Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 26 (28.6.1934)
- Date
- 1934-06-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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persönliche.„auf Rersenst Führten, Besprechungen und in einer umfangreichen Korrespondenz Verbindung mit den neugewonnenen Gruppen auszunehmen, Vertrauensleute in bisher unbearbeiteten Ge- , bieten zu gewinnen und mit Arbeitsratschlägen'' zu versehen. und — nebenbei — ihre eigenen Gruppen, die sich ständig vergrößerten, weiterzuführcn und zu erziehen. Daß. neben dieser aussüllenden Arbeit linablüssig Verhandlungen mit Behörden, jüdischen Großorganisationen. A'achbarorganisationen und Bünden geführt werden nui&tcn, daß jeder führende Mensch jeden Abend an einer anderen Stelle, in einen: anderen Gremium für den Bund werben, vom ) Bunde berichten, gegen Mißgunst und Nichtvcrstehenwvllei: a'nkäinpsen mußte, sei nur nebenbei errvähut. auch, daß schließlich doch bedeutende Organisationen die Bedeutung der neuen Arbeit anerkannten und wohlwollend förderten. lieber all dieser großen Arbeit mußte zunächst die Arbeit der inneren Konzentration notwendig zu kurz kommen. Und so sah man sich bald einem organisatorisch recht gut arbeiteudeu Bunde gegenüber, der im Geistigen noch einer geraden .l'iuic ermangelte. Zwar, die große Vinie des Dcntschjndentuins war klar allen führenden Meusche>i vvrgezetrhnet: Ausbau einer bervnßt jüdischen Gemeinschaft in Deutschland, dem Stande, dem sich die deutschen Juden durch Mille und Schicksal verbunden suhlen. Jedoch mangelte cs noch überall an einer allen gemeinsamen konkreten Vorstellung, wie im einzelnen das Merk auzu- Paclen sei. Dieser Mangel kam bald den meisten Mitarbeitern zum Bewusstsein: Hier, au diesem Vunlte. nuißte sich das geistige Schicksal des Bundes entscheiden! Ii: diesem Augenblick traten die großen .Kundgebungen, die bi-:- daliin als Arbeit des Bundes in der Ccffcnttid)fcit gegolten liatten, in den Hintergrund; Arbeitsgemeinschaften, AiMnanLersch'unM..üLsvLen- Weg-tzes Dundes traten an die Stelle der, Aufrufe, ernsthaft rang mar: im eigenen Kreise um die innere Gestaltung des Bundes. Die Periode der exter:siven Arbeit war im großen undganzen abgeschlossen (sie geht an einzelnen Stellen und , üDetall da, wo es not tut, energisch weiter!), die Zeit der intensiven Jnnenarbeit hatte begonnen. In diesen: Stadium befindet sich der Bund Dcutschjüdischer Jugend 'im gegenwärtigen Augenblick. Keiner der mitarbeitenden Menschen, die ja alle im weiter: Rahmen der Idee möglichen Stellungnahmen verkörpern, ist sich darüber in: Unklarer:, daß der .Bund in seiner heutigen Arbeit noch weit vor: dem Bilde entfernt ist, daß'sich jeder einzelne als Ideal gesetzt hat: aber ebenso derrtlich erkerrnbar ist die feste Entschlossenheit aller büubischen Menschen, diesem Bunde zu einer allen gemeinsamen, von allen bejahter: Idealgestalt zu verhelfen. Zu tief ist in dcrr Menschen die Pflicht verankert, den: deutschen Indcntmn eine wahrhafte, ans dem Geiste der jungen Generation heraus geborene Erneuerung zu bringen. . Zwei Frager: sind es besonders, die die Führerschaft des Bundes dauernd bewegen: Tic Frage, rvie man die Menschen mit Hilfe einer intensiven jüdisclien und deutsche!: Bildungsarbeit zu innigen: Begreifen ihrer eigrren Aufgaben und Pflichten erziehen kann, und die andere Frage nach der Form, die die zukünftige deutschjüdische Gemeinschaft einmal erhalten soll. Erst ganz allmählich schält sich ans der Fülle der Anschauungen und theoretischer: Möglichkeiten das gemeinsame'Bild vom jüdischen Menschen ir: der jüdischer: Gemeinschaft heraus. Ter Bund aber, der sich als Träger zukünftige!: jüdischen Gemeinschaftslebens in Deutschland fühlt, ist entschlossen, durch vorbildliche Arbeit und Erziehung seiner Menschen dem deutschen Indcutnn: aus seinem schiveren Mege voranzngehcn. Heko Bott Mlt§ ©ratötram Dos Problem der Hilfe für Kleiugemcmdeu polten wir mit Beiträgen von Tr. Fnevbi lKoldcrg) und Mar G o l d st e i u (Neusteltin) in Ar. -'4 vom 14. Juni dieses Iohres angeschnitten. Wir geben der: Aussnbrungen von Mar Birnbaum, der dem Alit- - arbeiterkreis des Preußische!: Landesverbandes - angehört, gern Raum. ...Ter Vorschlag, den Tr. Iacobi, Kolbcrg, in der vorletzten Nummer dieses Blattes für die Rettung der Klemgcineinden vor nicht mehr trog, barer Erhöhung der Steuerlast macht, ist nicht neu. Scho,: vor- Jahren ist im Verbandstag des Laiidessterbcn-os eine ähnliche Anregung gegeben worden. Tie Durchführung des Projekts, einen einheitlichen Kultussteuersatz für ganz Preußen zu erheben, stößt aber bei den derzeitigen gesetzlichen Grundlagen für die Organisation der Synagogengenwinden in Preußen ans unübcr. windliche Schwierigkeiten. Tos Gesetz von: 20. chili 1>!7, das heute noch die Rechtsverhältuiste der S!)nagogengemeii:den regelt, hat das prenßißhe Indent'nm als Ganzes in zahllose unabhängige Gemeinden zersplittert. Jur Lause der Jahrzehnte ist diese Atomisierung, die inan fälschlich mit „Geineindeairtonomic" gleichgesetzt l)ot, zu einein Begriff geworden. V>on dem auch unter der Gewalt der inzwischen ciugetreteneu Ereignisse viele Geineinden sich noch nicht zu lösen vermoccht lieben. Solange diese llnobliäiystgkeit der Geineinden in voller Starrheit besteht, solange keine Gemeinde gezivnngen rverden kam:, dem Vaiidesverband anzugehören, solaiigc der Landesverband in seiner Verfassung die Bestinunung beraistert hat, daß „die Selbständigkeit der Genieinden in der Ordming und Verwaltung ihrer Angelegenheiten durch die Zngehörigleik zun: Verbände nicht berührt wird", solange ist es auch nicht möglich, einer: Gesamtetat für alte preußische:: Syuagogengemeinden auszustetlen und ei>:e cinheitlielie Lteuererhebm:g durch.-zuführen. Wenn man also den Gedankengängei: von Tc. Iacobi folgen null, so :uuß rnan zunächst erörtern, welche Voraussetzungen in bezug auf die Gesamtorgaiüsatioi: der Preußischei: Jndenheit geschaffen werden müssen, dauüt seine Vorschläge durchführbar sind. Daß ein Bedürfnis vorliegt, die Verschieden, heit der steuerlichen Heranziehung z:: den Genieindelastcn auszugleichen, kann keinen: Ziveifel unterliege!:, und in dem Aufsatz von Tr. Iacobi ist ja bereits daraus hingcwiesen, daß der Landesverband sich beuu'iht, durch Gewährung von Beihilfe!: zur Satzung leistungssch!vacher Gemeinden einen solchen Lastenansglcich in dem jetzt möglichcn Umfange durchzusühren. Tatsächlich ist dies eine der Hauptaufgaben des Verbandes in seiner zehnjährigen Tätigkeit gewesen, und auf der Sitzung des Großen Rates des Landesverbandes, die soeben stattgefunden hat, ist diese Aufgabe erneut als Kernstück seiner Wirksamkeit bezeichnet worden. Trotzdem kann es aber keinem Ziveifel unterliegen, daß die Mittel, die der Landesverband heute für diesen Zweck aufweuden kann, und die sich unter Berücksichtigung der von ihm gewährten Pensionszuschüsse auf 250 000 bis 000 000 NM jährlich belaufen, in: Vergleich zu der Gesamtsumme des Etats der preußischen Syuagogengemeinden, die — selbst ohne Berlin — im Jahre 1002 über 8 Millionen NM betrage!, hat, keinen auch nur annähernd vollständigen Lastenansglcich ermöglichen. Es ist vielmehr bei dein heutigen Status nur n:öglich, die schlinnnsten Härten zu beseitigen und in solchen Fällen cinzngreifen, in denen sonst eine Hilfe aus eigenen Kräften der betreffenden Gemeinden auch bei äußerster Anspannung nicht niehr möglich :väre und die Geineindeeinrichtungeu verfallen, die Beaiuten brotlos werden müßten. Will man sich nüt dieser Leistung nicht begnügen, deren Bedeutung iinmcrhin nicht mnkleinert werden soll — hat sie doch die Erhaltung des jüdischen Religionsunterrichts und dauüt die Erziehung Jugend zum Judentum in Hundcrlen von Gemeinden erreicht und zahlreiche, seit Iahrzehiistm tätige Lehrer nnb Kantoren vor der drohenden Entlassung beivahrt —, so iiniß man. wie schon oben gesagt, eine völlig neue Organisierung der jüdischen Geineinden in Preuße,: fordern. Es müßte daun, ebenso ,uic in Württemberg oder Baden, c i >: c einheitliche jüdische 5)1 c 1 i g : vus g e in e i ::= schaft s ü r ganz Preußen gesrhafseu werden, der jeder Jude in Preußen unmittelbar angehört »ud. solange er fid) zum Judentum Gllmnt. augehöreu muß. Diese Gemeinschaft, zu der der Landesverband auszugestalten iväre, würde daun als Obcrbehörde die cinzelueu Gemeinden umfassen, so >vie die Landeskirche die einzelnen Kirchengeiueindeu umfaßt. Tie Geineinden könnten dabei zweifellos einen großen Teil ihrer autonomen Rechte behalten, insbesondere bezüglich der Ge, stastuug ihrer Kultuseinrichtungen. Anderseits würde ober der Landesverband das Recht und die Pflicht haben, normative Bestimmungen, sogenannte Verbandsgesetze, zu erlassen, die für alle Gemeinde,: und ihre Mitglieder iimmitcUm' Geltung habe,: und lvstiunnte Gebiete der Kemeindevcrivaltuug regeln, z. B. eine Lteuerordmmg, eine Beamtenvrduung. eine Wahlordnung usrv. Wem: eine solche organisatorische Grundlage geschaffen ist, daun — aber nur daiu: — besteht auch die Möglichkeit, die Anregungen von Tr. Iacobi zu verwirklichen: die Etats der einzelnen Gemeinden nach beslimustei: Nichtlinicn einheitlich zu gestalten und als La n d es niulage dcujenigei: Betrag gleichiuäßig zu erheben, der zur Deckung der Ausgaben der einzelnen Genwinden erforderlich ist. Eine solche Ordnung der Tinge wäre geiviß erstrebenswcrt. Daß sie, wen:: die preußische Judenheit e i n in ü t i g eine solche Organisation fordern tvürdc, auch von: Staat durch Aenderunng der bisherigen gesetzlichen Bestimmungen gewährt werden würde, ist, wie man wohl behaupten kann, wahrscheinlich. denn sie rvürde dem heute geltende!: Prinzip der vernünftigen Zentralisation entsprechen, klare Verantwortlichkeiten schassen und den Wirrwarr beseitigen, den heute die Preußischen Syuagogengemeinden in der Vielheit und Vielfältigkeit ihrer inneren Struktur und ihrer gesetzlichen Grundlagen aufweisen. Man darf sich aber nicht darüber täuschen, daß imS noch viel von der Erreichung eines solche,: Zieles trennt. In sehr zahl- -reichen, vielleicht in den meisten Gegenden dominiert heute noch, trotz aller Rot, der Gedanke der Unabhängigkeit und Selbständigkeit über das Prinzip der Zusammenfassung und Zusammengehörigkeit. Was 100 Jahre an Tatsächlichem geschaffen, - - an lieb gewordener Tradition entwickelt haben, läßt " sich sehr schwer durch eine noch so gut begründete und in sich geschlossene, konstruktive Neuregelung beseitigen. Tie Arbeit, die dazu geleistet werden muß, kann nicht vorn Landesverband ausgehcn. Gie muß ihren Ansgang vielniehr von den: lelnmdigen Willen der Gemeinden im Lande und ihrer Mitglieder nehinen. In den einzelnen Gemeinden muß sich eine Ilmsormuug der Einstellung zur jüdisel-en Gesaustheit vvllziehcu. Tie einzelnen Geineinden müssen lernen, über den Kreis ihrer Verwaltung hinausznblicken. Wenn so von dei: Geineinden der Wille zun: wirklichen Zusammenschluß, zur Einordnung in ein Ganzes, den: man sich auch u n terzuordnen bereit ist, ausgeht, dam: wird der Landesverband geiviß gern die größeren Aufgaben erfüllen, die n:an heute von ihn: fordert, ohne daß uian ihm die Mittel dazu in die Hand gibt. Der mOM ZMW«hM Will / Gcmeindevbtnd in Berlin Nachdem die Reichsvertretung der deutschen Juden bei einem Berliner Genieiiideabend zu Worte gekvnnneu >var, rvurde an: 21. Juni unter den: Motto „Tie Gcii:eindc nnserer Eltern — Tic Zukimft unserer Kinder" ein Einblick in die Arbeitdes Preußischen Landesverbandes stidisrher Gemeinden gegeben. Das Interesse der Berliner Judeuheit au diesen Beraiistaltuugei: ist groß, und so ivar die Sy na goge Fosanenstraße schon vor Beginn übervoll, nnd viele musstei: abgeu'icsen rverden. Tie 'Vorträge wurden vo>: dem Spiel des Orchesters der Künstlcrhilfe. das hier ziiu: ersten Male anftrat, und von einem rlstolinsolo eingeleitet. Tann skizzierte Kammergerichtsral Leo Wolfs, der Präsident des Rates des Preußischen Landesverbandes, die Ziele des Verbalstes, der sich zur Ausgabe geinacht hat, die jüdische Substanz in den Geineinden zu erhalten und einen Ausgleich zwischen den Klein- und den Großgemeiudeu herbeiznführeu. Tr. Alfred Klee, stellvertretender Präsident des Rates des P. L. B., rvies dann in fesselnden Morten ans die Wichtigkeit der Geineindearbeit hin. Die Gemeinde ist der Zentralpnistt alles jüdischen Seins. lieber das Rst'Iigiöse, das die Grundlage bildet, hinaus hat alles Jüdische in ihr seinen Ort: die Sclinle, die soziale Arbeit — kurz das, was der Zukunft gehört. . Für die Erhaltung des Geistes inns; in erster Hinsicht gesorgt rverden. Tie jüdische Schule hat die Aufgabe, jüdische Menschen für de» Lebenskampf zu stellen, ihnc,: deistenigei: jüdisclien Fonds untzugeben, der sie stolze Inde>: fein läßt. So -darf nichts, rvas südisclier Zukunft angehört, ans der Genwinde ansgeschallet rverden. Tipl.-Jng. Bruno . W orrda. . Ntitglied des engeren Rates des P. L. B.. sprach mehr von der praktischen Arbeit des LandesverbairdeS. A>:- Isteichmny der indischen Bevölkerung an die Gesaiirtbevölkerimg in beruflicher nnd territorialer Hinsicht ist notwendig, deirir die soziologische Lage des deritschei: Jriderrtunrs ist äußerst unnatürlich fls 17 leiste jeder :’.5. prerißische Jude in Berliii, Iieute jeder zrveite bis dritte!). Ter Laudesverdaird versucht die wirtschaftliclie Errstenz der Gemeinden zu sichern und einen Ausgleich zu schaffen. Ter Berliner Jüdischen Gemeinde gebührt Tank für die Smmnen, die sie dem Landesverband h zur Bersügnng stellt. In erster Hiusiblit muß die jüdische Jugend gefördert werden, ob sic Tentstch. ' .Imst verläßt oder ob sie hier ihre,: schiveren ''/Weg geht, und zur Erhaltung des deutschen Judentums, dessen starke Berlmudeuheit mit ^Ruitschloiid Woyda besonders betonte, beiträgt. Noch den Borträgen sang Alerauder Kipnis — begleitet Von R!ichael Taube —, nnd die Zuhörerschaft stattete ihm sowie den ausgezeichneten Darbietungen des -Orchesters, das den Gemeindeabend mit seinem Spiel beschloß, stehend ihren D.anl ab. F. Ar. j\ * -''jflunfl »eSGroßenAlitesdes SJicußiftficn tv. Ämdesocrbandeö Ter Große Rat des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Geineinden nahm in seiner letzten Sitzung ^tadtrat Georg L c ß (Breslau), I. M. Go i t ei u (Frankfurt a. MZ und Tr. Friedrich Olleudvrf (Berlin) als Mitglieder ans.?I>: den Engeren Rat wurden Stadtrat Leß und Rabbiuer Tr. Emil Levy gewählt. Nacl, einer Ansprache des Präsidenten Kainmergerichtsrat i. R. Leo Wolfs erstatteten die zuständige!: Resereisten ausführlich Bericht über ihre Arbeitsgebiete. Dem Fiuauzdezerneuteu. Tipl.Ing. Bruno W v y d a , rvurde für die Geschäftsjahre 1902/00 und 1900/04 Entlastung erteilt und der Haushaltsplan für 1904/05 in Höhe von 744 500 RA! vom Rate äugerwimueu. Tie Zustimmung der Berhandstagsnsttgliedcr zun: Haushisttsplau soll schristlich eingeholt werden. Im übrigen beantragte der 5)!at die Zustiinmnug der AlitgliedSgmneiudeu zu der Berläugerung der an: 30. September 1934 «blausenden Legislaturperiode um zrvei Jahre. Die Beschlüsse des Großen Rates sollen die Kraft von Beschlüssen des Bcrbandstages Habei:, der inzwischen nicht einberufer: iverden soll. Tor Rat beschloß weiterhin, die Werbung für die Beitragslarlei: des Zentralausschnsses der Deutschen Juden für Hilfe und Aufbau tatkräftig zu unterstützen. Znv Kriminalität der Juden. Seit dem Jahre 1919 erscheint die Krinstnalstatistik des Teut- Das Thorastück erzählt, der heidnische P^, phet Bileam sei gerufen worden, um Israel m verfluchen. Aber er vermochte es nicht, denn Gott wollte es anders. Darum mußte er segnen. Das ist eine Geschichte von symbolhafter Bedeutung. Es ist immer eine der bewegeudeu-Fragen gcivesen, vü das, was sich uns als Segen, nnd :vas sich als Fluch darstellt, in der Wirklichkeit so deutlich voneinander abgrenzen, wie nur es wahrhaben möchten. Dem Unbesangenen erscheinen {je von kraß entgegengesetzter Natur. Aber muß man nicht dabei an Mephistopheles denken, der von sieh sagt, er sei ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft^ Manches schivcre Erleben hak schon jlu Menscher: Kräfte wachgerufen, die bis dahin unerkannt in ihm ruhten und vielleiicht nie in sein Bewußtein getreten rnäreu. Eistbehrnng und Zrvang zun: Verzichtleisten lasten »reist so bedrückend auf uns, daß uns das Leben zur Oual wird. Aber indes stur der liiiilmibeu Kraft des Leidens noch nicht >:ns bcnvußt geworden sind, bereitet es schau eine,: Ulnbrüch in uns vor, der nicht nur das Nebel überwindet, sondern zum Segen iverden lässt. Das soll uns vor Augen stehen, wenn das Schicksal auf stns lastet. Dlnn: soll nicht mir klagen. Tie Zeit hat Kräfte m unserer silbischen Generation sreigeleat, die stark genug sind, um die Zukunft des deutschen Judentums zu gestalten. Aste äußerten sich Lebens- und Zukuirftsivitleu stärker als in dieser ßhwerei: Zeit. Ist es istclit die alte Walirlieit. iuu.ner wieder vergessen und do-.Z von ewiger Gültigkeit, daß cs kein absolutes Nebel in der Bstelt gibt'k Es ist heute ioie einst: Bileam kam. um zu fluchen, aber Gott ivaudelte seine:: Fluch u: Segeir. Kr-- b. t'. scheu Reicl>es nicht mehe nach Koustisimic» gegliedert. Tee vor einigen Tagen ersäiiemme Iaheesband, der sieh mit den Ergebnissen von 190) desasst imd besonders der Nlordstatislst' eine geündl,ehe Einzeluntersuchuug widmet, enlhält sied och amch noch dieser Richlnng einen inleresionlen Hinweis. Tnnoch besonden sieh im Jahre 190l unter insgelmnt 12-k Mördern ziemlich z» gleiclieu Teilen Protestanten nnd Katholiken, 2 Tissidenlen nnd 1 Jude. MMÄS M NM S'ÄS fköSA MWC / AuS einer Krse drS NeWi»8tzkomm8kMS Sr. Reis Bor der Akadeinic für deulfches llleclst hielt «in 26. dieses Rlomsts Reicl)sjiistizsommissa:- Tr. Frank eine große Rede über „Volk, Staat und Rechtst Hierbei führte er ans: Reehtseinhest, Volkseinheit und Slaalsemheit seien die Grundlage der nationalsozialistischen Bcwcgnng. Nicht ein Juri sie »recht soll geschossen iverdeu, svndcru ein Recht, in dem der Pu!ss>chlag der Ration verspürt werde, ei:: Bottsrecht, dos dem Bolle -biene, mit ihm wachse, es sichere, aber nie* niats zur Last des Bottes iverden töime. Tie deutsche Rechtsseele werde sich wieder ausreckeu. und sie iverde den sremdei: Geist in unserer Rechtsordnung beseitigen. Das deutsche Volk dürfe auch den Stolz ans sein stolzes dentiches Reciit-geiulll Iiaben. Staatsbürger sollten mir die Voltszuaeliörige» sein. Aus deutschen: Boden sott der deutsche d'/emll) Träger des /Rechtes sein, nnd mm diesem Fund,:- mentalsatz werde das dentselie tlllstk istemals adgehen. Tie Turehsührung dieses Gesetzes werde lelbßnerstüudlieh wie bisher in den eines Kultnrünales würdigen Formen vorsidigeheu. ''/iemols sei die Rassegesetzgebung brutal durchoesül'rt ivorden, nie-* nnsts aus Haß gegen eine andere Rahe, sondern a:is Liebe zu nnserm Volk. ..Men M M «W sä* Tie „Fränkische Tageszeitung" vom '22. .,n»i schreibt „Juden sind hier ui,cht erwünscht -! 5a) liest man au den rüreu von Gaststätten, deren Besitzer deutschdewisiste Volksgenossen sind. Daß mau iu diesen Gaskställeu jedoch iimn^r st'ieder auch Juden begegnet, ist ein Zeichen st)r die llharakterkosigleit dieser Raste nnd dal'nr, N'elches Vertrauen sie in die Langmut der ' deutschen Volksgenosse» setzen." Wir können nicht seststellen, ob Fudeu latsäch' lich solche Gaststätten aussuclieu. Sollte dies ober der Fall sein, so würden wir sie allerdings mit deinsettn'n Worte bezeicchuen müssen, d>:s die „Fränkische Tageszeitung" verwendet: „ch a r a l t c r - l o s". Fünf üsn acht Bsmrltmristem MLen Im Anschluß au Älax Baers Sieg über Earnera wird in der Presse viel darauf I,iugewiesen. daß gera de bei Rekorden, bei denen es ans ZK'oft lind Gestchieklichkeit aukommt, häufig Inden Sieger sind. So sind von acht Borwelt meistern ßnst Iudei:. Zwei Titel iverdei: von Bernev Roll und se einer von Mar Baer, Rosenblvm und Iackie B r o w n gehalten. -M-1,.-.... „ SllSÄSüiDHOS$ÜL®S .bis zu GS/ 80*130..cm sSc/s 2 bis zu Wu-Mcm r? bis zu tfVM*;, ÜQQ.»12Q£mT fls* Unser Lager» echten PBRSER-Teppiche aller / Provenienzen enHiältStöcke / riyaa in allen Größen von seltner / leerrUnncU2^7l Schönheit^ Spahdauer ' '^rrsn.assi2ZJj\^__lW^u \ ifi!n " m // i IC1' / \ ,:Jli linfi nii* ü'vn Aub Keu von' . rieh' i null de» er!e> er r Heia reit! »inst ist ist Rat Ber tom licln val: tntt teil! de Ir au o Heb:e iV’l» alle stell )!«or mit ffha Et- FR: Oliv frir Bin geg Vrv imbei; ser, Fel- )t, i Ari Mi! best übr Hab Nie! All, rei! ysta nin lnii nin. der da, Fst' M-!v! dees in h ste bu »Vf iet Sc rr: sch sei |i, E. ci: K 1» ln ft-