Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 29 (19.7.1934)
- Date
- 1934-07-19
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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in- - toiitcS KZZ Ml z p«-?lcr I-.cnt: |1s? TerzlZ U.R? ' 'che 5)on «itcr des e (£»Iürtä W: t: schnell. 1° Ic:m« .nie <r.,3 moBoiiN •9«it bie Jo. Er. "tor tt;o tladdiich, r- C\iiM |n.r Ai::, tte öcn ifdjnr-bt) er poli- »vreur.be :fte. L. A. jjtonifti* ieb und ^volles :» und i i I) a n miiHfcw r^etl t beut* ■cnfrcbe räischen. io zur großen . jcincJ rächten lle b^ us der iS 'itnb' hrhaus len der großen isbau-v nniger der zu ■cbtdifo durch starke R.-3. 2?ot- (f.c : war scnj*!ll{ fri'l' . 0Cim oflen» Bcrnt sch- 8 Mr der beite. Ge« onen ihre ZINN :u he, beschall tuttsmil 31111- . SsMöNNEZ- ■ 22 Mitglieder des ZTSC Vö-Berlin waren am . 15. Juli einer Einladung des JTB 02-Köln lim R. j. §-) ZU einer großen leichtathletischen Veranstaltung gefolgt. Etwa 150 bis 200 Teil- .nehmer aus West, und Südwestdeutschland nahmen die geschickt abgewiclelten Kämpfe, die zu einem ' aroßcn Erfolg für die Berliner wurden, auf. An 19 Lettbeivcrben beteiligten sich die JTSEer und .vermochten nicht weniger als 14 Siege- 7 zweite und 5 dritte Plätze zu erringen. Isolde Fin - kenstein lies die 100 Meter in 13,2 Sek., warf die Kugel 10.52 Meter (!) weit — Leistungen, die mich bei festen allgemeiner Sportverbände zu Erfolgen ausreichen würden. Bei den Männern zwei Toppelsiegcr: Gert Fröhlich, für die Berliner eine angenehme Ueberraschung, blieb sowohl im M-Meter-Laus über Henoch, als auch.im LOO-Ateter- «Tfliif über Bergmann I dank seiner enormen Endspurts siegreich (55,4 Sek. bzw. 2.11,1 Min.); Erich Mund stock, der das Kugelstoßen für Anfänger mit 9,93 Bieter und das Diskuswerfen mit 31,17 Meter für sich m Beschlag legte. Daneben blieben die Berliner in den Anfängerwettbewcrben über 100 Meter und 800 Meter sowie in sämtlichen Staf. .seln, in der 4 mal lOO-Metcr-Stassel für Senioren und Anfänger, in der Olympischen und in der abschließenden 10 mal ^-Runde-Staffel — meistens 'weit überlegen — siegreich. Bon den westdeutschen Sportlern gefielen am besten die Aachener, die in La l mang einen ganz vorzüglichen Sprinter und in dem früheren westdeutschen Meister Mo l l einen gmen Mittel- und Langstreckler zur Verfügung haben. Beide gewannen ihre Nennen sicher, Salmang in den 100 Bietern vor Ata: (Darmstadt) und Bergmann II in 11,6 Sek. und Moll über 3000 Bieter vor dem vom Pech verfolgten Berlmer Wienskowitz. — Am 15. Juli war eine Elf des..Schild"°Drcsdcn Gast der BSG 33 in Berlin. Die Berliner mußten zu ihrer großen Ueberr.uchung eine erhebliche Verbesserung der Gäste fest, stellen, so daß es der kombinierten Mannschaft der BSG nur mit Aiühe gelang, ein Unentschieden zu erreichen. Bei Dresden ragten die Verteidiger um ein Erhebliches über die anderen Spieler heraus,, und ihnen war der Erfolg in erster Linie zu danken. Tas Lpiel sah zu Beginn die BSG klar überlegen. Das Unentschieden war für beide Mannschäften verdient, wenn auch Berlin ständig eine erringe Ueberlegcnheit besaß. Lie Teilnahme der Juden an den Olympischen Spielen. Tr. Karl Tiehm, der Vorsitzende des deutschen Olympischen Komitees, hat einem sranfischen Journalisten über die tLeilnahme von .2E an der Berliner Olympiade 1936 folgendes m'?°^^nprinzip besteht nicht mehr für die Borberertung und, die Organisation der Spiele. ffrP ^"n..nur wiederholen, was Dr. Lewald in Wien und in Athen' feierlich erklärt hat. Alle deutschen, und ausländischen Sportsleute und Athwren, die. die olympischen Bedingungen erfüllen, toet™-n ln Vorlin willkommen sein. BZ:r haben zum Beispiel den jüdischen Sports-, ,mann Rudi Ball zum offiziellen Mitglied der Deutsck)en Eishockeymannschaft berufen. Ferner haben wrr vor Monaten schon die gegenwärtig in Kaliformen studierende Helene Mayer davon vcr- Nandlgt, daß sie an der Spitze unserer weiblichen ..^ochtmannschaft gestellt werden soll. Schließlich wrr eben erst sechs hoffnungsvolle athle- . trfche Begabungen'eines jüdischen'Sportklubs ausgowahlt. die an den demnächst beginnenden olympischen Borbereitungskursen für Deutschland teilnehmen werden. Sie sehen also, m:t welcher Loyalität Deutschland seine in Wien eingegangenen olympischen Verpflichtungen zu halten gewillt ist/ -IZeW Wer ewes HÄssMÄ . Mittags 12 Uhr. Dian betritt die großen kultivierren Räume einer Privatpension im neuen Westen Berlins, wo sich eben die Mittagsgäste zu versau:- ,mein, beginnen. Im ersten Augenblick glaubt man sich in einen Kreis sorgloser Geselligkeit versetzt, nfrct ein Blick auf die müden, sorgen- - zerfurchten Gesichter der Bersamnielten lehrt, daß hier Menschen stehen, die schwer an ihrern Leben zu tragen haben. Und schnell erkennt man auch, daß es ungewöhnliche, ganz und gar nicht alltägliche Menschen sind, die an dieser Stelle znsammenkoinmen. Aber man hat nicht viel Zeit zum lieberlegen und zum Umschauen, beim ein Herr tritt heran und erklärt mit eindringlichen Worten das junge, schwierige Unternehmen, das die K ü n st l e r- I) i [ f e der Berliner Jüdischen Gemeinde zusammen mit einein privaten Kreis hier eben neu ms Werk .setzt. Unter denen, die die Künstlerhilfe zu betreuen hat, befinden sich oft besonders hilfsbedürftige Schützlinge, Menschen, die von Beifall nmranscht an der Rampe des Theaters und im Licht der Scheinwerfer standen und die nun vor der Höhe des Lebens über Nacht heruntcrsteigen mußten. Es ist endlos schwer, sie seelisch und inateriell einzuordnen. zumal sie, die so stark in der großen Oeffentlichkcit wurzelten, oft genug den Zusammenhang mit dein Judentum verloren hatten. Tie Nachfrage nach ihren Leistungen 'ist in dem kleinen Kreise des jüdischen Priblikiims naturgemäß gering, niid die Jahreszeit tut daü übrige. Darum hat sich die Künstlerhilse cutf'chlosseii, für die iiächsteri Monate einen Mittagstisch einzurichten, an den: ihre Schützlinge für wenige Pfennige eine einfache Mahlzeit erhalten. Ta§ Essen ist schinackhast — wir saßen mit am Tisch —, es ist bei größter Bescheidenheit nahrhaft und gut. Noch bei Tische erzählt uns unser Begleiter von -den Schicksalen unserer Tischgenoffen. Es. ist eine -bunt zusammengewürfelte 'Gesellschaft, der Musik-Excentric sitzt neben dem Archäologen, , der -. Banchrcdiier beim Literatnrprofesior. ~ Aber so verschieden ihre Wege sind, die sie an diesen Tisch führten, gemeinsam ist ihnen allen die tiefe innere Not und die oft rührende Ungeschicklichkeit, mit der sie sich in ihrer so. gänzlich veränderten Lebenslage zurechtzufindeu' suchen. . Es ist eine Ausgabe, die viel Geschmack und Zartsinn erfordert, wenn man sie hier zusammen bittet, ohne in ihnen ein Gefühl der Beschämung zu er- - wecken. Tie ehrenamtlichen Helferinnen lösen sie unter der Leitung von Frau 'Tr. London mit Geschick und EinfühUingsvermvgen: sie sind es auch, die durch Private Sammlungen die Mittel für diesen an öffentlichen Stellen nicht subventionierten Mittagstisch verfügbar machen. Man darf ihrem schönen, menschenfreundlichen Werk das Allerbeste wünschen. Ri. vc:~:^::qc:s Köln: 23., 24. und 25. Zulr, 201» Uhr: Kulturbund Rhein-Ruhr. „ttleinfunflabcnb". Rhciniandlogc. Wuppertal: 25. Juli, 2o>t Uhr: Kulturbund. „Kleinkunstcibcud". Weißer Saal der Stadihallc. Aachen: 26. Juli, 201» Uht: Kulturbund. „Kleuikunstabcnd*. Wcinsaal des Städtischen Konzcrthauscs. Berlin: 28. Juli, 21 Uhr: Jüdisches Erwerbslosen-Künftler-Orchester. Populäres Konzert. ' Dirigent Kapellmeister Hugo Strauß. Musirer.Fcstsäle, Kaiser-Wilhelm-Straßr öl. Hirsch RLrüiN?§ein Ans Freundeskreisen wird uns geschrieben: 'Am 15. Juli war es ein Jahr, daß in Baden in 'der Schweiz Hirsch R n b i n st e i n zur Ruhe gebettet wurde. Er entstammte einer Familie, die -vor siebzig Jahren aus Wilna nach Frankfurt am Main verpflanzt rvurde. Als ältester Lohn .vom Rabbi Elijahu Nubiustein hatte er eine vertiefte jüdische Bildung genösse»: und blieb auch, als das Leber: ihn an eine hervorragende Stelle 'im schrvcizerischen Wirtschaftsleben [teilte, der felsenfest gläubige Jude. Wohin er ans seinen -weitelr Reisen auch fuhr, immer lvieder führte -ihn sein Weg nach Frankfurt in die alte Heimat zurück. Mit offenem Herzen stand er seinen .Freunden rmd der: jüdischen Institutionen auch 'der neuen Heinratgemeinde Baden bei. Sein Andenken wird lebendig bleiben und für alle, die er geliebt hat, Früchte tragen. W.dsnAsrMsn. .... •■©. Gerfon (Savirbeck, Krei? Münster 1. wurde am 17. Juli 95 Jahre alt. — Frau Julie 'Meyer peb. Wolfs (Schmerstadt, Rhempfalz) seiert am 23. Juli ihren 90. Geburtstag. — Frau Henriette Zima'ck (Prenzlan) »vird am 25. Juli 85 Jahre alt. — Frau Rebekka K a tz geb. Rose (Hannover) feiert am 26. Juli ihren 80. Geburtstag. Ter langjährige treue Atitarbeiter des Frank furter Landesverbandsbüros des G.-V.. A d o l Strauß (Friedberg in Hessen), feierte am 17.Jul seinen 70. Geburtstag. Schon ISOG ln Den?sch?QNÄ onfässig? Die Arbeitsgemeinschaft für jüdische Erbforschung und Erbpflege (Leiter Dr. W. 3t»:ßba:m:>, Berlin IV 57, Potsdamer Straße 92. bedarf zwecks weiterer Forschungen der Feststellung alteingesessener Familien.- Aus diesem Grunde »oerdi'n Familien, die bereits um das Jahr 1800 in Deutschland ansässig gewesen sind, gebeten, sich bei der Arbeitsgemeinschaft unter Angalv ihrer genauen Adresse zu melden. Diese Meldungen sind im Iureresie der »visienschastlichen Erfor'chnng des deutscher: Judentums dringend erforderlich. Rosa Balctti wirb als Abschluß ihres crsolgreicheir . Juli-Gastspiels im Kulturbund deutscher Jude» aru Atontag. 23. Juli, im Bert irrer Theater als Souderveraustaltung einen ..Auuteu 'Abend" geben in de'", sic bie Hauptrolle in zrvei Einaktern spielen nnt» eine^ 'Anzahl von Ehansvns zum Vortrag bringen Die Künstlerhilse der Jüdischen Gemeinde Berlin sucht geeignete Räume für 'AnssteUnngszroecke. Tie Räume, evtl, auch Laden mit Redeurnmneu, rnüsten gut beleuchtet und in gangbarer Gegend gelegen rein. Jnschristerr sind zu richten an des Indische Musen>", Berlin X 24, Oranienburger Straße 3l. Der Jüdische Boxklub „Berlin" veranstaltet a,:r .11. August einen Gesellschaitsaberrd im Logerrhaus.' Girrser Straße. Ter 'Abend soll sportlichen Gharakter tragen und ist insbesondere auefj für Jugendliche bcftiinmt. Der Reichsverband israelitischer Schtnerhöriger e. B. (Risch), Berlin - Gyarlvttenbnrg t. Svbet- ,straßc 23. hat vor einiger -seit ein Tageserholnngsheim eröffnet. Es liegt in Berlin-Grnnetoald. Höhmannstraße 8. und ist für Schrverhörige täglich unentgeltlich geöffnet. Gs bietet sich 01etegeiil,eil snr Liegekuren. Spielzirkel »slv. '. Professor Tr. Paul Rosenstein.-Direttor dev chirtirgisclien und urologischen Abteilung am Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, teilt uns zu unserem in Nr. 27 der E.-B.-Jeitnug enthaltenen Nachruf ans den Dichter George A. Goldschtag^mit, daß der Patient nicht wie nutgeteilt an den Folgen der Gatten-Operation gestorben ist. sondern daß er mit einer bereits tödlichen eitvigeu Bauchfellentzündung eingeliefert »vnrde. pell« der der end -.nk- :on NZ' sor in: me.' mm Os?iäs|MS0nüMZs3KSS: Tal.: Bism.8100-15. Zimmer v.fä.B,-an J ,1©n EloOöSGCyGS’ Knssobeckstr. 56,57 am Xurfürstenflamrn rmpfiehlt leer oder möblierte Knmfortzimmer. Bebte Verpflegung, aufmerksambte Bedienung. <;<•!!.'Anfragen J 1 Bismarck 6920, Jüdisches Villenheim direkt, an der li&vvl Kurhaus Konradshöhe ^ei Berlin Nnsshilherstrasso 47. Jeder Komfort (Diät) I a Pension RM ab 4.50 Dauf-rpens. ab 100.— monatl. Strassen* bahn 28 Tel. 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