Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 26 (28.6.1934)
- Date
- 1934-06-28
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Mentioned entities
- Benno Jacob 1× ep/1011181
- Bertha Badt 1× ep/1028166
- Cora Berliner 1× ep/1013893
- Hillel Zeitlin 1× ep/1011222
- Hugo von Hofmannsthal 1× ep/1025150
- Julius Bab 1× ep/1011035
- Leo Hirsch 1× ep/1706939
- Ludwig Holländer 1× ep/1023873
- Mark Wischnitzer 1× ep/1014988
- Max Wiener 1× ep/1013532
- Phinehas ben Jair 1× ep/1006629
- Rashi 1× ep/1002670
- Rawicz 1× ep/1048078
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notwendig, in jenen Jahrzehnten konnte der jüdische Geldgeber sich.mit.seinem nichtjüdischen Kunden noch immer friedlich schiedtsch"eittigen. Tos Zusammenwohnen mit der christlichen Bürgerschaft führte naturgemäß zu einer gewissen kulturellen Airgleichnngin Sprache, Sitte und Geschmack. Süßlind von Trimberg konnte um 1200 sogar als Minnesänger auftreten. Aber wesentlich war .für die Juden, nxis sie zur Pflege und weiteren Entfaltung ihrer eigenen altercrbten Kultur leisteten. Sie empfingen nicht so schöne Anregungen an Wissenschaft und Poesie wie die gleich, zeitigen Juden in Spanien. Bon Wissenschaft wußten sie wenig, die Verse, die sie machten, waren holperig nnd schwerfällig, nur für den Ausdruck vou iJcit> und religiöser Luhe verstanden sie echte Töne zu finden. Das Gebiet, welches sie pflegten, war die Auslegung vou Bibel und Talmud. Am Rhein, später auch in Regensburg. entstanden angesehene Schulen, welche die überlieferte jüdische Literatur in guten Texten vorzulcgeu und mit gediegenen Erläuterungen wciterzngcben zu ihrer Aufgabe inachten. Aus ihnen ist der größte und klarste jüdische Erklärer des Mittelalters. Raschi, hervorgegangen. Eine sehr bedeutsaiue Stellung erhielt die volkstümliche Belehrung der großen Massen in Sittenbüchern und ähnlichen Schriften, die peinlichste Gewissenhaftigkeit in den religiösen nnd sozialen Pflichten, weitestgehende Rücksichtnahme ans den Rcbenmcnschen, strengste Sittlichkeit, einen Wandel tn Reinheit nnd Lauterkeit vorschrieben. Samuel ans Regensbnrg. der etwa 1116 geboreil ist. nnd sein Sohn Jchnda, der 1217 gestorben ist. erhielten beide den ehrenden Beinamen . „der fromme", weil sic in ihrem Leben und in ihrer Schule unbedingte Hingabe an Gott nnd an seine Gebote, tiefste Innigkeit und llinnittelbarkcit des Glaubens lehrten; aus ihren Kreisen sind die Männer hervorgegangcn. von denen spätere-Jahr- Hunderte als ..den frommen in Deutschland" sprachen. Es kam die kaiserlose, die schreckliche Zeit . . . „Wir wenden mm unsere Schritte nach dein inneren Raum des Heiligthums ... Bei dem Eintritt in dasselbe leuchten uns zwei brennende. Lichter entgegen, welche zur lieberfdjrift tlü*ram3 DTPfiKW (stets brennende Lichter der zwei Fremdlinge) haben; diese leuchten dem Lknvenlen 'zweier'Märtyrer,- welche -der 'Erhaltung.; der Gemeinde ihr irdisches Leben zum Opfer brachten. So lautet die Sage. In jener finsteren Zeit des Mittelalters, wo der' Aberglaube alle edlen Regungen des menschlichen Herzens in Wuth und Grausamkeit verwcm- ' delt, wo Mitleid und Erbarmen gegen Andersglaubende fremde Namen waren, wo man das Grundprincipium der Religion verkannte, durchzog cinft die Prozession alle Straßen der Stadt. Tie Jndengasse, welche von diesen ähnlichen Zügen stets unberücksichtigt blieb, sollte diesmal nicht ausgeschlossen sein. Tie zahllose Menge, die über- Haupt solchen religiösen Handlungen stets beiwohnt, hat auch diesem Zuge nicht gefehlt. Und kaum in der Judengasse nngelangt, erhob sich eine Stimme, das Ernzisir wäre durch eine Besudelung entweiht worden. Ta tobte nun das Bolk ans Religionseiscr nnd angeborenem Hasse 31t gleicher Zeit nach Rache. Mit Ungestüm verlangte man . jenen Uebelthäter, mit mit seinem Blute das entweihte Hciligthnm zu versöhnen. Sieben Tage wurde der Gemeinde zur Auslieferung jenes Heiligthninsschänders anberanmt; und im Unterblei» bungsfalle sollten alle — die ganze Gemeinde — es mit ihrem Blute bezahlen. Der. anberaumte Tag, welcher zugleich der siebente Pesach Tag war, kam heran, und mit Schrecken und Zittern sah man seinen Folgen.entgegen. Tcs Morgens, als der Shnagvgendiener wie gewöhnlich seine Gemeinde zur Schule rief, vernahm er' an dem an der Jndengasse sich befindlichen Thvre (welches an jüdischen und christlichen. Festtagen geschlossen sein mußte) einheftiges Pochen; er fragte nach dessen Ursache, und jene Pochenden erwiderten, daß sie Juden wären und Einlaß begehrten. Hieraus fragte -sie - der '-Chnagogendicaer,'woher sie heute am heiligen Festtage kämen, und wer sie seien?, bedeutete ihnen aber zugleich das furchtbare Ungewitter, welches sich, über das Haupt dieser unglücklichen Gemeinde heule noch entladen würde; wenn nicht die Kraft und der Schuß des göttlichen Willens hier ihre Einwirkung thäte. — Wir nnssen's, war die Ant« ivvrt der Pochenden, wir wissen das unglückliche Berhängnis, das über euch beschlossen ist; jedoch um dies von euch abznwenden sind wür heute gekommen. Tarauf wurden sie eingelassen, doch vergebens blieben alle Nachforschungen ihres Herkommend, vergebens fragte man nach ihren Namen. -Nicht lange dauerte -es da kam die -tobende-- Menge herangestürmt, um die furchtbare Rache zu vollziehen. Ta traten jene zwei Fremdlinge ihnen mit dom Rufe entgegen „befleckt nicht euere Hände mit unschuldigem Blute, denn wir waren 'es, welche diese Uuthat begingen." Unter den nur erdenklichsten Schmerzen mußten sie ihr Leben enden. Seit jener Zeit sind diese zwei Lichter, die zu ihrem Angedenken brennen, vermöge ihrer steten Unterhaltung noch'nicht erloschen, und werden auch ' ' niemals erlöschen; als Sinnbild jener göttlichen Flamme, die in der Brust zweier Märtyrer wohnte, die dem Wohle einer fremden Gemeinde sich dem Tode weihten. Noch heute wird am 7 Pesach Tag ein Seelengedächtniß (nW3 TOI») für sie abgehoben." (Ans „Tie Inden in Worin?, ein Beitrag zur Geschichte der Juden in der Rheingegend", von Moses Mannheimer, Frankfurt am Main. Verlag von I. S. Adler, 1842.) , dis MWsrtM ,JDame Kobold“ von Calderon, deutsch von Hugo von Hofmannsthal, im Kulturbund „Rhein-RuhrBühnenbilder Heinz Condeil Ter erste Eindruck, den der Leser der oftjüdischen nnd besonders der polnisch-jüdischen Presse in diesen Tagen erhält, ist verblüffend. Man glaubt zunächst, Zeitungen vor sich-zu'haben, die in Palästina und nicht in Warschau erscheinen. So groß Ast der Wert, den man den palästinensischen Angelegenheiten beimißt. so groß der Raum, den man ihnen widmet, so groß die Ausmachung der Berichte. , Ter Raum, den die jiddischen Blätter allen .die deutschen Inden betreffenden Angelegenheiten . zur, Verfügung stellen, ist erstaunlich .groß, nnd was inan auch dazu sagen mag, eins- -ist sicher: das Interesse, das man „drüben" an unserem Schicksal' nimmt. Um nur einige Beispiele zu geben: außer der aktuellen Berichterstattung über unser Leben, die täglich etwa eine Seite (im T. A. Z.-Format) einninnnt, ist die Wendung und Aktnali. sierung der mitteleuropäischen Jndenfrage auch Anlaß zu tiefergehenden Betrachtungen des allgemeinen Problems. So veröffentlicht Hillel Zeitlin eine Reihe von „Briefen an solche, die stille Worte noch hören können" nnd sucht eine Rettungsmöglichkeit vor der moralischen, nicht bloß materiellen Rot. Und der Fvrtseßungsrvman. der dann unter dem Strich folgt, heißt „Grenadier-Straße. .Roman vom jüdischen Leben in Tentschland" nnd ist von Fischl Schninrsow. In der letzten Fortsctzung ist der junge jüdische Liebhaber nnd Held, der Johann heißt und eine Helene liebt, in eine Burschenschaft eingctrcten nnd lernt nun das echte Studentenleben mit Bier nnd Gesang kennen. Tie Realistik einer Kommers-Schildcrung läßt übrigens nichts zu wünschen übrig. Dann fällt einem der UnterhaltnngSteil des „Haint" auf. Hier heißt der Roman „Telawiw". das neue Telawiw ist der Vorder-, die Pionier- Romantik--der Hintergrund. Pt. Kipnis widmet dem Tenor Josef Schmidt, „dem schönsten Tenor und herzigsten Sänger, den Europa hervorgebracht hat", ein sechsspaltiges Feuilleton. Maurois' D'Jsraeli-Biographie, erscheint in Fortsetzungen nnd gewinnt durch die Uebertragnng ins Jiddische noch an intimem Reiz. Ein Tranmgedicht von I. Manger, im Versmaß von Heines „Karl I.", hat einige sehr schöne Verse: im Traum erscheint dem Dichter sein toter Großvater: FührWnich der Großvater an der Hand über Städte nnd Dörfer und Gräber, die Städte sind klein, die Törser groß, und wir gleiten an ihnen vorüber... Wieder schweigen beide. Nur Vogelgezwitscher unterbricht die tiefe Ruhe. Tns leise Rauschen der Bamnwipfel scheint die Stille noch zu unterstreichen. „Gut tut das. net? Nehmens's doch den Hut ab, lassen s den Kopf autzrnhen! Ich tn niemals den Kopf zudccken. Tic Luft streichelt, die is. wie eine gute Hand!" Tie Aeltere nickt und zeigt nun ihr weißes Haar. „Tie wundern sich gewiß, was ich hier eigentlich will? Ich gehöre doch gar nicht hierher, werden Tie denken?" „C mci — liebe Frau, das is für alle Menschen, das Platzel hier. Ta darf jeder konnnen und beten und seine Torgen hertragen --" „Aber ich bete hier nicht! Ich Hab' mich nur so hergewöhnt, weil hier alle Gesichter einen anderen Ausdruck bekommen! Tas beruhigt mich. Es ist soviel Haß in der Welt — hier vergißt man das. Hier werden alle voll Frieden — das tut mir so gut. Ich ertrage es kaum, daß heutzutage die Menschen einander nicht mehr verstehen wollen-" Tie jüngere Frau hat die Hände gefaltet: „Das glaub' ich Ihnen schon, daß Tie gern hier [mb!. Tie leben wohl in einer großen Stadl? Ich möcht' nicht weit vom Wald wohnen! Was tut man dann da, wenn's Abend wird, und die Arbeit is getan, und man möcht' ein bissel fromm sein?" „Es gibt doch Synagogen nnd Kirchen — auch bei uns in Berlin! Ta kann man hingehen!" „Ja mei — aber da is doch kein Himmel net-drüber, wo man hinaufschauen kann!" Tie leidende Frau-lächelt: „Man muß-ja den Himmel nicht immer sehen. -Wenn man nur an ihn glaubt!" „Is schon recht. Aber ich mein' halt, man is dem Herrgott näher, wenn man die Sterne steht und die Wollen — —‘* Ein alter Mann nähert sich; er betraut die kleine Waldkapelle. Er versorgt die Blumen mit Wasser unö erneuert die Kerzen. Ein leichter Dienst — er tut ihn mit leisen Händen. „Ich Hab' oft Kerzen gestiftet — —" sagt die jüngere Frau. „Wie mein Mann is krank gelegen, wie unser Mädel auf und davon'gangen is, wie's dann zurück kam mit dem Kleinen -Aber jetzt müssen wir halt sehr sparsam leben, die Zeiten sind schwer, mein Alaun kann nimmer Glas blasen ..." Ein einfaches, arbeitsames Leben rollt sich aus. Es rollt sich ab, nnd jede Phase wird beschlossen mit diesen sanft brennenden Kerzen. — Tie Frau ans der Stadt betrachtet die frühen Runzeln in dem zerfurchten Gesicht ihrer Nachbarin. „Viel Leid geht in ein Menschenleben!" murmelt sie. „Nun gar erst in eins von einer Mutter!" sagt die jüngere. „Ein Mädel is mir genommen worden, wie's ganz klein war. So ein herziges — —" Sie verstummt. Und dann bekreuzigt sie sich.- -„Ich zittere um meinen großen Sohn!" sagt die Weißhaarige plötzlich. „Er kann nicht länger Arzt bleiben! Sein ganzes Herz hängt an dem Beruf — was soll er anfangen? Tas ist kein Gelderwerb für ihn — das ist sein innerstes Wesen, sich um leidende Menschen zu kümmern-" „Sv ein lieb's Kindel war das!" sagt die Jüngere vor sich hin. „34 Jahre sind's her—- aber ich weiß noch alles, wie wenn's gestern war —" „Mein armer Junge!" stammelt die andere. „Wenn ich dir helfen könnte! Wie du klein warst. bist du mit jedem Kummer zu mir gelaufen gekommen —" Sie ertappt sich dabei, daß sie laut spricht. Erschrocken verstummt sie. Tas Schweigen scheint noch tiefer zu werden. — Der Abendwind läßt die Flämmchen vor dem Altar heller ausslackern. Beide Frauen vermeiden es, einander anzusehen. Es ist, als schämten sie sich ihrer Geständnisse. Mühsam erhebt sich die Aeltere nnd greift nach ihrem Stock: „Gute Nacht!" sagt sie. Ter Stock entfällt ihr. Wie unsicher ihre Hände geworden sind! Die andere bückt sich danach: „Grüß Sie Gott, liebe Gnädige! Und ich wünsch' Ihnen, daß Ihr Herz möcht' leichter werden! Ich mein' halt, man darf sich net beklagen, wenn der Herrgott uns Sorgen um unsere Kinder schickt! Dafür is man halt eine Mutter! Das is auch eine Gnade!" Die alte Frau greift nach der rauhen Hand und drückt sie fest. „Seien Sie gesegnet für das Wort!" Ihr Gesicht leuchtet auf in einer leisen Zuversicht.- Der Weg hinab ist steil. Sie geht ihn langsam nnd mit Beschwerden. Der feste, berggewohnte Schritt der Landfrau verhallt rasch im abendlichen Dämmer des Waldes. M SRiMitec am MM Lexikon Wie wir soeben erfahren, zählen zu den Mit. arbeitern des im Spätherbst dieses Jahres erscheinenden einbändigen „Handbuch des jüdischen Wissens" u. a. bekannte Persönlichkeiten wie: Adler-Rudel, Julius Bab, Dr. Bertha Badt- Strauß. Rabbiner Dr. Leo Baeck, Dr. Friß Bamberger. Professor Dr. Cora Berliner. Dr. Olga Bloch, Dr. Rosy Bodenheimer, Dr. Fritz Brvdnitz, Dr. Jmannel Bernfeld, Dr. Arthur Czellitzer, Dr. Delmonte, Rabbiner Dr. Dienemann, W. Düsterwald. Dr. Margarete Edelheim, Professor Dr. I, Ellbogen. Dr. Paul Eppstein, Rabbiner Dr. Eschclbacher, Regierungsdirektor i. N. Dr. Kurt Fricdländer. Dr. Fritz grieblaenber,. Rabbiner Dr. Felix Goldman^ Es ist ein traumhafter Weg zur Opfer,,.,. Isaaks, nnd der Träumende selbst, der Dickte,-^ Leser, äst Isaaks dessen Opferung -.Er -im.HimmI nun einklagt — im Traum, und der der Stammvater sagt: Ct« -.Isaak, cs Pst gut, deine Mutier ist tot sie braucht nun nicht mehr zu weinen - Es ist selbstverständlich, daß diese Blätter . wöchentlich eine große Literatnrbeilage und Ulf-Seile haben. Ans dieser; dem „Krummen Spiegel" des „Moment" finden wir fotqcnhp Anekdote: ' 1 -ö 11C)C Ein jüdischer Polizist in Telawiw hält einen Ehaufseur an, der zu schnell gefahren ist ml ruft: „Halt! Du mußt Strafe zahlen, du bist schnell gefahren!" „Weiß ich —" sagt der Chnusfeur spöttisck „Du mußt bezahlen!" sagt der Polizist „Pah!" sagt der Ehaufseur. „Was für ein Pah!" ruft der Polizist lvcrde ein Protokoll aufnehmen!" 1 ' ' „Alach, was du willst", sagt der Chausseur ,,'co komme miss Revier." „Ich gehe nicht." „Was heißt, du gehst nicht? Tn mußt geben" „Quatsch!" u ] Ui ' ..Hör mal. ich sage dir. es ist besser, du aebtt Du wirst gehen. Wir beide sollen so leben w-i du gehen wirst. Tu sollst so leben und deine V-v<m soll leben und deine Kinder sollen leben, wie du gehen wirst —" ,Mna", anßoortet der Chnusfenr. „wenn du mich mit Gewalt znüngst, gehe ich ..." 1 3« 'ich Uebersetzt von RAHEL BIN GORION Die Y/asserscMangc An einem Orte war eine Wasserschlange, die die Menschen schädigte. Dies wurde Ehanina den Dvssa erzählt, unb er sagte: Zeigt mir das Schlupfloch des Wurmes. Und der Fromme setzte seine Ferse aus die Qefsnung des Loches; die Schlange kam und biß Ehanina in den Fuß, aber sie verreckte dabei. Da nahm der Fromme das Reptil ans seine Schüller und brachte eS nach dem Lehrhause; er sprach: Run seht, ihr Kinder, nicht die Schlange ist es, die tötet, sondern die Sünde tötet. Seitdem sagt man: Wehe, wem eine Schlange begegnet, wehe aber der Schlange, der Ehanina begegnet! Dar Z wiegesprächmit dem Flusse Nabln Pinchas ben Jair unternahm eine Wanderung, und sein Ziel war. Gefangene anszlllösen. Da kam er an den Strom Giunai, nnd er sprach zu dem Flusse: Ginnai, zerteile deine Fluten, daß ich durch dich hindurchschreite. Ter Strom gab zur Antwort: Du gehst im Austrage dessen, der dich schuf, nnd auch ich ströme dahin nach dern Austrage meines Schöpfers; dein Bor. nehmen ist ein zweifelhaftes Ding — aber, das/ mein Fließen recht ist — darüber ist kein Zweifel! Professor Dr. Franz Blumcnthal, der Bruder dc? bekannten Krebssorscherü. hat einen Rns - an die Niul 'Arbor Michigan-University als Research Prasessor vf Dermatologie erhalten. Der hervorragende Arzt leitete nach dein Tode von Professor Arndt die 1 l 1 nver>i!äls-.ö>a>itllinik der Gharitä in Berlin. Ter welelute ist geborener Berliner, sein Vater war der Aepraientant der Berliner Jüdischen Gemeinde, Geheunrat Julius Blumenthal. Amtsgerichlsrat i. R. Dr. Fritz Goldschmidt. Dr. Hermann Gnndersheimer. Dr. Ludwig Fcnchtwanger, Rabbiner Dr. Hahn, Rabbiner Tr. Hildesheimer, Leo Hirsch, Dr. Qlto Hirsch, Dr. Alfred Hirschberg, Rabbiner Dr. Benno Jacob,.Dr. Ludwig Holländer, Dr. Jacob Jacvbsvhn, Tr. Herbert Kahn, Rudolf Kästner, Rabbiner Dr. Kober, Dr. I. A. Lveser, Tr. Leo Löwenstein, Rabbiner Dr. I. Mahbauin. Paul Pogi Meyer, Qberstlaudcsgerichchrat Dr. Nenmeyer, Tr. Mar £> bom, Rabbiner Dr. Joachim Prinz, Lberregiernngsrnl i. R. Rawicz, Dr. Eva Rcichmann-Jnngmann,- Dr. Hans Reichmann, Dr. Hans Reißner, Dr. Werner Rvsenberg, Tr. Ernst Simon. Martin Sobotker, Rektor Tr. H. Stern. Rechtsanwalt Heinrich Stern, Rabbiner Dr. Swarsensly, Lberregierungsrat 'Weißmann, Rabbiner Dr. Max Wiener, Dr. Mark Wischnitzer. Diese Mitarbeiter ans allen Lagern des deutschen Judentums dürsten für die Wissenschaftlichkeit und Objektivität des Werkes bürgen. I» etwa ^5000 Stichworten nnd ans etwa 300 Bildern und Tafeln sollen unter dem Motto: „Jüdisches Wissen ins jüdische Heim" alle Bezirke des silbischen Lebens behandelt werden. Im Hinblick auf die große Nachfrage luirb die Subskription vom Verlag um 10 Tage, bis zum 10. Juli, verlängert. £lS. diesem Termiu kaun das kleine „Philo Lexikon" zum Vorzugspreis von 3,90 NM bei n rr? ^^tztzrrndlung oder direkt beim Verlag bc- Itcllt werden. Danach tritt der endgültige Preis von 4.80 NM in Kraft. Fra« Edith Noscuzweig, Frankfurts. M-, Wolfsgangstrasie 4 schreibt uns: Der Schocken >.erlag bereitet die Herausgabe einer Auswahl von ^riefen Franz Rvsenzloeigs vor. Besitzer von -rwsen, insbesondere solcher vor dem Jahr 19-3, werden geboten, sie an die oben angegebene Adresse ,Pl senden, Rückgabe der Originale und Nichlveröffentlichung von Adressaten bezeichneter Stellen wird zugesichert.