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Central-Verein-Zeitung · 1934-07-05 · 27 (5.7.1934) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
13 (1934)
Issue
27 (5.7.1934)
Date
1934-07-05
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Der „©srati“, he IKg§NLSsw§MKg Auffassungen im einzelnen antreffen. Aber beiden ist der Wille zu ehrlicher Zusammenarbeit gemeinsam. Zwischen dem Bund deutschjüdischer Jugend und dem Neichsbund jüdischer Frontsoldaten ist folgendes Abkommen geschlossen worden (Berliner Abkommen): In der Erkenntnis, daß nur eine geeinte, geistig und körperlich starke deutschjüdische Jugend Träger der Zukunft des deutschen Judentums sein kann,, haben der Neichsbund jüdischer Frontsoldaten (RjF) und der Bund Deutsch-Jüdischer Jugend (BDII) im Sinne der Lehrritzcr Vereinbarung folgendes Abkommen getroffen: 1. Der BDII sieht in den Sportgruppen des Sportbundes des RjF den berufenen und einzigen Träger der sportlichen Ertüchtigung seiner Mitglieder, 2. Der RjF sieht im BDII die autonome Jugendbewegung des deutschen Judentums für die bündische und geistige Erziehung der Mitglieder des Sportbundes.. 3. Der BDII dringt bei seinen Mitgliedern auf sportliche Betätigung und verpflichtet sich, diese nur im Sportbund des NjF vorznnehmen. Er verzichtet auf die Bildung eigener Sportgruppen oder -vereine. 4. Ter RjF verpflichtet sich, die bündische und geistige Erziehung der Mitglieder seines Sportbrmdes nur im BDII vorzunehmen und verzichtet auf die Bildung eigener Ingendgrnppen. llnberührt hierdurch bleibt das Abkommen des NjF mit dem „Schwarzen Fähnlein^. 5. lim ein gegenseitige? Einvernehmen bei der Gestaltung der Jugendarbeit zwischen den beiden Verbänden zu gewährleisten, einigen sich beide Verbünde ans einen Verbindungsmann, dessen Ausgabe cs ist, bei der Turchsühruug des geschlossenen Abkommens mitzmvirtcn und darüber hinaus das freundschaftliche Verhältnis beider Verbände zu vertiefen. 6. Die beiden Verbände verpflichten sich, alle diesem Abkonuuen zuwiderlaufenden Regclnngen anfzuheben. Sic weisen ihre örtlichen Gruppenleiter an. sich in loyaler Weise über die Form ihrer Zusammenarbeit zu einigen, insbesondere die Termine der beiderseitigen Veranstaltungen im gegenseitigen Einvernehmen scstzuleacn. Berlin, den 29. Juni 1934 Neichsbund jüdischer Bund dcntschjüdischer Frontsoldaten Jugend ge.z. Tr. Löwenstein gez. Martin Sobvtlcr Bundesvorfitzender Bnndeslcitcr Ä. H. Dieses Abkommen als Ergebnis einer Errtwicklung von über sechs Monaten wird hoffentlich einmal, wenn es nicht nur dem Wortlaut, sondern vor allem seinem geistigen Inhalt nach beachtet wird, als eine bedeutungsvolle Etappe auf dein Wege eines ideologisch und haltrmgsmäßig einheitlichen Dcntschjndentmns angesehen lverden können. Ter Centralverein, dessen Ingendpvlitik Jahre hindurch den Dualismus von eigenen Ingendgrnppen und Förderung befreundeter Iugcndbünde kannte, hatte, gestützt aus seine Erfahrungen und in .Kenntnis der jungen dcutschjüdischen Generation, vor allem aber in der inneren Sicherheit, das; die von ihn; verkörperte und gerade int letzten Jahre weiter gebildete deutschjüdische Idee die selbstverständliche Grundlage der jungen Generation des deutschen Irrderrtums sein würde, die Ueberführung seiner Iugendgruppeir irr den autonomen Bund deutschjüdischer Jugend vorgenommeu. Damit war organisatorisch und ideenmäßig die wesentlichste Voraussetzung für Lehnitz geschaffen nwrden. In den ersten sechs Mouatcn des Bundes, über deren Arbeit an dieser Stelle lürzlich Heico berichtete, hat sich die Nichtigleit dieser Entscheidrurg bestätigt. Der Eentral-Verein hat an ihr festgehalten, auch als es zeitiveilig schien, als ob neben dieser autonomen dentschjüdischen Iugendbelveguug von dritter Seite her eine deutschjüdisch.: Bereinsjngend geschaffen werden sollte. Zn unserer Genugtuung hat sich ergeben, das; die innere .llraft des Bundes und vor allen Dingen die realpvlitische Alacht seiner Idee innerhalb der jungen dentschjüdischen Generation die Gefahrenzvne - nunmehr überwunden nnd die geistige und organisatorische Einheit der jungen Generation des deutschen Judentums geschaffen hat. Wir wissen nur zu gut, daß die neuen Ausgaben, die dem Bund dadurch erwachsen, von seinen Menschen. die schon jetzt die Fülle der Bundesarbeit nur schwer bewältigen können, letzten persönlichen Einsatz verlangen werden, nur den neuen Menschenkreis des Sportbundcs einheitlich geistig zri erfassen. Aber sie werden es in dem Bewußtsein tun können, das; hier wirklich Grundsteine für einen Zukunstsbau gelegt werden. Der Eentral-Bercin. der die Führung des Bundes sciirer geistigen Haltung aufs tiefste willens- und erkenntnismäßig verbunden weis;, wird den Bund auch in seinen neuen Ausgaben und Zusammenhängen wie bisher menschlich und sachlich fördern. Ans Anlaß des für die jüdische Jugend bedeutsamen Vorganges haben wir das Mitglied der Bun» dcsleituirg im BDII. Günter Friedländer, >md den Iugenddezernenten des NjF, Werner Sinr o n. gebeten, anszrrsührcn, was sie über dieses Berliner Abkommen denken. Ter aufmerksame Leser rvird. was nicht mehr überrascht, unterschiedliche i— i n.... Werner Eimen: Weg Md M Lehnitz ist für uns alle, die wir in.deutschjüdischem Lager stehen, -nicht nur der Ortsname eines kleinen nrärtischen Städtchens, es ist mehr: Symbol einheitlichen Wollens, bester Ausdruck gemeinsamen Ningens tausender, in kleinen und kleinsten Splittergruppen zusarnurengefaßker junger deutsch-jüdischer Brenschen, eines Ringens tun eine in enger Gemeinschaft zu erstrebende glückliche nnd sichere geachtete Zukunft jüdischer Menschen in der deutschen Heimat. Das Lrhuitzer Abkommen bedeutete auf dein Wege dieser Entwicklung nur einen ersten Schritt verständnisvollster Annäherung. Jeden:, der die Dinge keimt und aus eigener Eutivicllnng heraus zu veurtcileir vermag, mustte cs unausbleiblich erscheinen, diesem ersten Miteinander s e i n möglichst bald in einer Mitcinandera rb e i t' weiteren Raum zri schaffen. Dranstcn im Reiche hatten sich zivischenzeitlich ..rrnsere beiden Bünde", der Sportbund des RjF nnd der Bund deutsch-jüdischer Jugend, in erfrerllichcr, vorher kaum geahnter Weise rveiter entwickelt, so, das; man heute von einem festgefügten Bestand, in beiden Bünden von einer zielsicheren, opferfreudigen Arbeit sprechen lärm. Mit der Arrsdehnnllg in Zahl und Raum wuchs die Arbeit. Diese Entwicklung forderte gebieterisch einen weiteren Ausbau der beiden, in dem Lehnitzer Abkommen führenden Leitsätze. Im Geiste von Lehnitz steht auch das ireue Abkommen, es ist von gleichem Ziel und von gleich starkem Willen getragen, miteinander Arbeit zu leisten zum Besten des deutschen Judentums und damit zugleich für die deutsche In der Reihe derer, die sich der Ingeird mit Recht und Pflicht annehuren, durfte der Neichsbund jüdischer Froirtsotdatcn nickst fehlen. Er hat es sich zur Ausgabe gcnracht, die Jugend in Tcutschlaird sportlich zu ertüchtigen, körperlich zn stählen, aus ihr Menschen zu machen, die nicht nur körperlich, sondern auch geistig fähig sein lverden. kraftvolle Träger unserer Zllkullft zu sein. Und gerade darmn ist es ihm eine besondere Freude, das; die Miteiilanderarbeit zlir geistigen Ertüchtiguilg der Mitglieder seines Sportbuudes nicht nuf dem Stande von Lehnitz verharren rnnstte. sondern nun in dem neuen Abkommen wertvollste Ergänzung uild weiteres, auf Gegenseitigkeit beruhendes Vertrauen gefunden hat. Dieses Vertrauen soll und darf nieinand stören köiliren. Nicht.Organisntionsehrgeiz. lucht der eigensüchtige Plan irgendeiner Persönlichkeit darf und kann je dieses gemeinsame Wollen irr Zweifel stellen dürsezr, geschweige denn jemand zlvischeir die beiden Verbände treten lassen, die miteinauder das höchste Ziel menschlicher Vollkommen, heit für das deritschc Judentum erstreben uud erreichen wollen. Ter Ring, das Zeichen des Bmldes deutsch-jüdischer Jugend, soll Sinnbild und Ansdruck auch dieser Vereinbarung sein. Sinnvild dessen, das; fcstgcfügt in einenr Wollen die deutsch-jüdische Jugend geeint und besten Willens, opferfreudigen Sinnes lind gläubigsten Herzens ist, zueilrarrder unb für einander zn stehen. Ter Reichsbnird jüdischer Frontsoldaten als der Träger sportlicher Arbeit lvill nnd wird in diesem Sinne freudigst Mitarbeiten. Er will dieser nnd seiner Jugend, die für ihn Zuklrnft bedeutet, nicht nur das beste seines Front-, seiiles Soldatengeistes vermitteln, sondern er will sie and) miterziehen helfen zu einem neuen, in der Neugestaltung von Einzelpersönlichleit und Gemeinschaft sich erschließenden, tatensrohen und gläubigen, in Haltung und Gesinnung charakterfesten Geschlecht, begabt mit Gmsatzfrendigkeil und Opferbereitschaft für Glaube und deutsche Heimat. In diesem Sinne möge das Berliner Abkommen die Marschstraße sein zu dem Ziel einer ehrenhaften nnd geachteten Existenz deutscher Jriden aus derrtschem Hcimatbvden. Günier FriMaender: Swlm Selten hat ein Bund unter so schweren Bedingungen seinen Weg begonnen wie. der unsere im Winter 1933 in Lehnitz; selten hat ein Drmd derartige Ausgaben zu bewältigen gehabt und täglich .zu bewältigen; selten war eine Grundlage so erschüttert, so unsicher, auf der ein Aufbauwerk wird, das nach dem Willen seiner Bauleute den Beginn einer neuen Epoche deutschjüdischer Geschichte sichern soll, ausgerichtet. Um so unerklärlicher mochten vielen unserer Freunde. insbesondere denen, die beobachtend an unserer Arbeit teilnahmen, die Ursachen der inneren Zwischenfälle sein, die die Arbeit der dentschjüdischen Jugend zu stören drohten. Es ist aber falsch, anzunehmen, daß kleinliche Eruppcnkämpfe in dieser; Tagen ausgetragen worden seien, es ist auch falsch, zir glauben, diese ganzen Tinge wären im Grunde genommen unwichtig gewesen. I» Wahrheit hat sich " «rb-^Sreichen Tagen der Beratung zwischen dem RIF und uns entschieden, ob die einmal von unS erkannte Linie eingchalten werden sollte oder nicht. In Lehnitz — das ist irnmer wieder betont worden und wird wahrscheinlich immer wieder betont werden, fanden sich die deutschjüdischen Bunde uud Gruppen zu einer Dervegung zurammen, die es sich zum Ziele machte, den dcntschjüdrichcn Menschen zu erziehen, die am Ende ihrer Arbeit einmal vor; sich sagen will, daß sie den Thprw Ms deutschen Juden unserer Zeit geformt hat. Mau soll sich nicht über den Elan, über die Schwungkraft, der einem Bund, der sich dieses Ziel steckte, innewohnt, täuschen; arich bann nickst, wenn feine führenden Menschen es nicht verantworten können, von dieser Gesinnung viel zu reden, bevor sie eine Leistung gezeigt haben. - _ . Tarmn ging cS, wenn der Bund unter Ein,atz seiner ganzen Alraft es zn verhindern suchte, das; lieber; ihm neue Gruppen entstehen. In Lehnitz ist seitens des Eentral-Bercirrs mit dankenswertem Nachdruck hervorgehvben worden, daß er den Bnrrd als die alleinige unb autonome Bewegung der organisierten dcrrtschjüdischen Jugend betrachtet. Damit war von der wickitigsten Stelle der deutschjüdischen Erwaehserrerwerbärrde das entscheidende Wort gefallen rnrd die Einheit der Jugendbewegung nnfgerichtet. Darmir war rmser Zcknnps nrn die Autonomie der büudifcheir Erziehung eine Lebensfrage. denn cs galt die nn? durch den Entschluß des Eentral-Bererus gewährte Freiheit schöpferisch zrr verrvalteu. Tiefe Pflicht hat unseren Weg, den Weg der gesamten dentschjüdischen Jugend, seither bestimmt, zu ihm hat sich nun neben dein Eentral- Bereirr auch der Reichsburrd jüdischer Frontsoldaten bekarrrrt. Wir Haber; das erwartet. Dennoch sei ihm für den Entschlns; gedankt, durch den er die Einheit des deutscheir IudeuturnS der Zukunft gesichert hat. Wir wissen, das; es der einzige rnrd der letzte llouslrtt seit Lehnitz war, den wir zn beseitige,; hatten, wir wissen, das; wir nun der gesäurten Generation der Aelteren nicht nur uuseren Anspruch auf Totalität erklärt haben, sondern daß er auch von ihr anerkannt worden ist. Wir brauchen hier nichts über unsere Stellung zur Generation der Front zu sagen. Die größte Leistung — so heißt es in einenr Sprichwort — ist der Verzicht. Und daß diese Generation verzichtet hat. weil sic unseren Anspruch auf Autonomie anerkannt hat. verbindet uns fester mit ihr. als wir schon je uns ihr verbunden fühlten. Der Bund, der tagelang aufhorchte, mit Spannung auf die sah, die die Entscheidung über den künftigen Weg fällen sollten, kann wieder an die Arbeit gehen. Fester denn je stehen die Sätze von Lehnitz: Autonom in der; Fragen der Erziehung und der Ideologie, fern ab vom Uarnpf der jüdisä)en Parteiungen, den wir verurteilen, werden wir weiter an unserem Werk arbeiten. •. Ter dcutschjüdische Mensch unseres Bundes wird geistig und körperlich gleichermaßen durchgebrldet sein. Eportburrd und Bund werden dem deutschen Jrrdentnrn einmal Rechenschaft oblegen müssen, ob sie ihre Pflicht getan haben. Eine Kundgebung der SlrlKsverlrekmg Die Neichsvertretung dev deutschen Juden Hut unter dem 2. Juli d. I. folgende AMnb» Qcbmifl der Oeffentlichkeit übergeben: Irr Nebereinstinnnung mit der übergroßen Mehrheit der deutschen Juden und unter Zustiurrnurrg der Vertreter aller Organisatiorren hatte die Reichsvertrctuug der deutscheir Jriden an die verschiedenen jüdischen Gruppen die dringerrde Mahnung erlassen, irr dieser ernsten Zeit den polemischen Nichtungskanrpf einzristellen. Tie verschiedenen Gruppen hatten dann auch, ohne damit irgendetwas von ihrer Eigenart auszugeben, bis vor kurzem diese gegenseitige Bekärrrpsrmg rmterlasserr. In letzter Zeit ist aber wieder bedauerlicher Streit ausgebrochen. Die Reichsvertretung muß daher mit allein Nachdruck feststellen: Vaterländische Gesinnung und Zuverlässigkeit und Hingabe an das deutsche Vaterland sind, ebenso wie jüdische Gesinnung und Trerre gegen das Judentum, kein Sonderbesitz irgendwelcher Gruppe der deutschen Judenheit. Die Anhänger keiner Gruppe des deutschen Judentums haben es an vaterländischer Treue fehlen lassen. Kerne Gruppe darf cs für sich allein beanspruchen, die Gesamtausgaben des deutschen Judentums zrr vertreten. Dieses Recht kommt der Reichsvertretung der deutschen Juden zrr. Sie weiß cs zu wahren urÄ> airszuüben. Reichsvertretung der deutschen Inden gez. Baeck. (S3 hieße dem Sinn dieser Kundgebung entgegen handeln, wenn man auf die Vorgänge zurücttoinmen wollte, die ohne Frage den letzten Anstoß zn ihr gegeben haben. Wir verzeichnen die Beröffentlichnng mit Befriedigung und hoffen, daß sie einer Wiederholung oder Unterstreichung künftig nicht mehr bedürfen tvird. " J Bei Umzögen und bei Kessen ist für die Nachsendung der „C.-V.-Zeituna" besonderer Antrag bei dem zuständigen P«in amt zu stellen, da die Post Zeitungen nur nt Antrag nachsendet. Der Nachsendunqsantm für gewöhnliche Postsendungen aenüqt „iri? Die Post erhebt, soweit der Umzug nicht innT halb desselben Postbezirks erfolgt, für artige Anträge eine Gebühr von 50 PfP„!£ (Ausland 40 Pfennig). 9 .. Vom Verlag der „C.-V.-Zeitung" können Le Nachsendungen in diesen Fallen nicht beantragt werden. Wir bitten die Mitglieder des C. V. ober auch den Verlag der „C.-V.-Zeitung" Reru' W. 15, Emser Strasse 42, bei Adressenänderun gen zu versländigen, damit die Mitgliederverzeichnisse in Ordnung gehalten und den Mit gliedern Mitteilungen prompt zugestellt werden können. III!IIIIIIII!I!II!IIIIIII!II1l!llllllItt MH mmä: ML f8t &fe KMZMÄMll Der Gedanke einer einheitlich prozentual gleich, irräßigcir Besieucruug sämtlicher Synagogen, gcrneinden Prensterrs, die in der letzten Ausgabe der „E.-V.-Zeitung" erörtert mürbe, ist nicht neu. Er ist zum Beispiel irr Ostpreußen seit Jahren auf BerbairdStagrmgeli zur Sprache gebracht wurden; man konnte hierbei auch so schön vvn dem Ginamtinteresse der derrtschen Inden rnrd von den Lpfcrii sprechen, die man dein Gesaintiutercsse bringen muß, insbesondere roeirrr diese Opfer von anderen gebracht lverden sollen. In Wirk!ich!eit sicht die Sache etrvas anders ans. Ist denn die schlechte Finanzlage mancher Gcrrreiuderr stets mir auf attgerrreiue Wirtschafts- Verhältnisse zrirückzusühreu rmd nicht bisweilen ans schlechte Wirtsehaftssührrrng in der Gemeinde- Verwaltung? War die Zuschußwirtschafl von seiten der Verbände anck, wirtlich für die Gerireindtn nur vvn Vorteil? Sind nicht vielmehr solche Gemeinden gerade durch diese Zuschüsse vccleitet worden, sich einen Lebensstandard zrr leisten, den sie sich sorrü niemals geleistet hätten? Und isl beim der etatsmäßig der Zahl nach zuweilen außerordentlich hohe Prozentsatz der in manchen Geineinden erhobenen Zuschläge ohne weiteres als Maßstab für die wirkliche Wirtschaftslage der betreffenden Gemeinde maßgebend ( Wer die Verhältnisse kennt, rvird von vornherein darauf allem gar nichts geberr. Ter gesündeste Grundsatz ist noch immer der, daß ein jeder die Folgen seine: W i r t s ch a f t s s n h r u rr g s e! b si z u 11 a geil und nicht auf andere abzrnvälzen hat: dadurch lverden das Verautrvortlichkeitsgefühl. die Lpiev rvilligkeit unb das Interesse gestärkt, aber rüch,. durch eine schematische gleichmäßige Regelung de.- Bestenerrrrig nnd sonstigen Arrgelegenherterr. drirch die das Verairtwortimgsgefühl und auch das Interesse hcrabgedrückt rvird. Sämtliche örtlichen Verhältnisse und Etats bei einer Gesa in t r e g e l n ir g hinreichend rrachzuprüfen, ist dein Verbände gar nicht möglich. Ein prozenlual gleicher Steuersatz roürde noch lauge nicht gleiches Recht bedeuten. Ist es denn bei den christliäicn Zlircheu anders? Es gibt wohl eine Landeskirche: ich habe aber noch nichts davor; gehör!, daß die Vestcuernug einheitlich ist; das Gegenteil iil der Fall: auch in der christlichen .girche rvird die Aesteueruug in den eiuzelnen Gemeiudeu geregelt. Verstärkte Zerrtralisiernug in; Verbände roürde Praktisch auch zrr einer Stärkung des Einflmfes des GrvßstadtjiLdeirtnms führen, die schon wegen der verschieden gelagerten Umstände nicht erwünscht ist. Die bestehende Regelurrg ist sehr zweckmäßig. Die Gemeinden haben ihre Angelegeuheiten. in*- besondere auch die fiuauzielleu. selbständig unter eigener Berarrtwvrtrnrg zrr regeln; rvcnn in Ginz e l f ä l l c rr sich das Bedürfnis nack, Hilfe herarrsstellt. so kann dem nach grüudlicljer Aach- Prüfrmg des Eiuzelfalles durch den Verband geholfen werden. Der Verband erhält die Aliltel drrrch Beiträge. Selbstverständlich haben die Aerbände auch selbst in ihrer 2llirtschaflssnltrnng äußerste Sparsamkeit walten zu lassen, damit die Beiträge sich irr mäßigen Grenzen halten. Gbcnio selbstverständlich ist, daß die Ausrvahl der in der Verrvalturrg der einzelnen Gemeinden wie aller jüdischen Verbände tätiger; Personen lediglich nach der Eignung zu erfolgen hat unb hierfür nicht Mf Zugehörigkeit zrr gewissen Personerrtreiien eine Rolle spielt, worüber sich vielleicht auch manche.' sagen ließe. Rechtsmmvalt Xeunmnn, Alluistcin. )14l21.?5!32F!l-IS-!65: brücken _ ,w.01 h 61 tum ra ndunaen A 3“• 11*^90(150 tlöuferta.85»3‘.'0O/,Z5 Zvorlag.« 65*120 £Urü 2vorlag - 65*120Urr, Vorlagencq.57*iio3,40 ca65 nach auswärhs:/ dem u sterke / ^7/ rv rT^ / 740 uuL verlangen sie \ a n g 8 b oj£ T1 r? r Hauomann-Stiftuny in Arendsee. Wie wir m Arondtoe erfahren, geht der Betrieb der Hausnian»- EGstung unverändert weiters Ten jüdischen 4>w gaiten steven sowohl der Strand als anä, a>n sonstigen Llriranlagen zur Vcrsüanng. Ter 'tewä! M sehr rege, für Juli sind daher nur noch uu'»u Tvppelz,,nmer frei. Aach den Besrimmunaeir dar -r rmr Gaste aufgeuvurinen werden, die 'ich angeinen' und er,re Bestätrgrrng über die AnsnaHme erhalle haben. ** “ _V—!U Verkauf nur Berlin CZSpandauerStr.32

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