Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1934-07-26 · 30 (26.7.1934) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
30 (26.7.1934)
Date
1934-07-26
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2277379-2278044-2278074--08724-2289769
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

ä 26. 1934 '"~3t r.')2 ^*5 W - * - c". Ä Z - to’nn bi? '' OlCTSO'i ■ t'n. sei-n , lr‘a>;y--c eine 1 aus de-?:c-c §?! -end cs er, öiserSIli,; cl';erSÄ ) '.'röi;::;: lOircter *.r.u*5tc in r b-rsj : HH! I:u ^n:ei! 'cir.bc cn: daß ö-Ä *?n 16 c.j blcic fcs:i Glcig g>!rc:?v uni - icäf)rcr?) :o-cnr,; :b b:3 n: ^urüdf 10-34 ts: : uc bßtnii - 11 c ihre: | SfäEjtS* : **Jf " chscn m- ■ ögllch 5- " '::r.c" n Iahrci: ' " " ' cc e werden Z 20 Vro- 100 ‘i-crnße« SJJ intakt;u :bcn. bcs öc: Gin’ >n. Ticber 5H; c'tand 'lk ibr, da'Z den Est! ine rech! n-an — .,-höNLNg LnG ):ren ü-'-<- Ichre? d-tz d-e -br au- ^u-schcn 0--N lb 5 s-chc"' teil eus Hl : für W thilfc :ci *<*' üB der . Oll!-' crziclc?' von Der ■Ivb. ,-äch'.e';k- VS—L Das Blatt der Deutschen Jüdin ^um Beiblatt der C-V.-Zeifong 26. Juli 1934 ITpi Phot.: Hedwig Frankenstein Auf solchen Beinen steht man fest im Leben, auf Gartenboden und auf dem Boden der Tatsache, der aus dem äußeren Zwang, sich umzustell-en, gefügt ist und von dem Willen, das neue Leben zu meistern, gestampft wird. Tie Freude an der neuen Arbeit glättet ihn. Vor wenigen Wochen saß das Mädchen voch auf der Schulbank, schlug seine Logarithmentafel auf, und die Potenz, die jede Ziffer zu zehn vervollständigte, war auch gleichzeitig die Potenz, die, wie das Mädchen falsch vernietete, es zum Menschen erhob. Es ist nicht so, daß alle Mädchen ihre Seligkeit in Mathemethik- und Geographiestunden erfüllt sähen. Es gibt unter ihnen eigentlich nur ganz wenige, die die Beglückung empfinden, nichts als lernen zu dürfen. Wenn wir an die vergangenen Jahre zurückdenken, an die von Mädchen überfüllten Hörsäle der Hochschulen, dann erlaubt uns die Drstanz zu jener Zeit die Studentin strenger zu beurteilen, strenger zu verhören: „Gnädiges Fräulein, warum studieren Sie eigentlich Nationalökonomie? Was befähigt Sie dazu, welche ihrer Sonderinteressen treffen sich mit dem Gebiet der Nationalökonomie? Welche Ideen hätten . Sie, volkswirtschaftliche Einsichten zu vertiefen und zu erweitern, welche Anschauungen würden Sie bis aufs letzte verteidigen?" Ich glaube, das gnädige Fräulein hätte vor sechs Jahren zu solchen Fragen sehr überraschte Augen gemacht. Für das Mädchen von achtzehn Jahren war das bestandene Abitur und das Vorbild einiger Freundinnen, die auch Nationalökonomie wählten, Grund genug, ein regelrechtes, systematisches Studium zu beginnen. Man trug eben Nationalökonomie, es gab Berufsmoden ebenso wie Hutmoden. Diese Feststellungen sollen wirklich nicht das Frauenstudium ablehnen, wie manche Professoren, wenn sie gegen die hübsche Studentin loszogen, der sie alles andere, nur keinen ernsten Eifer zubilligten. Im Gegenteil, jeder weiß, daß die hübscheste Studentin das Studium oft so ernst nahm, daß ihre Hübschheit Gefahr lief zu verblassen. Die Köpfe rauchten und die Wasserwellen gingen flöten. Es war zwar schon nicht meyr die blaubrillige, blaustrümpfige, engbrüstige Kandidatin aus den „Fliegenden Blättern", aber in die Stirnen gruben sich doch tiefe Falten ein, und die Träume drehten sich um den „oberen Goldpunkt" und um das „Gesetz des abnehmenden Bodenertrags". Wieder wäre es falsch, wollte man daraus die Vermutung herauslesen, daß die verschiedenen Goldpunkte der Mädchenhaftigkeit Abbruch getan hätten. Die Art des Studiums, die Art des Kopfzerbrechens, die Art des Ernstes und die Art des Maßstabs, den die Mädchen an die Beziehungen zwischen sich und dem Studium anlegten, blieben weiblich. Und der weibliche Maßstab zeichnet sich durch eine scharmante Ungenauigkeit aus. Dieselben Millimeter- Abstände, die dem Studenten schon den Raum abmessen, in dem er später seine Tätigkeit ausüben kann und darf, dehnten sich für eine Studentin leicht zu einer geschwungenen Kurve, die das Wissens- und Tätigkeitsgebiet unscharf umgrenzte. Hier erhob sich ein Gipfel, den sie zu erklimmen hoffte. Natürlich gab es immer einzelne, die durch ihren weiblichen Mut und das weibliche Talent, ins Schwarze zu treffen, wirklich „schwindel"frei die Höhe behaupteten. Das waren die glücklichen Ausnahmen, die nicht männlicher, son- © © © dern weiblicher waren als die andern Studentinnen. Die blassen Kolleginnen aber ließen sich nach vier Jahren ihre Visitenkarten drucken mit dem „Dr. rer. pol.". „Guten Morgen, Fräulein Doktor", sagte der Portier, „guten Morgen, Fräulein Doktor", der Fahrstuhlführer und der Bürodiener. „Unsere Neue ist ein Fräulein Doktor", erzählte voll Hochachtung der Botenjunge seinem Freund, und der Herr Direktor führte Fräulein Doktor zu ihrem Schreibtisch und sagte: „Glückauf!" Der Alltag im Beruf läßt Fräulein Doktors Visitenkartenherrlichkeit in sich zusammenschrumpfen. Rächt. daß sie weniger gelernt. das Studium weniger ernst genommen hätte als ihr Kollege, der gerade unermüdlich im Nebenzimmer verhandelt. Aber der Herr- Kollege hatte nie daran gedacht, dem Finanzminister der Vereinigten Staaten die Umkehrung seiner Politik in daS Gegenteil vorzuschlagen. Der Herr Kollege hatte seinen Blick nicht abgewandt vom Wesentlichen und von der Wirklichkeit; „lächerliche Bagatelle", das Wort kannte er nicht. Fräulien Doktor bekommt kleine Fältchen in den Augenwinkeln, und ihre Rede ist spitz. Ihr Verstand, den sie sich am grünen Tisch und mit Stempeln bestätigen ließ, kann die Gleichung mit der unbekannten Größe der Ledcnsgestaltnng nicht lösen. Was sür eine grundgescheite Frau wäre sie, wenn sie nicht so gescheit sein wollte! Spielend löst sie auf dem Papier jedes Integral, niemals kann sie ihren eigenen Inhalt, ihre eigene Kapazität berechnen. Armes Fräulein Doktor! Die Fältchen unter den Augen werden viel zu früh viel zu tief sein. Und ihre Seele wird traurig sein, sich nicht dort ausbreiten zu können, wohin sie ihre Beine hätten tragen müssen, wenn sie den Weg über den festen Boden der Tatsachen gekannt hätten. Mit diesem grauen Fräulein - Doktor- Schicksal darf keine „Politik der sauren Trauben" getrieben werden. Es soll nur die Mädchen nachdenklich machen, die die Vergangenheit wegen ihrer offenen Hochschultüren schmerzlich beneiden. Wir wissen, daß sie!) trotz allem Zuspruch schwermütige jüdische Mädchenaugen mit Tränen füllen werden, wenn sie. müde von einer ungewohnten Arbeit und ungelenk im ungeschulten Denken, am Abend über einem Buche in das Leere sehen. Wir müssen diese Tränen fließen lassen. Sic sind der Perlen schmuck ihrer Herzen und des ganzen jüdischen Wesens, das niemals die Sehnsucht nach dem hohen Wissen verlieren wird, das die hohe Schule verkündet. Und wir wissen auch, daß manches Mädchen es verstände, erlerntes Wissen in lebendige Weisheit umzuformen. Aber die vielen andern tonnen den Ballast des sozialen und akademischen Ehrgeizes jetzt ruhig über Bord werfen. Es wird ihnen leichter fallen als früher, eine ihnen adäquate Form des Lebens zu finden. Sie müssen nur mutig auf ihren Beinen stehen. i'.U. Von Johanna Meyer Laßt unsere Kinder Märchen spielen! Unsere jüdischen Kinder sind vielfach aus den ihnen ver» trauten kleinen Gemeinschaften, von Spielplätzen, Jugendmusikschulen u. a. m. ausgeschaltet, aber sie haben einen besonders starken Spieltrieb, der leicht geweckt, geleitet und gepflegt werden kann. Auf zwei Wegen bringt man die Kinder am besten dazu. Ich beginne mit der Erzählung eines Märchens. Die Kinder (vier- bis zehnjährige) liegen auf der Erde um nüch herum. Alles lauscht an ihnen, Augen. Aase, Mund. Wissen sie doch, daß der Erzählung die Frage folgt: „Was brauchen wir dazu?" Beim Rotkäppchen, das auch beim 20. Male noch spannend ist: „Ein rotes Käppchen". „Eine Großmutterhaube". „Ein Körbchen". „Ich möchte der Wolf sein". „Darf ich auf den Teppich Blümchen streuen, damit 's 'ne Wiese ist?" Seltsam, grrade all die.Sachen, die nötig sind, liegen schon in einer Zimmerecke bereit. Die Kinder selbst dürfen nie merken, wie sorgsam alles vorbereitet ist. Das echte Märchen spiel muß ganz improvisiert werden. Das Kind spielt um so besser, je naiver es spielt. Alles muß werden, erwachsen - wie unter jeder guten Regie — nichts darf als gegebene Tatsache dastehen. Nur charakteristische Momente werden herausgcgrifsen: die einfachsten äußeren Mittel ergeben das Bild. Nichts von Theater, nichts von Schminke. Die Ausdrucksfähigkeit steigert sich, je weniger Aeiißcrlichkeiten gegeben sind. Ter Wolf sieht so wild aus, rveik er einen Bettvorleger umgebunden und den Riesenschwanz ans einem Schirmfuttcral (mit Watte und Draht ansgostopft) bekommen hat. Auch auf Die Jungfrau von Ludmir Eine legendäre jüdische Frauengestalt Ter Chassidismus weist im allgemeinen der Frau nur eine bescheidene, passive Rolle zu. Höchst selten begegnen uns in der Geschichte des Chassidismus Frauen mit aktivem Eharakter. die einen Einfluß auf ihre Umgebung ausüben. Zu der geringen Zahl solch heiliger Frauen, die selber fast den Grab eines „Zaddik" erreichten, gehört eine rätselhafte Persönlichkeit, die im zweiten Viertel des lü. Jahrhunderts hervortrat und unter dem Namen der „Jungfrau von Ludmir" verewigt wurde. Sie wurde um 1815 herum in der Stadt Ludmir (d. h. Wladimir in Wolhynien) geborcn und hieß H a n n a h - R a h e l. Sie war das einzige Kind ihres Vaters, Monefch Werbermacher. Schon von Kindheit auf lenkte das Mädchen durch Schönheit und seltene Begabung die Aufmerksamkeit auf sich. Bereits im Kindesaltcr erlernte sie die Bibel im Original und verstand cs, ihre Gedanken^ in hebräischer Sprache niederzuschreiben. Außerdem eignete sie sich beträchtliche Kenntnisse der talmudischen Agada, des Midrasch und der erbaulichen Literatur an. Sie betete wie ein Mann, dreimal täglich, und dies mit einer Ekstase, die alle in Verwunderung setzte. Drtseinwohner pflegten zu sagen, daß die Tochter des Rabbi Monefch würdig sei, selber ein „Zaddik" zu werden. Die ungewöhnlichen Dualitäten des Mädchens einerseits, der Wohlstand ihres Vaters anderseits machten Hannah-Rahcl, sobald sie dem Kindesalter entwuchs, zum Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit. Dem alten Monefch wurden glänzende Partien aus anderen Städten für seine Tochter angeboten.. Bald tourbe Hannah-Rahel jedoch mit einem jungen Menschen aus Ludmir selbst verlobt. Die,es Ereignis bewirkte eine Umwälzung in ihrem Innenleben. Ta sie ihren Verlobten schon von Kindheit auf kannte, entbrannte ihre junge glühende Seele in Liebe zu ihm; wiederholt versuchte sie. ihn zu sehen, unter vier Augen zu sprechen und ihm alles, was sie bewegte, anzuvertrauen. Aber die Sitten jener Zeit verboten derartige Zusammenkünfte vor der Hochzeit aufs strengste. Hannah-Rahel wurde vor Sehnsucht krank. Aber das blieb unbeachtet. Der Vater war ja stets beschäftigt, die Mutter aber, die an ihr sehr hing, starb in dieser Zeit. Hierauf begann das Mädchen, sich zu vereinsamen. Tagelang saß sie in ihrem Zimmer und verließ es nur, um das Grab der Mutter aufzusuchen, und' dort ihr Leid auszuwcinen. Eines Tages — so erzählt die Legende — als Hannah-Rahel am Grabe ihrer Mutter faß, versank sie in einen fchlafähnlichen Zustand. Als sie aufwachte. war schon Abend und der Friedhof vollständig menschenleer geworden. Ein Schrecken erfaßte das Mädchen mitten in diesem Totenreich; in ihrer Angst ergriff sie die Flucht, und zwar über den alten Fricdhossteil, wo heilige Männer bestattet worden waren. Unterwegs stolperte sie und fiel auf eines dieser Gräber. Der Friedhofswächter hörte einen Aufschrei, fand das Mädchen und führte es. sobald es wieder zu sich kam, ins Elternhaus zurück. Wochenlang nach diesem Vorfall war Hannah-Rahel gefährlich krank; sie lag stumm da und sagte kein Wort. Die Aerzte hatten schon die Hoffnung auf ihre Genesung aufgegeben. Eines Tages aber ließ sie den Vater zu sich rufen und sagte zu ihm: „Soeben war ich im Himmel. in einer Sitzung des Höchsten Beth-dm (Gericht). Dort gab man mir eine neue, erhabene Seele." Einige Tage darauf genas sie. Von dieser Zeit an begann sie sich wie ein Mann auf.zusühren. Sie zog unter ihren Kleidern einen Tallis-Katan mit Schaufäden an, beim Beten aber hüllte sie sich regelrecht in einen Tallis, legte auch Tefilin an und verbrachte ganze Tage in Lernen und Gebet. Die Verlobungsakte sandte sie ihrem Bräutigam zurück: sie beschloß, nicht zu heiraten, da sie sich über der Wett des Fleisches fühlte.__ Unterdessen starb der Vater der heiligen Jungfraii und hinterließ ihr eine reiche Erbschaft^ Aus ihren Mitteln erbaute sie nun eine neue Synagoge mit einem besonderen Betraum?) In dieser Stube saß sie immer beim Studium der Tora und beim Gebet. Der Ruhm der „Jungfrau von Ludmir" verbreitete sich in allen umliegenden Lrtschasten, und viel Volk, Frauen und Männer, prlgerte zu ihr wie zu einer Heiligen; selbst gelehrte Männer und Rabbiner suchten sie auf. Sie erlangte den Ruf einer Zauberin. Man erzählte sich, daß sie die Geheimnisse des Himmels und der Erde kenne und Kranke zu heilen verstehe. In der Tat kurierte sie Patienten, die sich an sie wandten, mit verschiedenen Kräutern. Nach und nach bildete sich um sie herum eine besondere Gemeinschaft von Anhängern, die man als „Chassiden der Jungfrau von Ludmir" zu bezeichnen pflegte. Sie beteten in ihrem „Beth-Hamidrasch" (Synagoge), an Sonnabenden oder zur Stunde der „dritten Mahlzeit" versammelten sie sich, ihre Predigten zu hören. Die bekanntesten Zaddikim jener Zeit äußerten ihre Verwunderung über das Aufkommen eines neuen Kollegen in Frauenkleidern. Manche suchten sic auf. um dieses Phänomen persönlich in Augenschein zu nehmen. Sie aber nannte jeden dieser Besucher beim Namen, selbst wenn sie ihn vorher nicht kannte. Schließlich begannen gar manche Zaddikim ihre Zweifel auszusprechen: ob denn nicht durch den Mund dieses sonderbaren (Rädchens die „unheilige Kraft" spreche? Man begann, ihr zuzureden, ihre Lebensweise zu ändern und . zu heiraten. Allein Hannah-Rahel wollte davon nichts wissen. Erst nach einiger Zeit, als der berühmte Zaddik Motel ans Tschernobyl sie gleichfalls zu überreden begann, gab sie nach und heiratete einen Rabbiner. Rabbi Motel wollte die Seele dieser Frau *) Na6) Erzählungen von Altcinwohnern Wolhynien?. die die Jungfrau von Ludmir versönlich kannten und sich an sic erinnerten. zuerst veröffentlicht in der „Iewrciskaja Ltarinu" 1009. in einen weiblich-normalen Zustand versetzen — vermittels der Heirat und der Erweckung weiblicher Gefühle und Empfindungen in ihr. Allein es mißlang ihm. Der Rtaun der Jungfrau von Ludmir hatte Angst, sich einer so heiligen Frau zu nähern, und lief; sich bald von ihr scheiden. Sie heiratete zum zweitenmal -- und abermals kam es zur Scheidung. So blieb denn die fromme Hannah-Rahel eine Jungfrau bis zu ihrem Tode. Allein schon bald nach der ersten „Heirat" ließ, obwohl diese nur eine täuschende Form war, der Zauber der Jungfrau von Ludmir nach. ONan suchte sie nicht mehr auf. um „Wundertaten" zu sehen, sondern hielt sie nur für eine „Zaddikis", die bis zu einem gewissen Grade mit „Heiligem Geist" (Ruach Hakodesch) begabt war. In ihren letzten Lebensjahren verließ die Jungfrau von Ludmir ihre Heimat und begab sich ms Heilige Land, um dort ihr Leben zu beschließen. Dr. Vera LowiLsch: „Die Frau als Richter." Carl .Heymanns Verlag, Bcr. lirr 1933. Tr. Vera Lowitsch. die Referciidarin im Bezirk des Kammergerichts war. veröffentlichte eine ausfützrlickie Darlegung über die Frau als Richter. Tie Arbeit ist zu eurer Zeit geschrieben, als die Zulassung der Frauen zu den juristischen Berufen längst erreicht und kein Problem mehr war. Tie Bersasserin kann deshalb nach einer Betrachtung über die Stellung der Geschichte zur Frau als Richter vom Altertum bis zur Neuzeit über dw parlamentarischen Verhandlungen auch bereits historisch betrachtend schreiben. Auch die Darlegungen über die Eignung der Frau zum Niä)tcramt. die Wiederholung der Einwände und der Entgegnungen geschieht wie die anderen Kapitel aus Grund eines Tatsachenmaterials, das nicht neu. aber bei der Echnellcbigkeit unserer heutigi".: Zeit zum Teil schon wieder vergessen ist. Es ist dankenswert, daß dieses ganze Material einmal gesammelt worden und in so objektive Form, wie es einer Frau, die selbst das juristische Studium erwählt hat und damit ihre subjektive Einstellung zur Eignung der Fron als Richter schon bestätigt, darzustcllcn uiöglich ist, Dr. M. E. i

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.