemühungen um dieAusgestaitung ihrer Arbeit. Schachecke / Sportberichte SUii Ä MSSHZS Wirtschaft der Woche Die umfassende Berichterstattung über alle Fragen, die jüdische wirtschaftende Menschen In Deutschland und ausserhalb Deutschlands bewegen. Spezialfragen des Steuer- und Devisen rechts, Aufsatzserio; Köpfe der Wirtschaft — Jüdische Wirtschaftsorganisationen. Das Blatt der deutschen Jüdin Die Leite, auf der Frauliches von Frauen für Frauen gesagt wird. Gesetz und Recht Wiedergabe und Besprechung aller wesentlichen neuen Gesetze und höchstrichferllchon Entscheidungen. Erziehung, Eltern, Schule Das Spiegelbild der pädagogischen Probleme unserer Tage, Seite der Jugend; Das Organ des Bunde« Deutsch-Jüdischer Jugend gibt ein Bild von neuem Werden Im deutschen Judentum. Das neue Buch führt zu den wichtigsten Neuerscheinungen der jüdischen und der allge- . meinen Literatur, Das ECinderbSatt gibt unseren Kleinen Unterhaltung, Spiel, Belehrung. trag Polen?, den wir in unserem Aussätze allgememcrung des AtmderHcitcuschutzcs" dehandelt- . haben, auf Abschluß einer universellen Miriberheile» schutzkonventron angehe, so sei der Kongreß darm.s vorbereitet und werde die Frage im Lause brr Tagung diskutieren. Es sei Zeit, daß man'ernlllicl, ans Werk gehe und mit Taten und nicht nur i.,;t Worten vorgehe. Tr. Ammeudo. der Genera sekretär des Kongresses, legte die Lchrvieriakeiton dar, mit denen die Bertreter der Mindcrheilen u der Gründung ihrer GesamLorganisation bis Zu kämpfen hatten, schließlich wurde eine Em schließung angenommen, die u. a. lautet- „Der 10. Kongreß der europäischen Mindcrheitei, bestätigt nnt Nachdruck die Forderung ans Aerivirl lichung der national-kulturellen Freiheit für .Bvlksgruppe in einem jeden Dtaat. Die versannw-i ten Delegierten halten an der Ansicht fest das; nndurch die Verwirklichung dieses Grundsätzedie Grundlagen für ein friedliches Zusammenlebt-n dc,- verschiedenen Böller im Aal,men der rnroväisc!,en Staaten geschaffen iverden. Erneut iveisen die 'V treter der europäischen A'otionalitäten daraus lihV das; hauptsächlich aus der Ungelvftyeit de- 'Vr--' tnmsproblems der Haß. Kvnflitle. ja selbst die!rie' gerischen Anseinaiidersetzungei; zivischen den Ab'h-ra euiiteheii. Angesichts der von Dag zu Dag wachien. den Gegensätze erhebt der X. Kongreß seine war. nende Dtimme." ' indische Absage an den Minderycitcukongrcs;. Wie aus der Ueberfchrift und aus dem Liu» des Aufsatzes in der vorigeil Amnmer der „E.'B.-Zeitung" hervorgeht, mußte der erste -an richtig heißtm: ..Wie wir erfahren. I,at das i,j, ßb:nm des Eomiläes der delegativns fuives beichivi. scu. sich an dem diesjährigen 'JJ.'inderl^itelNongre,;' der Anfang September in Bern stattfindcn wird' nicht zu beteiligen." Engljsche und deutsche Mrnvolilik Unter der Ueberichrist „England und die deulsihe Naswupolitt, Ghettos oder Aassengeietzgebirnat' veröffentlicht der in Stuttgart erscheinende Kurier in Ar. tz05 vom tz4. August einen Aussatz der sich mit bcu Unterschieden tu der Stellung.' nnl)iiu’ Englands und Deutschlandü zur Aasstu. frage besaßt. Großbritannien sei ein liberales Vaud. Aber auch hier ^breche sich die Erkenntnis Balm, daß etivas am Epstein des Liberalismus falsch sei. Dies mache ftdj auf den Gebieten: Bvlk und Nahe geltend, und man wende sich früheren Gruudanschammgen ,nieder zu. .Deutschland, das am stärksten die Gedanken von Blut und Aassepilege. lverde von Großbritannien noä, mit viel Uuver. ständnis behandelt, obioohl die Engländer weit davon entfernt seien, etivg jedes Bassegefühl zu leuqneit oder eine bedenkenlose Aasscmvermischimg zu propagieren. Die Erklärung für die rassenvolitischeu Unterschiede zivischeu England und Deutsch' fand liege darin, daß die Engländer lvegcn ihrer insularen Lage weniger als die Kontinental, europäer sich ihrer Halit gegen fremde Nassen u>H B.'ischrasscu zri n,ehren hatten. Flvar sei auch England von frernden Einflüssen uiclst frei geblieben, aber die Bewohner des IuselreicheS verstünde» nicht, daß die Böller des Kouriuents und Deinsop land sich gegen die fremden Einflüsse loehmr müssen. Die deutsche Aassenpolitik richte sich in der Hauptsache gegen die Iudcu, die als :>taki.'- fremde sich einen Einflns; aus das politische Leben augemasst hätten, der größer roar als ihr zaijlcm mäßiger Anteil am deutschen Bolle. Die'Jude, hätten hier nientals deutsche cmd nationale Bolitik getrieben. In England dagegen hätten jüdiscl,e Ltaatsmäuuer nationale britische Politik getriebea und seien anglisiert gewesen. Ein Jude, Lord Üleading, sei sogar Bizekönig von Indien gmoeseu. Trotzdem I,atten sich die Engländer nie mit de» Inden gemischt, weder gesellschaftlich, innl, biologisch. Die instinktive j'tzirücthaltuug der Engländer habe den Konlkneutaieuropäeru gefehlt, so d»'> sie setzt andere Alethoden atuvendec; müssten, um da? fremde Jach abzuschütteln. Droh aller politilclicu Gleichstellung gebe es iu London Ghettos ..vh»-' Kettelt". In Deutschland dagegen lmmleu die Juden überall eindringen und imdeutsche Politik treibe». Am Dohlus, des Atifsntzes!,eißt es: ..Tie Bcrschiedonheit des Gebareli.z der Jude» ihrem Ga''- slaate gegenüber verlangt eine Berschiedeuheit der Behandluugsioeise. Die Aassenpolitik des ntMfit Deutschland beruht nicht aut einem Haß gegen die Juden, nicht aus der Anscliammg von der Hoherrvertigteit unseres Bolkes sclllecijlhiu. sondern aus der Erkenntnis der Audersartigteit unseres Bolle:-, die es iveder gestaflet. uns mit den Juden zu vecmischen, noch uns von einer Bliuderheit, die nur eins v. H. beträgt, beherrschen und führen zu lassen." Stürmer Nr. 3t in Weslialrn beschiagnahml Tie Polizei in Kamen in Westfalen teilt mit: „Die Zeitschrift „Der Dlürmer". Aummer 01, i't durch die Geheime Staatspolizei wegen des Ar:i' kels „Die Dchande voll Kanuul". der Augrifse aus den Bürgcnnelster Brüning und Baurat A'eiä) enthielt, 'beschlagnahmt worden. Die Beschlagnahute wurde durch die Kainener Polizei durchgeführt." Diese Blitteilling der Polizei bezieht sich aus eilten Artitel. in bem dem Bürgermeister von Kamen vorgeworfen nstrd, er habe einet, laug' jährigen LA-Manu als Pjtichtarbcitcr »>it Ausränmnngsarbeiten aus dem jüdischer, Friedhof beschäftigt. Der Bürgermeister erklärte, das; dieser Borwurf unzutreffend sei und ans einer Demmziation beruhe. EhMkrerrz sürjlidlsKr KritMtilnchmtr Bei den zuständigen Polizeirevieren lvimeu bereits seit Mmstag dieser Woche die Anträge aus Berleihung des vom Ncichsprüsidcntcn von Hllidcubnrg gestifteten EhrenkreuzeS für Kriegsteilnehmer nltd Frvntkämpser gestellt iverden. Den Anträgen sind die im Besitz des Antragstellers besiudltchcn Beweisstücke beizufügen. Badevcrbot ist Jugenheim ausgchole - Das hessische Ministerium hat die Entfernung .. Dafel „Indenfreies Dchivimmbad" in der Badem ,r in Jugenheim an der Bergstraße verfügt,

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