Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 23 (7.6.1934)
- Date
- 1934-06-07
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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V* Sloslrngäet?» bec ScrHnct J MikSra MkOrEuIe Ter zweite Abend in der Neiße von Knrzvorträgen. die Mitglieder des Ateichsnusschuises im Mul) tuen der Jyroicn Jüdischen Volkshochschule llkllcn, lunt bcm Gedanken der Gemeinschast gc- Ileber „Geincinschastsformen jüdischer Jugendarbeit" spracli Tr. Paul E p p st e i n, der Vorsitzende des Verbandes der jüdischen Ingendvereine Deutschlands. Tie heutige Inigendarbeit l>eit sia> von überlebten Nomciniizismen abgewandt nnd stellt in ihren Ntillekvunkt ein zentralem Erlebnis des jüdischen Schictsals. Ter iuufle Wien sch soll ,,u diesem Schicksal er'.ogen werden: deshalb in seine Gemeinschast Erzielliingsgemeinschast. Wo Menictzeii im Sinne einer Schicksalsidec gebimden, wo sie non der Bildiingsarbeik innerlich ergriffen Uterden, da erst bestellt ein Blind. Tie Trage der Iiiiirnng ivird dnrch llöahl und Leißiingsaitstese entiihiede»: weil die Tiskiission einen großen Baum einnimint, ist das bnndische Leben weit- «rebend demokralisierk. Eutscheidnng und Auslese aber geßhehen stets nnter der geschichtlichen Verantwortung. in die fir!) der Bund hineingestellt snlilt. briüilimg der Bersönlichleit in der Ganzbeit dl'r Idee. dos ii't die von der jüdischen Ingcndbcmeginig erstrebte hündische Haltung. ttliidols Leibowiß. 'Vf.itrjlirb der Leitung der AgndaS-tznsroel-Iiigendorganisation. behau-- belle mit begritslicher l.vrüiidlichseit die „jüdische u'-eneroiionenfrage". Er in!) das Problem der B'en.erotion in dem Spaiutnngsverhältiiis zwischen verschiedenen Neilien glei,h;eitig lebender Meirichen. die nicht mir biologisch, sondern auch fcolisch ein Gemeinichasi bilden. Tas Alinb, dessen Seelenleben und) den Teststellnngeii inoderner Be-isienichast ans innerem Anteil und äußerem Einfluß ganzheitlich sich ziilammeiisetzt. empfindet seinen Eigenwert gegenüber dem 'Erwachsenen und sucht die Anscinnndersetznng mit der Welt. So entsteht die Jugendbewegung. und Spannungen erwachsen ans der Berschicdenartigleit, in der die Gegemvart von den Generationen erlebt lr-ird. Taher können sich die Bünde in der ■ (]P» aenwärtigen indischen Situation nicht allein mit Wiüensvermittlung begnügen, ihre Arbeit muß positiv ans eine Wektaiischannug ausgerichtet sein. Ten Hihepuntt des Abends bildeten zweifellos d'e temperamentvollen Anssnhrnngen von Heinz P e l! e r in a n n. dem Niitglied der Bnndesleitnng des Bundes dentsrh-nüdisrber Jugend. über „Persönl'dch'its- und Gemeiiüchastsbildnug". An dun Beiii'nll des Nleichsansiihniies ielbit ist eriveislich, daß li'r Gegensatz poi'ühen Persönlichkeit und Gemcinnha't das hiiloriicl)e Problem unserer cheit ist. .n.el'erall zeigt üdi im politischen Leben der Gegenwart eine Wechielmii kung ZIvischeu diesen Polen. T'e Parole der Einigseit unter vielen, die anseinnndenlreben. ist verlockend, aber verhängnisvoll, and biuiglejt ist nur ZN erzielen ~ so lichrt die!'mwel> ... durch den ^ic<, der jüngsten m,d stäri- 'neu Partei. Tie deiilpl) jüdische fugend, die genullt ist. die historische Linie der Diaspora sortznführon. erhebt den Anspruch, das Schicksal der deutschen Iudenheit in die Hand zu nehmen. Sie hat sich für die deutsche Landschaft entschieden, um hier zu leben und hier zu sterben. Nur so. unter Anerkennung der Gesetze. unter denen sie lebt, kann die Gemeinschaft und ihre lebendige Kraft erhalten werden. So steht in dieser geschichtlichen Stunde die Gemeinschaftsbildnng voran, und die Persönlichkeit tolrd mir anerkannt, wenn sie sich der Gemeinschast cinfngt. Persönlichkeit aber erreicht man, wenn man sie nicht erstrebt, man erreicht sic dnrch Tienst nur gemeinsamen Werte. K. J. R. , Versichert öle Jugendlichen gegen Anfall Ter Neichsansschnß der jüdischen Ingendverbändc teilt mit: Nach langen Verhandlungen ist es dein Neichsansschnß der jüdischen Ingendverbände gelungen, einen Kollektiv-Versicherungsvertrag mit der „Agrippina" zu günstigsten Bedingungen zu schließen. Bei Heimabenden, auf Wahrten oder bei sonstigen Veranstaltungen der Iugendbünde kann es leidst Vorkommen, daß ein Hnnge oder ein Mädel einen Unfall erleidet. Tie Eltern sind nach unseren Erfahrungen meist nicht in der Lage, die Arzt- und Knrkosten zu tragen. Jur nur fünf Pfennig im Monat ist das große Risiko von den Eltern ans die Versicherungsgesellschaft abgewälzt. Tiefe niedrigen 'Prämiensätze konnten nur dadurch erzielt werden, daß die Versicherung für die uns angesihlohenen Jugendb>"mde zur Pflicht genmcl)t wurde. Wir richten dal)er an alle Eltern die dringende Bitte, ihre Kinder nicht ohne Bersichernngslchutz zu lassen, sondern darauf zu dringen, daß so rasch als möglich der geringe Beitrag für das laufende Bersichcrnngsjahr — das sind 50 Pfennig pro Jahr, für die Sportler 70 Pf. — an die Bnndesleitungen entrichtet wird. __ eportfrlt in Berlin Ter ITSE Dar Kochbn-Hakoah veranstaltete am lebten Sonntag ans dein Sportplatz der IüdisllM Gemeinde Berlin ans Anlaß des zehnjährigen Bestehens seiner Iiißballabteiliiiig ein internationales Sportfest, dem etrva -kiXiO Znschmer beiwohnten. Bei den leichtathletischen Wettbewerben, die eine außerordentlich gme Besetzung gesunden hatten, ragten Ster n lieb lBreslauh der die klx> Meter hn 11 Sekunden lief und O r g t e r (Kvlnh der Sieger inr bOO-Nceter-Lanf, neben dem jungen S eh a t t m a n n, der besonders in den Staffeln nussiel, liervvr. Ter .Hauptschlager der Veranstaltung, ein Tnßlwllkamps zwilchen einer Auswahlelf des tschechischen Maeeabi- 1 reifee- und der ersten Ha!oahgl.llannl'c1)ast siel allerdings aegeuülier den leichtathletischen Wettbewerben ziemlich ab. 'Wenn auch die Gäste mit 0:0 Sieger blieben und eine technisch gute Leistung boten, tonnte man docl) mit dem reichlict) laugwciligen und infolge schlechten Stnrmspiels torarmc.n Spielverlauf nicht zufrieden sein. Es war imbcstrib tcu eine großartige Sportschau, die allerdings noch viel interessanter und leistnugssähiger. noll) viel größerer Publikumsersolg hätte sein können, wenn ohne N'üeksicht auf die Berbandsziigehörigkeit die wirklich besten jüdischen Sportler Teutschlands eingeladen und anfeinandergetrofsen wären. Hoffen wir im Pnteresse des jungen jüdiscs)en Sports, daß dieser Uebelstand bei einer näihsten derartigen Ver- Tennis in Berlin Beim Berliner Tennisclnb Grnnewald 19üh weilte eine Mannsdpst der ..Tennisabteilnng der Spvrtgrnpsv im Nü i. sr- Köl n zu Gast. Tie st)M> pathiiehen Kölner wiesen zum Teil eine beachtliche Spielstarke aus. Sander (.UuItO lieferte dem ehemaligen RangUstenspicler Kurt Wolfs einen großen Kampf, den Wolfs erst nach Abgabe des zweiten Satzes für sich entscheiden konnte. Wenn ..Grnneivatd" dennoch ganz überlegen siegte, so liegt der Grund dafür in'der -lnsgeglichenheit seiner Mannschaft und in der anßergetvöbnlich großen Spielstarke seiner beiden ersten Tamen Erl. Iaeobsohn und ,Brau Wolf, die sic!) aucl) diesmal iviedor ihren (tx'gncrinncn iveit überlegen zeigten. Tas Ergebnis lautete 10 : 1 Punkte, 07 :1 Sätze, 187 : 86 Spiele für Grnnewald. 11. A. C. EvNt in 'MrdkvMeulWM- Gleich zivei u ß ball maiinfcl;,nten auf einmal Halle sich die Hamburger Sportgruppe „Schild" des Sportbnndes im Ns,T zu (vast geladen: die ütjn-'Sportgruppen ans Bremen und Twistringen. 100 Aktive U'areri nacl) Hamburg gekommen. Besonders die Bremer loaren gnt eingespielt und machten ihren Gegnern tüchtig zn schassen. Ten Tivistringern waren die Hamburger, namentlich in der Spieltechnik, ein gnt Teil überlegen. Nahezu lliindertprvzentig für Hamburg verlief das Spiel Lel)ild Hamburg III—Bremen II. Ter hohe Sieg gelang den Hamburgern ohne besondere Anstrengung. — In dem einzigen Handballspiel des Tages. Hamburg Tamen I — Bremen Damen I. wurde ein nettes, flüssiges Spiel geboten. Tie Bremer Mannschaft konnte sich den' spielstärkereu Hnmburgerinnen gegenüber nicht durclg'etzen. Er gchli nisse. Fußball: Schild Hamburg I—Schild Bremen I .1 :0 (8 : 0); Schild Hambürg!I—Schild Twistringen 1 -1:1 <0 :0h Schild Hamburg I II— Schild Bremen 11 Oj 1. — Ha n b - Im l l : torljilb Hamburg Tamen I- Schild Bremen I 4:0(0:0). " 8. Mchnll in Dresden Eine kombinierte Elf der BSG 88 trug am 8. Juni in Dresden gegen den dortigen NjI-Verein ein Trenudidiaslsspiel ans. Tie Dresdener erwiesen sich als überraschend spielstark, so daß die Berliner, die allerdings nur mit zivei Spielern il)m: ersten Mannschast antraten. froh sein konnten. als es zn einem mageren 8:0-Siege langte. Tas Spiel selbst sali Dresden in der ersten Halbzeit von der BSG völlig zurüelgedrängt. doch gelang dem LSG-Sturm. der reichlict) nnprodiiktiv spielte, nur ein Tor. In der zweiten Halbzeit erhöhte Berlin durch einen Elfmeter den Vorsiirm^ doch fand sich Dresden nunmehr ebenfalls. qcftolS das Spiel offen und holte ein Tor ans. NvsenG^ der Beste bei BSG, erzielte ein drittes Tor „Ä Dresden, von den zahlreid,en Inschanern miae feuert, konnte nur noch ein Tor schießen „ich Uuif!u Berlin den knappen, aber in Anbetracht der PYihi Halbzeit verdienten Sieg ülierlaßen.;\1U :i;n()ni des Spieles führte die Sporigrnppe des NPZ eine,, Querschnitt durch die von il,r betriebene» Tperp disziplinen vor. der durch die Bielieiligkeit Sportarten und durch das dabei bewiesene üönuen viel Beifall fand. Berliner Tnßballresnlhg,'. BSG 111 — Norden-Nvrdives! l V 0 : m BSdZ 1 Jugend — Nordcu-Nordwest Jugend '-'i Il.T.ll." (SpotS in WöMMEÄaO Als Auftakt der diesjä!,rigen Leichlat!)!e!i!saiiaa hatte der TSll> ..Sel,ild" zn einem tzmigends Port tag auigernien. Heber tz>» hngendlio^ aus allen 'Teilen Sndwesldentschlands snüden »h am 07. Biai auf dem neu Iiergerichleleu „Sc!,ild^. Platz in ,Frankfurt a. M. ein und bewiesen dadurch die große Notwendigkeit derartiger Veraniialtmi. gen. In ununterbrochener Eolge spielten sig, hje einzelnen Kämpfe, nüe Lausen. Weitspriing. .chig,. sprmig. Kugelstoßen, Staffeln und vieles aiidere mehr ab. _ 1P. Tie Berliner Sportgemeinschaft 1088 im Sportbund des 8li,T kann jetzt ans ein einjähriges Bestellen zurückblieten. lieber r.no 'Mitglieder habe» siel) ihr in diesem Jahr angeschlossen. In >a»ü. tichen Abteilungen stellen tüchtige Leiter und Traiuer zur Bersügung: weitere 'Mitglieder können mm genonunen und aus gebildet werden. Gegen en!;k!leMe -NüslnnbSmeldungen Tie Pressestelle der Neichsvertretung der dc»p scheu Inden teilt mit: In verschiedenen ansländischen Blättern wird die N'achriciit verbreitet, daß die Hamburger Jüdisch' Gemeinde die Synagoge .llvhlhöfen unter Truck behördlicher Stellen verlaust hatte, so daß dicscr Verlauf als eine Enteignung angesehen iverde» müsse. Zur Niditigstellung dieser miwahren Behauptungen teilt uns die Teutsch-Israetitifche Gemeinde Hamburg folgendes mit: „Tie im Jahre 1850 erbaute Spnagvge liegt iit dem sogenannten SaniernngSgebie! der Stadt Hamburg. Weder von seiten der Behörden noct, von irgendeiner anderen stelle ist ans uns irgeudivelcher Truck zum Verlaus des Gotteshauses ansgeul't N'vrden. Im Gegenteil haben »nie »ns schon wiederholr bemülit. die Snnagoge zn verlause», iveit der größte Seil der Hamburger Juden liewe andere Wolingegenden anigesmlit hat und die Smiagoge am.- diesem Grunde und ,m,h wegen illuA baulichen Zustandes alljährlich große Zuscilühe e> forderte. Tie Gemeindebehörden Iiaben völlig on.tz eigener Entsciiließniig dem Staate das Grnndsh'll verlauft. Tabei ist vereinbart nmrden. daß d^r Grundstein, das OZnsiüitzl und alles aus den Gottesdienst bezügliche bewegliche und eingebnntc Inventar Eigennim der bZeinemde bleibt und von ihr vor Abbrncl) des Gebäudes entfernt werde." - 'r (. c ic3/? ^w§hLhmw& DJ (15 000 Ions) von Konstanza nach Jaffa ii[ii!itii[miiii!iniiii[mi!iini[]ii!iii»!!!!imi!!miiu;miiinmi!iii!uminum!!ini!!i!n Platzbestellungen bei der Generalvertretung für Deutschland: PßllSnMIEHULOYB , ÜTLSHTIC EXPnESSG.M.B.H.^ BERLIN NW 7 ' Tol.A6Merkur291S ers-KsrSh Haus-, Grundliesilz-, Vermögens- und Beirielis - VerwaHungen I-crnimmt. cTf?hrcnor und znvr.tlji StoucrlnrnSor, ltii<rh«>rrovlHor Tri'ultiindor. rrompto und KrlurfiRiin-. AJl’rbeMo ihrapl. Rnfereczco. Offcrim untnr J. «•*!, ,,C.*V.- Zdlung“, Itcrltn W. 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Nicht schwor .. es, für Ihren Sohn und Ihre Tochfor die geeignet finden, wenn Sie diese wöchentlich erjeheinettds Rvbn’^ beachten. I a llU'i’. ifiiv HU'U v.ls jtO'-V IbU -cP N'iW W“' fvii': hin p iiini’ in-- den eine nciu >TU' 1 nur ineii I'tw für Alm stul i .! S 1 Vf 'der hat OVjfl meii und lohe Gre noch zu > der Bar Kiitz nior Ilin, Nun andi davc wnt hiv: hatzc nute eine, bedo wag svvi Acht Gttu dio , Cch! inhr das -Kich ni eh wir hott hoit goto uw! llbss dw hnii sich' Gen Gor doir wT leßi ind, wir ^ta! am 8^1016^121394172^1 555555555555555555555555505