Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 13 (1934)
- Issue
- 20 (17.5.1934)
- Date
- 1934-05-17
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2277379-2278044-2278064--08584-2289613- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
^IjI!II,II!I!II!I!!IIlI!lII!I!III1!!!!II!I11I!!ir!!!!I!I!IlsI!!!!!IMlrk!!!lI!!r!I^ i Amateur - Photographen! 1 1 Die Einlieferungsfrist für den W i Amateur-Photo-Wettbewerb der g g . C.-V.-Zeitung 1 D endet endgültig am 30. Mai. Also s W senden Sie uns noch schöne Bilder s D jüdischer Stätten in Deutschland von s s Ihrer Pfingstfahrt ein. jj ^ll!!li[!ll!li!llll{ill!![|[!l!II!!(l!lll!in!ll!I!ll![i!i!!!II!!!!llli!!III!!l!l!!F Palästinas sie von der Kreuzigung Jesus benachrichtigten. {ferner erzählt der Mönch Christoph Ostrvsraneus. der im Jahre 1519 eine Schrift über die Vertreibung der Juden aus Regensburg versaßt hat. daß die Regensburger Juden im Jahre 1477 in einer Bittschrift an Kaiser Friedrich III. behauptet hätten, daß sie seit 1*00 Jahren, also mehr als drei Jahrhunderte vor Christi Geburt, ihren Wohnsitz in Regensburg gehabt hätten. Roch weit phantastischer sind die Sagen über ihre ältesten Niederlassungen in Lesterreich. Nach einer Chronit des 15. Jahrhunderts und mehreren anderen ihrem Beispiel folgenden älteren Schriftstellern gab eS ein uraltes Judcureich in Leiterreich. Schon um 800 nach der Sintflut sollen sich die Juden in Stockenau niedergelassen haben. Jüdische Kerrscher hätten daselbst wie zu Wien, Tule und Kornncuburg regiert. Tie Chroniker wissen sogar 72'Fürsten jüdischer Abkunft anf-nsühren und die Stätte ihrer Gräber zu bezeichnen. Weniger phantastisch ist die allerdings ohne Beweis ausgestellte Behauptung, daß in Wien schon zur Feit der Römer eine indische Ansiedlung bestanden habe. Aber selbst von den außerhalb der römischen Rhein-Tonan-Linie gelegenen (Gebieten wird dies behauptet. In einer zwischen 1470 und 1475 entstandenen Schrift des Johannes Busch wird von den Juden in Kalle als ganz sicher erzählt, daß sie dort schon vor Christi Geburt gewohnt hätten; das bewiesen die indischen Inschriften ans den alten Grabsteinen. Besonders zahlreiche Sagen gibt es über die Inden in Prag. Von der Altschul wird berichtet, daß sie schon zur Zeit des Tempels in Jerusalem dagewesen und jedesmal. wenn die „Franken" auf ihrer Wallfahrt nach Jerusalem durch Prag gezogen seien, hätten sie das kleine Betbaus besucht und da ihre Gebete verrichtet. Von der Alt-Neushnagoge. die allen Stürmen und Gefahren glücklich entgangen ist, wird sogar erzählt, sie sei der Tempel von Jerusalem selbst, den die Engel durch die Lüste getragen, oder wenigstens sei die Synagoge ans den Grundsteinen des jernlalenüschcn Tempels gebaut. STckt in diesen Sagen ein historischer Kern? Ganz Deutschland ist am Ausgang des MiRelalters' voll von solchen Erzählungen. Es war die Zeit der Judeuaustrerbungen aus den deutschen Städten. Sollte man sich bei dieser Gelegenheit von christlicher Seite Rechenschaft darüber abgelegt haben, daß die Juden doch eigentlich ein Recht auf den Wohnsitz in Deutschland haben, da sie schon io lange in den deutschen Städten wohnten? Daß die Berichte von alten Grabsteinen. die entweder falsch gedeutet oder absichtlich gefälscht sind, und jene Sagen die hinter ihm die beiden, die am Tor gewacht hatten. Tie Männer waren emporgesprungen, ihre Blicke saugten sich an dem 'Boten fest. Sic wagten nicht zu fragen, suchten die Gewißheit über das Unabwendliche hinans-- zuzögern. Bis endlich Bar Kochba ans verdorr.er Kehle hervorstieß: „Nun?" Rüben schluckte ein paarmal, bevor er leise, tonlos erwiderte: „Sie haben sich nichts von ihrem Sieg abhandeln lassen . . . Alle werden in die Gefangenschaft geführt. Und — werft das -vs! — jeder dritte muß über die Klinge springen . . Ein rauher, tierischer Schrei, gellend in Verzweiflung. Sie drängen, wie von innerem Zwang getrieben, gegen Bar Kochba an, irre Worte. Drohungen, Verwünschungen werden laut. Sie achten nicht, daß Bar Kochba. hoch aufgerichtet, zu ihnen reden will. Und plötzlich blitzt in der Rechten Ben Joschnas das kurze Schwert auf. Rüben hat sich vor Bar Kochba geworfen, deckt ihn mit seinem Leib, empfängt den tödlichen Streich. Sein Blut färbt das Gewand des verehrter: Mannes, der sich tief zu ihm niederbeugt, ihm abschiednehmend die Hand zum Segen aus die Locken legt. Dann ist es nicht mehr Den Joschua allem — nun zucken sie alle die Schwerter. Roch einmal will Bar Kochba die Stimme ernten •— sie lassen cs nicht. Sie speien ihm chre Wut ins Antlitz, nennen ihn ..Bar Kos'ba". den Sohn der Lüge. Da breitet er weit die Arme, mit wehem Lächeln, und die Schwerter senken sich in seinen Leib ... Ans dem Lager der Römer klingt der eherne Ruf einer Tuba herauf- — mitleidlos brennt die Sonne . . . Bethar . . . _ Albert Basiermanns Austritt aus der Genossenschaft deutscher Bühnenangchöriger Albert Bassermann, der bekannte deutsche Schauspieler, der Träger des Jfflandrinaes. fyU seunm Austritt aus der Genossenschaft deutsche! Wahrheit nicht wlderspiegeln, ändert nichts an der Tatsache, daß die Juden eben schon zur römischen Zeit in Deutschland saßen. Welche Tatsachen sprechen dafür? Es sind einerseits archäologische Funde, anderseits römische Quellen. In der Nähe von Gran an der Donau ist ein Stein aus den: Ende des dritten oder aus dem vierten Jahrhundert gefunden worden mit dem Symbol des siebenarmigen Leuchters, gewidmet dem Andenken dos Vaters JudatuS und der Eassia. Dieser schmucklose Stein mit seiner lakonischen Inschrift ein unwiderleglicher Beweis für die Ansässigkeit von Jude:: in dem römischen Gebiete an der Grenze gegen das Land der Quaden. Vielleicht darf man auch sagen: Wenn Juden damals in Gran zwischen Carnuntum und Aquincun: (Ofen) an der Donau ansässig waren, so werden sie auch in diesen beiden größeren Orten gewohnt haben. Eine Bestätigung dieser Tatsache ist nach Zeitungsberichten der kürzlich im Park des Primnrbischoss in Gran gemachte Fund eii:es Grabsteins mit einer hebräischen Inschrift, die ans dem dritten Jahrhundert stammen soll. Die Darstellung des siebenarmigen Leuchters aus Tongeräten begegnet uns wiederholt im Westen; sie findet sich aus räderverzierten Sigillaten in Tillingen (Saar) und Andernach und weist zweifellos ans jüdische Zusammenhänge hin. Besonders sind archäologische Funde wichtig, die sich im Museum zu Trier befinden. Es sind einmal eine Lampe des römischen Typus des vierte:: Jahrhunderts aus Terra Sigillata (korallroter Ton, der in dieser Zeit etwa unserem Porzellan gleichzurechnen ist) mit der Darstellung des siebenarmigen Leuchters, ferner mehrere Terrakotten, die anscheinend jüdische Typen karikieren. Diese Funde sind in Trier gemacht worden, der ältesten Stadt im heutigen Deutschland, deren Glanzzeit in der Svätzeit liegt, das zeitweise neben Ron: und Mailand kaiserliche Residenz war (seit 280) und die rheinischen Städte an Ausdehnung, Stattlichfeit der Bauten, Luxus des Lebens und hochentwickelter Kultur übertraf. Es scheint demgemäß kein Zweifel zu bestehen, daß Trier zu Ende des 3. und Anfang des 4. Jahrhunderts eine Jndengemeinde beherbergt hat. Tie römischen Grabsteine jedoch aus der Mainzer Gegend mit Namen einiger römischer Soldaten aus Jtnräa (im Mainzer Museum) reichen für endgültige Folgerungen aus jüdische Zusammenhänge nicht aus. weil ethnologische Schlüsse ans den Namen auf römischen Grabsteinen nur mit größter Vorsicht gestattet sind. Jedoch sind die Akten über die Funde noch nicht geschlossen. Jeder Tag kann noch neue Entdeckungen bringen. Urkundliche Nachrichten für Juden in Deutschland in römischer Zeit geben uns lediglich die Dekrete des Kaisers Konstantin, unter dem die entscheidende Wendung im Schicksal der Inden des Kaiserreichs eintrat, an die Defutimuu: in Köln. Die Dekurionen, Mitglieder des Stadtrats, gehörten der führenden Bevölkerungsklasse an; es waren vermutlich in erster Reihe Grundbesitzer. Es müssen also damals in der Stadt Köln zum Eintritt in das Tekurionat geeignete Juden, und zwar augenscheinlich Grundbesitzer gewohnt haben, da sonst Kaiser Konstantin nicht nötig gehabt Hütte, den Dekurionen von Köln seinen allgemeinen gültigen Erlaß, der die frühere De- Bühnenangehöriger, deren Ehrenmitglied er war, erklärt. In einem Brief an den Vorstand der Genossenschaft begründet Bassermnnn seinen Ent° schlug damit, daß seine nicht,: rische Frau, mit der er während vieler Fahre in Deutschland gewirkt habe, zu einem Gastspiel an seiner Seite am Leipziger Schauspielhaus nicht zugelassen worden sei Ter Brief Bassermanns schließt mit dem ^atz: „Was für Gefühle der Trauer dieser Entschluß in mir und meiner Frau auSlöst, braucheich hier nicht weiter auszuführen." E,ISX]2,§!1,KII2,§ Aus: Jelud.a ben Bezafcl (ges-l. 1609 in Prag), Tiferet Jisracl (Der Stolz Israels). Unsere Zeit gleicht einem, der, weil er nur über ein geringes Kapital verfügt, nichts damit versucht und zuletzt betteln gehen muss. Weil wir die Weisheit der Alten nicht erreichen können, gehen wir müssig und verbringen die Zeit mit leerem Wortstreit. Dieser aber schärft nicht den Verstand, wie man sagt, sondern verkümmert und -verdummt ihn. Es wäre besser, man lernte ein Handwerk, wozu Verstand gehört, zmn Beispiel das des Zimmermanns. Denn die Tätigkeit des Verstandes ist hierbei die gleiche wie bei dem Studium der Thora; dort aber bezweckt sie die Ermittelung der Wahrheit., während man hier auf Lug und Trug ausgeht. Mehr als sein streitbares Hauptwerk, dem diese Worte entnommen sind, hat den Rabbi Jehuda ben Bezalel die Legende von Wunderkraft und Gottesnähe bekanntgemacht. die um ihn weht. Als der hohe Rabbi Löw, der den Golem geschaffen und beherrscht hat, ist er in dem Gedächtnis der Juden geblieben. Geheimnis umwittert ihn, der mit dem berühmten Astronomen Thcho de Brahe die Bahnen der Sterne diskutiert und dem Kaiser Rudolf m vertrautem Gespräch Aufschlüsse über Alchemie und Kabbala gibt. — Was meint der Rabbi? Will er nur sagen daß, wer seinen Verstand gebrauchen wich cs ftciimg der Juden Sott der Berufung In die Kurie aufhob. im Iah» 321 besonders zur Kenntnis zu bringen. Das; bcgrciflicherweise nicht sämtliche Kölner Juden den ökonomifchcn Voraussetzungen zur Ausnahme in die Kurie entsprachen, zeigt die Verordnung Konstantins, die alle in gottesdienstlichen Funktionen beschäftigte Persönlichkeiten von den der niedrigen Bürgerschaft obliegenden per-- sönlichen Leistungen entband. Mit diesen Dekreten aber gewinnen andere Nachruhten, die wir von den Kölner Inden haben, an Wahrscheinlichkeit. Wenn ferner eine aramäische Inschrift aus dem röunscheu Köln überliefert, und der Ausenthalt von Orientalen daselbstbezeugt wird, so darf aller Wahrscheinlichkeit nach auf ein längeres Dasein und aus eine wohlgefügte Verfassung der Gemeinde Köln geschlossen werden. Laßen wir aber auch allgemeine Gesichtspunkte sprechen. Kaiser Caracalla hatte den Juden in: Jahre 212 das römische Bürgerrecht verliehen. Es ist diele Tatsache vermutlich ein weiterer Ansporn für die Inden gewesen, die verschiedenstcn Gebiete des römischen Weltreiches aufzusucheu. Ferner wird allgemein anerkannt, daß die christlichen Gemeinden bis gegen die Mitte des zweiten Jahrhunderts sich wohl ausnahmslos ans der Grundlage von jüdischen Gemeinden bildeten und deren Ausbreitung nicht die Grenze der Diaspora überschritt. Wenn daher in den Nömerstädtei:, zmn Beispiel in Köln, sich um das Jahr 150 christliche Grabstätten finden. so kam: aus dem Vorhandensein einer Christengemeinde vielleicht auch ans die Anwesenheit von Juden daselbst geschlossen werden. Köln war ferner das große Einsallstor. Hierhin kamen Leute zur See direkt, zmn Beispiel von Cfüa unö ans den: Orient. So darf wohl, die Kölner Jndengemeinde den Ruhm in Anspruch nehmen, die älteste ans deutschem Boden zu sein. Ans der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung der Rhein- und Touaustädte, die auch den Ausgangspunkt des Handels in das freie Germanien hinein bildeten, und ans der Rolle, welche den Inden in: damaligen einer gewissen Sicherheit angenommen werden, daß in Städten wie Mainz, Worms, Augsburg, Regensburg, Passan und Wien jüdische Ansiedler gewohnt haben. Ob sie mm ursprünglich als Soldaten, Aerzte oder Kaufleute in die Standquartiere, Lagerdörfer oder Römerstädte gekommen sind — eine Durchsicht der zahlreichen lateinischen Inschriften, die zmn Beispiel auf rheinischem Boden gesunden worden sind, berechtigt nur zu Vermutungen — kann zurzeit nicht mit Sicherheit beantwortet werden. Die Organisation und Einrichtung dieser jüdischen Gcmcinbei: im römischen Deutschland — Köln wies Archisynagogcn. Gelehrte und sonstige im Gemeindedienst stehende Beamte aus — glich durchaus der in andern Städten des römischen Weltreichs, zmn Bei^iel in Rom selbst üblichen Verfassung. Diese jüdischen Gemeinden hatten vermutlich auch ihre Friedhöfe. In Köln lag er weit draußen im Süden der Stadt an der Bonner Straße, und seine ältesten Grabstätten sollten die Felsengräber Palästinas nachahmen. Auch darüber dürfte kein Zweifel sein, daß das Schicksal dieser römischen Jndengemeinde auf deutschem Boden bitrdj die Ausnahmegesetze der römischchristlichen Kaiser beeinflußt worden ist. Die lehrter — oder will er seiner Neberzengm Ausdruck geben, daß die Tätigkeit des Hm: Werkers den: gelehrten Beruf nicht nächste und ihm gleich sei, weil in beiden die Be standeskräfte als höchste Leistung des Me scher: in gleicher Weise zur Geltung und An Übung kommen? Schon mit der Frage spricht über Iah hunderte hinweg die Stimme des hohen Nab Löw mit erneuertem und vertieftem Sinn nns. Von allen Seiten her und unter V rusnng ans alle Instanzen empfiehlt man u Vernfsnmschichtnng als die Lösung aller j bischen Nebel. Mit ihr und der radikal geistigen Umstellung, die sie begleiten soll, w mm: alle Schwierigkeiten des jüdischen Lebe: die allen und die neu entstandenen, beheb. Mit beschwörender Eindringlichkeit wird 1 Andersartigkeit des neuen Denkens dargestel :n:d kein Tadel des Hergebrachten ist hc genug, um airzudeuten, welche Abgründe i neue Lebensform von ihm trennen. Sch mehren sich die Stimmen der Einsichtigen, i warnen. Alan soll den Vogen nicht üb spannen. Jedes Extrem ist gefährlich. U vor: besonderer Gefahr ist die Gesinnung, i :n der Uebertreibnng aktueller Tendenzen v glßt.^daß für den erfolgreichen Handarbci die Geistcstätigkeit nicht'zu entbehren ist.! den Berufen der jüngsten Vergangenheit il Eigenart ausgeprägt hat. „ Der jüdische Arbeiter und der jüdis Handwerker follon daran denken, daß : flc:ftu)e Arbeit, die Plan und Ansführu ihrer Leistung leitet, von gleicher Art ist n von gleichein Rang wie die der Kopfarbeit ^:e sollen stolz und froh sein, daß sie fid und geschützt sind vor den Uebergrisfen n Irrgänger: des Verstandes, der sich üb nimmt, weil er nur über einen aerinc Fonds verfügt. Aber der Hochmut des Gei gen, den unsere Zeit nicht kennen mag, s nns mm nicht wieder begegnen als Hoch:: der^mll der Hand Schaffenden. Riema welp. w:e d:e künftige Berufsgliederung i Städte haben den Zusammenbruch der rW: scheu Herrschaft überlebt. Sie haben höher-Kultur ins Mtt-Iult-r hmübcrm«? Bis in da3 10. Jahrhundert hinein gibt »' auf deutschem Boden nur Nöinerstüdte ßi» auch die Judengemeinden in diesen Ctadlen die Sturme der Völkerwanderung überdauert haben, kam: nicht mit Bestimmtheit werden, da die Quellen sich für ' MW SsMM Dt G»U m Mm ln SEM Nach längerer Panse ist wiederum die „Zeit, s ch r i f t für b i c Geschichte der Juden in Deutschland" (P h i l o ° B e r l a g. Berlin W 15) erschienen. Bereits in ihren vier vor. liegenden Jahrgängen hatte sich die Bicrtchahrö. schrist die Beachtung und Anerkennung aller ait der Erforschung der Geschichte der dculschcn Huden interessierten Kreise erworben. Ilm so schmerzlicher war daher ihr zeitweiliges Berscheinden vom Büchermarkt — eine Folge der Wirtschaslsiwt - empfunden worden. Lebhaften Widerhall durste daher das foebon ausgegebene Heft des fünfte»: Jahrgangs der ^iu schrist finden, um so mehr als die Erforschung der Geschichte der Inden in Deutschland dadurch eine entschiedene Bereicherung erfährt. Und es ist ein besonderer Reiz der inhaltlichen Anlage de-s Hefter, daß die wissenschaftliche Erschließung bestiiiimier Probleme den verschiedenen Epochen der deutschjüdischen Geschichte gleichmäßig zngule lommt. Voran steht die große Abhandlung Eiegstied UckoS über „Geistesgeschichtliche Grundlagen der Wissenschaft des Judentums (Aktive des Ztultur-- vereins vom Jahre 1S19)", über die wir bereits in einer gesonderten Besprechung eingehend berich. tet haben (Nr. 17, v. 26. 4.). Jämar Freund, der Verfasser der Geschichte der prenßischelr Judenemanzipation, steuert einen für die Emanzipationsersorschnng wertvollen Beitrag ..Die deutsche Judcnsrage vor 100 Jahren" bei. In mnfangärmere». aber nicht »ninder gehaltvollen Aufsätzen behandelt Naphael S t r a n 8 einen „Landshuter Jttdeneid ans dem 1-l. Jahrhundert", Arno Kapp den Kampf der Leipziger Meßjuden nur ihre GleichberechtigriNli ans Grund von Quellen des leipziger Rat-sarchivs. Hans L i ch t e n st c i n „Die Wiederaufnahme der Inden in die brandenburgischen Städte mul) ben» Schwarzen Tode". Znm Schluß stellt Gerhard Krüger „Tie jüdische Gemeinde in der Joham niterordensstadt Friedland" dar. Ein kleinerer Forschungsbeitrag smvie »vissenschastlichc Rezensionen runden den Inhalt des Heftes ab. Da die Zeitschrift sich bei strenger Wahrunz ihrer wissenschaftlichen Gediegenheit an alle histvrisch interessierten Kreise wendet, so wollen wir »rüirscher». das; sie nicht vergeblich Eingang sucht, bannt der schwer ringenden jüdischen Geschichtefvrschung dies mcentbehrliche Pn.blitationsorga!i erhalten bleiben möge. De. F. F. & Tr; Ihres Kuh ' Sill*-* chw 0 I'iw'ch! bnuii’l mit tl-U'bs! Talk re [)m a )h'in<‘ rin.' ' vifliiii iiini b ui«* 'Ti rn'bbM Kinsic hl-hl'" /II '*'1 WÜMSt „M.IÜI chn'Il h'islr 1 i-'ln-i l’a ulli iw")' auf >1 lu'l'U! triebe uuä (TlVIi tch'h ' ii'w'n Ks is Mm i fm 7a ].v.> i still in lieh AViiru .0- 1 r; jiieki- ' nicht Ilern : lrutz de.-cl mit mit tim! mit fl'llÖj ,e-"!ch (Ihvc Das Gesaintarchiv der detitschen Juden sicbh sich zur Turcj)sührung der vorliegenden Arbeilen sienölif,?, ■ auch weiterhin eine Einschräntung der Sprechstunden stattsinden zu lassen. Die Sprechstunden des Archiv.-. - . LKrlin N 2-1, Oratuenburger Str. 28, sind bis au! weiteres Montag und Donnerstag von 11 bis! Uhr. . i Die Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft! des Judentum« wird ihre diessährige Kanpt- De r j n m m l u n g am Ätitlwoch. dem 30. Mai. nachmittags 5 Uhr. im Gebäude der Lehranstalt siir die Wissenschaft des Iudentuins, Berlin X 2!, Artilleriestraße 11, abhallen. mir i i’eodi Fhm, licllü Bitte Ofü ciII v ihrer »S‘ml;-; die b Inder: nussehen wird. Freiwillige Einsicht i und die Notwendigkeit oft bitteren GeschictG : j werden sie formen. Ganz aller in imim Bestimmung gegeben werden die Gefühle und Gesinnungen sein, mit der die verschiedenen f Stände sich in der künftigel: iüdischen Ee- . \ me in schuft begegnen werden. Wir siird heute dahin gekommen, bei der Ber»:fswahl die Fähigkeiten des einzelnen und die Interessen derch jüdischen Gemeinschaft miteinander ab- Zustimmen. Aller übertriebener Jndwidnm lismus soll zurückgedrängt werden. AVer deshalb soll uns kein falsch verstcurdenes Schlagwort eine lvertvolle Veranlagluig tvtschlngen,; weil sie unzeitgemäß scheint. - Ebiistniil; RUTH Wenn sie durch die gelben Kornfelder wandelt, schweben ihre Brüste wie weisso Tauben auf und nieder, und die goldenen Aehren rauschen ihrem schmiegsamen Je- : wände nach. Alle Dorfbrunnen sehnen sich, ihr Abbild in ihren Fluten einzufangen und damit den eigenen Glanz: ihrer Silber- Spiegel zu stärken. Alle Winde brausen ihre Hohelieder, und die schlanken Helle tänzeln die Leichtigkeit ihres Ganges wieder. Die Frühsonnen weben ihr gern ejn Strahlenkleid, und der Abend flicht ihr ein Stirnband aus Sternen. Eine süsse Amselanmut zwitschert aus ihrer Stimme, deren Heiterkeit die Lämmer und Sclutfe uu ihren hellen Schellenklängen gern folgern Ihre Hände sind immer hurtige Cardem binderinnen, ihr Herz hegt in sich heimlw-; eine neue himmlische Heimat, und ihre za" •; ten Schultern sind zuweilen eine schwaii*; Waage mit den oft schweren Gewichten iure - gefüllten Wasserkrüge. Wie in h Jehovas badet der Morgen ihr Antlitz n Tau. Ritterlich stolz umstarren sie trwse Aehrenpaare, aber durch ihr kriegensc Reich trägt sie demütigfromm den t> w ihrer Seele, Arthur Silbcrglc»* T durch siir d rocht. Hiv.'ii in de n\i!)v Bortr bk t); scheu, risthc C'J v u UH'iU'i schail G:ch) f)i: " ».:? «ch lN'-,h erst »vclrl de,n wen laschi btmo lonfo!$ Aar mit nal)c Tr. Cri'i L iudi- 1