Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 31 (2.8.1934)
- Date
- 1934-08-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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C-V.-Ztg. Nummer 31 JSiKx I W 2. Augusi s i /, 1934 Das Prablcm »cs »cutschcn Aus',cnl)an»cls, »as in »cn Wirtschaststcilcn »cr Tagespreise ständig behandelt wird, stand im Mittelpunkt einer groston AuslaridSkttndgebung im Nahmen der Solinger Ltahlwaren-Woche. Der Reichsftthrer des .Handels, Dr. Lu er 6 (Frankfurt), und der Handelökammerpräsident von Solingen, Hart kopf, wiesen darauf hin, das; die Frage des Außenhandels das zurzeit wichtigste Problem der deutschen Wirtschaft sei, und das; in die wirtschaftspolitischcn Erwägungen der 2L«s',enhandel einzns«halten wäre. Bekanntlich spielt bei der Behandlung des Grportproblcnrs auch die Frage eine Rolle, inwieweit auszerwirtschaflrchc Erwägungen, insbesondere der Boykott, und hier vor allem der von auherdcutschcr jüdischer Leite, für die Ausfuhr schädigend gewesen ist. Wir haben an dieser SLellc wiederholt Acußcrungc» maßgebender Stellen zitiert, aus denen hcrvorging, das; den außcrwirtschaftlichcn Motiven nur eine verhältnismäßig geringe Rolle beizrrmessen sei. Die grundsätzliche Untersuchung über das Wese» des Außenhandels im allgemeinen und die Darstellung der auf amtliches Material gcsiritzten besonderen Situation des deutschen Austcnhandcls kann, wie wir hoffen, einen wichtigen Beitrag zur sachlichen Behandlung auch des Boykottproblcms liefern. Die Schriftlcitnng. Tie Handelsbilanz eines Staates um etwa 14 v. H. zurück, die holländische um ergibt sich aus dem äußerst verwickelten Zn- 10 v. H., die deutsche um 8 v. H., die schweisammcnspiel der verschiedenartigsten Wirtzcrische um etwa-3 v.H., die französische um schaitlicheu Faktoren. Auch die gegenwärtige 2 v.H. Erportlage Deutschlands bildet keineswegs Tie entscheidende Ursache für die gegendas Ergebnis eines einzigen, noch dazu wärtige Passivität der deutschen Handelsau per wirtschaftlichen Faktors, wie ihn etwa bilanz liegt in gewissen, gleichsam qcsctzdcr Boykott darstellt. Sie ist vielmehr unter mäßigen Erscheinungen des Ausden international gegebenen Voraussetzungen schwungs. Deutschland ist vorwiegend einmal das fast berechenbare Resultat wirk- Exporteur von Fertigwaren und vorwiegend schaitlicher Gesetzmäßigkeiten und ergibt sich Importeur von Rohstoffen. Zwischen diesen ferner aus der besonderen Lage Deutschlands beiden Warcngruppeu bestand zur Zeit der im gegenwärtigen Aufschwung. Krise eine erhebliche Preisspanne, in der so- Znnächst: die P a s s i v i t ä t des deutschen gar ein bedeutendes Symptom der ungesun- Außcntzandels als solche ist eine für einen den wirtschaftlichen Lage erblickt wurde, hochentwickelten Industriestaat durchaus Nichtsdestoweniger konnte der deutsche u i ch t a n v r male Erscheinung. Im Gegen- Außenhandel in den fraglichen Jahren aus teil, die Wirtschaft aller großen Industriedieser Preisspanne, die sich in einem außerstaaten, auch die deutsche vor dem ordentlichen Tiefstand der Rohstosspreise aus- Kriege, weist einen passiven Außenprägte, erheblichen Nutzen ziehen. Die — Handel auf. Lediglich die wirtschaftlich wenn auch zuletzt sinkende — Aktivität der schwächeren Länder besitzen eine aktive Handeutschen Handelsbilanz der letzten Jahre delsbilanz. aus deren Ücbcrschüfsen sie ihre wird weitgehend auf die für Deutschland Schuldverpflichtungen au die großen Gläubigünstige Preiskonstellation znrüekgeführt. acrmächte abtragen. Die Handelsbilanz Diese Preisschere —. und hierin liegt wiederder großen Wirtschastsmächte ist normalerum ein wesentlicher Faktor des weltwirtwcise stets passiv, die Zahlungsschnftlichen Ansschumngs — ist im Begriff, b i l a n z dagegen a k t i v. Bei den schwächesich wieder zu schließen. Ter Rvhstossreu Staaten'verhält cs sich genau umgekehrt. iudex ist seit Herbst 19)2 um 75 v.H. ge- Die einzige Ursache dafür, daß man gegenstiegen, die Preise der Fertigwaren sind wärtig die passive Handelsbilanz Deutschlands teilweise noch gesunken oder folgen nur langals Erportkrise, jedoch nicht als normale Ersam nach. Nach einer Berechnung der Zeitscheinung bewertet, ist also darin zu suchen, scl;rist „Deutscher Außenhandel" sind die Eindaß Deutschland im Gegensatz zu seiner wirtsuhrwerte für Rohstoffe vom 1. Snartal 1933 schastlichen Struktur nicht Gläubigerstaat, zum 1. Snartal 1934 von 0,42 ans 0,43 des sondern Schuldner staat ist.' Nicht die Standes von 1928 gestiegen. Tie Fertig- Zahlungseingänge seiner Schuldner, wie bei Warenpreise sind dagegen noch etwas gesunden anderen großen Industriestaaten, sonken, und zwar von 0,74 ans 0,07 des Standern ausschließlich sein aktiver Außenhandel des vvn 1928. Während die Einfuhr teurer bildet die Tevifenguelle, aus der Deutschland bezahlt werden muß als im Vorjahr, erschöpft. bringt die Ausfuhr infolge einer ncnnprozen- Auf Grund von Veränderungen, die sich tigcn Preissenkung (Ziffer des Außenhanwährcnd der letzten Weltkrise ergeben haben, dclsvcrbandes) geringere Erlöse. So erklärt ist der deutsche Außenhandel uns einer sich die optische Täuschung, als ob die deutsche Duelle des Tevifenanfalls zu einer Duelle Ausfuhr im Vergleich zum Vorjahr gefunken von Devisenverlusten geworden. Tie wichtiwäre. In Wirklichkeit wurden sogar größere geren unter diesen Veränderungen lassen sich Warenmengen erportiert als im Vorjahr, danach gliedern, ob sie den Außenhandel aber der Gelds ch leier verdeckt diese Tatsämtlicher Staaten oder nur -einer gewissen snche. Tenn die Gelderlöse dieser größeren Gruppe von ihnen oder nur den Teutschlauds Ausfuhr waren aus den angeführten Grüufclbst beeinflußt haben. den um 8 v.H. vder 9.'» Millionen RM nied- Vci dieser Unterscheidung stellt sich die rigcr als im Vorjahr. Ten Wirkungen dieser deutsche Erportkrise lediglich als Sektor, als Preistendcnzen kann sich ein Industriestaat, bloße T ei l e r s ch ei u u n g der großen der nicht völlig autark ist, nicht entziehen, internationalen Erportkrise dar. die seit Aus- Auch die englische Ausfuhr blieb trotz der brnch der Weltkrise zu einer Verödung des starken Antriebe, die sie ans der Pfnndent- Weltmarkts und zu einer Schrumpfung des Wertung weiterhin zog. um 4v.H..hinter dem Welthandels a n s ei n T r i t t c l d e s B o r - Erport des Vorjahres zurück, lieber den k r i fenh a n del s (genau 33.9 v.H. von Ausfuhrrückgaug der übrigen europäischen 1928; geführt Hut. Ter deutsche Erport ist seit Industrieländer wurde schon berichtet. Ausbruch der Krise )vie bei den anderen Es bleiben noch einige Faktoren zu ergroßeu Industrieländern zeitweilig wertwähnen, die ans eine besondere Bcnachteilimäßig zwar in noch etwas stärkerem Tempo gnng Teutschlands im internationalen Hangeinnken, jedoch hat sich dieses Tempo für dcl hindeuten. Terartige Schwierigkeiten er- Dcntschland im ersten Jahre seit der nativgeben sich z. B. ans der Richtung, in der sich nalen Revolution verlangsamt. die deutsche Warenausfuhr beivcgt. Ein Ter prozentuale Rückgang des deutschen großer Teil der deutschen Absatzgebiete, zu Erports betrug 1932 11,3 v. H., 1933: 9,1 v. H. denen auch die genannten Länder gehören, der Ausfuhr des Vorjahres/ " macht nur zögernd den wirtschaftlichen Anf- Ter für alle Länder, insbesondere für die schwnng der meisten übrigen Länder mit. Im großen Industrieländer schwierigen Lage des Jahre 1933 gingen nach Berechnungen des Welthandels suchten einzelne Staaten durch Instituts für Konjunkturforschung 50 v. H. Anwendung außerordentlicher Maßnahmen, der deutschen Ausfuhr nach wirtschaftlich noch die in das bisherige Schema der Handelskeineswegs prosperierenden Ländern und nur politischen Methoden nicht Hineinpassen, 20 bis 25 v.H. nach den Zentren der internämlich durch Valutadumping, zu entnationalen Konjunkturbelebung. Die Kaufgehen. Dabei ergaben sich für die interkraft der Kunden Teutschlands stand somit nationale Konkurrenzfähigkeit derjenigen nicht auf der gleichen Höhe wie die anderer Staaten, die am Goldstandard festhielten. Länder, so daß sich auch hieraus ein Teil des starke Hemmungen. Tie Gruppe der Ent- Zurückbleibens der deutschen Ausfuhr erklärt, wertungsländer und die Gruppe der Gold- Eine ähnliche Schwierigkeit ergibt sich Llockländer bilden zwei nach ihren Erdaraus, daß sich im interrmtionalen Waren- Portersolgen deutlich voneinander gefchieaustausch immer mehr die Neigung durchzndene Länderklassen. Ans der Tatsache, daß -setzen beginnt, bei Warenbestellungen diejcni- Teutschland sich der ersten Gruppe nicht angen Länder zu bevorzugen, die ihrerseits gute geschlossen hat. ergeben sich für Deutschland Kunden sind. Mit diesem Hinweis des Kvndie gleichen Nachteile, denen sämtliche Länjunkturinstituts werden einige Fälle, in denen der der zweiten Gruppe, wie Frankreich und die englischen Erportenre gegenüber den dent- Belgicn, die Schweiz, Holland, Polen u. a., schen einen Vorsprung erzielen konnten, beunterliegcn. So ging Z. B. die Ausfuhr gründet. Ties gilt auch von den Handels- Ita li en s im ersten Vierteljahr 1934 beziehungen Deutschlands gegenüber Frankgegenüber der gleichen Zeit des Vorjahrs r.Lich, Belgien und der Schweiz; der deutsche Handel mit diesen Ländern ergibt für Deutschland einen erheblichen Exportüberschuß. Allerdings ließ sich bei diesen Landern der Absatz des Vorjahres nicljt ganz behaupten. Deutschland war jedoch nicht der einzige Staat, der von diesen Ländern, die selber weniger exportieren konnten, geringere Bestellungen erfuhr als im Vorjahr So betrug der Gesamtrückgang der französischen Einfuhr in den ersten drei Monaten 1934 gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres 14P v. H., der Rückgang der belgischen Einfuhr 4,2 v. H., der Rückgang der schweizerischen Einfuhr 5,7 v. H. Der Rückgang der deutschen Ausfuhr nach diesen Ländern hielt sich mit einer Verminderung von 17 v. H. bei Frankreich und einer solchen von etwa 9 v.H. bei Belgien nicht weit vom Rahmen der gesamten Einfuhrminderung der genannten Länder entfernt. Selbst wenn man für die Differenz zwischen der Einfuhr aus Deutschland und der aus anderen Ländern außerwirtschastliche Gründe verantwortlich machen wollte, ohne die besonderen, objektiven Schwierigkeiten Teutschlands zur Erklärung heranznziehen. was selbstverständlich kaum angängig ist, so käme man bei diesem Versuch, den Boykotischaden statistisch zn messen, aus Ziffern, die nur verschwindende Bruchteile des gesamten Aussuhrrückganges darstcllen, obwohl sie sich auf die mit am stärksten boykoitverdächtigen Länder beziehen. Für Frankreich beträgt diese Zahl 2,1. für Belgien 3,7 v.H. des gesamten Aussuhrrückganges. Demgegenüber ließen sich bei den anderen boykottverdächtigen Ländern nicht unerhebliche Erport st e i g e r n n g e n erzielen. Dies gilt etwa von Holland, dessen Importeure trotz unleugbarer Dvykottstimmnngen zum erstenmal seit vielen Jahren ihre Bestellungen in Deutschland erhöhten. Auch nach Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Italien und zahlreichen anderen Ländern wurde eine Ansfnhrsteigernng erzielt: dagegen führte n.a. Danzig iveniger deutsche Maren ein als im Vorjahr. Tie Beispiele Danzigs und Hollands rechtfertigen zweifellos eine nüchterne Betrachtung jener Seite des Erportprvblems. Diese Folgerung ergibt sich vielleicht auch aus einer Gegenüberstellung von England, das trotz zahlreicher jüdischer Importeure um 18 v. H. mehr, und den Vereinigten Staaten, die trotz ihres stacken dcntschstämmigen Bevölkernngsnnteils nm 13 0.0. weniger deutsche Waren Worticn haben als im Vorjahr. Bei den Vereinigten Staaten hielt sich diese Verminderung'im- Rahmen des gesamten Einfnhrrückganmebenso bei Kanada. Im Verkehr mit den europäischen Ländern ist die Handelsbilanz nach Berechnung iv-> Außelchandelsverbandes mit 2 l7NiillionenD>'l aktiv. Die für den Expvrtrnckgang entscheidende Verminderung der Ausfuhr ist. /nt Rußland abgesehen, nicht ans dem europäischen Absatzgebiet erfolgt, sondern entstand in der Hauptsache dnrcl; den Rückgang der Bestellungen ans der U d S S R und den ü derseeischen Absatzgebieten. Tie Gründe für die Verminderung der sowjetrussischen Be-- stcllnngcn. ans deren Konto nicht iveniger als 70 v.H. des Aussuhrrückganges gehen g'.8Millionen RA! russischer, von 95 Millionen RR Gesamtrückgang). haben mit dein engeren Problem etwa eines jüdischen Boykotts nichts zn tun. Sieht man daher von Rußland ui diesem Zusammenhang ab. so beträgt der wertmäßige Rückgang der deutschen Ausfuhr in den ersten drei Atonalen dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr nur noch 2 v. H. Tie Schwierigkeiten bei den überseeischen Absatzgebieten, deren Einfuhr ans Deutschland nm 4 v.H. gesunken ist, ergeben sich nach den Feststellungen des Konjnnkmrinst'mns zivangslättsig ans der Tatsache, daß die 'Kolystosfländer infolge ihrer starken Verschuldung ähnlich wie Deutschland gezivnngen sind, ihre Handelsbilanz als Devisengnelle zu betrachten und sie daher zu aktivieren. Diese Tendenz führt bei ihnen zu einer Beschräntung derEinfubr von Fertigwaren, deren Lieferant zu einem erheblichen Teile Deutschland ist. Nicht Gefühle der Zuneigung vder Abneigung bestimmen die Richtung der internationalen Warenströme. sondern ein äußerst komplizierter Mechanismus, in dem Preisniveau. Warenmtd Devisenbedarf. ZvIImanem. Handelsverträge und Kvnjunktnrlage die treu bendcn. hemmenden, regulierenden Krane darstcllen. K. H. Die Knrtcllstclle des Rcichsstandes der Deutschen Industrie l,nt die dankenswerte Ausgabe unternommcn. Richtlinien über die Abgrenzung des Begrisfs „Großhandel" und eine Aufstellung der von ihm zu erfüllenden Großhandelsfnnktionen anszuarbeiten. Diese Nichtlinien, die auch in der Presse teilweise schon veröffentlicht wurden, besagen folgendes: „Großhändler sind solche vollkausmännischcn, also im Handelsregister eingetragenen Unter, nehmungen. die nachstehende Größhandelsfunttivuen in vollem Umfange ausüben: 1. Einkauf im Großen beim Erzeuger, Ablader oder Importeur und Absatz im freien Markt an Wiedcrverkäufer und Weiterverarbeiter. 2. Werbung und Marktsuchen, das heißt Erschließen von neuen Absatzwegen für bereits vorhandene Erzeugnisse und Ausstichen von Absatzmöglichkeiten für neue Waren. 3. Abnahme und Vertrieb der Waren ans eigenes Risiko. -1. Lagerhaltung des in der Branche üblichen Warensortiments. 5. Vordispositionen, das heißt Warenbestellung auf weite Sicht und sonnt Förderung einer gleichmäßigen Beschäftigung der Industrie. 0. Einräumung von zusätzlichen Krediten ans eigenen Kapitalien und Verteilung der von Kreditgebern und Lieferanten in Anspruch genonnnenen Kredite an die kreditbedürftige Äbnehinerschaft in handelsüblicher Dauer. 7°. Herstellnng des Ausgleichs zlvischen Angebot und Nachfrage in örtlicher, zeitlicher, preismäßiger »nd mengenmäßiger Hinsicht. 8. Ansivcrnmg des gesamten Vtarktnüsseus zum Nutzen von Abnehmerschaft und Erzeugung durch Beratung über Wareneingang. Warengüte, Vagerdispositionen. Absatztechiiik, Werbung und dergleichen. 9. Erfüllung sozialer Ausgaben durch Erhaltung der selbständigen Existenz zahlreicher sclbitlvirtschastender Einzelbetriebe und Heranbildung eines verantwortungsbewußten und untcrnchmungsfreudigen kaufmännischen stachwnchses." „Mit Rücksicht daraus, daß die vom Großhandel zu versehenden Aufgaben ans den verschiedensten Fachgebieten sehr verschieden liegen, ist es die Sache der sachlichen Verbände, an Hand der vorstehend allgemeinen Richtlinien zu prüfen, inwieweit die nusgczählten Funktionen üblicherweise im Nahmen der Großhnndelsstnse ausgeübt werden und insbesondere auch, imvieiveit ein Unternehmen den Anfordernugcn entspricht, die nach Lagerhaltung, Kreditfähigkeit, llmfang des Geschäfts und dergleichen an eine Großhandlung gestellt werden müssen, wenn sie die Großhandelsfnnktionen in der speziellen Branche versehen will." Sie Abwicklung des beutsck-valästintnMen TransierS Wie die mit der Durchführung des deutschpalästinensischen Transfers betraute Gesellschaft mitteilt, betrugen die Einzahlungen ans Sonderkonto I bis zum 1. Juli 1934 4,93 Rcillionen RA!, diejenigen auf Sonderkonto II 1.61 Millionen RA!. Die Summe der Transfer-Ateldungen seit dem Abschluß des ersten Abkommens im Herbst 1933 bis zum 17. Juli dieses Jahres betrug'3,13 Millionen RA!. Außerdem wurde eine Summe von 1.05 Millionen NM dnrcl; die Pslanzungs-Gesellschaiten „Hanotea", „Iaiia Plantation Ltd." und ..Rn' zum Transfer angemeldet. Die Entivicklmig dcr Transfer-Operationen hat somit einen verhällnismäßig bedeutenden Umfang angenommen. Ar nrue EiWlhMLels-WersMiMg Unter dem 23. Juli hat der Neiäiswirtsclmstsminister eine neue Turchführuitgsverordmmg zum Eiuzelhaudels-Dchutzgesetz erlassen, die nu die ^teile der Durchführungsverordnung vom 28. November 1933 tritt. Die wichtigsten Bestimntungen N»b. wie die Tagespresse berichtet, folgende: Ansueümcn vvn dein Verbot dcr Erricht n n g v o u B e r k a n f s st c l l e n sollen mir zugelassen werbe», wenn für den Unternehmer oder für den Leiter des Unternehmens die erforderliche Sachkunde mm gewiesen nnrd und keine Tatsachen vorliegen. mi-> denen sich der Atangel der erforderlichen persönlichen Zuverlässigkeit ergibt. Nur weint die Errichtung der beabsichtigten Verkaufsstelle in der i» Aiissicht genonimeiteii Gegeiid zn einer »upergciovhulicheu llebersetzuug innerhalb des gleielie» Haiidelsztoeiges führen ivurde. kann die ouInilnnH auch aus diesem Grunde untersagt ivcrden. Ä'.isnahmen von denr Errichtungsverbot von W » r e» - h ä u s e r n . K l e i n p r e i s g c f ch ä s t e »> L e r i e n p r e i s g e; di äste». F j l 1 0! * g c s d; ästen und ähnlichen Verkanssslcllen dline» nur zngelasscu ivcrdeu. wenn neben den personümc» Voraussetzungen and; ei,i Bediirsnis für die brrichtung nachgewieseti wird. Auf die Fiilassung von Ansnehmeli von bcm Verbot der G c s ch ä f t s e r w c i l e r n n g i>!,LC’1 die genannten Bestimmungen keine Anwendung, wenn die räumliche Erweiterung nielst mehr als ei» Viertel beträgt lind der neue Verkaufsraum in/»» nrittclbarem Znsainmenliange mit dem bisherigen Vertanfsraum steht. Was die Uebernahnie einer Verlausssielle durch ein Filialimternehinen. s»»»e die Aendcrung dcr Betriebsart betrifft, so Ausnahmen in Gemeinden mit iveniger »ls 30» ‘ Einwohner überhaupt nicht und in größeren - meindcn nur dann zngelafsen iverdeii. n'emi en Bedürfnis für die beabsichtigte Aendcrung vorhanden ist. Schließlich loird bestimmt, daß vor der Entscheidung über die Aiilasßmg einer AiisnalM die Stellnnguahme der zuständigen Berufsvertrctung eiiiznhvlen ist. Dcr für Bewilligung voll Ailsnahmen vvn dcr Errichtniigssperre eingeführte 'Nachweis der erforderlichen Sochkmide und Zuverlässigkeit braustz bei G e s ch ä f t s v e r l e g n n g e n nicht S^1"A: zu iverdeii. auch rticht in den Fällen, in denen r» Berkanfsstclle in den bisherigen Räumen von m! Inhaber nicht mindestens ein Jahr betrieb^ worden ist vder in denen die neuen Verkaussrau» mehr als ein Zehntel größer als die bisherige sind. Hier ist trur die Bedürfnisfrage in den om i die Verordnung gezogenen Greitzen zn prüfen, em Ausdehnung des Verkaufs aus Lebens- Gen iiß mittel in Verkaufsstellen, in denen amschließlich vder überwiegend andere Waren I gehalten werden, soll als Ausnahme mir m zngelafsen werden, wenn durch die besondere -ZA der Verkalifsstelle ein Bedürfnis für den L-cru von Lebensmitteln nachgewiesen wird.