Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 31 (2.8.1934)
- Date
- 1934-08-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Ta sind die „Informationsblätter" (Rr. 5 vom 16. Juli) wieder in stattlichem Umfang erschienen. Schon allein überschriftsmäßig zeigt sich die ssülle des Materials. das den Aufgaben und Arbeiten der Stellen zugrunde liegt, die mit der Spitzcnorganisation des jüdischen Hilsswerks. dem Zentralansschuß der deutschen Juden für Hilfe und Ausbau, dem Herausgeber der „Informationsblätter". Zusammenarbeiten. Ter Zentralausschuß selbst veröffentlicht seine neuen Richtlinien zur judisckM Beruf-Politik und weist nochmals auf die von ihm eingesührte Beitragskarte für Hilfe und Ausbau hin. Bon seiner Tätigkeit auf dem Gebiet der Wanderung ist bereits berichtet worden. Tie Rcichsvertrctung der deutschen Juden gibt unter anderem einen Ucberblick über die Arbeit in den ersten neun Monaten ihres Bestehens. Wichtig ist die Mitteilung der Zentralstelle für jüdische Tarlehnskassen über die Gründung neuer und den Ausbau bestehender Bezirks- und Ortsdarlehu-kasfen in verschiedenen Teilen des Reiches. Wesentliche neuere juristische und wirtschastspolitische Bestimmungen und Bekanntmachungen für Beamte. Anwälte und Acrzte, für Angestellte und Handelsvertreter, für Handwerker. Landwirte und andere Berufsgruppen, wie sie in der ..C.-B.-Zeitnng" lausend veröffentlicht werden, sind übersichtlich znsammengestellt. Wichtig sind die Hinweise zur ,Trage der öffentlichen Jürsvcge. der Reichsversvrgnng und der Kleinrentnerhilse. Tie Zeitschrift „I.ü di sche Wohlfahrt?, pflege und Sozialpolitik" hat mehr als Wirtschasts- und Sozialleben. Ernst Kahn, jetzt ^.ondon, nimmt im Juli/August^Hcft, das soeben er- Ichienen ist, zur Auswanderungsfrage, von höheren wrrtschaftspoutifchen Gesichtspunkten ausgehend, Stellung und kommt in seinen Ausführungen zü einem Bemerkenswerten Ergebnis, wenn er folgert: deutsche Juden, von denen jeder einzelne eine Individualität ist, wie Ware zu verschicken, ist für mich absurd. . Die Dinge müssen sich vielmehr nn weitgehendsten Maße im Weae der Selbsthilfe - und der gegenseitigen Hilfe vollziehen. Alles koinmt daraus au, daß zuerst emmal eine beschränkte Anzahl von Menschen verhältnismäßig gut und sinn. , voll untergebracht wird; dann wird das weitere in °' erfolgen, wie immer Auswanderung vor - lich-geht." Im Anschluß daran findet ein detaillierter Bericht über die Organisation und das Hilsswerk. der Hieem für die jüdischen Aus- Wanderer aus Deutschland viel Interesse. Auf Be- ’ richten von Neisesürsorgerinnen der Zentralwohlfahrtsstclle fußt ein gerade hinsichtlich der Existenz, erhaftung außerordentlich beachtenswerter Abriß von Dr. Georg Flatow über die Lage der Juden . in den Kleinstädten. Hier wird an Hand einer Darstellung der Bevölkerungsstruktur, der sozialen Gliederung, der wirtschaftlichen und kulturellen Lage, der Ausfassung der älteren und den Wünschen der jüngeren Generation vor allen: aufgezeigt, welche Aufgaben der produktiven Fürsorge und der Wohlfahrtspflege erwachsen. In ■ demselben Heft veröffentlichen Tr. Paul E p p st e i n lind Dr. Georg Lu Kinski Beiträge zur Herrlinger Konferenz der Mittelftelle für Erwachsenenbildung bei der Reichs- Vertretung der deutschen Juden. Ten Spezialinteresfen deh jüdischen Mittelstandes dient „De r Jüdische Handwerker", ohne daß er seine Einordnung in das große Hilfs- und Aufbauwerk verkennt. In diesem Sinne äußert sich auch der Vorsitzende des Berliner jüdischen Handwerkervereins, Louis Wolfs, wenn er ln dem im Juli-Heft veröffentlichten Jahresbericht erklärt: „Wir sind uns klar darüber, daß wir im Nahmen der jüdischen Gesamtausgaben nur Mosaikarbeit.leisten können; aber Menschen Brot und Ar-, beit zu geben und damit leibliche und seelische Not zulindern, unsere Jugend in einem zulässigen Umfange handwerklich einzuordncn und sie damit in dem Glauben an ihre wirtschaftliche Zukunft auf deutschem Boden zu stärken, ist das höchste und letzte Zieh das unsere Bewegung erstrebt." E.G.L. Bmr. ,, if)o fWf Die Selbsthilsegruppe jüdischer Körperbehinderter in Deutschland hat am 7. August. lOlä Uhr. im Verwaltungsgebäude der Jüdischen Gemeinde. Berlin N. 24, Oranienburger i-traße 29. ihre Versammlung. Jürsorgesprcchslnndc Montags .11 bis 13 Uhr. . .Die Jüdische Wirtschaftshilfe, DrcSden, Zcughcms- . straße 3, ■ teilt mit: In dem I, a u s w i risch a f t.» I i dj c n und gärtnerischen Lehrgang .im; sowle für Akademiker, die bereits-aus dem-Gebiet der Wvhtfahrtspflege tätig waren und dies weiterhin zu tun gedenken. Ein Anrecht auf spätere Anstellung wird durch den Besuch des Kursus nicht erworben. Der genaue Lehrplan wird nach endgültiger Festlegung in der Preise veröffentlicht werden. Ter Preis für den Kursus beträgt 30 NM. Mcldun«. gen von Teilnehmern werdenerdeten an die Zentral- Wohlsahrtsstelle der deutschen Juden. Bcr'.in-Eharlotlendurg^2, Kautstraße 138, die auch nähere 'Auskunft Der Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser e. D., Hamburg 1. Gr. Bäckerstraße 6, hat ein neues Verzeichnis von rituellen Speisehäusern und Bezugs-. guellen für rituelle Lebensmittel hcrausgcgcben. Das .säest enthält auch eine Liste von -veil- und Erholungsstätten. die den Nachweis ihrer rituellen Führung erbracht haben. Tas Heft ist übersichliich angcordnct. Der „.Risch". Ncichsderband israelitischer Schwerhöriger e. V., teilt mit. daß die von seiner Seldsthiiseorgamsaiion dercitgeslr Ilten H'lsiulttel für Schwerhörige auch Aichtmitglicdern zur Verfügung stehe:'. Es werden Cprachablesekurse sowie ärztliche und anwaitliöie Beratung veranstaltet. Hörgeräte zur Versügung gestellt, die unentgelttiche Benutzung des Nisch-Tageserhvtungs-. ü0€JUS(2CilQ ©etniLiS ani g übSasaG □G§£5,a£jS&air2G des ZGuliSraEauGSGfaGSGGs! Ion JCJD la i'~>n nnrWnHv j^jüu^Liu LiV Erholungsheim Dresdcn-Oberrochwrtz können noch einige junge Mädchen ausgenommen werden. Der Unterricht erstreckt sich aus die gesamte 'Arbeit in einem größeren Wirtschastsbctrieb (Küchenbetricb, Instandhaltung des Hauses, Bedienung'der Gäste), ierner aus Gartenarbeit, Ziegen- und Hühnerhaltung. Milchwirtschaft, Waschen von Wäsche u. dgl. Die Dauer des Lehrgangs wird aus ein Jahr berechnet, doch ist längeres Verbleiben möglich. Kosten NB! 4ö,— monatlich. Die Zcntralwohlfahrtüstclle der deutschen Juden beabsichtigt, in der Zeit voiu 1. Dktvber bis 3. Aovember dieses Jahres einen Schulungskurs für etwa 30 WoblfahrtSptleger und WohIsahrtSvilegerinnen aus alleii Teilen Deutschlands zu veranstalten. Ter Lebrgang ist in erster Reihe bestimmt für erwerbslose, ausgebildete Wvhlsahrtspflegcr und -Pslcgeriuneu, die in der jüdischen Wohtfahrtspilege tätig werden 'vollen. Außerdem ' ist er für neu in die -südische WodN'ahrtsvflege berei"- ' konunende WohksabrtSpstcger und -pslegerinnen gedacht. Heims. Grünewald. Hölunannstraße 8, ermöglicht und alle Interessen Schlverböriger wahrgenomuien. 'Auch die Tcilnah'nc an Gottesdiensten durch einen Biel- Hörer wird ermögticht, der in der ^hnagoge Lützowstraße. installiert ist. Lsuts Ormgre Oinrtcr der Ehrenlegion l Ter langjährige Direktor der Jewish Evloüifation Assocwtion' (JEA), Louis Oungre, ist zum Offizier der Ehrenlegion ernannt worden. Louis Oungre, der 1EE0 in Arlvii (Belgien) geboren wurde, hät vielbeachtete Reise- und Jnspektions^ berichte auf Grund seiner Untersucstnngen in Argen-, tinien. Brasilien, Polen. Rußland mW anderen Ländern, in denen die JEA ihr Kolonisations. midi Wohlfahristverk durchsül,rt. veröffentlicht. Die, JEA-itolvnie -Oungre bei Tighina in Beßarabicn, . ist nach ihm benannt. fei ,Mät3(uU( n o // (i1 ^22) / f jj lt/\l 1/Li lyKLs Li bs _i ÄKTplD \ - <f Ich 1 •cy mit D.PQÜO&BA (15 000 foras) von Konstanza nach JaüFa iiiiiinimiinmiMiiHiiiiiininiimjmimiiiiiiiiiiiMüimniiinmiiiiMimiiiiiiiMiiiiiiim Platzbesteüungen bei der Generalvertretung für Deutschland: fllüSIIC EaFHESS G.riB.lI. BERLIN NW 7 Friednchsfr.100 Te!A6Mcrkur2915 JQGO KÖSSDöTiOQuiI ] '©ISä-Eto^aas Äp@SasiS H j (vormeb SsnaSorlura Dr. ApolenS) [_j Eirene Kartnittel-u. 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