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Central-Verein-Zeitung · 1934-07-12 · 28 (12.7.1934) · page 7

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
28 (12.7.1934)
Date
1934-07-12
Page
– (sequence 7)
Language
German
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ln bsu s ur.b Mn ■CK t-rc.nG M'ßcnb K *w’ 9 a«ai . EL?u>0kr. niaTcu ' »nfctb, Dcatc’.t i)Ior'ei; G. Yerhos :e:iber igcbcr!t b;n MDWZ WHMMMW & Jüdisches Studenteritum heute — in der Fülle >er uns bedrängenden Fragen ein geistig und materiell besonders schwrengcs Problem. Wenn Ln eine kürzlich veröjjentlichte vorsichtige Satzung zugrunde legt, so gebt es an den Ber. y’r Hochschulen noch immer etwa 300 jüdische sludicre'nde l'.'leuschen. Man spricht von ihnen nicht LeL Sie meisten von ihnen haben nur noch ein vaar Semester vor sich, um ein mit Hingebung be> osnnenes Studium zu einem formalst Abschluß zu!r'ngm. Aber andere, sie stehen in den niedrigen Semestern und chaben die stillen und harten Genchter derer, die um den Ernst des Lebens wißen, ind noch im Beginn, sie lernen und arbeiten, alc'chviel. was daraus werden mag. Was man Ringsum in der jüdischen Oefsentlichkeit von Umschick,tung spricht, verstehen sic wohl, aber für ihre ^-,'on können und wollen sie es nicht anerkennen. -7mse jungen Menschen, ihre Zahl unter jenen dreihundert, ist weit weniger gering, als man zu glauben geneigt ist, haben es am schwersten^ sie j-nd Einzelgänger und schwimmen gegen den ae aSt Bewirtung geplaudert und wir bps'.^ Mittelpunkt der Veranstaltung, die ^ne kurze Ansprache won Dr. trugen starken Strichen die 'äB/ÄP jüdischen Studenten nach, ans Ä «tudrurn von gestern, so führte er? nur Arbeit im hLblick auf ein prnk- ®yv.c1clu Wie ans der Schule des rek-lni^ Austalt zur Erlangung sozialer Beh? Ä9m ^worden war, so trat an die Stelle turfT* Ä9, -? Saftigen Formung, die intcllefutcue Vorbereitung aus einen Broterwerb. Aber b äußeren Dinge, die den Juden so wirf™ hier einmal segensreich er- " ^führte zu einem neuen Idealismus. bßt Student heute wieder die die Anfn?.^ ' Bildung willen si-.cht. so ist daS hLp ^”fniipfuyi8 an die Traditionen des Judenlurns vor der Emanzipation, das sein Thorastudium Sw,,,,;? ,rctI}t’n ^ache willen betrieben hat. In Zukunft werden die jungen Menschen wieder Anstrengungen machen müsien. um lernen zu bfirfen, .er sie. werden dadurch nur stärker und tapferer werden. Es erhebt sich mit dieser Rückkehr zu der ' Da? §LZ c§2? MonsS dos KEcSRklndas? Denkt an e§3o bEauo BQlCropsharte des ZentralausscSiusses! j Strom. Es gibt nicht viel Stimmen, die sich für sie erheben, und doch steht auf ihreri Augen ein gutes Stück Zukunft." Das deutsche Judentum der kommenden Jahrzehnte wird eine geistige Gemeinschaft sein, oder es wird nicht sciri. Unter denen, die 'herauwachsen. muß es auch Menschen geben, die die hohe Schule der inodcrnen Kulturorganisationeu dnrchgemacht haben. Vielleicht werden sich unter ihnen gerade die Besten finden, da sie, einsam hier wie dort, ihren Weg gehen mußten. So begreift man, daß die jüdische Studenten, seelsorge in dieser Zeit mehr sein muß als eine Jnslitution imö ein JJame. Rabbiner Tr. Mar wiener, der heute die Berliner jüdischen Studenten seelsorgerisch betreut, versteht es, aus einem Amt eine Angelegenheit menschlicher Herzlichkeit zu machen. Von Zeit zu Zeit vereinen sich unter seiner Leitung die ihm anvertrauten Student tinuen und Studenten zu kleinen Veranstaltungen, die sie einander nahebringeu sollen, denn die Gemeinschast, die aus der Gemeinsamkeit des Erlebens kommt, muß diesen jungen, ringenden Menschen olles bedeuten. Wer einen foldjeu Abend besucht, tote letzthin jener am 9. Juli, nimmt den Eindruck mit. daß dort seelische Werte geschaffen und erhallen werden. Da wird musiziert und rezitiert, olles auf einem Niveau, das zwischen Dilettantismus und beginnender Meisterschaft liegt. Da wird alten jüdischen Tradition des Lernens die Forderung nach tieferem jüdischen Wissen, die heute für alle jüdischen Studenten unabweislich ist. Aus den Worten Dr. Wieners sprach die persönliche Verbundenheit, die er seinen Studenten gegenüber empfindet. Wie stark und dankbar die jungen Menschen um ihn das spürten, ließ ihr herzlicher Beifall erkennen. In gelöster Heiterkeit ging dieser Abend stilvoller Improvisation und fröhlicher Anregung zu Ende, ttud gerade darum war er wohl, ivas er sein sollte: „Studentenseclsorge" im besten Sinn. K. J. R. Die Selbsthilfegruppe der jüdischen Blinden in Deutschland bittet, nicht mehr benötigte Nadioapparate und Zubehörteile, sofern sie sich noch in gebrauchsfähigem Zustande befinden, für jüdische Blinde?,ur Verfügung zu stellen. Mitteilungen wolle man richten an die Geschäftsstelle der Seldsthilsegruvve, Äerlin-Charlottenburg 4, Tahlmannstraße 5. Sachspenden nimmt entgegen Eugen Krohn, Berlin- Wilmerödorf, Dadenschestraße 21. Die KÜnstlerhilf« der Jüdischen Gemeinde Berlin eröffnet am 12. Juli in der Wielandstraße 2<!/27 bei Katzcnellcnson einen M i t t a g 8 t i s ch für notleidende jüdische Künstler. Täglich von Montag bis Freitag wird' in der Zeit von 12 bis 14 Uhr für 30 Pfennig eine kräftige Mahlzeit ausgegcben. Für besonders. Bedürftige werden Freitische zur Berfügnng gestellt werden. Ter Mittagstisch kann nur gegen Vortage eines Berechtigungsscheines benutst werden. Er wird auf Antrag ausgestellt von der Künstlerhilfe. Berlin - Eharlottenburg 2, Kantstraßc 158. Hof III., Nebencingang (Tel.: J 1 Bismarck iomn. .. Verzeichnis der Musiklehrer. Die Künstlerhilfc der Jüdischen Gemeinde Berlin beabsichtigt, ein Bcrzeichiiis der Musiflchrer herauszusteben. Musitlehrer und -lehrerinnen. die Mitglied der Indischen Gemeinde sind, der Aerchsmusiktämmer angehören, den Unterrlchtserlaubnisschein für 1934 und die staatliche 'Anerkennung (für welche Fächer im besonderen) besitzen, werden gebeten, ihre Adresse unter Bestätigung obiger Angaben der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde. Berlin-dbarlottenbnrg ’ 2, Kantstrasie 158, umgehend mitzuteilcin_ Ter Jüdische Turn, und Lportclub 1905 Berlin, führte am 8. Juli an Stelle seines durch die Absage des ..Schönebergcr Jugend- und Ghinuasttk- Vereins"^ ausgefallenen Klnökampfcs ein allgeineines Sportfest durchs Etwa zwanzig auswärtige R. i. F.-Sportler waren aus Dresden, Breslau imb Magdeburg verpflichtet. Von den' vier ausgeschriebenen Dainenkonkurrenzen gewann Hilde Finkenstein den 10GMetcr-Lauf (13.8 Sek.), den Wcitsprimg (4.70 Rketer). das Diskuswerfen (28,78 lUictcr) unb wurde im Kugelst os^u hinter der Siegerin Lindenbauui (0.87 Meter) gute Zweite. Bei^ den Männern dominierten die Breslauer. Preis; siegte im Speerwerfen (42,65 Meter) und Kugelstoßen (11,44 Meter), Weinberg im W-eitsprung, Schnoeuk int Hochsgrung. Bergmann II im IM-Metcr-Endlanf. Wienskvwin, die Langstreckler- Hoffnung des JTSE, endete über 3000 Bieter weit vorn. Einen wirkungsvollen Abschluß bildeten u. a. Vorführungen einer Turnerricge. Herbert Jürke (Breslau) und Grün (Bcrliii) zeigten Leistungen, die sich bei jcdein offenen Turnen scheii lassen könnten. Am Juli veranstaltete der jüdische Boxklub „Ataccabi", Berlin, einen großen internationalen Abend, der neben guten Kämpseru aus Köln, Leipzig rmd Ehernnitz die beiden Jlsternationnlen Wechtcr l und Wechter II (Kopenhagen) im Ring sah., Ter Snalbau Friedrichshaiu' war dicht besetzt. Die Veranstaltung tvar in käiupscrischer und borerisckjer Beziehung ein voller Erfolg. — Zir einem Ereigiiis für den Hamburger jüdischen Sport wurde die Pla(> einwcihuug^des „Schild" (im R. j. F.) am 8. Juli. Bor ctiva 1500 Zuschauern fand die feierliche liebcrgabe statt. ..Schild" hatte drei Rtanuschasten der BSG33, Berlin, zuni Wettkampf geladen. Im D a nre n h a n d b a l! s p i e l errangen die Hainburgeriniwu einen Sieg mit 4:1 (2 :0) Toren. Auch im FußbalIkamPf der Alten Herren siegte ,.Schild".Hainburg. nachdem die B. S. G. zu Anfang völlig überlegen war. Im 100-Mcter-Einladungs. lauf war Caro (Berlin) mit 11,9 Sdundeu gegciiüber Homburg siegreich. Den Abschluß des Sporkfestes bildete ein Handballspiel der 1. Mannschaften. in dem Hamburg, nicht ganz-ohne Fehl- Herbert Jürke (Sreslats) bei seinen Reclzvorführtmgen Phot. Werner Ltncenslrin (Herlin) cntscheidungeu des Unparteiischen, mit 10:6 verdienter Sieger blieb B. S. G. hatte nach der P<insc in kurzer Zeit vier Tore aufgehvkt. , .Der Jüdische Kanuklub hat sein Bootshaus Ober- , fprce. Scdanstraße 48, neben dem Freibad Oberspree. Geschäsl-zstelle: Dr. Frii; Wiener, Bcrlln- Eharlottenbnr^i, Pestaloz^istrasie 53. II! Die Berliner Spork-Gem-ünschaft IL33 im Sportdund des R;F benöli-zt für ihre imt(\c([tv.nbdc L> o ck c y a d t e i l u n a ivjcIj cimne spielstarke Aliisllicder. Traininq beainnl 'Anfang Anaust. B!e> - dunsten an die Geschäftc-sielle: ckwrlin-Wilmersdors. Kaiserallec 51-52. Eingang Llirdenburgslraße (Tel.: ll 6 Emser Platz 2623). Berichiigung. In der llebersicht „Sport der Woche" in i)lr. 27 der „E.-B.^-',eitunst" vorn 5. JuE mußte statt „Dresden" ..Breslau" als;Crt der Borschlusi rurrde (nicht „Borschlagrunde") um die Aeichsmcistcrschaft des R. j. F. angegeben werden. yro^' Ratenza.F w:c dein ielief tiere das d:e ihre Werrvidbc3 Innden!ll:ch die echs das ,den von und dw 6^ ute ,ast mmn DJs Pü/[yj/ U LS ifl ^PiilFSs iikvÜllLaLa kL'Laö'OLawatiu | ÜUiiiisuuiAüO 165/C3. Tel.: Bisjn.SJCO-lS. 2immopv.M.6,-an, PonGco^j CCCugCC:c2 Serl.-Chssrlotlonb., Bismsrckstrcasö 1C2 (r-Bahnhof). Tel. C 1 Stcinj>l. 1273. Xomfortz. m. IJad 2.50 51k. Doppelz. 6.— 11k. an. 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