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Central-Verein-Zeitung · 1934-08-16 · 33 (16.8.1934) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
33 (16.8.1934)
Date
1934-08-16
Page
– (sequence 2)
Language
German
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starke Unterschiedlichkeit der Temperamente.. In dem Bemühen um Zeit- und Lebensnahe jüdischer Substanz hat die Natur erfolgreicher-. gewirtschaftet als menschliche Absicht. Das Nationalkolorit aller Redner war von so -intensiver Augenscheinlichkeit, daß es einer. Vorankündigung der einzelnen Länder kaum bedurft hätte. Hier sprachen Typen: der bedächtige Ernst des deutschen Vorsitzenden, die kompakte Leidenschaftlichkeit des französischen Rhctors, die gemütvolle Behaglichkeit des Wiener Eehrimrats. Stärker noch wiederholte sich der gleiche Eindruck auf. dem Aviith- Meeting. dessen Farbigkeit durch die Teilnahme der in Tracht, Gesicht, und selbst der kehligen Sprache lOOprvzentigen Inderin eine besondere Rote erhielt. Ten natürlichen Beweis der Assimilation hat die Konferenz zweifelsohne nebenbei erbracht, offen bleibt das geistige Fazit. IV. ...Indalsm and Human Destinv" lautete das Thema der Konferenz. Ein keineswegs maßvoller Titel. In pathetisch scheinbar für den engen Raum unserer begrenzten Möglichlciten. U n s e r e r Möglichkeiten freilich. Tie weltweite Sicht englischer Betrachtungsweise scheint ungetrübt. „Menschheit", „Völkerfriede", „Fortschritt". „Gerechtigkeit" und „Freiheit" sind unerschütterte, ja — dem Anschein nach — nicht einmal gefährdete Kategorien des religiösen Gesprächs. Mit Unterschieden allerdings. Ein .Kopf wie Montefiore hat das empfindliche Gehör für kommende Detonationen, er spürt die abgrundtiefe Divergenz zwischen Ziel und Wirtlichkeit heftiger, schmerzlicher und — aktueller als alle anderen. Das Wort „destiny" — von den einen als Forderung und Ausgabe, von ihm bescheiden nur als „Schicksal" gedeutet —. so sagte er, „ist zu anspruchsvoll.- Die Auffassungen von „Fortschritt" und die Ewigkeitsdauer eines „Goldenen Zeitalters" sind heute andere als ehedem. Ein bescheidenerer und bcgrenzterer Ausblick tut not, wenn auch immer der Glaube an den moralischen und geistigen Fortschritt der Menschheit." Tie übrigen sahen wohl die Gefahren und Bedrohungen. Aber für sie waten cs ferne Gewitter, die den Kreitz der eigenen Atmosphäre nicht störten. Und so waren sie nicht gezwungen, ihre Methode zu wechseln. Tie Fragen waren die gleichen wie vor Jahrzehnten, und auch die Antworten blieben es. So wurden ihnen alle schweren Geschehnisse unserer ernsten Zeit farbige Illustration, aber nicht Gegenstand ihrer Beiträge. Tic Inkarnation aber jener starren Unberührtheit war die Rede Schul m a n n 3 (New-chork). Eine grandiose Apologie des bis ins letzte konsequenten Liberalismus, eine tief wissenschaftlich-theologische Arbeit und ein höchst leidenschaftlicher Protest, der die Gerechtsame des Individuums gegen die Ungeheuerlichkeit geschichtlicher Gewalt verteidigte. In seiner Art ein Meisterwerk, das die Anerkennung jedes wahrhaft religiösen Menschen und nicht nur Juden verdient, aber auch er trotz aller Aktualität zu zeitlos, um zeitbedingt zu sein-, ein Stück jener Epoche, die nicht stark genug war, um jene Zeit am Kommen zu hindern, gegen die die Vergangenheit (einschließlich Schulmann) vergeblich protestierte. Bezeichnend jenes Gespräch zwischen zwei deutschen Delegierten im Anschluß an das Referat: „Ein herrlicher Vortrag, der beste der Konferenz^ Fanden Sie nicht?" — „Gestatten Sie die Gegenfrage: Wann sind Sie eigentlich geboren— „Ich? Mit Lessing 1729 .. V. In dieser Umgebung hatte die —übrigens außerordentlich starke — deutsche Delegation einen unsicheren ^tand. Es wurde ungeheuer deutlich, lote stark Landschaft und Geschichte Bewegung und Bewußtsein gestalten. Ter deutsche religiöse Liberalismus entpuppte sich — wenigstens in der Jugend — als ein Problem sui generis. „Wir Hütten", sagte mir der französische Iugenddelegierte nach der Tagung, „zwei Konferenzen einberufen müssen, eine für Deutschland und eine für die übrige Welt." Das war noch ein wohlwollendes Urteil, jedenfalls ein verständnisvolles. Tie holländischen und auch einige cnglisckie Delegierte fühlten sich durch den Ton der deutschen Jugend „peinlich berührt". Tabei war es nicht so sehr die Agressivität dieser Jugend, die sie verletzte, die Tatsache, daß diese Jugend forderte — welche echte Jugend ist bereit, anblicks der überkommenen Welt nur andächtig die Hände zu falten? —, sondern weit stärker die Forderungen der Jugend und der Inhalt ihrer Vorschläge selbst, die sie erschreckte. Schließlich: Realitäten sprechen lauter als Ideen, und es mag für Menschen in der „seenrity" keine angenehme Entdeckung sein, daß auch Realitäten zum Leidwesen der Idee sich urplötzlich erschreckend wandeln können, daß — wie aus dem Jugendtreffen gesagt wurde — erste Wahrheiten bisweilen stärker gefragt sind als letzte Wahrheiten. So lag die Sendung der deutschen Jugend oft wie ein Druck auf der Tagung. ,,Y(mr Youth is too serious“ (Ihre Jugend ist zu ernst), bekannte gesprächsweise ein junger englischer Theologe. Sehr wahr. Aber auch diese Jugend würde gern lachen. '' vi. Es gab auch. Ausnahmen. Zu ihnen gehörte — wie stets — Glaube Montefiore, der sich mit rührender Sorge auch nach den geringsten Einzelheiten der deutsch-jüdischen Problematik erkundigte, zu ihnen gehörte Dr. Mattuck,.gehörte die immer hilfsbereite und zu ihrem eigenen größten Schmerz nur nicht überall hilfssähige LilY Montagu, zu ihnen gehörte vor allem Rabbi Lazarvn aus Baltimore, der in. seinen erschütternd persönlichen Begrüßungsworten die menschlich wärmste Adresse für die jüdische Jugend Deutschlands fand und in seinen Schlußworten das stärkste Verständnis für ihre kritischen Vorbehalte bekundete. Sein plötzliä)er Anruf in deutscher Sprache war für uns 'das stärkste und immer unvergeßliche Erlebnis dieser Konferenz. Bedauerlich bleibt demgegenüber die Feststellung. wie wenig mancher deutsche Nabbmer über seine eigene Jugend unterrichtet ist. Wie ist es sonst denkbar, daß ein deutscher — nichtzionistischer — Rabbiner behaupten kann, daß die wertvollste jüdische Jugend in .Palästina ihre Zukunft gestaltet und nur von ihr die religiöse Erneuerung des Judentums ansgehen )vird. Die deutsch-jüdische Jugend wird den Gegenbeweis liefern, und sie ist — wie ich glaube — auf gutem Wege. maiwn: dic Freiheit. Eine andere Frage frei- , lief, ist. ob nicht Richtlinien, am Platz wären, wo Gesetze gefordert werden, ob mcht der auf freiwilligem Zusammenschluß seiner Mitglieder beruhende Bund semen religiösen Entscheidungen Verbindlichkeit verleihen darf. Der Erfolg? Wer Antwort, autz größter geschichtlicher Wende kommend, erwartete, müßte enttäuscht werden. Es war mcht sem Fehler, es war nicht der Fehler der Konferenz. Mit der vom Chairman getroffenen Feststellung. es sei die beste Konferenz der World Union gewesen, ist so wenig über ihren Wert ausgesagt wie mit einer rüden Kritik, die sie zu einer Antiquität zu bagatellisieren sucht. All das ist zii einseitig gesehen. Weder mtt englischem noch mit deutschem Auge allein ist der totale Uel) erb lief zu gewinnen. Auch die „Jüdische Rundschau" sieht in ihrer Kritik keineswegs 311 sehr aus der palästinensischen als vielmehr aus der d e u t s ch e u Perspektive, wenn sie die befriedigende Antwort auf die Totalität jüdischer 'Fragestelluug vermißte. Jüdische Totalität gilt heilte vielleicht nur m Deutschland und in Palästina, aber den „Hunger. nach Sinndcutnng und Religion" verspürt man in Deutschland. IX. VH. Von einem der klügsten Redner dieser Tagung wurde auf der großen Round-Table- Konferenz mit aller Deutlichkeit behauptet: „Im Grunde genommen siiid wir genau dort wieder angelangt, wo Abraham Geiger vor 100 Jahren stand." Man müßte mir hinziifügen, daß ein großer Teil des deutschen Lideralismns nicht wie Geiger mit dem Gesicht nach vorwärts, sondern rückwärts gewandt zu stehen scheiiit. Beweis genirg, wenn man iti diesen Tagen von der Jugend Worte hört, wiest „Wir glanbeii und bekennen als Inden, daß dic Thora die verborgenen. Ordnungen der Schöpfung im G e s e tz offenbart imd den Menschen lehrt, durch Befolgung des Gesetzes Gottes Willen zu tun . . ., jeder Versuch der eigenmächtigen Setzung aus Menschenvernimft gewirkter Ordnung führt letzten Endes in die Anarchie . . ." Aber auch aus der Tagung selbst wurde der Ruf nach einem „Großen Rat" laut, der verbindliche Richtlinien festznsetzen hätte, gesellte sich durch den Mund eines deutschen Rabbiners zu dem Wunsch nack Autorität die Forderung nach dem neuen.Gesetz. Eine Stunde strengster Diskussion vor Schluß der Tagung vermochte zwar in gedrängtester Form die Probleme klarzulegen, aber' nicht eine befriedigende Antwort zu erteilen.. Und sie wäre nötig gewesen. Schließlich steht und fällt der religiöse Liberalismus mit dieser Frage. Eine Weltanschauung, die die sittliche Entscheidung einer anderen Autorität als dem menschlichen Gewissen überträgt, mag religiös und moralisch fruchtbar sein, religiös-liberal ist sie nicht. Tenn sie betrügt dm Willen um seine einzige und größte moralische Legiti- Snbjektivismus ist nun einmal die Schwäche und — vielleicht — der Vorzug unseres Zeitalters. Vielleicht wird eine so einzigartig annvachscnde jüdische Jugend wie die 'in Deutschland auch die Besonderheit ihrer Lage eines Tages mit der Besonderheit ihrer Leistung rechtfertigen. Vielleicht wird — wie kürzlich einmal gesagt wurde — nicht Palästina, sondern Deutschland das geistige Zentrum des Judentums iverden. Indessen zunächst ist alles noch ungeklärt. Fest stand nur diesmal schon dic Andersartigkeit der deutschen Problematik. Wie kam es sonst, daß die Vorschläge der deutschen Jugend so anders waren als die der Jugend anderer Länder, „too serious", daß sie „peinlich berührten", durch ihren Realismus, ihren Totalitätsansprnch, ihr Geschichtsbewußtsein? Wie kam es sonst, daß wir in den Vorschlägen der anderen Jugend Fragen erblickten, die uns vor zwei, drei Jahren noch heftig beschäftigten, dic aber heute weit hinter uns lagen. H i n t e r uns lagen? Oder vor uns liegen^ Das ist nämlich die große, ungelöste Frage der Konferenz. Haben wir die anderen überholt, oder sind wir die Ileberholten? Sind wir weiter vorgerückt, oder sind wir zurückgefallen? Ist der Weg in die. Individualität, der Weg in die Eigenart, den wir mit unserer. Zeit angetreten haben, ein Fortschritt, , oder, ist er ein Rückschritt? Und sind nicht die Probleme dieser Konferenz, sind die Begriffe von Menschheit, Frieden. Fortschritt, Gerechtigkeit und Freiheit die beständigen, zeitlosen und deshalb ewig zeitgemäßen? Auch diese Frage bleibt einstweilen offen. Heinz Kellermann. nationalsozmüstischen Zeitung schickte, in' tm 3 u. «■ att „fetter und „geldgierigbezcichm wurde, wenn cm arischer Rechtsanwalt S Richtaricr vertrete. Da m dem fraglichen om , verschiedene Ausdrücke besonder-; durch Unlor streichen hervorgehoben wurden, erstattete h* Rechtsanwalt gegen den Znsender der Roti, Nrns cintrag wegen Beleidigung. Der Angeklagte T klärte vor Gericht, daß er den Rechtste.! .keineswegs habe beleidigen, sondern nur warm,, wollen. Ein Sachverstälidiger au; der Anwalt^ - kammcr der Pfalz führte ans. daß wegen ‘rw tretung von Richtariern durch nrqchc ytcriit-* anwälte keine besonderen oder gesetzlichen ftimmungeu bestunden. Wenn alicrbinn.-, euj arischer Rechtsanwalt sich in einer sichenden Stellung in der NSDAP befinde, müsse er sich m dieser Hinsicht' eine entsprecheiidc Reserve aui. erlegen. Das Gericht veriirteilte den Angeklagten zu 15 RM Geldstrafe oder fünf Tagen Gesäna'iw. vor MAU der MM AnS dem Auslände wird, urie die Imirv’nTiic nach einer Mitteilung des Zentralverbandeü'st-- Dculschen Bank- und Banliergewerbe; berichte' Klage darnl^cr geführt, dast die Reisenden vech Ländern, mit denen keine besonderen R'ciseverle'iü. abkoinmen bestehen, niebt abwarten, bis ii]ucu d:e gewünschte fremde Währung zngeteilt ist. kanntlich entstehen durch die unterfdiioMidje Zu. tcilrmg für Reiseverkehr nach den AichiabkvmrnE. ländern Vcrzögeriingen iit der Beiäpfsmig Devisen. Die Folge ist, daß die Reisenden im Ar;, land vergeblich auf die Nachscndung der beantragst!! Reiseschecks, Akkreditive nstv. warten. ihre .vinci« rechnnng nicht bezahlen nstv. Es ist vorgeloinincii. daß Reisende sieh an dic deutschen diplomatisch.''.! Vertretungen wenden mußten, mu überhaupt urdj Deutschland .znrnckreisen zu tonnen. Derartige Vorkommnisse sind u n e r w ü 1, s ch t. Die äNodist instünte werden geboten, die Kunden. welck? Tc- Visen zu Reißzwecken beantragen, daraus 'hin;,, weisen, daß sie mit der Zuleitung der Devisen mckt sicher rechne!; können, und daß sic sich großer, 1k. annehmlichkciien anssetzen. wenn sic die Reise ensteten. bevor die angeforderten Bestmze endanllch zngeteilt worden sind. vs» * p EmwlmScrüngszeEikatr Tie PalästinakMandatsregiernng hat. n>,e Jerusalem gemeldet wird, über die regelinastigo. zlveimal im Jahr erfolgende psiiteilung von bstnwarl-derunaZzertisikaten hinaus 1*J00 Erlaubnisscheine für jüdis ch e Arbeite: zur Einwanderung nach Palästina freigegeben. Tst!: ist das zweite Mal in der Geschichte des R'andatR landes Palästina, daß ansnaliinsn'eise zrvifchendnre!, EinwanderungSzcrtifilate freigegeben werden. Da; erste Rial geschah es während der Amtsperiode vor. Sir Herbert Samuel als Oberkommissar Palästina..-., Tie Einwandernngszertiflkate sollen diesinal zw gnnsten der foqenaimteit 'S ch w erindnslrie in ll^alästina gegeben rvorden sein. d. h. der Potash Company, die Kali und Brom am Totca 9Rcer gewinnt, und der PR lest ine Electric Eorp., dic ein Kraftwerk am Jordan unterhält, sowie dcr Rcshcr Zementsabrik in Haifa. S5eöö!f ccunsSf Iq Hff!E KMsthßnöler, Zanzlehm,. KMMMMW Neue Bekanntmachungen der Reichskulturkammer Ter Präsident der N 0 i ch s k a m m e r der bildenden Künste hat am -t. August die erste Anordnung betr. den Schuß des Berufs und die Berussausübung der Kunst- und A ntiq n i t ä t e n h ä n d l c r erlassen. Verbreitung-und Vcrmittlling des p'lbsaßcS von Kulturgut ist der Handel mit Antiquitäten, mit neuer Kunst, der Handel mit Münzen, Medaillen und Siegeln im Sinne der Numismatik und der Handel mit alten Büchern, Drucken nstv. joiuie mit Erstausgaben und Lnrusdrucken. Kunsthändler ist. wer svlche-s Kulturgut entweder als freier Händler oder als Vermittler verbreitet oder vermittelt. Die Eingliederung in die Reichskaw.mer der bildenden Künste durch den B und Deutscher K u n st - u n d A n t i q u i t ä t e n h ä n d l e r e. V., den Fachverband innerhalb der R'cichSkammer, ist die Voraussetzung für die Ausübung des Berufs als Kunsthändler. Mitglied dieses Bundes kann nur werden, lver die für die Ausübung seiner Tätigkeit erforderliche Zuverlässigkeit und Eignung besitzt. Tie Ätitglieder des Bundes Deutscher Kunst- und Antiquitätenhändler führen, soweit sie freie Händler sind, die Bezeichnungen „Kunsthändler", „Antiquitätenhändler" oder „Kunst- und Antiquitätenhändler" oder „Buch- und Kunstantiguar" oder „Numismatiker", und, soweit sie als Vermittler tätig sind, die Bezeichnung „Kunstkommissionär" oder „Kunstversteigerer". Eine Standcsordnung für die deutschen Tanzl e h r e r hat der Präsident der Reichsthcaterkammer durch amtliche Bekanntmachungen vom 29. Juli (Anordnung Nr. 26) festgesetzt. Die Ausübung des Tanzlehrerberufetz ist danach von dem Befähigungsnachweis deS Einheitsverbandes Deutscher Tanzlehrer e. B. abhängig. Die Anordnung der Reichstheaterkammer enthält im einzelnen Vorschriften über die Voraussetznng der Zulassung, die Durchführung der Prüfungen, die Präsungsgebiete, die Mindest- Honorare und die Werbebestimmungen. In daS Gebiet der R e i ch s m u s i k k a m m e r fallen die neuen Richtlinien für die Konzertvermittlung. Die in der Neichsmnsikerschast zusammengeschlossenen Künstlerschaft und die im Reichsverband für Konzertwesen vereinigten Konzertunternehmen und Konzcrtvormittler sind beauftragt, nach Anhörung der beteiligten Fachgruppen und Fichschasten allgemeine Geschäftsbedingnngen über die Vermittlung, die Unteruchmung und das Arrangement von Konzerten zu erlassen. Diejenigen Konzertagenten. deren Geschäft solche Aufgaben umfaßt, und die nach fachlicher und menschlicher Eignung für den Aufbau der Konzertvcrruittlnug in Betracht kommen, erhalten die durch diese Bestimmungen künftig geschützte Bezeichnung „K 0 n z e r t d i'r e k t i 0 n". MWjMhMWg und jüdische Zikgenhöerölinde Tie „Deutsche Zeitung" verosfentlicht eine Unterredung de-s stellvertretenden Hanptschriftleiters des Reichsjngend-Pressedienstes mit bem Leiter der Abteilung JB (Jngendverbände) in der Rcichsjngendführung, Obergebictsfnhrer Karl Nab er Sb erg. In dieser Unterredung erklärte Obcrgebictssührer Nabcrsberg aus die Frage, welche Jugendorganisationen in Deutschland, die außerhalb der Hitler-Ingend stehen, neben der Gruppe der katholischen Jugend noch erivähnensivert seien, folgendes: „ES gibt in Deutschland eine große Anzahl von jüdischen Jugendorganisationen, Züe heute selbstverständlich genau wie früher ungehindert ihrer Arbeit nachgehen. Die indischen Organisatioucn sind im Reick)SauZschnß jüdischer Iugendverbälwe .zusammengefaßt, deren Borsißender unmittelbar der Abteilung Jngendverbände unterstellt ist. Wir haben gerade mit den jüdischen Jugendorganisationen zahlreiche praktische Fragen zu besprechen, die Eöenehurigung für die Ferienlager der jüdischen Jugendorganisationen zu beschaffen nstv." m ein m«rr KOMM« Mche DWickes mireiss? . 33üt_ dem Einzelrichter des Amtsgerichts Lnd- »vlgshafen a. Rh. stand wlgender fz-ail zur Behandlung. Ter Angeklagte hatte bei einer Jüdin einen ^aden gemietet, konnte jedoch infolge schlcch- -ten Geschäftsganges einen Monat die Miete nicht bezahlen. Durch einen arischen Rechtsanwalt klagte ote Vermieterin den Betrag ein: darüber erregte sich der Angeklagte derart, daß er dem Laut Mitteilung des Statistischen Büro? der Jewish Agency in Jerusalem betrug die Zahl der in Palästina lebenden Inden am 1. Juli l'G! rnnd 265 090 Seelen gegenüber 209 000 im Juli 1903. Demnach hat sich die Zahl der Inden i» Palästina im Verlauf eines Jahres um 56 0^ Seelen vermehrt. Während der leinen, von der Palästinaregiernng im November 193 t dnrrligi'fülirten Volkszählung lebten damals in Palästina 374 610 Juden. Demnach hat sich der IisOinn' im Verlauf von 25-s Jahren um 90 000 Seelen vermehrt.. Tie Zahl der nichtjüdischen Bevölkerung i» Palästina am 1. Juli 193-t wird vom Statistischcil Büro der Ie^vish Agency auf 920 600 gekiiäR. davon sind 809 60() Mos lein S (unter ihnen 60 tW Beduinen), 100 000 Ehriftcn und 11 000 Angeheri^ anderer Konfessionen. Ter Prozentsatz der sndischen Bevölkernng machte am 1. Juli 1934 2:!,S Prozent der Gesamtbevolkerung des Landes ans. Rechnet man auch die Beduinen und die Dnrchwanderer mit. st bildeten die Juden 22,4 Prozent der Gesamtbevölkernng. Am 1. Juli 1933 machten die hadea 20 Prozent der allgemeinen Bevölkerung aus. st'-" November 1931. zur Zeit der Bolkszählnng. betrag der Prozentsatz der Inden 18,1 Prozent. Somit st der Prozentsatz der Inden unter der Ee'amtbevällerung im Verlauf von 'l'A Jahren um 5,5 Prozent gestiegen. Nach best offiziellen Ziffern der PalästiiM' regiernng lamen in den ersten vier Rtonaten 19.0. d. h. bis 1. Mai. 9552 Touristen ins Land, in gleichen Zeit wunderten 6119 Touristen ab. Svimt blieben im Verlauf dieser vier Monate 34-j-’ Touristen im Lande. Rach Mitteilungen der Regierung verteistn sich die Einwanderer der ersten vier Rionate W31 eiis die Herkmrftsländer lvie folgt: ans Polen kamen 4734. aus Deutschland 2381. aus Rumänien aus Griechenland 420, au-S Litauen 342. ans Amerika 215. ans dem Jemen 561. ans England 9b Iliden nach Palästina. Auf Grund eines zwischen der Zienististl^' Föderation Südafrikas und der Lcitimg des Keren Hajessod gesd)lvssenen Ablvnnnens iverden von dem 100 000 Pfund betragenden Sammelergbni-5 der Keren .Hajessod-Earnpagne in Südafrika k-O.m Pfund für dic Errichturig neuer landivirt'chaststst'-^ Siedlungen verrvendet iverden. kstrts k^siss am Oisnstog ncicsi 'T’ üUü. Itlise OeseSsekfföreiss m M,- 14 tägige 6eselise'ga!isreise KSt f).£L- Ab Berlin bis Berlin alles eingeschlossen Auskunft und Anmeldung duroS oliv größeren Reisebüro'11 Reisebüro H a g e?r. ei n r- W 50, Eislebener Stroße 18 j B4, BavBf«a37-

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